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Stricken im 21. Jahrhundert. Eine Untersuchung zur Handarbeit in Gruppen

Diplomarbeit 2008 113 Seiten

Soziologie - Kultur, Technik und Völker

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einleitung

1 Kulturgeschichte des Strickens
1.1 Die Anfänge liegen im Dunkeln
1.2 Erste gesicherte Funde
1.3 Stricken als Erwerbstätigkeit
1.4 Unterricht im Stricken
1.5 Stricken als Freizeitaktivität
1.6 Aktuelle Tendenzen

2 Methodische Herangehensweise
2.1 Online-Umfrage
2.1.1 Theoretische Überlegungen
2.1.2 Erhebung der Daten
2.1.3 Auswertung
2.1.3.1 Stricker
2.1.3.2 Gemeinsame Stricker
2.1.3.3 Sich treffende Stricker
2.1.3.4 Stricktrend und Internet
2.2 Problemzentrierte Interviews
2.2.1 Theoretische Überlegungen
2.2.2 Erhebung der Daten
2.2.3 Auswertung
2.2.3.1 Fall 1: Sara: „Ich stricke, also bin ich“
2.2.3.2 Fall 2: Emma: „() wenn die gruselig sind, geh ich da eben nich mehr
hin“
2.2.3.3 Fall 3: Wanda: „So begeistert is mein Mann nich vom Hobby, ne?“
2.2.3.4 Fall 4: Jana: „() da geh ich auf jeden Fall auch wieder hin. Und sonst
isses mit Stricktreffen eigentlich nich so“
2.2.3.5 Fall 5: Sina: „Jetzt bin ich mal dran“
2.2.3.6 Kontrastierender Fallvergleich

3 Diskussion

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang
Teil 1: Abbildungen
Teil 2: Online-Umfrage
Teil 3: Problemzentrierte Interviews

Abstract

The thesis “Knitting in the 21st Century. An Investigation of Needlework in Groups” is concerned with the current (media) phenomenon of knitting in public. On the one hand, its aim is to show who belongs to knitting circles. On the other hand, its focus is to discuss whether knitting in groups is an oppositional tendency towards individualisation and/or serves as social support for the individual. Therefore theoretical concepts by authors who concentrate their research on individualisation and everyday conduct of life are taken into consideration. The discussion itself is based on methodical results that are examined via an online survey and problem-centred interviews.

Einleitung

„Sandra couldn’t sleep, but for once it wasn’t sadness that kept her awake. It was sheer excitement, the old research juices flowing, the lure of the library and the Internet. Already she had filled half a drawer of the filing cabinet. She hadn’t anticipated that there would be so much contemporary knitting. The trend might have started as a marketing ploy by the wool industry, but it had certainly taken off; that kind of thing was successful only if people were ready for it. The new yoga, they called it, the new community: the peaceful clacking of needles creating a heartbeat, a rhythm of rest, a meditative oasis in the midst of a frantic lifestyle. A whole new range of fabrics was being created from an amazing variety of exotic textures and colors. The knitting itself was simple, even Sandra could see that, but the choice of yarns was mind-boggling. In the beginning the exhibition was for garments from 1900 to 2000. But the new wave of interest in the last few years certainly deserved attention.“[1]

Der letzte Zitatsatz deckt sich mit der Beobachtung, dass seit einigen Jahren wieder mehr gestrickt wird – zumindest wird dies seitens der Medien suggeriert. Empirisch belegt ist die Tatsache, dass es Stricktreffs beziehungsweise Strickcafés gibt.[2] Die ersten wurden in den USA gegründet (vgl. 1.6) und auch in Deutschland sind sie vorhanden, zum Beispiel in Berlin, Leipzig und München. In diesem Zusammenhang gibt es rund um das Thema Stricken und Stricktreffs/-cafés auch immer mehr Internetseiten, Fernsehbeiträge, Romane oder Veranstaltungen, wie den so genannten Sockenkrieg und den Welttag des Strickens.

Vor dem eben Skizzierten ist interessant zu erfahren, wer im Allgemeinen die Menschen sind, die überhaupt stricken, sowie im Speziellen, wer die Menschen sind, die gemeinsam stricken und warum sie das tun. Von Relevanz sind diesbezüglich die folgenden Fragen: Welches Geschlecht haben (gemeinsame) Stricker? Welcher Altersgruppe sind sie zugehörig? Leben sie in Großstädten? Welchen Bildungsabschluss haben sie? Hatten sie Handarbeitsunterricht in der Schule, in dessen Rahmen ihnen das Stricken vermittelt wurde? Welche Intention verfolgen sie, wenn sie im Beisein anderer stricken?

