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Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit?

Seminararbeit 2008 8 Seiten

Psychologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die primären Einflüsse
2.1. Genetische Faktoren
2. 2. Training
2.3. Psychologische Faktoren
2.4. Der Alters-Effekt

3) Sekundäre Einflüsse:
3.1. Kulturelle Wichtigkeit
3.2. Ausbildungsmittel
3.3. Unterstützung der Familie

4) Zusammenfassung

5) Literaturverzeichnis

1) Einleitung

Schon lange erforschen die Wissenschaftler auf der ganzen Welt die Ursachen für die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Eindeutige Ergebnisse gibt es bis heute nicht. Verschiedene Forscher und Forscherinnen vertreten die Ansicht, dass einzig und allein die Genetik für die Entwicklung von Charaktereigenschaften, Vorlieben und Talenten ausschlaggebend ist, andere sind der Meinung, dass die Umwelteinflüsse die Persönlichkeit des Menschen, mit seinen Stärken, Schwächen und Eigenheiten, formen. Diese Anlage-Umwelt-Diskussion existiert schon eine Zeitlang.

In meiner Arbeit möchte ich im Speziellen die Faktoren darstellen, die für die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit maßgeblich sind. Die Wissenschaft unterscheidet hierbei primäre und sekundäre Einflüsse.

Zu den primären Einflüssen zählen die genetischen Faktoren, das Training und die psychologischen Charakteristika des Menschen. Des weiteren wurde durch verschiedene Untersuchungen ein Alters-Effekt festgestell, der in der folgenden Arbet ebenfalls kurz beschrieben wird.

Als sekundäre Einflüsse nennen die Forscher unter anderem die kulturelle Wichtigkeit, die effektive Ausbildung und die Unterstützung der Familie.

2) Die primären Einflüsse

Einige Sportwissenschaftler glauben, dass für die Entwicklung von sportlicher Ausdauer und Leistung Gene, Training, sowie bereits vorhandene psychologische Charakteristika von Bedeutung sind (vgl. Baker/Horton 2004, S. 211).

2.1. Genetische Faktoren

Hierzu wurden in Amerika verschiedene Studien durchgeführt. Die 2 wichtigsten möchte ich kurz beschreiben:

The Heritage Family Study:

Diese Studie untersuchte den Einfluss von regelmäßiger sportlicher Betätigung auf das Herzkreislaufsystem und den Stoffwechsel. Dabei wurden insbesondere Herzkreislauferkrankungen und Risikofaktoren für Diabetes betrachtet. Die teilnehmenden Familien mussten gesund, aber sportlich untrainiert sein. Infolge mussten sie eine Reihe von Fragen zu den Themen Gesundheit und körperlicher Bewegung beantworten. Anschließend wurden Bluttests durchgeführt. Zusätzlich mussten die Familien über 20 Wochen hinweg ein Aerobic – Training absolvieren.

Die Studie ergab, dass verschiedene Faktoren das sportliche Potential beeinflussen. Vor allem Körperfunktionen, wie Atmung, Blutdruck und Ruhepuls sind erblich bedingt. Das bringt mit sich, dass die persönliche sportliche Leistungskraft durchaus mit der genetischen Ausstattung zusammenhängt (vgl. Baker/Horton 2004, S.212-213).

The Minnesota Study of twins reared apart:

Einige Forscher und Forscherinnen waren der Meinung, dass genetische Untersuchungen von Familienmitgliedern nur begrenzt aussagekräftig wären. Sie argumentierten, dass einige Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen das Resultat eines komplexen Zusammenspiels verschiedener Gene sei und dass man diese nur klar beschreiben könnte, wenn man Menschen mit absolut gleichem Genmaterial untersucht.

Für die Studie wurden Zwillinge beobachtet, die getrennt voneinander aufgewachsen waren. Dabei wurden psychologische, wie auch medizinische Tests durchgeführt. Die Forscher und Forscherinnen kamen zu dem Schluss, dass Intelligenz, persönliche Eigenschaften, wie Nächstenliebe, Selbstständigkeit, Werte und Ziele, mit den Genen zusammenhängen. Auch die Relevanz für sportliche Begabung wurde bestätigt (vgl. Baker/Horton 2004, S.213).

Trotzdem bringen beide Studien keine generalisierbaren Ergebnisse die für die ganze Population. Es besteht die Gefahr die Einwirkung der Gene aufgrund der Zwillingsstudien zu überschätzen.

Auch der Mangel an Studien mit Profisportlern darf nicht außer Acht gelassen werden. Die untersuchten Familien unterzogen sich lediglich 20 Wochen lang einem regelmäßigen Training. Profisportler trainieren über viele Jahre hinweg. Die körperlichen Auswirkungen eines solchen Langgzeittrainings sind bis heute noch zu wenig erforscht (vgl. Baker/Horton 2004, S.214).

2. 2. Training

Bedeutende Ergebnisse brachte hierbei die Untersuchung der motorischen Fähigkeiten. Hierzu wurden Vergleichsstudien mit Profisportlern und Hobbysportlern durchgeführt. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die kognitiven Fähigkeiten gelegt. Es gab keine Abweichungen bei den Reaktionszeiten, aber die Leistungen unterschieden sich bei Aufgaben, die das Finden von komplexen Informationsverarbeitungsstrategien erforderten. Das bedeutet, dass Profisportler eher in der Lage sind auf Spielzüge des Gegners zu reagieren (vgl. Baker/Horton 2004, S.214-216).

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Details

Seiten
8
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640295432
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v121610
Institution / Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt – Psychologie
Note
1.0
Schlagworte
Welche Faktoren Entwicklung Leistungsfähigkeit Erwachsenenalter

Autor

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Titel: Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit?