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Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung

Das Manual zur strukturbezogenen psychodynamischen Therapie und seine Bedeutung für die Jugendhilfe nach §35 SGB VIII

Seminararbeit 2008 35 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und methodisches Vorgehen
1.1 Vorüberlegungen
1.2. Literaturanalyse und Vorgehensweise

2. Strukturelle Störungen
2.1. Grundlagen und Voraussetzungen für die Entwicklung struktureller Störungen
2.1.1. Die frühe strukturelle Entwicklung und Entwicklungsaufgaben
2.1.2. Das Entstehen struktureller Störungen
2.1.3. Gesellschaftliche Aspekte
2.2. Diagnostik struktureller Störungen
2.2.1. Strukturelle Merkmale und Strukturniveaus
2.2.2. Diagnostik struktureller Fähigkeiten

3. Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie nach G. Rudolf
3.1. Therapeutische Zielsetzung
3.2 Haltungen und Positionen
3.3 Therapeutische Themen und Interventionen
3.4 Der therapeutische Prozess

4. Die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher
4.1. Betreuungsformen
4.2. Ausgangslage und Betreuungsprozess
4.3. Beziehung als Wirkvariable

5. Erweiterte Handlungsmöglichkeiten in der sozialpädagogischen Einzelbetreuung
5.1. Zielgruppe und Ausgangspunkte
5.2 Ansätze und mögliches Vorgehen
5.2.1. Sozialpädagogische Diagnostik
5.2.2. Weiterreichende Hilfeformen
5.2.3. Die Beziehung zwischen Helfer und Klient
5.2.4. Positionen
5.2.5. Themen und Interventionen

6. Zusammenfassende und weiterführende Gedanken

7. Literaturangaben

1. Fragestellung und methodisches Vorgehen

1.1 Vorüberlegungen

Wenn das Jugendamt einen Träger mit der Betreuung eines Jugendlichen im Rahmen einer ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung beauftragt, steht der Einzelfallhelfer nicht selten vor der Frage, wie ihm der Zugang zum Klienten gelingen kann. Häufig gelingt dies, indem sich der Helfer oder Betreuer an der Seite des Jugendlichen positioniert und ihm so signalisiert, dass er für ihn da ist. Diverse „niederschwellige“ Angebote zur Gestaltung der gemeinsamen Zeit sollen eine Beziehung entwickeln, festigen und untermauern. So kann der Klient nach und nach Vertrauen zu seinem Betreuer aufbauen und erfährt, dass er von diesem akzeptiert und ernst genommen wird.

Im weiteren Hilfeverlauf beginnt für Betreuer und Klient die Arbeit an den „Knackpunkten“. Dies sind die Punkte, mit denen der Jugendliche die meisten Probleme hat. So verweigert er beispielsweise die Schule, fühlt sich von seinen Eltern missverstanden, tritt seinen Mitmenschen gegenüber aggressiv auf oder leidet darunter, dass ihm bisher kaum eine Strukturierung seines Alltags gelang. Die Einzelbetreuung hat dann zum Ziel, dass sie mit dem Jugendlichen gemeinsam neue Wege aus diesen Problemen erarbeitet. Immer wieder kommt es aber vor, dass Jugendliche, obwohl sie mit ihrer gegenwärtigen Situation unzufrieden sind, nicht in der Lage sind, Lösungen oder Bewältigungsstrategien zu entwickeln und/oder zu internalisieren. Dies äußert sich dann so, dass der Klient beispielsweise wider besseren Wissens kurz vor dem Abschluss die Schule meidet, nach wie vor in Schlägereien verwickelt ist, begonnene Initiativen oder Beziehungen abbricht oder sich seinen Mitmenschen gegenüber aggressiv und wenig kooperativ zeigt.

Gerade die niederfrequente ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung mit maximal 8 Betreuungsstunden in der Woche stößt in punkto struktureller Schwierigkeiten und Störungen eines Jugendlichen an ihre Handlungsgrenzen. Sie ist wie jede andere Einzelbetreuung in der Regel ein alle Lebensbereiche des Klienten umfassendes Betreuungsangebot, als solches aber nicht selten zu wenig intensiv, um den eigentlichen Bedarf eines Jugendlichen zu decken. Wenn dies der Fall sein sollte, wird nach neuen und weiteren, häufig stationären oder teilstationären, Betreuungsvarianten für den Klienten gesucht.

Die Einzelbetreuung bleibt dann mit der Frage zurück, in wie weit sie in der Lage war, dem Jugendlichen eine adäquate Hilfe zu sein. Hat sie alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft? Hätte sie eventuell weitere Handlungsmöglichkeiten gehabt? Was hat ihr möglicherweise gefehlt, um den Bedarf des Klienten zu decken?

