Lade Inhalt...

AIDS in Kenia

Hausarbeit 2005 17 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kenia

3. AIDS
3.1.Die Krankheit AIDS
3.2.Ansteckung
3.3.Epidemiologie
3.4.Behandlung

4. AIDS in Kenia
4.1.Ärzte
4.2.Spitäler
4.3.Medikamente und Betreuung

5. Projekte und Maßnahmen

6. Schlussbemerkung

Literatur

1. Einleitung

AIDS ist eine sehr stark verbreitete Krankheit, die sich immer weiter überall auf der Welt zunehmend ausbreitet. Das größte Problem besteht in der Unzulänglichkeit der medizinischen Maßnahmen. Noch immer konnte kein Medikament für diese tödliche Krankheit gefunden werden. Besonders in ärmeren Ländern, wie den Ländern der Dritten Welt, ist eine deutlich hohe AIDS - Rate festzustellen.

In dieser Arbeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Auftreten der Krankheit in einem Entwicklungsland. Das Land Kenia wurde gewählt, da dieses zu den am meisten betroffensten Ländern Afrikas zählt. Es wird im Folgenden zunächst auf den allgemeinen Überblick über das Land eingegangen. Als zweiter wichtiger Punkt soll eine Darstellung der Krankheit erfolgen um einen Eindruck auf die Folgen für das Entwicklungsland Kenia zu bekommen. Den Hauptteil bildet die Beschäftigung mit der Krankheit in Kenia. Dazu wird auf das Gesundheitssystem sowie eine Betreuung der Infizierten eingegangen. Ein letzter Punkt, mit dem diese Arbeit enden wird, betrifft den wichtigsten Teil der Problematik: die Maßnahmen. Es werden derzeitige Projekte zur Vorbeugung sowie weitere präventive aber auch rehabilitierende Maßnahmen angesprochen.

2. Kenia

Kenia befindet sich im Osten Afrikas direkt am Indischen Ozean in der Region des Äquators. Die genaue geographische Lage des Landes ist 34°-42° östliche Länge und 5° nördliche bis 5° südliche Breite. Der Äquator durchzieht das Land also genau in der Mitte. Es wird im Norden durch Äthiopien und Sudan begrenzt, im Osten durch Somalia. Westlich von Kenia grenzt Uganda an und im Süden bis Südwesten Tansania (s. Abbildung 1).

Abb. 1: Geographische Lage Kenias (Institut für angewandte Kulturforschung e.V., 2000)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Hauptstadt des Landes ist Nairobi.

Kenia umfasst eine Fläche von 582.646 qkm. Von dieser Fläche sind circa 571.422 qkm reine Landfläche.

In Kenia herrscht weitgehend Hochland vor. Das Land ist vom ostafrikanischen Graben mit dem Rudolfsee durchzogen. Die aufgewölbten Ränder des Grabens tragen Vulkane. Im Südosten Kenias herrscht breite Küstenniederung vor.

Es herrscht ein Tropenklima mit schwachen Regenperioden vor. Verbreitet ist hauptsächlich die Savanne(Institut für angewandte Kulturforschung e.V., 2000).

Mit einer Einwohnerzahl von etwa 33 Millionen (2005)nimmt Kenia Platz 36 unter allen Ländern der Erde ein. Die Bevölkerungsdichte umfasst 55 Einwohner pro Quadratkilometer.

Kenia ist durch Vetternwirtschaft, immer größer werdende Klassenunterschiede, ungerechte Lohn- und Landverteilung, hohe Staatsverschuldung und restriktives politisches Klima geprägt.

Bis 2003 wurde in Kenia Schulgeld erhoben für die Grundschulen. Dies hatte zur Folge, dass nur ein geringer Teil der Kinder die Schule besuchen konnte. Seit 2003 wurde das Schulgeld für die „Primary Schools“ abgeschafft. Dies ermöglicht es erstmals auch den armen Kindern Bildung zu genießen. Besonders in Bezug auf die Krankheit AIDS ist dies wichtig. Denn über die Schule kann auch Aufklärung erfolgen, so dass eine präventive Maßnahme zur Minderung des Anteils der AIDS Kranken erfolgen kann. Probleme gibt es dennoch im Schulsystem. Dieses ist kaum imstande der steigenden Anzahl von Schülern gerecht zu werden. Auf einen Lehrer kommen derzeit 100 Schüler. Daher ist ein qualitativ guter Unterricht kaum möglich. Zusätzlich nimmt die Zahl der Lehrer stetig ab. Allein durch die Infektion mit dem tödlichen Virus scheiden jede Woche 5 Lehrer aus dem Schuldienst aus. Diese Tatsache bringt erhebliche Probleme mit sich.

Alle weiterführenden Schulen sowie Universitäten sind kostenpflichtig, so dass nur ein geringer Teil der Bevölkerung diese Einrichtungen besuchen kann (http://de.wikipedia.org/wiki/Kenia).

