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Die Bedeutung von Infrastrukturinvestments für die strategische Asset Allokation von Family Offices

Diplomarbeit 2009 123 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung

2 Die Rolle alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices
2.1 Das Family Office Konzept
2.1.1 Ursprung und Entwicklung der Family Offices
2.1.2 Zielkunden und Dienstleistungsspektrum
2.2 Definition des Begriffs Asset Klasse
2.3 Die strategische Asset Allokation
2.4 Transformation der Anlagepräferenzen von Family Office- Kunden
2.4.1 Das Vermögensziel von Family Office-Kunden
2.4.2 Die traditionelle Portfoliostruktur
2.4.3 Die zunehmende Bedeutung alternativer Investments

3 Theoretische Grundlagen zu Infrastrukturinvestments
3.1 Der Begriff Infrastruktur
3.2 Die Entstehung der Asset Klasse Infrastruktur
3.2.1 Der Infrastrukturbedarf bis
3.2.2 Privatisierung von Infrastruktur
3.2.2.1 Formen der Privatisierung
3.2.2.2 Public-Private-Partnerships
3.2.3 Private Kapitalanlage in Infrastrukturfonds
3.2.4 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung am Beispiel externer Effekte
3.3 Infrastrukturinvestments als Asset Klasse
3.3.1 Charakteristika von Infrastrukturinvestments
3.3.1.1 Physische Eigenschaften
3.3.1.2 Wirtschaftliche Merkmale
3.3.1.3 Rendite-Risiko-Spektrum von Infrastrukturinvestments
3.3.1.4 Risiken der Investition in Infrastruktur
3.3.2 Infrastrukturinvestments im Vergleich zu anderen Asset Klassen

4 Das Diversifizierungspotential von Infrastrukturinvestments im Rahmen der strategischen Asset Allokation von Family Offices
4.1 Grundlagen zur Kreierung effizienter Portfolios
4.1.1 Das Prinzip der Diversifikation
4.1.2 Zusammenhang der Performancegrößen Rendite und Risiko
4.1.2.1 Erwartete Rendite und Volatilität
4.1.2.2 Das systematische und unsystematische Risiko
4.1.2.3 Der Korrelationskoeffizient
4.1.2.4 Bestimmung der Risikotoleranz
4.1.3 Die Portfoliotheorie von Markowitz
4.2 Portfolioanalyse eines Family Office-Musterportfolios unter Beimischung von Infrastrukturinvestments
4.2.1 Ziel und Annahmen der Untersuchung
4.2.2 Vorbereitung der Analyse
4.2.2.1 Entwicklung eines Musterportfolios
4.2.2.2 Gewichtung der Asset Klasse Infrastruktur
4.2.2.3 Auswahl eines repräsentativen Infrastruktur Index
4.2.3 Methodik und Ablauf der Portfolioanalyse
4.2.3.1 Die Monte Carlo Simulation
4.2.3.2 Durchführung der Simulation
4.2.4 Ergebnisse der Portfolioanalyse und Auswertung

5 Das Potential geschlossener Infrastrukturfonds – Chancen und Risiken für die Kunden von Family Offices
5.1 Börsennotierte und geschlossene Infrastrukturfonds im Vergleich
5.1.1 Vor- und Nachteile börsennotierter und geschlossener Infrastrukturfonds
5.1.2 Beurteilung der Vor- und Nachteile geschlossener Infrastrukturfonds
5.2 Der Diversifikationsvorteil geschlossener Infrastrukturfonds am Beispiel einer empirischen Untersuchung in Australien
5.3 Erste Ansätze zur Performancemessung geschlossener Infrastrukturfonds
5.3.1 Ursachen der begrenzten Performancemessung
5.3.2 Kreierung einer fondsspezifischen Benchmark
5.4 Marktanbieter und Produkte geschlossener Infrastrukturfonds
5.4.1 Das Marktwachstum nicht-börsennotierter Infrastrukturfonds
5.4.2 Aktuelle Marktübersicht geschlossener Infrastrukturfonds
5.4.2.1 Auswertung der Marktübersicht
5.4.2.2 Chancen einer geschlossenen Infrastrukturfondsbeteiligung
5.4.2.3 Risiken einer geschlossenen Infrastrukturfondsbeteiligung

6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung und offene Fragen für weitergehende Untersuchungen
6.2 Ausblick in Anbetracht der aktuellen Finanzmarktsituation

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Diversifikationsebenen der Asset Allokation

Abbildung 2: Finanzielle Ziele der Family Office Kunden

Abbildung 3: Veränderung der Portfoliostruktur der HNWIs (2002 - 2009)

Abbildung 4: Infrastruktursektoren

Abbildung 5: Rendite-Risiko-Spektrum nach Reifestatus

Abbildung 6: Vergleich von Rendite-Risiko-Spektren

Abbildung 7: Die Effizienzkurve

Abbildung 8: Musterportfolio vor Beimischung von Infrastruktur

Abbildung 9: Musterportfolio nach Beimischung von Infrastruktur

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Globaler Infrastrukturbedarf bis 2030

Tabelle 2: Marktwachstum geschlossener Infrastrukturfonds

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

„Infrastructure is evolving into one of the hottest alternative asset classes.”1Seit kurzem etabliert sich eine neue, alternative Anlageklasse am Kapitalmarkt: Infrastrukturinvestitionen.

Nach einer Prognose der Weltbank besteht bis 2010 ein globaler Finanzierungs- bedarf in Infrastruktur von ca. 1,5 Billionen Dollar.2

Die Verantwortung für Entwicklung, Finanzierung, Konstruktion, Betrieb und Instandhaltung von Infrastruktur lag ursprünglich in den Händen des Staates. Eine Betrachtung der aktuellen Situation sowie ein Blick in die Zukunft heben allerdings das Problembewusstsein: Die dem Staat zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel decken nicht den Kapitalbedarf, der für die Erneuerung bestehender und die Errichtung neuer Infrastruktur benötigt wird. Für das Problem gibt es eine Lösung – die verstärkte Einbindung privater Investoren hinsichtlich der Finanzierung und Betreibung öffentlicher Infrastruktur.

Alternative Investments spielen seit Beginn des neuen Jahrtausends in der Anlageberatung eine zunehmende Rolle. Im Rahmen der Untersuchung, welchen Beitrag die neue alternative Asset Klasse Infrastruktur für die private Vermögensberatung leistet, widmet sich die Arbeit insbesondere der strategischen Asset Allokation von Family Offices.

