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Fremdwahrnehmung Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen

Evaluation Klinischer Sozialarbeit am Beispiel einer Mitarbeiterbefragung in einem psychiatrischen Krankenhaus

Hausarbeit 2008 49 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erkenntnisinteresse/Problemstellung: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
2.1 Professionelle Identität Sozialer Arbeit
2.2 Bewertung Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen: ausgewählte Forschungsprojekte
2.3 Soziale Arbeit in der Psychiatrie

3 Forschungsdesign: Mitarbeiterbefragung in einem psychiatrischen Krankenhaus
3.1 Grundsätzliche Überlegungen: Quantitative und Qualitative Sozialforschung
3.2 Fragestellung: Hypothese und Operationalisierung
3.3 Methodenauswahl
3.3.1 Techniken zur Datenerhebung
3.3.2 Schriftliche Befragung
3.4 Organisation/Durchführung der Befragung
3.4.1 Genehmigung der Mitarbeiterbefragung
3.4.2 Klärung der Finanzierung / personelle Unterstützung
3.4.3 Fragebogenentwicklung
3.4.4 Pretest
3.4.5 Vorankündigung der Mitarbeiterbefragung
3.4.6 Durchführung der Mitarbeiterbefragung
3.5 Auswertung der Mitarbeiterbefragung
3.6 Ergebnisdarstellung und Interpretation

4 Überprüfung der Eingangshypothesen

5 Zusammenfassung

6 Anhang

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Als ich meine Stelle als Diplom-Sozialarbeiter im Bereich der Rehabilitation antrat, nannten mich meine Kollegen aus der Krankenpflege liebevoll-ironisch „Schnittlauchteetrinker“. Eine Zuschreibung, die aufgrund meiner sozialarbeiterischen Profession entstand. Nun war ich weiß Gott kein Teetrinker (seit Jahren war ich, wie so viele in der Psychiatrie, eher dem Kaffee erlegen) und kein praxisferner Weltverbesserer. Trotzdem wurde mir dieses Attribut gegeben. Diese Etikettierung Sozialer Arbeit war sicher nicht böse gemeint, aber entsprach deren Vorstellung, deren Vorurteil von unserer Profession. Damit wurde die Diskussionsfreudigkeit, mangelndes methodische „Rüstzeug“ der Sozialarbeit etc. ironisch bemängelt. War dies noch eine scheinbar harmlose Einschätzung der Sozialen Arbeit, wurde mir bei der Bemerkung eines mir bekannten leitenden Mitarbeiter jedoch mulmig. Dieser erwähnte immer wieder, dass in seinem ersten Tätigkeitsfeld, einem psychiatrischen Krankenhaus, eine Fürsorgerin alle Patienten versorgt habe. Diese Äußerungen fielen im Kontext von Gesprächen zum Stellenumfang des Sozialen Dienstes im Gesundheitswesen. Der gleiche Mitarbeiter gab KollegInnen immer wieder den Auftrag, PatientInnen bei Einkauf zu helfen (was sozialarbeiterisch durchaus sinnvoll sein kann, aber eine Beschränkung auf diese Tätigkeit stellt eine nicht tragbare Verkürzung unserer Profession dar). Am Beispiel der Fürsorgerin zeigt sich die Einstellung, dass Soziale Arbeit in der Psychiatrie eine unbedeutende Rolle spiele und ersetzbar sei. Diese Einstellung rückt uns in die Nähe von Ehrenamtlern. So wird zumindest der Begriff der Fürsorgerin[1] gesehen. Mit dem Begriff der Fürsorgerin würde auch die disziplinäre Ausrichtung der Sozialen Arbeit, um es vorsichtig zu formulieren, infrage gestellt.

Solche verkürzten Darstellungen korrespondieren mit der Selbstwahrnehmung und Selbstbewertung mir bekannter KollegInnen der Sozialen Arbeit und gipfeln in der Behauptung, wir hätten keinen akademischen Grad, da wir an der Fachhochschule studiert haben. Ein Blick in die Diplomurkunde hätte diese Auffassung wohl revidieren können. In einer Untersuchung von Gerull und Geißler-Piltz wird den SozialarbeiterInnen eine inkonsistente berufliche Identität attestiert (vgl. Geißler-Piltz/Gerull 2007, S. 12). Effinger drückt diese berufliche Selbstwertproblematik wie folgt aus:

„Es gibt wohl kaum eine andere Profession, die wie die Soziale Arbeit so ausdauernd und voller Selbstzweifel nach dem Eigentlichen ihrer beruflichen Handlungen fragt. Manchmal scheint es so, als wenn gerade die Beschäftigung mit dieser Frage das Eigentliche der Sozialen Arbeit ausmacht“ (Effinger, S. 1).