3. AIDS

AIDS ist derzeit die größte Bedrohung für die Chancen der Entwicklung in Entwicklungsländern. Seit über 20 Jahren breitet sich diese Krankheit immer weiter aus. Gerade in den Entwicklungsländern kann sie viele erfolgversprechende Ansätze wieder zunichte machen. Die am stärksten betroffenen Länder befinden sich in Afrika, unter ihnen besonders Kenia. Besonders betroffen sind bei der Ausbreitung der Krankheit ärmere Bevölkerungsgruppen, insbesondere Kinder und Frauen. Besonders Kindern und Jugendlichen werden damit ihre Entwicklungschancen genommen. Als Folge der Krankheit steigt das Risiko in noch ärmere Verhältnisse zu verfallen.

Die Bekämpfung des Virus ist daher wichtig und steht im engen Zusammenhang zum Erfolg in der Armutsminderung und ist damit ein wichtiger Faktor von Strategien zur Armutsbekämpfung.

Innerhalb der letzten Jahre sind viele Maßnahmen zur Prävention der Krankheit vorgenommen worden. In wenigen Regionen haben diese Präventionsmaßnahmen bereits ein Sinken der Neuinfektionen bewirkt. Zusätzlich sind Fortschritte in der medizinisch-pharmazeutischen Forschung anzumerken. Besonders wichtig sind dabei die antiretroviralen Medikamente, die die Lebenserwartung, den Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Infizierten verbessern können. Weiterhin ist der Preisrückgang von wichtigen Medikamenten und preiswerten Nachahmerprodukten (Generika) von Vorteil. Somit können sich mehr Menschen diese Medikamente leisten(BMZ Spezial, Oktober 2004).

3.1. Die Krankheit AIDS

Über keine Krankheit wird soviel geschrieben wie über die Immunschwäche AIDS. Dieser Begriff ist ein Sammelbegriff für Krankheiten, die durch Ansteckung mit Viren der menschlichen Immunschwäche hervorgerufen werden (Human Immuno – Deficiency Virus = HIV-Virus). Die Viren können in den Zellen, welche eine zentrale Funktion in der Abwehr von Krankheitserregern haben, des menschlichen Körpers eindringen. Dabei kann diese Funktion durch die Viren zerstört werden. Es entsteht eine Schwächung des Abwehr- beziehungsweise Immunsystems. Dadurch können sich Infektionen und Tumore im Körper ausbreiten.

Es erfolgt eine Unterteilung:

1. Akute Infektion mit HIV
2. HIV-Infektion ohne Krankheitszeichen
3. anhaltende allgemeine Störung des Lymphsystems
4. HIV-Infektion, bei welcher Krankheitszeichen bestehen (AIDS)

Mit einer antiretroviralen Therapie, die die Zahlen der Viren im Blut reduzieren soll, kann zu jedem Zeitpunkt, bevor AIDS vollkommen ausbricht, begonnen werden. Diese Therapie ermöglicht dem Immunsystem sich zu erholen. Bedingung für diese Therapie ist eine ständige medizinische Betreuung der infizierten Person (Döring, 1993).

Die Krankheit weist allgemeine Symptome wie Fieber, Muskelschmerz, oder Durchfall auf. Leider liegen zwischen der Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen oft mehrere Jahre. Dabei besteht die Gefahr, dass die Erreger ohne Wissen weiter getragen werden können. Das Wohlbefinden der bereits angesteckten Personen lässt erst nach einer Weile nach, so dass in dieser Zeit der Arzt meistens noch nicht aufgesucht wird. Anzeichen für eine solche Krankheit sind Abgeschlagenheit, Fieber, Herpes Simplex, Gewichtsverlust, Leukoplanie des Mundes, langzeitiger Hautausschlag oder Candidainfektion des Mundes. Häufig sind Lunge, Magen-Darm-Trakt und Gehirn befallen. 40-60% der Erkrankten weisen Nervenerkrankungen, Störungen der Nervenfunktionen, Hirnhautentzündungen oder Tumore auf. Oft erfolgt eine Reaktivierung schlummernder Infektionen wie beispielsweise Tuberkulose.

Die Krankheiten, wie Tuberkulose, Lungenentzündung, Durchfall oder Pilzinfektion, können durch normale Antibiotika behandelt werden.

Wenn die Krankheit voll ausgebrochen ist, ist das Immunsystem kaum mehr reaktionsfähig. Es treten verschiedene schwere Erkrankungen auf, die nicht mehr heilbar sind und zum Tod führen. Hier müssen die betroffenen Personen einen Zugang zu einem entsprechend ausgerüsteten Spital oder Gesundheitszentrum haben. Dies ist allerdings in ländlichen Gegenden nur sehr selten möglich (Döring, 1993).

In ärmeren Ländern scheitert die medizinische Versorgung nicht nur an den mangelnden Einrichtungen, sondern auch an mangelnden finanziellen Mitteln.

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640271900
ISBN (Buch)
9783640272150
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v121996
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Institut für Soziologie
Note
2,0
Schlagworte
AIDS Kenia Soziologie Entwicklungsländer

Autor

Teilen

Zurück

Titel: AIDS in Kenia