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Die spätmittelalterliche Wirtschaftsstruktur. Entwicklungen und Probleme am Beispiel der Tuchherstellung

Seminararbeit 2000 34 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung
1. Braudel und die Struktur
2. Marx und die Produktionsverhältnisse
3. Sombart, Weber und der Kapitalismus
4. Konzeption der Arbeit

II. Ausgangssituation
1. Luxusgüter und Exportorientierung
2. Zugang zu Rohstoffen
3. Energieversorgung und Arbeitskräfte
4. Die „mittelalterliche Wirtschaftsgesinnung“
5. Der politisch-institutionelle Rahmen
6. Die Organisation des Produktionsprozesses

III. Entstehung eines Massenmarktes
1. Expansion der Nachfrage
2. Stagnation und Wachstumskrise

IV. Intensivierung und Wandel der gewerblichen Produktion
1. Allgemeine Produktionsverlagerungen
2. Protoindustrialisierung
3. Verlagssystem

V. Schlußbemerkung

VI. Literatur

I. Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Tuchherstellung im 14. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung verschiedener Krisenerscheinungen, die im Rahmen eines allgemeinen Strukturwandels betrachtet werden. Diesbezüglich muss eine Vielzahl einzelner Probleme, die zu strukturellen Veränderungen führten, analysiert werden. Eine solche Untersuchung, die u. a. den jeweiligen Grad des Vordringens von Kapital in die Produktion bestimmen soll, kann meiner Ansicht nach wesentliche Elemente jenes Prozesses herausarbeiten, an dessen Ende der Kapitalismus steht.

1. Braudel und die Struktur

Da ich mich explizit mit dem spätmittelalterlichen Strukturwandel auseinandersetzt, ist eine Klärung der Begriffe ‘Struktur‘ und ‘Strukturwandel‘ vorweg unumgänglich. Fernand Braudel sah in einer Struktur „ein Ordnungsgefüge, einen Zusammenhang, hinreichend fe­ste Beziehungen zwischen Realität und sozialen Kollektivkräften“, die nur begrenzt einem historischen Wandel unterliegen und oft ganz und gar unbeweglich erscheinen. Dieser geographische, biologische, ökonomische, soziale und kulturelle Rahmen, bestimmt Grenzen, die in der Regel nicht überschritten werden können. Die Stabilität struktureller Konfigurationen zwingt jeder gesellschaftlichen „Tätigkeit einen monotonen, repetitiven Charakter auf“. Da eine Situation, in der es „mitunter vor[kommt], daß eine Innovation, die dem Interesse einer Gruppe im Besitze der Macht entspricht, sich ausbreitet, eine existierende Struktur umwälzt und eine neue an ihre Stelle setzt“ kennzeichnend für das 14. Jahrhundert war, können Wandel und Krisenerscheinungen des 14. Jahrhunderts mit diesem Ansatz erklärt werden. Dabei bietet sich die Untersuchung gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse an, deren Bewegungen entweder „eine Neuerung in eine Gewohnheit transformier[en]“ oder aber „den erlernten Normen treu bleib[en]“ und daher „ihre relative Unempfindlichkeit gegenüber den Wandlungen des [...] Milieus“ demonstrieren.[1]

2. Marx und die Produktionsverhältnisse

Für die Analyse der spätmittelalterlichen Tuchproduktion ist es unumgänglich, mit Marx die Produktionsverhältnisse zu untersuchen, da diese „die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis“ bilden. Als ein wesentliches Antriebsmoment für den Entwicklungsprozess gelten dabei die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft. Diesbezügliche Neuerungen im technisch-organisatorischen Bereich können, sofern sie mit den bisherigen Verhältnissen in Konflikt geraten, einen Strukturwandel bewirken. Einerseits ist dabei zu berücksichtigen, dass die Produktivkräfte durch ihre innovatorische Kraft die Anpassung des Rahmens an ihren Entwicklungsstand fördern. Andererseits bedingen und ermöglichen erst die gesellschaftlichen Verhältnisse die Entwicklung und Durchsetzung einer bestimmten Stufe an Technik und Organisation, so dass „soziale Kriterien darüber [entscheiden], daß Menschen und Produktivkräfte in einer Weise verbunden wurden, die den [...] okzidentalen Industriekapitalismus entstehen ließ“.[2]

