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Die weltwirtschaftliche Bedeutung Chinas seit dem Eintritt in die WTO

Hausarbeit 2007 19 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. China in Zahlen Daten und Fakten

3. Chinas Beitritt zur WTO
3.1 WTO-Vereinbarung mit China
3.2 Die Gründe für China der WTO beizutreten

4.Gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zu Deutschland

5. Auswirkung auf die Welt am Beispiel einzelner Länder
5.1 Mexiko
5.2 Die alte und die aufstrebende Weltmacht; USA und China
5.3 Der Bumerang Effekt in Japan und Süd-Korea
5.4 Europa

6. Die Abhängigkeit von Rohstoffen

7. Chinas Macht mit den Devisenreserven

8. Fazit

9. Quellen

1. Einleitung

China ist in den letzten Jahren zum 4. größten Produktionsland der Welt avanciert, hinter den USA, Japan und Deutschland.

Mit Kleidung und Schuhen fing es an. Heute produzieren Unternehmen aus fast allen Unternehmensbereichen größtenteils in China. Dieses Land weißt langsam auch in den hochwertigen Branchen ein größeres Maß an Produktionskapazitäten auf.

Das viel genannte und warnend gemeinte Zitat von Napoleon Bonapart, „Das man den schlafenden Drachen nicht wecken sollte“ ist nun wahr geworden. China ist erwacht, nun gilt es mit dem „Drachen“ umzugehen. „Er“ muss in die richtigen Bahnen geleitet bzw. in die Weltengemeinschaft komplett integriert werden. Der Umgang mit der 1,3 Mrd. bevölkerungsstarke Volkswirtschaft ist bereits eine große Herausforderung.

Der Satz von Napoleon ist sicher warnend gemeint. Geht von China wirtschaftlich gesehen wirklich eine Gefahr aus, wirkt sich der Beitritt zur WTO nur negativ auf die restliche Welt aus? Meiner Meinung nach wird diese Frage offen bleiben, die Frage wird nicht so ohne weiteres zu beantworten sein. Es hängt sicher auch stark von der Seite des Betrachters ab.

Z.B. herrscht in Mexiko eine ungeheuerliche Abneigung gegenüber China in Mexiko, da hier die Leute ihre Arbeitsplätze verlieren. Weltweit verlagern viele Firmen ihre Produktion nach China. Genauso aber profitieren diese Firmen von China, sie bleiben wettbewerbsfähig.

Ungeachtet all der Sorgen, die sich in der westlichen- oder vielmehr in der restlichen Welt über China gemacht werden, verbucht China eine Rekord Wachstumsrate nach der nächsten. Diese lagen in den letzten 10 Jahren immer zwischen 8% und 10%[2]. Das Erfolgsrezept ist eine gute Mischung aus einem unerschöpflichen Reservoir von billigen Arbeitskräften, Kapital das aus dem Ausland kommend immer stärker in China investiert wird und dem Know-how welches sich die Chinesen u.a. im Ausland aneignen. Es scheint mir, dass die Chinesen schon seit langem die größte Anzahl an Austauschstudenten bilden. Auch das viel, zu Recht, angemahnte Kopieren von bereits bestehender Technik oder Produkten muss genauer betrachtet werden, denn nach der chinesischen Kultur gilt das „Nachmachen“ nicht als eine Straftat sondern viel mehr als eine Honorierung des bereits Existenten. Blicken wir einmal in unserer eigenen Geschichte zurück, habe wir nicht selber von dem „Nach ahmen“ profitiert? Damals war es England und die industrielle Revolution, von der wir viele Errungenschaften, Erkenntnisse in vielen Bereichen und Entwicklungen übernommen haben und weiter entwickelt hatten. Gewiss, es lässt sich nicht eins zu eins miteinander vergleichen, aber eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich schon erkennen.

Der Beitritt Chinas zur WTO war nur noch eine Frage der Zeit. Wie er sich auf die weltwirtschaftliche Bedeutung ausgewirkt hat, wird auf den folgenden Seiten näher erläutert.

