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Subventionsmöglichkeiten für erneuerbare Energie-Projekte in Indien am Beispiel der CROPOWER AG und dem Projekt cropower

Masterarbeit 2008 115 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung und Einführung in die Thematik
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Beschreibung der Ausgangssituation
2.1 Erneuerbare Energien
2.1.1 Überblick: Erneuerbare-Energie-Formen
2.1.2 Vorstellung der Energiepflanze Jatropha
2.2 Das Land Indien als Anbaugebiet
2.2.1 Überblick: Indien
2.2.2 Standortvorteile für den Anbau der Pflanze Jatropha in Indien .. 23 2.3 Das Projekt cropower der CROPOWER AG
2.3.1 Die Geschichte der CROPOWER AG
2.3.2 Vorstellung des Projektes cropower

3 Subventionen im Kontext der Energiewirtschaft
3.1 Subventionsbegriff
3.1.1 Definitionsmöglichkeiten
3.1.1.1 Das Statistische Bundesamt
3.1.1.2 Der Subventionsbericht der Bundesregierung
3.1.1.3 Das Kieler Institut für Weltwirtschaft
3.1.1.4 Staatliche Beihilfen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft
3.1.1.5 Der Subventionsbegriff der Welthandelsorganisation..
3.1.2 Die Subventionsdefinition dieser Arbeit
3.1.3 Arten und Formen von Subventionen.
3.2 Relevante Subventionsgeber und Subventionsprogramme für den Joint- Venture-Partner CROPOWER AG
3.2.1 Deutschland
3.2.2 Europäische Union
3.2.3 Zusammenfassende Darstellung von empfehlenswerten Förderungen für den Joint-Venture-Partner CROPOWER AG
3.3 Relevante Subventionsgeber und Subventionsprogramme für den agrarwirtschaftlichen Joint-Venture-Partner
3.3.1 Indien gesamt
3.3.2 Subventionsmöglichkeiten der in Frage kommenden Bundesstaaten
3.3.2.1 Andhra Pradesh
3.3.2.2 Tamil Nadu
3.3.2.3 Madhya Pradesh.
3.3.3 Zusammenfassende Darstellung von empfehlenswerten Förderungen für den agrarwirtschaftlichen Joint-Venture-Partner

4 Fazit
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
4.2 Ausblick

Literaturverzeichnis.

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung von Weltbevölkerung und Weltprimärenergieverbrauch

Abbildung 2: Struktur des Weltprimärenergieverbrauchs im Jahr 2005

Abbildung 3: Verwertungswege von Biomasse

Abbildung 4: Verwertungswege der Jatropha Curcas

Abbildung 5: Staatenübersicht in Indien für Ethanol- und Jatropha-Projekte

Abbildung 6: Portfolio der Fronteris Gruppe

Abbildung 7: Subventionen in den VGR nach ESVG 1995

Abbildung 8: Zuordnung von Subventionsarten zu den jeweiligen Geldgebern

Abbildung 9: Filterung von relevanten Subventionsschwerpunkten des Bundes

Abbildung 10: Filterung von relevanten Subventionsschwerpunkte der EU

Abbildung 11: Factsheet Investitionsgarantien

Abbildung 12: Factsheet KfW-Umweltprogramm

Abbildung 13: Factsheet Asia and Latin America IV Mandate .....57 Abbildung 14: Filterung von relevanten indischen Sektoren

Abbildung 15: Abteilungen des Ministry of Water Resources mit Überprüfung der Relevanz für das Projekt cropower

Abbildung 16: Clean Development Mechanism mit Bezug auf die vorliegende Arbeit

Abbildung 17: Factsheet Back-ended Credit linked subsidy programmes

Abbildung 18: Factsheet New Industrial Investment Promotion Policy 2005-2010

Abbildung 19: Factsheet Bio Diesel Programme

Abbildung 20: Factsheet Integrated Wasteland Development Programme

Abbildung 21: Factsheet Micro/Small Enterprises Funding Scheme

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Zahlen und Fakten: Indien

Tabelle 2: Vergleich der Subventionsdefinitionen

Anhangsverzeichnis

Anhang 1 Bilder der Ölpflanze Jatropha Curcas

Anhang 2 Auszug aus der Unternehmenspräsentation der CROPOWER AG

Anhang 3 VGR Überblick 2005

Anhang 4 Gesamtvolumen der Subventionen von Bund, Länder und Gemeinden, ERP, EU – in Mrd. € –

Anhang 5 Der Konsensbegriff der Wirtschaftsforschungsinstitute

Anhang 6 Entwicklung des Beihilfevolumens in den EU-Mitgliedsstaaten, 1996 bis 2006

Anhang 7 Unterstützungsschwerpunkte des Bundes mit Überprüfung der Relevanz für das Projekt cropower

Anhang 8 Unterstützungsschwerpunkte der EU mit Überprüfung der Relevanz für das Projekt cropower

Anhang 9 Unterstützungsschwerpunkte der EU für KMUs mit Überprüfung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 10 Indische Sektoren mit Überprüfung der Relevanz für das cropower-

Projekt

Anhang 11 Abteilungen des indischen Agrarministeriums mit Überprüfung der Rele- vanz für das cropower- Projekt

Anhang 12 Abteilungen des indischen Umweltministeriums mit Überprüfung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 13 Abteilungen des Ministeriums von Andhra Pradesh mit Überprüfung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 14 Abteilungen des Ministeriums von Tamil Nadu mit Überprüfung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 15 State Schemes von Tamil Nadu

Anhang 16 Abteilungen des Ministeriums von Madhya Pradesh Teil 1 mit Überprü- fung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 17 Abteilungen des Ministeriums von Madhya Pradesh Teil 2 mit Überprü- fung der Relevanz für das cropower- Projekt

Anhang 18 Expertenmeinung bezüglich relevanter Sachverhalte des Energy Depart- ments der Regierung von Madhya Pradesh

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung und Einführung in die Thematik

Das Ende des 18. Jahrhunderts stand ganz im Zeichen der Industrialisierung. Sehr schnell wuchs damit der Markt für Kohle und immer mehr auch der für Erdöl und Erd- gas. Anstelle der früher genutzten erneuerbaren Energien traten nun „endliche“ Ener- gien in den Mittelpunkt. Die Nutzung fossiler Energien brachte bedenkliche Reaktionen der Umwelt mit sich. Zum Beispiel erwärmten sich die durchschnittlichen Temperatu- ren der Erde durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe; diese „globale Erwärmung“ mit allen weltweiten, regionalen und lokalen Folgen ist eine Klimaveränderung, welche auf den Menschen zurückzuführen ist. Auch das Kriterium der „Endlichkeit“ fossiler Ener- gien spielt langsam eine immer wichtigere Rolle in der Energienutzung. So sind die Reserven dieser Energieressourcen begrenzt und es muss auf alternative Energiequellen ausgewichen werden.[1]

An diesem Wendepunkt befinden wir uns heutzutage und langsam beginnen wir durch nachhaltige Energienutzung auf die natürlichen Grenzen der Umwelt Rücksicht zu nehmen. Auf internationaler Ebene wird nun Verantwortung für den Schutz der Umwelt übernommen – wie durch die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen 1992 sowie weitere Umweltabkommen deutlich zu erkennen ist.[2] Besonders Deutschland hat früh die Gefahren für die Umwelt, aber auch das wirtschaftliche Potential von Umwelt- schutztechnologien erkannt und nimmt heute in diesem Bereich eine internationale Füh- rungsrolle ein. Durch politische und rechtliche Vorgaben wie z.B. dem Erneuerbaren- Energien-Gesetz versucht Deutschland die Nutzung von regenerativen Energien zu un- terstützen.[3]

Auch der Anteil am internationalen Energieverbrauch von Schwellen- und Entwick- lungsländern steigt. Die asiatischen Märkte China und Indien werden Schwierigkeiten haben, denn mit dem Wirtschaftswachstum ist auch eine steigende Energienachfrage verbunden. Diese Energieressourcen sind nicht nur begrenzt, sondern werden auch im- mer teurer.[4] Der umweltschonende sowie der wirtschaftliche Aspekt des Energiebedarfs weisen auch bei Entwicklungs- und Schwellenländern in die richtige Richtung: „Die zukünftigen Märkte sind grün.“[5]

Um dieses Ziel zu erreichen, werden überall auf der Welt Programme und Modelle an- geboten, die solche Projekte technisch oder finanziell unterstützen. Subventionen kön- nen demnach sowohl aus dem eigenen Land als auch aus anderen Ländern kommen.