Bei der Betreuung und Verwaltung von Vermögen wird dem Family Office auf Grund der Zunahme vermögender Privatkunden eine verstärkte Bedeutung beigemessen. Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Millionäre weltweit auf über 10 Millionen gestiegen - ein Zuwachs von 6% zum Vorjahr. Erstmalig beläuft sich das durchschnittliche Vermögen dieser Personen auf 4 Millionen Dollar. In Deutschland bilden 826.000 Millionäre (ein Zuwachs von 3,5% zum Vorjahr) die Spitze der Vermögenspyramide.3Zur langfristigen Betreuung und Verwaltung dieser komplexen Vermögen, wird vermehrt auf die Dienste eines Family Office zurückgegriffen.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Das Kerngeschäft von Family Offices bezieht sich auf die Betreuung und Verwaltung komplexer Familienvermögen.4Die Anlageentscheidungen der Family Office Kunden basieren weniger auf dem Ziel der Vermögensvermehrung, sondern vielmehr steht der reale Kapitalerhalt über Generationen hinweg im Vordergrund.5Die strategische Asset Allokation fungiert im Rahmen der Anlageberatung eines Family Office als Werttreiber der Portfolioperformance.6Basierend auf dem Prinzip der Diversifikation und entsprechend der Anlagepräferenzen der Kunden ist sie bestrebt, durch Kombination traditioneller und alternativer Asset Klassen, effiziente Portfoliostrukturen zu schaffen.

Auf Grund der Aktienbaisse zwischen den Jahren 2000 und 2003 und des andauernden niedrigen Zinsniveaus begann eine Transformation der traditionellen Portfolios hin zu einer verstärkten Einbindung alternativer Anlageformen. Im Vordergrund der Anlageentscheidungen steht weniger die Erzielung einer hohen Portfoliorendite, sondern vielmehr die Minimierung des Gesamtrisikos. Auf Grund der geringen Korrelation alternativer Investments zu traditionellen Anlagen, lassen sich durch die Beimischung dieser zu bestehenden Family Office Portfolios positive Diversifikationseffekte realisieren.7

Seit jüngster Zeit etabliert sich unter den bisherigen Alternativen die neue Anlageklasse Infrastruktur. Für die strategische Asset Allokation von Family Offices könnten Infrastrukturinvestments eine besondere Attraktivität aufweisen. Ziel der Arbeit ist es, das Diversifikationspotential der neuen Anlageklasse für die Schaffung rendite-risikoeffizienter Portfolios im Rahmen der strategischen Asset Allokation von Family Offices zu untersuchen.

Die Performancemessung von Infrastrukturinvestments ist aktuell nur eingeschränkt möglich. Unter der Voraussetzung einer globalen Streuung kann bislang nur auf Indizes börsennotierter Infrastrukturwerte zurück gegriffen werden.8Allerdings beweist eine empirische Untersuchung in Australien, dass geschlossene, nicht-börsennotierte Infrastrukturfonds ein verbessertes Rendite- Risikopotential gegenüber börsennotierten Infrastrukturfonds bieten.9Da die Nachfrage nach geschlossenen Infrastrukturfonds bisher vorwiegend von institutionellen Anlegern bestimmt ist, herrscht hinsichtlich dieser Produkte ein unzureichender Überblick. Mit der Erstellung einer Marktübersicht über Anbieter und Produkte für Privatplatzierungen in geschlossene Infrastrukturfonds, sowie anhand der Erörterung erster Ansätze ihrer Performancemessung, soll ein abschließender Beitrag für die Vermögensberatung von Family Offices geleistet werden.

1.2 Gang der Untersuchung

Der formale Aufbau dieser Arbeit gliedert sich entsprechend der Problemstellung und Zielsetzung in vier Hauptkapitel zzgl. Einführung und Fazit. Während alle Kapitel auf theoretische Grundlagen aus der Literatur und aktuellen Medien zurückgreifen, integriert das vierte und fünfte Kapitel zusätzlich eigene empirische Untersuchungen.

Im Anschluss an die Einführung wird im zweiten Kapital die Rolle alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices untersucht. Zu Beginn wird das Family Office Konzept in Verbindung mit der strategischen Asset Allokation, als Kernstück der Vermögensanlageberatung, vorgestellt. Welche Bedeutung den alternativen Investments im Rahmen der langfristigen Vermögensanlage beizumessen ist, wird anhand der Entwicklung der durchschnittlichen Portfoliostrukturen von vermögenden Privatkunden analysiert.

Überleitend aus der zunehmenden Bedeutung alternativer Investments für die strategische Asset Allokation von Family Offices, findet im dritten Kapitel die Vorstellung der neuen alternativen Asset Klasse Infrastruktur statt.

Zu Beginn wird der Begriff Infrastruktur definiert sowie die Entstehung der Asset Klasse beschrieben. Danach erfolgt eine Erläuterung der Zugangsmöglichkeiten zu Infrastrukturinvestments. Ableitend aus den physischen und wirtschaftlichen Merkmalen von Infrastrukturanlagen wird das Rendite-Risikoprofil dieser Anlageklasse hervorgehoben, auf Grund dessen Infrastrukturinvestments einen fortschrittlichen Beitrag für die Schaffung effizienter Family Office-Portfolios zu leisten vermögen.

Im vierten Kapitel kommt eine Portfolioanalyse für die Untersuchung der Diversi- fikationseffekte dieser Asset Klasse zum Einsatz. In diesem Zusammenhang kann unter der Annahme einer globalen Streuung nur auf die Performancedaten börsennotierter Infrastrukturinvestments zurückgegriffen werden.

Zu Beginn werden die Grundlagen für die Erreichung effizienter Portfolio- strukturen anhand der Theorie von Markowitz beschrieben. In Vorbereitung der Portfolioanalyse wird ein bestehendes Musterportfolio unter Annahme eines Family Office-Neukunden vor und nach Beimischung von Infrastruktur festgelegt. Weiterhin wird die Auswahl eines repräsentativen Infrastrukturindex vorgenommen. Die Portfolioanalyse findet im Anschluss unter der Anwendung der Monte Carlo Simulation statt. Anhand der Auswertung der Ergebnisse wird die Frage beantwortet, inwieweit börsennotierte Infrastrukturinvestments im Rahmen der SAA zu einer verbesserten Rendite-Risiko-Effizienz von Family Office-Portfolios beitragen.

Ableitend aus dem Ergebnis der Portfolioanalyse wird im fünften Kapitel das Diversifikationspotential von geschlossenen, nicht-börsennotierten Infrastruktur- fonds analysiert.

Anhand eines Vergleichs beider Fondsarten, sowie untermauert durch die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in Australien, lässt sich schlussfolgern, inwiefern nicht-börsennotierte Infrastrukturfonds ein erweitertes Diversifikationspotential aufweisen. Weiterhin werden erste Ansätze für die Performancemessung dieser Investmentvehikel aufgezeigt. Anhand der Erstellung einer Marktübersicht über aktuelle Anbieter und Produkte werden Chancen und Risiken einer Beteiligung in geschlossene Infrastrukturfonds erörtert.

Im letzten Kapitel erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit. In diesem Zusammenhang werden offen gebliebene Fragestellungen für weiter- gehende Untersuchungen erläutert. In Anbetracht der aktuellen Situation an den Finanzmärkten, wird abschließend ein Ausblick zu dem nachhaltigen Erfolgs- potential der Asset Klasse Infrastruktur gegeben.

