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Scientology, seine Gründung und seine Methoden. Scientology als Wirtschaftsunternehmen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2003 10 Seiten

Soziologie - Religion

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Scientology – Gründer: L. Ron Hubbard

3.1. Der Persönlichkeitstest
3.2. Der Kommunikationstest
3.3. Auditing
3.4. Das Reinigungsprogramm

4. Der Operierende Thetan

5. Das Wirtschaftsunternehmen Scientology

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Scientology gründet sich auf die Lehren von L. Ron Hubbard und wurde in den Fünfziger Jahren gegründet. Ziel ist die Klärung des Planeten und der Menschen. Scientology will mit einer speziellen Technologie eine neue Welt schaffen, in der sich magische und okkulte Vorstellungen mischen. Scientology preist seine Praktiken als einzigen Weg an, auf dem der Mensch seine Probleme auf Dauer lösen kann.“[1]

Scientology, ist wohl die umstrittenste Sekte unserer Zeit. Sie ist eine unglaublich reiche, weltweite Organisation, die mehr als 270 Kirchen und Missionen ihr Eigen nennt. Offiziell wird behauptet es gäbe 7 Millionen Mitglieder. Doch ein interner Bericht nannte 1987 nur 40.000.

L. Ron Hubbard sagte zum Thema Scientology: ,,Unsere Organisationen sind freundlich. Sie sind ausschließlich dazu da, um Ihnen zu helfen."[2]

Das Begriff Scientology leitet sich vom lateinischen "scio" was soviel heißt wie "wissen, verstehen", und vom griechischen "logos", das man mit "Vernunft an sich" oder "einsichtige Gedanken" übersetzen könnte. Also heißt Scientology soviel wie "Studium der Weisheit" beziehungsweise "wissen, wie man weiß".[3]

Die wichtigsten Feiertage der Scientologen sind der 13. März, L. Ron Hubbards Geburtstag, der 9. Mai, und der Tag der Veröffentlichung von seinem Werk "Dianetik", der "Heiligen Schrift" der Scientologen.

2. Scientology –Gründer L. Ron Hubbard

L. Ron Hubbard ist im Jahre 1911, als Sohn eines Marine-Fregattenkapitäns, in Nebraska geboren. Er vollbrachte in seinem Leben mehr, als einem einzelnen Menschen zuzutrauen wäre. Als Philosoph, Autor, Lehrer, Künstler, Seemann, Entdecker und Menschenfreund machte er sich international einen Namen. Schon in seiner Jugend unternahm er zahlreiche Weltreisen. Er studierte an der George - Washington - Universität. Anscheinend aber ohne Abschluss, da er, wie ein Dokument aussagte, wegen zu schlechter Noten keine Zulassung für das dritte Kursjahr bekam. Nach seiner Hochzeit 1930 trug er als Autor dazu bei Science-Fiction neu zu definieren. 1941 kam L. Ron Hubbard zur Navy, und auch sein gesamtes späteres Leben wurde durch die Liebe zur Marine geprägt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er Mitglied des Okkult-Ordens Ordo Templi Orientis, in dessen Zentrum das Gesetz, zu tun was man wolle, stand. Er war auch mit dem Magier Aleister Crowley sehr eng befreundet. Viele Inhalte des Ordens und der Science-Fiction beeinflussten die Publikationen der Scientology-Kirche. 1950 erschien das 1. Buch der Dianetik, das zu mehreren Millionen verkauft wurde. In Folge daraus entstand 1954 die "Church of Scientology California". Als Hauptquartier wurde das Schloss St. Hill in Grindstead, England, erworben. Doch 1976 wurde Clearwater, Florida, zum eigentlichen Zentrum der Sekte.[4]

1978 wurde L. Ron Hubbard in Frankreich wegen Betruges verurteilt. Er starb 1986, war zuvor jedoch schon jahrelang nicht mehr in der Öffentlichkeit angetroffen worden. Einer anderen Quelle[5] kann man entnehmen, dass sein Lebens sich nicht annähernd so pompös abgespielt hat, wie es einst von ihm und nun von Scientology propagiert wird. Anscheinend war dieser Mann so etwas wie ein "Lügenbaron", der sich seine Welt so gebastelt hat, wie er sie gerne gehabt hätte. Ein Richter am Obersten Gericht in Kalifornien sagte über Hubbard 1984, dass er ein Mensch sei, der in Bezug auf seine Geschichte, seiner Bildung und seiner Leistungen geradezu ein krankhafter Lügner wäre. Er sei vollkommen von Egoismus, Gier, Habsucht, Machtgier, Aggressivität und Rachsucht besessen.

