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Evaluierung eines e-Learning Systems im Opensource Bereich

Diplomarbeit 2002 204 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemspektrum
1.2 Zielstellung
1.3 Abgrenzung
1.4 Aufbau der Arbeit

2 Grundbegriffe und Ausprägungen von e-Learning
2.1 Begriffsvielfalt des e-Learning
2.2 Definition des Begriffs e-Learning
2.3 Ausprägung der e-Learning Formen
2.4 E-Learning im Distance-Learning Betrieb
2.5 E-Learning im Blended-Learning Betrieb
2.6 Chancen, Risiken und Grenzen von e-Learning

3 Ausgewählte Hochschulszenarien
3.1 Szenarien des Blended-Learning für das Studium
3.1.1 Grundstudium
3.1.1.1 Vorlesungsszenarien im Grundstudium
3.1.1.2 Übungsszenarien / Tutorienszenarien im Grundstudium
3.1.2 Hauptstudium
3.1.2.1 Vorlesungsszenarien im Hauptstudium
3.1.2.2 Übungsszenarien im Hauptstudium
3.1.2.3 Seminarszenarien im Hauptstudium
3.2 Szenarien des Distance-Learning für die Weiterbildung
3.2.1 Weiterbildungskurse
3.2.2 Workshops

4 Evaluierung eines e-Learning Systems im Open-Source Bereich
4.1 Methodik der Softwareauswahl
4.2 Auswahlprojekte für e-Learning Systeme
4.3 Problemlösungskonzept
4.4 Scoringmodell
4.5 Umfrage zum e-Learning

5 Ergebnisse der Evaluierung von e-Learning Systemen im Open-Source Bereich
5.1 Ergebnisse der Vorauswahl
5.2 Bewertung der favorisierten e-Learning Systeme
5.2.1 Zusammenfassung
5.2.2 Klassifizierung der Beschreibung
5.2.3 Beschreibung StudIP
5.2.4 Beschreibung Ilias
5.2.5 Beschreibung Mimerdesk
5.2.6 Beschreibung Claroline
5.3 Zuordnung der e-Learning Systeme zu den Anforderungen

6 Vorstellung des optimalen e-Learning Systems für die Universität Halle-Wittenberg

7 Schlußbetrachtung / Ausblick

8 Literaturverzeichnis

Anhang A: Glossar

Anhang B: Abkürzungsverzeichnis

Anhang C: Umfrage

Anhang C1: Fragen der Umfrage

Anhang C2: Umfrageergebnisse

Anhang D: K.O.-Kriterien und Scoringmodell

Anhang D1: K.O.-Kriterien

Anhand D2: Scoringmodell

Anhang E: Screenshots der e-Learning Systeme.

Anhang E1:StudIP

Anhang E2:Mimerdesk

Anhang E3:Ilias

Anhang E4:Claroline

Anhang F: Produktbeschreibung „Lecturnity“ von IM-C

Anhang G: Softwareauswahl nach Stahlknecht

Anhang H: Konstruktivismus, Interaktivität, Mehrwerte
1) Konstruktivismus und Interaktivität
2) Der Mehrwert „Neuer Medien“ für Lehre und Bildung
a. Der „makrostrukturelle Mehrwert“
b. Der „mikrostrukturelle Mehrwert“
c. Die Dimension des „Mehrwertes“

Anhang I: Umsetzungstechnik

Anhang J: Leistungsfähigkeit der e-Learning Systeme

Anhang K: Autorensoftware
a. „Authorware“
b. „Toolbook“
c. „Director“
d. „Flash“

Anhang L: Anforderungen und Abdeckung durch die Lernumgebungen

Anhang M: Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einflußfaktoren auf e-Learning

Abbildung 2: Lern-Domänen

Abbildung 3: Einstufung der e-Learning Formen

Abbildung 4: Szenario 1 der "Alma mater virtualis"

Abbildung 5: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien

Abbildung 6: Dimensionen der Vorlesung

Abbildung 7: Dimension der Vorlesung mit hoher Distanz

Abbildung 8: Dimension der Vorlesung mit hoher Distanz und hoher Multimedialität

Abbildung 9: Dimension der Vorlesung mit hoher Multimedialität, hoher Interaktivität und hoher Distanz

Abbildung 10: Szenario der Weiterbildung der "Alma mater virtualis"

Abbildung 11: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien

Abbildung 12: Eigenes Vorgehensmodell zur Evaluierung der e-Learning Systeme

Abbildung 14: Leistungsfähigkeit von "StudIP"

Abbildung 15: Leistungsfähigkeit von „Ilias“

Abbildung 16: Leistungsfähigkeit von „Mimerdesk“

Abbildung 17: Leistungsfähigkeit von „Ilias“

Abbildung 18: Interesse für e-Learning

Abbildung 19: Erfahrungen im Umgang mit e-Learning

Abbildung 20: Universitätsbetrieb vs. virtueller Lernbetrieb

Abbildung 21: Suchfunktion

Abbildung 22: Newsticker

Abbildung 23: Kalenderwerkzeug / Terminplaner

Abbildung 24: Online-Hilfe

Abbildung 25: FAQ's

Abbildung 26: Virtuelles Klassenzimmer

Abbildung 27: Newsboard / Diskussionsforum

Abbildung 28: File Sharing

Abbildung 29: Videokonferenz

Abbildung 30: Audiokonferenz

Abbildung 31: E-Mail

Abbildung 32: Chat

Abbildung 33: Shared Whiteboard

Abbildung 34: Application Sharing

Abbildung 35: Lehrmaterial upload / download

Abbildung 36: Dateiverwaltung /-sortierung

Abbildung 37: Prüfungssystem / Lernkontrolle

Abbildung 38: Automatische Bewertung der Prüfung

Abbildung 39: Lernfortschrittsverfolgung

Abbildung 40: Auswahl der Lehrgebiete

Abbildung 41: Newsticker / Update zu den Lehrgebieten

Abbildung 42: Verwaltung des eigenen Profils

Abbildung 43: Erfahrung mit e-Learning oder Collaboration-Tools

Abbildung 44: Nutzen des Fragebogens

Abbildung 45: Favorisierte e-Learning Systeme

Abbildung 46: StudIP Begrüßungsseite

Abbildung 47: StudIP Startseite

Abbildung 48: StudIP Startseite 2

Abbildung 49: StudIP Terminkalender

Abbildung 50: StudIP Stundenplan

Abbildung 51: Mimerdesk Startseite-Desktop

Abbildung 52: Mimerdesk Startseite-News

Abbildung 53: Mimerdesk Gruppe-Links

Abbildung 54: Mimerdesk Gruppe-Info

Abbildung 55: Mimerdesk Gruppe-News

Abbildung 56: Mimerdesk Gruppe-Kalender

Abbildung 57: Mimerdesk Gruppe-Dateien

Abbildung 58: Mimerdesk Gruppe-Abstimmung

Abbildung 59: Mimerdesk Gruppe-Dateien

Abbildung 60: Mimerdesk Gruppe-Foren

Abbildung 61: Mimerdesk Gruppe-Gruppe bearbeiten

Abbildung 62: Mimerdesk Gruppe-Foren

Abbildung 63: Mimerdesk Kommunikation-Info

Abbildung 64: Mimerdesk Persönlich-Aufgaben

Abbildung 65: Mimerdesk Ressourcen-Benutzer Profile

Abbildung 66: Mimerdesk Persönlich-Kalender

Abbildung 67: Mimerdesk Persönlich-Kontakte

Abbildung 68: Mimerdesk Projekte-Gruppen verwalten

Abbildung 69: Mimerdesk Ressourcen-Info

Abbildung 70: Mimerdesk Tools-Benutzer

Abbildung 71: Ilias Kursübersicht

Abbildung 72: Claroline-Startseite

Abbildung 73: Claroline-Kursübersicht

Abbildung 74: Claroline-Startmenü

Abbildung 75: Claroline-Dokumente

Abbildung 76: Claroline-Studentendokumente

Abbildung 77: Claroline-Ankündigung

Abbildung 78: Claroline-Foren

Abbildung 79: Claroline-Links

Abbildung 80: Claroline-Video

Abbildung 81: Claroline-Benutzer

Abbildung 82: Claroline-Übung

Abbildung 83: Produktionsphasen von "Lecturnity"

Abbildung 84: Grundmodell der "Alma Mater Virtualis "

Abbildung 85: Szenario 1 der "Alma mater virtualis"

Abbildung 86: Szenario 2 der "Alma mater virtualis"

Abbildung 87: Szenario 3 der "Alma mater virtualis“

Abbildung 88: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien

Abbildung 89: Leistungsfähigkeit der untersuchten e-Learning Systeme

Abbildung 90: Leistungsfähigkeit der untersuchten e-Learning Systeme (2) (Netzdarstellung)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Rahmenbedingungen an der Universität

Tabelle 2: Anforderungen an e-Learning Systeme

Tabelle 3: Morphologisches Schema zu den Dimensionen von e-Learning

Tabelle 4: Einordnung der Lernformen nach der Johnson Raum-Zeit-Matrix

Tabelle 5: Chancen, Risiken, Grenzen des e-Learning

Tabelle 6: Priorität der Merkmale

Tabelle 7: Bewertung der Merkmale (Merkmalsausprägung)

Tabelle 8: Überblick über die e Learning-Tools

Tabelle 9: Zusammenfassung der Ergebnisse des Scoringmodells

Tabelle 10: Beweggründe, Mittel und Werkzeuge für e-Learning Ansätze an der Fakultät

Tabelle 11: Zusammenfassung der Funktionen eines optimalen e-Learning Systems

Tabelle 12: Abgeleitet Anforderungen aus Hochschulszenarien

Tabelle 13: Einsatzmöglichkeiten der evaluierten Systeme

Tabelle 14: (Status Quo) Derzeitiger Stand der Nutzung von Lernumgebungen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Tabelle 15: Studiengang an der Martin-Luther-Universität Halle /Wittenberg

Tabelle 16: K.O.-Kriterien

Tabelle 17: Scoringmodell

Tabelle 18: Umsetzungstechniken und deren Eigenschaften.

Tabelle 19: Anforderungen und ihre Abdeckung durch die Lernumgebungen

1 Einleitung

Das Problemspektrum klärt, warum e-Learning für die Gesellschaft, die Universitäten und die Unternehmen in Deutschland so wichtig ist, und warum jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, dieses Gebiet der Wissenschaft voranzutreiben. Mit den Unterkapiteln Zielstellung, Abgrenzung und Aufbau der Arbeit wird das Spektrum der Diplomarbeit definiert.

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde eine Informations- und Literaturrecherche zum Thema e-Learning durchgeführt. Wird der Begriff „ e-Learning “ in eine Suchmaschine im Internet eingegeben, so enthält das Ergebnis bis zu 50.000 Treffer. Im Gegenzug ergibt eine Literaturrecherche, die sich im Kern mit dem Thema e-Learning beschäftigt, nur ca. 40 Bücher im deutschsprachigen Raum. Der Autor dieser Diplomarbeit hat im Jahre 2000 zum Thema „ e-Learning “ bereits eine Seminararbeit verfaßt. Damals betrug die Anzahl der Treffer in den Suchmaschinen ca. 5000 und es gab nur eine handvoll Bücher. Was zeigt dies? Zum einen bescheinigt es dem Bereich e-Learning ein rapides Wachstum, zum anderen zeigt es e-Learning als immer noch relativ neues Gebiet der Wissenschaft, welches Gegenstand dieser Diplomarbeit ist.

1.1 Problemspektrum

Die technologischen Innovationen im Bereich der neuen Medien haben unseren Alltag stark verändert. Waren bis vor einiger Zeit noch der Preisvergleich von Konsumgütern in spezialisierten Suchmaschinen, die Abwicklung von Bankgeschäften oder das Versenden von e-Mails Computerexperten vorbehalten, so sind diese Arten der Informationsbeschaffung heutzutage zur Selbstverständlichkeit geworden, zumindest für die neue Generation[1].

Mit einer Vielzahl neuer Lernformen und –szenarien eröffnet e-Learning der universitären Ausbildung, aber auch in der betrieblichen Weiterbildung völlig neue Dimensionen. Es stellt sich natürlich die Frage, warum e-Learning so wichtig ist? Die Antwort hierauf ist einfach. In unserer wissensbasierten, modernen Informationsgesellschaft wird die Bildung der Menschen immer mehr zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft[2],[3].