2 Die Rolle alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices

In Hinführung auf die Themenstellung wird in diesem Kapitel die Bedeutung alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices untersucht. In diesem Zusammenhang werden zu Beginn theoretische Grundlagen zu den Begriffen Family Office, Asset Klasse und strategische Asset Allokation geschaffen.

2.1 Das Family Office Konzept

2.1.1 Ursprung und Entwicklung der Family Offices

Der Ursprung des Family Office Konzepts liegt in der Gründung des House of Morgan in den USA. Um das umfangreiche Familienvermögen effektiv verwalten zu können, gründete die amerikanische Industriellenfamilie Morgan 1838 eine eigene Privatbank. Später schlossen sich dem House of Morgan andere Familien wie Vanderbilt, Guggenheim und Du Pont an, wodurch das erste, so genannte Family Office entstand.10

Erst Ende des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Idee des Family Office in Europa. Die ersten Familien, die in Deutschland auf ein familienbetriebenes Family Office zurückgriffen, waren die BMW-Erben Quandt.11Laut der Privatbank Sal. Oppenheim existieren bis heute weit über 2000 Family Offices weltweit.12Schaubach schätzt, dass allein in Deutschland ca. 400 Family Offices bestehen, die zusammen ein Vermögen von rund 650 Milliarden Euro verwalten.13

In der geschichtlichen Entwicklung haben sich verschiedene Family Office Formen herauskristallisiert: das Single Family Office (SFO), das Multi Family Office (MFO) und das Corporate Family Office (CFO).

Bei dem SFO, der klassischen Form des Family Office, „liegt der Aufbau, das Eigentum und die Verantwortung in den Händen einer einzigen Familie.“14Ein Jahrhundert später, mit Gründung des „Bessemer Trust“, entwickelte sich aus der originären Form das MFO. Der Fortschritt bestand darin, dass dieser Typ seine Dienstleistungen auch anderen vermögenden Familien zugänglich machte.15Agiert es unabhängig, werden die Bedürfnisse einer begrenzten Anzahl an Familien mit ähnlich gearteten Investmentstrategien erfüllt. Ist das MFO einer Bank angegliedert, spricht man vom CFO. Das CFO ist in der Lage, die gesamte Bandbreite an Family-Office-Dienstleistungen für eine große Anzahl von Familien anzubieten.16

2.1.2 Zielkunden und Dienstleistungsspektrum

„Ziel der Einrichtung eines Family Office ist es, eine spezifische Strategie für die vermögende Familie zu entwickeln, um diese sowohl im geschäftlichen Leben (office) als auch ansatzweise im privaten Leben (family) zu entlasten.“17

Als Eingangshürde für die Betreuung durch ein Family Office werden Beträge ab einer Höhe von 1 Million bis 30 Millionen Euro genannt. Personen oder Familien, die über ein solches Vermögen verfügen, werden mit einem Finanzvermögen ab 1 Millionen Euro als High Net Worth Individuals (HNWI) und mit einem Finanzvermögen ab 30 Millionen Euro als Ultra-High Net Worth Individuals (U- HNWI) bezeichnet und bilden somit die Spitze der Vermögenspyramide. Das Vermögen des älteren Klientels wurde meist durch teilweise, generationsübergreifende, eigene Familienunternehmen aufgebaut. Zu dem jüngeren Kundenstamm zählt hauptsächlich die Erbengeneration großer Ver- mögensmassen.18

Das Family Office Geschäft samt ihres Dienstleistungsspektrum ist stark geprägt von der Individualität der Kunden und hängt dementsprechend von ihren jeweiligen Bedürfnissen ab. Es umfasst nicht nur auf die Vermögensverwaltung bezogene Dienstleistungen, sondern kann auch die Familienverwaltung, das Lifestyle Management und die Rechts- und Steuerberatung beinhalten. Das Kerngeschäft befasst sich jedoch vorrangig mit der Betreuung und Steuerung von komplexen Vermögenssituationen über mehrere Familiengenerationen.19„Der Erhalt des Familienvermögens über Generationen hinweg ist für alle Kunden des Family Office von Interesse, spielt aber gerade für die „Old Clients“ eine ganz entscheidende Rolle.“20

Das Konzept der Betreuung und Verwaltung setzt sich aus dem Vermögensreporting, dem Vermögenscontrolling und der Vermögensberatung zusammen. Das Reporting erstellt zunächst eine, auf einen Stichtag bezogene, private Vermögensbilanz inklusive Gewinn- und Verlustrechnung und Steuerbericht, basierend auf Zu- und Abgängen von Vermögenswerten und deren Bewertung während der Verwaltungsperiode. Das Controlling beinhaltet die Vermögenskonsolidierung, mittels derer die Ist- mit der Sollstruktur verglichen wird. Die Erkenntnisse aus dem Reporting und Controlling fließen anschließend in den Beratungsprozess ein. Im Fokus des Consulting21steht insbesondere die Vermögensstrukturberatung, mittels derer, ausgehend vom heutigen Vermögensstatus, zukünftige Szenarien skizziert und Entscheidungen vorbereitet werden.22

Entsprechend der Anlageziele, Anlagepräferenzen und Risikotoleranz der Family Office Kunden soll eine optimale Streuung des Kapitals auf entsprechend in Frage kommende Asset Klassen erreicht werden.

2.2 Definition des Begriffs Asset Klasse

Asset Klasse – bis heute gibt es keine allgemein anerkannte Definition für diesen Begriff. Das Wort Asset wird, bezogen auf den Kapitalmarkt, mit Anlage- oder Vermögenswert übersetzt. Als Klasse versteht man eine Gruppe von Objekten mit gemeinsamen Attributen. Eine Asset Klasse ist somit im finanzwirtschaftlichen Zusammenhang als Gruppe von Vermögenswerten anzusehen, die ähnliche Charakteristika aufweisen. Ausschlaggebend ist hierbei insbesondere das heterogene Rendite-Risiko-Profil im Vergleich zu anderen Asset Klassen.23Grundsätzlich werden zwei Hauptgruppen unterschieden: traditionelle und alternative Asset Klassen. Zu den traditionellen Anlageklassen gehören Aktien, Renten- und Geldmarktpapiere. Diese Anlagen weisen auf Grund ihrer täglich öffentlichen Handelbarkeit einen hohen Grad an Liquidität auf. Weiterhin existiert eine Vielzahl geeigneter Benchmarks24. Durch die lange Historie traditioneller Anlagen steht ausreichend Datenmaterial für ihre Performancemessung zur Verfügung.25

Alternativ hingegen sind alle Klassen, die sich nicht in das traditionelle Anlageuniversum Aktien, Renten und Liquidität einordnen lassen. Eine Anlage wird als alternativ bezeichnet, soweit sie eine Mehrzahl folgender typischen Merkmale aufweist:

- geringe öffentliche Handelbarkeit;
- geringerer Grad an Liquidität als traditionelle Anlagen;
- eingeschränkte Performancemessung auf Grund des begrenzten, histo- rischen Datenmaterials;
- Nutzung diverser Handelsstrategien (z.B. Fremdkapitaleinsatz, Integra- tion von Derivaten);
- Potential an höher risikobereinigten Renditen;
- relativ geringe Korrelation zu traditionellen Anlagen.26

Bisher zählen Immobilien27, Private Equity-Investments-Investments, Hedge Fonds und Rohstoffe zu der Gruppe alternativer Anlagen.28

2.3 Die strategische Asset Allokation

„Als Asset Allocation bezeichnet man allgemein die optimale Aufteilung (Allocation) eines gegebenen Anlagebetrages auf die zur Anlage in Frage kommenden Vermögensgegenstände (Assets).“29

Die Asset Allokation im Rahmen der Anlageberatung eines Family Office ist das Kernstück der Portfoliobildung, da sie durch die strukturierte Anordnung bzw. Kombination von Asset Klassen die Grundlage zur Erzielung einer angemessen Portfolioperformance schafft.

