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(Un-) geliebte Freiheit - Von Bedingung und Aneignung in Peter Bieris Konzeption der Freiheit

Bachelorarbeit 2008 49 Seiten

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe

Gliederung

Teil 1: Die Eröffnung
1.I. Von geliebter und ungeliebter Freiheit
1.II. Einleitung

Teil 2: Die Freiheit des Kompatibilisten – Peter Bieris Konzeption der Freihei t
2.I. Das Problem
2.I.1. Determinismus
2.I.2. Idee der Freiheit
2.II. Ein Problem, das keines ist – Der falsche Gegner
2.II.1. Indeterminismus
2.III. Die falsche Freiheit des Indeterministen
2.IV. Die richtige Freiheit – von Bedingung
2.V. Die richtige Freiheit – von Aneignung
2.VI. Die richtige Freiheit – ein Idealbild

Teil 3: Andere Konzeptionen der Freiheit im Vergleich mit Peter Bieri
3.I. Die Freiheit des Existentialisten
3.I.1. Existentialistische Freiheit – Freiheit nach Jean-Paul Sartre
3.I.2. Von Bedingungen und Zwängen – Bieri und Sartre
3.II. Die Freiheit des Moralisten
3.II.1. Freiheit aus Verantwortlichkeit – Freiheit nach Immanuel Kant
3.II.2. Freiheit durch Aneignung – Bieri und Kant
3.III. Die Freiheit des „Mystikers“
3.III.1. Schicksal oder Charakter? – Freiheit nach Walter Benjamin
3.III.2. Ideal der (komischen) Person – Bieri und Benjamin
3.IV. Ein Bild von Freiheit
3.V. Freiheit – ein verlorener Posten? Ein- und Ausblicke der Hirnforschung

Teil 4: Der Abschluss
4.I. Schlusswort
4.II. Plädoyer für den Glauben an die Freiheit

Literaturverzeichnis

„Wir müssen uns als determiniert denken und können es nicht.

Wir müssen uns als frei denken und können es ebenso wenig.

Führwahr ein Skandal der Menschenvernunft“

(Martin Seel)

Teil 1: Die Eröffnung

Hier soll die Begründung des Titels erfolgen und eine kurze Skizze zum Thema der Arbeit entworfen werden.

1.I. Von geliebter und ungeliebter Freiheit - Vorwort

Warum geliebte Freiheit? Weil wir nicht bereit sind sie aufzugeben. Wir halten daran fest, allen Augenblicks, auch wenn sie uns einmal wirklich genommen wird. Wir können nicht nur ohne sie nicht handeln, wir wollen sie auch fast immer. Selbst in der ausweglosesten Situation sind wir nicht bereit kampflos den einzigen Weg zu gehen, der geblieben ist. Selbst dort wollen wir es sein, die aus eigenen Stücken diesen Weg einschlagen. Wir wollen hinterher sagen können, dass wir es waren, die diesen Weg gewählt haben. Wir wollen die Freiheit, uns für oder gegen unsere Gewohnheiten zu entscheiden. Kein Zwang soll uns irgendetwas vorgeben oder über uns bestimmen.

Warum ungeliebte Freiheit? Weil wir die Freiheit gleichermaßen hassen wie lieben. Trotz allen Festhaltens an der Freiheit in allen möglichen Situationen gibt es auch Momente, wo wir uns zur Freiheit gezwungen fühlen. Oder um es mit Sartre zu sagen, wo wir uns zur Freiheit verurteilt fühlen. Sie wird zu einem Zwang. Wir fühlen uns in die Ecke gedrängt. Wir wollen uns nicht für oder gegen etwas entscheiden, aber wir müssen. Es mag in Gefahrensituationen sein, wenn wir vor der Wahl stehen, welches Kind wir vor dem Ertrinken retten. Es mag in Situationen sein, in denen wir über unsere Zukunft entscheiden müssen. Nicht unbedingt die Tatsache, dass wir unsere Entscheidung hinterher bereuen, plagt uns, wir könnten hinterher mit der Entscheidung sogar zufrieden sein – vielmehr ist es das Gefühl der Unfreiheit, des Zwangs, dass uns plagt. Wir fühlen uns genötigt. Der Moment der Entscheidung ist ein quälender, die Entscheidung verlangt uns alles ab. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass eine freie Handlung bedeutet, man kann uns hinterher für sie und ihre Folgen verantwortlich machen, lässt die Freiheit uns manchmal unliebsam erscheinen.

Freiheit, gleichermaßen Glück und Fluch, bestimmt, ob wir wollen oder nicht, unser Leben – sie ist eines der großen unerklärten Rätsel, die uns umgeben.

1.II. Einleitung

Das Freiheitsproblem beschäftigt den Menschen schon seit jeher. Sind wir frei? ist eine der am häufigsten gestellten Fragen. Verschiedenste Philosophen und andere Denker, aber auch, gerade in der heutigen Zeit, Wissenschaftler, haben sich dieser Problematik gewidmet.

