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Die Unterwelt im Eneasroman

Ein inhaltlicher und erzähltheoretischer Vergleich an ausgewählten Textstellen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 21 Seiten

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

Einführung

I. Die Unterwelt
1.1 Vorbereitung zur Katabasis: Die Sibylle
1.2 Katabasis
1.2.1 Dido
1.2.2 Elysium
1.2.3
1.3 Anabasis: Das Tor der Träume

II. Die Erzälkonzepte in der Unterwelt der Eneasromane mit Blick auf die vergilische Vorlage
2.1 Erzählstruktur und -konzeption
2.2 Narrative Anachronien
2.3 Erzählperspektive
2.4 Authentizität und Glaubwürdigkeit

III. Literaturverzeichnis

Primärliteratur:

Sekundärliteratur:

Einführung

Die folgende Arbeit betrachtet die Unterwelt des Eneasromans von Heinrich von Veldeke. Im ersten Kapitel wird der Text Veldekes mit der antiken Aeneis Vergils und mit dem mittelalterlichen Roman d'Eneas, dessen Autor nicht bekannt ist, verglichen. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, wie die mittelalterlichen Autoren mit dem antiken Stoff der Aeneis umgegangen sind. An ausgewählten Textstellen soll aufgezeigt werden, welche Teile des Textes und welche Topoi sie einer christlichen Adaptation unterzogen haben und welche Elemente des antiken Stoffes anverwandelt wurden. Hierbei geht es auch um die möglichen Gründe, welche die Autoren mehr oder weniger dazu gebracht haben, die Vorlage zu übernehmen oder zu verändern. Die erste dazu heran gezogene Textstelle ist die Begegnung mit der Sibylle und ihre weitere Funktion in der Unterwelt. Bei der zweiten Textstelle handelt es sich um Eneas' Begegnung mit Dido in der Unterwelt, das zentrale Thema ist hier der Umgang der mittelalterlichen Dichter mit Didos Selbstmord. Darauf folgt als dritte Textstelle die Beschreibung des Elysiums. Das Interesse liegt hierbei auf der Frage, wie dieser paradiesische Ort mit mittelalterlich-christlichen Vorstellungen zu vereinbaren war. Die nächste bearbeitete Textstelle schließt sich direkt an die letzte an, sie bezieht sich auf die Begegnung mit Anchises im Elysium und daran gebunden an das Reinkarnationskonzept, welches Vergil in seinem Werk verarbeitet hat. Die letzte Textstelle beinhaltet den Ausgang der Hölle und die Bedeutung der zwei Tore.

Das zweite Kapitel behandelt den Eneasroman unter dem Blickpunkt der Erzählstruktur. Die Frage wird untersucht, ob und inwieweit Veldeke bzw. der Anonymus die Struktur seiner Vorlagen übernommen hat und inwiefern er eine eigene Konzepte entwickelt hat. Weiter ist relevant ob und in wieweit die mittelalterlichen Autoren Vergils narrative Anachronien übernommen oder verändert haben, mit welcher Absicht sie dies getan haben und welchen Konsequenzen daraus folgen. Im darauf folgenden Unterkapitel steht die Frage nach der verwendeten Erzählperspektive.

Das letzte Unterkapitel beschäftigt sich mit der Frage nach der Fiktionalität; welche Signale und rhetorische Mittel hat Veldeke benutzt im Umgang mit den Vorlagen? Welche Indizien sprechen dafür, dass Veldeke die Vorlagen als Fiktion behandelt hat und welche sprechen dagegen?