Hinsichtlich der Portfoliobildung gilt es, die strategische und taktische Asset Allokation differenziert zu betrachten. „Während die Strategische Asset Allokation (SAA) die Zerlegung des Gesamtportfolios in breit definierte Asset Klassen beinhaltet und somit die langfristige Ausrichtung eines Portfolios auf ganze Märkte betrifft, versteht man unter der Taktischen Asset Allokation (TAA) alle nach gelagerten Entscheidungsprozesse bis hin zu den einzelnen Finanz titeln.“30

Die SAA steht somit am Anfang jeder Anlageentscheidung, bei der sie die Basisstruktur der Family Office-Portfolios festlegt. Die SAA geht in der Regel nach dem Top Down Ansatz vor. Durch den Top Down Ansatz wird eine Einschätzung der Entwicklung sowie der langfristigen Tendenz und Struktur der einzelnen Anlageklassen vorgenommen, um die Zusammensetzung des Vermögens nach Anlageklassen mit ihrer Gewichtung für den Kunden optimal zu gestalten.31„Die für den Gesamterfolg wichtigste Eigenschaft eines Anlageportfolios ist die Aufteilung der Mittel auf die großen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Bargeld, Immobilien, Rohstoffe oder Alternative Investments.“32Neben der Asset-Klassen-Entscheidung fließen in den strategischen Prozess auch die Länderentscheidung und Währungsallokation ein.33Alle weiteren Detailentscheidungen wie z.B. die Branchen- und Einzeltitelselektion werden anschließend auf taktischer Ebene vorgenommen (siehe Abbildung 1). Im Fokus der Arbeit steht insbesondere die Asset-Klassen-Allokation im engeren Sinn (i.e.S). Hinsichtlich der Länder- und Währungsallokation wird eine globale Streuung vorausgesetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Diversifikationsebenen der Asset Allokation

Empirische Untersuchungen zur Frage der Performancequellen haben aufgezeigt, dass die SAA performancerelevanter ist als die TAA.34Deshalb ist eine richtige Asset Klassen-, Länder- und Währungsallokation ausschlaggebend für die Erreichung der gewünschten Vermögensziele.

Die Auswahl und Gewichtung der Anlageklassen im Rahmen der SAA basiert im Wesentlichen auf den Anlagepräferenzen des Kunden. Zielsetzung, Anlage- horizont und Risikotoleranz des Kunden sowie eventuelle Restriktionen und rechtliche Vorschriften der Vermögensanlagen sind herauszuarbeiten und anschließend mit den Chancen und Risiken des Kapitalmarktes zu harmonisieren.35

2.4 Transformation der Anlagepräferenzen von Family Office-Kunden

2.4.1 Das Vermögensziel von Family Office-Kunden

„Das primäre Ziel der Kapitalanlage der Family Offices ist der reale Kapitalerhalt und nicht immer der Kapitalaufbau.“36

Dies zeigt die Abbildung 2 als Ergebnis einer Befragung von 24 nationalen und internationalen Family Offices zu ihrer Kapitalanlagepolitik.37

Insbesondere bei dem älteren Klientel (Old Clients) liegt der Schwerpunkt auf der generationsübergreifenden Erhaltung des Familienvermögens. Die Family Office Kunden jüngeren Alters (New Clients) sind laut dem World Wealth Report 2004 zu 90% an dem Ausbau ihres Vermögens interessiert. Laut Aussagen verschie- dener Family Office Anbieter legt jedoch auch das jüngere Klientel, auf Grund negativer Erfahrungen mit der New Economy, vorrangig Wert auf die Absicherung ihres privaten Vermögens.38Ableitend aus dem Ziel des realen generationsübergreifenden Vermögenserhalts, ist der Anlagehorizont meist langfristig ausgerichtet.39

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Finanzielle Ziele der Family Office Kunden

2.4.2 Die traditionelle Portfoliostruktur

Im Rahmen der langfristigen Vermögensberatung der Family Office Kunden geht es selten um standardisierte Anlageentscheidungen. Vielmehr gilt es, basierend auf den individuellen Anlagepräferenzen der vermögenden Privatkunden, maßgeschneiderte Portfoliostrukturen zu schaffen.40

Dennoch lassen sich anhand von Vermögensstrukturanalysen Anlagepräferenzen ableiten, die für die Mehrzahl der Family Office-Kunden zutreffen.

Ursprünglich bildeten die traditionellen Anlageklassen die effiziente Portfolio- struktur eines Privatanlegers, bestehend aus 60% Aktien und 40% Renten- und Geldmarktpapiere.41Spricht man allerdings von dem traditionellen Portfolio eines Family Office Kunden, weist dieses bereits seit Generationen eine komplexere Struktur auf. Insbesondere das Vermögen der älteren Generation besteht neben Aktien, Renten und Liquidität zusätzlich aus Sachwertanlagen. Rund 30% des Kapitals ist z.B. in Grundstücken (insbesondere Waldgrundstücke) Immobilien oder auch Kunstgegenständen gebunden.42

2.4.3 Die zunehmende Bedeutung alternativer Investments

Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist eine Transformation der traditionellen Portfoliostruktur der vermögenden Privatkunden zu beobachten. Auf Grund der Aktienbaisse zwischen den Jahren 2000 und 2003 und des andauernden niedrigen Zinsniveaus begann eine verstärkte Einbindung alternativer Anlageformen. In Abbildung 3 ist die durchschnittliche Entwicklung der Vermögensstruktur seit dem Jahr 2002 dargestellt.43

Nach der Erholung der Finanzmärkte im Jahr 2003 ist zunächst eine vermehrte Nachfrage nach Aktien bei gleichzeitiger Verringerung des Rentenanteils und Liquidität zu beobachten. Im Fokus steht der reale generationsübergreifende Kapitalerhalt, der z.B. durch Anlagen in Staatsanleihen auf Grund der Niedrig- verzinsung schwer erreichbar war.44Aktien nehmen mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 30% bis heute den höchsten Stellenwert in den Portfolios der HNWI’s ein.