Langfristig wird erwartet, dass die Industrie profitabel genug ist, um ohne Subventionen auszukommen.[6] Auf dem Weg zu dieser Rentabilität sind heutzutage jedoch Subventio- nen noch unumgänglich.

Die Mannigfaltigkeit der potentiellen Fördermöglichkeiten ist wenig transparent und eine ideale Auswahl an Subventionsprogrammen bedarf e]iner zeitintensiven systemati- schen Herangehensweise.

1.1 Ziel der Arbeit

Das Ziel der Arbeit ist, regionale und überregionale Subventionsprogramme für Investi- tionen im Bereich erneuerbarer Energien in Indien zu identifizieren und auf ihre An- wendbarkeit hin zu analysieren.

Vorraussetzung dafür ist die richtige Einordnung des Projektes in den weltweiten Kon- text der Fördermaßnahmen. Deshalb soll zunächst Verständnis für die Thematik im All- gemeinen aufgebaut und im weiteren Verlauf Klarheit über den Subventionsbegriff ge- schaffen werden. Die Analyse der möglichen Subventionsprogramme soll auf Basis von Kriterien geschehen, die sowohl den Förderzweck als auch die Zielgruppe berücksichti- gen. Abschließendes Ziel der Arbeit sind Handlungsempfehlungen zur Auswahl und Zusammenstellung von relevanten Subventionen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in acht Teile, die im Folgenden kurz zusammenge- fasst werden.

Einleitend wird im ersten Teil die Ausgangssituation in der heutigen Weltwirtschaft in Bezug auf die Knappheit der Rohstoffe sowie das Bevölkerungswachstum erläutert. Die Bedeutung einer nachhaltigen Nutzung der Rohstoffe besonders im Energiebereich so- wie erste verpflichtende Schritte durch den Staat in Richtung erneuerbare Energien werden aufgezeigt.

Dem folgt der zweite Teil mit einer kurzen Diskussion über erneuerbare Energien im Allgemeinen und einer Vorstellung der unterschiedlichen Erneuerbare-Energie-Formen im Speziellen. Es werden vor allem Energiepflanzen am Beispiel der Ölpflanze Jatropha curcas näher beschrieben.

Der dritte Teil konzentriert sich auf das Land Indien. Aktuelle Trends, Standortfaktoren und generelle Wirtschaftsdaten stellen Indien als Wirtschaftsmacht vor. Es wird beson- ders auf mögliche Standortvorteile für den Anbau der Pflanze Jatropha eingegangen.

Anschließend wird die Bedeutung der Jatropha-Pflanze im vierten Teil durch das Pro- jekt cropower herausgestellt. Zunächst wird hier die Fronteris Gruppe vorgestellt und als ein Tochterunternehmen die CROPOWER AG mit ihrem Projekt cropower. Der Inhalt des Projekts sind Investitionen in ein Joint-Venture mit einem agrarwirtschaftli- chen Partner in Indien mit dem Ziel, Jatropha-Plantagen anzubauen und das Pflanzenöl als Biodiesel zu verkaufen.

Im fünften Teil liegt der Fokus auf dem Thema Subventionen. Verschiedene Definitio- nen des Subventionsbegriffs werden sowohl erläutert als auch gegenübergestellt und als Ergebnis eine Definition für die vorliegende Arbeit herausgearbeitet. Eine Übersicht von Subventionsarten und -formen runden das Kapitel ab.

Mit generellen Kriterien für die Eignung von Subventionsprogrammen startet das sechs- te Kapitel. Für den Joint-Venture-Partner CROPOWER AG werden Deutschland und die Europäische Union als Geldgeber für das vorgestellte Projekt analysiert und Ergeb- nisse übersichtlich zusammengefasst.

Dieselben Kriterien werden im siebten Teil auf den agrarwirtschaftlichen Joint-Venture- Partner in Indien angewendet. Diesmal werden Förderungen von Indien generell sowie die Programme von drei bestimmten indischen Bundesstaaten auf ihre Relevanz über- prüft und mögliche Optionen vorgestellt.

Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für die Auswahl von Subventionspro- grammen, welche die inhaltlichen und formalen Gegebenheiten des cropower -Projekts berücksichtigen.

2 Beschreibung der Ausgangssituation

Aktuell wird in der Weltwirtschaft von einem großen Wachstums- und Industrialisie- rungsschub gesprochen. Jedoch ist noch nicht geklärt, in welche Richtung sich das 21. Jahrhundert entwickelt. Die eine Seite stellt sich dar mit Ergebnissen wie Wohlstand, Innovation und Verbesserung der Lebensbedingungen. Auf der anderen Seite steht jedoch die Erde mit der Grenze ihrer Belastbarkeit. Hier wären auch Ergeb- nisse wie negative Folgen des Klimawandels sowie Kriege um Rohstoffe denkbar.[7]

Um zukünftig die heutigen Lebensbedingungen zu erhalten und zu verbessern, „(…) brauchen [wir] einen kräftigen Wachstumsschub, der die Basis einer neuen ökologisch- industriellen Revolution ist“.[8]

Diese neue Weltwirtschaft sieht sich mit drei globalen Trends konfrontiert:[9]

- Bevölkerungswachstum und Städteflucht nehmen zu. 2025 sollen knapp 8 Milli- arden Menschen auf der Erde leben, 2050 bereits 9,2 Milliarden. Entgegen die- sen Trends wird die Bevölkerungszahl in den meisten so genannten „entwickel- ten Ländern“ sinken, der Altersdurchschnitt wird im Jahr 2030 über 65 Jahren liegen. Als weiterer globaler Trend gilt die Urbanisierung: Heute leben mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Städten, doch bereits 2020 werden es mehr als 60 % sein.
- Der Verkehr und somit die Mobilität nehmen weiter zu. Der Luftverkehr wird bis 2020 auf das Doppelte ansteigen. Auch der Nutzung von Kraftfahrzeugen steht eine bislang unbekannte Steigerung bevor: Allein durch die Motorisierung in China und Indien wird sich der Bestand an Kraftfahrzeugen auf der Welt ver- doppeln.
- Die Steigerung der Energienachfrage bringt entsprechende Folgen mit sich. Die Ausgangssituation sieht hier bedenklich aus: Aufgrund der Industrialisierung nahm die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre stark zu und als Folge erwärmte sich die Erde. Besonders ist hier der Ausstoß von Kohlenstoff- dioxid (CO2) zu nennen, welcher durch den großen Energieverbrauch der Indust- rieländer zu einem unnatürlichen Treibhauseffekt führte. Weltweit werden ca. 22 Milliarden Tonnen CO2zur Energiegewinnung durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen (Öl, Gas und Kohle) ausgestoßen.[10] Nicht nur der aktuelle Energieverbrauch ist sehr hoch, auch die Energienachfrage steigt stetig. Voraus- sagen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bestätigen eine Steigerung des Energiebedarfs bis zum Jahr 2020 um 50 %. „Die mit dem steigenden Energiebedarf verbundenen Treibhausgasemissionen bedro- hen das Weltklima.“[11]