Mit einer schlecht ausgeformten beruflichen Identität können eigene Positionen in der sozialpolitischen Diskussion nicht mit Nachdruck vertreten werden.

Engelke untergliedert Soziale Arbeit in ihre Aspekte der Wissenschaft, Lehre und Praxis (vgl. Engelke 2003, S. 26 ff.). Bei den erstgenannten Subsystemen zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde wieder eine rege Theoriediskussion entfacht, insbesondere mit der Konstituierung einer eigenständigen Sozialarbeitswissenschaft. Ferner kann sich Soziale Arbeit auf eine lange praktische, vorwissenschaftliche Phase berufen und seit Mitte des letzten Jahrhunderts auf eine zunehmende Verwissenschaftlichung. Soziale Arbeit profitiert auch von der Installierung der Bachelor- und Masterstudiengänge. Dadurch werden voraussichtlich „vollakademische“ SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen vermehrt promovieren und zunehmend in die Forschung und Lehre drängen. Aber dieser disziplinäre Gewinn wirkt sich bislang nicht, wie oben bereits beschrieben, hinreichend auf die Profession aus.

In der vorliegenden Hausarbeit soll der Frage nach der professionellen Identität der Sozialen Arbeit, speziell der Klinischen Sozialarbeit im Gesundheitswesen, nachgegangen werden.

„Identität“ wird hier verstanden als ein Prozess der Selbst- und Fremdwahrnehmung, die sich gegenseitig determinieren und beeinflussen. Forschungsprojekte aus dem Bereich Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen zur Effektivität und zum Selbstbild werden kurz vorgestellt.

Soziale Arbeit erhielt in der Diskussion um eine humanere Psychiatrie Mitte der 1970er Jahre einen besonderen Stellenwert, der mit dem Begriff „Sozialpsychiatrie“ markiert ist. Durch die neoliberale Wende, die auch die Soziale Arbeit in der Psychiatrie erfasste und durch die Tendenz der zunehmenden biologistischen Ausrichtung der Psychiatrie verstärkt wurde, ist der Stellenwert der Sozialen Arbeit bedroht. Auch dies soll im Kapitel 2 der Arbeit betrachtet werden.

Im Kapitel 3 werden speziell die Fremdwahrnehmung und -bewertung Sozialer Arbeit, welche die berufliche Professionalität bestimmen, mittels quantitativer Methoden der empirischen Sozialforschung untersucht. Untersuchungsfeld ist ein psychiatrisches Krankenhaus, in dem nach Entwicklung der Fragestellung und Hypothesen eine Mitarbeiterbefragung im Sinne einer Selbstevaluation durchgeführt wurde.

Im Kapitel 4 werden die Ergebnisse der Befragung im Hinblick auf die Einganshypothesen untersucht und bewertet, und es werden mögliche Konsequenzen für die Soziale Arbeit betrachtet.

Die Hausarbeit ist am konkreten Beispiel einer Mitarbeiterbefragung ausgelegt, die theoretischen Aspekte werden in komprimierter Form skizziert[2]. Die Befragung folgte dem üblichen Ablauf einer empirischen Studie, die i. d. R. in fünf Phasen unterteilt ist:

„ I. Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems,
II. Planung und Vorbereitung der Erhebung,
III. Datenerhebung,
IV. Datenauswertung,
V. Berichterstattung“ (Diekmann 2007, S. 187).

2 Erkenntnisinteresse/Problemstellung: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen

2.1 Professionelle Identität Sozialer Arbeit

„Identität wird gewonnen, indem sich ein Mensch durch die Akte des Ich in leibhaftigem Wahrnehmen und Handeln und auf dem Hintergrund seiner Geschichte als der erkennt, der er ist (Identifikation) und indem er von den Menschen seines relevanten Kontextes auf dem Hintergrund gemeinsamer Geschichte als der erkannt wird, als den sie ihn sehen (Identifizierung)“ (Petzold 1986, S. 362).

Simplifizierend ausgedrückt sieht Petzold, der Gründer der Integrativen Therapie, Identität als ein Produkt der Selbst- und Fremdwahrnehmung und der Bewertung der Fremdwahrnehmung. Ich sehe mich selbst, ich werde von anderen gesehen, ich sehe, wie andere mich sehen und bewerte dies. Dieses Modell kann auch auf die Identität der Sozialen Arbeit mit ihren Aspekten der Wissenschaft, Lehre und Praxis übertragen werden. Nach Gerull entwickelt sich die berufliche Identität im Verlauf der beruflichen Sozialisation. Die Identität ist gekennzeichnet durch das Vorhandensein von gemeinsamen Wissensbeständen und „ein hohes Maß an Selbstreflexivität in unterschiedlichen Belangen beruflichen Handelns“ (Gerull 2007[3]).

Mit dem Begriff der Identität ist im beruflichen Kontext der Sozialen Arbeit der der Professionalität eng verbunden.