Spätestens seit dem Jahr 2004 lässt sich jedoch feststellen, dass die vermögenden Privatkunden eine erhöhte Sensibilität gegenüber dem Risiko entwickelt haben.

Im Vordergrund steht weniger die Erzielung einer hohen Portfolioperformance, sondern die Minimierung des Gesamtrisikos. „Alternative investments, such as real estate investment trusts and hedge funds, emerged as the main beneficiaries of the refocus on risk balancing strategies.“45Während im Jahr 2000 lediglich 3% des Kapitals in alternative Anlagen investiert wurde, nimmt diese Asset Klasse im Jahr 2005 nahezu ein Fünftel des Portfoliovermögens ein.46

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Veränderung der Portfoliostruktur der HNWIs (2002 - 2009)

Eigene Abbildung in Anlehnung an: Vgl. Cap Gemini, Merrill Lynch (Hrsg.), World Wealth Report 2008, S. 15 und Vgl. Cap Gemini, Merrill Lynch (Hrsg.), World Wealth Report 2005, S. 1147

Im Vergleich zu den traditionellen Anlagen bieten Private Equity-Investments, Hedge Fonds und Immobilien höher risikobereinigte Renditen. Zusätzlich weisen die Renditen einen geringen Gleichlauf zu Aktien oder Renten auf, wodurch sie einen positiven Ausgleich der Portfoliovolatilität48schaffen und insgesamt zu einem verbesserten Kapitalschutz beitragen.49

Seit Ende 2007 setzten die vermögenden Privatkunden laut dem World Wealth Report 2008 vermehrt auf sichere, traditionelle Anlageklassen. Der Anteil der Anlagekategorien Bargeld und festverzinsliche Wertpapiere stieg von 2006 bis Ende 2007 um 9% auf 44% ihres Finanzvermögens. Die gleichzeitige Verminderung des Anteils alternativer Anlagen wird nicht als anhaltender Trend gewertet. Erwartet wird mittelfristig wieder eine steigende Nachfrage nach weniger konservativen Anlageprodukten. Die Ursachen für die verstärkte Nachfrage nach konservativen Anlagen sind in der Finanzmarktkrise und wirtschaftlichen Unsicherheit zu sehen. Laut Cap Gemini und Merrill Lynch wird seit diesem Jahr wieder ein verstärktes Anlageverhalten hin zu alternativer Investments erwartet.50

Aus den Ergebnissen der Portfoliostrukturanalysen der Jahre 2002 bis 2007 schlussfolgernd, ist den alternativen Anlageklassen eine bedeutende Rolle im Rahmen der SAA von Family Offices beizumessen. Unter den Alternativen entwickelte sich in jüngster Zeit die neue Anlageklasse Infrastruktur. Welchen innovativen Beitrag Infrastrukturinvestments für die SAA leisten vermögen, wird im anschließenden Kapitel untersucht.

3 Theoretische Grundlagen zu Infrastrukturinvestments

In diesem Kapitel ist es Ziel, das Rendite-Risiko-Profil der alternativen Asset Klasse Infrastruktur basierend auf theoretisch fundierter Literatur zu erörtern. Zu Beginn wird der Begriff Infrastruktur geklärt und die Entstehung dieser neuen Anlageklasse beschrieben. Anhand einer Analyse der Eigenschaften von Infrastrukturanlagen, lässt sich die Rendite-Risiko-Charakteristik der privaten Investments abgeleiten und zu den bisherigen Asset Klassen vergleichen.

3.1 Der Begriff Infrastruktur

Bis heute gibt es keine exakte Definition für den Begriff Infrastruktur. Infrastruktur leitet sich ursprünglich von dem lateinischen Begriff „infra“ ab und wird mit „unten“ bzw. „unterhalb“ oder im Englischen mit „foundation“ übersetzt. Sinngemäß ist Infrastruktur der Grund, der Unterbau oder auch im weiteren Sinne die Basis und beinhaltet somit die Gesamtheit langlebiger Einrichtungen und Versorgungswege, die innerhalb einer bestimmten Region von den Privathaushalten und Unternehmen genutzt werden können.51

In Verbindung mit dem Funktionieren einer Volkswirtschaft beschrieb der Volkswirt Reimut Jochimsen im Jahr 1966 Infrastruktur wie folgt: „Infrastruktur ist definiert als die Summe der materiellen, institutionellen und personellen Grundlagen einer Volkswirtschaft, die dazu beitragen, die Angleichung der Faktorenentgelte bei zweckmäßiger Allokation der Produktionsfaktoren, das heißt einen relativ hohen Integrationsgrad und das höchstmögliche Niveau der Wirtschaftsaktivitäten, zu ermöglichen.“52Im ökonomischen Sinn ist Infrastruktur demnach der notwendige organisatorische Unterbau einer Volkswirtschaft. Durch Infrastruktur werden die nötigen Einrichtungen und Versorgungswege für eine effiziente und zielgerichtete Nutzung der Produktionsfaktoren geschaffen, um das Wachstum einer Volkswirtschaft zu ermöglichen und somit den Wohlstand der Gesellschaft zu fördern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Infrastruktursektoren

Eigene Abbildung in Anlehnung an: Vgl. Ernst & Young (Hrsg.), Investing in Global Infrastructure 2007, S. 5

Seine Einteilung in die materielle, institutionelle und personelle Infrastruktur wird heute durch die Untergliederung in wirtschaftliche und soziale Infrastruktur ersetzt. Die wirtschaftliche bzw. materielle Infrastruktur umfasst "die Gesamtheit aller Anlagen, Ausrüstungen und Betriebsmittel in einer Gesamtwirtschaft, die zur Energieversorgung, Verkehrsbedienung, Telekommunikation und zur Konser vierung der natürlichen Ressourcen und Verkehrswege dienen.“53Zu diesem Bereich gehören die Hauptsegmente Transport, Energie und Versorgung sowie Telekommunikation.

Der sozialen Infrastruktur sind öffentliche Einrichtungen bzgl. Bildung, Gesundheit und Justiz zugeordnet. Eine detaillierte Auflistung der Infrastruktursektoren kann der Abbildung 4 entnommen werden.

3.2 Die Entstehung der Asset Klasse Infrastruktur

3.2.1 Der Infrastrukturbedarf bis 2030

Nach einer Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung54(OECD) besteht bis 2030 ein globaler Finanzierungsbedarf in Infrastruktur von ca. 1,8 Billionen US Dollar pro Jahr.55

Der steigenden Nachfrage nach einem langfristig stabilen Infrastrukturnetz liegen mehrere Ursachen zu Grunde.

Während der letzten 30 Jahre ist die Weltwirtschaft im Durchschnitt um ca. 3,3% pro Jahr gewachsen.56Laut den Wachstumsprognosen der OECD bewegt sich das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 mit 3% auf ähnlich hohem Niveau.57Die demographische Entwicklung und zunehmende Urbanisierung verlangen nach dem Ausbau sozialer Einrichtungen wie z.B. Krankenhäuser, Altersheime und Bildungseinrichtungen. Umweltaspekte wie Klimawandel oder Verknappung der natürlichen Ressourcen erhöhen den Bedarf nach neuen Technologien. Die Zunahme des internationalen Wettbewerbs erfordert eine bessere Vernetzung von Transport- und Kommunikationswegen.58

In Deutschland wird der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen bis 2030 mit mind.