Abb. 1 veranschaulicht die Steigerung der Weltbevölkerung sowie des Weltprimärener- gieverbrauchs in einem Zeitraum von 34 Jahren. Besonders die Entwicklungs- und Schwellenländer spielen hier eine besondere Rolle; China und Indien gehören schon längst zu den Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung von Weltbevölkerung und Weltprimärenergieverbrauch [13]

Wenn immer mehr Menschen ökonomische und soziale Bedürfnisse befriedigen wollen, gibt es einen Kampf um die zur Verfügung stehenden knappen Ressourcen. Allein der Bedarf nach Erdöl wird voraussichtlich noch 43 Jahre gedeckt werden können, dann werden auch hier die Reserven knapp.[14]

„Energie ist ein entscheidender Faktor für das Wohl von Gesellschaft und Wirtschaft.“[15] Aus diesem Grund ist eine nachhaltige Energiepolitik mit den Zielen der Versorgungs- sicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit sowie des Umweltschutzes von hoher Bedeu- tung.[16] Diese Nachhaltigkeit wird im Brundtland-Bericht von 1987 wie folgt beschrie- ben: „Eine Energienutzung ist nachhaltig, wenn sie eine ausreichende und dauerhafte Verfügbarkeit von geeigneten Energieressourcen sicherstellt und zugleich die negativen Auswirkungen von Energiebereitstellung, -transport und -nutzung begrenzt.“[17] Wie die- se Politik verstanden werden soll, beschreibt ebenso eine Mitteilung der Europäischen Kommission zur Einbeziehung von Umweltaspekten in die Energiepolitik der Gemein- schaft:[18]

- Förderung der Energieeffizienz/Energieeinsparung,
- Erhöhung der Produktion und der Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen,
- Verringerung der Umweltauswirkungen der Produktion und Nutzung von Ener- giequellen.

Am 9. März 2007 wurde von den Staats- und Regierungschefs der EU ein Beschluss über die zukünftige Klima- und Energiepolitik gefasst. Bis 2020 wird die EU:

- ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % gegenüber 1990 senken, so- gar um 30 %, wenn andere Industrieländern zu vergleichbaren Maßnahmen be- reit sind,
- ihren Energieverbrauch um 20 % gegenüber den Prognosen verringern,
- den Anteil der erneuerbaren Energien an ihrem Energieverbrauch von heute ca. 7 % auf 20 % zu erhöhen.[19]

In diesem Rahmen verpflichtete sich Deutschland, im Zeitraum von 2008–2012 die E- mission von Treibhausgasen um 21 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Bis 2050 sollen die Emissionen um 80 % verringert werden.[20] Um diese Ziele zu realisieren, muss die Nutzung von erneuerbaren Energien deutlich verstärkt werden.

Dass diese nachhaltigen Ressourcen von hoher Bedeutung sind, wird auch im nächsten Abschnitt deutlich. Es werden nun die verschiedenen Erneuerbare-Energie-Formen vor- gestellt, wobei der Schwerpunkt auf Energiepflanzen liegt. Es wird weiter erläutert, wa- rum das Land Indien sich als Anbaugebiet von Energiepflanzen eignet, und schließlich begründet, warum das Projekt cropower der Firma CROPOWER AG ihren Schwer- punkt auf Energiepflanzen und Indien setzt.

2.1 Erneuerbare Energien

Die angesprochene Nachhaltigkeit aus dem Brundtland-Bericht besagt also, dass Be- dürfnisse aktueller sowie zukünftiger Generationen nicht beeinträchtigt werden dürfen, unabhängig von der wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Fragestellung. Diese Vorgaben werden durch die Nutzung von erneuerbaren Energien erfüllt. Im Folgenden werden die wichtigsten Vorteile von erneuerbaren Energien übersichtlich dargestellt:[21]

- Als Erstes steht der Umweltschutzaspekt im Vordergrund, z.B. durch ihre Ei- genschaft der Erneuerbarkeit und damit verbunden der Schonung der knappen vorhandenen Ressourcen. Des Weiteren stoßen im Gegensatz zu fossilen Brenn- stoffen erneuerbare Energien weit weniger CO2in die Atmosphäre aus. So konn- ten im Jahr 2006 erneuerbare Energien in Deutschland den Ausstoß von knapp 100 Millionen Tonnen des Klimagases CO2vermeiden und halfen auf diese Weise Deutschland, die Kyoto-Vorgaben[22] zu erreichen.

- Der nächste Punkt ist die Versorgungssicherheit. Die Anwendung von erneuer- baren Energien hilft, mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu gewähr- leisten und so mögliche Rohstoffauseinandersetzungen zu vermeiden.
- Ein weiterer Vorteil ist das „natürliche Recycling“ am Ende der Lebensdauer von erneuerbaren Energien. Im Vergleich mit atomarer Energiebereitstellung bzw. der Produktion von Kohle entstehen weder Kraftwerke mit gefährlicher Strahlung noch Kohlegruben.
- Auch die Sicherung von Arbeitsplätzen ist sehr bedeutsam. Nach Ergebnissen einer Analyse des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsi- cherheit „können der Branche der erneuerbaren Energien im Jahr 2006 vorläufig mindestens 214.000 inländische Arbeitsplätze zugerechnet werden. Gegenüber
2004 sind demnach rund 57.000 neue Arbeitsplätze entstanden, ein Plus von rund 36 % in nur zwei Jahren“[23].
- Doch nicht nur in entwickelten Ländern bringt die Nutzung erneuerbarer Ener- gien Vorteile. Gerade in armen Ländern kann der Zugang zu Energie einfacher erfolgen als z.B. durch ländliche Elektrifizierung.
Doch auch wenn erneuerbare Energie viele Vorteile mit sich bringt, so sind ebenso Nachteile zu beobachten, welche in einer Diskussion zu bedenken sind:
- Der schwerwiegendste Nachteil besteht in den hohen Kosten. Aus betriebswirt- schaftlicher Sicht ist die Nutzung von erneuerbaren Energien meist teuerer als die Nutzung herkömmlicher fossiler oder nuklearer Energie. Da die genutzte Technologie vergleichsweise jung ist und die produzierten Stückzahlen (z.B. bei Solaranlagen, siehe dazu Kapitel 2.1.1) noch gering sind, ist der Einzelpreis sehr hoch.[24]
- Um erneuerbare Energien zu nutzen, müssen „Anlagen (…) in der Nähe von Zentren des Energiebedarfs gebaut werden, obwohl es u.U. viel günstigere Standorte auf der Erde gibt“[25].
- Ferner sind erneuerbare Energien z.T. nicht zeitlich konstant zu nutzen bzw. kann Energie aus erneuerbaren Energiequellen nicht gespeichert werden.[26]

Im Jahr 2005 wurden insgesamt 479.100 Petajoule (PJ) für den Weltprimärenergie- verbrauch[27] verzeichnet; dies bedeutet einen Anstieg allein im Jahr 2005 um 3 %, also 12.000 PJ mehr im Primärenergieverbrauch auf der Welt als noch 2004. Die erneuerba- ren Energien konnten davon bereits 12,7 % am Gesamtverbrauch mittragen (s. Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Struktur des Weltprimärenergieverbrauchs im Jahr 2005 [28]

Die Energy Information Administration der USA prognostiziert in ihrem „Annual Ener- gy Outlook 2008“ ein Wachstum der erneuerbaren Energien bis 2030 um 80 %.[29]

Wie auch in Abb. 2 zu sehen, teilt sich der Begriff erneuerbarer Energien in Bereiche mit unterschiedlichen Energie-Potentialen auf. Diese verschiedenen Formen werden im Folgenden näher betrachtet.

2.1.1 Überblick: Erneuerbare-Energie-Formen

Durch das Zusammenspiel von Luft, Wasser, Sonne und Erde kann erneuerbare Energie gewonnen werden. Sie werden auch regenerative Energien genannt, da sie nach menschlichen Maßstäben unbegrenzt zur Verfügung stehen. Zu ihnen gehören Energien, die in so großen Mengen vorhanden sind, dass sie zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stehen werden (wie z.B. die Sonne, welche noch viele Millionen Jahre Wärme abgeben wird). Erneuerbar sind aber auch solche Energiequellen, die zwar verbraucht, jedoch reproduzierbar sind (z.B. Anbau von Energiepflanzen).[30] Allgemein wird regenerative Energie in fünf Bereiche unterteilt, die nachstehend kurz erläutert werden.

Windenergie

Bereits seit dem Altertum wurde der Wind als Antriebsenergie genutzt, wie z.B. bei Windmühlen, die zum Mahlen von Getreide eingesetzt wurden, oder auch bei Sägemüh- len. Heutzutage wird Strom aus modernen Windenergieanlagen gewonnen. Diese Stromnutzung erlebte einen gewaltigen Anstieg innerhalb der letzten Jahre. So produ- zierten in Deutschland installierte Windenergieanlagen im Jahr 2007 um die 40 Milliar- den Kilowattstunden Strom. Damit konnten 6,4 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt werden.[31]

Der Anteil der Windenergie ist bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am höchsten. Gleichwohl bietet diese Form der Energiegewinnung noch weiteres Potential. Durch die Modernisierung vorhandener Windenergieanlagen („Repowering“) sollen leistungsfähigere Anlagen mehr Energie abgeben. Auch die Entwicklung der Windener- gienutzung auf dem Wasser (Trend „Offshore“) kann einen großen Beitrag liefern, ge- rade Nord- und Ostsee bieten von den Windbedingungen her die besten Voraussetzun- gen.[32]

Jedoch hat diese Form der Energie nicht nur Vorzüge, viele Bürger betrachten z.B. Windräder als Entstellung der Landschaft. Des Weiteren gibt es nicht viele Regionen mit genügend starker Windgeschwindigkeit, wenn von Offshore-Anlagen abgesehen wird.[33]

Wasserkraft

Auch die Wasserkraft wurde bereits im Altertum eingesetzt. So wurde z.B. im alten Rom die Wasserkraft ebenfalls als Antrieb für Getreidemühlen eingesetzt. Das Mittelal- ter erkannte diese Energieform sehr schnell und trieb mit Wassermühlen Säge- oder Papierwerke an. Durch die Bewegungsenergie und Fallhöhe von Wasser konnte Strom hergestellt werden. Dieser Erfolgszug des Wassers begann Ende des 19. Jahrhunderts und es war in Deutschland lange Zeit die wichtigste erneuerbare Energieressource.

„Im Jahr 2007 erzeugten Wasserkraftanlagen etwa 20,1 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht einem Anteil von 3,3 % am gesamten deutschen Strom- verbrauch.“[34]

Wasserenergie steht rund um die Uhr zur Verfügung und bietet ebenso den Vorteil, E- nergie speichern zu können (z.B. durch Speicherkraftwerke in Verbindung mit Stau- seen).[35] Nachteile sind z.B. hohe Investitionskosten, Überstauung anderweitig nutzbarer Flächen und großen Entfernungen zwischen günstigen Standorten der Wasserkraftwerke und den Bedarfszentren.[36]

Solarenergie

Bei der Nutzung von Solarenergie (auch Photovoltaik) werden direkte oder diffuse Son- nenstrahlen in Strom umgewandelt. Solche Anlagen werden auf Dächern, Fassaden oder auch freien Flächen installiert.[37] Doch nicht nur Strom ist ein Erzeugnis der Solarener- gie, auch Wärme bzw. solare Kühlung ist möglich. Momentan sind in Deutschland ca. 1,5 Millionen Photovoltaik- und Solarthermieanlagen installiert, die über 2 Milliarden Kilowattstunden erzeugen. Der Anteil der Solar-Energie am gesamten deutschen Strom- verbrauch beträgt 0,6 %.[38]

Sonnenenergie bringt viele Vorteile mit sich: sie ist z.B. unerschöpflich und umwelt- freundlich. Auf der anderen Seite ist die Installation von Photovoltaik- und Solarther- mieanlagen noch sehr teuer. Auch die Produktion von Solarzellen bedarf bereits einer Menge Energie. Diese „müssen 3–5 Jahre im Betrieb sein, bis sie die Energie erzeugt haben, die zu ihrer Produktion notwendig war.“[39]

Um Solaranlagen wirtschaftlich zu betreiben, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz eingeführt: Hier wurde die Verpflichtung von Netzbetreibern festgesetzt, Strom aus Solaranlagen abzunehmen und diesen zu einem fixen Preis zu bezahlen. Auch Zuschüs- se aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung fördern die Installation und Nutzung der Solarenergie.[40]

Geothermie

In der Erdkruste befindet sich gespeicherte Wärme und durch die Nutzung dieser Geo- thermie kann Strom, Wärme und Kälteenergie gewonnen werden. In Gegenden, wo die Wärme sehr nah an die Oberfläche durchdringt, wird sie schon seit langer Zeit genutzt, beispielsweise in den USA. In Europa jedoch wird es um ca. 3 °C pro 100 Meter Tiefe wärmer. Damit Fernwärmenetze und die Gewinnung von Strom möglich sind, muss bis zu fünf km Tiefe gebohrt werden.[41]

Wird so lange gebohrt, bis die hochgradigen Temperaturen erreicht sind, steht sie kos- tenlos und unabhängig von Witterungs-, Tages- und Jahreszeiten zur Nutzung bereit. Diesen Vorteilen gegenüber stehen hohe Rentabilitätsrisiken sowie hohe Investitions- kosten. Auch die Standortwahl ist von großer Bedeutung, da dieses Verfahren von den Gesteinsformationen im Boden abhängig ist.[42] Das erste Geothermie-Kraftwerk wurde 2003 eingeweiht, 2007 kamen zwei weitere – ebenfalls in Bayern ansässige – Kraftwer- ke hinzu.[43]

Biomasse

Da der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit auf der Erneuerbaren-Energie-Form Bio- masse liegt, wird auf diesen Bereich etwas detaillierter eingegangen.

Für dieses Kapitel wird zunächst eine Definition von Biomasse vorgestellt: „Unter Biomasse versteht man (…) Stoffe organischer Herkunft, d. h. die in der Natur lebende und wachsende Materie sowie Abfallstoffe von lebenden und toten Organismen. Zur Biomasse zählen alle Pflanzen und Tiere, ihre Abfall- und Reststoffe. Hinzu kommen die bei der Verrottung oder durch bakterielle Umsetzungsprozesse organischer Substan- zen entstehenden Biogase. Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen erneuert sich Biomasse jährlich oder in überschaubaren Zeiträumen.“[44]

Biomasse kann sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden. Bei der stoffli- chen Verwertung sind verschiedene Industriebranchen wie z.B. die holzverarbeitende Industrie, Papier- und Textilindustrie beteiligt. Außer in der Holzindustrie wird die Menge von Biomasse nur sehr gering verwendet.[45] Die energetische Nutzung von Bio- masse kann zu Strom, Wärme und Kraftstoff führen, da durch Umwandlungsverfahren feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe gewonnen werden (siehe dazu Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Verwertungswege von Biomasse [46]

Biomasse bietet sehr viele Vorzüge, welche das große Potential der Nutzung von Bio- masse verdeutlichen. Die wichtigsten Vorteile werden im Folgenden aufgezählt:[47]

- Verminderung von klimarelevanten Treibhausgasemissionen,
- Schonung fossiler Energieträger,
- Lagerung und Transport von Biomasse bergen bei Unfällen wesentlich geringere Umweltrisiken, als bei fossilen Energieträgern (z. B. undichte Erdgasleitungen oder havarierte Öltanker) und lassen sich einfacher speichern,
- Vermeidung von langen Transporten, da Rohstoffe oft aus der Region stammen,
- Reduzierung der Menge an ungenutzten, organischen Abfallstoffen,
- Reduzierung der Entsorgungskosten für organische Abfälle,
- Existenzsicherung im ländlichen Raum,
- Imageverbesserung der Landwirtschaft.

Trotz der vielen Vorteile sollten auch die Nachteile berücksichtigt werden:

- Der wichtigste limitierende Faktor zur Nutzung von Biomasse stellt die Anbau- fläche dar. Die Größe der nutzbaren Fläche hängt davon ab, wie viel Ackerflä- che für den Nahrungsmittelanbau zukünftig benötigt wird. Außerdem müssen Richtlinien für die Sicherheit von Boden, Gewässern und der Biodiversität be- rücksichtigt werden und schließlich begrenzen auch politische Ziele und För- dermaßnahmen die Nutzung von Biomasse.[48]
- „Dabei sind jedoch die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Biomasseproduktion in den Exportländern angemessen zu berücksichtigen. Die Produktion von importierter Biomasse kann zur Verknappung von Nahrungsmit- teln, Konflikten über Flächennutzung und sogar zur Vernichtung von Primärre- genwäldern führen.“[49]
- Das Potential der Biomasse für die Energiebereitstellung wird selbst bei einem Anbau von sehr effizienten Pflanzen im einstelligen Prozentbereich des gesam- ten Primärenergieverbrauchs bleiben.[50]

Als eine mögliche Biomasseform werden im Folgenden Energiepflanzen allgemein und die Energiepflanze Jatropha Curcas im Speziellen betrachtet.

2.1.2 Vorstellung der Energiepflanze Jatropha

„Unter dem Begriff "Energiepflanzen" werden ein- oder mehrjährige Kulturen verstan- den, die auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausschließlich zur energetischen Verwer- tung angebaut werden. Die erzeugte Biomasse kann als Festbrennstoff, als flüssiger Energieträger oder als Cosubstrat zur Biogasgewinnung eingesetzt werden.“[51] Energiepflanzen werden nach ihren Verwertungsmöglichkeiten in drei Kategorien un- terschieden:[52]

- Lignocellulosepflanzen: Dazu gehören schnell wachsende Baumarten, Gräser mit hohem Biomasseaufkommen sowie Getreideganzpflanzen, können als Fest- brennstoff in Feuerungs- und Vergasungsanlagen genutzt werden,
- Ölpflanzen: Durch das gepresste Pflanzenöl kann Kraftstoff gewonnen werden, z.B. für Verbrennungsmotoren,
- Zucker- und Stärkepflanzen: Gewinnung von Ethanol, das ebenso als Kraftstoff in Verbrennungsmotoren dienen kann.

In Deutschland werden überwiegend Raps, Mais und weitere Getreidearten als Energie- pflanzen angebaut. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die generelle Energiegewin- nung aus Pflanzen noch jung und das Wissen, speziell über Energiepflanzen, noch sehr theoretisch ist. Jedoch wird erwartet, dass in kurzer Zeit neue Kulturen erforscht und auf den Markt gebracht werden.[53]

Doch je mehr der Boom von Energiepflanzen sich ausweitet, sind auch Stimmen dage- gen zu hören. Bei kritischer Betrachtung werden folgende Nachteile aufgeführt:

- Durch den Anbau von großflächigen Energiepflanzen-Monokulturen werde in manchen Regionen die Biodiversität deutlich zurückgehen. Falls die Nachfrage nach Bioenergie weiter stark anwächst, sei in ein paar Jahren eine negative Ver- änderung des Landschaftsbildes, der Agrarstrukturen sowie der Artenvielfalt zu befürchten.[54]

- Auch sei die Verwendung von Energiepflanzen nicht ganz klimaneutral, da E- nergie für die Produktion, Verarbeitung und Bereitstellung benötigt wird. Auf der anderen Seite konnte im Jahr 2006 Bioenergie, „die zu einem erheblichen Anteil auf Energiepflanzen beruht, in Deutschland eine Reduzierung des CO2-

Ausstoßes um 44 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent [bewirken].“[55]

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit ist die Energieform Biomasse mit der energeti- schen Nutzung und Bearbeitung von ölhaltigen Pflanzen mit dem Umwandlungsergeb- nis Treibstoff relevant (siehe hierzu Abb. 3, rot hervorgehoben, sowie Kapitel 2.3.2 Vorstellung des Projektes cropower).

Damit Pflanzenöl als Kraftstoff in Motoren einsetzbar ist, gibt es zwei Möglichkeiten:[56]

1. Der Motor wird an den Kraftstoff angepasst: Da Pflanzenöl sich von herkömmlichem mineralischem Kraftstoff unterscheidet, müssen neuere Motoren, welche zu sehr an die Eigenschaften fossilen Kraftstoffes angepasst sind, bezüglich der Verbrennungstechnik an die Eigenschaften des Pflanzenöls angeglichen werden. Gerade bei stationären Ein- richtungen gelingt die Umsetzung am einfachsten.

2. Der Kraftstoff wird an den Motor angepasst: Hier wird das Pflanzenöl durch chemi- sche Verfahren so weit verändert, dass die kraftstoffspeziellen Eigenschaften des Pflan- zenöls dem Dieselkraftstoff ähneln. So kann es in unveränderten Dieselmotoren genutzt werden. Umgewandeltes Pflanzenöl (Biodiesel) wird hauptsächlich im Transportbereich eingesetzt.

Am häufigsten werden Raps-, Palm- und Sojaöl für den Einsatz im Motor verwendet. In Deutschland kommt auch noch Sonnenblumenöl hinzu. Weitere Öle (z.B. Oliven- und Jatrophaöl) spielen noch keine nennenswerte Rolle. Im Jahr 2005 wurden 139 Mio. Tonnen Öle und Fette hergestellt, 33 Mio. Tonnen Palmöl, 33 Mio. Tonnen Sojaöl, 16 Mio. Tonnen Raps und 10 Mio. Tonnen Sonnenblumenöl. Damit stieg die Produkti- on 2005 durchschnittlich um 5,8 %.[57]

In Hinblick auf die Ölproduktion für Bio-Treibstoff sind viele Wissenschaftler (z.B. Professor Klaus Becker von der Universität Stuttgart-Hohenheim) von dem hohen Po- tential der Energiepflanze Jatropha Curcas L. (allgemein Jatropha genannt, s. Bilder im Anhang 1, S. 90) überzeugt. Sie wird wie ein Teil aus einem Märchen beschrieben oder ganz einfach Wunderpflanze genannt.[58]

Eine Studie des Plant Research International Institut ist zuversichtlich, dass „the wild species J. curcas has great potential and value to be exploited in its natural environment of semiarid and arid conditions in the tropic.”[59] Diese ölhaltige Pflanze Jatropha gehört zu der Familie der Wolfsmilchgewächse, kommt ursprünglich aus Mexiko und ist in tropischen bzw. subtropischen Teilen der Erde aufzufinden. Als Energiepflanze wird Jatropha erst seit ca. 20 Jahren genutzt, das erklärt auch ihren Status als Wildpflanze, d.h. sie wurde bisher noch nicht unter verschiedenen Konditionen beobachtet und ge- prüft.[60] Trotzdem wurde die Pflanze Jatropha in den letzten zwei Jahren ein wirklicher Medienstar auf der ganzen Welt.[61]