„Professionalität heißt, auf eine Kurzformel gebracht, die Tätigkeit nutzen zu können, breit gelagerte, wissenschaftlich vertiefte und damit vielfältig abstrahierte Kenntnisse in konkreten Situationen angemessen anwenden zu können. Oder umgekehrt betrachtet: in eben diesen Situationen zu erkennen, welche Bestandteile aus dem Wissensfundus relevant sein können. Es geht also darum, im einzelnen Fall das allgemeine Problem zu entdecken“ (Tietgens 1988, S. 37).

Rohde gekennzeichnet die Attribute der Professionalität wie folgt:

- Speziell theoretisch begründete Ausbildung
- Verpflichtung zur Einhaltung ethischer Berufsgebote
- Organisation eines berufsständischen Verbandes
- professionelle Tätigkeit hat einen besonders hohen Stellenwert für das Gemeinwohl und für die Öffentlichkeit
- hohe Entscheidungskompetenzen
- überdurchschnittliches Prestige
- Zuschreibung von Fachautorität
- i. d. R. überdurchschnittliches Einkommen (vgl. Rohde 1989, S. 449 f.).

Nach Schilling erfüllen nur wenige Berufe die oben genannten Merkmale, z. B. die Ärzteschaft. Bei der Sozialen Arbeit wird von einer Semiprofession oder unvollendeter Profession gesprochen, d. h. sie befindet sich auf dem Weg einer Professionalisierung (vgl. Schilling 2005, S. 277). Meines Erachtens verfügt die Soziale Arbeit über einen Fundus an weitreichenden wissenschaftlichen Theorien, die auch auf eine lange vorwissenschaftliche und disziplinäre Tradition zurückblicken kann. Engelke hat dies in unterschiedlichen Fachbüchern elaboriert aufgezeichnet (vgl. Engelke 2003). Seit den 1990er Jahren ist nach einer Latenzphase in der Theoriebildung Sozialer Arbeit eine rege kontroverse, wissenschaftliche Diskussion um eine autonome Sozialarbeitswissenschaft entbrannt, die zu zahlreichen Publikationen führte, der Fachwissenschaft Soziale Arbeit neue Impulse gab und letztlich auch deren Inauguration ermöglichte. Bildeten in den 1970er Jahren die Bezugswissenschaften den Kern der akademischen Ausbildung Sozialer Arbeit, findet spätestens mit der Implementierung der Bachelor- und Masterstudiengänge („Bologna Prozess“) eine zunehmende Emanzipation von o. g. Disziplinen statt (vgl. Hochschulrektorenkonferenz). Der sogenannte Bologna-Prozess wird zu einer weiteren Akademisierung der Studiengänge in den Fachbereichen für Sozialwesen führen, indem mehr AbsolventInnen der Masterstudiengänge promovieren und zunehmend die Lehrstühle für Soziale Arbeit besetzen werden.

Die Historie der Sozialen Arbeit, mit der sukzessiven Akademisierung Sozialer Arbeit etc. könnte zu einer Festigung der professionellen Identität führen. Wie sieht es nun mit dem Bild der Sozialen Arbeit nach außen hin aus? Wie ist es um das Prestige dieser Berufsgruppe bestellt? Folgende ausgewählte Forschungen zur Bewertung der Sozialen Arbeit sollen diese Aspekte verdeutlichen.

2.2 Bewertung Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen: ausgewählte Forschungsprojekte

Engelke benennt in diesem Zusammenhang eine in Deutschland durchgeführte repräsentative Befragung, aus der hervorging, dass die Soziale Arbeit in der Bevölkerung einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und Stellenwert hat. Bei dieser 1997 erfolgten zielgruppenspezifischen Analyse sahen 87 % der Befragten Soziale Arbeit als Hilfe bei der Bewältigung von sozialen Problemlagen. 89 % betrachteten SozialarbeiterInnen als Fachleute für Ausgestoßene und Schwache (vgl. Engelke 2003, S. 24).

Über die Effektivität von Sozialarbeit im Krankenhaus führte die Deutsche Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus e. V. (DVSK) im Jahre 2001 unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Mühlum und Prof. Dr. Layer eine Evaluationsstudie in Form einer Patientenbefragung durch. Die Untersuchung wurde in 27 Akutkrankenhäusern durchgeführt und beinhaltete einen Fragebogen mit insgesamt 50 Fragen. Teilnehmer der Befragung waren Patienten, die Beratung beim Sozialdienst suchten und deren Entlassung bevorstand. Voraussetzung war, dass die Patienten in der Lage waren, die Bögen selbstständig auszufüllen. Nur in Einzelfällen war es Angehörigen gestattet, den Fragebogen für die Patienten auszufüllen. Für 98 % der Befragten war die Beratung beim Sozialen Dienst sehr wichtig bzw. wichtig, 88 % bezeichneten die Beratung als hilfreich (vgl. Seelhorst 2003, S. 1123 ff.). Als Auslöser der Beratung wurden komplexe Problemlagen und hoher Leidensdruck identifiziert. Die sozialarbeiterischen Hilfestellungen werden in solchen Fällen als besonders hilfreich erlebt, „(...) wenn sie neben den ‚instrumentellen‘ Hilfen vor allem sozial-emotionale Unterstützung leiste[n] und ihre Schnittstellenkompetenz einbring[en]“ (ebd., S. 1126). Für die Untersucher gilt es als belegt, dass Sozialarbeit im Krankenhaus einen Betrag leistet zur

- Krankheitsbewältigung und
- Gesundung (Salutogenese/Gesundheitsförderung) (vgl. ebd. S. 1125).

Zur Fremdbewertung Sozialer Arbeit durch Mitarbeiter liegt eine Untersuchung des Universitätsklinikums in Münster vor. Die Mitarbeiterbefragung wurde im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung im Jahre 2004 durch den Sozialdienst dieser Klinik durchgeführt, um das Leistungsangebot des Sozialendienstes zu überprüfen. Die Erkenntnisse sollten ggf. zur Verbesserung von Strukturen und Abläufen genutzt werden, dies vor dem Hintergrund der Einführung des pauschalisierten Entgeltsystems[4] in Krankenhäuser und im Rahmen der Entlassungsvorbereitung. Die Befragung ergab insgesamt hohe Zufriedenheitswerte zur Beratungstätigkeit. 98 % aller befragten Mitarbeiter der Klinik gaben an, dass sie die Arbeit des Sozialdienstes als relevant erachteten, davon fanden 89 % die Arbeit sehr wichtig. 93 % der Pflegekräfte und der Ärzteschaft fühlten sich durch die Soziale Arbeit in der Klinik in ihrer eigenen Arbeit entlastet. Bei der Beurteilung der Erreichbarkeit und in punkto Informationsweitergabe über das Beratungsspektrum waren die Ergebnisse eingeschränkt positiv. Über die Hälfte der Befragten wünschte mehr Informationen über die Beratungstätigkeit des Sozialdienstes und nahezu jeder Vierte war mit der Erreichbarkeit des Sozialdienstes nicht zufrieden (vgl. http://sozialdienst.klinikum.uni-muenster.de/2407.html, zugegriffen am 01.05.2008).

„Die positiven Ergebnisse dieser Befragung zeigen, dass Klinische Sozialarbeit mit ihrer Kompetenz und Fachlichkeit mit dem Schwerpunkt psychosoziale Beratung und Begleitung des Patienten als fester Bestandteil mit in das Gesamtbehandlungskonzept des Universitätsklinikums Münster gehört.

Neben Medizin und Pflege leistet Klinische Sozialarbeit als dritte Dimension im Krankenhaus einen wichtigen Beitrag im Sinne einer patientenorientierten ganzheitlichen Behandlung und kann somit adäquat Auswirkungen von Krankheit, Krankenhausaufenthalt und/oder Behinderung gemeinsam mit dem Patienten bearbeiten“ (http://sozialdienst.klinikum.uni- muenster.de/fileadmin/DOMAIN/sozialdienst.klinikum.uni- muenster.de/mitarbeiterbefragung.pdf, zugegriffen am 01.05.2008).

Geißler-Piltz und Gerull führen seit 02/2005 ein Forschungsprojekt zum Thema „Wissen und Expertise in der Sozialen Arbeit im Gesundheitsbereich“ durch. Es handelt sich dabei um eine komparative Studie der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen e. V. sowie der Universität Helsinki, Abteilung Soziale Arbeit (vgl. http://www.susannegerull.de/forschung/ 2005_wissen_expertise.htm, zugegriffen am 02.05.2008). Die zentrale Fragestellung des Forschungsprojektes lautet, „(...) wie Kompetenzen und Wissen im beruflichen Alltag akquiriert und erweitert werden, welchen Stellenwert Wissen einnimmt und wie die eigene Kompetenz eingeschätzt wird“ (Geißler-Piltz/Gerull 2007a, S. 10). Die Forscherinnen ordnen die Untersuchung dem Forschungstyp Grundlagenforschung und selbstreferentielle Untersuchung zu. Als angewandte Forschungsmethoden kommen Fragebögen und Leitfadeninterviews zum Einsatz (vgl. Geißler-Piltz/Gerull 2007b, S. 120). Die These des Forschungsprojektes lautet: „Die Anerkennung und Wertschätzung von SozialarbeiterInnen ist vor allem in multiprofessionellen Arbeitssettings oft gering. Um dies zu verändern, muss die Soziale Arbeit eine stärkere Identität entwickeln. Nur so kann ein fachlicher Austausch auf Augenhöhe erfolgen“ (Gerull 2007). An der quantitativen Befragung beteiligten sich in Deutschland insgesamt 307 Personen, überwiegend SozialarbeiterInnen, davon waren 241 Frauen und 66 Männer. 113 Alumnis gehörten der Kontrollgruppe an. Bei den Leitfadeninterviews wurden 9 Frauen und 5 Männer befragt. Zur Kontrollgruppe gehörten 2 Alumnis, die nicht im Gesundheitswesen tätig waren. Als ein Ergebnis stellte sich heraus, dass die Befragten den Expertenbegriff für ihren Beruf als Sozialarbeiter für abwegig hielten. Wissen im Bereich der Sozialen Arbeit wird als eine Akkumulation von Informationen verstanden. Die berufliche Identität sei kaum ausgebildet, da keine Spezialisation möglich und für das Berufsbild ein breites Wissen notwendig sei. Als vorläufiges Fazit[5] geben die Autorinnen an, „dass Soziale Arbeit unter massivem Druck steht sich zu legitimieren und dass hierfür eine weitere Professionalisierung und die Ausbildung einer eigenständigen Identität erforderlich sind“ (ebd., S. 123).

