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Was ist Globalisierung? Ansatz. Auswirkungen. Ausblick

Hausarbeit 2002 14 Seiten

Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. ...Einleitung

B. ...Ansatz. Auswirkungen. Ausblick
1. ...Ansatz.
1.1. ...Begriffe der Globalisierung und deren Einflusseinfaktoren.
1.2. ...Entwicklung
1.3. ...Vier verschiedene Ansätze
2. ...Auswirkungen
2.1. Verursacht Globalisierung Arbeitslosigkeit?
2.2. Lang- und kurzfristige Effekte
2.3. Soziale Probleme
3. Ausblick
3.1. Kritik an dem Globalisierungsprozess
3.2. Globale Probleme

C. ...Schlussbemerkungen

D. ...Literaturverzeichnis

A. ...Einleitung.

Diese Arbeit soll sich mit den grundlegendsten Begriffe, die im engsten Zusammenhang mit der Globalisierung stehen, beschäftigen. Was bedeutet sie eigentlich? Welche Auswirkungen sind spürbar? Entstehen vielleicht sogar Probleme? Diese Fragen sollen im Laufe der Arbeit beantwortet oder Lösungsansätze vermittelt werden. Zuerst ist die Entwicklung in einen historischen Gesamtzusammenhang zu bringen und verschiedene Ansätze zur Entstehung und Erklärung heraus zu stellen. Verschiedene Einflussfaktoren werden vorgestellt und beispielhaft erklärt. Diese Erläuterungen, die die Einführung in das Thema der Globalisierung erleichtern sollen, sind im ersten Punkt in Teil B zusammengefasst. Des weiteren beschreibt der Punkt 2 die unterschiedlichen Auswirkungen der Globalisierung auf die Gesellschaft. Hier wird der Versuch gewagt, das Problem der Arbeitslosigkeit im Zeitalter der Globalisierung zu behandeln. Bei der Untersuchung von Folgeproblemen, Auswirkungen und Konsequenzen der Globalisierung ist vor allem die Unterscheidung zwischen lang- und kurzfristigen Effekten zu treffen. Bevor die Arbeit sich um Kritik und allgemeinen Problemen in Punkt 3 beschäftigt, widmet sie sich kurz einem speziellerem Problem, den sozialen Konsequenzen. Das Ende des B Teils beschreibt einen kurzen Ausblick in die Zukunft, der sich in Teil C in den Schlussbemerkungen noch weiter konkretisieren lässt. Hier werden nun die Chancen und die Gefahren noch mal konkret, aber kurz, zusammengefasst und ein abschließendes Resumèe gezogen.

Diese Arbeit kann natürlich nur ansatzweise dieses komplexe Thema der Globalisierung anreißen. Trotzdem wird versucht, wichtige Ansätze, Entwicklungen, Thesen und Argumente zu skizzieren, um wenigstens einen groben Überblick zu erhalten.

Bei der Auswahl der Literatur ist ein Schwerpunkt in aktuelle Artikel und Schriften aus Magazinen und Zeitschriften gesetzt worden.

Sämtliche Fußnoten beziehen sich auf die verwendeten Werke und Materialen, die in Teil D im Literaturverzeichnis alphabetisch aufgeführt sind.

B. ...Ansatz. Auswirkungen. Ausblick.

1. ...Ansatz.

1.1Begriffe der Globalisierung und deren Einflussfaktoren.

Der Begriff der „Globalisierung“ tauchte erstmals Anfang der siebziger Jahre im Zusammenhang mit den Satellitenfotos von der Erde auf. In den darauffolgenden Jahren wurde er auf die Weltwirtschaft übertragen und bis zum heutigen Zeitpunkt bezeichnet der Globalisierungsbegriff vorrangig die Entstehung weltweiter Märkte für Produkte, Kapital und Dienstleistungen.[1]
Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) bezeichnet Globalisierung als einen “Prozess, durch den die Märkte und Produktion in verschiedenen Ländern immer mehr von einander abhängig werden – dank der Dynamik des Handels mit Gütern und Dienstleistungen und durch die Bewegungen von Kapital und Technologie“.[2]

Somit zeigt sich die Globalisierung nicht als Ist-Zustand, sondern als ein langsamer, stetiger Prozess.[3]