Ein großer Vorteil der Pflanze Jatropha z.B. ist, dass die gesamte Pflanze (s. Abb. 4) verwertet werden kann:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Verwertungswege der Jatropha Curcas [62]

Das Plant Research International Institut erklärt sich die Aufregung um die Pflanze mit den folgenden, wichtigsten Gründen:[63]

- Sie regeneriert unbrauchbares Land und unterstützt somit den Erhalt von natürli- chen Arten bzw. die Biodiversität. Außerdem nutzt sie Ödland und verhilft den Arbeitern zu einer weiteren Einnahmequelle,
- Sie geht sehr effizient mit Wasser um, d.h. sie kann mit nur 250 Millimeter, aber auch mit bis zu 2.500 Millimeter Regen pro Jahr auskommen[64],
- Sie produziert Samen, die viel und qualitativ hochwertiges Öl beinhalten. Jede Frucht trägt drei schwarze Samen, welche ca. zu 50 % aus Öl bestehen, im Ver- gleich dazu liegt Raps bei ca. 37 %. Diese ölhaltigen Kerne können genutzt wer- den, um sowohl Biodiesel (1 Hektar = 1.900 Liter Treibstoff) als auch pflanzli- ches Öl herzustellen[65] (Zum Vergleich: 1 Hektar Raps produziert 1.070 Liter Biodiesel[66].),
- Sie tritt nicht in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion, da sie auch auf nährstoffarmen, steinigen Böden wächst. Im Gegenteil, durch die Anpflanzung

von Jatropha kann Boden wieder nutzbar für den Nahrungsmittelanbau gemacht werden.67 - Sie ist giftig und hat so den Vorteil, dass keine Tiere sie fressen. Die Plantagen brauchen keinen Zaun und können unbewacht wachsen. Dadurch werden Kosten und Aufwand gespart.

Als Nachteil kann gesehen werden, dass sie bis jetzt noch nicht ausreichend studiert worden ist. „Currently hundreds of thousands of hectares of jatropha crops are being developed, all using plants which have been propagated from seed; nobody yet knows how these plantations will turn out.“[68]

In einem Interview ging Professor Klaus Becker, der diese Pflanze für DaimlerChrysler (heute Daimler AG) erforschte, sogar so weit, zu sagen: „Wer mir einen nachteiligen Parameter, eine nachteilige Eigenschaft von Jatropha nennen kann, bekommt von mir Geld dafür. Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, Sie können dieser Pflan- ze nichts Schlechtes anhängen.“[69]

Jatropha-Öl wurde bereits seit 2003 für besagte Forschungen für DaimlerChrysler ein- gesetzt und seit 2005 fahren auch die ersten Testfahrzeuge in Indien. Testfahrzeuge sind Mercedes-CDIs[70], die zu 100 % mit Jatropha-Biodiesel fahren.[71] Warum für diese Tests gerade Indien ausgesucht wurde und welche Standortfaktoren das Land generell zu bie- ten hat, erläutert das nächste Kapitel.

2.2 Das Land Indien als Anbaugebiet

Dieses Kapitel gibt zunächst einen kurzen allgemeinen Überblick über Indien als wach- sende Wirtschaftsmacht. Positive wie auch negative Standortfaktoren werden hier ge- genübergestellt, die Beziehung zur EU bzw. Deutschland dargestellt und das große Po- tential, welches sich hinter dem Land Indien verbirgt, abgebildet.

Des Weiteren wird Indien als Anbauland für die Energiepflanze Jatropha betrachtet. Es wird erläutert, warum Indien sich für die Anpflanzung von Jatropha eignet und welche Richtung die Politik bezüglich dieser Frage einschlägt.

2.2.1 Überblick: Indien

Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit entdecken mehr und mehr den neuen Wirtschafts- giganten Indien. Aufgrund der hohen Wachstumszahlen der indischen Wirtschaft (s. Tabelle 1) rückt das Land Indien immer weiter in das Blickfeld von Industrien, Investo- ren und Unternehmen. „Indien bietet heute große unternehmerische Möglichkeiten und die Chance, sich frühzeitig auf diesem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt zu positio- nieren.“[72] Wirtschaftlicher Erfolg kann z.B. von den folgenden positiven, indischen Standortfaktoren abhängen:[73]

- ein fest etabliertes demokratisches System mit einem funktionierenden Rechts- system,
- ein im Vergleich zu früher verbessertes Investitionsklima auf Grund verschiede- ner Liberalisierungsschritte,
- ein gutes Schulsystem mit weiter Verbreitung der englischen Sprache.

Doch auch Schwierigkeiten und Hürden sind in Indien zu überwinden. Diese können z.B. sein:[74]

- bürokratische Hürden,
- zeitintensive Genehmigungsverfahren,
- untransparentes Steuersystem,
- hohe Zölle,
- komplexe Arbeitsschutzbestimmungen.

Die wirtschaftlichen Beziehungen betreffend haben Indien und die EU sich weitgehend autonom entwickelt. Doch ist der gemeinsame Wille vorhanden, vereinte Ziele anzuge- hen, wie z.B. anhand eines Aktionsplans zu sehen ist, der während des 6. Gipfeltreffens 2005 – besonders die Bereiche Energie und Umwelt betreffend – erarbeitet wurde.[75] Die Zusammenarbeit von Indien mit der Bundesrepublik Deutschland ist ein wichtiger Bestandteil sowohl für die indische als auch für die deutsche Außenwirtschaft. Diese basiert auf mehreren deutsch-indischen Wirtschaftsabkommen wie z.B. dem Investiti- onsschutzabkommen (1998) und führte zu ca. 2.700 deutsch-indischen Joint-Ventures.[76] Die Unterstützung der Bundesrepublik konzentriert sich nach Absprache mit der indi- schen Regierung auf die folgenden Bereiche:[77]

- Umwelt- und Ressourcenschutz,
- Energie,
- nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

„Fast alle deutschen Unternehmen, die sich in Indien bisher geschäftlich engagiert ha- ben, sind nach Angaben der Deutsch-Indischen Handelskammer mit dem Verlauf ihrer Aktivitäten ausgesprochen erfolgreich und zufrieden. (Nebenbei verdienen sie damit auch viel Geld. Möglicherweise sogar mehr als in China.)“[78] Ein kurzer Überblick über demographische und wirtschaftliche Tatbestände in Indien wird durch die Tabelle 1 abgebildet.[79]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Zahlen und Fakten: Indien [80]

Nachdem aufgezeigt wurde, warum Indien als Wirtschaftsland eine große Zukunft be- vorsteht, wird nun auf die Standortvorteile eingegangen, welche Indien dem Anbau der Energiepflanze Jatropha bietet.

2.2.2 Standortvorteile für den Anbau der Pflanze Jatropha in Indien

Indien konnte bisher 70 % des Ölverbrauchs nur durch Importe decken, deren Kosten sich auf ca. 29 Mrd. € beliefen. Da jetzt auch die immer weiter steigenden Ölpreise be- rücksichtigt werden müssen, will Indien diese Importe reduzieren und so soll eine Nati- onale Mission für Biokraftstoffe eingeführt werden:

Das Ziel der Mission ist es, dass 20 % der Treibstoffe mit Biodiesel und Biogas ver- mischt werden.

