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Das Konzept der fragmentierenden Entwicklung

Hilfreicher Ansatz zur Erklärung sozialer Ungleichheit?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2008 27 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Soziale Ungleichheit und die Globalisierungsdebatte
1.1. Soziale Ungleichheit
1.2. Zur Globalisierungsdebatte

2. Historisch-Entwicklungstheoretischer Hintergrund
1.1. Die Modernisierungstheorie
1.2. Die Dependenztheorie
1.3. Der Bielefelder Verflechtungsansatz
2. Scholz Konzept der fragmentierenden Entwicklung
2.1. Scholz Theoriekritik
2.2. Das Globalisierungsmodell der fragmentierenden Entwicklung
2.3. Das Pentagramm des „Weltzerfalls“
2.4. Schlussfolgerungen des Modells

Diskussion des Konzepts und Fazit

Literaturverzeichnis

„Alle neuen, großartigen Ideen üben dieselbe Wirkung aus, es sind die Sonnenaufgänge der Geschichte. Die Mittagssonne begeistert nicht, nur die Morgensonne.“

Rudolf von Jhering (1818-92), dt. Staatsrechtler

Einleitung

Im Jahre 2000 benannte Prof. Dr. Fred Scholz (Universitätsprofessors a. D.) erstmals seine Definition der „fragmentierenden Entwicklung“ als „Perspektive des Südens im Zeitalter der Globalisierung“. Eine Idee, die zunächst massive Kritik an den „klassischen“ Entwicklungstheorien, der Modernisierungs- und der Dependenztheorie, übt, indem er ihnen ihren Erklärungsgehalt für sozioökonomische (und räumliche) Veränderungen und daraus folgender sozialer Ungleichheit in Zeiten der Globalisierung aberkennt. (vgl. Scholz, 2000, S. 1-7). Hieraus ergibt sich daher die Frage danach, welchen Erklärungsgehalt die beiden hinterfragten Theorien heute noch haben und was sie ausmacht, als dass man sie derart ins Abseits schieben könnte. Schließlich haben Sie maßgeblich die letzten Jahrzehnte der Wirtschafts-/ Entwicklungspolitik und -philosophie beeinflusst. Auch im Kontext der philosophischen Entwicklungen seit den 1980er bis zu den 1990er Jahre und der einhergehenden Globalisierung, sollen Scholz Ideen betrachtet werden. Wie steht es mit den Ideen Scholz‘ und welche Bedeutung kommt Ihnen in einer Zeit des Neoliberalismus und Globalisierung zu? Was macht eigentlich Globalisierung aus? Kann Scholz‘ Idee ein anfänglicher, angemessener Ersatz für die vorigen Theorien sein? Ist sie überhaupt als System in der Lage, wissenschaftlich begründete Aussagen zur Erklärung bestimmter Tatsachen und der ihnen zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten zu machen? Kann so insbesondere soziale Ungleichheit erfolgreich erklärt werden, beziehungsweise besser erklärt werden als es die älteren Theorien konnten?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen soll diese Arbeit Scholz‘ Ideen analysieren und bewerten, inwiefern sie vermögen, heute und in Zukunft die Ursachen von solchen Entwicklungshemmnissen auszumachen.

1. Soziale Ungleichheit und die Globalisierungsdebatte

Um Scholz Ideen und Ihrem Erklärungsgehalt nachzugehen, sollen nun zunächst der Begriffe der soziale Ungleichheit näher definiert werden und anschließend ein Blick auf die aktuelle Globalisierungsdebatte geworfen werden.

1.1. Soziale Ungleichheit

Soziale Ungleichheit beschreibt die relativ dauerhafte, ungleiche Verteilung materieller oder materieller Ressourcen in einer Gesellschaft, woraus resultiert das die Individuen dieser Gesellschaft wiederum unterschiedliche Möglichkeiten zur Teilhabe an Ressourcen haben (vgl. Fuchs-Heinritz, 2007, S. 686). Diese Ressourcen können materielle, finanzieller oder auch juristischer Art sein. Weiterhin ist damit auch der Zugang zu Bildung, Macht, medizinischer Versorgung oder anderer sozioökonomischer Faktoren gemeint. Soziale Ungleichheit ist nur bedingt gleichzusetzen mit ökonomischer Ungleichheit obwohl sich in diese Aspekte doch überschneiden. Während ökonomische Ungleichheit durch die ungleiche Verteilung von Wohlstand hervorgerufen wird, existiert soziale Ungleichheit wegen dem Mangel an Wohlstand mancher Individuen oder Räume, was wiederum dazu führt, dass in diesen der Zugang zu den oben aufgeführten Faktoren verwehrt bleibt.(vgl. Grusky, 2001, S. 3 – 51).

Eine soziale Ungleichheit liegt also vor wenn Individuen aufgrund ihrer Stellung in der Gesellschaft relativ dauerhaft mehr der Ressourcen erhalten als andere. Der Grad der Ungleichheit ergibt sich durch die Dispersion oder Konzentration innerhalb der Gesellschaft. Nicht jede Ungleichverteilung an Ressourcen ist eine Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit, sondern nur diejenige die gesellschaftlich bedingt ist und verallgemeinerbarer Form zur Geltung kommt (vgl. Hradil, 2001, S. 29). Ihre Bindung an relativ konstante gesellschaftliche Beziehungen und Positionen unterscheidet soziale von anderen Ungleichheiten

1.2. Zur Globalisierungsdebatte

In der wissenschaftlichen Globalisierungsdebatte gilt es heute insbesondere um folgende umstrittene Fragen:

- Wie begreift man Globalisierung? Globalisierung ist im weiteren Sinne zunächst als Sammelbegriff zu verstehen. Im engeren Sinne geht man davon aus, dass Globalisierung als völlige Entgrenzung zu verstehen ist. So werden jedoch jene Phänomene ausgeschlossen, die eben nicht als vollkommen grenzüberschreitend zu verstehen sind. Beispielsweise Reiseverkehr oder Formen der Migration könnte ebenso konsequenterweise nicht als Globalisierungsphänomen interpretiert werden, da die Grenzen nicht wirklich aufheben. Ausschlaggebend ist eben die Relativierung der Grenzen. Ist also das „Ende der Territorialität“ zu erwarten? Dies ist umstritten. „Wer einen engen Globalisierungsbegriff bevorzugt, muss begründen, warum er die zahlreichen Phänomene, die im Sammelbegriff berücksichtigt werden, ausgrenzt. Wer einen weiteren Globalisierungsbegriff bevorzugt, muss begründen, warum er Globalisierung auf sämtliche Grenzen relativierende Phänomene globaler Dimension ausweitet und den Begriff insoweit entgrenzt.“ (Teusch, 2004, S.20). Nach einigen Autoren ist Globalisierung erst gegeben die Welt zu „einem einzigen Ort“ geworden wäre oder als solcher wahrgenommen werden würde. Andererseits gibt es jedoch auch Phänomene bei denen nur von einer Tendenz zur Globalität zu sprechen ist, wodurch der Prozesscharakter von Globalisierung betont wird.

- Ist Globalisierung ein neuartiges oder ein historisches Phänomen? Der Begriff der Globalisierung entstand Ende der Achtziger Anfang der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Jedoch kann der Globalisierung auch als Phänomen mit einer längeren historischen Entstehungsgeschichte gedeutet werden. Je weiter man dem Globalisierungsbegriff fast, desto wahrscheinlicher ist es, dass man Globalisierung historisch weit zurückverfolgen kann. Jedoch wird auch eine historische Betrachtung nicht um die Frage kommen, ob sich die Globalisierung, die wir zurzeit erleben, von früheren Erscheinungsformen qualitativ unterscheidet. Auch stellt sich hier die Frage inwiefern historische Tatsachen noch eine Rolle im Globalisierungsprozess spielen.