Theorien darüber, dass der Mensch sich frei und ungebunden bewegt, denkt und handelt wie es ihm beliebt, stehen denjenigen gegenüber, die behaupten, der Mensch sei schon immer und ist in all seinen Handlungen fremdbestimmt – nicht er selbst, sondern eine Aneinanderreihung von Ursachen und Folgen lässt ihn handeln. Beide Theorien scheinen bis aufs bitterste verfeindet. Völlige Unbestimmtheit trifft auf völlige Bestimmtheit.

Ich kann mich weder auf Seiten der einen, noch der anderen schlagen. Angenommen der Mensch wäre völlig frei und unbestimmt, wie könnte er dann einen bestimmten Willen haben? Völlige Unbestimmtheit gleicht der Willkür wie ihr Zwilling.

Angenommen der Mensch wäre völlig fremdbestimmt, völlig unfrei, wie kann er dann Entscheidungen bewusst durch Abwägen treffen oder es auch nur so empfinden? Wie ist es möglich sich frei zu fühlen, bei völliger Unfreiheit?

Und schließlich: Wie ist es in einer fremdbestimmten Welt möglich jemanden für sein Tun verantwortlich zu machen?

Aufgrund dieser Paradoxien fiel der Entschluss, sich mit Theorien, insbesondere einer Theorie, zu beschäftigen, die beide Seiten gleichermaßen in den Blick nehmen und sie vereinen.

Peter Bieri beschreibt, wie aus seiner Sicht der so unversöhnlich scheinende Widerspruch zwischen Bedingtheit und Freiheit aufgehoben werden kann und entwirft ein Bild von Freiheit, in dem Bedingtheit kein Argument gegen sondern für Freiheit ist. Diese Bedingtheit geht einher mit der Aneignung, die beiden Eckpfeiler seiner Theorie.

Im Anschluss an die Beschreibung seiner Konzeption folgen Vergleiche mit Jean-Paul Sartre, Immanuel Kant und Walter Benjamin. Sie sollen gewisse Übereinstimmungen zum Vorschein bringen und andeuten wie Bieris Position in der Tradition einzuordnen ist. Außerdem richten sie den Fokus auf spezielle Bereiche, die innerhalb der Freiheitsdiskussion immer wieder diskutiert worden sind – Verantwortung, Moralität, Schicksal, Charakter.

Um Bieri und seine Theorie in der derzeitigen Debatte um Willensfreiheit zu verorten, sollen daran anschließend Einblicke in die Argumentationen der Hirnforschung gegeben werden.

Teil 2: Die Freiheit des Kompatibilisten – Peter Bieris Konzeption der Freiheit

In diesem Teil der Arbeit soll der Freiheitsentwurf, den Peter Bieri in seinem „Handwerk der Freiheit“ macht, dargestellt werden. Zunächst wird der Rahmen gegeben, aus dem heraus Bieri seine Argumentation beginnt. Daran anschließend wird seine Theorie in zwei Teilen – unter dem Gesichtspunkt der Bedingung und der Aneignung – dargelegt. Schließlich soll ein ganzheitliches Bild seiner Freiheitsauffassung und eine Einordnung unter die Position des Kompatibilimus folgen. Die Grundlage dieses Teils ist das Buch von Peter Bieri, die Argumente und Ansichten, die erläutert werden, stammen hieraus.

2.I. Das Problem

Zwei entgegen gesetzte Gedanken prägen die Diskussion darüber, ob der Mensch einen freien Willen besitzt oder nicht. Beide Gedanken, der des Determinismus auf der einen Seite und der der Freiheit auf der anderen Seite, können nicht aufgegeben werden, da beide für unsere Sicht auf uns als Menschen erforderlich sind.[1] So beginnt Bieri im Prolog seines „Handwerks der Freiheit“, um dessen Inhalte es im Folgenden gehen soll. Die beiden Gedanken stellen scheinbar einen unüberwindbaren und unversöhnlichen Gegensatz dar, beide Auffassungen sollen deshalb kurz dargestellt werden.

2.I.1. Determinismus

Der Determinismus verficht die Auffassung, dass die Vergangenheit eine einzige, eindeutig bestimmte Zukunft festlegt und somit nur noch ein einziges zukünftiges Geschehen möglich ist.[2] Dieser Grundsatz gilt sowohl für die Natur, als auch für den Menschen. Alles, was geschieht, hat bestimmte Bedingungen unter denen es geschieht. Für alles gibt es notwendige und zusammen hinreichende Bedingungen und eben diese Bedingungen sind die Motive unseres Handelns, darunter fallen Wünsche und Gefühle, welche sich wiederum unter bestimmten Vorbedingungen so entwickelt haben. Die Idee der Bedingtheit ist mit der Idee der Gesetzmäßigkeit verknüpft, woraus folgt: Unser Handeln unterliegt Gesetzmäßigkeiten.[3]