In dieser Gesellschaft ist das Wissen nicht mehr ausschließlich eine persönliche Qualifikation, sondern einer der wichtigsten Produktionsfaktoren. Das Wissen wird integraler Teil des industriellen Prozesses. Dies geschieht durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie erlauben ein Arbeiten ohne Medienbrüche. Die wichtigsten Tätigkeiten geschehen nun am Computer und in digitalen Netzwerken: Lernen, Informieren, Planen, Konzipieren, Konstruieren, Simulieren, Umsetzen, Steuern, Kontrollieren, Kommunizieren. Die Netzwerke ermöglichen eine globale Verfügbarkeit und einen Zugriff ohne Zeitverzögerung. Die einmalige persönliche Qualifikation wird abgelöst durch den Prozeß lebenslangen Lernens[4],[5].

Für die Wirtschaft entfaltet sich die industrielle Produktion als wissensbasierte und permanente Innovation. Die weltweite Wirtschaft, der Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft, immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und die ständige Innovation von Produkten und Prozessen zeigen die sich dynamisch ändernden Rahmenbedingungen. Um diesen Anforderungen genügen zu können, müssen neue Strategien im Umgang mit Informationen, Kommunikation und Wissen entwickelt werden. Für die Gegenwart und die Zukunft gilt: “Wissen muß nicht nur auf der Ebene der Schule und Hochschule, sondern auch im späteren Leben, also auf allen Ebenen erworben werden und kontinuierlich erneuert werden“[6].

In unserer heutigen Zeit erleben wir eine regelrechte Wissensexplosion und einen immer schneller werdenden Wissensverfall. Innerhalb von 5 Jahren verdoppelt sich z.B. in den technischen- und ingenieurwissenschaftlichen Fachgebieten das Wissen. Im Gegenzug sind Informationen in diesen Bereichen nach einem halben Jahr obsolet. Das Wissen wird in unserer Zeit mehr denn je, als wertvoller Rohstoff betrachtet. Mit Hilfe von Wissensmanagement versuchen die involvierten Personen diesen wertvollen Rohstoff optimal zu nutzen und bereitzustellen. Damit wird e-Learning zum „integralen Motor moderner Aus- und Weiterbildung“[7].

Die Entwicklung hat elementare Folgen für das Lernen und die berufliche Qualifizierung: Es entstehen neue Anforderungen, die ohne hochentwickelte Lernkonzepte, die durch die neuen Medien gestützt werden, schwerlich zu bewältigen sind. Die folgenden Punkte sollen an dieser Stelle eine Zusammenfassung über die Anforderungen der Informationsgesellschaft geben[8]:

1) Ausweitung der Wissensproduktion
2) Globalisierung und Mobilität
3) Wissen wird immer mehr zur strategischen Ressource
4) Rascher Wandel und zunehmende Komplexität
5) Hoher Zeit- und Kostendruck
6) Anstieg des Qualifizierungsniveaus
7) Notwendigkeit zum lebenslangem Lernen
8) Zunehmende Durchdringung.

Wird der Blick auf die Nutzung von Computern und Internet für die Vermittlung von Bildungsinhalten gerichtet, so ist schnell klar, daß diese Art der Wissensvermittlung weit mehr als die einfache Bereitstellung von Informationen umschließt[9]. Dazu gehören vor allem eine klarstrukturierte und zielgruppengerechte Auswahl der Lerninhalte und eine mediendidaktisch fundierte Aufbereitung der Lehrinhalte[10]. Hierzu bedarf es durchdachter Konzepte die den Nutzer nicht überfordern, ihm Spaß am Lernen bereiten und den gewünschten Lernerfolg garantieren. Es muß die Freizügigkeit des Mediums genutzt werden, ohne sich in seiner Weitläufigkeit zu verlieren. Das Lernen am Computer, die Nutzung von virtuellen Lernräumen und die Kommunikation mit Teletutoren und die neuen Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Nutzern stellen veränderte Anforderungen an Professoren, Mitarbeiter und Studenten dar[11]. Die soziale Interaktion folgt in diesem Umfeld anderen Gesetzmäßigkeiten, die erkannt und genutzt werden müssen[12].

