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Inszenierung von Authentizität in Christoph Schlingensiefs „Bitte liebt Österreich. Erste europäische Koalitionswoche“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2008 25 Seiten

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Hauptteil
2.1 Ein neues Bewusstsein als Ausgangspunkt für einen Authentizitätsanspruch in der Darstellenden Kunst
2.1.1 Körper- Bewusstsein
2.1.2 Selbst- Bewusstsein und Authentizität
2.1.3 Inszenierungen
2.2 Christoph Schlingensief: „Bitte liebt Österreich. Erste europäische Koalitionswoche“
2.2.1 Vorbereitungen und Spielregeln
2.2.2 Chronologie der Ereignisse
2.2.3 Räume der Aktion- der Container
2.2.4 Interaktion und Beteiligung der Zuschauer
2.2.5 (Selbst-) Inszenierung Schlingensiefs
2.2.6 Reaktionen der Presse und Mediendressur

3. Schluss

Anhang

Bibliographie

Diskographie

1. Einleitung

Wenn dem Publikum etwas Ungewöhnliches geboten wird, stellt sich sofort die Frage „Ist das echt oder war das nur gespielt?“ Es ist dem Menschen wohl ein grundlegendes Bedürfnis, zu wissen, ob die Darsteller Schauspieler sind oder „echte Menschen“, ob die Aktion reale Folgen hat oder alles wieder umkehrbar ist, weil es nicht echt war.

Was heißt jemand oder etwas ist authentisch oder nur fiktiv? Wie verändert sich die Wahrnehmung und die Wirkung beim Rezipienten, wenn er um den Realitätsgehalt des Dargebotenen weiß?

Christoph Schlingensief inszeniert seine Aktion „Bitte liebt Österreich. Erste europäische Konzentrationswoche.“ mit der erklärten Maxime real zu sein. Nicht nur die Darsteller sollen reale Asylbewerber sein, sondern auch das Spiel an sich, das Rauswählen aus dem Land Österreich soll eine reale Abschiebung zur Folge haben. Zum einen können die Menschen im Internet oder am Telefon ihre Stimme für oder gegen einen Kandidaten abgeben, das heißt die Aktion wird von den Zuschauern mit gestaltet und zum anderen benutzt Schlingensief sie, um in den Alltag, in das reale Leben der Zuschauer einzudringen. Die Berichterstattung der Medien, der Auftritt bekannter Politiker und nicht zuletzt die Aufstellung eines Wohncontainers vor die Oper in Wien haben zur Folge, dass für die Dauer des Projektes, sechs Tage lang, das Leben der Wiener beeinflusst wird.

Diese Arbeit unternimmt den Versuch, die Inszenierung von Authentizität und Fiktionalität in Schlingensiefs Container Aktion zu differenzieren und die damit verbundene Wirkung zu untersuchen.

Meine primäre Quelle für die Analyse ist der Dokumentarfilm „Ausländer raus- Schlingensiefs Container“ von Paul Poet aus dem Jahr 2002. Mit 60 Minuten echtem Material der Aktion und zusätzlichen Interviews mit Schlingensief und Verantwortlichen sowie Mitarbeitern liefert der Film einen guten Eindruck über den Ablauf der Aktion und deren Hintergrundarbeit. Durch redaktionelle Bearbeitung und Zusammenschnitt kann der Film keine unabhängige oder umfassende Wiedergabe der Aktion bieten, darum sind Pressemeldungen unterschiedlichster Medien, Berichte und Kommentare von Künstlern und Politikern, aber auch Leserbriefe und e-Mails der Wiener meine zusätzlichen Quellen.

Im ersten Teil wird der Wandel des Bewusstseins und der Beziehung zum eigenen Körper und zum eigenen Selbst skizziert. Eng damit verbunden sind die Begriffe Authentizität und Inszenierung, die immer häufiger vom Theater losgelösten Kontext zu finden und Vokabeln der gesteigerten Selbstdarstellung der Menschen geworden sind. Dabei besteht nicht der Anspruch auf Vollständigkeit, sondern vielmehr geht es um einen Querschnitt der Entwicklung von Tendenzen und Theorien des Körper- und Selbstbewusstseins als Einstieg in das Thema.

