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Unterrichtsstunde zum Film "Tanguy - la génération kangourou"

Les premiers pas tout seul

Unterrichtsentwurf 2008 16 Seiten

Didaktik - Französisch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhalt

1. Klassen- und Unterrichtssituation

2. Thema der Stunde

3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
3.1 Didaktische Analyse
3.1.1 Stoffabgrenzung
3.1.2 Schwerpunkte
3.2 Methodische Überlegungen
3.2.1 Warm up
3.2.2 Einstieg
3.2.3 Hauptteil – Teil 1
3.2.4 Hauptteil – Teil 2
3.2.5 Schlussfolgerung und Ausblick
3.2.6 Hausaufgabe
Lernziele der Stunde
3.3 Kognitive Lernziele
3.4 Affektive Lernziele
3.5 Methodische Lernziele

4. Literaturangaben

5. Tabellarischer Unterrichtsverlauf

6. Anhang - Materialien I
6.1 Échauffement – Tanguy: Les étapes dans le film (AB 1, Folie 1) I
6.2 Bildimpuls – Le nouvel appartement de Tanguy (Folie 2) II
6.3 Tanguy – les premiers pas tout seul, vrai-faux (AB 2, Folie 3) III
6.4 Dialogue entre Tanguy et son père au téléphone (AB 3) IV
6.5 Devoirs: Lettres aux parents ou le journal de la mère de Tanguy (AB 4) v

7. Versicherung Fehler! Textmarke nicht definiert.

1. Klassen- und Unterrichtssituation

Die Klasse 11B bestand zu Schuljahresbeginn aus 25 Schülerinnen und Schülern. Zum Halbjahr haben fünf Schüler die Schule verlassen, so dass die Klasse noch 14 Schülerinnen und sechs Schüler zählt.

Das Leistungsvermögen der Klasse 11B ist eher mittelmäßig. Dennoch zeigen sich die Schüler[1] sehr interessiert. Sie haben Spaß an der Behandlung eines Spielfilms und arbeiten grundsätzlich sehr motiviert mit – auch bei Gruppen- und Partnerarbeiten. Was die Disziplin angeht, gab es bisher keine Probleme. Die Unterrichtsatmosphäre war stets sehr angenehm.

Zwei Schüler der Klasse kennen den Film. Sie haben ihn gesehen, während ihre Mitschüler beim Schüleraustausch waren. Er wurde jedoch nicht mit ihnen besprochen.

2. Thema der Stunde

Der Film Tanguy behandelt die Thematik der Nesthocker. Tanguy lebt mit 28 Jahren immer noch bei seinen Eltern. Diese ertragen ihren Sohn nicht länger in ihrer Wohnung. Sie beginnen, ihm das Leben schwer zu machen. Aber Tanguy loszuwerden wird zur Herausforderung.

Die Lehrprobenstunde « Tanguy – les premiers pas tout seul» behandelt das Filmkapitel, in dem Tanguy von zu Hause auszieht. Ob Tanguy fähig ist, alleine zu wohnen und sein Leben in die Hand zu nehmen, ist die zentrale Fragestellung der Stunde.

3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen

3.1 Didaktische Analyse

3.1.1 Stoffabgrenzung

In den Szenen, die bisher behandelt wurden, lebte Tanguy zu Hause. Im hôtel maman genoss er alle Vorteile, die ein Leben zu Hause mit sich bringt: frisch gewaschene Wäsche, eine saubere Wohnung, ein immer gefüllter Weinkeller, das Auto der Eltern, etc. In der Szene Tanguy – les premiers pas tout seul, kommt es nun zu einer entscheidenden Wende: Tanguy zieht in eine eigene Wohnung. Ist er fähig auf eigenen Beinen zu stehen? Dies ist die zentrale Fragestellung, die zu Beginn und am Ende des Unterrichts angesprochen werden soll und somit den Rahmen der Stunde bildet.

3.1.2 Schwerpunkte

Der Schwerpunkt der Stunde liegt einerseits auf dem Seh-Hörverstehen: es wird mit authentischem Filmmaterial gearbeitet. Durch didaktische Aufbereitung gelingt es den Schülern, den Inhalt der Filmszene zu erfassen.

Andererseits wird von den Schülern eine kreative Textproduktion gefordert. Sie müssen den Dialog zwischen Vater und Sohn am Telefon antizipieren und anschließend in einem Rollenspiel vorführen.

3.2 Methodische Überlegungen

Es wurde grundsätzlich darauf geachtet, dass das Verständnis der Filmszenen durch vorbereitende, begleitende und auswertende Aktivitäten sichergestellt ist.