- Erklärte man Globalisierung monokausal oder multikausal? Diese Frage hängt eng zusammen mit dem beiden oben bereits behandelten. Monokausal Erklärung findet man insbesondere bei Autoren die ihr Hauptaugenmerk auf die Ökonomie legen. Hiernach sind es also vornehmlich die Kräfte des Marktes, des Wettbewerbs und des technischen Fortschrittes die Globalisierungsprozesse hervorbringen und beschleunigen. Multikausale Ansätze nutzten eben mehrere Ursachen zur Erklärung. Es ist jedoch unwahrscheinlich dass diese alle von gleicher Bedeutung sind, weshalb eine individuelle Gewichtung der einzelnen Faktoren vorzunehmen ist.

- Haben wir eine lineare oder eine dialektische Entwicklung durch Globalisierung? Bei einer linearen Perspektive auf Globalisierung wird davon ausgegangen dass es im Sinne von Wachstum und Fortschritt keine Alternativen zu dieser Entwicklung aufzuzeigen wären. Eine dialektische Sichtweise deutet Globalisierung bis hin zu einem gewissen Grad als Krisenprozess. „Aus dieser Sicht ist schwierig bis unmöglich, den längerfristigen Verlauf des Globalisierungsprozesses zu prognostizieren; sicher ist nur, dass er infolge der dialektischen Momente nicht in einer voll ausgebildeten Globalität münden wird.“ (Teusch, 2004, S.22)

- Ist Globalisierung interessengeleitet oder ein eigendynamischer Prozess? Wenn Globalisierung interessengeleitet ist, also z.B. Kräfte aus Politik oder aus Kreisen der Wirtschaft ihn beeinflussen, davon hauptsächlich profitieren beziehungsweise ihn gewollt haben, bedeutet das dass der Prozess der Globalisierung grundsätzlich gestaltbar wäre. Es gebe also Alternativen und auch die Möglichkeit eines partiellen Umkehrens. Wäre es ein eigendynamischer Prozess, wer eben nicht steuerbar sondern eine Art Automatismus. Globalisierung wäre in diesem Sinne zu einem gewissen Grade „außer Kontrolle geraten“ (ebd., S.23).

- Hat Globalisierung positive oder negative Folgen? Jeder wird sicherlich zugeben, dass Globalisierung positive wie auch negative Wirkung hat. Jedoch scheinen manche die Sonnenseite, andere die Schattenseite zu beschwören. Die Frage ist eigentlich ob man sich für einen der Flügel entscheiden muss oder sich nicht eine differenzierte Sichtweise auf die Folgen begründen lässt.

(vgl. Teusch, 2004, S. 19 – 25)

„Es lässt sich festhalten das Globalisierung ein multidimensionaler, multikausaler, weit gehend eigendynamischer, dialektischer [, Grenzen relativierender] und im Hinblick auf seine folgenden ambivalente Prozess, der über eine länger zurückreichende historische Genese verfügt, jedoch erst in jüngster Zeit eine neue Qualität angenommen hat. Infolge seiner ihm innewohnenden Dialektik ist die Vorstellung abwegig, Globalisierung könne in einer eigensinnig-linearen Bewegungen zu einem (End-) Zustand voll ausgebildeter Globalität führen. Trotz diverser gegenläufiger Bewegung stehen gegenwärtig allerdings die integrativen Momente im Vordergrund. Und in der Tat für Globalisierung zu global ausgreifenden Netzwerken, Strukturen oder Diskursen, zu wechselseitigen oder auch einseitigen Abhängigkeiten. […] Und schließlich relativierte Globalisierung […] die Grenzen der Politik: je weiter der Globalisierungsprozess fortschreitet, desto mehr engt er die Grenzen politischer Gestaltungsmöglichkeiten ein.“ (Teusch, 2004, S. 86 - 87). (vgl. auch Fuchs, 1998, S.7).

