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Die Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens und Finnlands unter besonderer Berücksichtigung der nördlichen Regionen

Hausarbeit 2007 35 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer Berücksichtigung der peripheren nördlichen Regionen
2.1 Schweden insgesamt
2.1.1 Norrbottens Län
2.1.2. Västerbottens Län
2.2 Norwegen insgesamt
2.2.1 Norrland
2.2.2 Troms
2.2.3 innmark
2.3 Finnland insgesamt
2.3.1 appi
2.3.2 Oulu

3. Die Bevölkerungsverteilung im Raum
3.1. Die Bevölkerungsverteilung am Beispiel der Städte Mikkeli, Östersund und Tromø
3.1.1. Gemeinsamkeiten dieser Städte
3.1.2 Unterschiede zwischen den Städten

4. Die Einflussfaktoren der Bevölkerungsverteilung
4.1 Naturräumliche Einflussfaktoren
4.1.1 chweden
4.1.2 Norwegen
4.1.3 innland
4.2 Die historischen Einflussfaktoren
4.3 Die wirtschaftlichen Einflussfaktoren
4.4 Die Einflussfaktoren der Infrastruktur
4.4.1 Die Verkehrsinfrastruktur
4.4.2 Die Bildungsinfrastruktur
4.5 Die Regionalpolitik

5. Der Ausblick

6. Anhang

7. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Regionale Einteilung Schwedens 5

Abb. 2 Bevölkerungsentwicklung der Region Norrbottens Län zwischen 2002-2005

Abb. 3 Bevölkerungsentwicklung der Region Västerbottens Län zwischen 2002-2005

Abb. 4 Regionale Einteilung Norwegens

Abb. 5 Anteil der Bevölkerung Norrlands an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Abb. 6 Anteil der Bevölkerung Troms an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Abb. 7 Anteil der Bevölkerung der Finnmark an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Abb. 8 Regionale Einteilung Finnlands 11 Abb. 9 Bevölkerungsrückgang in Lappi

Abb. 10 Bevölkerungsentwicklung in Oulu 2000-2005

Abb. 11 Bevölkerung der Regionen Norrland, Troms, Finnmark im Vergleich

Abb. 12 Siedlungsstruktur Mikkelis

Abb. 13 Siedlungsstruktur Östersunds

Abb. 14 Siedlungsstruktur Tromsøs

Abb. 15 Ausbau der Infrastruktur in Norrland, Troms und Finnmark 2005

Abb. 16 Bahnnetz Finnlands

Abb. 17 INTERREG- Fördergebiete in Schwedens

Abb. 18 INTERREG- Fördergebiete in Finnland

Abb. 19 Bevölkerungsentwicklung Stockholms anhand der Einwohner/km²

Abb. 20 Bevölkerungsentwicklung in Lappi

Abb. 21 Bevölkerungsentwicklung in Oulu

Abb. 22 Bevölkerungsdichte in Skandinavien

Abb. 23 Durchschnittalter in Norrbottens Län 2000-2005

Abb. 24 Durchschnittalter in Stockholm 2000-2005

Abb. 25 Einwohner-Zahnarztverhältnis in den nördlichen Regionen und in Norwegen insgesamt

1. Einleitung

3807 Einwohner pro km² in Berlin (Statistisches Bundesamt) stehen 0,34 Einwohner/km² in der schwedischen Gemeinde Jokkmokk (Lindemann, 2004, S.11) gegenüber. Eine solch geringe Einwohnerdichte scheint unvorstellbar und ich versuche diese Tatsache mit dem gegebenen Hausarbeitsthema „Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens, Finnlands unter besonderer Berücksichtigung der nördlichen Regionen“ zu vereinbaren.

Eine Flut von Fragen beginnt sich mir zu stellen: „Ist eine solche geringe Bevölkerungsdichte typisch für die Länder Schweden, Norwegen und Finnland? Oder ist es doch eine eher ungewöhnlich niedrige Zahl? Was veranlasst die Menschen überhaupt in einer so dünn besiedelten Region zu bleiben? Wie lebt man in einer solchen Einsamkeit?“ So führte eine Frage zur Nächsten und ein Teil dieser Fragen soll im Laufe dieser Arbeit beantwortet werden. Beginnend mit Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer Berücksichtigung der peripheren nördlichen Regionen, soll anschließend die Bevölkerungsverteilung im Raum erörtert werden, um die Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur näher zu erklären. Neben allgemeinen Aspekten der Bevölkerungsverteilung soll das Beispiel der Städte Mikkeli (Finnland), Östersund (Schweden) und Tromsø (Norwegen) die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern veranschaulichen. Im darauf folgenden Punkt sollen die Faktoren für die bestehende Bevölkerungsverteilung und die Entwicklungen in den ausgewählten Bereichen der naturräumlichen, der historischen, der wirtschaftlichen Faktoren und dem Einfluss der Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur darstellt werden. Abschließend soll eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen gegeben werden, um eine Prognose für die zukünftigen Entwicklungen zu wagen.

2. Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer Berücksichtigung der peripheren nördlichen Regionen

Einen ersten Überblick über die Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens und Finnlands liefern statistische Zahlen, wie die der Einwohnerzahl, die des Bevölkerungswachstums oder die der Bevölkerungsdichte.

Im Folgenden werden die statistischen Daten zur Bevölkerungsgeografie zunächst für jedes Land einzeln betrachtet, um daraufhin speziell auf Daten zu den einzelnen nördlichen, peripheren Regionen der jeweiligen Länder einzugehen, um zu verdeutlichen, dass man von dem gesamten Land nicht auf einzelne Regionen schließen sollte

2.1 Schweden insgesamt

Die folgende Abbildung (Abb. 1) zeigt zunächst einmal Schweden insgesamt und seine räumliche Einteilung in 21 Regionen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Regionale Einteilung Schwedens

Quelle: University of Texas Libraries

In Schweden lebten im Juli 2006 auf 449964km² 9016596 Einwohner bei einem Bevölkerungswachstum von 0,16% (CIA World Factbook, Sweden). Die Bevölkerungsdichte entspricht dabei § 20 Einwohner/km², dabei liegt die Hauptstadt Stockholm mit 290 Einwohner/km² (Statistics Sweden) weit über dem Landesdurchschnitt. Eine gedachte Entfernung zwischen den Einwohnern Schwedens, wenn alle gleichmäßig über die Landesfläche verteilt wären würde 242m betragen (Gläßer, 2003, S. 18).1

Im weitern Verlauf werden die zwei nördlichen Regionen Norrbottens Län und Västerbottens Län genauer betrachtet.

2.1.1 Norrbottens Län

In der nördlichsten Region Schwedens, Norrbottens Län, lebten im Jahr 2005 251740 Menschen (Statistics Sweden), was einer Einwohnerdichte von § 3 Einwohner/ km² entspricht (National Atlas Schweden, Norrbotten) und diese Region damit zur dünn besiedelsten Schwedens macht. Zu Erwähnen bleibt, dass die Bevölkerung in Norrbottens Län seit Jahren konstant abnimmt, wie die Abb. 2 verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Bevölkerungsentwicklung der Region Norrbottens Län zwischen 2002-2005

Quelle: Statistics Sweden; Grafik: Katja Wüllner

2.1.2. Västerbottens Län

Die südlich an Norrbottens Län angrenzende Region Västerbottens Län kann mit 257652 Einwohnern (Statistics Sweden) im Jahr 2005 bei einer Bevölkerungsdichte von § 5 Einwohner/ km² (National Atlas Schweden, Vasterbotten) etwas höhere Einwohnerzahlen aufweisen. Jedoch ist in dieser Region, anders als in Norrbottens Län, ein minimaler Anstieg2der Bevölkerung zu verzeichnen, wie Abb. 3 illustriert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 Bevölkerungsentwicklung der Region Västerbottens Län zwischen 2002-2005

Quelle: Quelle: Statistics Sweden; Grafik: Katja Wüllner

2.2 Norwegen insgesamt

Norwegen gliedert sich, wie Abb. 4 zeigt in 19 Regionen und auf einer Flächen von 338145 km² lebten im Jahr 2006 5231372 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug, im selben Jahr, 0,38% (CIA World Factbook, Norway). In Norwegen leben durchschnittlich 14 Einwohner/km². Bei einer Abstandszahl von 289m zwischen den einzelnen Einwohner bei einer angenommen Gleichverteilung der Bevölkerung im Raum (Gläßer, 2003, S. 18).

Im Folgenden werden die nördlichen Regionen Norrland, Troms und Finnmark näher betrachtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4 Regionale Einteilung Norwegens

Quelle: University of Texas Libraries

2.2.1 Norrland

In der Region Norrland, der südlichsten hier zu betrachtenden norwegischen Region, lebten im Jahr 3 Quartal 2006 235 928 Menschen (Statistics Norway).

Die Abb.5 zeigt, den Anteil der Bewohner Norrlands an der norwegischen Gesamtbevölkerung und es wird deutlich, dass dieser Anteil über einen langen Zeitraum abnehmend ist und von fast 7% bis zum Jahr 1960 auf etwa 5,5% im Jahr 2001 sank.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5 Anteil der Bevölkerung Norrlands an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Quelle: Statistics Norway

2.2.2 Troms

In der nördlich an Norrland angrenzenden Region Troms lebten im 3 Quartal 2006 153936 Menschen (Statistics Norway)

Anhand der Abb. 6 wird deutlich, dass in dieser Region im Jahr 2001 etwa 3,5% der norwegischen Gesamtbevölkerung lebten und damit deutlich weniger, wie in Norrland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6 Anteil der Bevölkerung Troms an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Quelle: Statistics Norway

In der Abbildung zeigt sich darüber hinaus, dass Troms in der Zeit zwischen 1900 und 1960 einen Anstieg am prozentualen Anteil der Gesamtbevölkerung mit einem Höhepunkt von etwa 4% im Jahr 1960 zu verzeichnen hatte. Nach 1960 ist allerdings eine Abnahme auf den heutigen Wert zu verzeichnen, der trotz des Rückgangs immer noch über dem Gesamtanteil von 1900 liegt.

2.2.3 Finnmark

In der nördlichsten Region Norwegens, Finnmark, lebten im 3 Quartal 2006 72799 Menschen (Statistics Norway).

Dies bedeutet, dass etwas mehr wie 1,5% der norwegischen Gesamtbevölkerung in dieser Region leben, wie die Abb. 7 zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7 Anteil der Bevölkerung der Finnmark an der norwegischen Gesamtbevölkerung

Quelle: Statistics Norway

Auch in dieser Region ist, ähnlich wie in Troms, ein Höhepunkt 1960 des prozentualen Bevölkerungsanteil mit fast 2% an der Gesamtbevölkerung feststellbar, dabei gab es ein besonders großes Wachstum zwischen den Jahren 1900 und 1930.

[...]


1 Im Vergleich dazu würde die Abstandszahl in Deutschland 70m betragen (Gläßer, 2003, S. 18).

2 Vgl. dazu Abb. 19 Bevölkerungsentwicklung Stockholms anhand der Einwohner/km² im Anhang.

Details

Seiten
35
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640193158
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v117070
Institution / Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,3
Schlagworte
Bevölkerungsgeografie Schwedens Norwegens Finnlands Berücksichtigung Regionen Seminar

Autor

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