Aus diesen aufgeworfenen Fragen ergibt sich folgende Leitfrage, die es zu untersuchen gilt: Ist das gemeinsame Stricken ein Ausdruck von Individualisierung und/oder Social Support? Diese richtungweisende Frage findet als Hypothese formuliert so ihren Ausdruck: Das gemeinsame Stricken zeugt von einer gegenläufigen Tendenz zur Individualisierung und dient dem Individuum als Social Support. Daher gilt es insbesondere zu untersuchen, wie sich der zeitliche Anteil am Stricken für den Einzelnen gestaltet sowie welche Bedeutung und Erwartung er dem Stricken (in der Gruppe[3] ) beimisst.

Vor diesem Hintergrund werden Schriften von Autoren zitiert, die sich mit dem Theorie-
konzept der Alltäglichen Lebensführung auseinandergesetzt haben. Zu erwähnen sind hier generell Karin Jurczyk und Maria S. Rerrich als Herausgeberinnen des Sammelbandes „Die Arbeit des Alltags. Beiträge zu einer Soziologie der alltäglichen Lebensführung“ (1993) sowie G. Günther Voß und Margit Weihrich als Herausgeber von „tagaus – tagein. Neue Beiträge zur Soziologie Alltäglicher Lebensführung“ (2001) sowie „tag für tag. Alltag als Problem – Lebensführung als Lösung? Neue Beiträge zur Soziologie Alltäglicher Lebens-
führung 2“ (2002). Zum Terminus „Individualisierung“ werden vorrangig Schriften zum modernen Individualisierungsbegriff bemüht. Das Hauptaugenmerk gilt dem Werk Ulrich Becks, der sich bereits in „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“ (1986) zum Verhältnis von Individualisierung und Vergemeinschaftung geäußert hat. Wie der Begriff „Social Support“ zu verstehen ist, wird ebenfalls definiert.

Um dem Erkenntnisgewinn näherzukommen, finden Methoden quantitativer und qualitativer Forschung Anwendung: Zum Ersten werden mittels einer Online-Umfrage Daten erhoben. Dabei besteht für die Teilnehmer bei einigen Fragen die Möglichkeit, offene Antworten geben zu können, aus denen möglicherweise Diskussionspunkte ableitbar sind. Zum Zweiten werden problemzentrierte Interviews mit Personen durchgeführt, die sich zum gemeinsamen Stricken treffen. Die Ergebnisse der Auswertung beider Methoden sollen im Rahmen der theoretischen Diskussion berücksichtigt und interpretiert werden. Bevor die methodische Vorgehensweise beschrieben wird und die Resultate vorgestellt werden, wird ein Überblick zur Kultur-
geschichte des Strickens gegeben.

Somit ergibt sich für die vorliegende Arbeit der folgende Aufbau: Nach dieser Einleitung folgt im ersten Kapitel der kulturgeschichtliche Überblick zum Stricken. In Kapitel zwei werden das methodische Vorgehen beschrieben und dessen Ergebnisse benannt. Diese wiederum finden Berücksichtigung in der Diskussion der Hypothese, was im dritten Kapitel geschehen wird. In der Zusammenfassung wird einerseits resümiert und andererseits wird ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben.

1 Kulturgeschichte des Strickens

„Bäuerin (erscheint unter der Türe, sieht heraus): ,Ah, ös seids scho hoam?‘ (Verschwindet wieder.)

Natzl: ,No, is dir leichter, hizt kannst wieder Strümpf stricken.‘

Hans: ,Hehe, du aber a und der Voda a. Hehe.‘

Bäuerin (kommt mit drei Gestricken, angefangene Strümpfe und große Wollknäuel daran, gibt jedem eines): ,Da schauts dazu – mir bleibt koan Zeit, und dö Kloan verreißen so viel, daß ich froh sein muß, sie verrichten ihner Sach!‘ (Ab.)“[4]

Im Rahmen der folgenden Arbeit soll der Fokus auf das Handstricken gerichtet sein. Dieses wird im aktuellen „Maschen-Lexikon“ so definiert: „Handstricken (hand-knitted), Ursprung der Strickerei, aus der sich die gewerbliche Herstellung von Maschenwaren entwickelt hat. Durch Verschlingung des Fadens mit sich selbst entsteht auf der Handstricknadel ein Rechts/Links-Gestrick (→ Rechts/Links).“[5]

Wissenschaftliche Literatur zur Geschichte des Strickens gibt es nur in geringer Zahl. Besondere Bedeutung kann nach wie vor der im Jahr 1987 veröffentlichten Monografie „A History of Hand Knitting“ Richard Rutts beigemessen werden. Einleitend verweist er dort auf die Literatur zum Thema Stricken der Jahre 1615 bis 1979. Eine neuere Arbeit wurde von Sylvia Greiner unter dem Titel „Kulturphänomen Stricken“ (2002) verfasst. Sie ist es im Übrigen, die mit Nachdruck darauf hinweist, dass lange Zeit von der Annahme ausgegangen wurde, das Alter der Stricktechnik sei mit Sicherheit nachweisbar.[6]

1.1 Die Anfänge liegen im Dunkeln

Wann und wo die Anfänge des Strickens liegen, kann bis dato nicht mit sicherer Kenntnis gesagt werden: „Wahrscheinlich ist das Prinzip des Strickens beim Knoten von Netzen erfunden worden.“[7] Rutt hat mehrere, von anderen Autoren als älteste Fundstücke deklarierte, Strickarbeiten als Nalbinding enttarnt. Zu dieser Technik, die mit einer Nadel ausgeführt wird, schreibt er:

„Nalbinding can produce a true knitted structure, but by a different method of manufacture. We have evidence of nalbinding much older than our evidence for knitting; and we know that knitting was at an earlier point used to make footwear, in the cultural region where nalbinding was earlier used for the same purpose. To say that knitting developed from nalbinding, probably in Egypt, is conjectural, but reasonable. It is not reasonable to attribute knitting to Arabs or Arabia.“[8]

Zu solchen Enttarnungen zählen beispielsweise Ober- und Unterbekleidung, datiert auf das Jahr 256 n. Chr. und gefunden bei Ausgrabungen im antiken Dura-Europos im heutigen Syrien, sowie eine Kindersocke aus einem koptischen Grab, die zum Inventar des Museums für Spätantike und Byzantinische Kunst in Berlin gehört.

Die Sprangtechnik kann ebenfalls leicht mit dem Stricken verwechselt werden: „Mit dem bloßen Auge erkennt man bei den fertigen Maschengeweben keine unterschiedliche Herstellungsart. Diese wäre nur beim Auftrennen des Textilfundes zu sehen, was bei den alten und seltenen Funden ja kaum in Frage kommt.“[9]

Problematisch ist auch die genaue Datierung gefundener Textilfragmente: Diese befinden sich teils in einem stark verfilzten Zustand, was die Bestimmung der Herstellungstechnik erschwert. Hinzu kommt das Phänomen der Verschleißung: Es sind zumeist nur solche Stücke gut erhalten, denen eine besonders schonende Behandlung zuteil wurde, da sie als kostbar galten.[10]

Europa kommt als Ursprungsregion „kaum in Frage. (…) Vermutlich kam es aus den östlichen Regionen über Handelsbeziehungen nach Italien, oder evtl. auch durch koptische Missionare nach Spanien und Italien“[11]. Wie bereits erwähnt, hegt Rutt die Mutmaßung, dass das Stricken in Ägypten aus dem Nalbinding entstanden ist.

Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive bieten sich ebenfalls keine Anhaltspunkte zur Herkunftsbestimmung des Strickens: Bis zur Renaissance fehlt eine eindeutige Bezeichnung für das Wort „stricken“. Im Altenglischen beispielsweise wurden verschiedenen Techniken, wie Weben, Knüpfen und Stricken, mit dem gleichen Wort bezeichnet: „cnyttan/to cnotta“.[12] Im Deutschen setzt der „gemeinsprachliche gebrauch des wortes“ Stricken im Mittelhochdeutschen ein und nahm „seit dem 16. jh. erheblich zu“, hatte jedoch weiterhin andere Konnotationen, wie „Binden“ und „Knüpfen“.[13]

1.2 Erste gesicherte Funde

„Erst ab dem Mittelalter ist das Stricken gesichert nachzuweisen.“[14] So gelten als die frühesten erhaltenen und mit Sicherheit nachweisbaren Fundstücke „Socken aus dem islamischen Ägypten. Ein eventuell früher zu datierender Fund aus dem 9. Jahrhundert ist verloren gegangen“[15]. Zu weiteren gesicherten Fundstücken zählen unter anderem ein Paar seidener Handschuhe, mit dem Papst Innozenz IV. im Jahr 1254 anlässlich seiner Beerdigung bekleidet wurde[16], gestrickte Kissen, die es in Nordspanien seit 1270 gibt[17], sowie aus weißem Leinengarn hergestellte Strümpfe aus der Schweiz des 12. und 13. Jahrhunderts: „Ihre Ausführung zeigt jedoch ein so hohes Können, daß sie am Ende einer Entwicklung stehen müssen – über den Beginn des Strickens sagen sie nichts aus.“[18]

Die so genannten Altarhandschuhe, wie Papst Innozenz sie trug, sind „damals vorwiegend in Spanien, das für derartige Arbeiten bekannt war, mit feinen Nadeln und sehr feinem Garn aus Seide und Goldfäden hergestellt“[19] worden und waren mitunter darüber hinaus bestickt. Strickhandschuhe galten vom 15. Jahrhundert an auch als „notwendiges Attribut der reichen Adligen“. Rundgestrickte Reliquienbeutel und Börsen aus Seide sind in der Westschweiz gefunden und auf das 14. Jahrhundert datiert worden.

