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Die Berücksichtigung soziokultureller Besonderheiten beim Markteintritt auf internationalen Märkten

Seminararbeit 2007 14 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/ Gang der Untersuchung

2. Definitorische Grundlagen

3. Soziokulturelle Besonderheiten auf ausländischen Märkten
3.1. Sprachliche Barrieren
3.2. Die Berücksichtigung von lokalen Werten und Normen
3.3. Die Berücksichtigung sozialer Strukturen

4. Chancen und Risiken auf ausländischen Märkten

5. Umsetzungsmöglichkeiten des Markteintritts unter

Berücksichtigung soziokultureller Aspekte

6. Fazit/ Schlussfolgerung

Quellen-/ Literaturverzeichnis:

Literaturverzeichnis Sonstige Quellen

Universität Hamburg ▪ Fakultät Wirtschaftsund Sozialwissenschaften ▪ Masterstudiengang Entrepreneurship

Die Berücksichtigung soziokultureller Besonderheiten beim Markteintritt auf internationalen Märkten

1. Einleitung / Gang der Untersuchung

Im Zuge der Globalisierung und in Zeiten des e-Commerce verschmelzen geographische Grenzen häufig und Firmen sind gewillt oder gezwungen, sich auf internationalen Märkten zu engagieren. Diese Möglichkeit bietet enorme Chancen, birgt aber auch Risiken. Insbesondere treten Risiken und verfehlte Markteintritte auf, wenn man Markteintrittsbarrieren missachtet. Eine der wichtigsten Markteintrittsbarrieren, die es zu beachten gilt, sind soziokulturelle Besonderheiten des Ziellandes.

Nur wenn es gelingt, die spezifischen Besonderheiten des Zielmarktes adäquat zu berücksichtigen, ist ein erfolgreicher Markteintritt möglich. Trotz dieses Wissens kommt es immer wieder in der Praxis vor, dass Firmen versuchen ihr Produkt einfach auf dem ausländischen Markt zu positionieren ohne die Besonderheiten des Ziellandes zu berücksichtigen. Dies kann zur Folge haben, dass nicht nur das Produkt oder die Dienstleistung nicht angenommen wird, sondern kann weitaus weitreichendere Folgen nach sich ziehen. Produktflops, Imageverluste oder gar existenzbedrohende finanzielle Auswirkungen sind die Folge.

Aus diesem Grund gilt es, den Markteintritt im Zielland sorgfältig vorzubereiten und Risiken soweit wie möglich zu beschränken.

In dieser Arbeit sollen die Chancen und Risiken, die aus den soziokulturellen Besonderheiten herrühren, analytisch dargestellt werden. Anhand von Beispielen aus der Praxis sollen gelungene und misslungene Markteintritte auf internationalen Märkten angeführt werden. Auch soll im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigt werden, welche Handlungsmöglichkeiten für Firmen, die einen internationalen Markteintritt planen, zur Verfügung stehen.

Deduktiv werden die wichtigsten Aspekte des internationalen Markteintritts aufgezeigt. Aufgrund der Komplexität des Themengebiets wird auf theore-

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tische Konstrukte weitestgehend verzichtet und einige Aspekte nur im Ansatz aufgezeigt.

2. Definitorische Grundlagen

Soziokulturelle Einflüsse spielen bei der internationalen Marktbearbeitung eine elementare Rolle. Dennoch lässt sich der Begriff der „Soziokultur“ nur annährend definieren. Die Soziokultur ist die Summe der Kulturellen, sozialen und politischen Interessen und Bedürfnisse einer Gesellschaft.

Unter der Wortverbindung soziokulturell versteht man in der Regel die engen sozialen und kulturellen Aspekte einer Gesellschaft und ihrem Wertesystem.[1]

Diese Definition ist sehr schwammig, da auch der „Kulturbegriff“ nicht eindeutig besetzt ist. So wird der Begriff in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Um eine systematische Definition des Begriffes Kultur zu finden, wurde das internationale Marketing-Lexikon herangezogen, welches folgende Definition enthält:

„Kultur ist ein komplexes Gebilde von Wissen, Überzeugungen, Künsten, Gesetzen, Normen und Werten sowie weiteren Verhaltensmustern, Fähigkeiten und Bräuchen, die für die Mitglieder einer spezifischen Gesellschaft charakteristisch sind. Es existieren drei Charakteristika: (1) die Kultur wird erworben und von Generation zu Generation übertragen; (2) sie kennt eine stark verflochtene Verbindung zwischen den Teilen dieser Kultur, (3) sie wird von den Mitgliedern der betreffenden Gesellschaften geteilt und unterscheidet sich von anderen Gesellschaften.“[2]

Die obige Definition lässt bereits erkennen, welche Bedeutung der Kultur im internationalen Marketing zukommt. Es gilt demnach vererbte bzw. übertragene Gewohnheiten, Werte und Normen bei der Marktbearbeitung zu berücksichtigen. Des Weiteren gilt es, aufgrund der starken Verflochtenheit mit der Gesellschaft, sensibel und gekonnt mit den gewachsenen Strukturen umzugehen. Eine Missachtung der heimischen Kultur kann für ein Unternehmen schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen. Dies gilt im besonderen Maße auch, da die Kultur etwas ist, was die Menschen unabhängig ihres sozialen Status miteinander verbindet und sie stark individualisiert und auch als Abgrenzungskriterium zu anderen Gesellschaften fungiert.

[...]


[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Soziokulturell - 09.03.07

[2] Deutscher Marketing Verband (Hrsg.): Internationales Marketing-Lexikon, Köln 1998, S. 74

Details

Seiten
14
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640202027
ISBN (Buch)
9783640206872
Dateigröße
632 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v118035
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Fakultät Wirtschaft- und Sozialwissenschaften, Masterstudiengang Entrepreneurship
Note
1,3
Schlagworte
Berücksichtigung Besonderheiten Markteintritt Märkten Internationalisierungsstrategien Unternehmen

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Titel: Die Berücksichtigung soziokultureller Besonderheiten beim Markteintritt auf internationalen Märkten