I. Die Unterwelt

1.1 Vorbereitung zur Katabasis: Die Sibylle

Das Göttergebot - welches Eneas durch seinen Vater Anchises erhält - beinhaltet, dass die Sibylle ihn durch die Unterwelt führen soll. In den drei Texten ist die Begegnung mit der Sibylle und auch ihre Verortung unterschiedlich. Bei Vergil lebt Sibylle in Kumae, während die Trojaner sich die Wandmalereien im Apollotempel anschauen, wird Sibylle von Achates zu Aeneas geführt. Aeneas geht zusammen mit den Trojanern in die Grotte der Sibylle; dort wird mehr ihr Zustand beschrieben als ihr Aussehen. Apollo ergreift Macht über sie und Sibylle wird zu seinem Medium. (AE VI,1–102) Im Roman d'Eneas befindet sich Sibylle ebenfalls in Cumae, hier gehen allerdings nur Achates und Eneas alleine zum Tempel. Darüber hinaus erfährt das Publikum mehr über ihr Äußeres. Es wird gesagt, dass sie eine Frau der Hölle zu sein scheint, jedoch gleicht die Beschreibung ihres Äußeren dem einer alten Frau. Die Entrückung bzw. Verbindung mit Apollo kommt nicht mehr vor, übrig geblieben ist davon nur eine Art Trancezustand; ihre Augen sind geschlossen bis Eneas sie anspricht, dann aber ist ihr Blick wild. Anders als in der Vorlage empfindet Eneas hier Furcht beim Anblick der Priesterin. (RdE 2261-2297) Bei Veldeke sagt Anchises, dass Sibylle ze Icônjen (E 2601), also in Iconum wohnt.[1] Hier geht Eneas ganz alleine zur Sibylle. Ihr Äußeres wird detailliert beschrieben (descriptio vetulae), sie gleicht noch mehr einer alten Frau und ebenfalls wird nichts von einer Entrückung erzählt. Sie liest in einem Buch, was sie als weise Frau darstellt. Eneas hat furchtbare Angst aufgrund ihrer Häßlichkeit, jedoch hat sie nichts dämonisches mehr an sich. (E 2687-2741) Stebbins vergleicht das Aussehen der Sibylle mit dem Aussehen der Cundrîe im Parzival[2], Hamm widerspricht ihr in diesem Punkt jedoch mit Hinweis auf das fehlende tierähnliche Äußere.[3] Die ausführliche descriptio der Sibylle zeigt laut Hamm, dass Veldeke mit der Topik der descriptio personae vertraut war und mit solchen rhetorischen Instrumenten umzugehen weiß.[4] Gerade bei diesen Beschreibungen hat der Dichter die Möglichkeit sein Können zu erproben und zu beweisen.[5]

Im Gegensatz zu den Vorlagen reagiert Sibylle freundlich als Eneas sie anspricht. (E 2747) Dieser Gegensatz von Innerem und Äußerem hat seine Vorlage in der formosa deformitas.[6] Das häßliche Äußere ist zum einen Signal für die Ausgrenzung vom Höfischen und zum anderen eine Markierung des Übergangs vom Höfischen in einen numinosen Raum.[7] In der geläufigen Vorstellung ist etwas Häßliches böse und etwas Schönes ist gut. Hier wird angedeutet, dass die Regeln der irdischen Welt außer Kraft gesetzt sind. In den mittelalterlichen Romanen werden die prophetischen Elemente der Sibylle eliminiert, ebenso wie ihre Rolle als Medium Apolls; sie wird zur kundigen Wegbegleiterin in die Unterwelt „degradiert“.[8]

In allen drei Texten benötigt der Held einen (goldenen) Zweig. Bei Vergil ist der Zweig ein Geschenk an Frau Proserpina und ohne ihn darf man nicht in die Unterwelt hinab; er kann nur gepflückt werden wenn die Götter es wollen. Ausführlich wird beschrieben wie Eneas den Zweig beschafft, seinen Gefährten Misenus bestattet und den Göttern opfert. (AE VI,136-255). Im Roman d'Eneas wird die Funktion des Zweiges übernommen, die Beschaffung ist jedoch gekürzt. (RdE 2310-2350) Bei Veldeke erfährt man nur von einem Zweig, der nötig ist damit Sibylle ihn in die Hölle führt; sämtliche Beschreibungen über Beschaffung und Beschaffenheit des Zweiges sind sehr kurz gehalten. (E 2786-2835) Erst später wird beschrieben, dass der Zweig als Wegmarke fungiert. Sie kommen an eine Kreuzung von der ein Weg nach links zur Hölle führt und rechts ein Weg zum Elysium. Eneas soll sich auf dem Rückweg an dem Zweig orientieren und ihn wieder mit sich nehmen. Von einem Geschenk für Frau Proserpina ist nicht die Rede (E 3553-3574). Nach Stebbins betont Veldeke die zwei Möglichkeiten des Lebenswandels im christlichen Sinne, indem er zweimal erwähnt, dass die Höllenburg links liegt; der linke Weg führe ins Verderben und der „rechte“ Weg zur Erlösung.[9] Ich glaube nicht, dass dies nur für Veldeke gilt. Im Roman sieht Eneas zur Linken die Hauptwohnstadt der Hölle, er und Sibylle folgen dem Weg nach rechts. (RdE 2699-2701, 2783-2791) Auch hier wird zweimal erwähnt, dass die Höllenstadt links liegt. Dementsprechend könnte man also sagen, dass beide mittelalterlichen Autoren an dieser Stelle den christlichen Glauben hervor heben.

