Lade Inhalt...

Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show"

Magisterarbeit 2008 84 Seiten

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zwischen Wahrheit und Fiktion

2. Big Fish
2.1 Einleitung
2.2 Inhalt
2.3 Entschlüsselung der Verschlüsselung
2.3.1 Produzent und Rezipient
2.3.2 Drei Arten, die mediale Welt zu lesen
2.3.3 Zwischen Polysemie und Interpretationsvariabilität
2.4 Doppelte Wahrheit - Objektivität versus Subjektivität
2.5 Edward Bloom – ein Leben, viele Geschichten
2.5.1 Zwischen Phantasie und Fakten
2.5.2 Zwischen Erinnerung und Konstruktion
2.5.2.1 Das autobiographische Gedächtnis
2.5.2.2 Das Familiengedächtnis
2.6 Dialektik des Märchenerzählens
2.6.1 Zwischen Fiktion und Diktion
2.6.2 Märchenerzähler – Geschichtsscheiber oder Dichter
2.7 Schlusswort

3. Die Truman Show
3.1 Einleitung
3.2 Inhalt
3.3 Konstruktivismus – Zwischen Realität und Fiktion
3.3.1 Die Bausteine unserer Realität
3.3.2 Irritationen der eigenen Realität
3.3.3 Objektive Realität versus subjektive Wirklichkeit
3.4 Die manipulative Macht der Medien
3.4.1 Die mediale Grenze zwischen Sein und Schein
3.4.2 Reality-TV – Realität als Fiktion oder Fiktion als Realität?
3.5 Der mediatisierte Blick
3.5.1 Das reziproke Verhältnis von Medien und Medienrezeption
3.5.2 Die Wirklichkeit der Zuschauer – ein Abbild der Realität?
3.6 Schlusswort

4. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Zwischen Wahrheit und Fiktion

Besteht die Möglichkeit fundierter Erkenntnis einer objektiven Realität neben unserer subjektiven Wirklichkeit oder entfernen wir uns als Rezipienten zunehmend von der Möglichkeit einer „wahren“ Wahrnehmung? Derartige Fragen beschäftigen bis heute Philosophen und Forscher. Stand in den älteren Ansätzen Sokrates‘,Platons und Aristoteles‘ noch die Natur als ein dem Menschen übergeordnetes „transzendente[s], metaphysische[s] Reich“1 im Mittelpunkt der Betrachtung, so liegt der Fokus in der heutigen postmodernen Zeit auf dem unaufhaltsamen Aufstieg der Medienkultur.2 Diese medienkulturelle Entwicklung globalen Ausmaßes führt dazu, dass das, was wir als Realität bezeichnen, mit unmittelbaren Anschauungen der Natur nur noch wenig zu tun hat.

Der Anstieg medial vermittelter Wirklichkeit bewirkt, dass unsere Realität schleichend zu einem Fiktionskonstrukt wird, ohne dass die Rezipienten, Zuschauer oder Leser diese Veränderung bewusst wahrnehmen. Dieses Infiltrieren einer Scheinwelt „zwischen [das] Subjekt, den wahrnehmenden, [rezipierenden] Menschen, und [das] Objekt, [demnach der] Wirklichkeit“3 bewirkt ein Verschwimmen der Grenze zwischen Fiktion und Realität, womit sich die Schwierigkeit ergibt, zwischen Wirklichkeit und deren Abbild, der simulierten Wirklichkeit, bewusst zu differenzieren.4

Emese Farkas bietet einen Überblick über die vorsokratischen Philosophen bis hin zu neuzeitlichen wie Kant bezüglich der Wahrnehmung und Erkenntnis einer objektiven Realität. Assmann, Aleida: Die Legitimation der Fiktion. Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Kommunikation. München: Wilhelm Fink Verlag 1980, S. 31f.

Aleida Assmann geht hier auf Platons Wirklichkeitsverständnis ein. Platons philosophischer Ansatz geht von einer Welt/ Realität aus, welche ein von Gott geschaffenes Artefakt darstellt, das allein den Anspruch auf Wirklichkeit hat.

Hamburger, Käte: Die Logik der Dichtung. Stuttgart: Ernst Klett Verlag 1957, S. 7f. Aristoteles unterscheidet zwischen der Physis, der Natur, und der Mimesis, dem Künstlichen. Er geht davon aus, dass die Mimesis und die menschliche Wirklichkeit bzw. die Physis sich gegenseitig entscheidend beeinflussen.

3 Assmann, Aleida: Die Legitimation der Fiktion. Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Kommunikation. München: Wilhelm Fink Verlag 1980, S. 31.