Ein Gemälde von Meister Bertram aus Minden (um 1340-1414/15), entstanden um das Jahr 1390, belegt, dass das Stricken seitdem bereits in Deutschland bekannt war: Auf dem linken Seitenflügel des Buxtehuder Altarbildes „Besuch der Engel“ ist eine sitzende Madonna abgebildet, die mithilfe vierer Nadeln ein Hemd strickt und vor sich auf der Balustrade einen Korb mit mehreren Wollknäueln unterschiedlicher Farbe stehen hat.[20] „Angeblich ist Meister Bertram auf einer Reise durch Italien zu dieser Darstellung der Strickkunst angeregt worden.“[21] Eines der bedeutendsten deutschen Fundstücke ist das Fragment einer Mütze aus dem Lübeck des 15. Jahrhunderts.[22] Zur Sammlung des Heimatmuseums Neuburg (Donau) zählt eine Strickweste, datiert auf das 16. Jahrhundert, die dem Pfalzgrafen Ottheinrich gehört haben soll[23] ; sie stamme allerdings aus Italien.[24]

In Frankreich wurden im Gegensatz zu den „erlesen gearbeiteten Handschuhe(n, M. B.)“[25], die in Spanien hergestellt wurden, „vor allem Strümpfe aus Leinengarnen, Baumwolle und später, um die Mitte des 16. Jahrhunderts, aus Seide“ angefertigt. Aber auch Kopfbedeckungen wurden hier erzeugt, indem die groben Gestricke anschließend gewalkt wurden, so dass ihnen ihre eigentliche Gewebestruktur und damit die Technik ihrer Entstehung nicht mehr anzusehen war.[26]

Laut Rutt scheinen Mützen die ersten Stricksachen gewesen zu sein, die in England angefertigt wurden: So sind dort „cap-knitters“ seit dem 15. Jahrhundert als Beruf erwähnt.[27] Gestrickte Strümpfe fanden hier erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Verbreitung, die von Spanien ausging. Bis dahin wurde sämtliche Beinbekleidung ausschließlich von Hosenschneidern angefertigt.[28]

Aufschwung erfuhr das Stricken durch die Mode der Strumpfhosen: In Spanien waren bis über das Knie reichende, enganliegende Hosen populär, unter denen die Strümpfe gut sichtbar waren. Sie wurden „Tricots“ genannt nach dem spanischen (und auch portugiesischem) Wort „tricotar“ beziehungsweise dem französischen „tricoter“ für „stricken“.[29] Im Übrigen besaßen zunächst „nur Herren Strümpfe, da unter den langen Röcken der Damen keine notwendig waren. Um 1586 kamen dann gestrickte Strümpfe für Damen auf“[30]. Stradal und Brommer schreiben:

„In den deutschsprachigen Ländern waren es vor allem die Klöster und Ordensgemeinschaften, die das Stricken eifrig pflegten und ihre Fertigkeiten an die Bevölkerung weitergaben. Doch ihr Stil stand im krassen Gegensatz zu den feinen Seidenstrickereien der südlichen Länder wie Spanien und Italien (…).“[31]

Häusliches Stricken als Erwerbsunterhalt ist zum Beispiel für das niedersächsische Sontra im 16. Jahrhundert belegt, wo Frauen und Mädchen „allweg wüllen Garn- und Strickstock“[32] bei sich trugen, um Hosen zu fertigen, die dann an Händler verkauft wurden.

1.3 Stricken als Erwerbstätigkeit

In der oben bereits gegebenen Definition zum Handstricken aus dem „Maschen-Lexikon“ heißt es weiter: „Das Strickgewerbe (Herstellung handgestrickter Strümpfe) kam über Italien auch nach Deutschland und wurde von der Zunft der Stricker ausgeübt.“

Zeitlich liegen die Anfänge im Mittelalter: „Damals schlossen sich genossenschaftliche Gilden zusammen, deren Bestreben es war, gemeinsam größere Garnmengen einzukaufen, um die Ware miteinander färben und danach billiger verkaufen zu können.“[33] Ähnlich anderer Handwerke erfolgte auch für das Stricken die Gründung von Zünften. Die erste Strickergilde wurde am 16. August 1527 in Paris gegründet. In einer Straßburger Zunftordnung aus dem Jahr 1535 wird erwähnt, dass Stricker Hosen ursprünglich in zwei Teilen anfertigten – der Ausdruck „ein Paar Hosen“ hat sich bis heute im Sprachgebrauch erhalten.[34]

Die erste Zunft deutscher Stricker wurde Ende des 16. Jahrhunderts in Berlin gegründet. Johann Heinrich Zedler (1706-1751) schrieb im Jahr 1744 in seinem Universallexikon:

„Strumpfstricker oder Paretmacher (…) sind ein geschenktes Handwerck, welches gute Ordnungen hat, und in Böhmen, Ungarn, Mähren, Österreich und Sachsen, sonderlich aber in der Oberlausitz, am stärcksten getrieben wird. Sie verfertigen unterschiedene Sorten feiner Strümpfe, welche den Englischen nichts nachgeben, und werden solche in grosser Menge nach Wien, Linz, Kremnitz, ins Reich, wie auch nach Preußen und Archangel verführet, (…).“[35]

Um in eine Strickerzunft aufgenommen zu werden, waren hohe Anforderungen zu erfüllen: Ein junger Mann musste bis zu sieben Jahre in die Lehre gehen – davon drei Jahre bei einem Meister und drei Jahre auf Wanderschaft. In seinem letzten Lehrjahr musste er dann – je nach Gildensatzung – sein Meisterstück anfertigen. Dies war im 17. Jahrhundert zumeist ein Wandteppich.[36] Der älteste deutsche Strickteppich, Exponat des Neißer Kunst- und Altertumsvereins, wird dem Meister Balthasar Böhme zugeschrieben: In der Mitte sind sechs weiße Lilien als Wappen der Stadt Neiße und des Fürstentums Neiße, die Initialen „B. B.“ und die Jahreszahl 1667 zu sehen.

Die Verfasserin hat in der Sonderausstellung „100 Meisterzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg“ des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg eine Radierung aus dem Jahr 1679 entdeckt, aus der folgender Versausschnitt stammt: „Diana machet blaß / nachdem sie Ihn erquicket / Und manches hohes Bild mit Ihrem Garn bestricket /“[37], was – neben den heute noch erhaltenen Stücken – ebenfalls darauf hindeutet, dass Strickteppiche vor allem in adligen Kreisen eine beliebte Form der Wanddekoration waren.[38]

Was den Verkauf gestrickter Waren anbelangt, konkurrierten in Zünften organisierte mit den in ländlichen Regionen tätigen Strickern sowie mit Hausierern und Soldaten. Im Zuge dessen „wurden auch Regeln dafür erlassen, wann und wo die ländlichen Stricker ihre selbst-
gefertigten Waren ausschließlich verkaufen durften. (…) Strickende Soldaten waren wohl keine Einzelfälle, da sonst kaum explizite Verbote zum Vergeben von Strick-Aufträgen“[39] erlassen worden wären. Carl Spitzweg (1808-1885) hat strickende Soldaten auf Ölgemälden dargestellt, wenn auch vor dem Konflikt der ungewollten Kriegsteilnahme Bayerns unter König Ludwig II. (1845-1886).[40]

In England erreichte das Stricken unter der Regentschaft von Königin Elisabeth I. (1533-1603) ab dem Jahr 1558 einen Höhepunkt: Sie erließ Gesetze, „um den Verbrauch von Handstrickwaren stärker zu fördern. 1565 wurde verfügt, daß ,niemand mehr Mützen oder ähnliche Dinge aus Filz herstellen lassen durfte, ausgenommen Hüte.‘ Auch sollten keine Mützen aus Wollstoff, sondern nur noch gestrickte erlaubt sein“[41]. Durch ein anderes Gesetz wurde beispielsweise verlangt, „daß ,jede Person über 7 Jahre am Sabbath oder an Feiertagen eine gestrickte Wollmütze tragen muß, welche in England hergestellt ist‘“[42].

Im Jahr 1589 wurde in England die erste Strickmaschine, auch Kulierstuhl genannt, durch William Lee erfunden. Seine Innovation, mit der in der Minute 500 Maschen mehr gestrickt werden konnten als per Hand, präsentierte er Königin Elisabeth, um ein Patent zu erhalten: „Als sie jedoch ein Paar der noch grob gestrickten Strümpfe zu Gesicht bekam, war sie von dem Ergebnis enttäuscht und verweigerte die Anerkennung.“[43] Auch im zweiten Versuch 1598 mit einer verbesserten Maschine, die 1.500 Maschen pro Minute ermöglichte, erhielt er kein Patent, „weil sie befürchtete, die neue Erfindung könnte zahlreiche Heimstricker brotlos machen“[44]. Laut Rutt ist dieser überlieferte Bericht „probably fictitious, but it is clear that he was unsuccessful in promoting his frame because it threatened the livelihood of the poor handknitters“[45]. Lee ging daraufhin nach Frankreich, wo er unter dem Privileg des Königs Heinrich IV. (1553-1610) und dessen Finanzministers, Herzog von Sully (1560-1641), in Rouen zusammen mit seinem Bruder eine Strickerwerkstatt eröffnete. Aber nach dem Tod Heinrichs und der Flucht Sullys entzog ihm die Witwe des Königs als Regentin ihre Gunst. Lees Geschichte um seine Erfindung der Strickmaschine beziehungsweise den so genannten Wirkstuhl wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts so zusammengefasst: „Es wird berichtet, dass der Erfinder desselben vor den Handstrickern nach Frankreich fliehen musste und nach mehrjähriger Tätigkeit in Paris starb.“[46] Einige seiner Arbeiter kehrten zurück nach England und siedelten sich mit ihrem Handwerk in Nottinghamshire an. „Aber erst im 18. Jahrhundert wurde die Erfindung des Pfarrers die Grundlage eines wichtigen Industriezweiges in England.“[47]