Neben diesen, eher abstrakten Überlegungen, zeigt sich in Globalisierung jedoch auch konkreter u.a. in den folgenden Aspekt:

- als Resultat technologischer Innovationen, speziell im Bereich der Automatisierung, Telekommunikation und Transport, in einem massiven weltweiten Austausch von Menschen Gütern, Dienstleistungen und Ideen;
- aber auch in der interkontinentalen Migration, im internationalen Massentourismus sowie in der weltweiten Verbreitung (neuer) sozialer Bewegungen, Ideologien, Kulturen, Lebensstilen.

Diese Aspekte sprechen zunächst für eine weltweite Homogenisierung. Es ist jedoch so, dass man ebenso Zeuge einer wachsenden Fragmentierung und kulturellen Diversifizierung sein kann. Der Globalisierungsprozesse geht einher mit einer massiven Stärkung traditioneller und lokaler Identitäten, also einer Lokalisierung. Diese so genannte „Glokalisierung“ unterstreicht die Besonderheit und Fragmentierung individueller Weltsichten und normativer Rahmen, und begründet sich durch die Angst vor ethnischem und kulturellem Authentizitätsverlust. Obwohl also die geographische Bindung an Identitäten geringer geworden ist, aufgrund der Globalisierung, machte die moderne Kommunikationstechnologie neue Formen des Nationalismus oder sogar sog. „long-distance nationalism“ (Ruijter, 1997, S.382) über Grenzen hinweg möglich. Diese „neue Erfindung“ der Tradition kann teilweise als neue Abwehrhaltung verstanden werden. Individuen und Gruppen können hierbei multiple Identitäten haben. Konvergente und divergente Folgen der Globalisierung können so als zwei Seiten derselben Medaille betrachtet werden. Aufgrund der chaotischen Vielzahl an Möglichkeiten kommt es zu Kontroversen und Konflikt. Durch Globalisierung werden so Gesellschaften mehr denn je auseinander gerissen bzw. fragmentiert. Langfristig kann dies weit reichende, negative Konsequenzen für die Unterstützung der Demokratie und Bürgerlichkeit sowie der gesellschaftlichen Bindekräfte haben. Die Möglichkeit sozialer Mobilität ist hochgradig differenziert, weshalb Globalisierung begleitet ist durch ungleiche und polarisierende Strukturen. (vgl. Ruijter, 1997, S. 381 - 385). Dieser Ansatz versucht also wachsende soziale Ungleichheit, innerhalb einer Gesellschaft, durch Globalisierung zu erklären.

Welche Folgen Globalisierung, im globalen Maßstab, insbesondere auf soziale Ungleichheit hat ist bisher nicht sicher erwiesen. „Ob es einen Zusammenhang zwischen der Globalisierung und der globalen Ungleichheit gibt, ist eine sehr strittige Frage. Im Prinzip kann die Globalisierung, vereinfacht definiert werden als Offenheit der Länder nach außen, die globale Einkommensverteilung auf drei Wegen beeinflussen. Erstens wirken sich offene Grenzen auf die nationalen Wachstumsraten aus. Die meisten Volkswirte sind sich einig, dass ein Zusammenhang zwischen offenen Märkten und mehr Wachstum besteht, aber nicht, ob das eher den armen oder den reichen Ländern zugute kommt. Im zweiten Fall würde die globale Ungleichheit offensichtlich eher zunehmen. Zweitens wirken sich offene Märkte auf die nationale Einkommensverteilung aus, wenn auch in armen und reichen Ländern nicht unbedingt in die gleiche Richtung. Nach der einfachsten Theorie sollten offene Grenzen die Ungleichheit in armen Ländern verringern (denn dort würden ungelernte Arbeitskräfte von mehr Offenheit profitieren) und in reichen Ländern erhöhen (denn dort würden ungelernte Kräfte verlieren). Das entspricht aber nicht der Beobachtung: Wie wir gesehen haben, hat die Ungleichheit sowohl in armen als auch in reichen Ländern tendenziell zugenommen. Drittens könnte Offenheit auf bevölkerungsreiche Länder einen anderen Einfluss haben als auf kleine mit gleichem Einkommensniveau. Je nachdem, wie jeder dieser Faktoren sich tatsächlich auswirkt, werden die Gesamtauswirkungen variieren. […]Selbst wenn die drei Faktoren in der besten denkbaren Weise wirken, kann die Globalisierung unterschiedliche Folgen für die globale Ungleichheit haben. Man kann keine allgemein gültige Aussage über die Beziehung zwischen beiden machen, sondern diese hängt in hohem Maße vom Zeitpunkt und von der Einkommensentwicklung in der Vergangenheit ab“. (Milanovic 2008).

