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Unterweisungen für Ausbildungsberufe in der IT-Branche

5 erprobte Vorschläge für einen Unterweisungsentwurf

von GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2008 68 Seiten

AdA EDV / DV / IT / Telekommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbereitung der Unterweisung/ Allgemeines
1.1. Adressatenanalyse
1.2. Angestrebtes Lernziel der Unterweisung - Didaktische Analyse
1.2.1. Groblernziel
1.2.2. Feinlernziel
1.2.3. Schlüsselqualifikationen
1.3. Unterweisungsmethoden
1.3.1. Begründung der ausgewählten Unterweisungsmethoden
1.4. Unterweisungsmittel / Medieneinsatz
1.4.1. Begründung der eingesetzten Unterweisungsmittel / Medien

2. Durchführung der Unterweisung
2.1. Vorbereitung
2.1.1. Vorbereiten des Ausbilders
2.1.2. Vorbereiten des Unterweisungsraumes
2.1.3. Begrüßung der Auszubildenden
2.1.4. Kontakt herstellen und Schaffung einer positiven Lernatmosphäre
2.1.5. An Vorkenntnisse anknüpfen
2.1.6. Lernziel fragend entwickeln
2.1.7. Praxisbezug herstellen, Zielbewusstsein vermitteln und motivieren
2.2. Vorstellen der theoretischen Grundlagen der Abschreibungen
2.2.1. Vortrag/Lehrgespräch über den Zweck von Abschreibungen
2.2.2. Überprüfen des theoretischen Teils mittels eines Lückentextes
2.2.3. Erfolgskontrolle
2.3. Vorführen, Erklären und Erläutern
2.3.1. Vorstellen des Übungsfalles
2.3.2. Lernschritte darlegen
2.4. nachmachen durch die Auszubildenden
2.4.1. Üben des Gelernten
2.4.2. Erfolgskontrolle
2.4.3. Rückmeldung des Ausbilders
2.5. Vertiefen des Gelernten

3. Verabschiedung

4. Anhang
4.1. Lückentext
4.2. Übungsfall 1
4.3. Übungsfall 2

1. Vorbereitung der Unterweisung/ Allgemeines

1.1. Adressatenanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2. Angestrebtes Lernziel der Unterweisung - Didaktische Analy- se

1.2.1. Groblernziel

„Rechnungswesen und Controlling - d) Daten für die Betriebsabrechnung erheben und abgrenzen“

(Zitat aus dem Ausbildungsrahmenplan § 22 Abs. 1 Nr. 7.4 für die Berufsausbildung zum Informatikkaufmann /-frau)

1.2.2. Feinlernziel

Den Abschreibungszweck verstehen und ein bewegliches Wirtschaftsgut linear abschreiben können.

Kognitiv:

- die für die Abschreibung notwendigen Daten aus dem Kontext erkennen kön- nen
- den linearen Abschreibungsprozess durchführen können
- die Gründe warum man abschreibt verstehen können

Affektiv:

- sorgfältig und selbständig arbeiten können
- mit den betriebsinternen Daten gewissenhaft umgehen können

Psychomotorisch:

- mit Schreibutensilien umgehen können
- den Taschenrechner beherrschen können

1.2.3. Schlüsselqualifikationen

Methodenkompetenz:

- Problemlösendes Denken
- Arbeitsmethodik

Individualkompetenz:

- Selbständigkeit
- Mitdenken
- verantwortungsbewusstes Handeln

Sozialkompetenz:

- Identifikation mit Unternehmensphilosophie

Handlungskompetenz:

- wird gefördert durch das selbständige Durchführen des Abschreibungsprozes- ses
- sowie durch die Kommunikation mit der Abteilung Einkauf, welche die notwendigen Daten (Anschaffungspreis) liefert

1.3. Unterweisungsmethoden

Methoden-Mix:

1. Lehrgespräch
2. Vier-Stufen-Methode
3. Fallmethode

1.3.1. Begründung der ausgewählten Unterweisungsmethoden

Der M ethoden-M ix wurde gewählt, da hierdurch sowohl ausbilder- als auch azubizentrierte Methoden eingesetzt werden können. Der Methoden-Mix ist die effektivste Lösung um theoretisches Hintergrundwissen und für die Praxis notwendige Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist zwar, die Fertigkeit zu vermitteln, wie die lineare Abschreibung eines Wirtschaftsgutes vollzogen wird, jedoch sollen auch grundsätzliche Prinzipien der Abschreibung aufgezeigt und vermittelt werden.