400 Mrd. Euro beziffert. Allein 150 Mrd. Euro fallen für den Sektor Verkehrsinfrastruktur an.59Im Fokus des globalen Investitionsbedarfs steht insbesondere die wirtschaftliche Infrastruktur mit den Bereichen Transport, Telekommunikation, Elektrizität- und Wasserversorgung. In Tabelle 1 sind die benötigten Investitionssummen für die einzelnen Sektoren der OECD- und BRIC- Staaten60bis zum Jahr 2030 erfasst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Globaler Infrastrukturbedarf bis 203061

Eigene Abbildung in Anlehnung an: Vgl. OECD (Hrsg.), Infrastructure Need to 2030, S. 23

Den Prognosen in Tabelle 1 folgend, rechnet die OECD für den Zeitraum von 2010 bis 2020 mit einem Infrastrukturbedarf in Höhe von ca. 1,9 Billionen US Dollar, was einem Anteil von 2,5% des globalen BIPs entspricht. Um den Bedarf an neuer und Instandhaltung bestehender Infrastruktur zu decken, fehlt es den Staaten weltweit an Finanzierungsmitteln.62Die Ergebnisse einzelner Recherchen zu der aktuellen Situation deuten darauf hin, dass die staatlichen Ausgaben in Infrastruktur unter den benötigten Investitionssummen liegen. In den G6 Staaten z.B., verringerten sich die staatlichen Infrastrukturinvestitionen zwischen den Jahren 1996 bis 2005 kontinuierlich von ursprünglich 2,5% auf 1,8% des Welt- BIPs.63

Neben den Industriestaaten sind Schwellenländer mit ähnlichen Defiziten konfrontiert. Ländern wie China oder Indien fehlt es insbesondere am Ausbau von Elektrizitätsnetzwerken und Transportwegen, um mit dem Tempo des Wirtschaftswachstums Schritt halten zu können. Indien z.B., investierte in 2007 lediglich 6% seines BIPs in Infrastruktur (ca. 180 Mrd. US Dollar). Um das Niveau des derzeitigen Wirtschaftswachstums zu halten, benötigt das Land jedoch über die nächsten 5 Jahre ca. 250 Mrd. US Dollar pro Jahr.64

Um die Lücke zwischen Investitionsbedarf und staatlich zur Verfügung stehenden Finanzierungsmitteln zu schließen, wendet sich der Staat zur Finanzierung und Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur zunehmend an den Privatsektor.

3.2.2 Privatisierung von Infrastruktur

3.2.2.1 Formen der Privatisierung

Für die verstärkte Einbindung der Privatseite in die Finanzierung und Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur hat der Staat die Möglichkeit, Infrastrukturanlagen entweder vollständig an private Unternehmen zu veräußern oder im Rahmen einer Teilprivatisierung öffentliche Aufgabenbereiche für eine vereinbarte Vertragslaufzeit an die Privatseite zu übertragen.

Bei der Privatisierung von öffentlicher Infrastruktur wird grundsätzlich zwischen formaler, materieller und funktionaler Privatisierung unterschieden.

Im ersten Fall erfolgt eine Umwandlung eines Unternehmens mit öffentlich- rechtlicher Rechtsform in ein Unternehmen mit privatrechtlicher Rechtsform. Die Ausgliederung der Aufgaben erfolgt nur formal, d.h. die Entscheidungs- kompetenzen bleiben beim Staat. Als ein Beispiel sind Flughäfen zu nennen, die als Aktiengesellschaften organisiert sind, jedoch das Aktienkapital vollständig in der öffentlichen Hand liegt. Im Rahmen der materiellen Privatisierung gibt der Staat seine Verfügungsgewalt zum Teil (Teilprivatisierung) oder vollständig (Vollprivatisierung) zugunsten privater Unternehmen auf. In Bezug auf eine funktionale Privatisierungsform, ist keine Veränderung der staatlichen Eigentumsrechte vorgesehen, sondern die Privatseite übernimmt auf Basis befristeter vertraglicher Vereinbarungen öffentliche Aufgaben wie z.B. Finan- zierung, Bau, Betreibung und Instandhaltung der Infrastruktur.65

Für die Einbindung der Privatseite in öffentliche Aufgabenbereiche im Rahmen einer Teilprivatisierung, gibt es in der Zwischenzeit eine Reihe von Verträgen und Modellen, die im Einzelnen nicht vollständig aufgeführt werden. Deshalb wird an einer Form der Teilprivatisierung beispielhaft erläutert, in welcher Form die Privatseite an der Finanzierung und Betreibung von Infrastruktur beteiligt werden kann.

3.2.2.2 Public-Private-Partnerships

Als eine Form der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatseite wurde das Public-Private-Partnership-Modell (PPP) entwickelt, welches übersetzt Öffentliche-Private Partnerschaft (ÖPP) bedeutet. Der Ursprung der PPPs geht auf die Private Finance Initiative (PFI) in Großbritannien zurück, durch die im Jahr 1992 erstmals Partnerschaftsmodelle zur Entwicklung und Bereitstellung von Infrastrukturanlagen entstanden.66

Bei dem PPP-Modell handelt es sich um eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen staatlicher Seite und Privatwirtschaft zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben über die einzelnen Phasen des Lebenszyklus eines Infrastrukturprojekts. Je nach Grad der Privatisierung erstreckt sich die Projekt- verantwortung des Privatinvestors über die Phasen Planung, Bau, Betreibung, Finanzierung und Verwertung. Die Risiken werden entsprechend der Managementkompetenz auf beide Parteien verteilt.67In Abhängigkeit von dem Grad der Privatisierung sind verschiedene Ausprägungen der PPP-Form möglich. In der Praxis finden insbesondere folgende drei Formen der PPP Verwendung:

- das Build-Operate-Transfer-Modell (BOT);
- das Build-Own-Operate-Transfer-Modell (BOOT) und
- das Build-Own-Operate-Modell (BOO).68

Bei allen drei Modellen trägt der Privatinvestor bei Neuerrichtung einer Infra- strukturanlage die Kosten und Verantwortung für Planung, Bau, Betreibung und Instandhaltung während der vereinbarten Projektlaufzeit. Unterschiede bestehen hinsichtlich der Eigentümerstellung, Refinanzierung und Endschaftsregelung.