Der steigende Bedarf an Wissen erfordert effiziente technische Systeme und innovative didaktische Methoden für den gezielten Wissensaustausch. Der konsequente Einsatz von e-Learning ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und für Unternehmen und teilweise auch für die Universität kostengünstiger als herkömmliche Lernformen.

Der Trend führt derzeit zu einer steigenden Nachfrage. Der Markt für elektronisches Lernen boomt[13]. Das Marktforschungsinstituts IDC geht davon aus, daß Unternehmen in Europa im Jahre 2004 ca. 4 Milliarden Euro für e-Learning ausgeben werden. Deutschland ist das Bildungsland Nummer „eins“ in Europa. Wie eine aktuelle Studie zur Verbreitung neuer Medien in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zeigt, nutzen derzeit fast 90% der deutschen TOP-Unternehmen e-Learning. Allerdings relativiert sich das Ergebnis dieser Studie, wenn man bedenkt daß:

- 93% Computer Based Training (CBT),
- 67% arbeiten mit Schulungsvideos,
- 25% nutzen internetbasiertes Web Based Training(WBT),
- 20% bringen Business TV zur Anwendung und
- 19% virtuelle Klassenzimmer für ihre interne Weiterbildung einsetzen[14].

An dieser Stelle wird das breite Spektrum elektronischer Lernformen und deren spezifische Ausprägung im Unternehmensumfeld aufgezeigt. In erster Linie stehen bei den Diskussionen um e-Learning - technische und mediale Punkte im Vordergrund. Jedoch vergessen die meisten Autoren und Tutor en dabei, daß nicht der Einsatz der neuen Medien, wie Audio, Video, Grafiken, Animationen usw. zum Erfolg von Qualifizierungsmaßnahmen führen, sondern vielmehr die methodische Gestaltung. Die neuen Medien ermöglichen neue Lern- und Arbeitsformen, welche in innovative methodische Konzepte eingebettet werden müssen. Jedoch gibt es hierzu bis heute noch keine endgültigen Vorgehensmodelle oder Konzepte, lediglich einzelne Ansätze, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Phänomen e-Learning befassen. Die folgende Abbildung 1 zeigt die Einflußfaktoren auf das e-Learning Spektrum[15].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Einflußfaktoren auf e-Learning[16]

An dieser Stelle wird kurz die Situation der Hochschulen in Deutschland beschrieben. In den USA agieren die meisten Universitäten bereits erfolgreich im Markt für e-Learning. Die deutschen Hochschulen stehen dagegen erst in den Startlöchern[17]. Die Institutionen arbeiten allein an e-Learning Lösungen oder in kleinen Kooperationen, auf Grund der dezentralen Struktur in der Hochschullandschaft[18]. Die dabei zur Verfügung stehenden Ressourcen, Personal, finanziellen Mittel und zeitlichen Budgets sind nicht ausreichend für ein umfassendes Studienangebot. Der Markt für Aus- und Weiterbildung kann somit nicht bedient werden. Daher wird hier die Chance einer Refinanzierung virtueller Bildungsangebote nicht genutzt. Die deutschen Hochschulen müssen sich anpassen, wenn sie eine führende Position im neu entstehenden Bildungsmarkt einnehmen wollen. Sie müssen sowohl den Umgang mit den neuen Medien erlernen[19], als auch neue Wege zur Erschließung von Bildungsmärkten finden. In der heutigen Zeit ist die Landschaft der deutschen Hochschulen gekennzeichnet durch volle Hörsäle, knappe finanzielle Mittel und geringe Flexibilität. Im Gegensatz dazu sollen jedoch immer mehr Studierende, in immer kürzerer Zeit ausgebildet werden. Häufig sind die Veranstaltungen überfüllt und die Vorlesungs- und Übungsgruppen leiden unter zu großen Teilnehmerzahlen[20]. Die Bund-Länder-Kommission (BLK) betont daher, mittels eines Strategiepapiers, die Notwendigkeit neue Medien an den Universitäten einzusetzen, und bekräftigt die Nachhaltigkeit[21] zur Sicherung der bereits vorhandenen e-Learning Projekte zur dauerhaften Integration in den regulären Hochschulbetrieb[22]. Im Jahre 2005, nach Angaben des Expertenpapiers „Szenario 2005“, sollen bereits mehr als die Hälfte aller Studierenden virtuelle Studienangebote nutzen[23].

Weiterhin ergeben sich insbesondere für die Universität folgende Einflußfaktoren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Rahmenbedingungen an der Universität[27]

Mit dem Begriff e-Learning[28] sind viele Hoffnungen verbunden. Hier wären „der Anbruch des Zeitalters der Wissens- [und Informationsgesellschaft], der Durchbruch für die Geschäfte im Internet und der Aufbruch verkrusteter Hochschulen“[29] in eine Ära der Bildungsreform zu nennen. Obwohl die Zukunft der Hochschulen ungewiß ist zeichnen sich bereits heute eindeutige Konturen in der Hochschullandschaft ab. Es ist ebenfalls sicher, daß e-Learning zu einem weitreichenden Paradigmenwechsel führt. In naher Zukunft werden Bildungsmärkte entstehen, die nicht durch Angebote, sondern durch Nachfrage und Konkurrenz bestimmt sind. Bereits etablierte Akteure im Bereich des Bildungswesens müssen sich neue Fertigkeiten aneignen. Dies betrifft insbesondere die Hochschulen. Es gibt bereits erste Erfahrung vorrangig in den angelsächsischen Staaten, aber auch in Europa werden die ersten Schritte im Bereich e-Learning gewagt. E-Learning bedeutet in Europa eine relativ neue Form der Kommerzialisierung in der Ausbildung, welche eine völlig neue Ausrichtung der Geschäftsmodelle erfordert[30].

Auf Grund der Veränderungen im Bildungswesen stehen nun nicht mehr die Lehrenden mit ihren Lehren im Mittelpunkt, sondern die Lernenden und ihr Lernen. Diese Veränderungen werden vor allem durch neue Formen des Lernens vorangetrieben. Eine dieser einflußreichen Lernformen ist das Online-Lernen[31].

Speziell für die Universität ergeben sich hieraus folgenden Fragen:

1) Welche e-Learning Systeme können an der Universität Halle/Wittenberg aus der personellen, ökonomischen, sozialen und technologischen Sicht eingesetzt werden?
2) In welcher Form soll das e-Learning System eingesetzt werden:
a) In Form eines vom universitären Betrieb losgelösten Distance-Learning Systems oder
b) In Form eines in Verbindung zum universitären Betrieb geführten Blended-Learning Systems?
3) Welche Anforderungen an ein e-Learning System ergeben sich aus der Sicht der Studenten (Lernenden) und Professoren / Dozenten / Mitarbeiter / Tutor en (Lehrenden)?
4) Wie können e-Learning Systeme und die Informationstechnologie zum Erfolg eines Absolventen beitragen?
5) In welcher Qualität werden die Anforderungen an e-Learning System durch diese umgesetzt?
6) Welches e-Learning System erfüllt die Anforderungen der beteiligten Personen mit dem höchsten Zufriedenheitsgrad und dem größten Erfolg?
7) Welche beteiligten Personen sollten mit Hilfe welcher Werkzeuge die Inhalte (Content) solcher e-Learning Systeme erstellen?
8) Welche zusätzlichen Kosten verursacht ein e-Learning System?
9) Welche finanziellen, temporären und personellen Einsparungen lassen sich durch virtuelle Lernsysteme realisieren?
10) Wie kann die Nachhaltigkeit der e-Learning Systeme gesichert werden?

Im Rahmen dieser Diplomarbeit sollen die Fragen 1, 2, 3, 5 und 6 beantwortet werden.

1.2 Zielstellung

Diese Diplomarbeit soll dazu beitragen, Einsatzmöglichkeiten von e-Learning Systemen an der wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle / Wittenberg aufzuzeigen und Akzeptanz für e-Learning zu schaffen. Ein Ergebnis ist eine Empfehlung (evtl. mehrerer) e-Learning Systeme im Open-Source[32] Bereich. Die Evaluierung wird mit Hilfe eines Scoringmodells durchgeführt. Die Wichtungen der Merkmale innerhalb des Scoringmodells werden durch eine Umfrage zum Thema e-Learning gestützt. Aus den resultierenden Ergebnissen ist eine Empfehlung eines e-Learning Systems für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg auszusprechen. Es wird der Versuch unternommen ein perfektes e-Learning Systems zu beschreiben, welches den Anforderungen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gerecht werden würde. Außerdem werden verschiedene Hochschulszenarien für e-Learning Systeme im Grundstudium und Hauptstudium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beschrieben.