2. Hauptteil

2.1 Ein neues Bewusstsein als Ausgangspunkt für einen Authentizitätsanspruch in der Darstellenden Kunst

2.1.1 Körper-Bewusstsein

Im 20. Jh. erfährt der menschliche Körper eine gesteigerte Beachtung und damit auch die Inszenierung des Selbst durch den Körper. Es wird modern, den Körper bewusst als Instrument der Selbstdarstellung einzusetzen. Diese Entwicklung eröffnet auf vielen Gebieten neue Sichtweisen und Erkenntnisse (Kunst, Mode, Medizin, Spiritualität), wie die Autoren Elsner und Gumbrecht in ihrem Buch Zur Kulturgeschichte der Medien untersuchen:

„Auf der einen Seite eröffnet das Interesse an Körpererfahrung und Körperkult seit Beginn des 20. Jahrhunderts den Zugang zu höherer Körper-Bewußtheit, das heißt eine Intensivierung der Selbsterfahrungsmöglichkeit durch steigende Reflexivität, etwa im Rahmen von Tanz- und Gestalttherapien.“[1] Aber gleichzeitig entsteht ein Idealbild des Körpers und der Druck, diesem zu entsprechen: „Andererseits verfügt modernes Körperbewußtsein auch über eine stärkere gesellschaftliche Disziplinierung des Körpers über steigende Ansprüche von Mode, Sport und Körperbeherrschung im Alltagsleben.“[1]

Der Körperkult als Idealvorstellung verstärkt das individuelle Bewusstsein zum eigenen Körper, dessen Pflege und „Gestaltung“. Für das 20. Jahrhundert ist insbesondere der Körperkult im Nationalsozialismus, (Körper-) Erziehung durch Sport in der DDR, die Fitnessbewebung in den 70ern und der Schönheitswahn durch Supermodels der 90ger zu nennen.

Von der Geburt an ist der Körper unser Instrument: bereits Kleinkinder positionieren sich durch Gesten in ihrem sozialen Umfeld. Im Kampf um Aufmerksamkeit, Nahrung und Liebe gibt es unbewusste Strategien: durch Lachen und Weinen, Zwinkern und Augenaufschlag bekommt das Kind Beachtung und wird versorgt.

Das eigene Körperkapital einzusetzen erfuhr bis heute eine kontinuierliche Steigerung. Unter anderem sind Körperausdruck und Stimme wichtige Werkzeuge zur Selbstdarstellung und Selbstvermarktung. Eine gute, das heißt eine authentische Selbstdarstellung wird auch im Berufsleben honoriert. Die Ideale von Mode, Sportlichkeit, Jugendlichkeit und Schönheit sollen, laut einer Studie der Universität Texas, auch zum Erfolg verhelfen: „Wer gut aussieht, verdient bei gleicher Qualifikation bis zu fünf Prozent mehr als seine durchschnittlich attraktiven Kollegen.“[2] Das mag allerdings nur in bestimmten Branchen und Ländern zutreffen. Vielmehr kommt es auf die (Selbst-) Inszenierung an, auf die ich im späteren Abschnitt eingehe.

2.1.2 Selbst-Bewusstsein und Authentizität

Wie nehme ich mich selbst wahr und wie nehmen mich andere wahr? Wie bin ich und wie will ich wirken? Eine gelungene Selbstdarstellung ist jene, die authentisch ist. Und so führt die Frage nach dem Selbst und dessen Darstellung zum Begriff Authentizität. Authentisch sein heißt umgangssprachlich so sein, wie man ist; natürlich sein. Die Bedeutung und der Gebrauch des Begriffs Authentizität in den verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten (Philosophie und Ästethik) im 18. und 19. Jahrhundert unterscheiden sich deutlich von dem Heutigen. Der Begriffe Authentizität und dazugehörige Wortformationen werden gegenwärtig in Alltags- und Wissenschaftssprache oft verwendet. Die Autoren Susanne Knaller und Harro Müller nehmen folgende Einteilung in ihrer Problemstellung der Begriffserklärung für Authentizität vor: „Man kann prinzipiell empirisch überprüfbare (authentische Unterschrift, authentischer Picasso) von interpretativen oder normativen Gebrauchsweisen (authentisches Kunstwerk) unterscheiden.“[3] Neben vielfältigen Definitionen und Gebrauchsformen möchte ich jene der Kunsttheorie herausgreifen. Hier trennen die Autoren zwischen Subjekt- und Objektauthentizität. Ersteres meint ein „historisch und gesellschaftskulturell bestimmtes Identitätskonzept“ und Letzteres ein „universal, bzw. abstrakt- ideal“[4] konzipiertes Authentizitätskonzept. So ist ferner mit Subjektauthentizität „das Übersteigen des Individuellen und die Rückkehr oder Ankunft an einen Ort des Ursprungs in der ästhetischen Moderne, wenn der Künstler/ die Künstlerin über kreatives Potenzial und Originalität das eigentliche Selbst findet.“[5] Ob die Theorie der Subjektauthentizität auf den Künstler Christoph Schlingensief und sein Anspruch auf Authentizität anwendbar ist, wird sich später herausstellen.

Authentizität kann man als Geltungs- und Wertbegriff formulieren. Als eine Wertung ist zum Beispiel die „inszenierte Authentizität von Nachrichtensprechern im Radio und Fernsehen, die Herstellung von Authentizitäts- und das Vermeiden von Inauthentizitätseffekten“[6] zu verstehen. Ähnlich wie bei einem Medienauftritt eines Politikers, muss der Nachrichtensprecher, weil er in der Öffentlichkeit steht und eine Institution vertritt, das Gleichgewicht zwischen Vertrauen durch Persönlichkeit und Distanz durch sachliche Kompetenz halten, um glaubwürdig zu wirken oder besser zu sein. Der Politiker muss eine authentische Persönlichkeit haben, auch Schwächen zugeben und aus dem Privatleben plaudern, aber gleichzeitig darf er was Fragen zu politischen Themen angeht keine Schwäche zeigen, sondern muss eloquent und seriös seinen Standpunkt vertreten. In diesem Konflikt befinden sich generell alle Menschen, die eine wichtige Funktion in der Öffentlichkeit ausüben und gleichzeitig die Gunst eines Publikums oder Wählers brauchen, so zum Beispiel auch Schauspieler.

In der Soziologie wird behauptet, dass sich der Mensch stets in Rollen befindet. Durch Rollen und Ereignisse im menschlichen Lebenslauf wird eine Identität konstruiert oder rekonstruiert. Es wird die Frage diskutiert, inwieweit der Mensch bereits seine Rolle ist, also ob Mensch/ Identität und Rolle trennbar sind: „Bleibt die Rolle etwas dem Individuum Äußerliches oder identifiziert es sich mit der Rolle, und zwar derart, dass es sich selbst von der Rolle, die es spielt, nicht mehr oder kaum mehr zu unterscheiden vermag?“[7] Auf diese Frage gibt die Soziologie im Wesentlichen zwei gegensätzliche Antworten:

1. Man ist nie nur seine Rolle, es gibt ein „intelligibles“ ICH. (Dahrendorf)
2. Einen rollenlosen Menschen gibt es nicht. Die Freiheit, die angeblich im „intelligiblen“ ICH ausgelebt wird, verwirklicht sich auch wieder nur in und durch Rollen. (Tenbruck)

Alois Hahn unterscheidet zwischen dem „Selbst als Lebenslaufresultat und dem Selbst als Resultat von sozialen Zurechnungen.“[8] Das „implizite“ Selbst wird durch seine Handlungen präsent und ist vom Lebenslauf geprägt und gestaltet. Es ist aber nicht selbstreflexiv, sondern nur eine Ansammlung von charakteristischen Handlungen. Das „explizite“ Selbst kommt in Alltagssituationen zum Vorschein und wird bewusst thematisiert. Das Individuum macht damit deutlich, dass es nicht nur das „implizite“ Selbst ist, sondern auch einen individuellen Kern hat. Dadurch macht das Individuum „ein Ich geltend, das über das Hier und Jetzt, sei es als dessen Fortsetzung, sei es als dessen Gegensatz, Bestand hat.“[9] Diese Aussage führt zu der Frage zurück: Hat der Mensch einen authentischen Kern? Spielt er nur eine Rolle oder kann man nicht mehr zwischen Rolle und „explizitem“ Ich unterscheiden?

Besonders in der ORF Talkshow am zweiten Abend der Aktion, wird Schlingensief von den anderen Gästen mit Stereotypen eines Künstlers konfrontiert. Die Politiker wollen ihm die Rolle des verrückten Agitators und des Provokateurs zuschreiben. Er wehrt sich gegen diese Rollenzuweisung und erklärt, dass er die FPÖ nicht provozieren will, sondern Selbstprovokation betreibt. Dennoch lässt er seine Gesprächspartner selten ausreden und bringt unsachliche Argumente an. Auf diese Weise fällt er doch wieder in das Schema, des non- konformen Künstlers; dienen diese Auftritte doch seiner Selbstvermarktung.

Die heutzutage meistgenutzte Plattform für Selbstvermarktung ist das Internet. Mit ausgewählten Fotos und Daten kreieren User ihre eigene Corporate Identity im Netz. Auch für die Schlingensief Aktionen ist das world wide web eine Form der Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit, vor allem aber auch der Interaktion mit dem Publikum. Aktuelle Zeitungsartikel und Aufnahmen der Webcams dokumentieren die liveness und das mediale Echo der Container Aktion.

2.1.3 Inszenierungen

Wie der Begriff Authentizität ist auch das Wort Inszenierung noch nicht sehr lang im alltäglichen Sprachgebrauch, dafür aber gegenwärtig umso häufiger. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Theater. Im 19. Jahrhundert definiert August Lewald den neuen Begriff In die Szene setzen. Der Ausdruck ist auf das Theater bezogen und meint „ein dramatisches Werk vollständig zur Anschauung bringen…“[10] In diesem Zusammenhang etabliert sich auch der Terminus Inszenierung. Heute benutzt man den Begriff neben der Verwendung im Theater oder das Theater betreffend auch im Alltag. Jemand oder etwas inszeniert sich oder man setzt sich „in Szene“. Umgangssprachlich versteht man darunter: eine Person verändert bewusst Habitus und/ oder Aussehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Auch hier bringt der „in Szene gesetzte“ etwas zur Anschauung. Die Trennung der Bedeutungsebenen nimmt auch Erika Fischer- Lichte vor: einmal „ausschließlich auf die Kunstform Theater bezogen“ und zum anderen „konzipiert als eine anthropologische Kategorie“[11]. Die anthropologische Ebene ist bei Fischer- Lichte demnach „ein allgemein kulturerzeugendes Prinzip“.

Inszenierung muss zudem auch als solche wahrgenommen werden, sonst kann man sie nicht als Inszenierung bezeichnen oder überhaupt erkennen. Deswegen ist die ästhetische Wahrnehmung zum richtigen Verständnis untrennbar von beiden Bedeutungsebenen zu nennen: „die Inszenierung soll als solche wahrgenommen und bewundert werden, ohne dadurch an Wirkung einzubüßen; vielfach vermag sie gerade erst unter dieser Bedingung ihre Wirkung voll zu entfalten.“[12] Bei Live Art kann man nicht genau festlegen, ob die Wahrnehmung als Inszenierung einen Unterschied in der Wirkung macht. Der Rahmen ist inszeniert, aber die eigentliche Handlung, die Aktion ist meistens echt. Das trifft zumindest für diejenige Live Art zu, nach denen man die körperlichen Folgen einer extremen Performance sehen kann. Insbesondere die Performances von Irina Abramovich sind sehr körperlich und hinterlassen gravierenden Spuren am Körper. Will man eine „echte“ Performance an der Körperlichkeit festmachen, gelangt man zu dem Schluss, dass jede Inszenierung echt ist, weil selbst kleine körperliche Veränderungen, wie Altern oder kleine Kratzer usw. immer auch im Prozess einer Inszenierung stattfinden. Abgesehen davon stellt sich konkret bei Schlingensief die Frage, ob die Wahrnehmung seiner Aktion „Bitte liebt Österreich“ als Inszenierung die Wirkung beeinflusst. Den Zuschauern ist bekannt, dass es sich um eine Aktion der Wiener Festwochen handelt, also gehen sie zumindest von einem inszenierten Rahmen aus. Das wird allein schon durch die Aufstellung des riesigen Containers und die Absperrungen suggeriert. Alles weitere, zum Beispiel, ob es sich tatsächlich um echte Asylbewerber handelt, wird nicht aufgelöst. Letztlich ist die Wirkung relevant und dafür spielt es keine Rolle, ob man genau weiß, was echt ist und was in Szene gesetzt ist, denn es geht allein um den Akt der Abschiebung, der durch und in der Öffentlichkeit unter FPÖ Parolen stattfindet. Es handelt sich um ein überspitztes Abbild der Wirklichkeit in einem inszenierten Rahmen.