3.2.1 Warm up

Im warm up soll es darum gehen, einzelne Szenen der vorhergehenden Stunden in Erinnerung zu rufen. Das Arbeitsblatt (AB 1) zeigt vier Schlüsselszenen, die die Schüler in einem Schüler-Schüler-Gespräch in die richtige Reihenfolge bringen und die sie in den Zusammenhang einordnen sollen. Die Ergebnissicherung erfolgt anschließend am Overheadprojektor. Die ausgeschnittenen Bilder (Folie 1) werden geordnet und kurz kommentiert. Auf diese Art und Weise wird Wissen reaktiviert, das für den weiteren Verlauf der Stunde notwendig ist.

3.2.2 Einstieg

Auf der Folie (Folie 2) ist abgebildet, wie Tanguy seine Eltern in der neuen Wohnung empfängt. Man sieht eine Tapete mit chinesischen Zeichen. Man kann erahnen, dass es sich um Tanguys neue Wohnung handelt, dass er als Doktorand für chinesisch in das quartier asiatique von Paris gezogen ist. Zuerst stellen die Schüler Vermutungen über den abgebildeten Ort an; anschließend spekulieren sie, ob Tanguy ein Leben alleine meistern wird. Hierfür ist das Vorwissen aus den vorausgehenden Stunden essentiell. Mit dem Bildimpuls wird Spannung aufgebaut, man möchte wissen, wie der Film weitergeht, ob Tanguy sich in seinem neuen Heim wohl fühlt.

3.2.3 Hauptteil – Teil 1

Das Kapitel der Lehrprobenstunde habe ich in zwei Szenen unterteilt (Hauptteil – Teil 1 und Hauptteil – Teil 2). Nach der ersten Szene wird ein Teil, der für den Fortgang der Handlung nicht relevant ist, übersprungen.

Der erste SHV-Auftrag ist eine vrai-faux -Aufgabe. Die Schüler lesen sich das Arbeitsblatt durch, bevor sie die Szene anschauen. Die 4-minütige Szene zeigt, dass Tanguy seine neue Wohnung gefunden hat und wie er seine Eltern dort empfängt.

Die vrai-faux -Aufgabe hat den Vorteil, dass sie genügend Sprechanlässe bietet, da die falschen Sätze (drei von vier) berichtigt werden müssen. Die Schüler schreiben die berichtigten Sätze in die freie Zeile darunter. Ob die Sätze auch auf einer Folie am Tageslichtprojektor verbessert werden, ist von der Zeit abhängig. Es dürfte für die Schüler jedoch keine zu große Herausforderung sein, die mündlich korrigierten Sätze niederzuschreiben.

3.2.4 Hauptteil – Teil 2

Ein kurzer Filmimpuls (fünf Sekunden) zeigt, wie die Eltern Édith und Paul im Bett liegen und das Telefon klingelt. Beide schauen das Telefon skeptisch an. Paul nimmt ab und hört bereits an der Stimme Tanguys, dass was nicht in Ordnung ist. An dieser Stelle wird der Film angehalten. Das Standbild der besorgten Eltern wird weiterhin an die Wand projiziert.

Die Schüler bekommen den Arbeitsauftrag, Vermutungen über den Verlauf des Telefongesprächs anzustellen. In Partnerarbeit schreiben sie einen möglichen Dialog zwischen Vater und Sohn. Dabei sollen sie darauf achten, auch Emotionen in den Dialog zu integrieren. Die Schüler sind einerseits gefordert, einen kreativen Dialog zu produzieren und andererseits die Emotionen mit Worten, Gesten oder Stimme darzustellen.

Vor der Präsentation der Rollenspiele werden die Schüler aufgefordert, nicht nur auf den Dialog, sondern auch auf die Emotionen zu achten.

Es ist geplant, zwei Paare präsentieren zu lassen. Es ist jedoch gut möglich, dass aus Zeitgründen nur ein Schülerpaar sein Telefongespräch präsentieren kann. Um die Mühe aller Schüler anzuerkennen, werden alle Dialoge eingesammelt und zu Hause korrigiert. Um die Situation möglichst authentisch nachspielen zu können, stehen den Schülern für das Rollenspiel Telefone zur Verfügung.

[...]


[1] Der Begriff „Schüler“ wird im ganzen Unterrichtsentwurf geschlechtsneutral verwendet. „Schüler“ umfasst sowohl Schülerinnen als auch Schüler.

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640237449
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v120465
Institution / Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart, Abteilung Gymnasien – Gymnasium
Note
2,5
Schlagworte
Unterrichtsstunde Film Tanguy Fachdidaktik Französisch
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