- In der ersten Demonstrationsphase werden auf regierungseigenem Land 400.000 ha große Plantagen mit Jatropha errichtet,
- In der zweiten Phase der Mission wird Jatropha auf nicht weniger als 11,2 Mio. ha sowohl regierungseigenem als auch privatem Grund und Boden angebaut.[81]

Warum diese Mission sich auf die Ölpflanze Jatropha fokussiert, erklärt sich im Fol- genden:

„Water shortage and labour problems are like twin razors which can make agricultural activity come to a grinding halt. Crops which require both of these inputs in minimal measure are indeed a blessing for farmers and Jatropha curcas seems to fit the bill well (…).”[82]

Hier zeigt sich, warum gerade Indien sich für den Jatropha-Anbau eignet:

- In Indien liegt viel Land brach, „70 % der Fläche Indiens sind Ödland, in denen nichts außer der Jatropha-Pflanze wächst“[83],
- Ursprünglich trat Jatropha in Zentral- und Südamerika in Erscheinung, doch heutzutage wächst die Pflanze in tropischen und subtropischen Gegenden.[84] Auch in Indien bietet das Klima die perfekten Voraussetzungen, um Jatropha anzubauen,
- Der Anbau und die Verarbeitung dieser anspruchsvollen Pflanze könnten beson- ders in ländlichen Gebieten dringend benötigte Jobs schaffen.[85],
- Es gibt viele kostengünstige Landarbeiter in Indien.

Bislang gibt es Pläne, in Indien auf 13 Mio. Hektar Jatropha curcas anzubauen (siehe auch Abb. 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Staatenübersicht in Indien für Ethanol- und Jatropha-Projekte [86]

Das wirtschaftliche Potential blieb nicht unentdeckt und so entsteht das Projekt cropo- wer der CROPOWER AG.

[...]


[1] Vgl. Paeger, J. (o.J.): Ökosystem Erde. Eine kleine Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs, http://oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html, 14.05.2008.

[2] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (o.J.): 10 Jahre Klima- rahmenkonvention: Die Konferenzen 1992–2002, http://www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/1-10_klimakonferenz/doc/2901.php, 14.05.2008.

[3] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2008a): Innovation durch Forschung. Jahresbericht 2007 zur Forschungsförderung im Bereich der erneuerbaren Energien, Berlin, S. 8.

[4] Vgl. Jung, D. (2005): Energieverbrauch in Schwellenländern, in: Deutschlandradio. Körperschaft des öffentlichen Rechts (Hrsg.): Umwelt und Verbraucher, http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/425324/, 14.05.2008.

[5] Bin Talal, H. (2006): Die Märkte der Zukunft sind „grün“, in: Bundesumweltministerium (Hrsg.): Die Umweltmacher. 20 Jahre BMU – Geschichte und Zukunft der Umweltpolitik, Hamburg, S. 179.

[6] Vgl. O.V. (2008): German Lessons, in: The Economist (Hrsg.), Vol. 387, Issue 8574, S. 67.

[7] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2006c): Ökologische Industriepolitik, Berlin, S. 6.

[8] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2006c), S. 6.

[9] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2006c), S. 8.

[10] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2007b): EEG – Das Erneuerbare Energien Gesetz, Berlin, S. 16.

[11] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2006c), S. 8.

[12] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2006c), S. 6 f.

[13] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2007a): Erneuerbare E- nergien in Zahlen – nationale und internationale Entwicklung. Stand: November 2007. Internet-Update, http://www.erneuerbare-energien.de/files/erneuerbare_energien/downloads/application/pdf/broschuere_ ee_zahlen.pdf, 19.03.2008, S. 43.

[14] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007b), S. 18.

[15] Europäische Umweltagentur (Hrsg.) (2002): Energie und Umwelt in der Europäischen Union, http://reports.eea.europa.eu/environmental_issue_report_2002_31-sum/de/energy_low_sum_de.pdf, 22.01.2008, S. 4.

[16] Vgl. Europäische Umweltagentur (2002), S. 4.

[17] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2007c): Wirtschaftsförde- rung durch erneuerbare Energien – Was bringt uns das?, Berlin, S. 12.

[18] Vgl. Europäische Kommission (Hrsg.) (1998): Förderung der Einbeziehung von Umweltaspekten in die Energiepolitik der Gemeinschaft, KOM(1998) 571, http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l28071.htm, 17. 03.2008, S. 1.

[19] Vgl Scott, A. (2007): EU States Agree to Cut Greenhouse Gas Emissions 20%, in: Chemical Week (Hrsg.), Vol. 169 Issue 9, Ausgabe vom 14.03.2008, S. 8.

[20] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007d), S. 15.

[21] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007a), S. 8.

[22] 1997 wurden auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Kyoto Folgendes vereinbart: Die Indust- riestaaten verpflichten sich verbindlich, ihre gemeinsamen Emissionen der sechs wichtigsten Treibhaus- gase von 2008 bis 2012 um mindestens 5 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Deutschland hat sich innerhalb der EU dazu verpflichtet, seine Emissionen in diesem Zeitraum um 21 % zu senken. Siehe hierzu: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2006d): Klimaschutz lohnt sich. Das Kyoto-Protokoll umsetzen und ausbauen, Berlin, S. 16.

[23] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007a), S. 24.

[24] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007d), S. 16. 25 Pelte, D. (2002): Energiespeicherung: Einführung, http://energie1.physik.uni- heidelberg.de/vrlsg/data/kap6/einf4.htm, 19.03.08, S. 1.

[26] Pelte, D. (2002), S. 1.

[27] Der Primärenergieverbrauch ist der Verbrauch an primären Energieträgern, die noch keiner Umwand- lung unterworfen wurden. Dazu zählen Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erd- und Grubengas, aber auch die erneuerbaren Energien, Atomenergie und Abfälle, die zur Energiegewinnung verwertet werden. Der Ver- brauch ergibt sich aus der Gewinnung dieser Energieträger im Land, den Bezügen und Lieferungen über die Landesgrenzen und aus den erfassten Lagerbestandsveränderungen. Siehe Landesamt für Natur, Um- welt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2007): Energieverbrauch, http://www.lanuv.nrw.de/umweltindikatoren-nrw/index.php?liki=05#def, 19.03.2008.

[28] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007a), S. 13. 29 Vgl. Energy Information Administration (Hrsg.) (2007): Annual Energy Outlook 2008, http://www.eia.doe.gov/oiaf/aeo/, 09.06.2008.

[30] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2008): Allgemeine Fragen zu erneuerbaren Energien, http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40704, 10.04.2008.

[31] Vgl. Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.) (o.J.): Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Windenergie, http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wind.html, 19.03.2008.

[32] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007a), S. 8.

[33] Accent (Hrsg.) (2008): Kontext: Energie heute und morgen. Was sind die Alternativen?, http://www.atmosphere.mpg.de/enid/Nr 3_Sept 2 5_Methan/Energie/C__Erneuerbare_Energien_4rl. html, 19.03.2008, S. 1.

[34] Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.) (o.J.): Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Wasserkraft, http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wasser.html, 19.03.2008.

[35] Vgl. Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.) (o.J.): Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Wasserkraft.

[36] Vgl. Verstege, A. (1998): Vor- und Nachteile der Wasserkraft, http://www.giub.uni- bonn.de/seminare/wasser/Hausarbeiten/ws98.99/Verstege.html, 10.04.2008.

[37] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007b), S. 5.

[38] Vgl. Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.) (o.J.): Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Sonnenenergie, http://www.unendlich-viel-energie.de/de/sonne.html, 19.03.2008.

[39] Accent (2008), S. 3.

[40] Vgl. Informationskampagne für Erneuerbare Energien (o. J.): Sonnenenergie.

[41] Vgl. Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.) (o.J.): Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Erdwärme, http://www.unendlich-viel-energie.de/de/erdwaerme.html, 19.03.2008.