Aus solchen und ähnlichen Fragen ergibt sich die fortwährende Suche nach weiteren Handlungsmöglichkeiten der sozialpädagogischen Einzelbetreuung hinsichtlich strukturell defizitärer Klienten.

Genau hier setzt die vorliegende Arbeit an. Ziel soll es ein, ausgehend von der neuerlichen Forschung zu strukturellen Störungen und daraus resultierender Therapieansätze, den Kanon der Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung zu erweitern und so gegebenenfalls dazu beizutragen, dass dieses Betreuungsangebot bedarfsgerechter ausgestaltet wird.

1.2. Literaturanalyse und Vorgehensweise

Bevor sie sich auf die direkte Suche nach Handlungsmöglichkeiten für die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung in Bezug auf Jugendliche mit strukturellen Störungen begibt, setzt sich diese Arbeit mit dem Terminus „Strukturelle Störung“ auseinander. Hier soll es darum gehen, herauszustellen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Erfahrungen ein Mensch in seinem Lebensumfeld machen musste, damit er auf diese mit strukturellen Störungen reagiert. Ausgehend davon, wirft diese Arbeit einen Blick in die strukturbezogene Psychotherapie nach Gerd Rudolf, um sich zum einen des diagnostischen Mittels bei strukturellen Störungen anzunehmen und zum anderen das Manual der strukturbezogenen psychodynamischen Therapie vorzustellen. Daneben stellt diese Arbeit die ambulante sozialpädagogische Einzelbetreuung Jugendlicher mit ihren Zielen, Inhalten und Arbeitsweisen vor und überträgt die sich aus dem Manual ableitenden neuen Handlungs-möglichkeiten in diesen Bereich der Jugendhilfe.

2. Strukturelle Störungen

2.1. Grundlagen und Voraussetzungen für die Entwicklung struktureller Störungen

2.1.1. Die frühe strukturelle Entwicklung und Entwicklungsaufgaben

Für ein Neugeborenes ist das Gesicht der Mutter von erheblicher Bedeutung. Ihm widmet das Kind seine erste Aufmerksamkeit. Die Kommunikation geschieht über Mimik, Gestik und Körperkontakt. Die körperliche Nähe zur Mutter und deren Ausdruck vermitteln dem Kind eine wechselseitige Bezogenheit und positive Emotionen. In diesem Beziehungssystem, das sich innerhalb des ersten Vierteljahres entwickelt, ist das Neugeborene in der Lage Lust bzw. Unlust zu artikulieren. Die Mutter entschlüsselt diese „Signale“ des Kindes auf dessen Bedürfnis und Emotion hin, fasst diese in Sprache und handelt demnach. So lernt das Kind die Mutter kennen und macht sich mit deren Sprache und Tun vertraut. Durch permanente Widerspiegelung lernt das Neugeborene zudem sich selbst und seine eigene körperliche und emotionale Verfassung kennen. Eine gesunde Mutter bewältigt und erlebt ihre Aufgabe in diesem Punkt mit Stolz und Selbstbewusstsein (vgl. Rudolf 2006, S. 8 ff.)

Das Beziehungssystem der ersten Lebensmonate zwischen Mutter und Neugeborenem geht nahtlos in die Entwicklung eines Bindungssystems (1.-2. Lebensjahr) über. Das Handeln und die Zuwendung der Bezugsperson hinterlassen beim Kind immer deutlichere Spuren der Erinnerung. Das Kind bekommt ein inneres Bild von einem „guten Objekt“, das mit ihm kommuniziert, es versorgt und ernährt, es tröstet und animiert. Im Kind festigt sich das Erkennen, dass eine Bezugsperson als gutes Objekt in der Lage ist, Gutes zu tun und Schlechtes wegzunehmen bzw. abzuwenden. Im Kontakt zu einer Bezugsperson, ist das Kind zunehmend in der Lage vielfältige Gefühle, wie z.B. Wohlbehagen, Freude, Verzweiflung und Erleichterung, zu erleben.

In dieser Phase der menschlichen Entwicklung entsteht die Grundlage für die meisten zwischenmenschlichen Gefühle. Unter Einfluss der persönlichen Erfahrungen eines Kindes, beginnt die individuelle Ausgestaltung der Emotionen, der Aufbau und die Verinnerlichung einer emotionalen Bindung an wichtige Objekte (Mutter, Vater, Erzieherin in Krippe etc.). (vgl. Rudolf 2006, S. 12 f.)

Zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr des Kindes schließt sich die Entwicklung des Autonomiesystems an. In dieser Phase reifen im Kind, nach wie vor aufgrund der Erfahrungen mit seinem Objekt, folgende strukturelle Fähigkeiten heran:

- die Fähigkeiten zur Antizipation, zur Selbstwertregulierung, zur Empathie, zum Verständnis fremder Affekte, zur Verwendung von flexiblen und leistungsfähigen Abwehrmustern und zur Impulssteuerung unter Berücksichtigung diverser vorgegebener Normen
- die Fähigkeiten, über ein abgegrenztes autonomes Selbst zu verfügen, zur Affektregulierung und zum gezielten Einsatz von Affektäußerungen.