2.3 Soziale Arbeit in der Psychiatrie

Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre herrschte im psychiatrischen Sektor eine Aufbruchstimmung, ausgelöst durch die antipsychiatrische Bewegung in Italien, die eine Weiterentwicklung in Deutschland in Richtung Sozialpsychiatrie erfuhr. Letztere prägte maßgeblich das sozial- und gesundheitspolitische Handeln jener Zeit. 1975 wurde die Psychiatrie-Enquete fertiggestellt, ein Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland mit einer niederschmetternden Bilanz (vgl. http://www.dgppn.de/de_enquete-1975_39.html, zugegriffen am 19.05.2008). Als Schlagwort sei an dieser Stelle nur die „Verwahrpsychiatrie“ genannt. Die aus dem Bericht resultierenden Empfehlungen der Enquete-Kommission führten zu einer gravierenden positiven Veränderung der psychiatrischen Landschaft, die heute noch anhält. Neben einer verbesserten medizinischen und psychologischen Versorgung stand das „Soziale“ im Vordergrund. Der Stellenanteil von SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen stieg in diesem Arbeitsfeld sprunghaft an. Damit einhergehend waren die Fachkräfte der Sozialen Arbeit maßgeblich an der Entwicklung von extramuralen, komplementären Einrichtungen und Diensten beteiligt, stellenweise waren sie die alleinigen Initiatoren.

Nach einer Konsolidierungsphase ist seit Ende der 1990er Jahre Ernüchterung eingetreten. Durch die knapper werdenden finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen hat sich der Blickwinkel in der Arbeit radikal verändert. Im Mittelpunkt stehen das fehlende Geld sowie die Überlegungen zur Geldbeschaffung und -einsparung. Problematisch für den Bereich der Psychiatrie ist auch die Renaissance des biomedizinischen Krankheitsmodells mit der einseitigen Fixierung auf die psychopharmakologische Behandlung, aber unter Nichtbeachtung der sozialen Umstände des Patienten.

Was sich im Kleinen in psychiatrischen Kliniken vollzog und vollzieht ist Ausdruck eines allgemeinen Wandels in der Sozialstaatlichkeit. Hofemann sieht zwar eine wachsende Notwendigkeit an sozialen Dienstleistungen, aber der erhöhte Bedarf kollidiere mit der Ökonomisierung Sozialer Arbeit, d. h. mit dem geringeren finanziellen Budget (vgl. Hofemann 2005, S. 28 ff.)

„Als Fazit kann festgehalten werden, dass es die Sozialpolitik ebenso wie die soziale Arbeit mit erheblich veränderten Rahmenbedingungen zu tun hat. Diese beziehen sich auf eine quantitativ und qualitativ verändernde Nachfragestruktur einerseits sowie verringerte Finanzierungsspielräume und ein gewandeltes ökonomisches Paradigma, das staatliche Interventionen im Sozialbereich zunehmend negativ bewertet“ (ebd., S. 31).

Wird sich Soziale Arbeit in diesem schwierigeren Kontext behaupten können oder wird sie durch den möglichen Einsatz von Ehrenamtlern, gering qualifizierten Kräften oder anderen Professionen substituiert? Eine konsistente professionelle Identität und damit verbunden ein eigenständiges berufliches Profil mit einem speziellen Leistungsangebot wird umso notwendiger in Zeiten neoliberaler Sozialpolitik. Wird diese Professionalität von den SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen gelebt und geschätzt und wird sie von den Adressaten und Kollegen in multiprofessionellen Teams wahrgenommen, positiv bewertet und als beruflich autonom betrachtet? – Also, Soziale Arbeit als ein Beruf mit besonderem professionellen Profil?