3. Sombart, Weber und der Kapitalismus

Nach Sombart und Weber lässt sich wirtschaftlicher Wandel anhand von Veränderungen in der jeweiligen Wirtschaftsgesinnung, der Technik oder der Organisation, also in einem Wechselspiel ökonomischer, politischer und kultureller Elemente fassen. Sombarts Feststellung, „daß die eigenartige Gestaltung, die das Wirtschaftslebens erfährt, von der Erfüllung bestimmter Bedingungen abhängig ist, [...] daß ein bestimmtes Wirtschaftsleben auf einer Anzahl geistiger und materieller, natürlicher und künstlicher Gegebenheiten aufbaut“, schließt den Kreis mit den anfangs dargestellten Theorieansätzen.[3]

4. Konzeption der Arbeit

Es steht außer Zweifel, dass eine Untersuchung der Tuchherstellung, die sich von obigem Theoriegebäude leiten lässt, sehr breit angelegt sein muss. Daher werden demografische, ökonomische, politische und kulturelle Rahmenbedingungen untersucht. Dadurch kann ein struktureller Wandel, bedingt durch Nachfrageentwicklung, Versorgungskrisen, Modeschwankungen, technische Innovationen, neue Organisationsformen und wirtschafts- oder ordnungspolitische Maßnahmen, sichtbar gemacht werden. Die angestrebte Gesamtdarstellung muss allerdings an vielen Punkten auf intensive Detailstudien verzichten, um trotz des begrenzten Raums die allgemeinen Tendenzen der spätmittelalterlichen Wirtschaft beziehungsweise Tuchherstellung aufzeigen zu können.

II. Ausgangssituation

Es gilt hier, zuerst die natürlichen und dann die kulturellen Grundbedingungen des Wirtschaftslebens zu analysieren.

1. Luxusgüter und Exportorientierung

Prinzipiell war die exportorientierte Wolltuchherstellung zwangsläufig auf Luxusbedarf ausgerichtet, da die Nachfrage hauptsächlich von Angehörigen der Mittel- und Oberschichten ausging. Hochwertige Textilien waren ein Ausdruck von hohem Sozialprestige und wurden daher durch wohlhabendere Kreise stark nachgefragt. Vor der Entwicklung bedeutender Massenabsatzmärkte mit einer erhöhten Nachfrage nach billigen und groben Stoffen gingen von der Landbevölkerung und den städtischen Unterschichten kaum Nachfrageimpulse aus. Hohe Preise und eventuell Kleiderordnungen verhinderten dies für feine Stoffe, während der alltägliche Bedarf häufig selbst erzeugt wurde. Da „Kleidungsstücke [...] selten durch neue Stücke ersetzt; statt dessen [...] endlos repariert, gestopft und geflickt“ wurden, blieb die „Nachfrage [...] auf niedrigem Niveau“.[4] Dementsprechend erlangten verschiedene Standortfaktoren eine bestimmte Bedeutung.

