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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

3. Grundlagen zum Klima

4. Klimaklassifikationen
4.1 Genetische Klimaklassifikation
4.2 Effektive Klimaklassifikation

5. Klimazonen nach Köppen
5.1 Tropisches Regenklima (A)
5.2 Trockenklima (B)
5.3 Warmgemäßigtes Klima (C)
5.4 Boreales oder Schneewald – Klima (D)
5.5 Schneeklima (E)

6. Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Inhaltsverzeichnis des Anhangs

Anhang

1 Einleitung

Regen, Schnee, Nebel, Kälte, Wärme, um nur einige Elemente zu nennen, begegnen uns täglich und sind doch ein großes Rätsel. Wie entstehen diese Erscheinungen?

Welche Auswirkungen haben sie auf unser Leben? Und wie können wir sie nutzen, oder umgehen? Diese Fragen beschäftigen jeden Menschen in seinem Leben. Schon früh am Morgen, wenn wir aus dem Bett steigen und aus dem Fenster sehen, interessiert zuerst: Wie wird das Wetter heute?

Kann ich heute ins Schwimmbad gehen? Muss ich die Schneeketten noch auf die Räder machen? Vielleicht regnet es und sie gehen schon mit einer miesen Laune an die Arbeit.

Das Wetter, welches über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, ist aber wiederum nur eine Auswirkung des Klimas, mit dem ich mich näher beschäftigt habe und versuche es verständlich zu erklären. Bei dem Thema „Klimazonen der Erde“ werde ich besonders auf die einzelnen Klimazonen der Erde eingehen. Nach welchen Eigenschaften man sie klassifiziert und ob man genaue Grenzen zwischen den Zonen ziehen kann. Ich werde Grundlagen zum Klima erklären und wichtige Begriffe definieren. Aufgrund der hohen Komplexität des Klimas zeigt diese Arbeit nur einen kleinen Bruchteil der eigentlichen Vielfalt, ohne auf die Wechselwirkungen und Unterschiede der Klimafaktoren näher einzugehen. Im Anhang sind verschiedene Karten, Diagramme und Texte für das bessere Verständnis und als visuelle Bestätigung für das Geschriebene.

2 Begriffserklärungen

Um die Vielfalt des Klimas richtig erklären zu können ist im Vorfeld eine Definition wichtiger Begriffe dringend erforderlich.

Alle Erklärungen wurden aus dem nachfolgenden Werk genommen.

Geographisch-Kartographisches Institut Meyer [Hrsg.] (1986): Meyers kleines Lexikon. Geographie. Mannheim, Wien, Zürich.

Witterung: „Unter dem Begriff W. versteht man den vorherrschenden Charakter des Wetterablaufes eines bestimmten Gebietes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, der dabei einige Tage oder eine ganze Jahreszeit umfassen kann.“

Wetter: „Unter dem Begriff W. versteht man den augenblicklichen Zustand der Atmosphäre über einem bestimmtem Ort. Dieser wird gekennzeichnet durch Temperatur, Art und Stärke der Bewölkung, Windrichtung und Windstärke.“

Niederschlag: „Als N. werden alle aus der Atmosphäre zur Erdoberfläche fallenden oder sich dort erst bildenden Formen des Wassers bezeichnet.“

Temperatur: „Die T. ist die Angabe über den Wärmezustand eines Körpers. In der Klimatologie ist hauptsächlich die Lufttemperatur von Interesse.“

Klima: „Unter K. versteht man die Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an irgendeiner Stelle der Erdoberfläche kennzeichnen, zum anderen aber auch die Gesamtheit an Witterungen eines längeren oder kürzeren Zeitabschnittes (innerhalb eines Jahres), wie sie durchschnittlich in diesem Zeitraum einzutreten pflegt.“

Klimafaktoren: „Unter den K. verstehen wir die jeweiligen geographischen Gegebenheiten eines Gebietes, welche entscheidenden Einfluss auf das Klima ausüben. Dazu gehören die Höhenlage, die geographische Breitenlage, die Lage zum Meer und zu größeren Gebirgen. Daneben spielen noch die Vegetationsdecke und die Bodenbeschaffenheit eine Rolle.“

Klimaelemente: „Als K. bezeichnet man die messbaren meteorologischen Erscheinungen der Atmosphäre, wie Strahlung, Luftdruck und die dadurch ausgelösten Windverhältnisse, Temperatur, Bewölkung, Luftfeuchtigkeit, Niederschläge, Verdunstung. Die K. bewirken in Abhängigkeit von den örtlich gegebenen Klimafaktoren das Klima eines bestimmten Gebietes.“

Atmosphäre: „Als A. bezeichnet die aus einem Gemisch von Gasen bestehende Hülle eines Himmelskörpers, speziell die Lufthülle, welche die Erde umgibt.“

Trockengrenze (Ariditätsgrenze): „Die T. bildet die Grenze zwischen Gebieten semiariden und semihumiden Klimas, d.h. hier liegen Niederschlag und Verdunstung im Gleichgewicht.“

3 Grundlagen zum Klima

Ergänzend zur kurzen Definition des Klimas aus dem Punkt 2 möchte ich hier das Zitat fortführen, welches die enormen Ausmaße und die große Vielfalt der Prozesse erkennen lassen.

„… Das K. ist eine Folge physikalischer Vorgänge, die in der Atmosphäre durch die Bestrahlung der Erde durch die Sonne in Gang gesetzt werden. Der Verlauf dieser Prozesse wird wesentlich durch geographische Breite, Verteilung von Festland und Meer, Meeresströmungen, aber auch durch Relief, Vegetation, Bebauung u.a. mitgestaltet“ (Geographisch-Kartographisches Institut Meyer, 1986, S.185). Das Klima wird durch bestimmte Größenordnungen in drei Felder gegliedert. Das Großklima (Makroklima), welches für die Klimaklassifikationen entscheidend ist, das Lokalklima (Mesoklima), das abgeschlossene Räume wie Talkessel oder Städte untersucht, und das Mikroklima, welches bodennahe Luftschichten mit geringer Ausdehnung betrachtet. Durch die verschiedene Sonneneinstrahlung auf die Erde, aufgrund ihrer Neigung von etwa 23,5° und der Rotation um die eigene Achse, kommt es zur differenzierten Erwärmung unseres Planeten. Diese unterschiedliche Dauer und Intensität der Einstrahlung ist die Hauptursache für vielfältige Klimazonen. Weiterhin sind Höhenlagen, die vorherrschende Windrichtung und Meeresströmungen eines bestimmten Gebietes mitverantwortlich für das Klima.

Durch gewisse Elemente, wie zum Beispiel: Temperaturen, deren Verlauf, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und deren Richtung, Niederschlagsmengen und Niederschlagsverteilung, das Verhältnis von Verdunstung und Niederschlag, sowie Wolkenbildung; wird das Wetter zu einem genauen Zeitpunkt bestimmt. Die daraus berechneten Durchschnittswerte, bzw. Summen der Messwerte über viele Jahre kennzeichnen das Klima (Schönwiese, 1994, S. 24 ff).

Klima ist also ein Sammelbegriff für alle Vorgänge in der Atmosphäre, in einem bestimmten Gebiet, über einen längeren Zeitraum.

Mit dieser Grundlage lässt sich das Klima der Erde in gewisse Zonen einteilen, welche ich im weiteren Verlauf kurz beschreibe.

4 Klimaklassifikationen

Bevor auf die einzelnen Zonen Bezug genommen werden kann, ist es wichtig deren Klassifikation zu verstehen.

Durch die unterschiedliche Klimazoneneinteilung wird es schwieriger Karten vergleichen zu können. Die Einteilung ist abhängig davon, welche Zusammenhänge dargestellt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptarten die Erde in Klimazonen zu gliedern:

- die Genetische Klimaklassifikation und
- die Effektive Klimaklassifikation (Jahn, 1994, S. 18 f).

4.1 Genetische Klimaklassifikation

Basis dieser Einteilung sind fundamentale physikalische Ursachen, wie die verschiedenen Windgürtel und Druckgebiete, sowie der Strahlungs- und Wärmehaushalt unserer Erde. Die Zirkulationen der Atmosphäre stehen unter besonderer Beobachtung, sind aber schwierig messbar. Der Vorteil besteht darin, dass eine Vielzahl an Zonen, je nach Datenbasis, bestimmt werden kann. Diese sind quantitativ schwer messbar, weil nicht nach Mittelwerten, sondern nach Modellvorstellungen unterteilt wird (Meyers Lexikonredaktion, 1989, S.226).

An dieser Stelle werde ich zwei Klassifikationen vorstellen.

Als erste die Klimaeinteilung nach Flohn. Hier wird eine Halbkugel in vier beständige Zonen (fett), die sich ganzjährig unter Einfluss eines Windsystems befinden, eingeteilt. Zwischen ihnen gibt es drei „Wechselzonen“, welche im Jahr von unterschiedlichen Windsystemen beeinflusst werden.

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Details

Seiten
27
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640294237
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v124360
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,0
Schlagworte
Klimazonen Erde Seminar Physische Geographie

Autor

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Titel: Die Klimazonen der Erde