1.2 Katabasis

1.2.1 Dido

Dido befindet sich in allen drei Werken hinter bzw. bei den Seelen der Kinder. Bei Vergil erleiden diejenigen, die sich aus Liebe das Leben genommen haben keine Strafen, da sie vermutlich im Gegensatz zu den Selbstmördern gedacht sind, welche sich durch den Selbstmord einer gerechten Strafe entzogen haben. Dies war nach römischem Recht ein Verbrechen.[10] Im Roman d’Eneas kann die Schuld Didos als schwer genug gewertet werden um Höllenstrafen erleiden zu müssen, daher entsteht kein Widerspruch, wenn Dido an der gleichen Stelle wie bei Vergil auftaucht.[11] Bei Veldeke ist Dido ebenfalls nicht bei den Selbstmördern, obwohl diese eigentlich im Sinne christlicher Theologie Höllenstrafen erleiden müsste. Der Widerspruch zum christlichen Glauben wird noch durch die explizite Erwähnung der ewigen Verdammnis der Selbstmörder zur Höllenqual gesteigert.[12] Im Mittelalter gilt der Selbstmord als unsühnbare Todsünde, trotzdem befindet sich Dido nicht bei den Selbstmördern. Nach Stebbins spricht Veldeke Dido damit implizit von ihrer Schuld frei und behaftet Eneas damit.[13] Dido wird gewissermaßen als Opfer im Streit der Götter dargestellt. Allgemein muss es dem mittelalterlichen Publikum befremdlich vorgekommen, dass eine Selbstmörderin nicht mit den schlimmsten Höllenqualen bestraft wird. Nach Fromm ist der Widerspruch vermutlich nicht bewusst konstruiert, Veldekes Inkonsequenz weise vielmehr auf eine differenzierte Haltung gegenüber dem Selbstmord hin, je nachdem, ob es um die konkrete Tat der Dido oder um das abstrakte moralische Phänomen an sich gehe.[14] Es zeige sich eine Tendenz Dido, ebenso wie im Roman d’Eneas, mit dem Hinweis auf ihre geistige Unzurechnungsfähigkeit zu entlasten. Bei Vergil sühnt Dido mit ihrem Selbstmord ihren Treuebruch gegenüber Sychaeus. Die mittelalterlichen Autoren sind jedoch nicht imstande dazu den Sühneselbstmord als sittlichen Akt im Sinne vorchristlicher Wertmaßstäbe zu begreifen.[15]

Veldeke verortet Dido und die aus Liebe Gestorbenen direkt neben den Kindern, die im Mutterleib verstorben sind, daraus zeigt sich zusätzlich die Tendenz, Dido von der Schuld frei zu sprechen; denn diese Kinder konnten ihre Unschuld noch nicht mit Sünde beflecken.[16]

Bei Vergil weint Eneas, als er Dido erblickt und rechtfertigt sich, er habe auf Befehl der Götter gehandelt . Er versucht bewusst ihren Zorn zu mildern. Damit wird sehr klar herausgestellt, dass die Schuld bei Eneas gesucht wird. Dido ist wie versteinert und schaut ihn nicht an, sie wendet sich schroff ab und flüchtet zu Sychaeus in den Wald. (AE VI, 451-477) Aeneas sieht ihr weinend und klagend nach; die Kommunikation ist auf einen Aeneas' Monolog beschränkt. Diese Szene spiegelt die Abschiedsszene in Karthago mit vertauschten Rollen wieder. Dort ist Dido diejenige, deren Flehen und Bitten von Aeneas ungehört bleiben; sie kann ihn nicht zum Bleiben bewegen. An dieser Stelle hält Dido vor ihrem Selbstmord einen Monolog. (AE 450-476)

Im Roman d’Eneas sieht Eneas Dido, weint aber nicht Er versucht sich zu rechtfertigen und erklärt, dass es nicht seine Schuld gewesen sei, da er auf Befehl der Götter handele. Er „versteckt“ sich gewissermaßen hinter dem Götterbefehl. Dido schaut ihn nicht an, sie nimmt ihm gegenüber eine sehr feindliche Haltung ein. (RdE 2621-2662) Diese feindliche Haltung zeigt eine Ungereimtheit auf, da Dido in ihrem Monolog vor dem Freitod Eneas vergibt.[17] Sie flieht in einen Wald, in welchem sich Sicheüs befindet. Dido wagt es nicht ihn anzuschauen oder in seine Nähe zu kommen, da sie ihr Treueversprechen ihm gegenüber gebrochen hat. Wegen dieser Verfehlung schämt sie sich und wird dementsprechend schamrot. Didos Schuld wird explizit herausgestellt, dadurch zeigt sich eine Veränderung im „Schuldgefälle“ im Vergleich zur vergilischen Vorlage. Der Fokus liegt hier nicht auf Eneas' Verhalten, ihm wird keine Schuld zugesprochen; er liegt auf der Verfehlung Didos. Der Anonymus macht die Schuld Didos mit seiner Ausweitung noch deutlicher.[18] Wie schon erwähnt wird der Sühneselbstmord nicht verstanden und so bleibt Dido alleine und kann sich Sicheüs nicht nähern.

Bei Veldeke möchte Eneas sie ansprechen, tut es aber nicht. Er schaut sie nur traurig an. Daraufhin wendet sich Dido ab; was ihr zugestoßen ist, ist ihr peinlich. Sie bereut es aber es wird keine Aggression gegen Eneas deutlich. (E 3296-3306) Die milde Haltung und Scham Didos machen hier deutlich, dass Eneas in Veldekes Interpretation des antiken Stoffes keine Schuld an ihrem Selbstmord trifft. Ebenfalls bleibt Sychaeus unerwähnt und damit auch Didos Treuebruch, der damit an Gewicht verliert. Der Grund für ihre Scham bleibt offen, Veldeke enthält sich einer Schuldzuweisung in die eine oder andere Richtung. Der Fokus liegt hier auf dem Mitgefühl und der Trauer die Eneas empfindet.[19] Nach Hamm zeigt der Umstand von Scham auf der einen und Mitleid auf der anderen Seite, dass beide Protagonisten ihren Teil zur Tragödie beigetragen. Didos Verhalten entspricht ihren Äußerungen vor ihrem Tod, sie hat Eneas verziehen und dementsprechend zeigt sie in der Unterwelt weder Zorn noch Hass; sie sieht nicht in Eneas den Schuldigen, sondern in dem Geschick, welches ihr widerfuhr.[20] Veldeke verzichtet darauf Dido explizit negativ zu belasten.

1.2.2 Elysium

Die letzte Station der Katabasis von Eneas - geführt von der Sibylle - ist das Elysium. Bei Vergil gibt es eine ausführliche Beschreibung des Ortes, der Personen und der Aktivitäten der Bewohner. (AE VI, 638-679) Das Elysium besitzt eine eigene Sonne und eigene Sterne. Nach der Ankunft im Elysium vermag Sibylle Eneas nicht weiter zu führen; sie muss sich bei Musaeus nach Anchises erkundigen. (AE VI, 666ff) Hier zeigt sich ein Wechsel, Sibylle ist nicht länger die allwissende Führerin, sondern muss selbst nachfragen. Der Wechsel endet damit, dass Sibylle ihre Führerposition gänzlich an Anchises abgibt und nun genauso wie Aeneas zuschaut.[21]

Betrachtet man diese Passage jedoch im Roman d'Eneas gibt es einige Unterschiede. Der Anonymus gibt eine immer noch ausführliche Beschreibung des Elysiums, hat sie jedoch im Gegensatz zur Ausführung Vergils sinnvoll gekürzt bzw. zusammengefasst. Auch hier besitzt das Elysium noch ein eigenes Firmament und die Bewohner und ihre Aktivitäten werden beschrieben. Der Erzähler selbst merkt an, dass die Wesen an diesem Ort nicht körperlich sind sondern Geister. Beim Voranschreiten sieht Eneas seinen Vater am Flußufer, wo er seine Nachkommenschaft zählt und ordnet, in der Reihenfolge, in der sie wiedergeboren werden sollen. (RdE 2791-2820)

Veldekes Text zeigt eine stark gekürzte Beschreibung. Der Erzähler charakterisiert das Elysium als Ort, der sehr schön und prachtvoll ist. Veldeke benennt den Ort mit dem Begriff „elysische Gefilde“. Es folgt keine genauere Beschreibung der Umgebung und das Publikum erfährt nichts über die Bewohner des Elysiums. (E 3576-3578)

Das Elysium wird mit dem irdischen Paradies identifiziert, dieses kann aber nicht in der Unterwelt – also unterirdisch - sein, daher ist Veldeke gezwungen die Darstellung möglichst kurz zu halten; nach Augustin befindet sich das Paradies im Osten der Erde.[22] Davon abgesehen hat er die Beschreibung des Elysiums nicht nur weggelassen, um Rücksicht auf sein Publikum zu nehmen. Es ist klar, dass die Lehre der Seelenwanderung nicht übernommen werden kann, da sie völlig im Gegensatz zur christlichen Vorstellung steht und Veldeke davon ausgehen muss, dass sein Publikum nicht in der Lage ist, abstrakt und distanziert mit dem Stoff umzugehen. Indem Veldeke die Beschreibung des Elysiums wegfallen läßt, ist er auch nicht gezwungen Eneas nach einer Erklärung für diesen wunderlichen Ort fragen zu lassen.