2.I.2. Die Idee der Freiheit

Die Idee der Freiheit beinhaltet die Vorstellung eines Spielraums an Möglichkeiten, zwischen denen man in jedem Augenblick wählen kann. Es ist dem Menschen nicht möglich sich vorzustellen, er hätte keine Wahl. Die Idee der Freiheit stützt sich auf die Erfahrung der Freiheit. Wir erleben uns selbst als die Urheber unseres Tuns und wissen „Ich hätte auch anders handeln können“[4]. Und diese Idee der Freiheit ist es auch, aus der die Idee der Verantwortlichkeit entspringt. Wir tragen für unser Handeln Verantwortung, weil wir frei sind und auch anders hätten entscheiden können.[5]

2.II. Ein Problem, das keines ist – Der falsche Gegner

In Wahrheit ist der Konflikt zwischen Determinismus und Freiheit keiner, denn der Gegensatz zum Determinismus ist der Indeterminismus, nicht die Freiheit. Der Kontrast zur Freiheit ist der Zwang, nicht der Determinismus.[6]

Wer somit einen unüberwindbaren Gegensatz zwischen der Idee der Freiheit und dem Determinismus sieht, ist einer falschen Vorstellung zum Opfer gefallen. Man hat mit der Idee der Freiheit dem Determinismus den falschen Gegner gegenübergestellt, der richtige Gegner ist der Indeterminismus.

2.II.1. Indeterminismus

Der Indeterminismus ist die Lehre von der Nichtbestimmtheit der Handlungen durch kausale Zusammenhänge, den Charakter oder Motive.[7] Man nimmt also an, dass Handlungen nicht unter Vorbedingungen stattfinden, sondern ohne kausalen Zusammenhang ausgelöst werden. Dementsprechend geht man von einem unbedingten und unbestimmten Willen aus. Nach dem Indeterminismus ist der Wille nicht determiniert, er ist ursachlos, also unabhängig von allen äußeren und inneren Ursachen und Bestimmungsgründen. Dieser Lehre nach ist der Wille mit der Fähigkeit begabt, sich selbst ganz willkürlich zu bestimmen und etwas genauso wie sein Gegenteil mit gleicher Freiheit wählen zu können.[8]

2.III. Die falsche Freiheit des Indeterministen

Zu glauben, der Mensch wäre vollkommen frei und könnte seine Entscheidungen vollkommen ohne Vorbedingungen, ohne irgendwelche Abhängigkeiten treffen, hieße daran zu glauben, dass unbegründete, willkürliche Entscheidungen von Freiheit zeugen.

Die Traumvorstellung vieler: Ein vollständig losgelöster, von allen ursächlichen Zusammenhängen freier Wille. Ein Wille der unabhängig ist von allem um uns herum, der von nichts und niemandem abhängt, auch nicht von mir. Ein Wille ohne jegliche Abhängigkeit würde auch nicht mit dem zusammenhängen, was mich als meine Person ausmacht, es wäre nicht mein Wille, sondern ein entfremdeter Wille, da ihm die vorangehende Entscheidung und damit die Urheberschaft fehlt.[9]

Was für einen Einfluss hätte ich auf einen solchen Willen noch? Und was würde ich mit einem solchen Willen überhaupt noch wollen?

Ein unbedingter Wille führt nicht die lang ersehnte vollkommene Freiheit herbei, sondern die Unfreiheit, da ihm jegliche Bedingtheit fehlt. Ein solcher Wille wäre unbelehrbar, unverständlich, unberechenbar und zufällig. Unbedingte Freiheit wäre vollkommene Ohnmacht einem unberechenbaren Willen gegenüber.[10]

Und gleicht eine solche Ohnmacht gegenüber einem unberechenbaren Willen nicht der Fremdbestimmtheit? Die Loslösung von allen Abhängigkeiten führt in eine neue Abhängigkeit. Ich als Person bin nicht mehr von der Naturkausalität bestimmt, mein Wille ist dadurch nicht beeinflusst. Anstatt dessen bin ich als Person nun von meinem Willen abhängig. Ich kann keinen Einfluss auf ihn nehmen, das heißt: nicht ich habe die Kontrolle.

Peter Bieri zufolge gibt es keinen unbedingt freien Willen und es kann ihn nicht geben, da er keine stimmige Idee ist. Er nennt es einen fundamentalen Fehler, den Unterschied zwischen Freiheit und Unfreiheit des Willens mit dem Gegensatz von Unbedingtheit und Bedingtheit in Verbindung zu bringen. Damit kritisiert Bieri die für gewöhnlich gemachte Zuteilung der Deterministen und Indeterministen, Freiheit sei nur in der Unbedingtheit zu finden und Unfreiheit liege aufgrund von Bedingtheit vor. Anstelle dessen schlägt Bieri eine andere Sichtweise vor. Ihm zufolge ist die Idee der Bedingtheit den Ideen der Freiheit und der Unfreiheit vorgeordnet, man spricht nicht von Freiheit aufgrund des Fehlens von Bedingungen und nicht von Unfreiheit aufgrund ihres Vorhandenseins, sondern je nach Art der vorliegenden Bedingungen spricht man von Freiheit oder Unfreiheit.