4 Aleida Assmann stellt Fiktion als ein duales Modell der Realität vor; vgl. Assmann, Aleida 1980, S. 14 – 17.

Diese Wandlungen im Wirklichkeitsverständnis bedürfen einer näheren Betrachtung bezüglich des Wesens und der Funktion der Medien und dem damit verbundenen Einfluss auf das Weltbild des Rezipienten. Medien entfernen sich zunehmend davon, lediglich Information weiterzugeben und Wissen zu erweitern. Das hat zur Folge, dass sie sich im Zuge der technologischen Entwicklung nicht mehr nur darauf konzentrieren, Realität abzubilden, sondern vielmehr Wirklichkeit zu produzieren, um den Alltag der Menschen zu prägen, zu strukturieren und damit zu bestimmen.5

Die Medienkultur mit der Fülle ihrer Simulationen kann folglich multifunktionale Auswirkungen auf ihre Rezipienten haben. Sie ist nicht nur zum Zentrum der kulturellen Aufmerksamkeit avanciert, sondern stellt zudem Material zur Identitätsbildung bereit und übt damit Einfluss auf den Sozialisationsprozess aus.6 Die Medienlandschaft bietet eine variationsreiche und abwechslungsreiche Bandbreite an handlungsrelevanten und persönlichkeitsbildenden Meinungen und Einstellungen über deren aktive Integration in die Lebensgeschichte des jeweiligen Rezipienten bis hin zur individuellen Wirklichkeitskonstruktion.7

Meine Arbeit soll anhand der Filme Die Truman Show von Peter Weirs sowie Big Fish von Tim Burtons aufzeigen, welche Probleme in einer Gesellschaft entstehen können, die die klaren Grenzen für Realität und Fiktion aufgrund von voranschreitender Mediatisierung der Wirklichkeit verloren hat.

In Big Fish wird deutlich, wie sich Wahrheit und Lüge oder - wie es Niklas Luhmann sagen würde - „wahre[s] und unwahre[s] Wissen“8 zueinander verhalten und in welchem Maße Realität und Fiktion miteinander zu vereinbaren sind.

Ich habe mich bei meiner Analyse von Big Fish mit möglichen Antworten auf folgende Fragen auseinandergesetzt: Können sich Realität und Fiktion individuell so vermischen, dass für den jeweiligen Produzenten am Ende eine wahre Geschichte entsteht, während sie für einen anderen bloße Fiktion, Lüge oder Illusion darstellt? Wie groß ist der Wahrheitsgehalt einer Lüge und wie viel Realität steckt in Fiktion? Diese Fragen sollen um den Aspekt des Wissens erweitert und damit spezifiziert werden: Wie viel und welche Art von Hintergrund- bzw. Vorwissen benötigt man, um die Zeichen eines Textes gemäß seiner vorherigen Encodierung so zu entschlüsseln, dass Kommunikation funktioniert und der Rezipient die Botschaften des Produzenten verstehen kann?

Die Truman Show beschäftigt sich dagegen mit den Gründen und den Auswirkungen der Verwischung der Grenze zwischen Realität und Fiktion, indem sie „die Radikalisierung des Reality-TVs“ (Farkas 2005, S. 28) inszeniert. Der damit einhergehende Voyeurismus bewirkt, dass der öffentliche Raum immer häuslicher und intimer und der private Raum zunehmend transparenter werden, so dass sich auch hier keine klaren Grenzen mehr ziehen lassen.9 Der demzufolge stetig kleiner werdende Abstand zwischen Realität und Fiktion, Lüge und Wahrheit bewirkt – wie sich im Laufe meiner Abeit noch anhand des Protagonisten Truman Burbank zeigen wird - dass die Wahrnehmung des Menschen, als Rezipient und Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit, keine verlässliche Konstante mehr darstellt.

In der Truman Show stellt sich die Frage, ob der Mensch noch in der Lage ist, wahre Realität von Schein-Realität, einer Scheinwelt zu unterscheiden oder ob der Weg dorthin bereits von den Medien versperrt ist. In welchem Ausmaß ist unsere Realität geprägt von Mediatisierung, Wirklichkeitsabbildung bzw. – nachahmung?

Ich werde demnach versuchen, anhand der beiden Filme und deren Analyse zu einer Beantwortung der Frage, wie sich durch die Medien unser Verhältnis zur Realität verändert, beizutragen.