1.3 Abgrenzung

Aufgrund der Aktualität des Themas e-Learning sind die technischen und mediendidaktischen Aspekte noch nicht genau erforscht und definiert. Immer wieder erscheinen neue Vorgehensweisen und Möglichkeiten im Bereich e-Learning, welche zu einer rasanten Weiterentwicklung führen. Diese Diplomarbeit kann daher keine Abhandlung der theoretischen Grundlagen im Bereich der e-Learning Systeme geben. Die in dieser Diplomarbeit untersuchten e-Learning Systeme beschränken sich auf den Open-Source Bereich. Es werden keine Aussagen gemacht zu den organisatorischen, technischen und personellen Vorraussetzungen und Mindestanforderungen, die benötigt werden, um ein e-Learning System in Betrieb zu nehmen. Es werden keine Geschäftsmodelle für die Umsetzung von e-Learning Strategien behandelt. An dieser Stelle wird auf die Diplomarbeit von Falk Kretschmar mit dem Thema: “Konzepte und Strategien für die Einführung einer e-Learning -Lösung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“[33] verwiesen. In dieser parallel zur vorliegenden Diplomarbeit entstandenen Arbeit werden Strategien für die Einführung einer integrierten e-Learning -Plattform an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg behandelt. Durch Darstellung und Anwendung von verfügbaren Analysemethoden wird die Einführung, einer an die universitären Gegebenheiten angepaßten e-Learning Umgebung, aufgezeigt.

Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme der vorhandenen IuK-Infrastruktur erfolgt eine Definition und Bewertung von e-Learning Optionen. Darauf aufbauend werden innerhalb der Diplomarbeit von Falk Kretschmar konkrete Empfehlungen zur geplanten Einführung der e-Learning -Umgebung gegeben

Die Anzahl der e-Learning Systeme im kommerziellen und Open-Source Bereich, die auf dem Markt erscheinen, erhöht sich monatlich. Daher wird kein Anspruch auf Vollständigkeit der betrachteten Systeme erhoben. In dieser Diplomarbeit wird nicht auf die mediendidaktische Konzeption und Erstellung von Kursinhalten eingegangen.

1.4 Aufbau der Arbeit

Im Kapitel 1 wird eine Einleitung in die Thematik gegeben. Dabei wird zunächst das Problemspektrum aufgezeigt und die Zielstellung formuliert. Um den Rahmen der Arbeit aufzuzeigen wird gleichzeitig eine Abgrenzung der Diplomarbeit vorgenommen.

Im Kapitel 2 werden grundlegende Begriffe und Lerntheorien als Grundlage für die weiteren Aussagen kurz vorgestellt. Hier wird die Begriffsvielfalt im e-Learning aufgezeigt und eine ausgewählte Definition des Begriffs e-Learning und des Begriffs e-Learning Systeme vorgestellt, um eine Grundlage für die folgenden Kapitel zu schaffen. Es erfolgt eine Einstufung der einzelnen e-Learning Formen und eine Klärung der Begriffe Distance-Learning[34] und Blended-Learning[35], um wiederum eine begriffliche Grundlage für den Fortgang dieser Diplomarbeit zu schaffen.

Im Kapitel 3 werden ausgewählte Hochschulszenarien für das Studium und die Weiterbildung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beschrieben.

Der Ansatz „ Mehrwert des e-Learning “ wird für die Entwicklung von Szenarien an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät genutzt, um die Optionen mit ihren Mehrwert en, Voraussetzungen, Chancen und Risiken zu bewerten.

Kapitel 4 dient der Ableitung des Vorgehens für die Aufgabe „Evaluierung von e-Learning Systemen“. Dazu wird zunächst eine Bestandsaufnahme des allgemeinen Vorgehens zur Softwareauswahl vorgenommen. Weiterhin werden die Vorgehensmodelle zur Auswahl von Lernplattformen ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird das spezielle Vorgehen im Rahmen der Diplomarbeit begründet. Es wird ein Scoringmodell zur Bewertung der Lernplattformen und das Design für eine Umfrage entwickelt.