[42] Vgl. Accent (2008), S. 4.

[43] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007a), S. 9.

[44] KfW Bankengruppe (Hrsg.) (2002): Perspektiven erneuerbarer Energien – Teil 3: Biomasse, in: KfW- Research Mittelstands- und Strukturpolitik, Nr. 27, S. 15.

[45] Vgl. Faulstich, M./Greiff, K. (2007): Bioenergie – Pro und Contra. Ergebnisse des SRU-Gutachtens 2007, in: Bayerisches Landesamt für Umwelt (Hrsg.): Bioenergie – Nutzen und Risiken für die Umwelt, Augsburg, S. 5.

[46] Angelehnt an: Saarland Ministerium für Umwelt (Hrsg.) (o.J.): Definition – Biomasse, http://www.erneuerbareenergien.saarland.de/10398_10558.htm, 20.03.2008.

[47] Vgl. KfW Bankengruppe (2002), S. 16.

[48] Vgl. Theiler, H. (2007): Effizienter und nachhaltiger Klimaschutz mit Biomasse, in: Bayerisches Lan- desamt für Umwelt (Hrsg.): Bioenergie – Nutzen und Risiken für die Umwelt, Augsburg, S. 23.

[49] Faulstich, M./Greiff, K. (2007), S. 18.

[50] Vgl. Heißenhuber, A. (2006): Potenziale und Umweltwirkung einer nachhaltigen energetischen Nut- zung von Biomasse, in: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (Hrsg.), Bioenergie – Umweltfreundli- che Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Augsburg, S. 4.

[51] Kaltschmitt, M. et al. (2003): Energiegewinnung aus Biomasse, in: Wissenschaftlicher Beirat der Bun- desregierung Globale Umweltveränderungen (Hrsg.): Externe Expertise für das WBGU-Hauptgutachten 2003 „Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit“, Berlin/Heidelberg, S. 33.

[52] Agence de l’Energie (Hrsg.) (2005): Energiepflanzen, http://www.ael.lu/cms/front_content.php?id cat=88, 25.03.2008.

[53] Vgl. Lindemann, G. (2007): Energiepflanzen – Beitrag zu Ressourcen- und Klimaschutz sowie zur Einkommenssicherung in der Landwirtschaft, in: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (Hrsg.): Symposium Energiepflanzen 2007, Schriftenreihe „Nachwachsende Rohstoffe“, Band 31, Gelsenkirchen, S. 16.

[54] Vgl. Lindemann, G. (2007), S. l2.

[55] Lindemann, G. (2007), S. 12.

[56] Vgl. Agence de l’Energie (2005).

[57] Vgl. Biomotor GmbH (Hrsg.) (o.J.): Pflanzenöle im Überblick, http://www.savoa.de/index.php?option=com_contenttask=viewid=25Itemid=, 26.03.2008.

[58] Vgl. Volmer, H. (2007): Jatropha, die Wunderpflanze, http://www.poel-service.de/ news1.php, 29.05.2008.

[59] Jongschaap, R. et al (2007): Claims and Facts on Jatropha curcas L.. Global Jatropha curcas evalua- tion, breeding and propagation programme, in: Plant Research International (Hrsg.): Research Report 2007, 158, Niederlande, S. 27.

[60] Vgl. FACT Foundation (Hrsg.) (2006): Jatropha Handbook. First Draft, http://www.fact- fuels.org/media_en/jatropha_handbook_march_2006, 26.03.2008, S. 4 f.

[61] Vgl. Sieg Klaus (2007): Nut-oil to biodiesel. Jatropha curcas – an undemanding plant for biodiesel production, in: agriculture rural development (Hrsg.), 2/2007, S. 37.

[62] Eigene Darstellung, in Anlehnung an FACT Foundation (2006), S. 9.

[63] Vgl. Jongschaap, R. et al (2007), S. 5 ff.

[64] Vgl. Sieg Klaus (2007), S. 39.

[65] Vgl. Sieg Klaus (2007), S. 37.

[66] Vgl. Wörgetter, M. et. al (1999): Ökobilanz Biodiesel. Eine Studie der Bundesanstalt für Landtechnik im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Wieselburg, S. 5.

[67] Vgl. Sieg Klaus (2007), S. 39.

[68] Sieg Klaus (2007), S. 38.

[69] Vollmer, H. (2007): Jatropha kann man nichts Schlechtes anhängen. n-tv.de Interview, http://www.n- tv.de/819595.html, 22.01.2008.

[70] Mercedes Common Rail Direct Injection.

[71] Vgl. Vollmer, H. (2007)

[72] Müller, E. (2008): Große Exportchancen für bayerische Unternehmen, in: Industrie- und Handelskam- mer München (Hrsg.): Wirtschaft. Das IHK-Magazin für München und Oberbayern, 02/2008, S. 22.

[73] Vgl. Sepp, V./Huber, J. (2006): Fokus auf... Indien, http://www.auwi-bay- ern.de/awp/base/inhalte/Grenzenlos_erfolgreich/Fokus_auf.../Fokus_auf_Indien.html, 07.04.2008, S.1.

[74] Vgl. Sepp, V./Huber, J. (2006), S. 1.

[75] Vgl. Bhaskar, C. (2007): Aufstrebende Akteure im internationalen System. Indien, Deutschland und die Europäische Union, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Politik, http://www.bpb.de/themen/1TO0XE,0,0,Aufstrebende_Akteure_im_internationalen_ System.html., 15.05.2008.

[76] Vgl. Auswärtiges Amt (Hrsg.) (2007): Indien. Beziehungen zwischen Indien und Deutschland, http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Indien/Bilateral.html, 14.05.2008.

[77] Vgl. Auswärtiges Amt (2007).

[78] Sepp, V./Huber, J. (2006), S. 1.

[79] Vgl. World Travel Guide (Hrsg.) (o.J.): Indien Länderinfos: Klima, http://www.derreisefuehrer.com/country /120/climate/Indischer-Subkontinent/Indien.html, 04.04.2008.

[80] Eigene Darstellung, in Anlehnung an: Bundesagentur für Außenwirtschaft (Hrsg.) (2007): Wirtschafts- daten kompakt. Indien, http://www.bfai.de/ext/anlagen/PubAnlage_3881.pdf, 04.04.2008.

[81] Vgl. Biopact (Hrsg.) (2007): India launches biofuels mission, focuses on Karanj and Jatropha, http://biopact.com/2007/05/india-launches-biofuels-mission-focuses.html, 07.04.2008.

[82] Prabu, M. (2008): How an NGO comes to jatropha cultivators’ rescue, in: The Hindu. Online edition of India’s National Newspaper (Hrsg.), erschienen am 07.02.2008, http://www.thehindu.com/thehindu/seta/2008/02/07/stories/2008020750941700.htm, 28.05.2008. 83 3sat (Hrsg.) (2007): Unscheinbare Jatropha-Pflanze hilft Menschen in Indien, http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/102719/index.html, 05.04.2008.

[84] Vgl. Sieg Klaus (2007), S. 38.

[85] Vgl. O.V. (2007), S. 2.

[86] Society for rural initiatives for promotion of herbals (Hrsg.) (o.J.), S. 1.

Details

Seiten
115
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640232741
ISBN (Buch)
9783640232857
Dateigröße
3.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v119483
Institution / Hochschule
Mediadesign Hochschule für Design und Informatik GmbH München
Note
1,3
Schlagworte
Subventionsmöglichkeiten Energie-Projekte Indien Beispiel CROPOWER Projekt

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Titel: Subventionsmöglichkeiten für erneuerbare Energie-Projekte in Indien am Beispiel der CROPOWER AG und dem Projekt cropower