Der Vorgang, eine Masche mechanisch herzustellen, wurde nach der Erfindung der Strickmaschine als „wirken“ bezeichnet: „Sie erschien sinnvoller und hatte einen besseren Klang, verstand man darunter doch vor allem die Herstellung von feineren Gestricken gegenüber den Handstrickarbeiten.“[48] In Brandenburg-Preußen sowie in Sachsen und Württemberg ließen sich im Zuge der Aufhebung des Ediktes von Nantes durch König Ludwig XIV. (1638-1715) im Jahr 1685 auch hugenottische Strumpfwirker nieder. Sie trugen dazu bei, dass Einheimische das Maschinenstricken erlernten und sich diese Form des Strickens verbreitete. Durch die Erfindung neuer Maschinen in den folgenden Jahrhunderten, wie beispielsweise des Kettenstuhls oder des Rundstuhls[49], nahm der Einfluss des gewerblichen Handstrickens immer mehr ab.

Über das 18. Jahrhundert hinaus konnte sich das Handstrickgewerbe in einigen englischen Gegenden erhalten; „vor allem in den etwas abgelegenen Gebieten Yorkshire, Nordwales, Schottland und Irland strickte man auch nach der Erfindung der Wirkmaschine wie zu alten Zeiten“[50]. Gerade in den dortigen Küstengebieten entwickelten sich im Laufe der Zeit regional verschiedene, traditionelle Strickmuster, die bis heute erhalten geblieben sind, wie zum Beispiel die Shetlandmuster auf den Shetland-Inseln und die Aranmuster auf den Aran-Inseln im Westen Irlands.[51] Auch in anderen europäischen Staaten war ab zirka 1850 „die textile Hausindustrie nicht mehr konkurrenzfähig. Vereinzelt ernährte man sich jedoch noch später mit dem gewerblich ausgeübten Stricken“[52].

Wo das Stricken „dem Erwerb diente, wurde (es, M. B.) von Männern und Frauen gleichermaßen ausgeführt“[53]. Letztere waren „wohl nur in den ersten Jahrzehnten nach Entstehung der Strickerzünfte (…) zugelassen. Dieses Phänomen folgte einer allgemeinen Entwicklungstendenz, nach der Frauen zunehmend aus den Zünften ausgeschlossen wurden.“[54] Zu gewerblichen Zwecken wurden jedoch nicht nur Zünfte, sondern auch Verlage gegründet.[55] Die gestrickten Waren erhielten die Verleger von Familien ländlicher Regionen, die sich mit diesem Nebengewerbe etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazuverdienten. Gestrickt wurde „insbesondere in Gegenden mit Viehzucht (…), denn bei Hütediensten läßt sich zum Teil gut stricken. In Gegenden mit Ackerbau kamen textile Arbeiten lediglich in der einzig ruhigen Jahreszeit, dem Winter, in Betracht“[56]. Darüber hinaus konnte die überschüssige Wolle in Form von Strickwaren günstig abgesetzt werden, woran in einigen Orten nahezu die gesamte Einwohnerschaft beteiligt war, wie der Bericht eines Hauptmannes aus Münster über den Niederstift Münster gegen Ende des 18. Jahrhunderts verdeutlicht:

„Die viele Wolle, die der Landmann von diesen Schafen (grobwollige Heidschnucken) zieht, hat Anlass gegeben, sie zu Strümpfen zu verstricken. Alles strickt hier, was nur Hände hat, Bauer und Bäuerin, Kinder, Knechte und Mägde. Vom fünften Jahre des Lebens an bis ins höchste Alter. So wie die Ackerarbeit freie Muße gibt, sitzt alles beim Feuer oder im Schatten und strickt. Der Knecht strickt beim Mistwagen unterwegs, wenn er zum Acker, zur Wiese oder sonst über Land geht; so die Magd, so alle Hausgenossen; der Schäfer den ganzen Tag hinter den Schafen, und selten findet man hier den Landmann, auch auf größeren Reisen, ohne Strickzeug. (…)“[57]