2. Historisch-Entwicklungstheoretischer Hintergrund

Was kann die geographische Entwicklungsforschung zur Analyse dieser Probleme beitragen, was hat Sie beigetragen? Welchen Erklärungsgehalt liefern ältere Theorien für die Erklärung von sozialer Ungleichheit? Diese Frage soll nun zunächst geklärt werden.

Wie alle Forschungsfragen ist auch die Entwicklungsforschung dem Wandel der Zeit unterlegen (vgl. Abb. 1). Insbesondere die Modernisierungstheorie, die Dependenztheorie sowie die Bielefelder Schule sollen im Folgenden näher erläutert werden. Ab den neunziger Jahren führte dann die Globalisierung zu einer erneuten Reform der theoretischen Überlegungen. In diesem Zusammenhang soll später insbesondere Scholz Konzept der Fragmentierenden Entwicklung beleuchtet werden.

2.1. Die Modernisierungstheorie

Eine der ältesten Theorien, die lange Zeit die Entwicklungsforschung dominierte, ist der Ansatz der Modernisierung und der damit einhergehender nachholenden Entwicklung. Seine Ursprünge ließen sich in Werken wie „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ von Weber finden (vgl. Weber, 2004). Sie entspringt empirischen Beobachtungen westlicher Ökonomien und basiert auf analytischen, volkswirtschaftlichen Grundannahmen wie dem komparativen Vorteil nach Ricardo. Dieser Ansatz vertritt im Wesentlichen die Vision einer späten Industrialisierung mit der Möglichkeit des volkswirtschaftlichen Fortschritts nach Vorbild der (westlichen) Industrienationen und war von enormer politscher Relevanz bis etwa 1977. Der Begriff der Modernisierung ist jedoch zunächst diffus, da sich keine eindeutige Definition des Wortes Modernisierung festmachen lässt und der Begriff „modern“ an sich bereits stark normativ geprägt ist (vgl. Knöbl, 2003, S. 96). Es erscheint so als „Zauberwort für das Selbstverständnis der bürgerlichen [kapitalistischen] Gesellschaft von 1950er Jahren bis heute“, dessen Grundlinien „Freiheit, Gleichheit, Fortschritt“ (Hauck, 2004, S. 12) sind. Es lässt sich in anbetracht seiner Entstehungsgeschichte eindeutig dem westlichen Gedankengut zuordnen, weshalb der Modernisierungstheorie u.a. häufig der Vorwurf des „Eurozentrismus“ gemacht wurde. Auch müsste nach der obigen Einordnung Nicht-Modernität tendenziell eher mit den Eigenschaften Despotie, Ungleichheit und Stagnation belegt werden - grundlegend negativ zu bewertende Eigenschaften. Der Fokus der normativ, interdisziplinär verwendeten Theorie lag meist auf dem Zusammenspiel von sozialem Wandel bzw. der Evolution von Gesellschaft und daraus folgender Evolution der Ökonomie (vgl. Abb. 2).

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Details

Seiten
27
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640240531
ISBN (Buch)
9783640249138
Dateigröße
797 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v120075
Institution / Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel – Geographisches Institut, AG Stadt- und Bevölkerungsgeographie
Note
1,3
Schlagworte
Konzept Entwicklung Entwicklungskontext“

Autor

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