Das Lehrgespräch dient zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen und bietet damit den Einstieg in die Thematik.

Mit Hilfe der Vier-Stufe n -Methode sollen die Grundfertigkeiten und das Grundwissen vermittelt werden. Hierbei werden die einzelnen Arbeitsschritte genaustens dargestellt. Durch das Vormachen, ist es dem Ausbilder möglich, direkt Einfluss auf die Auszubildenden zu nehmen. Leider fehlt in dieser Methode die Vermittlung von Kreativität und Selbständigkeit.

Um die Azubis optimal auf die Aufgaben in der Praxis vorzubereiten, wird der Methoden-Mix durch die Fallm ethode ergänzt. Hierbei wird besonders die Handlungs- und Entscheidungskompetenz gefördert. Zusätzlich erfahren die Auszubildenden ein bestimmtes Maß an Motivation, da sie sehr eigenständig arbeiten. Während dieser Ausbildungseinheit soll ein Beispiel selbständig von den Azubis bearbeitet werden, mit Bezug auf die letzte Unterweisung (Einkauf eines Wirtschaftsgutes).

1.4. Unterweisungsmittel / Medieneinsatz

- Tafel
- Laptop und Powerpointpräsentation
- Übungsbeispiele und Lückentext
- Papier und Stifte für die Azubis

1.4.1. Begründung der eingesetzten Unterweisungsmittel / Medien

Die Vielzahl des Medieneinsatzes liegt darin begründet, das Erfahrungen mit möglichst allen Sinnen aufgenommen und eine Integration der verschiedenen Wahrnehmungen dem Azubi möglich gemacht werden sollen.

Das Medium der T a f e l wird eingesetzt um den Azubis das Feinlernziel der Unterweisung zu verdeutlichen. Zusätzlich zur Nennung soll die Visualisierung durch Anschreiben des Feinlernzieles an die Tafel eine ununterbrochene Präsenz des Feinlernzieles bei den Azubis bewirken.

Mit Hilfe einer Power point präsentation sollen die Grundlegenden und einführenden Informationen zum Thema vermittelt werden. Sie dient hauptsächlich der Unterstützung des gesprochenen Wortes und fördert somit gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Azubis.

Die Einbeziehung des Lückentextes und der Übungsblätt er soll die Möglich- keit bieten, eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herzustellen, was den Effekt des Behaltens um ein Wesentliches steigert. Des Weiteren ermöglicht die Arbeit mit einem Beispiel die Vorbeugung von Fehlern im späteren Ernstfall und das Aufkommen von Sicherheit im Umgang mit einer solchen Situation.

Papier und Stifte werden den Azubis zur Lösung der Aufgabe zur Verfügung gestellt, um selbständig arbeiten zu können.

2. Durchführung der Unterweisung

2.1. Vorbereitung

2.1.1. Vorbereiten des Ausbilders

Der Ausbilder hat sich durch die Ausarbeitung und Erstellung eines schriftlichen Unterweisungskonzeptes entsprechend auf die Unterweisung vorbereitet.

2.1.2. Vorbereiten des Unterweisungsraumes

Der Unterweisungsraum wird durch folgende Schritte für die Unterweisungseinheit vorbereitet:

- Tische und Stühle in Position rücken, sodass jedem Auszubildenden ein störungsfreier Blick auf alle Medien ermöglicht wird
- Bereitstellen der Materialien für alle Azubis
- Überprüfung alle Unterweisungsmittel auf deren Funktionstüchtigkeit

2.1.3. Begrüßung der Auszubildenden

- Durch einen kurz gehaltenen Begrüßungsdialog soll die Unterweisung er- öffnet und die Atmosphäre zwischen Ausbilder und Azubi aufgelockert werden.

2.1.4. Kontakt herstellen und Schaffung einer positiven Lernatmosphäre

- Positive Stimmung wird durch die Erinnerung an die Lernfortschritte und die damit verbundenen Erfolgserlebnisse erzeugt. Lob
- Wie weit ließ sich der Inhalt der letzten Unterweisung (Einkauf von Wirt- schaftsgütern) in der Praxis anwenden?