Dass bis etwa zum Ende des 19. Jahrhunderts im Gebiet östlich der Oder Schafhirten gestrickt haben, hat die Verfasserin während eines Telefonats mit einer im Jahr 1924 in Frankfurt (Oder) geborenen Deutschen erfahren, deren Urgroßvater und Großvater Schäfer waren: Diese berichtete, dass ihre Großmutter väterlicherseits im Stricken von ihrem Mann, dem Großvater der Oderstädterin, unterrichtet wurde. Auch konnte sich die 84-Jährige an „Gemälde und Aquarelle“ erinnern, auf denen „alte Schäfer mit langem Bart und Umhang zum Schutz gegen schlechtes Wetter und mit Strickzeug in der Hand“ abgebildet gewesen sind.[58]

[...]


[1] Bartlett, Anne (2005): Knitting. Boston, New York: Houghton Mifflin Company, S. 175 f.

[2] Beispielsweise wurde die Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (für Deutschland)“ vom 18. April 2008 mit einem Titelfoto aufgemacht, auf dem ein Paar strickender Hände zu sehen ist. Die Bildüberschrift lautet: „Eins schwarz, eins grün, rot fallengelassen“ und die Bildunterschrift: „Der erste Pullover – Stricken ist wieder modern: In New York werden in Cafés Strickkurse angeboten. Die Grünen wussten das schon immer – als noch nicht an schwarz-grüne Koalitionen zu denken war, raubten sie dem konservativen Bürgertum eines seiner liebsten Alltagsmythen: das Stricken. Im Stricken steckt seither die schwarz-grüne Masche. In Hamburg ist nun der erste Pullover fertig geworden. Unser Bild zeigt das Werk einer Delegierten auf dem Bundesparteitag der Grünen 2005. Damals wurde die Partei 25 Jahre alt – in Berliner Kaufhäusern war grüne Wolle ausverkauft.“ Mit dem Verweis auf Seite 2 der Ausgabe folgen dann mehrere Artikel zur politischen Koalitionssituation von Schwarz-Grün in Hamburg.

[3] Die in der soziologischen Forschung verwendeten Definitionen des Begriffs „Gruppe“ sind zahlreich und teils divergent. George C. Homans versteht darunter „eine Reihe von Personen, die in einer bestimmten Zeitspanne häufig miteinander Umgang haben und deren Anzahl so gering ist, dass jede Person mit der anderen in Verbindung treten kann und zwar nicht nur mittelbar, sondern von Angesicht zu Angesicht“; Homans: Theorie der sozialen Gruppe, S. 29. Vgl. zur Geschichte des soziologischen Gruppenbegriffs auch Tegethoff: Soziale Gruppen und Individualisierung, S. 29 ff.

[4] Anzengruber, Ludwig (1874): Der G’wissenswurm. Bauernkomödie mit Gesang in drei Akten, Zweiter Akt, Zwölfte Szene. Siehe http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=68&kapitel=24&cHash=ca93e5cabbgwiss212# gb_found (25.05.2008).

[5] Holthaus: Maschen-Lexikon, S. 115.

[6] Siehe Greiner: Kulturphänomen Stricken, S. 5. Zur Geschichte des Strickens in den USA: Wills: The Close-Knit Circle, S. 15 ff.

[7] Holthaus: A. a. O., S. 115.

[8] Rutt: A History of Hand Knitting, S. 23; vgl. auch S. 8 f. sowie zum Folgenden S. 31.

[9] Greiner: A. a. O., S. 10.

[10] Vgl. ebd., S. 8 f.

[11] Ebd., S. 9.

[12] Vgl. Rutt: A. a. O., S. 5.

[13] Grimm, Jacob und Wilhelm (1854-1960): Deutsches Wörterbuch, Leipzig: S. Hirzel, Band 19, Sp. 1575 und 1580; vgl. http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch& mode=hierarchy&textsize=600&onlist=&word=stricken&lemid=GS50598&query_start=1&totalhits=0&textword=&locpattern=&textpattern=&lemmapattern=&verspattern=#GS50598L0 (27.05.08).

[14] Greiner: A. a. O., S. 10.

[15] Ebd.; vgl. Rutt: A. a. O., S. 32 f.

[16] Stradal/Brommer: Mit Nadel und Faden, S. 144.

[17] Rutt: A. a. O., S. 39 ff.

[18] Gierl, Alte Strickkunst, S. 16.

[19] Dazu und zum Folgenden: Stradal/Brommer: A. a. O., S. 144 f.; vgl. auch Rutt: A. a. O., S. 56 ff.