2. Big Fish

2.1 Einleitung

In den Literatur-, Kommunikations-, sowie Medienwissenschaften kristallisiert sich „ein zunehmendes Verschwimmen der Grenze zwischen Realität und Fiktion, zwischen Information und Unterhaltung, zwischen dem Authentischen und dem Inszenierten“10 heraus. Dass dies eine unaufhaltsame wie notwendige Entwicklung in der heutigen postmodernen, mediatisierten Zeit ist, zeigt sich daran, dass Fiktion ohne Wirklichkeitsbezug nicht gedacht, erkannt und interpretiert werden kann11 und Realität ohne Fiktionalisierung in der heutigen Gesellschaft zu hart, zu statisch, zu real ist und damit jeder erfolgreichen Verständigung sowie jedem konstruktiven, innovativen gesellschaftlichen wie kulturellen Wandel entgegensteht.12

Mit den facettenreichen Problemen sowie der daraus resultierenden Entwicklung in Form einer reziproken Annäherung hinsichtlich des kontroversen Begriffspaares Realität/Fiktion beschäftigt sich Tim Burtons Film Big Fish. Dabei lässt er den Protagonisten Edward Bloom eine fesselnde, emotionale, außergewöhnliche und aufregende Geschichte erzählen, die eine Mischung aus Wahrheit/Realität und Illusion/Fiktion darstellt. Indem Edward im Zuge der Ausschmückung seiner (Lebens-)Geschichte bedeutende Situationen, Personen oder Orte übermäßig pointiert und damit fiktionalisiert, wird er zum märchenhaften Konstrukteur seiner eigenen Realität, seiner eigenen Welt.

Dieses Konstruieren und (Re-)Produzieren ist dann verzeihlich und in gelungenen Fällen sogar wünschenswert, wenn es nicht das Leben des Biographen selbst ist, das dieser verändernden Prozedur unterzogen wird. Handelt es sich dabei allerdings um eine autobiographische Beschreibung und Gestaltung, geraten diese konstruktivistischen Regeln ins Wanken, da der Rezipient dieses narrative Konstrukt mehr als Fiktion, denn als Fiktionalisierung der eigenen Realität empfindet.13 Doch was wäre, wenn diese märchenhafte, fantastische (Lebens-)Geschichte kein bloßes Lügenkonstrukt ist, sondern vielmehr „der subjektiven Überzeugung [unterliegt], […] zu «mir» und meinem Selbst [zu] gehören“14 und damit wahr zu sein?

Die folgende Arbeit zu Big Fish versteht sich als Versuch, das Verhältnis bipolarer Gegensatzpaare wie Realität und Fiktion, Lüge und Wahrheit, Subjektivität und Objektivität anhand der Lebensgeschichte Edward Blooms aufzuzeigen, um anschließend zu veranschaulichen, welche Umstände dazu führen, dass sich die verfestigten Grenzen zunehmend verflüssigen (müssen), um gegenseitiges Verständnis gewährleisten zu können. Somit ist mein Ziele, zu zeigen, dass dem Leben durch das Erzählen unterschiedlich gefärbter Anekdoten oftmals erst Sinn verliehen wird und wie wichtig in diesem Zusammenhang das Fiktionalisieren der eigenen Realität ist.

2.2 Inhalt

Edward Bloom (Albert Finney) – ein Held, ein Abenteurer, ein Genie, sein eigener Mythos – doch nie ein richtiger Vater? Seit nunmehr drei Jahren haben Will Bloom (Billy Crudup) und sein Vater Edward keinen Kontakt mehr, sind zerstritten. Als nun der alte Mann aufgrund eines Krebsleidens im Sterben liegt, entschließt sich Will, einen letzten Versuch zu wagen, sich mit ihm zu versöhnen. Sein Hauptanliegen ist es, endlich herauszufinden, wer sein Vater wirklich ist.

Will möchte vor dem Tod seines Vaters einmal die Wahrheit hören, einmal den wirklichen Edward Bloom hinter all den überzogenen Lügengeschichten sehen, die er ihm sein ganzes Leben lang erzählt hat. So soll Edward, angefangen mit dem Verlassen seiner Heimatstadt zusammen mit einem Riesen, bspw. in einem magischen Wald gegen mordlüsterne Fabelwesen gekämpft haben, seine Ehefrau mit einem Meer aus 10.000 Narzissen betört haben und mit einem Werwolf im Zirkus gelebt haben.

Die Vielzahl an Wunderdingen und fabelhaften Erlebnissen, die Edward erlebt haben will, empfindet sein Sohn Will, Journalist und kritischer Rationalist, als bizarres, erfundenes Lügenkonstrukt, hinter dem sich die wahre Identität seines Vaters und damit auch ein Stück weit seine eigene Realität verbirgt. Dieser Vorwurf wandelt sich im Laufe der Geschichte ebenso, wie es Edwards Fabelgestalten tun, indem sie durch zunehmendes Verstehen Wills kleiner und realer werden.

