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Mediation und Unternehmensethik - Eine Integration des Mediationsverfahrens in die Unternehmensethik

Seminararbeit 2008 13 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Literaturverzeichnis

1. Das Mediationsverfahren
1.1 Ablauf
1.1.1 Vorgespräch
1.1.2 Phase 1: Eröffnungsphase
1.1.3 Phase 2: Sachverhaltsdarlegung, Positionenermittlung & Themenfindung
1.1.4 Phase 3: Interessenklärung, Ziele und Bedürfnisse
1.1.5 Phase 4. Lösungsphase
1.1.6 Phase 5: Abschlussvereinbarung
1.2 Schlussüberlegung zum Mediationsverfahren

2. Wirtschaftsmediation

3. Ethik - Das sittliche Verständnis

4. Wirtschaftsethik

5. Unternehmensethik

6. Integration des Mediationsverfahrens im Unternehmen

Literaturverzeichnis:

Bassen, Alexander/ Jastram, Sarah/ Meyer, Katrin (2005): Corporate Social Responsibility.

Eine Begriffserläuterung, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Jhrg. 6, Heft 2 (2005), (zit.: Bassen, in: Corporate Social Responsibility) Duve, Christian/ Eidenmüller, Horst/ Hacke, Andreas: Mediation in der Wirtschaft, Frankfurt a. M. /Köln 2003 (zit.: Bearbeiter, in: Mediation in der Wirtschaft).

Eidenmüller, Horst, in: Vertrags- und Verfahrensrecht der Wirtschaftsmediation, Köln 2001. Freyenschlag, Ilse, in: Konfliktmanagement, Team Businessmediation (Hrsg.), Linde Verlag Wien 2006.

Georges Enderle (Hrsg.): Lexikon der Wirtschaftsethik. Herder, Freiburg im Breisgau u. a. 1993.

Günther, Klaus/ Hoffer, Heike: Mediation im Zivilrecht, insbesondere Wirtschaftsrecht, in: Mediation in der Anwaltspraxis, Hrsg. Martin Henssler/ Ludwig Koch, Bonn 2000, S. 355 ff. (zit.: Günther/ Hoffer, in: Mediatin in der Anwaltspraxis).

Karl Homann, Franz Blome-Drees: Wirtschafts- und Unternehmensethik. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1992, (zit: Homann, K.; Blome-Drees, F., Wirtschaftsethik, 1992).

Knell, Alexandra, in: Konfliktmanagement, Team Businessmediation (Hrsg.), Linde Verlag Wien 2006.

Krischek, Ina: Wirtschaftsmediation als alternatives Streitbeteiligungsverfahren, Saarbrücker Studien zum Privat- und Wirtschaftsrecht, Hrsg. Johannes Raul Bauer, Michael Martinek, Helmut Rüßmann, Band 52, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, 2005 (zit.: Krischek, Wirtschaftsmediation als alternatives Streitbeteiligungsverfahren).

Mayer-Rönne, Gundi, in: Konfliktmanagement, Team Businessmediation (Hrsg.), Linde Verlag Wien 2006.

Möller, Klaus Peter/ Reitzmann, Claudia: Mediation in Gesellschaft und Politik. Vermittlung in Konflikten, in: Europas universale rechtsordnungspolitische Aufgabe im Recht des dritten Jahrtausends, Festschrift für Alfred Söllner zum 70. Geburtstag, 2000, S.761 ff.

Peter Ulrich: Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie. 4.

Auflage. Haupt, Bern u. a. 2007.

Risse, Jörg/ Wagner, Christof: Mediation im Wirtschaftsrecht, in: Handbuch Mediation, Hrsg. Fritjof Haft/Katharina von Schlieffen, München 2002, § 38, S.987 ff. (zit.: Risse/Wagner, in Handbuch Mediation).

Risse, Jörg: Wirtschaftsmediation, München 2003.

Schlieffen, Katharina Gräfin von / Ponschab, Reiner/ Rüssel, Ulrike/ Harms, Thorsten, in: Mediation und Streitbeilegung, Verhandlungstechnik und Rethorik, Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2006, (zit.: Schlieffen, Ponschab, Rüssel in: Mediation und Streitbeilegung).

Steinmann, Horst/Löhr, Albert: Grundlagen der Unternehmensethik, 2. überarb. und erw.

Aufl, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1994, (zit.: Steinmann, Horst/ Löhr, Albert: Grundlagen der Unternehmensethik 2, 1994)

1. Das Mediationsverfahren

Die Mediation ist ein Konfliktbewältigungswerkzeug, welches unter Einschaltung eines unparteiischen Dritten, die Parteien in Ihrem Lösungsprozess unterstützt, dieser jedoch keinerlei Lösungsvorschläge macht, daher auch über keinerlei Entscheidungskompetenz verfügt.