Unterschiede in Bezug auf Eigentümerstellung und Endschaftsregelung

Bei dem BOT-Modell verbleibt das Eigentum in den Händen des Staates. Der Privatinvestor erhält in diesem Fall ein umfassendes Nutzungs- und Besitzrecht zur Betreibung und Instandhaltung der Anlage.69

Im Gegensatz dazu, wird das Eigentum bei dem BOOT- und dem BOO-Modell während der Vertragslaufzeit an den Privatinvestor übertragen. Er trägt somit die Kosten und das wirtschaftliche Risiko der Finanzierung, Errichtung und Betrieb einer Infrastrukturanlage weitestgehend allein. Der Staat behält sich jedoch in Form eines Konzessionsvertrags Kontroll- und Zugriffsrechte vor. Nach Ablauf der Konzessionszeit findet im Fall des BOOT-Modells eine Rückübertragung an den Staat statt. Der höchste Grad der Privatisierung wird beim BOO-Modell erreicht, da keine Rückübertragung vorgesehen ist.70

Unterschiede in Bezug auf die Refinanzierung

In Bezug auf die Refinanzierung lassen sich zwei Richtungen der Entgeltregelung unterscheiden. Errichtet und betreibt der Privatinvestor eine Anlage, die durch die öffentliche Hand genutzt wird, entrichtet sie für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen ein regelmäßiges Entgelt an den Privaten.71Diese Form der Refinanzierung findet sich vorwiegend im Bereich der sozialen Infrastruktur wieder.

Erbringt der private Partner eine bestimmte Leistung auf eigenes wirtschaftliches Risiko unmittelbar an einen dritten Nutzer, erhält er von der öffentlichen Hand das Recht, seine Kosten direkt über, durch den Nutzer zu zahlende Entgelte oder Gebühren zu refinanzieren.72Als ein Beispiel für diese Form der Refinanzierung ist die Gebührenerhebung bei mautfinanzierten Autobahnen zu nennen.

Die Finanzierung neuer und Instandhaltung bestehender Infrastrukturanlagen erfolgt durch Eigenkapital und Fremdkapital (z.B. in Form von langfristigen Bankdarlehen). Um Eigenkapital zu mobilisieren, greifen die in Infrastruktur schaffenden Unternehmen auf private Kapitalgeber zurück. Für die vermögenden Privatkunden von Family Offices besteht die Möglichkeit, durch eine Kapitalanlage in Infrastrukturfonds, indirekt in Infrastruktur zu investieren.73

3.2.3 Private Kapitalanlage in Infrastrukturfonds

Von der Anlegerperspektive aus betrachtet, ist der Zugang zu Infrastruktur über börsennotierte oder nicht-börsennotierte Infrastrukturfonds möglich.74Die Zeichnung beider Fondsarten ist mit dem Ziel verbunden, Kapital für Investitionen in Infrastruktur einzusammeln. Durch den Erwerb von Fondsanteilen wird dem Privatanleger die Möglichkeit geboten, an den Vorzügen von Infrastrukturinvestments zu partizipieren.

Bei nicht-börsennotierten Infrastrukturfonds lassen sich zwei Formen unter- scheiden: offene und geschlossene Infrastrukturfonds.75

Bei einem geschlossenen Fonds handelt sich um Investmentfonds mit fixiertem Gesellschaftskapital, der Anteile nur zeitweilig bis zu einem bestimmten Umsatzvolumen emittiert, sie aber nicht zurück nimmt. Ist das geplante Volumen erreicht, wird der Fonds geschlossen.76Investiert wird in der Regel nur in einem festgelegten Zeitraum (Platzierungszeitraum). Im Gegensatz zu geschlossenen Fonds gibt die Kapitalgesellschaft bei einem offenen Infrastrukturfonds ständig neue Anteile aus. Die Anzahl der Anteile ist nicht limitiert. Außerdem können die Fondsanteile jederzeit zurückgegeben werden.77In der Regel sind nicht- börsennotierte78Infrastrukturfonds in geschlossener Form strukturiert. Geschlossene Infrastrukturfonds investieren direkt in eine Reihe von Infrastrukturanlagen und in Infrastruktur schaffende Unternehmen. Die Investitionen erfordern oft hohe anfängliche Kapitalansätze und sind durch eine lange Kapitalbindungsdauer gekennzeichnet.79Dementsprechend müssen die Anleger eine geringe Liquidität in Bezug auf ihre Geldanlagen in Kauf nehmen.

[...]


1 Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 14

2 Vgl. Fay, Yepes, Investing in Infrastructure: What is Needed from 2000 to 2010, Table 7: Expected annual investment needs 2005-2010

3 Vgl. Cap Gemini, Merrill Lynch (Hrsg.), World Wealth Report 2008, S. 37

4 Vgl. Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 52

5 Vgl. Haupt, Hilger, Das Family Office: Integrierter Dienstleister oder strategischer Berater?, S. 35

6 Vgl. Freiherr von Oppenheim, Globale Trends in der Vermögensanlage, S. 188

7 Vgl. Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 1

8 Vgl. Mansour, Nadji, Performance Characteristics of Infrastructure Investments, S. 5

9 Vgl. Peng, Newell, The Significance of Infrastructure in Investment Portfolios, S. 4-16

10Vgl. Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 52

11Vgl. Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 29

12Vgl. Freiherr von Oppenheim, Globale Trends in der Vermögensanlage, S. 176

13Vgl. Atzler, Geheime Geldanlage der Luxusklasse (im Interview mit Peter Schaubach), S. 26 74 Vgl. McDonald, Investing in Infrastructure, S. 15

14Freiherr von Oppenheim, Globale Trends in der Vermögensanlage, S. 176

15Vgl. Mohr, Nur etwas für Multimillionäre, S. 38

16Vgl. Freiherr von Oppenheim, Globale Trends in der Vermögensanlage, S. 177

17Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 53

18Vgl. Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 42-47

19Vgl. Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 52

20Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 61

21Der Begriff Consulting wird als Synonym für die Vermögensberatung verwendet.

22Vgl. Oppenheim Vermögenstreuhand GmbH, Betreuungsansatz, <http://www.ovt.de/ovt/02_betreuungsansatz/02.htm>, (10.06.2008)

23Vgl. Bruns, Meyer-Bullerdiek, Professionelles Portfolio-Management, S. 98

24„Eine Benchmark ist ein Referenz- oder Vergleichswert, der zur Beurteilung des Erfolgs einer Anlage herangezogen werden kann.“ (Deutsche Börse Group (Hrsg.),<http://deutsche- boerse.com/dbag/dispatch/de/kir/gdb_navigation/info_center/40_Know_how/10_Stock_Exchan ge_A_Z?glossaryWord=pi_glos_benchmark>, 04.10.2008)

25Vgl. Bruns, Meyer-Bullerdiek, Professionells Portfolio-Management, S. 99

26Vgl. Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 4

27Immobilien werden in manchen Literaturquellen auch zu den traditionellen Anlagen gezählt. Auf Grund der Charakteristika, die für alternative Asset Klassen kennzeichnend sind, werden in der Arbeit vorwiegend Literaturquellen verwendet, die Immobilien als alternativ betrachten.