2.3 Entschlüsselung der Verschlüsselung

Um zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können bzw. um den Fiktionalisierungsgrad der jeweiligen Erzählung erkennen zu können, hat Stuart Hall ein Encoding/Decoding - Kommunikationsmodell entwickelt, das sich mit der Frage beschäftigt, „wie Bedeutung im sozialen Prozeß der Kommunikation produziert wird“15:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

16

Nach Stuart Hall kann es erst dann zu einem Verstehen, zu Verständnis und damit zu einer gelungenen Kommunikation kommen, wenn zum einen „die Produzenten und Rezipienten eines medialen Textes [gemeinsame] kulturelle Codes […] teilen“ (Winter 1995, S. 84), anhand derer ein medialer Text vom Produzenten, hier Edward, ver- und vom jeweiligen Rezipienten, hier Will, wieder entschlüsselt wird und zum anderen der Rezipient über ein genügend umfangreiches Hintergrundwissen bezüglich der Entstehung der entsprechenden Geschichte verfügt, um diese richtig einordnen zu können.17

- 2.3.1 Produzent und Rezipient

Wie bereits erwähnt, bedarf eine gelungene Verständigung und Kommunikation gemeinsam geteilten kulturellen Codes. Hall versteht darunter auf sozialen und kulturellen Lernprozessen18 fußende Systeme von Wahrscheinlichkeiten und Regeln, die es dem Rezipienten ermöglichen, die medialen Botschaften des Produzenten im Rahmen seines erlernten Wissens zu entschlüsseln und damit zu verstehen. Somit bilden diese Botschaften ein duales Konstrukt, indem sie bei der Encodierung wie auch bei der Decodierung als Produkt symbolischer Arbeit „in einem aktiven, interpretativen und sozialen Prozess geschaffen werden“ (Winter 1995, S. 85).

Um Texte, mediale Botschaften und damit medial vermittelte Realität richtig einordnen zu können, bedarf es also einer Kombination aus gemeinsam geteilten Codes und dem Wissen um die Hintergründe ihrer Entstehung auf Seiten des Rezipienten. Und genau diese beiden Komponenten fehlen Edwards Sohn Will. Durch die häufige Abwesenheit seines Vaters ist er immer nur mit seinen (Lügen-) Geschichten konfrontiert, mit surrealen, irrealen Wirklichkeiten. Für ihn ist sein Vater demnach nie als authentischer Mensch hinter seinen Geschichten greifbar gewesen. Zudem hat Will durch sein rational geprägtes Leben als Journalist andere Deutungsmuster, realitätsnahe Formen der Decodierung gefunden, um sich in seiner Welt zurechtzufinden. Diese passen jedoch nicht mehr mit der Gruppe von Codes und Konventionen seines Vaters zusammen. Demzufolge kann Will, nachdem er aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist, die Geschichten seines Vaters nicht mehr so weit entschlüsseln, dass er deren Inhalt, deren Informationsgehalt in sein Weltverständnis, in seine Vorstellung von Realität integrieren kann.

Hall geht davon aus, dass bei der Entschlüsselung einer medialen Botschaft der „soziale Hintergrund“ sowie die „kulturelle Kompetenz“ eine entscheidende Rolle spielen.

Die Differenzen zwischen Vater und Sohn sind demnach auf historischer, kultureller und insbesondere auf sozialer Ebene so groß, dass eine abweichende Decodierung von Will vorgenommen wird. Diese Fehlentschlüsselung basiert darauf, dass Will gemäß seines semiotischen Rahmens die Geschichten seines Vaters anders liest und damit umdeutet, da diese im Sender-Modus „noch eine leere Form [sind], die der Empfänger mit verschiedenen Bedeutungen füllen kann, je nachdem welchen Code er auf sie anwendet“19.

Aus diesem oft polysemen Charakter medialer Texte, der daraus folgenden hohen „Interpretationsvariabilität“ (Eco 1985, S. 152) und der damit zusammenhängenden abweichenden und teilweise uneinheitlichen Decodierung folgert Hall, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, einen Text zu lesen.20

- 2.3.2 Drei Arten, die mediale Welt zu lesen

Die Bedeutung einer medialen Botschaft wird also nicht nur vom Produzenten sondern ebenso vom Rezipienten beeinflusst und mitbestimmt. Demzufolge schreibt der Rezipient in aktiver Interaktion mit dem Text dieser, mittels „seiner eigenen sozialen Sinnsysteme“ (Winter 1995, S. 88) seine jeweilige Bedeutung zu. Stuart Hall unterscheidet diesbezüglich zwischen „three hypothetical positions from which decodings of a televisual discourse may be constructed“21:

