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Alternative Antriebskonzepte: Ein Weg aus der Krise?

Seminararbeit 2009 21 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die aktuelle Situation
2.1 Die aktuelle Wirtschaftskrise im Automobilsektor
2.2 Verändertes Käuferbewusstsein

3 Der sich wandelnde Automobilmarkt
3.1 Die Hersteller und ihre alternativen Antriebskonzepte
3.2 Mögliche Auswirkungen der alternativen Antriebskonzepte auf die Krise

Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Absatzveränderung im November 2008 im Marktvergleich in Europa

Abbildung 2: Absatzveränderung im November 2008 im Markenvergleich in Deutschland

Abbildung 3: Beeinflussung der Kaufentscheidung für einen Pkw

Abbildung 4: Übersicht über Eckdaten der alternativen Antriebe

1 Einleitung

Diese Arbeit mit dem Titel „Alternative Antriebskonzepte: Ein Weg aus der Krise?“ soll zunächst die aktuelle Krise im Automobilsektor beleuchten und auf ein verändertes Käuferbewusstsein eingehen. Danach werden im zweiten Teil dieser Arbeit die verschiedenen alternativen Antriebskonzepte mit Bezug auf bereits vorhandene Herstellermodelle vorgestellt. Anschließend wird abgeschätzt inwieweit sich die verschiedenen Konzepte umsetzen lassen und wie ihre Wirkungen auf die Krise aussehen könnten.

In Deutschland wurden im November 2008 17,7 Prozent weniger Pkw zugelassen als ein Jahr zuvor und mit 233.772 Neuzulassungen wurde der niedrigste November-Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.1 Doch selbst Wachstumsmärkte wie China sind von der Krise betroffen. Im November sank der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 10,3 % und war damit schon den dritten Monat in Folge rückläufig.2 Doch überall auf der Welt wird an verschiede- nen alternativen Antrieben geforscht. Mercedes bspw. will 2009 den S 400 BlueHYBRID als erstes Fahrzeug der Marke mit Hybridantrieb auf den Markt bringen. Nach Unternehmensan- gaben wäre er mit einem Verbrauch von 7,9 l/100 km und einer CO2-Emission von 190 g/km weltweit führend in der Klasse der Luxuslimousinen mit Ottomotor.3 Doch bislang ist unge- wiss, ob dies ein Weg aus der Krise ist und solche Technologien die an sie gestellten Ansprü- che wie „Umweltfreundlichkeit“ tatsächlich halten können.

2 Die aktuelle Situation

2.1 Die aktuelle Wirtschaftskrise im Automobilsektor

Die aktuelle wirtschaftliche Krise im Automobilsektor zeigt sich in massiven Absatzeinbrü- chen über fast alle Marken und Märkte hinweg, dabei am stärksten in den gesättigten Märkten wie den USA, Westeuropa und Japan. Gründe dafür sind zum einen ein verändertes Käufer- bewusstsein (s. Kapitel 2.2) und die Finanzkrise, auf deren Ursachen hier nur kurz eingegan- gen werden soll. Begonnen hat dabei alles in den USA mit der sog. „Subprime Crisis“, der Hypotheken-Krise, da dort Hypotheken mit ungenügenden Sicherheiten verkauft wurden. Von den Rating-Agenturen mit der höchsten Bonität eingestuft wurden diese Hypotheken an andere Banken weiterverkauft. Als nun eine wachsende Zahl von Kreditnehmern ihre Kredite nicht länger bedienen konnte, verloren die Hypothekenschuldverschreibungen rapide an Wert, was zu Milliarden-Abschreibungen und -Verlusten bei Banken und Versicherungen führte. Infolgedessen verteuerte und erschwerte sich die Kreditvergabe der Banken und damit Finan- zierung der Unternehmen. Dadurch lassen sich vor allem Absatzrückgänge bei Geschäftskun- den erklären, der drastische Rückgang der privaten Nachfrage jedoch nicht. Die Gründe hier- für sind vermutlich psychologischer Natur. Seit Sommer 2007 war die Finanzkrise mit Mil- liarden-Verlusten und -Rettungspaketen, (Beinahe-)Pleiten und Staatsübernahmen nahezu täglich in allen Medien präsent. Die Nachrichten wurden häufiger und vermittelten eine zu- nehmend bedrohlichere Situation. Dadurch beunruhigt wurden größere Neuanschaffungen erst einmal verschoben um die Auswirkungen der Finanzkrise abzuwarten. Die größte Neuan- schaffung nach dem eigenen Haus oder der Wohnung dürfte dabei für die meisten Menschen das Auto sein. Hier begann eine sich immer weiter verschärfende Spirale: der Absatz sank erst leicht, Neuanschaffungen wurden weiter verschoben, der Absatz sank weiter und stärker usw. Diese „self-fulfilling prophecy“ führte dann auch tatsächlich zu realwirtschaftlichen Auswirkungen wie z.B. hohen Entlassungen von vor allem Zeitarbeitern im Automobilsektor und dessen Zulieferindustrie.