Es wird deutlich, dass sich der Begriff der Globalisierung nicht exakt definieren und präzisieren lässt. „Die Definitionsversuche gehen in die Hunderte, wenn nicht Tausende.“[4] Beispielsweise hält der Soziologe Ulrich Beck Globalisierung sogar für das „am meisten missbrauchte und am seltensten definierte Streitwort“.[5] Hiermit lässt sich auch möglicherweise die Gründe erklären, weshalb sich mit dieser Entwicklung so viele Ängste verbinden lassen und ein negatives Bild erstehen kann. So sind nach einer Befragung des Instituts für praxisorientierte Sozialforschung (Ipos) knapp 52% der befragten Deutscher der Meinung, „dass die internationale Verflechtung den Spielraum für politischen Entscheidungen stark bzw. sehr stark einschränkt“.[6]

Diese Verflechtungen entstehen durch die weltweiten Öffnung der Märkte sowohl für Geld wie für Waren, deren sehr unterschiedliche Einflussfaktoren zu Grunde liegen. Zum einem die „Innovationen im Bereich der Mikroelektronik, der Telekommunikation sowie Methoden zur Gewinnung, Übertragung und Speicherung von Informationen (Optoelektronik)“.[7] Zum anderem kommt zu diesen technischen Möglichkeiten neben der außenwirtschaftlichen Liberalisierung und der innerstaatlichen Deregulierung noch die gesunkenen Transportkosten und die zunehmende Vereinheitlichung technischer Normen hinzu.[8]

Ein weiterer Einflussfaktor muss in der Entwicklung der Gesellschaft gesehen werden. So verlieren nach Müller und Kornmeier Tradition und soziale Beziehungen an Bindungskraft, wodurch die emotionale, mentale und geographische Mobilität der Menschen gefördert wird.[9]

Die eigentlichen Motoren der Globalisierung sind aber nach Roth die wachsende Zahl von transnationalen Konzernen, auch TNKs, weil diese die nationalen Begrenzungen am aktivsten verschwimmen lassen.[10]

1.2. ..Entwicklung.

Ausgangspunkt einer verstärkten Handelsentwicklung zwischen den Volkswirtschaften des 18. Jahrhunderts war neben dem Wirtschaftsliberalismus, dessen Theorie der britische Nationalökonom Adam Smith (1723-1790) und David Ricardo (1772-1823) systematisch entwickelten, die Arbeitsteilung und der Freihandel.[11] Somit begann mit der Idee des Liberalismus das Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung. Die historische Entwicklung der liberalen Weltordnung wird nach Kees van der Pijl durch zwei parallel verlaufende Trends bestimmt: einmal durch die informelle transnationale Organisation privatwirtschaftlicher Kräfte und einmal durch die formelle internationale Organisation auf der Basis zwischenstaatlicher Beziehungen.[12]
Der Aufschwung des Welthandels, bedingt durch Bildung von Zollvereinen und Einführung des Goldstandards, wird durch die Weltkriege und der Weltwirtschaftskrise unterbrochen. Durch die Einführung des IWF, des Marshall-Plan und dem GATT (wird 1995 durch die WTO abgelöst) in den 40er Jahren wird dem Welthandel nur kurze Zeit später neue Wege eröffnet.

[...]


[1] Vgl. Faulenbach, Jürgen: Zu diesem Heft, in: Information zur politischen Bildung Nr.263, 2000, Bonn.

[2] Plate, von Bernard: Grundelemente der Globalisierung, in: Information zur politischen Bildung Nr.263, 2000, Bonn, S. 3.

[3] Vgl. Hengsbach, Friedhlem: „Globalisierung“ – eine wirtschaftsethische Reflexion, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 33-34/2000, Bonn.

[4] Roth, Roland: Globalisierungsprozesse und Jugendkulturen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 5/2002, Bonn, S. 21.

[5] Müller, Stefan/Martin Kornmeier: Globalisierung als Herausforderung für den Standort Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 9/2001, Bonn, S. 6.

[6] Müller, Stefan/Martin Kornmeier, 2001, S. 6.

[7] Plate, von Bernard, 2000, S.3.

[8] Vgl. Plate, von Bernard, 2000.

[9] Vgl. Müller, Stefan/Martin Kornmeier, 2000.

[10] Vgl. Roth, Roland: 2002.

[11] Vgl. Franzmeyer, Fritz: 2000.

[12] Vgl. Pijl, van der Kees: „Private Weltpolitik“ Zur Geschichte der liberalen Weltordnung, in: Brühl, Debiel, Hamm, Hummel, Martens (Hg.): Die Privatisierung der Weltpolitik. Entstaatlichung und Kommerzialisierung im Globalisierungsprozess, 2001, Bonn.

Details

Seiten
14
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638181112
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12156
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Seminar für Politische Wissenschaft
Note
2.3
Schlagworte
Globalisierung Ansatz Auswirkungen Ausblick

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Titel: Was ist Globalisierung? Ansatz. Auswirkungen. Ausblick