- Bei der „Vorzugslesart“ kommt es zwischen Rezipient und Produzent bzw. der von ihm vermittelten Botschaft zu einem so homogenen Verständnis, dass der Rezipient die vom Kommunikator intendierte Bedeutung des Textes vollständig übernimmt. Der Rezipient „takes the connoted meaning from, say, a television newcast or current affairs program full and straight, and decodes the message in terms of the reference code in which it has been encoded“ (Hall 1980, S. 136). Halls Kommunikationsmodell lässt zwar vermuten, dass ein derartiges Übernehmen des herrschenden hegemonialen Codes als „the ideal-typical case of ‘perfectly transparent communication‘“ (Hall 1980, S. 136) möglich, in der Praxis aber wohl eher schwerlich umzusetzen ist. Der Großteil der Rezipienten tendiert demzufolge dazu, Texte im Zuge der „ausgehandelten Lesart“ aufzunehmen.22
- Diese Lesart ist dem „ideologisch kooperativ[en]“23 Rezipienten zuzuschreiben. Dabei werden die im Text vorkommenden dominanten Elemente zwar akzeptiert, der Rezipient gliedert diese jedoch in seinen individuellen Wissens- und Erfahrungshorizont ein. Demnach sind auch oppositionelle Elemente bei der ausgehandelten Lesart enthalten.24 Hall schreibt diesbezüglich: „[Negotiated readings] accord the privileged position to the dominant definitions of events while reserving the right to make a more negotiated application to local conditions“ (Hall 1980, S. 137). Die Welt wird also gemäß persönlicher Interessen, subjektiver Präferenzen sowie dem individuellen kognitiven Apparat wahrgenommen. Entspricht das jeweilige Textverständnis des Rezipienten nicht den dominanten Codes, verweigert er die im Text inkludierte vorherrschende Ideologie und nähert sich der medialen Botschaft mit einer „oppositionellen Lesart“.
- Bei der „oppositionellen Lesart“ versteht der Rezipient den Inhalt des ihm vermittelten Textes, er lehnt ihn aber dennoch oder gerade deswegen ab. „This is the case of the viewer who listens to a debate on the need to limit wages but ,reads‘ every mention of the ,national interest‘ as ,class interest‘“ (Hall 1980, S. 138). Unter Zurückweisung des hegemonialen Codes wird demnach die mediale Botschaft in einem alternativen Bezugsrahmen interpretiert.25

- 2.3.3 Zwischen Polysemie und Interpretationsvariabilität

Dass die Vermittlung von Information nicht als einfacher linearer Informationstransfer zwischen Produzent/Kommunikator und Rezipient zu verstehen ist, zeigt sich an Halls Entwicklung seiner drei Lesarten. Diese werden der Polysemie und der damit verbundenen Interpretationsvariabilität eines Textes gerecht; anders als das traditionelle Sender-Empfänger-Modell, das durch seine Komplexitätsarmut dem aktuellen Stand der Forschung nicht mehr entsprechen kann.26

Bei Big Fish wird das Manko des von Hall abgelehnten Sender- Empfänger-Modells am Verhältnis von Will zu den Geschichten seines Vaters Edward deutlich und damit die Einsicht gewonnen, dass Kommunikation immer eine komplexe soziale Konstruktion ist.

Bei Will kann man im Laufe der Geschichte eine Entwicklung bezüglich zwei der drei vorgestellten Lesarten Halls erkennen. Zu Beginn der Geschichte steht er den fantastischen Figuren, den Fabelwesen und der sie umgebenden Wunderwelt sehr kritisch und ablehnend gegenüber und decodiert infolgedessen die vom Vater benutzten Codes im Rahmen der „oppositionellen Lesart“. Wills Suche nach gemeinsamen Codes zum Verständnis fördernden, richtigen Decodieren und damit verbunden sein konsequentes Nachforschen nach dem Wahrheitsgehalt der unglaublichen Geschichten seines Vaters führt dazu, dass er ihren fiktiven Gehalt zwar nicht vollkommen entkräften oder faktisch so belegen kann, dass es ihr Bestehen rechtfertigen würde. Aber sein zunehmendes Hintergrundwissen bezüglich der Entstehung von Edwards fantastischen Geschichten und damit die sich annähernden, eine gelungene Kommunikation erst möglich machenden, von Will in aktiver Auseinandersetzung mit seinem Vater neu erlernten Codes lassen ihn zunehmend die Ebene der „oppositionellen Lesart“ in Richtung der „ausgehandelten Lesart“ wechseln. Das zeigt sich besonders zum Schluss von Big Fish, wenn uns im letzten - diesmal von Will selbst erzählten - Kapitel von Edward Blooms Geschichte die skurrilen Märchengestalten zwar wiederbegegnen, doch diesmal ein wenig kleiner, deutlich normaler und vor allem realer.

Dadurch wird gezeigt, dass Will die Geschichten seines Vaters in seinen mittlerweile erweiterten Wissens- und Erfahrungshorizont eingeordnet hat und demzufolge die codierte Bedeutung mit seinen subjektiven Hintergründen und Erfahrungen assoziiert.

2.4 Doppelte Wahrheit – Objektivität versus Subjektivität

Die Vermittlung von Realität sieht sich in unserer heutigen Gesellschaft mit einer bipolaren Gegenüberstellung von Gegensatzpaaren wie bspw. Subjektivität vs. Objektivität, Fiktion vs. Wirklichkeit oder Lüge vs. Wahrheit konfrontiert. Bei den zahlreichen Polarisierungen wird dem Rezipienten eine einheitliche Welterfahrung zunehmend erschwert.