2. Zugang zu Rohstoffen

Der Zugang zu den jeweils benötigten Rohmaterialien war dabei einer der wichtigsten Faktoren für die Entstehung und Entwicklung des spätmittelalterlichen Tuchgewerbes. Das Vorhandensein einer umfangreichen Schafzucht bildete demnach auch eine Voraussetzung für die Entfaltung der niederländischen Tuchzentren im Mittelalter, wobei einheimische Wolle eher für die Herstellung billiger Tuchsorten mit mehr oder weniger lokaler Verbreitung verwendet wurde. Die in Export und Fernhandel dominierenden Luxusgüter bedurften der englischen und spanischen Wolle, deren Qualität ungleich höher war. Auf die sich daraus ergebende „Notwendigkeit einer Versorgung über den Fernhandel“ konnte jedoch von niederländischen Unternehmern insgesamt hinreichend gelöst werden, wodurch sich deren hervorgehobene Stellung innerhalb des europäischen Textilgewerbes erklärt. Die jeweiligen Produktionsstätten brauchten also nicht unbedingt die direkte räumliche Nähe zu den Rohstoffen, sondern es genügte ein guter Zugang zu Märkten und Messen.[5] Ähnlich gestaltete sich die Situation im luxemburgischen Raum. Da „die ausreichende Versorgung mit Wolle [...] für die Stadt zweifellos als wichtig angesehen“ wurde, versuchte man, alle möglichen Ressourcen einzubeziehen: zum einen die nicht unbedeutende Schaftzucht im Umland (Ardennen, Saarraum, Obermosel, Eifel), zum anderen die Nutzung fremder Wolle, die auf den verschiedensten Märkten, mitunter im Fernhandel, erworben wurde.[6] Der nordwesteuropäische Raum, so kann zusammengefasst werden, war mit seinem Tuchgewerbe die größte „Zusammenballung wirtschaftlicher Energien nördlich der Alpen im Mittelalter“. Englische, flandrische und auch französische Güter dominierten eindeutig. England trat dabei als Hauptexporteur hochwertiger Wolle auf, wodurch sich ein exportorientiertes und daher für den Luxusbedarf produzierendes Gewerbe etablieren konnte. Die Niederlande (hauptsächlich Flandern) und Frankreich waren bis auf wenige Ausnahmen auf eine Versorgung über diesen Weg angewiesen. Die wirtschaftliche Entfaltung hing von guten Handelsbeziehungen ab.[7] Für den deutschen oder besser der mitteleuropäischen Raum ist zu berücksichtigen, dass zwar mitunter große Mengen an Wolle hergestellt wurden, diese allerdings weder quantitativ noch qualitativ ausreichten. Insbesondere mangelte es an hochwertiger Wolle, so dass es in Ermangelung günstiger natürlicher Standortvoraussetzungen nicht erstaunt, dass „die historischen Standorte einer deutschen Wolltuchindustrie [...] meist mit Zentren des mittelalterlichen Fernhandels zusammen[fielen]“.[8] Trotz der Überlegenheit nordwesteuropäischer Tuche entwickelte sich ein relativ beachtliches hansisches Gewerbe, das „über eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Produktionsstätten verfügte, die zumindest regionale Bedeutung besaßen“.[9]

3. Energieversorgung und Arbeitskräfte

Ein weiterer natürlicher Standortfaktor war die Möglichkeit der Energieversorgung, deren Rolle im Textilgewerbe allerdings nicht die Bedeutung der Rohstoffbeschaffung erlangte. Der Betrieb von Walkmühlen durch Wasserkraft war zwar stark standortgebunden, jedoch blieb die Bedeutung solcher Anlagen zu Beginn des 14. Jahrhunderts noch relativ gering. Im flandrischen Raum wurde aufgrund der Orientierung auf hochwertige Produkte meist auf Walkmühlen verzichtet, da deren Einsatz zu Qualitätsminderungen führte.[10]

Als wichtiger Faktor bei der Standortwahl ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften anzusehen. Gerade die mittelalterliche Tuchherstellung mit ihrem arbeitsaufwendigen, hochgradig zerlegten Produktionsprozess benötigte eine erhebliche Anzahl an Produzierenden unterschiedlicher Qualifikation, die allerdings anfangs in den Städten vorhanden waren.[11]

4. Die „mittelalterliche Wirtschaftsgesinnung“

Neben den natürlichen Standortfaktoren hatte die mittelalterliche Wirtschaftsgesinnung maßgeblichen Einfluss auf die konkrete Gestaltung des gewerblichen Produktionsprozesses. Das (Spät-)Mittelalter, so Sombart, sei im Wesentlichen vom Nahrungsprinzip geleitet gewesen, wodurch nur jene Gütermenge produziert wurde, die zur unmittelbaren Bedarfsdeckung benötigt wurde. Der gewerblichen Expansion, so die logische Folgerung, waren demnach durch die natürliche und gesellschaftliche Begrenztheit der Nachfrage („Idee des standesgemäßen Unterhalts“) relativ enge Grenzen gesteckt. Die gewerblichen Produzenten, in der Regel Handwerker, arbeiteten nur soviel, wie zur Unterhaltsdeckung nötig war.[12] Sombart weist darauf hin, dass die jeweiligen Produzenten ihr Produkt „am liebsten gar nicht dem Markte preis[gäben]“, dass also Produktion und Verkauf durch die Notwendigkeit der Bedarfsdeckung und nicht durch grenzenloses Erwerbsstreben bestimmt waren. Die angeblich hohe Zahl an Feiertagen und die vielfältigen Versuche sich der Arbeit zu entziehen deuteten demnach ebenfalls auf mangelndes Interesse an einem höheren Arbeitsaufwand und Profit hin.[13] In eine ähnliche Richtung weist Jacques LeGoff wenn er auf die mittelalterliche Arbeitszeiteinteilung verweist. Die Einheit „Tagwerk“ gehörte demnach „zu einer Wirtschaftsform, [...] die keine Hast, kein Streben nach Präzision, keine Sorge um Produktivität kennt“.[14]