„Man sucht die Freiheit am falschen Ort, wenn man sie in der Lockerung oder Abwesenheit von Bedingtheit und Bestimmtheit sucht.“[11]

2.IV. Die richtige Freiheit – von Bedingung

Als Gegenkonzept zu der unbedingten Freiheit, die keine Freiheit ist, entwirft Peter Bieri das der „Bedingten Freiheit“.

Die entscheidenden Begrifflichkeiten sind die der Handlung und des Willens, welche er zunächst einmal klärt. Zu einer Handlung gehört, dass sie einen Urheber hat, dass sie Ausdruck eines Willens ist, dass sie einen bestimmten Sinn hat, also erklärbar ist, und dass ihr ein Bewegungsspielraum von Möglichkeiten zugrunde lag. Das sind die Bedingungen, die eine Handlung erfüllen muss, damit sie eine Handlung ist.

Was den Willen ausmacht, ist, dass er ein handlungswirksamer Wunsch ist und, dass er bestimmte Grenzen hat. Ein Wille hängt davon ab, wie wir unsere Fähigkeiten einschätzen und was wir für möglich, für machbar halten. Er ist ein Ensemble von Wunsch, Überzeugung, Überlegung und Bereitschaft.[12]

Zur Freiheit einer Handlung gehört es, dass es einen Spielraum an möglichen Handlungen gibt, dass heißt:

„Von einem, der frei ist, […] wollen wir sagen, dass das eine, was er tatsächlich tut, nicht das einzige ist, was er tun könnte“[13].

Das bedeutet, es muss eine „offene Zukunft“ geben, in der bestimmte Gelegenheiten und die dazu nötigen Mittel und Fähigkeiten vorhanden sind.

Von den Gelegenheiten, über die Mittel und schließlich zu den Fähigkeiten werden die Spielräume immer persönlicher, am Ende steht schließlich der Spielraum meines Willens und der ist wiederum von bestimmten Dingen abhängig.[14]

Der Wille ist zunächst einmal abhängig von äußeren Umständen:

„…jede Welt (ist) eine bestimmte Welt [ist], die in ihrer Bestimmtheit Grenzen setzt und tausend Dinge ausschließt. Und wir brauchen diese Bestimmtheit und diese Grenzen, damit auch unser Wille jeweils ein bestimmter sein kann.“[15]

Wäre die Welt um uns herum keine festgelegte, also eine bestimmte zu einem bestimmten Zeitpunkt, könnten wir unseren Willen nicht auf etwas Bestimmtes richten, somit sind die Grenzen des Willens Voraussetzung für seine Freiheit, nicht ein Hindernis. Weitere Abhängigkeiten bestehen für den Willen in uns selbst, in unseren körperlichen Bedürfnissen, unseren Gefühlen und unserer Geschichte, also unserem Charakter. Der Wille ist somit in unserer Innenwelt mit ihren festen Konturen verankert. Diese festen Konturen machen uns zu einer bestimmten Person und dadurch wird der Wille, der Wille einer bestimmten Person, also überhaupt jemandes Wille.[16] Erst dadurch, dass der Wille von den Dingen abhängt, die uns ausmachen, gehört er zu uns, es ist unser Wille.

Für die Freiheit der Entscheidung gelten verschiedene Abhängigkeiten, verschiedene Bedingungen, damit sie wirklich frei ist. Dabei kann man mehrere Arten von Entscheidungen trennen.

Zunächst die instrumentellen Entscheidungen. Dies sind Entschlüsse, die den Mitteln für eine Umsetzung eines bereits gebildeten und feststehenden Willens gelten. Die Mittel und damit die Umsetzung selbst werden von einer Einschätzung der Situation gelenkt und sind in diesem Sinne Ergebnis einer Entscheidung. Der Wille wird durch Überlegen ausgebildet und durch Überlegen umgesetzt. Zu den instrumentellen Entscheidungen zählt auch das „widerwillige Tun“[17]. In diesem Fall wünscht man ein Übel, man wünscht etwas, dass einem normalerweise widerstrebt und was man nie wollen würde, aber die Situation macht dieses Wünschen erforderlich. Ein widerwilliges Tun ist ein echtes Tun in dem Sinne, dass es wahre Urheberschaft besitzt. Man wünscht etwas nicht um seiner selbst willen, sondern weil es nötig ist, um etwas, dass man ursprünglich wollte, also einen ursprünglichen Wunsch, zu erfüllen. Somit besitzt das Mittel „geborgte Wünschbarkeit“.[18]

Eine andere Art der Entscheidung sind substantielle Entscheidungen. Entscheiden ist Willensbildung durch Überlegen und bei substantiellen Entscheidungen geht es gerade darum, von welchen Wünschen man möchte, dass sie zum Willen werden oder eben nicht. Es geht darum sich zu fragen, was man eigentlich möchte. Man bildet in gewisser Weise eine Rangfolge seiner Wünsche. Welche sind am wichtigsten? Was möchte ich unbedingt? Bei solchen substantiellen Entscheidungen ergreife ich Partei für sich widerstreitende Wünsche. Ich entscheide mit welchem Wunsch ich mich wirklich identifiziere. Wer will ich sein?