Zunächst möchte ich die Problematik des Wahrheits- und Wirklichkeitsbegriffs sowie des Gegensatzpaares Objektivität und Subjektivität darstellen, um anschließend darauf einzugehen, ob und wie man derart gegensätzliche Standpunkte miteinander kombinieren kann.

Nach Aleida Assmann umfasst Objektivität Fakten, die direkt beweisbar und unabhängig von den Bedingungen sind, die etwa im einzelnen Betrachter oder dessen Kontext liegen. Alle Aspekte, die der Außenwelt zuzuordnen und für jeden zweifelsfrei erkennbar sind, sind demzufolge objektiv und damit „extra- subjektiv“ (Assmann 1980, S. 89). Demgegenüber steht die Subjektivität, die all das beinhaltet, was nur dem einzelnen Individuum zugänglich ist und wofür auch keine Allgemeinheit beansprucht wird. Somit stehen sich die „Objektivität des Verstandes und [die] Subjektivität der Sinne [gegenüber]“ (Assmann 1980, S. 89).

Am Beispiel von Big Fish kann man diesen diametralen Charakter medialer Vermittlung und deren Auswirkungen beobachten. Wir haben hier zwei Parteien, nämlich den Geschichtenerzähler Edward Bloom und seinen Sohn, den Journalisten Will, und damit auch zwei unterschiedliche subjektive Meinungen und Interpretationen der Erzählungen. Edward Bloom, der seine eigene Lebensgeschichte erzählt, fiktionalisiert in ihr und durch sie sein gesamtes Leben. Dieses Fiktionalisieren der eigenen Realität, was ein wichtiger Teil der Realitätskonstitution ist,27 wird von Edward in solch einem Ausmaß vorgenommen, dass jegliche Form von Verstehen beruhend auf interpersoneller Kommunikation für Will fast unmöglich wird.

Für Will ist damit der direkte Zugang zur Realität seines Vaters und damit auch zur Wahrhaftigkeit der dargestellten Wirklichkeit verwehrt.

Die rationale, sachliche und damit die objektive Ebene, auf der sich Will anfangs bewegt, wird erst im Laufe der Geschichte durch die subjektive Gegenwelt seines Vaters relativiert, in Frage gestellt, ergänzt und erweitert. Folglich kann man sagen, dass nur deswegen eine Verständigung zwischen Will und seinem Vater möglich wird, da Will „aus [seiner] Objektivität [heraus], über die Subjektivität [seines Vaters] in eine neue Objektivität [überführt wird]“ (Assmann 1980, S. 90).

2.5 Edward Bloom – ein Leben, viele Geschichten

Sir Thomas Browne, ein englischer Arzt Mitte des 17. Jahrhunderts, hat einmal gesagt: “Es wechseln Dunkelheit und Licht im Laufe der Zeit, und Vergessen hat an unserem Leben einen ebenso großen Anteil wie das Erinnern“28.

Diesbezüglich kann unter Zuhilfenahme aktueller Erkenntnisse von Neurologen und kognitiven Psychologen gesagt werden, dass unsere Erinnerungsleistung, -fähigkeit zwar flüchtig und unzuverlässig ist29, sie den „Menschen [aber] erst zu[m] Menschen macht“30. Das wird insbesondere daran deutlich, dass man lediglich aufgrund der Erinnerungsleistung unseres Gedächtnisses ein eigenständiges Selbst generieren kann, um schließlich eine erfolgreiche Kommunikation als Individuum unter Individuen gewährleisten zu können.31

Die persönliche Erinnerungsleistung umfasst jedoch nicht nur wahres, sondern und insbesondere auch falsches Erinnern,32 demzufolge das Auffüllen von Erinnerungslücken im Zuge der Ausschmückung von Geschichten sowie fehlerhaftes Zusammensetzen von Vergangenem und Gegenwärtigem, wofür unter anderem die „Quellenamnesie“, die „Konfabulation“33 sowie das „effort of meaning“34 vom Sozialpsychologen und Soziologen Harald Welzer als mögliche Ursachen angeführt werden.

Die folgenden Überlegungen sollen an Edward Bloom und seinem Sohn Will zeigen, welche Auswirkungen das obskure Verhältnis von Wahrheit und Erinnerung, demzufolge wahres und falsches Erinnern sowie das unklare Verhältnis von Gesehenem und Vorgestelltem haben können.