28Vgl. Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 4

29Dichtl,Kleeberg, Handbuch Asset Allocation, S. 4

30Dichtl,Kleeberg, Handbuch Asset Allocation, S. 17

31Vgl. Dr. Auckenthaler, Theorie und Praxis des modernen Portfoliomanagements, S. 95

32Haspel, Karl, Strategische Asset Allocation, S. 1

33Vgl. Bruns, Meyer-Bullerdiek, Professionelles Portfolio-Management, S. 97

34Vgl. Bruns, Meyer-Bullerdiek, Professionelles Portfolio-Management, S. 89-90

35Vgl. Haspel, Karl, Strategische Asset Allocation, S. 1; Rudolph, Handbuch Asset Allocation, S. 4

36Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 54

37Vgl. Haupt, Hilger, Das Family Office: Integrierter Dienstleister oder strategischer Berater?, S. 35

38Vgl. Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 44-45

39Vgl. Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 54

40Die Informationen stammen aus geführten Gesprächen mit Vermögensberatern der Oppenheim Vermögenstreuhand GmbH, Mai 2008

41Vgl. Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 3

42Vgl. Hink, Bergsiek, Wallau, Family Office im Finanzdienstleistungsbereich, S. 47 und Vgl. Haupt, Hilger, Das Family Office: Integrierter Dienstleister oder strategischer Berater?, S. 25-27

43Cap Gemini und Merrill Lynch untersuchen jährlich die Portfoliostrukturen vermögender Privatkunden mit einem Finanzvermögen ab 1 Millionen US Dollar weltweit. Da die HNWI’s und U-HNWI’s die Zielgruppe der Family Offices bilden, werden Veränderungen der Anlagepräferenzen der Family Office Kunden basierend auf Angaben der World Wealth Reports 2003 bis 2008 abgeleitet.

44Vgl. Rodewald, Ünal, Know Your Family Office, S. 55

45Cap Gemini, Merrill Lynch, World Wealth Report 2003, S. 7

46Vgl. Cap Gemini, Merrill Lynch, World Wealth Report 2006, S. 2

47In dem World Wealth Report wird der Position Alternative Investments die Asset Klassen vorwiegend Private Equity und Hedge Fonds zugeordnet. Die in dieser Arbeit als alternativ definierte Asset Klasse Immobilien wird gesondert erfasst. Unter die Position fallen gewerbliche Grundstücke, Immobilien und REIT’s. Mit Ausnahme der, auf den World Wealth Reports basierenden Analysen, werden Immobilien im weiteren Verlauf der Arbeit als alternative Anlageklasse gewertet.

48Die Volatilität ist eine Messgröße zur Beschreibung der Häufigkeit und Stärke von Wertschwankungen. Detaillerte Information unter Punkt 4.1.2.1

49Vgl. Leitner, Mansour, Naylor, Alternative Investments in Perspective, S. 6

50“While HWNI allocations to alternative investments dipped in 2006, we do not interpret this as a sign that this investment class is falling out of favour.” (Cap Gemini, Merrill Lynch (Hrsg.), World Wealth Report 2007, S. 16) und Vgl. Cap Gemini, Merrill Lynch (Hrsg.), World Wealth Report 2008, S. 14

51o.A., Infrastrukturfonds, <http://www.geschlossener-fonds.net/infrastrukturfonds.html>

52Jochimsen, Theorie der Infrastruktur, S. 100

53o.A., Externe Effekte, <http://www.student-online.net/Publikationen/53/>

54Die Abkürzung OECD steht für Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und bezieht sich auf eine Gruppe von 30 Industriestaaten. Die Organisation setzt sich aus den weltweit größten Volkswirtschaften zusammen. (Vgl. OECD (Hrsg.), <http://www.oecd.org/home/0,2987,en_2649_201185_1_1_1_1_1,00.html>, (01.10.2008))

55Vgl. OECD (Hrsg.), Infrastructure Need to 2030, S. 23

56Vgl. International Monetary Fund (Hrsg.), World Economic Outlook Database, <http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2008/01/weodata/download.aspx > (01.10.2008)

57Vgl. OECD (Hrsg), Policy Brief January 2008, S. 1

58Vgl. Ernst & Young (Hrsg.), Investing in Global Infrastructure 2007, S. 6

59Vgl. Booz Allen Hamilton (Hrsg.)., Infrastrukturbedarf in Deutschland bis 2030 bei 400 Mrd. Euro, <http://www.presseportal.de/pm/44015>

60Die Abkürzung BRIC steht für die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China.

61Diese Daten beziehen sich nur auf die 30 OECD Länder und die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China.

62Vgl. OECD (Hrsg.), Policy Brief January 2008, S. 1

63Vgl. Kerneis, Kretz, Winkelmann, Roadmap to infrastructure investing: Key factors to consider before making an investment, S. 16

64Vgl. Probitas Partners (Hrsg.), Investing in Infrastructure Funds, S. 4

65Vgl. Kerneis, Kretz, Winkelmann, Roadmap to infrastructure investing: Key factors to consider before making an investment, S. 2 und Vgl. Scheele, Privatisierung von Infrastruktur, S. 101

66Vgl. Deloitte (Hrsg.), Closing the Infrastructure Gap: The Role of Public-Private Partnerships, S. 1

67Vgl. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Erfahrungsbericht-Öffentlich- Private Partnerschaften in Deutschland, S. 4

68Vgl. Deloitte (Hrsg.), Closing the Infrastructure Gap: The Role of Public-Private Partnerships, S. 5

69Vgl. Deloitte (Hrsg.), Closing the Infrastructure Gap: The Role of Public-Private Partnerships, S. 5 und Vgl. Fahr-Becker und Collegen (Hrsg.), Öffentlich Private Partnerschaften, S. 4-5

70Vgl. Deloitte (Hrsg.), Closing the Infrastructure Gap: The Role of Public-Private Partnerships, S. 5

71Vgl. Fahr-Becker und Collegen (Hrsg.), Öffentlich Private Partnerschaften, S. 4-5

72Vgl. Fahr-Becker und Collegen (Hrsg.), Öffentlich Private Partnerschaften, S. 4-5

73Vgl. McDonald, Investing in Infrastructure, S. 14

74 Vgl. McDonald, Investing in Infrastructure, S. 15

75Vgl. Mc Donald, Investing in Infrastructure, S. 15

76Vgl. FAZ.Net (Hrsg.), <http://boersenlexikon.faz.net/geschlos.htm>, (18.06.2008)

77Vgl. Mansour, Nadji, Performance Characteristics of Infrastructure Investments, S. 15

78Da es sich bei nicht-börsennotierten Infrastrukturfonds in der Regel um geschlossenen Fonds handelt, wird die Bezeichnung „geschlossener Fonds“ im Verlauf dieser Arbeit als Synonym für die nicht-börsennotierte Fondsart verwendet.

79Vgl. Mansour, Nadji, Performance Characteristics of Infrastructure Investments, S. 15

Details

Seiten
123
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640272860
Dateigröße
804 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v122555
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1,5
Schlagworte
Bedeutung Infrastrukturinvestments Asset Allokation Family Offices

Autor

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Titel: Die Bedeutung von Infrastrukturinvestments für die strategische Asset Allokation von Family Offices