2. China in Zahlen Daten und Fakten

Basisdaten [4] [3]

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Fläche: 9,6 Mio. qkm

Einwohner: 1,31 Mrd. (2005)

Bevölkerungsdichte: 136 Einw./km²

Bevölkerungswachstum: 0,6% (2005)

Analphabeten rate: 11% (2005)

Geschäftssprachen: Chinesisch, Englisch

Währung Bezeichnung: Renminbi Yuan (RMB) = 10 Jiao = 100 Fen

Wechselkurs: 1 Euro = 10,01 RMB; (30.10.2006)

Bevölkerungsdichte: 136 Einw./qkm

Bevölkerungswachstum: 0,6% (2005)

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Analphabeten rate: 11% (2005)

Geschäftssprachen: Chinesisch, Englisch

Wirtschaftslage[5]

Bruttoinlandsprodukt (BIP, norm.) (Mrd. US$); 2003: 1.641; 2004: 1.932; 2005: 2.235

BIP je Einwohner (US$) 2002: 1.135; 2003: 1.274; 2004: 1.490; 2005: 1.714

BIP-Entstehung (%) 2005: Primärsektor 12,6; Sekundärsektor 47,5; Tertiärsektor 39,9

BIP-Verwendung (%) 2005: Privatverbrauch 38,0; Staatsverbrauch 13,9;

3. Chinas Beitritt zur WTO

Am 11. Dezember 2001 trat China, nach 15 Jahren Verhandlungen, der WTO bei. China bezeichnete seinen Beitritt als eine „strategische Entscheidung“ auf dem Weg zur ökonomischen Globalisierung, die letztendlich zu einer sozialistischen Marktwirtschaft führen soll. China sprach von einer „win-win“ Situation für alle Beteiligten.[6] Die Volksrepublik setzte bei den Verhandlungen stark darauf, dass es als Entwicklungsland in die WTO aufgenommen wird. Dies ist mit einer der Gründe, weshalb sich die Beitrittsverhandlungen so stark in die Länge zogen. Ein großer Verfechter gegen den Beitritt, waren die USA, die China nicht diesen Status „zugestehen“ wollten. Bevor ich auf die Vereinbarungen und die Gründe zum Beitritt Chinas zur WTO eingehe, möchte ich einen kurzen Überblick über die Besonderheit eines Entwicklungslandes in der WTO wiedergeben.

Ungefähr drei Viertel der WTO-Mitgliedstaaten sind Entwicklungsländer. Sie genießen eine gewisse Anzahl von Vorzügen. So wird ihnen eine längere Frist bei der Einführung von WTO-Vereinbarungen gegeben. Vorschriften werden nicht so streng gesehen, z.B. bei dem Abbau tarifärer und nicht tarifärer Handelsbeschränkungen. Im Vordergrund der WTO stehen der Aufbau von Infrastruktur, sowie die Verbesserung technischer Standards um so den Entwicklungsländern, eine schnellere und bessere Teilnahme am Welthandelssystem zu ermöglichen.[7]

3.1 WTO-Vereinbarung mit China

Hinsichtlich der Einhaltung der WTO-Verpflichtungen hat China bisher insgesamt recht gute Noten erhalten. Aber was sind die eigentlichen die Verpflichtungen? Ein wichtiger Punkt ist die Abschaffung bzw. die Reduzierung tarifärer Handelshemmnisse. Dafür musste die Volksrepublik eine Reihe von Reformschritten unternehmen. So senkte China z.B. seine Zollsätze, baute nicht-tarifäre Handelshemmnisse ab, eliminierte Exportsubventionen und reformierte sein Wechselkursregime. Wobei letzteres noch stark in der Kritik steht, dies wird aber in Kapitel 7. genauer erläutert. Ein weiterer Punkt ist die Verbesserung des Rechtschutzes. Hier sind die Gesetze bzw. die Kontrolle über die Produktpiraterie noch extrem ausbaufähig. Der letzte wesentliche Punkt ist, dass ausländische Unternehmen ohne besondere Lizenzen sich in China frei bewegen und engagieren dürfen.[8]

[...]


[1]

[2] Vgl. bfai Wirtschaftskompakt Daten VR China, Mai 2006, S.1

[3] Vgl. http://www.millin.de/downloads/3-935922-52-3/src/china.gif

[4] Vgl. http://www.bfai.de/ext/anlagen/PubAnlage_2633.pdf

[5] Vgl. ebenda

[6] Vgl. http://www.wto.org/english/news_e/news01_e/wpchina_longstat_17sept01_e.htm

[7] Vgl. Diplomarbeit Auswirkungen des WTO-Beitrits auf die Erschließung des Chinesischen Marktes, Februar 2003, S.11

[8] Vgl. China Contact 7/2005, S. 20

Details

Seiten
19
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640288274
ISBN (Buch)
9783640288496
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v123163
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
1,3
Schlagworte
Bedeutung Chinas Eintritt Seminar Wirtschaftspolitik Wandel

Autor

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