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Vergleich zwischen Öko-Audit und ISO 14001

Seminararbeit 2008 20 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung
2.1. Umweltmanagement
2.2 Audit
2.3. Zertifizierung

3. Umweltmanagementsystem (UMS)
3.1. Entwicklung von Umweltmanagementsystemen
3.2. Vorteile der Einführung eines Umweltmanagementsystems

4. EG-Öko-Audit-Verordnung und DIN EN ISO 14000
4.1. Das UMS EG-Öko-Audit-Verordnung (EMAS)
4.1.1. Rahmenbedingungen
4.1.2. Ziele von EMAS
4.1.3. Ablauf der Zertifizierung nach EMAS
4.1.3.1. Umweltpolitik
4.1.3.2. Umweltprüfung
4.1.3.3. Aufbau bzw. Einrichten eines Umweltmanagementsystem
4.1.3.4. Umweltbetriebsprüfung
4.1.3.5. Umwelterklärung
4.2. Das UMS DIN EN ISO 14001
4.2.1. Begrifflichkeit der DIN EN ISO 14001
4.2.2. Umsetzung/Ablauf des UMS nach DIN EN ISO 14001
4.2.3. Zertifikat nach DIN EN ISO 14001

5. Verhältnis und Vergleich von EMAS zu DIN EN ISO 14001
5.1. Verhältnis von EMAS zu ISO 14001
5.2. Zusammenfassender Vergleich von EMAS zu DIN EN ISO 14001

6. Ausblick

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vorteile der Einführung eines UMS

Tabelle 2: Vergleich EMAS-Verordnung und DIN EN ISO 14001

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Ablaufdiagramm für die Beteiligung an EMAS

Abb. 2: Systemelemente des Umweltmanagements nach ISO 14001

Abb. 3: Verhältins EMAS zu DIN EN ISO 14001

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In den letzen Jahren wurde die Öffentlichkeit immer mehr für die Umweltproblematik sensibilisiert, mit dem Resultat, dass Umweltschutz in der heutigen Zeit immer mehr zum zentralen Thema wird.

Hierdurch entwickelt sich das ökologische Image eines Unternehmens und seiner Produkte bei vielen Kunden zu einem Absatzkriterium. Daher gilt es für die Unternehmen zu reagieren, da hier ein entscheidender Aspekt in der Kostenfrage und Imagepflege besteht, weil Umweltschutz nicht nur der Umwelt selbst, sondern auch den Unternehmen dient. Es heißt für Unternehmen, Umweltschutz in ihr Zielsystem zu integrieren und bei ihren Strategien zu berücksichtigen. Die durch das Unternehmen verursachten Umweltbelastungen müssen dokumentiert werden und Chancen- und Risikopotentiale müssen für die Zukunft abgeschätzt werden. Aus diesem Grund implementieren viele Firmen freiwillig Umweltmanagementsysteme[1], wie EMAS oder DIN EN ISO 14001.

Diese Seminararbeit soll einen Überblick über die Umweltmanagementsysteme DIN EN ISO 14001 und EMAS geben.

Zu Beginn werden die Begrifflichkeiten Umweltmanagement, Audit und Zertifizierung geklärt. Daraufhin wird erläutert, was UMS sind und die daraus resultierenden Vorteile aufgezeigt, um dann speziell auf die EG-Öko-Audit-Verordnung (EMAS) und ISO 14001 einzugehen.

Im fünften Abschnitt wird das Verhältnis der beiden UMS zueinander aufgezeigt, sowie die Unterschiede zwischen den beiden UMS nochmals kurz zusammengefasst. Abschließend werde ich noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft des Umweltmanagements geben.

2. Begriffsbestimmung

Um ein Grundverständnis für Umweltmanagement und die damit verbundenen Systeme zu vermitteln, werden im Folgenden die Begriffe Umweltmanagement, Audit und Zertifizierung genau erläutert.

2.1. Umweltmanagement

Betriebliches Umweltmanagement beinhaltet alle auf die natürliche Umwelt bezogenen Gesichtspunkte der Unternehmensführung[2]. Umweltmanagement befasst sich mit der Integration umweltbezogener Aspekte bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen. Es geht um die Frage, inwieweit umweltbezogene Ansichten in betriebliche Entscheidungen integriert werden sollen. Dies hängt primär von den gesetzlichen Auflagen und den definierten Unternehmens- und Umweltzielen ab[3].

In allen Bereichen berücksichtigt Umweltmanagement bei der Planung, Durchsetzung und Kontrolle der Unternehmensaktivitäten die Verminderung und Vermeidung der Umweltbelastungen und die langfristige Sicherung der Unternehmensziele, was alle Mitarbeiter aktiv unterstützen sollen[4].

Umweltmanagement kann als eine langfristig geplante, ökologisch ausgerichtete Art der Unternehmensführung gesehen werden, welche durch die vernetzte und ganzheitliche Darstellung aktiv und in sozialer Verantwortung an der Minimierung der Umwelteinwirkungen partizipiert[5].

2.2 Audit

Im wirtschaftlichen Sinne ist ein Audit ein Soll-Ist-Vergleich, der als modernes Informationssystem verstanden werden kann, mit Hilfe dessen man zu einem bewerteten Bild über Wirksamkeit und Problemangemessenheit von qualitätssichernden Aktivitäten kommt. Durch Audits sollen Schwachstellen aufgezeigt, Verbesserungsmaßnahmen angeregt und deren Wirkungen überwacht werden. Somit kann ein Audit auch als Führungsinstrument gesehen werden, dass zur Zielvorgabe und zur Information des Managements eingesetzt werden kann[6].

Im Umweltmanagement, kann man zwischen internen und externen Audits unterscheiden. Interne Audits dienen der Selbstkontrolle, wohingegen externe Audits eine Prüfung durch eine Zertifizierungsstelle bezeichnen[7].

2.3. Zertifizierung

Zertifizierung bezeichnet den Vorgang für den Nachweis der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit eines entsprechenden Managementsystems in der Unternehmung. Diese Bestätigung wird durch ein externes Audit erbracht, welches von einer neutralen Zertifizierungsstelle durchgeführt werden muss. Die durchführende Zertifizierungsstelle überprüft im Auftrag des Unternehmens das Managementsystem und vergibt bei erfolgreicher Erlangung der Anforderungen gemäß den zertifizierfähigen Normen ein entsprechendes Zertifikat. Das erhaltene Zertifikat ist drei Jahre gültig, jedoch muss jährlich ein sog. Überwachungsaudit, in dem stichprobenartig verschiedene Elemente überprüft werden, mit positivem Ergebnis durchgeführt werden. Um das Zertifikat um weitere drei Jahre zu verlängern muss vor Ablauf der drei Jahre ein Wiederholungsaudit durchgeführt werden[8].

3. Umweltmanagementsystem (UMS)

Um das betriebliche Umweltmanagement effektiv umsetzen zu können muss ein UMS im Unternehmen implementiert werden. Ein UMS unterstützt das betriebliche Umweltmanagement insoweit, das es die aufbau- und ablauforganisatorischen Maßnahmen zur Umsetzung bereit stellt. Das UMS beinhaltet die Festlegung, Beschreibung und Dokumentation der Aufgaben, Verfahren, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen aller Aktivitäten zum Umweltmanagement im Unternehmen. Des Weiteren umfasst das UMS die entsprechenden Verhaltensweisen und Abläufe zur Festlegung und Durchführung der betrieblichen Umweltpolitik sowie der Umweltziele. Das Vorhandensein und die Wirksamkeit eines standardisierten UMS kann auch von einer unabhängigen Stelle zertifiziert werden[9].

3.1. Entwicklung von Umweltmanagementsystemen

Der Ursprung von UMS liegt in den USA. In den späten 70. Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden hier aufgrund von vermehrt aufgetretenen Störfällen und verschärften Umweltvorschriften so genannte „Compliance-Öko-Audits“ durchgeführt. Die Überprüfung von Unternehmen durch diese Audits sollte gewährleisten, dass die Umweltgesetze eingehalten werden und dass die Umwelthaftungsrisiken eines Unternehmens aufgezeigt werden können. In den 80. Jahren übernahmen europäische Unternehmen dieses Management-Instrument, um gesetzlichen Vorgaben zu genügen und behördlichen Eingriffen entgegen zu wirken. Zu Beginn der 90er Jahre formalisierte die EU-Kommission auf Wunsch der Unternehmen die Durchführung eines Umwelt-Audits, um Wettbewerbsgleichheit zwischen den Unternehmen zu schaffen. Somit trat am 29. Juni 1993 die EG-Öko-Audit-Verordnung in Kraft und drei Jahre später wurde die internationale Norm DIN EN ISO 14001 entwickelt, woraus sich diverse Vorteile für die partizipierenden Unternehmen ergaben[10].

3.2. Vorteile der Einführung eines Umweltmanagementsystems

Nach Einführung eines standardisierten UMS konnte man erst die eigentlichen Vorteile, die hieraus resultierten absehen. Neben den positiven Auswirkungen auf die Umwelt kann durch eine Zertifizierung das Engagement des Unternehmens für den betrieblichen Umweltschutz einen positiven Effekt auf die Öffentlichkeit haben, was sich in der Sicherung und Erweiterung von Marktanteilen wiederspiegeln kann. Weitere Vorteile, die ein UMS für ein Unternehmen bringen kann sind in folgender Tabelle dargestellt[11]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Vorteile der Einführung eines UMS

Quelle: in Anlehnung an Fiedler (1996), S. 593

4. EG-Öko-Audit-Verordnung und DIN EN ISO 14000

Im folgenden Kapitel wird die Öko-Audit-Verordnung EMAS und die ISO 14001 Norm genauer erläutert. Es wird auf die notwendigen Rahmenbedingungen, die zu verfolgenden Ziele, die Inhalte und die Umsetzung eingegangen.

[...]


[1] Der Einfachheit halber wird Umweltmanagementsystem im folgenden mit UMS abgekürzt

[2] Vgl. Dyckhoff (2000), S. 1

[3] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (2000), S. 432

[4] Vgl. http://www.quality.de/lexikon/umweltmanagement.htm, Stand: 26.04.2008

[5] Vgl. Qualitätsmanagement von A-Z (2008), S. 354

[6] Vgl. Qualitätsmanagement von A-Z (2008), S. 5

[7] Vgl. Lexikon Nachhaltiges Wirtschaften (2001), S. 21

[8] Vgl. Qualitätsmanagement von A-Z (2008), S. 397 f.

[9] Vgl. Qualitätsmanagement von A-Z (2008), S. 354 ff.

[10] Vgl. Kehle (2008), S. 3

[11] Vgl. Qualitätsmanagement von A-Z, (2008) S. 355

Details

Seiten
20
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640189861
ISBN (Buch)
9783640189977
Dateigröße
774 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v116705
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,0
Schlagworte
Vergleich Wirtschaft Umwelt EMAS Umweltmanagementsystem ISO 14001

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