3 Forschungsdesign: Mitarbeiterbefragung in einem psychiatrischen Krankenhaus

3.1 Grundsätzliche Überlegungen: Quantitative und Qualitative Sozialforschung

In der empirischen Sozialforschung werden zwei Ansätze, die quantitative und qualitative Sozialforschung, unterschieden. Die qualitative Sozialforschung „bemüht sich besonders um einen Blick auf die Qualitäten in der sozialen Wirklichkeit, also um Sachverhalte und Phänomene, die nicht (oder noch nicht) in Zahlen zu fassen und zu bewerten sind“ (König 2007, S. 42). Folgende Merkmale zeichnen sie aus:

- theorieentwickelnd
- hypothesengenerierend.
- induktives Vorgehen. (vgl. Wolf/Priebe 2000).

„Typisch quantitative Methoden zur Datenerhebung sind z. B. das Experiment, die Soziometrie und die quantitativen Formen der Beobachtung und Befragung. Zur Datenanalyse wird die Statistik angewendet. Geht diese über einen rein beschreibenden Charakter hinaus (Deskriptive Statistik), wird die Inferenzstatistik bemüht, mit der man u. a. Hypothesen überprüft. Ein Kennzeichen von quantitativen Methoden ist die deduktiv- nomothetische Erklärung“ (Wolf/Priebe 2000).

Der Kritische Rationalismus (Popper) gilt als eine Leitmethodologie der quantitativen Forschung (vgl. http://www.harald-ruessler.de/downloads/lehre/empiri-Vorlesung.ppt, zugegriffen am 25.06.2008).

In der folgenden Untersuchung werde ich die Methoden aus der quantitativen Forschung vorstellen und anwenden.

3.2 Fragestellung: Hypothese und Operationalisierung

Theorie: Hypothese

„Allgemein bezeichnet man diejenigen Aussagen als ‚ Hypothesen‘, die einen Zusammenhang zwischen mindestens zwei Variablen postulieren“ (Schnell/Hill/Esser 2005, S. 53).

Atteslander nennt folgende Kriterien, die eine wissenschaftliche Hypothese erfüllen muss:

„1. Eine Hypothese ist eine Aussage (...).
2. Die Aussage enthält mindestens zwei semantisch gehaltvolle Begriffe (...).
3. Die Begriffe sind durch den logischen Operator ‚wenn – dann‘ verbunden. (...)
4. Die Aussage ist nicht tautologisch (...).
5. Die Aussage ist widerspruchsfrei (...).
6. Die empirischen Geltungsbedingungen sind implizit oder explizit im Einzelnen aufgezählt. (...)
7. Die Begriffe sind auf Wirklichkeitsphänomene hin operationalisierbar.
8. Die Aussage ist falsifizierbar“ (Atteslander 2008, S. 37).

Theorie: Operationalisierung

„Operationalisierung heißt, dass man die theoretischen Begriffe der Hypothesen durch konkrete Indikatoren, Merkmale (bzw. Variablen) zu fassen versucht und dadurch messbar macht“ (ebd., S. 274).

Nachdem der Entstehungshintergrund, das Erkenntnisinteresse im Kapitel 2 verdeutlicht wurde, wird im Folgenden die Hypothese, anhand der oben genannten wissenschaftlichen Kriterien, skizziert.

Die Untersuchungen der Universitätsklinik Münster haben im Rahmen der Mitarbeiterbefragung einen hohen Zufriedenheitsgrad bezüglich der Sozialen Arbeit ergeben. Die Fremdwahrnehmung aus der Patientenperspektive zeigte bei der Untersuchung der Deutschen Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus e. V. (DVSK) ebenfalls hohe Zufriedenheitswerte. Diesen Ergebnissen möchte ich mich im Gegensatz zu der Untersuchung von Geißler-Piltz und Gerull anschließen, wobei ich jedoch die Innenperspektive der Autorinnen, d. h. ihre Sicht über die Selbstwahrnehmung Sozialer Arbeit, teile.

Atteslander schlägt folgende Operationalisierungsschritte vor (vgl. ebd., S. 42 ff.), die anhand der durchgeführten Befragung verdeutlicht werden sollen:

1. Hypothesenformulierung

1. Soziale Arbeit in der Psychiatrie wird vonseiten der Mitarbeiter anerkannt und geschätzt, jedoch nur im Sinne einer generalistisch orientierten Sozialarbeit. Je weiter sich die Soziale Arbeit in Richtung Klinischen Sozialarbeit, die als behandelnde, therapeutische Sozialarbeit verstanden wird, bewegt, desto kritischer wird sie durch die Mitarbeiter in multiprofessionellen Teams bewertet.
2. Das Selbstbild der Sozialen Arbeit in der Psychiatrie als Teilaspekt der beruflichen Identität ist nur rudimentär ausgebildet[6].

