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Virtueller Krieg - Kann die Umkehrung des Opferverhältnisses als Konsequenz des virtuellen Krieges interpretiert werden?

Hausarbeit 2007 16 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Klassische Kriege vs. Neue Kriege
2.1 Klassische Kriege
2.1.1 Kennzeichen
2.2 Drei Entwicklungen
2.2.1 Privatisierung
2.2.2 Asymmetrisierung
2.2.3 Entmilitarisierung
2.3 Neue Kriege

3. Virtuelle Kriege
3.1 Kennzeichen
3.1.1 Bildschirmkriege
3.1.2 Virtuelle Beteiligung
3.2 Ziel(e)

4. Opferbilanzen
4.1 Zahlen
4.2 Erklärungsansätze

5. Fazit

Literatur

Internetlinks

1. Einleitung

„Krachend schlägt eine Handgranate ein, die israelischen Soldaten hinter den Barrikaden ihres Militärpostens sterben mit einem tiefen ‚Ah’, und der Spieler erreicht eine neue Runde.“[1] So beginnt ‚Under Siege’ das neue Computerspiel der Softwarefirma Afkar Media, das sich den ‚Befreiungskampf des palästinensischen Volkes’ zum Thema macht. Kriegscomputerspiele, mit denen man den Krieg virtuell von zuhause aus ‚erleben’ kann und in denen man Punkte für das Töten von Menschen bekommt, erleben zurzeit einen regelrechten Boom.[2] So scheint es nicht verwunderlich, wenn mit dem Begriff „Virtueller Krieg“ oft Computerspiele assoziiert werden.

Der Begriff des virtuellen Krieges steht in der Politik natürlich nicht für Computerspiele, sondern vielmehr für eine neue Art der Kriegsführung. Und doch scheinen beide, der politische und der computerspielerische Begriff des virtuellen Krieges einiges gemeinsam zu haben. Zum einen wird der Krieg in den Computerspielen wie auch in der Wirklichkeit oft nur noch virtuell erlebt und zum anderen scheint er die Hemmgrenze zum Töten von Nonkombattanten gesenkt zu haben.[3]

Herfried Münkler fasst letztere Entwicklung wie folgt zusammen:

„In den bis Anfang des 20. Jahrhunderts geführten Kriegen gehörten etwa 90 Prozent der Gefallenen und Verwundeten zu den Kombattanten […], in den neuen Kriegen am Ende des 20. Jahrhunderts ist die Opferbilanz ziemlich genau ins Gegenteil verkehrt: Bei etwa 80 Prozent der Getöteten und Verletzten handelt es sich um Zivilisten und nur bei den restlichen 20 Prozent um Soldaten, die bei Kampfhandlungen zu Schaden kommen.“[4]

In dieser Arbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden, ob die Umkehrung des Opferverhältnisses als Konsequenz des virtuellen Krieges interpretiert werden kann. Um diese Frage zu beantworten, soll zunächst der klassische Krieg und die drei Entwicklungen, die zu seinem Bedeutungsverlust beitrugen sowie das Charakteristische der neuen Kriege, kurz dargestellt werden. Im Anschluss wird der virtuelle Krieg mit seinen Kennzeichen und Zielen erläutert. Danach werden die Opferbilanzen beider Kriegsformen sowie drei Erklärungsansätze für die Umkehrung des Opferverhältnisses dargestellt. Im letzten Punkt soll dann mit einem Resümee die Fragestellung beantwortet werden.

2. Klassische Kriege vs. Neue Kriege

2.1 Klassische Kriege

In den klassischen Kriegen[5], den sog. Staatenkriegen, galt der Staat als Monopolist des Krieges.[6] Dieses Modell des Krieges entwickelte sich nach der langsamen Herausbildung eines staatlichen Gewaltmonopols im neuzeitlichen Zentraleuropa.[7] Durch den vermehrten Einsatz der Artillerie und die gleichzeitige Entwertung von Burgen und Stadtmauern und dem zunehmenden Zwang, über drei Waffengattungen (Infanterie, Kavallerie und Artillerie) zu verfügen, kam es zu einer starken Verteuerung des Kriegswesens. Diese Verteuerung machte den Staat zum Monopolisten des Krieges, da nur er die Kosten für den Unterhalt eines entsprechenden Heeres aufbringen konnte.[8]

Der idealtypische klassische Krieg war nach Geis eine vollkommen verstaatlichte, einigermaßen durch Regeln eingeschränkte Unternehmung von begrenzter Dauer und mit klarer politischer Zielrichtung.[9]

2.1.1 Kennzeichen

Die klassischen zwischenstaatlichen Kriege waren u.a. dadurch gekennzeichnet, dass sich die gegnerischen Streitkräfte im Kampf gegenüberstanden. Es galt nach Ignatieff immer die stillschweige Vereinbarung: „Töte oder werde getötet.“[10]

Nach Kaldor durchliefen die klassischen Kriege in der Geschichte verschiedene Stadien: von den begrenzten Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts, die mit der wachsenden Macht des absolutistischen Staates einhergingen, über die revolutionären Kriege, bis hin zu den totalen Kriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem darauf folgenden imaginären kalten Krieg.[11]

„Jedes dieser Stadien zeichnete sich durch einen besonderen Modus der Kriegsführung aus, mit einem eigenen Typ von Streitkräften, eigenen Strategien und Techniken, eigenen Freund-Feind- Beziehungen und Kriegsmitteln.“[12] Trotz der Unterschiede in den einzelnen Stadien handelt es sich bei all diesen Kriegen[13] um „ein Geschöpf des zentralistischen, >rationalistischen<, hierarchisch geordneten modernen Flächenstaats.“[14]

Nach Kaldor besteht in konventionellen bzw. regulären Kriegen das Ziel primär in der Eroberung von Territorium durch militärische Erfolge.[15]

2.2 Drei Entwicklungen

Mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes ging auch die Ära des klassischen zwischenstaatlichen Krieges zu Ende.[16] Insbesondere in Folge der technologischen Entwicklung waren die zwischenstaatlichen Kriege unführbar geworden. Dies hatte zwei Gründe: zum einen wurden die Staatenkriege unführbar, infolge der Vernichtungskraft von Nuklearwaffen und zum anderen durch den dramatischen Anstieg der Verletzlichkeit moderner Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften.[17] Diese Entwicklungen hatten zur Folge, dass zwischenstaatliche Kriege zusammengenommen mehr kosteten als einbrachten und deswegen ihre Attraktivität verloren.[18]

Am Bedeutungsverlust der klassischen Staatenkriege hatten im Wesentlichen die drei folgenden Entwicklungen Anteil: Privatisierung, Asymmetrisierung und Entmilitarisierung.[19]

2.2.1 Privatisierung

Infolge der Privatisierung und damit der Entstaatlichung des Krieges ist der Staat nicht länger Monopolist des Krieges. Mittlerweile haben para- und substaatliche Akteure das kriegerische Handeln übernommen und Staaten sind nur noch reaktiv in Kriege verwickelt.[20] Diese Entwicklung wurde dadurch möglich, dass die unmittelbare Kriegsführung in den neuen Kriegen relativ billig ist, da leichte Waffen günstiger sind und keine langen Ausbildungszeiten[21] mehr erfordern.[22]

2.2.2 Asymmetrisierung

Mit der Asymmetrisierung kriegerischer Gewalt ist der Umstand gemeint, dass in der Regel nicht gleichartige Gegner miteinander kämpfen. In den klassischen Kriegen war die Symmetrie der kriegerischen Gewalt vorherrschend; es standen sich demnach also gleichartige Gegner im Kampf gegenüber.

Durch den Umstand, dass es keine Fronten mehr gibt, kommt es nur noch selten zu Gefechten und Schlachten; die militärischen Kräfte schonen sich gegenseitig und richten ihre Gewalt stattdessen gegen die Zivilbevölkerung.[23]

Die Asymmetrisierung ist nach Münkler, „dadurch gekennzeichnet, dass in ihr bestimmte Formen der Gewaltanwendung, die zuvor untergeordnete taktische Elemente einer militärischen Strategie waren, selbst eine eigenständige Dynamik erlangt haben.“[24]

2.2.3 Entmilitarisierung

Mit der Entmilitarisierung des Krieges ist eine Entwicklung gemeint, in der das Militär nicht länger Monopolist der Kriegsführung ist. Zum einen wird dies daran deutlich, dass die kriegsführenden Parteien immer häufiger aus Kriegern und nicht mehr aus Soldaten bestehen; die Rolle der Soldaten übernehmen „private Akteure wie Warlords, kriminelle Banden, Söldnergruppen, private Sicherheitsfirmen, Kindersoldaten u.a. […].“[25] Zum anderen zeigt sich die Entmilitarisierung an den neuen Zielen, die nicht mehr primär militärische Objekte ausmachen, sondern zunehmend Zivilisten und die zivile Infrastruktur zum Ziel werden lassen. Letzteres hat zur Folge, dass die Unterscheidung zwischen Kombattanten[26] und Nonkombattanten aufgelöst wird.[27] Diese Entwicklung zeigt sich u.a. daran, dass internationale Regeln der Kriegsführung, die der Zivilisierung und Einhegung des Krieges dienen sollen, kaum noch Beachtung finden.[28]

Die drei Entwicklungen: Privatisierung, Asymmetrisierung und Entmilitarisierung, sind jede für sich betrachtet nicht neu. Neu ist allerdings ihr Zusammentreffen. Es wird davon ausgegangen, dass diese drei Entwicklungen eng miteinander zusammenhängen und „bei einer gleichzeitigen drastischen Abschwächung der Präge- und Orientierungskraft des klassischen Kriegsmodells“[29] das Neue ausmachen.

2.3 Neue Kriege

Nach Münkler werden die sog. neuen Kriege von einer „schwer durchschaubares Gemengelage aus persönlichem Machtstreben, ideologischen Überzeugungen, ethnisch-kulturellen Gegensätzen sowie Habgier und Korruption am Schwelen gehalten und häufig nicht mit erkennbaren Zwecken und Zielen geführt.“[30]

Kaldor unterscheidet die neuen Kriege durch drei wesentliche Faktoren von den bisherigen Kriegsformen. Zum einen unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Ziele, der Art der Kriegsführung und bezüglich ihrer Finanzierung.[31]

Während die Ziele der bisherigen Kriege geopolitischen oder ideologischen Motiven folgten, liegt das vorrangige Ziel der neuen Kriege in einer Politik der Identität. Diese Politik der Identität ist prinzipiell auf Ausschluss angelegt.[32]

Das zweite Charakteristikum der neuen Kriege macht deren Art der Kriegsführung aus. So machen die Strategien der neuen Kriegsführung sich gleichermaßen die Erfahrungen des Guerillakrieges wie auch des Anti- Guerillakampfes zunutze. Auch die neue Kriegsführung versucht die direkte Konfrontation auf dem Schlachtfeld zu vermeiden und Territorium auf dem Wege der politischen Kontrolle der Bevölkerung zu sichern. Anders als bei der Strategie der Guerilla allerdings bedient sich die neue Kriegsführung der Destabilisierungstechniken der Anti-Guerillakämpfe; die Bevölkerung soll demnach dadurch kontrolliert werden, dass alle Personen mit abweichender Identität[33] aus dem Weg geräumt werden. Daraus folgt nach Kaldor, dass das strategische Ziel der neuen Kriege in der Massenvertreibung liege.[34]

[...]


[1] Vgl.: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.03.2005/1729973.asp, Zugriff am 23.03.2007.

[2] Das Spiel ‚Under Ashes’, der Vorgänge von ‚Under Siege’, wurde z.B. bereits 500.000 herunter geladen.

[3] Einschränkend muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es bei ‚Under Siege’ Punktabzug gibt, wenn ein Zivilist getötet wird. Anders ist das bei ‚American Army’, hier wird keine Rücksicht auf sog. Kollateralschäden genommen, vgl.: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.03.2005/1729973.asp, Zugriff am 23.03.2007.

[4] Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, 2002, S. 28.

[5] In der Literatur wird die Bezeichnung ‚klassische Kriege’ synonym mit dem Begriff ‚alte Kriege’ verwandt. Der Einheitlichkeit halber wird in dieser Arbeit nur der Begriff ‚klassische Kriege’ gebraucht.

[6] Vgl.: Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 7f.

[7] Vgl.: Kaldor, Mary: Neue und alte Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 26f.

[8] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 139.

[9] Vgl.: Geis, Anna: Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 15.

[10] Ignatieff, Michael: Virtueller Krieg, Rotbuch Verlag, Hamburg, 2001, S. 147.

[11] Vgl.: Kaldor, Mary: Neue und alte Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 27.

[12] Kaldor, Mary: Neue und alte Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 27.

[13] Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es zu jeder Zeit auch Rebellionen, Kolonial- und Guerillakriege gab, diese wurden entweder mit dem Etikett „irreguläre Kriegsführung“ versehen oder gar nicht als Kriege, sondern als Aufstände, Revolten oder als Konflikte geringer Intensität eingestuft.

[14] Kaldor, Mary: Neue und alte Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 27

[15] Vgl.: Kaldor, Mary: Alte und neue Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 17.

[16] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 135.

[17] Vgl.: Van Crefeld, Martin: Die Zukunft des Krieges, Gerling Akademie Verlag, München, 1991, S. 30f.

[18] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 140.

[19] Vgl.: Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 10f.

[20] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 134.

[21] Durch den Umstand, dass die Waffen immer leichter werden, gibt es auch vermehrt Kindersoldaten zu verzeichnen – ihr Einsatz führt wiederum zu einer Verbilligung des Krieges.

[22] Vgl.: Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 10f.

[23] Vgl.: Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 11.

[24] Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 11.

[25] Geis, Anna: Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 19.

[26] Kombattant = Angehöriger der Kampftruppen, die nach dem Völkerrecht zur Durchführung von Kampfhandlungen allein berechtigt sind.

[27] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 134f.

[28] Vgl.: Geis, Anna: Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 20.

[29] Vgl.: Münkler, Herfried: Was ist neu an den neuen Kriegen? - eine Erwiderung auf die Kritiker, in: Geis, Anna: Den Krieg überdenken, Nomos, Baden-Baden, 2006, S. 143.

[30] Münkler, Herfried: Die neuen Kriege, Bundeszentrale für politische Bildung, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 16.

[31] Vgl.: Kaldor, Mary: Alte und neue Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 15.

[32] Vgl.: Kaldor, Mary: Alte und neue Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 16.

[33] Abweichende Identität ist in diesem Zusammenhang mit abweichender Meinung zu übersetzen.

[34] Vgl.: Kaldor, Mary: Alte und neue Kriege, Suhrkamp, Frankfurt, 2000, S. 18.

Details

Seiten
16
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640192564
ISBN (Buch)
9783640192670
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v116819
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Institut für Sozialwissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
Virtueller Krieg Kann Umkehrung Opferverhältnisses Konsequenz Krieges Einführung Theorie- Ideengeschichte

Autor

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