- 2.5.1 Zwischen Phantasie und Fakten

Nach Aleida Assmann und Harald Welzer wird die Konsolidierung einer Erinnerungsleistung oder -spur im Gedächtnis nicht nur von dem tatsächlich Geschehenen entscheidend mit beeinflusst, sondern zudem davon, wie das Geschehene individuell interpretiert und schließlich kommuniziert wird.35 Demzufolge ist eine „Erinnerung […] immer das Geschehnis plus die Erinnerung an seine Erinnerung“ (Welzer 2002, S. 135).

„Das distributive Speicherverfahren des Gedächtnisses“36 eröffnet ein breites assoziatives Erinnerungsfeld, in dem die verschiedenen abgespeicherten Erfahrungen individuell miteinander verknüpft werden können. Jedes neue Erinnern und der damit zusammenhängende Konsolidierungsprozess beeinflussen demzufolge entweder bereits bestehende Erinnerungen maßgeblich oder werden von bereits vorhandenen, konsolidierten Erinnerungen aktiv verändert.37

Somit besteht die Möglichkeit, dass eine eigens gemachte Erfahrung aufgrund der kognitiven Veränderungsmaßnahmen im Rahmen der Erinnerungsleistung auf unterschiedlichste Weise individuell erinnert werden kann.38

Mittlerweile ist es empirisch nachgewiesen39, dass das Gehirn keineswegs immer zwischen fiktiven und faktischen Ereignissen differenziert und infolgedessen bspw. durch wiederholtes Kommunizieren einer Erfahrung oder eines Geschehnisses die Erinnerung zunehmend mit einem erhöhten subjektiven Wirklichkeitsgehalt ausgestattet wird.40 „Ein fiktives Erlebnis [wird demnach] bei intensiver und wiederholter Vorstellung immer vertrauter […], so daß die falsche Erinnerung gleichsam [im Zuge der Konsolidierung] in das Ensemble der wahren Erinnerungen importiert und ununterscheidbar von dieser wird“ (Welzer 2002, S. 32). Das Gedächtnis leistet dabei eine eher komplexe und konstruktive als authentische Arbeit, indem es die Erinnerungen im Zuge der Mustervervollständigung „anwendungsbezogen modelliert“ (Welzer 2002, S. 21).

[...]


1 Farkas, Emese: Die Suche nach Erkenntnis – Wirklichkeit und Wahrnehmung im philosophischen, medialen und religiösen Raum anhand des Spielfilms „The Truman Show“. Mannheim: Grin Verlag 2005, S. 3

2 Farkas, Emese 2005, S. 3.

5 Winter, Rainer: Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozeß. München: Quintessenz 1995, S. 32, S. 109. So entsteht eine Pseudo – Welt, die mitunter realer als die eigentliche Realität wirken kann. Demnach kann der Rezipient nicht mehr eindeutig zwischen Medien und Realität unterscheiden. Die Alltagsrealität steht damit in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Repräsentation in und durch die Medien.

6 Kellner, Douglas: Media Culture. Cultural Studies, Identity and Politics between the Modern and the Postmodern. London, New York: Routledge 1995, S. 17.

7 Winter, Rainer 1995, S. 48, S. 115. Als Rezipient von Medieninformationen unterliegen wir keiner „passiven Assimilation“, sondern können als reflektierende Menschen den Inhalt aktiv interpretieren und demzufolge bewerten.

8 Luhmann, Niklas: Die Wissenschaft der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1992, S. 169f.

9 Baudrillard, Jean: Agonie des Realen. Berlin: Merve 1978, S. 24.

10 Schreier, Margit: Das Verschwinden der Grenze zwischen Realität und Fiktion. In: Baum, Achim; Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.): Fakten und Fiktionen. Über den Umgang mit Medienwirklichkeiten. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft 2002, S. 271.

11 Zipfel, Frank: Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität. Analysen zur Fiktion in der Literatur und zum Fiktionsbegriff in der Literaturwissenschaft. Berlin: Eich Schmidt Verlag 2001, S. 82.

12 Scheffer, Bernd:„… wie im Film“. Der 11. September und die USA als Teil Hollywoods. In: Scheffer, Bernd; Jahraus Oliver (Hrsg.): Wie im Film. Zur Analyse populärer Medienereignisse (S. 13 – 44). Bielefeld: Aisthesis Verlag 2004, S. 42.

13 Mehr zu (auto)biographischen Regeln vgl. Zipfel, Frank 2001, S. 129.

14 Welzer, Harald: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München: C.H. Beck Verlag 2002, S. 205.

15 Winter, Rainer: Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und Ästhetischer Prozeß. München: Quintessenz 1995, S. 83.

16 Hall, Stuart: Encoding/Decoding. In: Hall, Stuart u. a. (Hrsg.): Culture, Media, Language. Working Papers in Cultural Studies, 1972-1979. London, Melbourne, Sydney, Auckland, Johannesburg: Hutchinson 1980, S. 130.