Er sagt einmal: ,,Ich habe kein von der Welt abgeschlossenes Leben geführt und verachte den weisen Mann, der nicht gelebt hat, und den Gelehrten, der nicht teilen will. Es hat viele Männer gegeben, die weiser waren als ich, aber wenige haben so viel Weg zurückgelegt. Ich habe das Leben von oben bis unten und von unten bis oben gesehen. Ich weiß, wie es von beiden Seiten betrachtet aussieht. Und ich weiß es gibt Weisheit und es gibt Hoffnung."[6]

3.1 Der Persönlichkeitstest

Scientology versucht die meisten der zukünftigen Sektenmitglieder auf der Straße mit einem kostenlosen Persönlichkeitstest anzuwerben. Dieser Test wird „Oxford Capacity Analysis“ (OCA) genannt und wurde von einem ehemaligen Handelschiffer geschrieben. Scientology gelangt durch seine 200 Fragen an verschiedenste persönliche Informationen der getesteten Person. Natürlich versucht man den Leuten das Ergebnis ihrer OCA so beizubringen, dass sie der festen Überzeugung sind, nur Scientology könne sie vor dem drohenden Ruin retten. Der Test ist so angelegt, dass es fast unmöglich ist ein akzeptables Persönlichkeitsprofil zu erhalten. Am Anfang der Rekrutierung wird das Augenmerk der Person auf die bedrückendsten Aspekte ihres Daseins (den ,,Ruin") gerichtet, eine Taktik, die Hypnotherapeuten als "emotionale Induktion" bezeichnen würden. Es wird mit der Angst des zu Rekrutierenden, die Situation könne sich verschlechtern, gespielt und letztendlich Scientology als Lösung angeboten. Danach steht, um welches Problem es sich auch handelt, immer ein Kommunikationskurs und eine Einführung in Hubbards Ideen auf dem Programm. Doch Kommunikation in dem uns bekannten Sinne ist das letzte, worum es in diesen Seminaren geht[7].

3.2 Der Kommunikationskurs

Der Kommunikationskurs soll angeblich die Fähigkeit zur Verständigung steigern, wurde aber von einem Experten als die offensichtlichste Form der Hypnose, die von einem destruktiven Kult verwendet wird, bezeichnet. Bei der ersten "Trainingsroutine" sitzt man sich schweigend und mit geschlossenen Augen gegenüber, bei der zweiten werden durch gegenseitiges Anstarren Halluzinationen und Euphorie erzeugt. Auf einer höheren Stufe des Kommunikationstrainings muss sich der Newcomer provozieren lassen und sämtlichen Konfrontationen mit regungslosem Verharren begegnen. Verständlicherweise wird er dieses Verhalten auch auf der Außenwelt übertragen und auf Auseinandersetzungen oder Konflikte einfach nicht mehr reagieren. Der Teilnehmer fühlt sich nach den Sitzungen natürlich viel selbstbewusster und unangreifbarer. Die Annahme, dass sich durch Anwendung von Scientology-Kursen sein Leben verbessert habe, liegt sehr nahe. Noch naheliegender ist, dass er sich gerne wieder in die Hände der Scientologen begibt. Das bedeutet Trainingsroutinen über Trainingsroutinen, und schließlich Auditing.

[...]


[1] Die kritischen Scientology-Seiten http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

[2] L. Ron Hubbard, "Dianetik Vertrag", 1969, http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

[3] Scientology-Homepage, http://www.scientology.org, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

[4] Scientology-Homepage: http://www.scientology.org, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

[5] http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

[6] http://profile.lronhubbard.de/cont.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

[7] John Atack, hattp://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

Details

Seiten
10
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638181563
ISBN (Buch)
9783638757669
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12218
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Humanwissenschaften
Note
2
Schlagworte
Scientology Gründung Methoden Wirtschaftsunternehmen Sektenbeauftragte Schulen

Autor

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Titel: Scientology, seine Gründung und seine Methoden. Scientology als Wirtschaftsunternehmen