Die Entwicklung dieser strukturellen Fähigkeiten geschieht in Verbindung zu einer sicheren und verlässlichen Bezugsperson, die zulässt, dass sich das Kind zunehmend zu einem autonomen Selbst entwickelt, das aus eigenem Antrieb mit den Objekten umgehen kann und die Beziehung zu diesen gestaltet.

Die Entwicklung des Autonomiesystems wird von der Entwicklung des Identitätssystems abgelöst (4. – 6. Lebensjahr). Das Kind entwickelt die strukturellen Fähigkeiten zur ganz-heitlichen Objektwahrnehmung und zum Erleben von psychischer, sozialer, sexueller und generationsbezogener Identität. Zudem zeigt es, dass es sich in der Welt orientieren und von Objekten loslösen kann. Es ist in der Lage Rollen zu übernehmen und ein realistisches Selbstbild und lebendiges Köperbild zu entwickeln. Ausgehend von dem Grundbedürfnis des Kindes entsprechend der eigenen Identität mit den Objekten interagieren zu können, geht es in der Phase der Entwicklung des Identitätssystems um den Aufbau einer realistischen Vorstellung vom eigenen Ich, von der eigenen Person und ihrer Stellung in der Welt des Objekts (vgl. Rudolf 2006, S. 12 ff.)

Dazu sind folgende positive Erfahrungen des Kindes mit seinen Objekten bzw. seiner unmittelbaren Bezugsperson nötig:

- bedeutsame menschliche Themen (Geburt, Tod, Sexualität, Liebe usw.) werden aufgegriffen
- Grenzen werden in angemessener Form aufgezeigt, deutlich gemacht und aufrecht gehalten
- Objekte werden reflektiert
- Abschied und Trauer werden ermöglicht
- kindliche Impulse werden korrigiert und kritisiert

Die vier Hauptziele der frühkindlichen Entwicklung (Nähe und Beziehung, Objektbindung, Autonomie, Identität) beschränken sich nicht nur auf die Kindheit. Sie sind auch in der Adoleszenz und im Erwachsenenalter, wenn auch untereinander verflochten, existent (vgl. Rudolf 2006, S. 12).

Generell ist festzuhalten, dass strukturelle Funktionen drei Zielrichtungen haben (vgl. Rudolf 2006, S. 14):

1. Sie differenzieren, in dem sie Gesamtzusammenhänge (oder das jeweils „Ganze“ an sich) kognitiv auf Unterschiedlichkeiten hin untersuchen. So sind Selbst-Objekt- und Affekt-Differenzierungen möglich, variable Bindungen können eingegangen werden und Loslösungen erfolgen.
2. Sie integrieren, in dem Teilaspekte zu neuen Gesamtgefügen verknüpft werden. Dadurch werden Kohärenzen und Sinnstrukturen geschaffen. Eine ganzheitliche Objektwahrnehmung wird möglich. Selbstbild und Identität können erlangt werden. Beziehungserfahrungen können internalisiert werden.
3. Sie regulieren, in dem sie Gleichgewichte im System des Ichs bezüglich der Selbst-werts, der Impulssteuerung und der Affekttoleranz (wieder-) herstellen.

2.1.2. Das Entstehen struktureller Störungen

Das emotionale Handeln des Erwachsenen und das emotionale Erleben eines Kindes sind in einem Bindungssystem eng aufeinander bezogen. So ist es auch erklärlich, dass sich die psychischen Belastungen einer Mutter, deren eventuelle Daueranspannung und Erregung und eine daraus resultierende fehlende Feinfühligkeit auf das Kind übertragen. Die Folgen dieser Übertragung sind beispielsweise, dass ein Kind von seiner Mutter nicht zum Lernen animiert werden kann und nur notdürftig in der Lage ist, bestimmte Situationen und Erlebnisse zu bewältigen.

In ungewissen Situationen hängt sich das Kind an sein Bezugsobjekt. Kann aber das Bezugsobjekt aufgrund seiner psychischen Belastung nicht adäquat darauf reagieren oder handelt es widersprüchlich und wenig feinfühlig, so bleibt für das Kind die Situation an sich unverständlich, unklar, unbewertet oder gar belastend. Die Affekte der Mutter tragen nicht dazu bei, dem Kind eine Situation verständlich zu machen. Stattdessen sorgen sie im Kind für Verwirrung und Überforderung.

Fehlende Feinfühligkeit oder eine instabile psychische Verfassung können dazu führen, dass eine Mutter diffuse Affekte an den Tag legt oder sich nicht in ausreichendem Maße dem Kind widmen kann. Dies kann ein Kind verunsichern oder gar traumatisieren, muss jedoch nicht zwangsläufig zu einer strukturellen Störung führen.