2.1.5. An Vorkenntnisse anknüpfen

- Thema der letzten Unterweisungseinheit war es „den Einkauf eines Wirt- schaftsgutes korrekt buchen und den Einkaufspreis korrekt berechnen zu können“; da diese Thematik komplett neu ist, wird es schwierig sein an vorhandene Kenntnisse anknüpfen

2.1.6. Lernziel fragend entwickeln

- Thema der letzten Unterweisungseinheit war es „den Einkauf eines Wirt- schaftsgutes korrekt buchen und den Einkaufspreis korrekt berechnen zu können“ Was ist der nächste Schritt?
- Zielt auf die Nennung ab: „den Verbleib eines Wirtschaftsgutes im Betrieb buchhalterisch zu erfassen“
- Was ist hierbei besonders zu beachten?
- Zielt auf die Nennung ab: „das Wirtschaftsgut verliert an Wert“
- Anschreiben des Feinlernzieles der heutigen Unterweisungseinheit durch den Ausbilder

2.1.7. Praxisbezug herstellen, Zielbewusstsein vermitteln und motivieren

- Den Azubis wird vor Augen geführt, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist eine Abschreibung durchzuführen und daher eine essentielle Notwendig- keit für ihren Ausbildungsbetrieb besteht, Wirtschaftsgüter abzuschrei- ben.
- Vorlegen des HGB, § Paragraph von Azubi vorlesen lassen
- Abschreibungen stellen einen wichtigen Aufwandsfaktor in der BASF dar, daher ist die korrekte Berechnung dieses Aufwandes wichtig.
- Vorlegen des Geschäftsberichtes
- Außerdem ist es auch vom privaten Interesse, da man als Privatmann bestimmte Sachen, wie z.B. PCs abschreiben kann
- Privaten Nutzen aufzeigen
- Zusätzlich wird noch mal auf den Ausbildungsrahmenplan hingewiesen, indem dieses Thema als zu vermitteln gilt.
- Vorlegen des Ausbildungsrahmenplanes

Durch all diese Punkte wird den Azubis die Wichtigkeit der Thematik verdeutlicht und sie werden motiviert das Lernziel zu erreichen.

2.2. Vorstellen der theoretischen Grundlagen der Abschreibungen

2.2.1. Vortrag/Lehrgespräch über den Zweck von Abschreibungen

- Durch diesen Vortrag wird unter Einbeziehung der Azubis die theoreti- sche Grundlage zum Verständnis der Abschreibungsthematik gelegt. Am Anfang werden mittels eines Brainstormings die Ursachen für Abschreibungen genannt. Hierbei ist eine Einbeziehung der Azubis möglich und erwünscht. Diese werden auch durch gezieltes Fragen zur Mitarbeit angeregt. Im weiteren Verlauf stellt der Ausbilder weitestgehend allein die anderen Charakteristika der Abschreibungen vor.

2.2.2. Überprüfen des theoretischen Teils mittels eines Lückentextes

- Das Verständnis des theoretischen Teils und der Lernfortschritt werden direkt im Anschluss an die Präsentation mittels eines Lückentextes auf- gezeigt und überprüft.

2.2.3. Erfolgskontrolle

- Die Ergebnisse des Lückentextes werden mit der Musterlösung vergli- chen. Sollten Schwierigkeiten oder Verständnisprobleme aufgetreten sein, können diese direkt im Dialog zwischen Azubi und Ausbilder geklärt werden.

2.3. Vorführen, Erklären und Erläutern

2.3.1. Vorstellen des Übungsfalles

- Mittels PC und Folien wird der Übungsfall vorgestellt, diese Unterwei- sungsmittel sind den Azubis aus vorangegangenen Unterweisungen be- kannt

2.3.2. Lernschritte darlegen

- Im Dialog mit den Auszubildenden sollen die relevanten Daten für die li- neare Abschreibung aufgezeigt werden.

- Tag des Kaufes
- Nutzungsdauer
- Anschaffungskosten

- Anschließend wird gezeigt wie der monatliche Abschreibungssatz aus der Nutzungsdauer heraus errechnet wird.

- Mit dem monatlichen Abschreibungssatz, kann die Abschreibung des Wirtschaftsgutes durchgeführt werden.