[20] Siehe Anhang, S. 98.

[21] Ebd., S. 146; zu weiteren Darstellungen strickender Madonnen: Rutt: A. a. O., S. 44 ff.

[22] Ebd., S. 149.

[23] So Gierl: A. a. O., S. 189.

[24] Vgl. Stradal/Brommer: A. a. O., S. 151.

[25] Dazu und zum Folgenden: Ebd., S. 149.

[26] Siehe http://www.deutsches-strumpfmuseum.de/technik/01handgestrickt/handstrick.htm (20.06.08).

[27] Rutt: A. a. O., S. 58 ff.

[28] Vgl. Greiner: A. a. O., S. 11.

[29] Vgl. ebd., S. 12. Im Spanischen ist das Verb „tricotar“ heute weniger geläufig, stattdessen werden die Wendungen „hacer punto“ oder „hacer lavor de punto“ verwendet; im Portugiesischen ist es nach wie vor gebräuchlich. Zur Herkunftsgeschichte des Wortes „tricotar“ siehe http://etimologias.dechile.net/?tricotar (04.08.08).

[30] Ebd.

[31] Stradal/Brommer: A. a. O., S. 151; vgl. Anhang S. 99.

[32] Dietz, zit. nach Greiner: A. a. O., S. 19.

[33] Dazu und zum Folgenden: Stradal/Brommer: A. a. O., S. 150 ff.; vgl. Greiner: A. a. O., S. 51 ff.

[34] Vgl. Hampel: Stricken und Wirken bis zum Jahre 1700, S. 14.

[35] Zedler, Johann Heinrich (1774): Grosses vollständiges Universal-Lexikon Aller Wissenschaften und Künste, Band 40, S. 556; siehe http://mdz10.bib-bvb.de/~zedler/zedler2007/blaettern/einzelseite.html?id=364872& bandnummer=40&seitenzahl=0556&supplement=0&dateiformat=1 (21.06.08).

[36] Dazu und zum Folgenden: Stradal/Brommer: A. a. O., S. 155 ff., vgl. Hampel: A. a. O., S. 20 sowie Greiner: A. a. O., S. 53 ff.

[37] Johann Meyer, nach Ferdinand Neuberger (1625-1682/83): „Allegorie auf die Gründung der Kunstkammer des Markgrafen Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach“, 1679, Radierung, Germanisches Nationalmuseum, Inventurnummer: HB 19 825.

[38] Vgl. auch Rutt: A. a. O., S. 90 ff.

[39] Greiner: A. a. O., S. 59; vgl. Hampel: A. a. O., S. 21.

[40] Dazu näher: Stradal/Brommer: A. a. O., S. 189; siehe Anhang, S. 101.

[41] Stradal/Brommer: A. a. O. S. 160 f.; vgl. auch Rutt: A. a. O., S. 67 f.

[42] Ebd., S. 161.

[43] Ebd., S. 162.

[44] Ebd.

[45] Rutt: A. a. O., S. 76.

[46] Heiden: Die Textilkunst des Altertums bis zur Neuzeit, S. 25.

[47] Stradal/Brommer: A. a. O., S. 163. Rutt bezweifelt auch, dass Lee überhaupt Geistlicher war: „In spite of the legend, he was almost certainly not a priest.“ Vgl. Rutt: A. a. O., S. 76 f.

[48] Stradal/Brommer: A. a. O., S. 163.

[49] Dazu: Hampel: Stricken und Wirken als Kunstarbeit, S. 26 ff. Vgl. auch Heiden: Die Textilkunst des Altertums bis zur Neuzeit, S. 26 f. sowie Döpfner: Maschen: Wirken und Stricken, S. 15 u. 18 f.

[50] Stradal/Brommer: A. a. O., S. 164.

[51] Vgl. Rutt: A. a. O., S. 162 ff.

[52] Greiner: A. a. O., S. 30.

[53] Döpfner: A. a. O., S. 16.

[54] Greiner: A. a. O., S. 60.

[55] Dazu ausführlich: Ebd., S. 19 ff.

[56] Ebd., S. 22.

[57] Hauptmann Flensburg, zit. nach Greiner: A. a. O., S. 23; vgl. Anhang, S. 102.

[58] Die wörtlichen Zitate stammen aus der Mitschrift während des Telefonates, das am 22.08.08 geführt wurde.

Details

Seiten
113
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640250622
ISBN (Buch)
9783640250714
Dateigröße
6.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v121283
Institution / Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,3
Schlagworte
Stricken Gruppe Handarbeiten Interviews Online-Umfrage Internet Stricktreffen

Autor

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Titel: Stricken im 21. Jahrhundert. Eine Untersuchung zur Handarbeit in Gruppen