Die erheblichen Auswirkungen dieser Krise auf die Ve]rkaufszahlen lassen sich in den beiden folgenden Diagrammen erkennen (s. Abbildung 1 und 2). Beide stellen die Veränderung der Verkaufszahlen im November 2008 im Vergleich zum Vorjahresmonat dar, wobei Abbildung 1 dieses markenabhängig in Deutschland betrachtet und Abbildung 2 die verschiedenen euro- päischen Märkte darstellt. So wird deutlich, dass durchweg alle Marken von einem massiven Absatzeinbruch betroffen sind. Auf den ersten Blick scheint Smart mit einem Absatzminus von 1,2 % kaum betroffen. Im Vergleich der ersten elf Monate von 2007 und 2008 verbuchte Smart jedoch ein Absatzplus von 36,5 %, sodass auch hier eine immense Differenz besteht.4

Toyota ist mit 38,8 % prozentual am schwersten betroffen, verkauft in Deutschland jedoch eine vergleichsweise geringe Stückzahl. Schwerer dürften dabei die Absatzeinbußen auf dem japanischen Markt von 27,7 % wirken. Opel verbuchte einen Rückgang von 36 % und hat aufgrund seiner Abhängigkeit vom General Motors-Mutterkonzern (GM) bereits bei der Bun- desregierung um Milliardengarantien für den Fall einer drohenden GM Insolvenz gebeten.

Der Absatz von Mercedes sank um gut 25 %, bei Porsche, BMW und Volkswagen (VW) waren es jeweils ca. 20 %.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Absatzveränderung im November 2008 im Marktvergleich in Europa

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an o. V. (2008e), www.tagesschau.de/(...) und o. V. (2008d), www.finanzen.net/(...).

Der Absatzrückgang betrifft jedoch nicht nur alle Marken, sondern auch alle Märkte (wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß). Abbildung 2 zeigt die Situation in verschiedenen europäischen Ländern. In Spanien und Rumänien brach der Absatz um 50 % ein, in Großbritannien waren es 37 % und in Italien 30 %. Deutschland liegt mit minus 17,7 % noch unter dem Durchschnitt von minus 26 %.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Absatzveränderung im November 2008 im Markenvergleich in Deutschland

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an o. V. (2008a), www.vda.de/(...) (1) und. ebd., www.vda.de/(...) (2).

2.2 Verändertes Käuferbewusstsein

Ein zweiter Baustein der Krise ist das veränderte Käuferbewusstsein für sparsamere und um- weltfreundlichere Fahrzeuge. Innerhalb kürzester Zeit gewannen diese beiden Themen zu- nehmend an Bedeutung. CO2-Ausstoß und Spritverbrauch wurden zu ausschlaggebenden Kaufargumenten wie auch eine aktuelle Studie (Herbst 2008) des Marktforschungsinstituts Maritz Research unter 1000 Neuwagenbesitzern belegt (s. Abbildung 3). Acht Kriterien stan- den den Befragten zur Auswahl und diese sollten jeweils entscheiden, ob dieses Kriterium für ihre Kaufentscheidung ausschlaggebend war. Wie man sieht sind „klassische“ Beweggründe wie Sicherheit Qualität, Preis und Unterhaltskosten führend, wenn gleich emotionale Faktoren wie Design und Markenimage in den Hintergrund treten. „Kraftstoffverbrauch“ wird dabei als Folge einer rationaleren Kaufentscheidung sogar von 92 % der Befragten genannt. Das Krite- rium „Umweltverträglichkeit“ liegt zwar nur auf Platz sechs, mit der Nennung von 76 % der Befragten spielt es jedoch eine sehr wichtige Rolle.7 In einer im Frühjahr 2008 unter Kauf- interessenten durchgeführten Studie wurde das Kriterium „CO2-Ausstoß“ nur von 33 % der Befragten genannt. Auch wenn sich diese beiden Ergebnisse nicht 1:1 vergleichen lassen, ist doch eine deutliche Steigerung zu erkennen.8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Beeinflussung der Kaufentscheidung für einen Pkw

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an o. V. (2008f), www.energie-info.net/(...).

[...]


1 Vgl. o. V. (2008a), www.vda.de/(...).

2 Vgl. o. V. (2008b), www.china-observer.de/(...).

3 Vgl. o. V. (2008c), www.muenchen.mercedes-benz.de/(...) (1).

4 Vgl. o.V. (2008d), www.finanzen.net/(...).

5 Vgl. o. V. (2008e), www.tagesschau.de/(...).

6 Vgl. o. V. (2008a), www.vda.de/(...) (2), vgl. a. o. V. (2008a), www.vda.de/(...) (1).

7 Vgl. o. V. (2008f), www.energie-info.net/(...).

8 Vgl. o. V. (2008g), www.lifepr.de/(...).

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