2. Gegenstandsbenennung

Die Hypothese gilt für den Bereich des Gesundheitswesens, hier speziell für die Psychiatrie. Die Befragung wird in einer psychiatrischen Klinik im Rhein-Kreis Neuss durchgeführt. Das St. Alexius-/St. Josef-Krankenhaus ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie in Neuss und bietet eine therapeutische Vollversorgung für den gesamten Rhein-Kreis Neuss mit seinen über 450.000 Einwohnern. Das Krankenhaus ist untergliedert in eine Abteilung für Allgemeinpsychiatrie, Gerontologie, Suchtmedizin, Tageskliniken und unterschiedliche Ambulanzen.

Untersuchungsgegenstand war die Tätigkeit des Sozialen Dienstes, der derzeit 11 Personen umfasst. Sämtliche Kollegen sind diplomierte Sozialarbeiter oder Sozialpädagoginnen. Der Soziale Dienst ist eine eigenständige Fachabteilung im Krankenhaus, der eine Leitung aus dem Team vorgesetzt ist. Die Kollegen des Sozialen Dienstes arbeiten i. d. R. auf mehreren Stationen in multiprofessionellen Teams. Außerhalb der Stationsarbeit gibt es enge Berührungspunkte mit der Patientenverwaltung im Zusammenhang mit Kostenklärungen. Der Kontakt zu den Sekretariaten und den Mitarbeitern der therapeutischen Dienste ist unterschiedlich ausgeprägt. Neben der Patientenversorgung sind einzelne Kollegen des Sozialen Dienstes in unterschiedlichen „Sonderaufgaben“ eingebunden. Als Beispiel sei die Mitwirkung im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems des Hauses und in der Mitarbeitervertretung erwähnt. Ein Kollege ist mit der therapeutischen Leitung einer Station für Medizinische Rehabilitation Suchtkranker betraut.

Es wurden alle Mitarbeiter des Pflegedienstes (279 inklusive 44 Pflegeschüler), des ärztlichen und psychologischen Dienstes (72), der therapeutischen Dienste (25) und aus der Verwaltung (insgesamt 22, davon 15 aus den jeweiligen Sekretariaten und 7 aus der Patientenverwaltung), d. h. 398 Personen insgesamt, befragt. Bei der Auswahl der Mitarbeiter spielte der enge berufliche Bezug zum Sozialen Dienst die entscheidende Rolle. Verständlicherweise wurde der Sozialdienst nicht befragt, da es sich um eine Untersuchung der Fremdwahrnehmung und Fremdbewertung des Sozialen Dienstes handelte. Von der Befragung wurden Berufsgruppen mit geringer Mitarbeiteranzahl ausgeschlossen, da es zum einem z. T. nur geringe Schnittstellen in der Arbeit zum Sozialen Dienst gibt, zum anderen aus Gründen der Anonymität. Einzelne Mitarbeiter könnten hier sonst schneller identifiziert werden.

3. Definitionen

a) Soziale Arbeit. Der Begriff „Soziale Arbeit“ bezeichnet in diesem Zusammenhang den Praxisteil[7] und die in der psychiatrischen Klinik tätigen Diplom-SozialarbeiterInnen und Diplom-SozialpädagogInnen.

b) Soziale Arbeit wird differenziert in:

-generalistisch orientierte Sozialarbeit

Ziele sind die „(...) Förderung, Verbesserung und Erhaltung der psycho- sozialen Funktionsfähigkeit von Individuen, Familien und Gruppen“ (...) (Pauls 2004, S. 12).

Gegenstand ist das Bewältigen von sozialen Problemlagen (vgl. Engelke 2003, S. 301 ff.).

Methoden sind z. B. sozialpädagogische Beratung, Sozialrechtsberatung, Case-Management, Mediation, Empowerment (vgl. Galuske 2007).

-Fachsozialarbeit Klinische Sozialarbeit

„Teildisziplin der Soziale Arbeit, die sich mit psycho-sozialen Störungen und den sozialen Aspekten psychischer und somatischer Störungen/Krankheiten und Behinderung (...) befasst“ (Pauls 2004, S. 22). Gegenstand ist die Behandlung der oben genannten Problemfelder mit dem Ziel der Linderung, Besserung, Heilung und der Krankheitsverarbeitung und Krankheitsbewältigung (vgl. ebd., S. 12).

Methoden sind z. B. psycho-soziale Diagnostik, soziale Therapie, Krisenintervention, psycho-soziale Rehabilitation.

c) Mitarbeiter in der Psychiatrie

Berufsgruppen: Pflegekräfte, Ärzte, Psychologen, Mitarbeiter der therapeutischen Dienste, wie Ergotherapeuten, Tanz- und Bewegungstherapeuten, Verwaltungsmitarbeiter im Sekretariat oder der Patientenverwaltung.