Für diese Art der Entscheidung brauche ich die Phantasie. Die Phantasie als Fähigkeit im Inneren verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren. Ich male mir die inneren und äußeren Umstände aus. Ich lasse die verschiedenen Szenarien meiner unterschiedlichen Entscheidungen ablaufen, was mir mögliche Konsequenzen meines Willens deutlich macht. Auch kann die Phantasie mir helfen Wünsche, also einen möglichen Willen, zu erkennen, der mir bisher verborgen war, den ich aber habe.[19]

Ein weiterer Punkt, der für die Entscheidungsfindung notwendig ist, ist die Distanz zu mir selbst. Ich muss einen Abstand zu mir selbst und meinen Wünschen aufbauen können. Es ist ein Zeichen unserer Freiheit, dass wir in der Lage sind mit unseren eigenen Gedanken und der eigenen instrumentellen Phantasie kritisch und distanziert umzugehen. Die kritische Reflexion kann uns vor Augen führen, warum wir die Dinge wirklich wollen und auch, dass wir sie vielleicht doch nicht möchten. Schließlich muss ich diesen Abstand aber wieder aufgeben und mich engagieren, also entscheiden und handeln.

Schlussendlich brauchen wir die Offenheit der Zukunft. Unsere Erfahrung des Entscheidens muss eine Erfahrung der Offenheit sein. Wir müssen die Möglichkeit sehen in die Bildung des Willens eingreifen zu können. Es muss uns möglich sein unsere Meinung zu ändern, uns umzuentscheiden. Und da wir unmöglich im Voraus wissen können, was wir am Ende wollen und tun werden, erleben wir diese Offenheit.[20]

„Die Freiheit des Willens liegt darin, daß er auf ganz bestimmte Weise bedingt ist: durch unser Denken und Urteilen.“[21]

Die Freiheit des Willens bedeutet folglich nicht seine vollkommene Ungebundenheit und Unbedingtheit, sondern gerade ein gewisses Maß an Bedingtheit. Es macht die Freiheit des Willens aus, dass er auf bestimmte Weise gebunden ist.

Unsere Entscheidung, die von bestimmten Faktoren abhängt, macht den Willen frei. Was ihn allerdings unfrei macht oder machen kann, ist die Unentschlossenheit. Es kann uns die Freiheit verbauen, wenn wir uns nicht entscheiden können. Wir schieben die Zukunft vor uns her und dass wir eine Entscheidung nicht fällen können, ist ein Anzeichen unserer Unfreiheit.

Nach der Bestimmung dieser Bedingungen für eine freie Entscheidung bespricht Peter Bieri verschiedene Erfahrungen der Unfreiheit und zeigt auf, dass bei diesen Erfahrungen die genannten Abhängigkeiten ganz oder zumindest teilweise fehlen.

So macht er deutlich, was passiert, wenn wir dauerhaft die Fähigkeit des Abstandes zu uns selbst, zu unseren Wünschen, verlieren. Es ist dann kein Partei ergreifen mehr möglich, ein Wille folgt einfach so auf den nächsten und hebt dadurch den ersten wieder auf. Man würde ohne die Fähigkeit der Abstandnahme einfach ohne Ordnung und Plan, durch alles beeinflussbar, in die Zukunft leben. „Der Getriebene“[22], wie Bieri eine Person in diesem Zustand beschreibt, macht seine Zukunft nicht selbst, dass was als nächstes kommt, ist nichts, was er geplant oder beabsichtigt hat, es ist für ihn einfach nur das Spätere. Sein Mangel an Freiheit bedeutet, dass sein Zukunftsbewusstsein keine Tiefe besitzt, er kann sich keine mögliche Zukunft vorstellen. Ebenso wenig kann er reflektierend auf seine Vergangenheit zurückblicken und selbst seine Gegenwart, das Jetzt, besitzt für ihn keine Tiefe. Bieri nennt es „die flache Zeit des Getriebenen“.[23] Es ist keine bewusst erlebte Zeit, er kann nicht auf das reflektieren, was er tut. Alles was passiert, stößt ihm einfach zu und ebenso erfährt er die Zeit.

Eine weitere Erfahrung der Unfreiheit würden wir machen, wenn unsere Willensbildung übergangen werden würde. Wenn sich einfach ein Wille in uns ausgebildet hätte, den wir gar nicht wollen und bei dem wir das Gefühl hätten wir wären nicht an seiner Entstehung beteiligt gewesen. Diese Unfreiheit würden wir erfahren, wenn wir jemandem hörig wären. Die Zeit wäre die Zeit des fremden Willens, nicht meine Eigene. Man würde sich seiner echten Gegenwart beraubt fühlen. Der Hörige unterwirft sich der fremden Zeit eines anderen.[24]

Weitere Formen der Unfreiheit beschreibt Bieri anhand des „Gedanklichen Mitläufers“, des Süchtigen, der seinem zwanghaften Willen unterliegt, des „Unbeherrschten“ und des „Erpressten“.[25] In allen Fällen erleben wir uns als unfrei, weil die Bedingungen für einen freien Willen, eine freie Entscheidung, nicht erfüllt sind. Wir fühlen uns nicht als Urheber unseres Willens, weil unser Überlegen übergangen wird. Unser Wille kommt uns fremd vor, wir können uns nicht mit ihm identifizieren, weil er zwanghaft ist und für uns nicht kontrollierbar. Oder wir befinden uns in einer Zwangslage, in der wir die Freiheit der Entscheidung besitzen, uns aber nur zwischen zwei Übeln entscheiden können, so dass unsere Unfreiheit im Zwang von Außen besteht, der uns nicht das tun lässt, was wir eigentlich für richtig halten.

Mit all diesen Erfahrungen der Unfreiheit geht eine veränderte Zeiterfahrung einher. Die Zukunft wird als nicht mehr offen oder die Gegenwart als nicht die eigene erlebt. Das Erleben der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft spiegelt eine Erfahrung der Unfreiheit wieder, beispielsweise in ihrer Begrenztheit oder ihrer Fremdheit.

Freiheit verlangt Bedingtheit. Der Unterschied zwischen Freiheit und Unfreiheit liegt in der Art und Weise des Bedingtseins oder im Fehlen von Bedingungen.[26]

Die Bedingungen unter denen wir entscheiden und auch unsere Vergangenheit, die unsere Entscheidungen maßgeblich beeinflusst, haben den Beigeschmack der Vorherbestimmtheit. Sowohl gegen Bedingtheit als auch gegen Vorherbestimmtheit können wir uns aber an und für sich nicht auflehnen. Die Vorherbestimmtheit ist kein Übel, weil es die Vorherbestimmtheit unserer freien Entscheidung ist. Trotz oder gerade wegen aller Bedingtheit und allen Vorbedingungen meiner Geschichte, bin ich es, der den zukünftigen Willen herbeiführt. Ich erarbeite ihn, in dem ich von freier Entscheidung zu freier Entscheidung fortschreite.

„Solange wir [es] wissen (was es bedeutet sich zu entscheiden), ist es unmöglich, das Entscheiden sein zu lassen, und in dieser Unmöglichkeit besteht unsere Freiheit.“[27]

In Bezug auf die Verantwortlichkeit gilt, dass die Bedingtheit aller Freiheit kein Argument gegen die Verantwortung ist. Einen moralischen Standpunkt besitzen heißt, den Gedanken zu haben, dass die Interessen der Anderen für mich einen Handlungsgrund darstellen. Ich nehme Rücksicht, ich habe Achtung.[28]

Nur dadurch, dass meine Handlungen bedingt sind, sind sie frei. Nur dadurch, dass sie von mir abhängen, meinem Willen, meinem Denken, meinem Entscheiden, macht es überhaupt Sinn von Verantwortlichkeit zu sprechen.

2.V. Die richtige Freiheit – von Aneignung

Die Idee der Bedingtheit des Willens reicht noch nicht aus, um ein vollständiges Bild von der Freiheit des Willens zu haben. Einen Willen durch Überlegen und durch das Spiel der Phantasie auszubilden, heißt, an uns selbst zu arbeiten. Es folgt daraus, dass die Freiheit des Willens etwas ist, das man sich erarbeiten muss und das man auch wieder verlieren kann.

„Willensfreiheit ist ein zerbrechliches Gut, um das man sich stets von neuem bemühen muss.“[29]

Willensfreiheit, in diesem Sinne verstanden, gleicht einem Ideal, das man nie ganz erreichen kann, sondern an dem man sich orientiert, wenn man sich um seinen Willen bemüht. Zur Annäherung an dieses Ideal dient die Aneignung des Willens.

„[…] entsprechend werde ich vom freien Willen als dem angeeigneten Willen sprechen.“[30]

Bieri nennt drei Dimensionen einer solchen Aneignung: Die Artikulation, das Verstehen und die Bewertung.[31] Frei ist der Wille folglich, wenn er von mir artikuliert, verstanden und gebilligt ist.

Die Artikulation des Willens macht seinen Gehalt äußerlich. Durch das Aussprechen seines Willens, kann man sich über seine Wünsche im Klaren werden, man entwickelt einen Standpunkt, von dem aus man über seinen Willen urteilen kann. Die Artikulation ist Voraussetzung dafür, dass man die Freiheit der Entscheidung im vollen Umfang ausüben kann. Das Aussprechen des Willens kann auch in die Bildung eines zukünftigen Wunsches eingreifen. Doch nicht nur das Aussprechen selbst, sondern auch die Phantasie kann ein Mittel der Artikulation sein. Sie tritt vor allem bei bedrohlichen, verstoßenen und verbauten Wünschen in Aktion.

Um wirkliche Willensfreiheit zu erlangen, ist es notwendig, bei der Artikulation seines Willens aufrichtig zu sein.

Ein Wille erscheint uns befremdlich, wenn wir ihn nicht verstehen. Beispielsweise, wenn er sich gegen das richtet, was ich üblicherweise wünsche, also wenn sein Gehalt nicht zum sonstigen „Wunschprofil“ passt. Es ist dann die Interpretation dieses Willens, die ihn für das Verstehen öffnet und mit wachsendem Verständnis erlebt man diesen Wunsch immer mehr als etwas, das zu einem gehört.

„Wenn es uns gelingt, einem scheinbar ungereimten Willen […] einen Sinn zu geben und seine verborgene Stimmigkeit aufzudecken, so bedeutet das einen Zuwachs an Willensfreiheit“[32]

Es ist ein Erkenntnisprozess, der zur Selbsterkenntnis beiträgt und damit ein Maß für die Willensfreiheit darstellt. Wenn ich die Herkunft und Entwicklung meines Willens verstehe, trägt das zur Freiheit meines Willens bei.[33]

Die Bewertung des Willens liegt in dem Abstandnehmen zu unserem Willen. In dem Sinne ist mein Wille frei, wenn er der ist, den ich haben möchte. Ich bewerte die Wünsche, die ich habe. Ich messe die Wünsche an meinem Selbstbild. Es gibt aber auch Wünsche, die mein Selbstbild ausmachen. Wichtig ist, dass die Bewertung mit dem Verständnis verbunden ist, nur wenn ich meine Wünsche richtig verstehe, kann ich sie auch richtig bewerten. Aus dem Verstehen heraus findet die Bewertung statt, es ist ein Übergang, der den Weg aus der Unfreiheit in die Freiheit kennzeichnet.[34] Anders gesagt, müssen Erleben und Selbstbild einer Person zusammenpassen, es muss eine Identifikation mit der Handlung stattfinden, wenn nicht, dann erlebe ich das als Beeinträchtigung meiner Freiheit, als inneren Zwang. Erkenne und verstehe ich, warum das Erleben so ist wie es ist, kann ich meine Freiheit zurückerlangen.[35]

Diese Kriterien, diese Dimensionen der Aneignung machen den freien Willen zu etwas, das ich nicht endgültig besitzen kann. Die Freiheit des Willens kommt und geht mit meiner Fähigkeit meinen Willen zu artikulieren, zu verstehen und zu bewerten.

Die Aneignung meines Willens geschieht innerhalb meines ständig voranschreitenden Wollens und Denkens, weshalb nicht der gesamte Wille frei sein kann. Die Aneignung ist ein subjektloses Geschehen, es ist das Selbst, das sich erst durch die Aneignung herausbildet. Und insofern ist „Willensfreiheit [ist] ein Stück weit Glückssache“[36].

Ist dieser Wille, wie Bieri ihn beschreibt, denn jetzt wirklich frei? Kann ich wirklich selbst darüber bestimmen, was ich möchte? Reicht mir diese Freiheit?

„Die Freiheit des Willens – betrachten sie sie einmal so, dann werden sie sehen, daß sie alles bekommen, was sich zu wünschen lohnt!“[37]

Es gibt einen Einfluss der Anderen, er ist aber nicht störend. Er kann zur Freiheit meines Willens beitragen, wenn er mir bei der Aneignung hilft. Unsere Selbstständigkeit und Selbstbestimmung liegt darin, dass wir es sind, die entscheiden, ob wir uns von anderen manipulieren lassen oder ob wir den Einfluss der Anderen als etwas annehmen, das uns hilft unseren Willen besser zu verstehen. Unser Wille ist selbstständig in der Aneignung.

Auch wenn man sich seines Willens gewiss ist, ist es eine Erfahrung des angeeigneten Willens. Wir sind uns eines Willens gewiss, wenn es ein leidenschaftlicher Wille ist, ein Wille der lebensbestimmend ist und der befreiende und identitätsbildende Kontinuität besitzt.

Hingegen ist ein Wille unfrei, wenn er „kitschig“ ist, dass heißt, wenn er seinen Gehalt einem Klischee verdankt. Ein solcher Wille ist ein nachgeahmter Wille, dem die Selbstständigkeit und Genauigkeit fehlt und der in diesem Sinne kein angeeigneter Wille ist.[38]

2.VI. Die richtige Freiheit – ein Idealbild

Peter Bieris Konzeption der Freiheit gibt dem Menschen, was er benötigt. Der Mensch, nach diesem Bild, hat die Freiheit der Entscheidung, er kann freie Entscheidungen ausüben. Wichtig ist das Wort „kann“. Bieri stellt klar, dass die Freiheit nichts ist, was ich immer besitze und nie verlieren kann. Die Freiheit des Willens unterliegt einer Vielzahl von Bedingungen und die wichtigste ist die der Aneignung. Man könnte also sagen: Die Freiheit des Willens besteht in seiner Aneignung.

Ich muss mir meinen freien Willen erarbeiten, ihn mir aneignen. Das bedeutet, der Mensch ist frei sich seinen freien Willen anzueignen. Der Wille als etwas Vergängliches und Zerbrechliches ist ein Ideal. Ein Ideal für das Handeln des Menschen. Er soll sich einen Zustand höchstmöglicher Unabhängigkeit schaffen, Unabhängigkeit von äußeren Zwängen, die das Gegenteil der Freiheit sind.

Idealerweise soll der Mensch sich selbst gut kennen, seine Wünsche, seine Bedürfnisse, seine Ängste. Je mehr sich der Mensch über sich selbst im Klaren ist, desto freier sind seine Entscheidungen. Es geht nicht darum sich vollkommen von allem Äußeren abzukapseln und gegen Einflüsse von anderen immun zu werden, auch geht es nicht darum sich gegen seine Bedürfnisse zu stellen. Es geht darum zu verstehen. Zu verstehen, warum ich so handle und nicht anders. Es geht darum die Motive, aus denen ich handle, aufzudecken und mich dann ganz bewusst für oder gegen diese Handlung zu entscheiden. Selbsterkenntnis ist eine wertvolle Quelle für die Freiheit.[39]

Letztendlich geht es Bieri also um den Menschen. Freiheit ist ein Maß für Selbst(er)kenntnis. Freiheit ist Selbstbestimmung, die sich in Selbsterkenntnis zeigt. Freiheit ist etwas, das von jedem Einzelnen abhängt. Freiheit ist nicht etwas, das man hat oder nicht, man kann sie in gewisser Weise erlernen.

Freiheit ist ein Ideal, ein erstrebenswertes Gut, um das man sich kümmern muss, das man sich erhalten muss. Vollkommene Freiheit ist wohl nie zu erreichen, aber es ist ein Zustand nach dem man streben kann. Und während wir zur Freiheit streben, streben wir zu uns selbst, denn Selbstbestimmung hängt mit dem Selbstbild zusammen: Wer will ich sein? Ist jemand wirklich selbstbestimmt und damit frei, so ist er jemand, dem es gelungen ist, so zu sein, wie er sich gerne sehen möchte.[40]

Peter Bieri ist aufgrund der Vereinbarkeit von Freiheit und Determination in seiner Theorie als Vertreter des Kompatibilismus[41] anzusehen.

[...]


[1] vgl. Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.21f.

[2] vgl. ebd. S.16.

[3] vgl. ebd. S.17f.

[4] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.20.

[5] vgl. ebd. S.20/21.

[6] vgl. Bieri: Untergräbt die Regie des Gehirns die Freiheit des Willens? S.28.

[7] vgl. Indeterminismus. (Wörterbuch der phil. Begriffe) S.311.

[8] vgl. Indeterminismus (Rudolf Eisler Lexikon)

[9] vgl. Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.230.

[10] vgl. ebd. S.239.

[11] ebd. S.244.

[12] vgl. Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.31ff.

[13] ebd. S.45.

[14] vgl. ebd. S.46ff.

[15] ebd. S.50.

[16] vgl. ebd. S.51f.

[17] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.57.

[18] ebd. S.60.

[19] vgl. ebd. S.61ff.

[20] vgl. Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.71ff.

[21] ebd. S.80.

[22] ebd. S.84.

[23] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.127.

[24] vgl. ebd. S.132ff.

[25] ebd. S.93ff.

[26] vgl. ebd. S.166.

[27] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.318.

[28] vgl. ebd. S.351ff.

[29] ebd. S.383

[30] ebd. S.384.

[31] vgl. ebd. S.384.

[32] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.395.

[33] vgl. ebd. S.396.

[34] vgl. ebd. S.397ff.

[35] vgl. Bieri: Der Blick nach innen. S.3.

[36] Bieri: Das Handwerk der Freiheit. S.415.

[37] ebd. S.416.

[38] vgl. ebd. S.417ff.

[39] vgl. Bieri: Der Blick nach Innen. S.3.

[40] vgl. Bieri: Wie wollen wir leben? S.2.

[41] Mit Kompatibilismus ist die Position gemeint, die Determination und Freiheit für vereinbar, kompatibel hält. Eine freie Handlung kann determiniert sein, eine determinierte Handlung frei. Entscheidend ist die Übereinstimmung von Wille und Handlung. Im Gegensatz dazu steht der Inkompatibilismus. (Michael Pauen, S. 33/34)

Details

Seiten
49
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640170067
ISBN (Buch)
9783640172504
Dateigröße
619 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v115502
Institution / Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) – Philosophie
Note
1,0
Schlagworte
Freiheit Bedingung Aneignung Peter Bieris Konzeption

Autor

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Titel: (Un-) geliebte Freiheit - Von Bedingung und Aneignung in Peter Bieris Konzeption der Freiheit