2.4. nachmachen durch die Auszubildenden

2.4.1. Üben des Gelernten

- Anhand von zwei Übungsfällen erhalten die Azubis nun die Möglichkeit ih- re eben gelernten Kenntnisse einzusetzen.

- Der erste Fall soll gemeinsam von den Azubis bearbeitet werden, um die Schlüsselqualifikation „Teamarbeit“ zu fördern. Weiterhin können sie sich so gegenseitig Hilfestellungen geben und zeigen so auf in wie weit das Gelernte verstanden wurde. Zusätzlich wird durch gezielte Fragestellung nach Nutzungsdauer und Abschreibungssatz eine gewisse Struktur vor- gegeben. Gegebenenfalls erläutern die Auszubildenden ihre Vorgehens- weise.

- Der Ausbilder beobachtet dabei die Azubis und steht beratend zur Seite.

- Der zweite Fall soll selbständig von jedem Azubi gelöst werden. Hierbei gilt es aus einem etwas komplexeren Sachverhalt eigenständig die erfor- derlichen Daten herauszufiltern.

- Der Ausbilder beobachtet dabei die Azubis und steht beratend zur Seite.

2.4.2. Erfolgskontrolle

- Die Lösungen der Azubis werden nun mit den Musterlösungen verglichen. Bei auftretenden Schwierigkeiten oder Mängeln kann der Ausbilder hier Fertigkeits- und Kenntnislücken schließen. Es wird noch mal auf die Wichtigkeit der linearen Abschreibung und des Abschreibungsprozesses m allgemeinen hingewiesen.

2.4.3. Rückmeldung des Ausbilders

- Gute Ergebnisse der Unterweisung, der Übungsaufgaben und des Lü- ckentextes werden zur weiteren Motivation hervorgehoben.

- Des Weiteren wird ein Ausblick auf die folgenden Unterweisungen und die folgenden Ziele (degressive Abschreibung) gegeben.

2.5. Vertiefen des Gelernten

- Das Vertiefen der erlernten Tätigkeiten sowie der dazu erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse erfolgt im Nachgang der Unterweisungseinheit anhand von weiteren Übungsfällen und im nächsten Praxiseinsatz. Die Ausbilder in diesen Abteilungen werden dazu angehalten, die Azubis gezielt bei diesen Aufgaben der linearen Abschreibung zu integrieren. Somit erhalten die Azubis die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse in der Praxis umzusetzen und dabei anzuwenden.

3. Verabschiedung

- Ausbilder verabschiedet sich von den Azubis. Er gibt vorher eine kurze Zusammenfassung der Unterweisung und einen Ausblick auf die kom- menden Unterweisungseinheiten (degressive Abschreibung). Abermals stellt er die positiven Aspekte heraus und bedankt sich für die Aufmerk- samkeit und die aktive Beteiligung der Auszubildenden.

4.1. Lückentext

Unterweisung vom 31.03.2005

Füllen Sie die Lücken mit den untenstehenden Begriffen!

Abschreibungen stellen eine wichtige … im Unterneh- men dar. Sie liegen in verschiedenen Ursachen begründet, wie z.B. technischer Verschleiß, …. und ... , außer- dem ist ihre Bildung im HGB … vorgeschrieben. Neben der Abschreibung nach Leistungseinheiten gibt es noch die Verfahren der und der .. Abschreibung. Abschrei- bungen gehen als Aufwand in die …. ein und fließen über den … zurück ins Unternehmen. Damit haben sie sowohl einen Finanzierungseffekt als auch einen ….. .

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.2. Übungsfall 1

Unterweisung am 31.03.2005

Die BASF AG kauft am 01.02.05 einen Schreibtisch mit einem brutto Anschaffungswert von 1.392 €. Er wird von der Controlling-Abteilung genutzt. Der Schreibtisch hat eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Dieser soll linear abgeschrieben werden.

Aufgabe:

Wie hoch ist der Buchwert des Schreibtisches zum 31.12.2005?

1. Wie lang ist die Gesamtnutzungsdauer?

2. Wie lang ist die lösungsrelevante Nutzungsdauer?

3. Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

4. Wie hoch ist der Buchwert des Schreibtisches zum 31.12.2005?

4.3. Übungsfall 2

Die BASF AG hat am 01.10.2004 einen PC gekauft, welcher eine Nutzungsdauer von 3 Jahren hat. Am 31.02.2005 hat dieser PC einen Restbuchwert von 1.395 €.