Von Bedeutung ist dabei die Geschlechtszugehörigkeit, das Alter, die Dauer der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen und die Zugehörigkeit zu einer Abteilung des Krankenhauses, wie beispielsweise der Abteilung für Suchterkrankungen.

Abb. 1) Operationalisierungsschritte als Übersetzung von Begriffen in Variablen und Indikatoren am Beispiel Soziale Arbeit[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.3 Methodenauswahl

3.3.1 Techniken zur Datenerhebung

Theorie: Erhebung sozialer Daten

Im Anschluss an den Operationalisierungsprozess werden die Methoden/Techniken ausgewählt, mit denen die Daten erhoben werden sollen. Die Festlegung für eine bestimmte Methode oder die Kombination der Techniken ist von der Hypothese abhängig. Aber auch personale und finanzielle Aspekte, ferner der Umfang der Untersuchung sind mitentscheidend (vgl. Atteslander 2008, S. 275).

Nach Atteslander erfolgt die systematische Erfassung der sozialen Daten[9] durch folgende Methoden/Techniken:

- Inhaltsanalyse
- Beobachtung
- Befragung
- Experiment.

Anhand der folgenden Abbildung soll dies verdeutlich werden.

Abb. 2) Erhebung sozialer Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(ebd., S. 49)

Aus folgenden Gründen habe ich für die genannte Fragestellung/Hypothese die schriftliche Befragung gewählt:

- Interesse an der Fremdwahrnehmung Sozialer Arbeit (vgl. ebd., S. 275)
- Begrenzter Zeitrahmen: Es bestand ein Zeitbudget von nur 3 Monaten.
- Begrenzte personelle Ressourcen: Aufwendige Interviews, beispielsweise Leitfadeninterviews (qualitative Methode) zur Erfassung von Daten, wären ohne personelle Unterstützung nicht möglich gewesen.

3.3.2 Schriftliche Befragung

Theorie: Schriftliche Befragung Definition

„Befragung bedeutet Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen. Durch verbale Stimuli (Fragen) werden verbale Reaktionen (Antworten) hervorgerufen: Dies geschieht in bestimmten Situationen und wird geprägt durch gegenseitige Erwartungen. Die Antworten beziehen sich auf erlebte und erinnerte soziale Ereignisse, stellen Meinungen und Bewertungen dar.

Mit Mitteln der Befragung wird nicht soziales Verhalten insgesamt, sondern lediglich verbales Verhalten erfasst“ (ebd., S. 101).

[...]


[1] Eine Einschätzung des Begriffes der Fürsorgerin, die ich nicht teile. Seit den 1930er Jahren haben sich differenzierte Konzepte der Fürsorge/Sozialarbeit entwickelt. Als wissenschaftliche Inauguratorinnen gelten Richmond, Salomon und Arlt

[2] Die theoretischen Teile der Hausarbeit sind grau markiert.

[3] Die schriftlichen Unterlagen zum Vortrag wurden mir von Frau Prof. Dr. Gerull freundlicherweise zur Verfügung gestellt

[4] DRG (Diagnosis Related Group)

[5] Die endgültigen Ergebnisse werden für das Jahr 2009 erwartet (vgl. http://www.susannegerull.de/forschung/2005_wissen_expertise.htm, zugegriffen am 02.05.2008).

[6] Diese Hypothese soll aber nicht Gegenstand der Arbeit sein, da sie den Rahmen sprengen würde. Sie ist der Vollständigkeit wegen aufgeführt. Bei einem größeren Zeitbudget wäre es interessant, mit Mitteln der qualitativen Sozialforschung beispielsweise Interviews zu erfassen. Also eine Forschungsarbeit mit einem Verbindung von qualitativen und quantitativen Verfahren (Triangulation) (vgl. Flick 2007, S. 44 ff.)

[7] Soziale Arbeit wird nach Englke in Wissenschaft, Praxis und Ausbildung unterteilt. Gegenstand ist dabei das Bewältigen von sozialen Problemen (vgl. Engelke 2003, S. 27).

[8] Abbildung in Anlehnung an Atteslander (vgl. Atteslander 2007, S. 42)

[9] „Unter sozialen Daten im engeren Sinne verstehen wir systematisch erhobene Aspekte gesellschaftlicher Wirklichkeit“ (Atteslander 2008, S. 12).

Details

Seiten
49
Jahr
2008
Dateigröße
3.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v122436
Institution / Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz) – Fachbereich Sozialwesen
Note
1,0
Schlagworte
Fremdwahrnehmung Sozialer Arbeit Gesundheitswesen Modul S2/Erkenntniszugänge Methoden Empirische Forschung

Autor

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Titel: Fremdwahrnehmung Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen