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Unterrichtsstunde: Dubai

Unterrichtsentwurf 2009 13 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Didaktik d. Geographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse
1.1. Didaktische Reduktion (Bildungsgehalt)
1.2. Lehrplanbezug
- Unterrichtliche Zugänglichkeit
- Gegenwartsbedeutung
- Zukunftsbedeutung
- Exemplarische Bedeutung
1.3. Lernziele

2. Analyse der Methoden und Medien

3. Unterrichtsverlauf

Literatur – und Quellenverzeichnis

http://www.abudhabitravel.net/80,0,die-vereinigten-arabischen-emirate,index,0.html Stand: 11.01.2009

http://www.ahgz.de/news/pages/pics/show/200803131639_palm.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai Stand 04.01.2009

http://www.dubai-informationen.com/geografische_lage_dubai.html Stand: 05.01.2009

http://www.focus.de/immobilien/kaufen/dubai_aid_25577.html Stand: 25.02.2009

http://www.kellogg.northwestern.edu/student/club/meaba/Spec.%20Burj%20Al%20Arab%20web%20lay-out.jpg Stand 27.02.2009

http://www.pervan.de/reiseberichte/u/p21981.jpg Stand 27.02.2009

http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_bauenwohnengarten/13202.php Stand: 27.02.2009

Marco Polo. Dubai. Vereinigte Arabische Emirate. 2008.

Planung einer Unterrichtsstunde

Thema 3: Dubai

1. Sachanalyse

Dubai, das Emirat am persischen Golf, welches weltweit für Luxus, Innovation und Globalisierung steht, soll Thema der vorzubereitenden Unterrichtsstunde sein.

Dabei soll vor allem der Reichtum des Landes im Fokus stehen und die dafür verantwortliche Wirtschaftspolitik. Hierbei werden besonders der Tourismus und die Erdölwirtschaft, als dominierende Wirtschaftszweige beleuchtet. Dabei ist es wichtig Schlussfolgerungen und Zusammenhänge zwischen diesen Punkten zu ziehen.

Wie bereits erwähnt liegt Dubai, als „ (…) zweitgrößtes Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (…)“[1], kurz VEA, am persischen Golf auf der Arabischen Halbinsel. Die VEA sind der „ (…) Zusammenschluss der sieben Emirate Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Fujairah, Ras Al Khaimah, Ajman und Umm Al Qaiwain (…)“. Dieser Verbund liegt an der südöstlichen Küste des Arabischen Golfs.“[2] Im Nordwesten grenzt Katar, im Westen Saudi- Arabien und im Osten der Oman an die VEA. Den Mittelpunkt Dubais bildet die Stadt Dubai, die durch künstliche Bewässerung eine grüne Oase darstellt. Hier lebt der überwiegende Teil der Gesamtbevölkerung, da die weiteren Teile des Emirats fast ausschließlich aus Wüste bestehen und für den Menschen eine Anökumene darstellt. In der Stadt spielt sich demnach fast das gesamte politische, wirtschaftliche und soziale Leben ab.

Dubai war schon in seinen Anfängen ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt des regionalen und internationalen Handels. So begann der Weihrauchhandel 1000 v. Chr. von Südarabien bis zum Mittelmeer. Von 1507 bis 1650 n. Chr. stand Dubai unter portugiesischer Herrschaft.

Im 18. Jahrhundert übernahm die britische East India Company die Führung der Hafenstädte am persischen Golf. Mitte des 19. Jahrhunderts schließt das Königreich Großbritannien Protektoratsverträge mit dem Emirat und war somit befugt außenpolitische Entscheidungen zu treffen.[3]

Mit den ersten Erdölfunden 1958 wurde der Weg zur gewinnbringenden Mineralölindustrie geebnet.[4] 1970 verließen die britischen Truppen Dubai, von da an übernahm Dubai selbst die Verteidigung des Landes sowie die Außenpolitik.

Aus dem 1971 geschlossenen Trucial Coast Vertrag wurden wenig später, unter der Führung Abu Dhabis, die Vereinigten Arabischen Emirate. Dubai stellt hierbei die wichtigsten Regierungsämter der VEA.

Während der gesamten letzten Jahrzehnte konnte Dubai ein stetiges Wirtschaftswachstum verzeichnen. Die Politik Dubais trägt einen wesentlichen Anteil am gewaltigen Wachstum, da u.a. nur einige wenige Vorschriften existieren die den Wirtschaftsverkehr beschränken[5]. Zudem ist die Infrastruktur sehr gut ausgebaut, es gibt neue Straßen, einen großen Überseehafen sowie einen modernen Interkontinentalflughafen. Kritisch sind jedoch die geringen Umweltschutzauflagen zu betrachten, auf der einen Seite steht das enorme Wachstum, auf der anderen Seite die Ausbeutung der Natur! Nur geringe Kontrollen gibt es auch im Bereich der Finanzen und Geschäftsverwaltung. Das ist ein Grund warum zahlreiche Investoren Dubai als ein sogenanntes Steuerparadies schätzen.

Die Erdölvorkommen waren lange Zeit das Fundament der blühenden Wirtschaft, so konnten gigantische Infrastrukturprojekte finanziert werden. Dennoch weisen Prognosen, der Experten, auf eine Erschöpfung des Erdöls bis 2030 hin[6]. Aus diesem Grund fördert Dubai weitere Wirtschaftsstandpunkte. Durch die gezielte Wirtschaftspolitik wuchsen Handel, die Finanzbranche und der Fremdenverkehr und Dubai konnte sich von seiner Abhängigkeit zur Erdölindustrie loslösen.

Besonders der Tourismus, mit seinem rapiden Wachstum, bietet eine enorme Finanzkraft. So blickte spätestens im Jahr 2000, mit der Eröffnung des Luxushotels „Burj Al Arab“, die gesamte Welt auf Dubai. Dubai etablierte sich nun mehr zu einem Ort des glamourösen Weltklassetourismus. Es entstehen immer noch mehr und mehr Luxusresorts, Einkaufscentren und andere Aufsehen erregende Bauvorhaben.

Besonders das soziale Leben der Einwohner Dubais könnte unterschiedlicher nicht sein. Den Großteil der Einwohner, 85 Prozent, bilden Ausländer, welche zum größten Teil als Arbeitsmigranten in das Land geholt wurden. Der überwiegende Anteil dieser Migranten stammt aus südasiatischen Ländern, welche jedoch nicht sehr wohlhabend sind. Viele von ihnen arbeiten auf den zahlreichen Baustellen. Der wohlhabenden Bevölkerungsschicht gehören lediglich die einheimische Bevölkerung und hochqualifizierte Einwanderer, aus Nordamerika oder Europa, an. Insgesamt leben in Dubai circa 68.000 Millionäre, das macht einen Anteil von knapp 5 Prozent der Bevölkerung aus.

Die vorherrschende Religion in Dubai ist der Islam und er bestimmt den Alltag vieler in Dubai lebender Menschen.[7]

2. Didaktische Analyse

2.1. Didaktische Reduktion (Bildungsgehalt)

Eingeleitet wird das Thema Fotographien, die landestypische Merkmale von Dubai zeigen, darunter das weltberühmte Hotel „Burj Al Arab“[8], der künstlichen Insel „Palm Island“[9] und ein Foto auf dem zwei Beduinen in Dubais Wüste zu sehen sind.[10] Die Schüler sollen sich zunächst die Bilder in Ruhe ansehen, anschließend werden diese von einigen Schülern beschrieben. Die Schüler versuchen dann Rückschlüsse zu ziehen, welches Land bzw. welcher Kulturerdteil, auf den Fotographien zu sehen ist. Durch die Bilder werden die Schüler visuell an das Stundenthema herangeführt. Sinn und Zweck der Einleitung ist, dass sie erfahren welches Land im Fokus der Stunde steht und welchem Kulturerdteil es zugeordnet wird.

Im Anschluss folgt sogleich die geographische Einordnung des Kulturerdteils und Dubais. Hierbei wird Dubai an der Wandkarte gezeigt um der Klasse die Lage Dubais auf der Welt zu zeigen.

Daraufhin sollen die Schüler, mit Hilfe der Atlaskarte, die wichtigsten Rohstoffe in Dubai mündlich zusammentragen. Dabei liegt der Fokus auf dem Rohstoff Erdöl. Die Bestimmung der Rohstoffe ist von enormer Relevanz, denn im weiteren Verlauf soll den Schülern bewusst werden, dass die Mineralölindustrie die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung in Dubai ermöglichte. Durch dieses Wissen ist es den Schülern möglich diese Entwicklung logisch nach zu vollziehen. Mit dem Medium Atlas wird, zum einem die Verbreitung der Rohstoffe im Land veranschaulicht und ebenso um der Umgang mit Karten und deren Legenden geschult.

Daraufhin werden einige Schüler aufgefordert den ersten Abschnitt des Textes auf dem Arbeitsblatt laut vorzulesen. Auf diese Weise üben die Schüler Vorlesen, sowie das Sprechen vor der Klasse. Je öfter die Schüler vor der Klasse sprechen, desto selbstsicherer werden sie in ihrem Auftreten. Des Weiteren liefert der Text neue Fakten zum Thema, die eine Voraussetzung, für den nachfolgenden Stundenverlauf, darstellen.

Durch gezielte Fragen des Lehrers im Anschluss, soll der Inhalt von den Schülern nochmals kurz zusammen gefasst werden. Auch hier wird wieder das Sprechen vor der Klasse geübt, wie auch das Wiedergeben eines Textes mit eigenen Worten.

Damit die Schüler ernsthaft versuchen den Inhalt mit ihren eigenen Worten wiederzugeben, sollte dies ausdrücklich erwähnt werden und auch die mündlichen Fragen gezielt gestellt werden. Zum Beispiel: „Auf der einen Seite ist das Erdöl sehr wichtig für Dubais Wirtschaft, doch was sollte Dubai gerade heute beachten?“ Weiterhin hat das nochmalige Erfragen des Inhaltes, durch den Lehrer, die Funktion eventuelles Unverständnis bzw. Fragen der Schüler zu klären. Auch der zweite Abschnitt des Textes, wird abwechselnd von Schülern vorgelesen. Danach sollen erneut die wichtigsten Inhalte von den Schülern verständlich zusammengefasst werden. Auch an dieser Stelle sollte wieder Platz für Fragen und Anregungen geboten werden.

Die Informationen die, die Schüler nun erhalten haben, bilden die Grundlage für den folgenden Unterrichtsabschnitt. Es gilt nun die Aufgabe auf dem Arbeitsblatt zu erfüllen.

Hierbei finden sich Gruppen, zu je 4 Schülern, zusammen. Die Wahl der Gruppen wird durch das Einbringen eines Energizers aufgelockert, die Schüler stellen sich der Größe nach, in einer Reihe auf und die 4 Schüler, die jeweils nebeneinander stehen, bilden eine Gruppe. So entsteht eine gewisse Dynamik in der Klasse, zum einem haben die Schüler die Möglichkeit kurz aufzustehen und sich zu bewegen, zum anderen bilden sich so nicht immer die gleichen Gruppenzusammensetzungen. Auf diese Art und Weise gestaltet sich die Zusammenarbeit unter den Schülern sehr abwechslungsreich.

[...]


[1] Quelle: http://www.dubai-informationen.com/geografische_lage_dubai.html Stand: 05.01.2009

[2] [2]Quelle: http://www.abudhabitravel.net/80,0,die-vereinigten-arabischen-emirate,index,0.html Stand: 11.01.2009

[3] Quelle: Vgl. Marco Polo. Dubai. Vereinigte Arabische Emirate. 2008. S. 10

[4] Quelle: http://www.abudhabitravel.net/80,0,die-vereinigten-arabischen-emirate,index,0.html Stand: 04.01.2009

[5] Es gibt in Dubais weder Einkommenssteuern noch Unternehmenssteuern mit Ausnahme der Geldinstitute und Erdölunternehmen. Zudem wird den Investoren in den Freihandelszonen (Beispiele: Jeben, Ali Free Zone, Dubai Healthcare City) eine 50jährige Steuerfreiheit garantiert. Seinen Staatshaushalt finanziert Dubai fast ausschließlich durch Einnahmen aus dem Erdölhandel, Zöllen und durch die geringen indirekten Steuern

[6] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai Stand 04.01.2009

[7] Quelle: http://www.dubai-informationen.com/traditionelle-kultur-und-lebensart.html Stand: 17.12.2008

[8] Quelle: http://www.kellogg.northwestern.edu/student/club/meaba/Spec.%20Burj%20Al%20Arab%20web%20lay-out.jpg Stand 27.02.2009

[9] Quelle: http://www.dubai-immo.com/images/palm-island.jpg

[10] Quelle: http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.pervan.de/reiseberichte/u/p21981.jpg&imgrefurl=http://www.pervan.de/reiseberichte/Bild*Beduinen_in_der_Wuste*21981&usg=__0KO8hmJi5o7T-3_EhKF0XMTD-Ys=&h=371&w=480&sz=26&hl=de&start=3&sig2=VaIpMx2QAwt2T9vp4Y0w9A&tbnid=ZVQJOliJbwZa4M:&tbnh=100&tbnw=129&ei=_iioSc3TLYqc0AW948DLAg&prev=/images%3Fq%3Dbeduinen%2Bin%2Bdubai%26hl%3Dde%26sa%3DG

Details

Seiten
13
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640312023
ISBN (Buch)
9783640316069
Dateigröße
717 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v124366
Institution / Hochschule
Universität Bayreuth – Didaktik der Geographie
Note
Schlagworte
Unterrichtsstunde Dubai

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