Aufgabe:

1. Wie viel Monate sind abzuschreiben (Nutzungsdauer in Monaten)?

2. Wie viel Monate müssen noch abgeschrieben werden?

3. Wie hoch war der Anschaffungswert des PCs?

Tipp: Da der Abschreibungsbetrag bei der linearen Abschreibung konstant bleibt ist das Verhältnis von Anschaffungskosten und Nutzungsdauer in Mona- ten immer gleich dem Verhältnis zwischen Restbuchwert und noch abzuschrei- benden Monaten!

2 Entwicklung von Testdaten zur Datumsplausibilitätsprüfung (Unterweisung Fachinformatiker / -in) von Michael Malik

Entwicklung von Testdaten zur Datumsplausibilitätsprüfung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erklärung des Prüfungsteilnehmers

Die nachfolgende Beschreibung des Unterweisungsablaufs umfasst 10 Seiten exclusive Anhang.

Ich erkläre, dass ich diesen Unterweisungsentwurf selbstständig erstellt habe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Ausbildungsthema

Entwicklung von Testdaten zur Datumsplausibilitätsprüfung

2. Fachliche Einordnung des Themas

Ableitung

Die Grundlage des Themas bildet die sachliche Gliederung des Ausbildungsrahmenplans für Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Dort ist in den berufsspezifischen Ausbildungsinhalten unter der laufenden Nummer 6.4 der Teil „Testverfahren“ (§10 Abs. 1) des Ausbildungsberufsbildes festgeschrieben.

Der Punkt „Testverfahren“ schreibt folgende zu erlernende Fertigkeiten und Kenntnisse vor:

- Testkonzept und Testplan erstellen

- Testumfang festlegen, Testdaten generieren und auswählen

- Informations- und telekommunikationstechnische Systeme testen x Testergebnisse auswerten und dokumentieren

Diese Unterweisung soll dem Auszubildenden die Fertigkeiten und Kenntnisse vermitteln, Testdaten zu generieren und auszuwählen, um eine Datumsplausibilitätsprüfung durchführen zu können.

Einordnung

Vor einigen Jahren wurde Software noch nach dem Motto „quick and dirty“ entwickelt. Das heißt, die Entwicklung von Software verlief ziemlich schnell und wurde weder Dokumentiert noch wurden richtige Tests der Software durchgeführt. Häufig waren es nur geringfügige Tests um sicherzustellen, dass die Software überhaupt funktionierte. Was sehr schnell dazu führte, dass die Zuverlässigkeit der Software nicht sehr hoch und die Wartbarkeit ziemlich schwierig war. Eine Software die nicht einwandfrei funktioniert kann fatale Folgen haben (z. B. ein automatisches Bremssystem in Autos). Diese Entwicklung wurde gewendet. Heute ist es von größter Wichtigkeit, dass eine Software zuverlässig arbeitet. Um diese Zuverlässigkeit zu gewährleisten ist es unabdingbar die Software vor der Einführung intensiv zu testen. Softwaretests sind abhängig von der Größe des Unternehmens. Größere Unternehmen (wie z. B. mobilcom) leisten sich ein eigenes Team für die Qualitätssicherung von selbst entwickelter Software. Kleinere hingegen testen die Software innerhalb der Softwareentwicklungsabteilung.

3. Ausbildungswert des Themas

Fachinformatiker mit dem Schwerpunkt Anwendungsentwicklung werden dafür ausgebildet, nach ihrer Ausbildung Anwendungen bzw. Software zu programmieren. Um die eigens programmierte Software nach der Erstellung auch testen zu können, ist es wichtig Ihnen die Fertigkeiten und Kenntnisse der Qualitätssicherung beizubringen. Schaut man sich die Aufregung über das „Jahr-2000“-Problem an, welches wir alle miterlebt haben, bekommt man einen Eindruck welche Wichtigkeit das Testen insbesondere von Datumsfeldern haben kann.

[...]

Details

Seiten
68
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640185894
ISBN (Buch)
9783640187935
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v115879
Note
Schlagworte
Unterweisungen Ausbildungsberufe IT-Branche

Autor

  • GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor)

    58 Titel veröffentlicht

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Titel: Unterweisungen für Ausbildungsberufe in der IT-Branche