Strukturelle Störungen sind nie das Ergebnis eines einzigen Ereignisses oder Erlebnisses. Sie entstehen nicht an einem Punkt im Leben eines Menschen und werden von diesem ausgehend unverändert weiter getragen. Laut Rudolf handelt es sich bei strukturellen Störungen um ein

„…komplexes Zusammenspiel von frühen Beziehungsstörungen, möglicherweise zusätzlichen Erschwernissen struktureller Entwicklung, psychischen und sozialen Folgen, die sich bis in das junge Erwachsenenalter hinein fortsetzen und die Labilisierung der Struktur weiter begünstigen.“ (Rudolf 2006, S. 20)

Des Weiteren haben strukturelle Störungen ihre Grundlagen nicht in einer einfachen oder „diskreten“ (Rudolf 2006, S. 18) Disposition des betreuenden Erwachsenen. Vielmehr müssen die in der Familie angelegten Entwicklungsmöglichkeiten eines Kindes massiv eingeschränkt sein. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn bei den betreuenden Erwachsenen selbst langfristige soziale Konflikte und Notlagen, psychische oder körperliche Erkrankungen und /oder eine Trennungsproblematik durch Scheidung, Tod oder sonstigen Verlust vorliegen.

Strukturelle Störungen sind somit auf kumulative Kindheitstraumata zurückzuführen. (vgl. Votsmeier 1999, S. 716).

Zur Traumatisierung kommt es, wenn ein Mensch mit bedrohlichen Situationen, Ereignissen und Anforderungen konfrontiert wird, die er mit Hilfe seiner inneren und äußeren Ressourcen nicht mehr bewältigen, einordnen und verarbeiten kann. (vgl. Votsmeier 1999, S. 723)

Es sind die innerfamiliären Dauerkrisen und unberechenbaren Stimmungsumbrüche, „mit aggressiven Auseinandersetzungen und sexuellen Grenzüberschreitungen“ (Rudolf 2006, S. 19), die eine Grundlage für strukturelle Störungen bieten können. Die Entwicklung und das Heranreifen struktureller Fähigkeiten eines kleinen Kindes sind unter dem Einfluss starker Belastungserfahrungen erheblich beeinträchtigt. Die reifenden Funktionen bleiben somit vulnerabel oder defizitär. Sie stehen dann für die innerpersonelle Regulation nur noch einge-schränkt zur Verfügung (vgl. Resch 2002 in Rudolf 2006, S. 19). Dauerhafte innerfamiliäre Krisen nehmen auch auf die Entwicklung von Beziehungsbereitschaft und Beziehungs-erwartungen des jungen Menschen Einfluss.

Dauerkrisen und kumulative Traumatisierungen haben zur Folge, dass sich dysfunktionale Beziehungsmuster und eingeschränkte Bindungsstile herausbilden. Traumatisierungen in der Kindheit, die zu strukturellen Störungen führen, ergeben sich aus dem Zusammenspiel von sich wiederholenden negativen Beziehungserfahrungen und der Erfahrung, dass ein Kind diese nicht bewältigen kann.

„Strukturelle Fehlentwicklungen resultieren aus der fehlenden Passung zwischen den Grundbedürfnissen der Kinder und den Versorgungsmöglichkeiten der Betreuungs-person.“ (Rudolf 2006, S. 18)

2.1.3. Gesellschaftliche Aspekte

Jedes Kind wird in ein Familiensystem hineingeboren und ist ab dem ersten Atemzug ein Teil dessen. Ein Familiensystem wiederum ist immer ein Teil des gesellschaftlichen Gesamt-systems und steht als solches auch mit diesem in enger Verbindung. Aufgrund dessen hat das jeweils herrschende gesellschaftliche System immer Auswirkungen auf die Persön-lichkeitsentwicklung des Einzelnen. Diverse Einstellungen und Überzeugungen, die von der Mehrheit der Gesellschaft geteilt werden und somit als zeittypisch zu betrachten sind, nehmen Einfluss auf das Familiensystem und somit auf die Entwicklung einer einzelnen Persön-lichkeit.

An dieser Stelle werden die Einstellungen der Gesellschaft betrachtet, die ausschließlich den Bereich des familiären Miteinanders und Zusammenlebens und der Erziehung betreffen und damit die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit beeinflussen.

Die nachfolgende Tabelle greift linksseitig diese Einstellungen in Kurzform auf und beschreibt rechtsseitig deren Bedeutung für ein Kind (zum Teil nach Rudolf 2006, S. 192 f.).

Tabelle 1

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Titel: Strukturelle Störungen als Handlungsherausforderung in der ambulanten sozialpädagogischen Einzelbetreuung