5. Der politisch-institutionelle Rahmen

Der politisch-institutionelle Rahmen und die Wirtschaftspolitik waren stark von natürlichen und kulturellen Zwängen geprägt. In diesem Rahmen versuchte man hauptsächlich, den Absatz der eigenen Güter zu sichern. Einerseits bediente man sich dabei strenger Qualitätsvorschriften und Kontrollen, mit denen fremde Produkte ferngehalten werden konnten, andererseits gab es Versuche, unter anderem durch das Bannrecht (Verbot von gewerblicher Produktion innerhalb einer bestimmten Zone), ein möglichst weiträumiges Umland zum Kauf im jeweiligen Zentrum zu zwingen. Städte übernahmen oft in Kooperation mit den Zünften die Regelung der Rohstoffversorgung und die Unterhaltung von Walkmühlen, Färbeeinrichtungen und Tuchhallen, wodurch die einheimischen Produzenten im Konkurrenzkampf gestärkt wurden.[15] Da Zunftpolitik nach Weber im Wesentlichen Nahrungspolitik war, ergaben sich ganz konkrete Aufgaben und Maßnahmen. Um „die Gleichheit der Chancen für sämtliche Zunftmitglieder“, zu erreichen, wurde versucht, bestimmten Wachstumsprozessen einzelner Unternehmer Grenzen zu setzen. Eine relativ enge Regulierung des Produktionsprozesses war die Folge: Zünfte regulierten die Art der Produktion, d.h. sie schrieben Technikeinsatz, Zahl der Lehrlinge und Arbeitskräfte und Zahl und Qualität der Ware vor. In der Regel wurde dabei eher versucht traditionelle Formen beizubehalten. Daraus ergab sich für die Organisation der Produktion die Bevorzugung einer „durch Spaltung nicht durch technische Spezialisierung erfolg[t]en“ Arbeitsteilung. Gewerbliche Differenzierung trat hinsichtlich des Endproduktes (Hosen, Hemden, Jacken...), nicht hinsichtlich der einzelnen Arbeitsschritte (spinnen, weben, färben...) auf.[16] Die Zunft erreichte dadurch eine stärkere Kontrolle des Produktionsprozesses, und somit die gewollte Begrenzung der innerzünftischen Konkurrenz und bot die Möglichkeit, insgesamt in einem Maße zu produzieren, das dem einzelnen Meister wohl oft nicht möglich gewesen wäre. Die Beschränkung der Konkurrenz und die Begrenzung des Angebots verhinderte dabei Überproduktion und drohenden Preisverfall. Die nach außen gerichtete Zunftpolitik, als deren Ziel ein möglichst hoher Lebensstandard möglichst vieler Zunftmitglieder angegeben werden kann, war daher auch wesentlich durch das Streben nach Monopolstellungen gekennzeichnet. Dabei bedienten sie sich vornehmlich des Zunftzwangs und Zunftbanns.[17]

[...]


[1] Braudel, Fernand: Geschichte und Sozialwissenschaften. Die longue duree, in: Honegger, Claudia (Hg.) Schrift und Materie der Geschichte. Vorschläge zur systematischen Aneignung historischer Prozesse, Frank-furt/M. 1977, S. 55; Pomian, Krzysztof: Die Geschichte der Strukturen, S. 169f., 174; Burguiere, Andre´: Historische Anthropologie, S. 74, beide in: LeGoff, Jacques; Chartier, Roger; Revel, Jacques (Hgg.): Die Rückeroberung des historischen Denkens. Grundlagen der Neuen Geschichtswissenschaft, Frankfurt/M. 1994.

[2] Marx, Karl; Engels, Friedrich: Ausgewählte Schriften in zwei Bänden, Bd. 1, Berlin/Ost 1972, S. 80f.; 335f.; Wehler, Hans-Ulrich: Historische Sozialwissenschaft und Geschichtsschreibung. Studien zu Aufgaben und Traditionen deutscher Geschichtswissenschaft, Göttingen 1980, S. 60.