Es kann in weiterem Sinne mit einer Vermittlung, oder einem Ausgleich zwischen den Parteien verglichen werden. Dabei handelt es sich bei der Mediation (Übersetzung aus dem Lateinischen von „Vermittlung“) um ein strukturiertes Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Es ist wichtig den Konfliktparteien - Medianten genannt - dabei nahe zu bringen, dass es sich um ein freiwilliges Verfahren handelt. Sie werden mit Unterstützung einer dritten unparteiischen Person (Mediator) befähigt zu einer einvernehmlichen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Es existiert eine Vielzahl von Definitionen1. Der Begriff des Mediators ist rechtlich nicht geschützt. So stellt sich die Frage welches die zentralen Elemente der Mediation sind. Eine Definition vertritt die Auffassung, dass Mediation dann aus einem Vermittlungsverfahren entsteht, wenn der Vermittler neutral ist, die Beteiligten der Lösung zuführt und ihnen behilflich ist, die Lösung aber nicht vorgibt, sondern die Beteiligten die Lösung selbst erarbeiten müssen2. Eine andere Definition sagt, Mediation sei ein von neutralen Dritten moderiertes Konfliktlösungsverfahren, dessen charakteristisches Merkmal ein von den Konfliktparteien gemeinsam erarbeiteter, akzeptierter und vereinbarter Ausgang sei3. Aufgabe des Mediatoren sei es die Beteiligten zur Kanalisation ihrer Interessen und Bedürfnisse zu befähigen und diese in einen konzeptionellen Rahmen zu überführen. Dieser Rahmen diene den Beteiligten als Basis für eine beiderseitig einvernehmliche Lösung. Auch hier wirkt der Mediator als neutraler moderierender Verhandlungsteilnehmer, der keinerlei Partei ergreift.

Ebenso formuliert die Definition der GWMK e.V., München4, die Mediation als eine Methode, mit der eine dritte neutrale Person zwei oder mehr Personen bei der Streitbeilegung unterstützt. Dabei handelt es sich um ein nichtförmliches Verfahren mit dem Ziel, den Parteien zu einer Lösung aus freiem Willen zu verhelfen Aus der Vielzahl der Definitionen kristallisiert sich als wichtige Eigenschaft die Neutralität des Mediators ohne eigene Entscheidungskompetenz5. Der Mediator gibt den Streitparteien durch verschiedene Techniken Werkzeuge an die Hand, mit denen die Parteien eigenverantwortlich einen Ausgleich ihrer Standpunkte schaffen, und dadurch den Konflikt versöhnlich beilegen können. Er ist ein Mitter zwischen den Parteien. Der Interessenausgleich zielt darauf ab, durch das Bewusstwerden lassen der gegenseitigen Interessen, Ziele und Motive eine „Kompromisslösung“ zu erarbeiten, zu der jedoch beide Parteien zu 100% zustimmen.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Freiwilligkeit des Verfahrens, durch die Möglichkeit jederzeit aus dem Verfahren auszusteigen. Dies wird insbesondere dadurch gewährleistet, das die Parteien nicht zu dem Verfahren gezwungen werden und die Lösung nur eigenverantwortlich erarbeitet wird. Der Lösungsprozess ist an keinerlei Verpflichtungen gebunden und Strafen oder Konsequenzen hängen nicht vom Erfolg des Mediationsverfahrens ab. Durch diese Tatsache ergibt sich die Freiwilligkeit am Lösungsprozess6.

[...]


1 Zur Definition von Mediation auch: Baruch-Bush/Folger, The Promise of Mediation, S. 2; Breidenbach, Mediation, S. 4; Hehn, Nicht gleich vor den Richter, S. 17; Moore, The Mediation Process, 1994, S. 15ff.

2 Henssler/Koch, Mediation in der Anwaltspraxis, Bonn 2000, S. 21.

3 Lenz/Mueller, Business Mediation. Einigung ohne Gericht, S. 73.

4 Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement e.V., Münschen.

5 Kracht, in Haft/Schlieffen (Hrsg.), Handbuch Mediation, § 15, Rn. 98 ff.

6 Knell, Alexandra, in: Konfliktmanagement, Wien 2006, S.79-80.

Details

Seiten
13
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640240166
ISBN (Buch)
9783640244430
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v119988
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Note
2,0
Schlagworte
Mediation-Wirtschaftsmediation-Ethik-Wirtschaftsethik-Unternehmensethik Ausbildung Wirtschaftsmediator Mediation Wirtschaftsmediation Ethik Wirtschaftsethik Unternehmensethik
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Titel: Mediation und Unternehmensethik - Eine Integration des Mediationsverfahrens in die Unternehmensethik