[...]


[1] Nach Stebbins wurde diese Änderung eher von einem späteren Schreiber durchgeführt als von Veldeke selbst. Möglicherweise beabsichtigt, da die Landschaft um Iconum der Höllenlandschaften der Visionsliteratur nahekommt. (Vgl. Stebbins, Sara: Studien zur Tradition und Rezeption der Bildlichkeit in der »Eneide« Heinrichs von Veldeke. In: Mikrokosmos. Beiträge zur Literaturwissenschaft und Bedeutungsforschung. Band 3. Herausgegeben von Wolfgang Harms. Frankfurt a. M./Bern 1977. S. 41/42. Folgend genannt Stebbins.

[2] Stebbins, S. 29.

[3] Hamm, Joachim: Übernahme, Anverwandlung, Neukonzeption: Die Jenseitsfahrt des Eneas. In: Âne missewende. Erzählpoetik und Vorlagenbearbeitung im >Eneasroman< Heinrichs von Veldeke. Als Habilitationsschrift der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vorgelegt im Januar 2007. S. 189. Folgend genannt Hamm.

[4] Ebd., S. 19ff.

[5] Vgl. Brandt, Wolfgang: Die Erzählkonzeption Heinrichs von Veldeke in der 'Eneide'. Ein Vergleich mit Vergils 'Aeneis'. Marburger Beiträge zur Germanistik. Heruasgegeben von Josef Kunz, Erich Ruprecht und Ludwig Erich Schmitt. Band 29. Marburg 1969. S. 198. Folgend genannt Brandt.

[6] Ebd., S. 198.

[7] Ebd., S. 199, Vgl. Heinrich von Veldeke: Eneasroman. Die Berliner Bilderhandschrift mit Übersetzung und Kommentar. Hrsg. von Hans Fromm. Mit den Miniaturen der Handschrift und einem Aufsatz von Dorothea und Peter Diemer. Frankfurt am Main 1992. (Im Text genannt Kommentar Fromm) S. 805. Folgend genannt Fromm 1992.

[8] Ebd., S. 186 und S. 199.

[9] Ebd., S. 44ff.

[10] Knapp, Fritz Peter: Der Selbstmord in der abendländischen Epik des Hochmittelalters. Heidelberg 1979. S. 14. Folgend genannt Knapp.

[11] Ebd., S. 14.

[12] Ebd., S. 14.

[13] Vgl. Stebbins, Fromm 1992 S. 808.

[14] Vgl. Knapp, S. 142.

[15] Ebd., S. 142.

[16] Dabei bleibt zu bedenken, dass die ungeborenen Kinder auch ungetauft sind, falls sie keine Totentaufe erhalten haben. Ungetauft Verstorbene wurden im Mittelalter nicht in geweihter Erde begraben und es gab Diskussionen um die Frage ob Kinder, welche ungetauft sind, aber keine persönlichen Sünden begangen haben Erlösung finden können, oder nicht. Später entstand daraus die Vorstellung des Limbus. Ein Ort der semantisch zwischen dem Fegefeuer und dem Elysium liegt, der Hölle jedoch vorgelagert ist. Vgl. Dante Alighieri. Die Göttliche Komödie. Übersetzt von Hermann Gmelin. Anmerkungen von Rudolf Baehr, Nachwort von Manfred Hardt. Stuttgart 2001. (RUB=796) Vierter Gesang.

[17] Vgl. Hamm, S. 163.

[18] Ebd., S. 161.

[19] Vgl. Hamm, S. 162.

[20] Ebd., S. 163.

[21] Vgl. Norden, Eduard: P. Vergilius Maro Aeneis Buch VI. Sechste, unveränderte Auflage. Darmstadt 1976. S. 43. Folgend genannt Norden.

[22] Vgl. Fromm, Hans: Die Unterwelt des Eneas. Topographie und Seelenvorstellung. –In: Philologie als Kulturwissenschaft. Studien zur Literatur und Geschichte des Mittelalters. Festschr. für Karl Stackmann zum 65. Geburtstag, Hrsg. von Ludger Grenzmann. Göttingen 1987. S. 80f. Folgend genannt Fromm 1987.

Details

Seiten
21
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640207336
ISBN (Buch)
9783640207503
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v118166
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Institut für Germanistische und allgemeine Literaturwissenschaft, Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literatur
Note
1,0
Schlagworte
Unterwelt Eneasroman Hauptseminar Heinrich Veldeke Eneas Dozentin Schmitz

Autor

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