[3] Weber, Max: Wirtschaftsgeschichte. Abriß einer universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, dritte, durchgesehene und ergänzte Auflage, Berlin 1958, S. 15f.; Zur Ausarbeitung dieses Konzepts vgl.: Wehler, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 1: Vom Feudalismus des Alten Reichs bis zur defensiven Modernisierung der Reformära 1700-1815, München 1989, Sombart, Werner: Der moderne Kapitalismus. Historisch-systematische Darstellung des gesamteuropäischen Wirtschaftslebens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 1: Die vorkapitalistische Wirtschaft, unveränderter Nachdruck der zweiten, neugearbeiteten Auflage, München 1987, S. 3f.; 13; 16.

[4] Cipolla, Carlo M.; Borchardt, Knut: Europäische Wirtschaftsgeschichte in vier Bänden, Bd. 1: Mittelalter, Stuttgart/New York 1978, S. 77, 74.

[5] Holbach, Rudolf: Exportproduktion und Fernhandel als raumbestimmende Kräfte. Entwicklungen in nordwesteuropäischen Gewerbelandschaften vom 13.-16. Jahrhundert, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, Bd. 13 (1987), S. 230, 233f.

[6] Ders.; Pauly, Michel: Das „Lutzelburger Duch“. Zur Geschichte von Wollgewerbe und Tuchhandel der Stadt Luxemburg und des umgebenden Raumes vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, in: Schueberfouer 1340-1990. Untersuchungen zu Markt, Gewerbe und Stadt in Mittelalter und Neuzeit, hg. von Michel Pauly, Luxemburg 1990, S. 72ff.

[7] Ammann, Hektor: Deutschland und die Tuchindustrie Nordwesteuropas im Mittelalter, in: Hansische Geschichtsblätter, Bd. 72 (1954), S. 22, 8; Kellenbenz, Hermann (Hg.): Handbuch der europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bd. 2: Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Mittelalter, hgg. von Jan A. van Houtte, Stuttgart 1980, S. 251, 278, 317.

[8] Lütge, Friedrich: Deutsche Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Ein Überblick, dritte, wesentlich vermehrte und verbesserte Auflage, Berlin/Heidelberg/New York 1966, S. 235; Stromer, Wolfgang von: Die Gründung der Baumwollindustrie in Mitteleuropa. Wirtschaftspolitik im Spätmittelalter, Stuttgart 1978, S. 7; Auf die enorm breite Streuung der spätmittelalterlichen Tuchproduktion, die keineswegs nur auf Fernhandelszentren wie Aachen, Köln u. a. beschränkt war, soll hier nur hingewiesen werden.

[9] Holbach, Rudolf: Die Textilherstellung im Hanseraum, in: Die Hanse. Lebenswirklichkeit und Mythos, zweite, verbesserte Auflage des Textbandes zur Hamburger Hanse-Ausstellung von 1989, hgg. von Jörgen Bracker, Volker Henn und Rainer Postel, S. 639, 644, 648.

[10] Holbach, Exportproduktion, S. 235f.

[11] Ders.: Exportproduktion, S. 237f.

[12] Sombart, S. 31ff.; 190f.; ähnlich: Weber, S. 129; real ist allerdings oft von einer eher gemischten gesinnung auszugehen, das heißt Bedarfsdeckung und Gewinnstreben traten oft beide in einem komplexen Netz auf, siehe dazu: Holbach, Frühformen, S. 590.

[13] Sombart, S. 36f.

[14] LeGoff, Jacques: Für ein anderes Mittelalter. Zeit, Arbeit und Kultur im Europa des 5.-15. Jahrhunderts, Weingarten 1987, S. 30ff.

[15] Sombart, S. 186f.; Henning, Friedrich Wilhelm: Handbuch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Deutschlands, Bd. 1: Deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Paderborn 1991, S. 215.

[16] Weber, S. 129f; Sombart, S. 193.

[17] Ebd., S. 209f.; Weber, S. 131f.

Details

Seiten
34
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638182003
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12273
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Historisches Seminar
Note
sehr gut
Schlagworte
Verlag Protoindustrie Manufaktur Sombart Weber

Autor

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