17 Hall, Stuart 1980, S. 131.Eco, Umberto: Für eine semiologische Guerrilla. In: Eco, Umberto: Über Gott und die Welt. München: Hanser Verlag 1985, S. 149: „Ein Code ist ein im voraus festgelegtes System von Wahrscheinlichkeiten, und nur anhand des Codes kann der Empfänger entscheiden, ob die Elemente der Botschaft intentional sind (von der Quelle gewollt) oder Folgen der Störgeräusche.“

18 Hall, Stuart 1980, S. 85.

19 Eco, Umberto: Für eine semiologische Guerrilla. In: Eco, Umberto: Über Gott und die Welt. München: Hanser Verlag 1985, S. 151.

20 Winter, Rainer 1995, S. 87f. Winter geht hier auf die in medialen Texten enthaltene Polysemie und demzufolge auf die darin inhärenten heterogenen Bedeutungen ein. Aufgrund dessen kann es zu einer differenten Decodierung kommen. Hall, Stuart 1980, S. 135: „If there were no limits, audiences could simply read whatever they liked into any message“.

21 Hall, Stuart: Encoding/Decoding. In: Hall, Stuart u. a. (Hrsg.): Culture, Media, Language. Working Papers in Cultural Studies, 1972-1979. London, Melbourne, Sydney, Auckland, Johannesburg: Hutchinson 1980, S. 136.

22 Winter, Rainer 1995, S. 88.

23 Fiske, John: British Cultural Studies. In: Allen, R. (Hrsg.): Channels of Discourse, Reassembled. Television and Contemporary Critism. Chapel Hill: University of North Carolina Press 1992, S. 297.

24 Winter, Rainer 1995, S. 88. Hall, Stuart 1980, S. 136.

25 Winter, Rainer 1995, S. 89. Hall, Stuart 1980, S. 138.

26 Winter, Rainer 1995, S. 84. Das traditionelle Sender-Empfänger-Modell geht davon aus, dass Kommunikation und demzufolge eine binäre Verständigung nach linearem Muster verläuft. Folglich soll die vermittelte Botschaft unverfälscht beim Rezipienten ankommen. Die Medienforschung, insbesondere in Bereichen der Neurologie sowie der Kognitiven Psychologie, geht von einem viel komplexeren Kommunikationsverlauf aus, in welchem historische, soziale und kulturelle Prägungen eine entscheidende Rolle beim Aufnehmen, Verarbeiten und Verstehen von Information spielen.

27 Scheffer, Bernd 2004, S. 42.

28 Browne, Sir Thomas: Hydriotaphia, Urne Burial, or, A brief Discourse of the Sepulchrall Urnes Lately Found in Norfolk […] Together with The Garden of Cyrus. London 1658, S. 152.

29 Schacter, Daniel L.: Wir sind Erinnerung. Gedächtnis und Persönlichkeit. Hamburg: Rowohlt Verlag 1999, S. 18. Assmann, Aleida: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München: C.H. Beck Verlag 1999, S. 64.

30 Assmann, Aleida: Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. München: C.H. Beck Verlag 2006, S. 24.

31 Assmann, Aleida 2006, S. 24.

32 Welzer, Harald 2002, S. 34. Da das Gehirn nicht immer zwischen wahren und falschen Erinnerungen unterscheiden kann, besteht die Möglichkeit, dass eine falsche Erinnerung im Zuge des Konsolidierungsprozesses für den Betroffenen so real wirkt, dass sie in den Pool der wahren Erinnerungen integriert wird.

33 Welzer Harald 2002, S. 43.

34 Welzer, Harald 2002, S. 150.

35 Assmann spricht Erinnerungen Merkmale wie: perspektivisch, vernetzt, fragmentarisch und flüchtig zu; vgl. Assmann, Aleida 2006, S. 24f.

36 Mesulam, M.- Marcel: Notes on the cerebral topography of memorys and memory distortion. A neurologist’s perspective. In: Schacter, Daniel L. (Hrsg.): Memory Distortion. How Minds, Brains and Societies reconstruct the Past. Cambridge: University Press 1995, S. 382.

37 Welzer, Harald 2002, S. 220.

38 Mesulam, M.- Marcel 1995, S. 382.

39 Vgl. die Beurteilung der Befunde der Untersuchung zu falschen Erinnerungen bei Hell, Wolfgang: Gedächtnistäuschungen. Fehlleistungen des Erinnerns im Experiment und im Alltag. In: Fischer, E.P. (Hrsg.): Gedächtnis und Erinnerung. München: Piper Verlag 1998, S. 274.

40 Welzer, Harald 2002, S. 32.

Details

Seiten
84
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640263592
Dateigröße
976 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v121794
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Institut für deutsche Philologie
Note
2,3
Schlagworte
Mediennutzung Realität Fiktion Beispiel Filmen Fish Truman Show

Teilen

Zurück

Titel: Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion  am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show"