2.2 Christoph Schlingensief: „Bitte liebt Österreich! Erste europäische Koalitionswoche“

Das Spiel von Sein und Schein, Authentizität und Fiktion, Inszenierung und Selbstdarstellung ist das Kernelement in diesem Live Art Projekt von Christoph Schlingensief. Dieses Projekt, welches auch als politisches Theater bezeichnet werden kann, wurde im Rahmen der Wiener Festwochen im Jahr 2000 realisiert und trägt den Arbeitstitel: Tötet Europa- Erste österreichische Konzentrationswoche. Der Auftraggeber dieses Projektes waren die Wiener Festwochen in Koproduktion der Volksbühne Berlin. Für die 6-tägige Dauer des Projektes (11.-17. Juni 2000) jeweils 24 Stunden am Tag wurde der zentrale Herbert von Karajan Platz in Wien ausgewählt. Dieser prominente Platz vor der Oper ist von Touristen, Besuchern der Festwochen und Wienern gleichermaßen besucht und beliebt.

Die Kulturinstitution Wiener Festwochen lädt Schlingensief als „politisches Statement“[13] ein;

seine Aktion, auch als „Ausländer raus“ betitelt, thematisiert die Abschiebung von Ausländern aus dem Land Österreich. Jeden Tag werden Gäste in den Container eingeladen: Politiker, Flüchtlingshelfer und die Schriftstellerin Elfriede Jelinek.

Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung Österreichs[14] inszeniert Schlingensief- selbst ein Ausländer in Wien- diese Aktion mit einem enormen Realitätsgehalt, was eine starke Reaktion aus dem gesellschaftlichen, medialen und politischen Umfeld auslöst. Die Zuschauer, beziehungsweise Teilnehmer, befinden sich in einem ständigen Abwägen in der Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion. Während der 6 Tage weiß niemand genau was echt oder unecht, geplant oder ungeplant war.

[...]


[1] Elsner, Monika und Gumbrecht, Hans Ulrich u.a.: Kulturgeschichte der Medien, in: Merten, K./Schmidt S.J. Weischenberg (Hrsg.): Die Wirklichkeit der Medien, Opladen 1994 S. 179 f.

[2] Mai, Jochen: Spieglein, Spieglein- Wer schön ist macht Karriere [11.07.2007] in: Karrierebibel, http://karrierebibel.de/spieglein-spieglein-wer-schoen-ist-macht-karriere/ (15.06.2008)

[3] Knaller, Susanne und Harro Müller: Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs.München 2006, S. 44

[4] Knaller, Susanne und Harro Müller: Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs. München 2006, S. 45

[5] Knaller, Susanne und Harro Müller: Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs. München 2006, S. 45

[6] Knaller, Susanne und Harro Müller: Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs. München 2006, S. 45

[7] Hahn, Alois: Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Frankfurt am Main 2000, S. 56

[8] Hahn, Alois: Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Frankfurt am Main 2000, S. 99

[9] Hahn, Alois: Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Frankfurt am Main 2000, S. 100

[10] Lazarowicz, Klaus und Christopher Balme (Hrsg.): Texte zur Theorie des Theaters. Stuttgart 2001, S. 306

[11] Fischer- Lichte, Erika: Theatralität und Inszenierung, in: Fischer- Lichte, Erika und Christian Horn u.a. (Hrsg.): Theatralität. Tübingen 2007, S. 17

[12] Fischer- Lichte, Erika: Theatralität und Inszenierung, in: Fischer- Lichte, Erika und Christian Horn u.a. (Hrsg.): Theatralität. Tübingen 2007, S. 19

[13] Dokumentarfilm „Ausländer raus- Schlingensiefs Container“ Regie Paul Poet 2002

[14] Seit den 80ger Jahren erhält die rechtspopulistische Partei FPÖ immer mehr Zustimmung im Volk und konnte 1983 erstmal eine Regierungsbeteiligung erreichen. Bei den Nationalratswahlen 1999 ist die FPÖ zweitstärkste Partei und bildete im Jahr 2000 in Koalition mit der ÖVP die Regierung.

Details

Seiten
25
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640174522
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v115948
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Theaterwissenschaft
Note
1,5
Schlagworte
Inszenierung Authentizität Christoph Schlingensiefs Erste Koalitionswoche“ Gegenwartstheater Medien Fiktionalität

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Titel: Inszenierung von Authentizität in Christoph Schlingensiefs „Bitte liebt Österreich. Erste europäische Koalitionswoche“