Das Kapitel 5 zeigt die Ergebnisse der Evaluierung der e-Learning Systeme durch den Abgleich der Anforderungen mit den Möglichkeiten der ausgewählten e-Learning Systeme. Es wird eine Auswahl von e-Learning Systemen näher beschrieben und hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen untersucht. Das Kapitel zeigt, welche Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten die evaluierten e-Learning Systeme in Bezug zum Kapitel 3 abdecken und welche der evaluierten e-Learning Systeme bereits im Einsatz an Lehrstühlen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sind.

Im Kapitel 6 werden die Eigenschaften eines optimalen e-Learning Systems beschrieben, welches die Anforderungen vollständig abdecken würde. Dieses optimale System wird mit der Absicht konstruiert, den Entwicklern in der Open-Source Gemeinde Anregungen zu geben. Darüber hinaus soll die Anforderungsbeschreibung auch für künftige Evaluierungsprojekte nützlich sein. An den Anforderungen an eine ideale Lernumgebung könnten sowohl die Weiterentwicklungen bekannter oder neuer Lernumgebungen im Open-Source Bereich als kommerzielle Produkte gemessen werden.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse, eine Abrechnung mit den Zielen der Diplomarbeit, Empfehlungen für die Umsetzung der Ergebnisse und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen werden im Kapitel 7 gegeben.

Im Anhang werden ergänzende theoretische Grundlagen zu den makrostrukturellen und mikrostrukturellen Mehrwert en und die empirischen Ergebnisse in Form des Scoringmodells und der Umfrage, auf denen diese Arbeit aufbaut, gegeben. Eine Klärung der verwendeten Begriffe ist im Glossar aufgeführt.

2 Grundbegriffe und Ausprägungen von e-Learning

Ziel

Das Ziel des Kapitels 2 ist die Auswahl einer Definition der Begriffe e-Learning, e-Learning System und Lernumgebung und eine Einstufung der e-Learning Formen. Das Kapitel soll als theoretische Grundlage dieser Arbeit dienen.

2.1 Begriffsvielfalt des e-Learning

Entsprechend der Aktualität des Begriffs e-Learning, gestalten sich die Definitionen und Ansichten über e-Learning sehr unterschiedlich. Eine einheitliche Beschreibung des Begriffes, im Sinne einer klaren Definition, ist derzeit weder in der Praxis noch in der existierenden wissenschaftlichen Literatur zu finden.

Kennzeichnend ist auch die Verwendung der verschiedenartigen Bezeichnungen für e-Learning: CBT (Computer-Based-Training[36] ), CUL (Computerunterstütztes Lernen), DL (Distance-Learning), WBT (Web-Based-Training[37] ), Online-Lernen, Online-Kurse[38], Online Education, Telelernen, Teleteaching / -learning, TBT (Technologiebasiertes Training), NBT (Netzwerkbasiertes Training) und Lernplattformen / e-Learning Systeme[39].

E-Learning wird hierbei meist nur auf die Technologie reduziert. Dies ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Sowohl in der Praxis als auch in der Literatur wird immer wieder der veränderte Aspekt der Lehr- und Lernmethoden hervorgehoben. Das Revolutionäre an e-Learning stellt die neue Möglichkeit der Wissensvermittlung dar. Mit Hilfe von e-Learning können die semesterlangen theoretischen Ausführungen in ein erlebnisorientiertes Lernen transformiert werden. Ein Computerspiel ist heute dem Lernen der Zukunft viel näher, als textgestützte Systeme[40].

2.2 Definition des Begriffs e-Learning

Der Begriff des e-Learning ist auf Grund der Aktualität nicht klar definiert. Die verschiedenen Definitionen unterscheiden sich vor allem in den Anforderungen und Erwartungen.

Nach der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg kennzeichnet e-Learning oder auch Online-Lernen die Verschmelzung von Ausbildung und Internet, wobei Angebot und Vermittlung von Wissensinhalten unter Einsatz von modernen Technologien realisiert wird.[41] Dieser Definition nach, basieren die Präsentation der Lehrinhalte und die Kommunikation auf den Diensten des Internet (z.B. Chat, e-Mail, Newsgroups usw.), welche räumliche und zeitliche Trennung von Bildungskonsumenten und Lehrern ermöglichen. Die Kommunikation kann synchron z.B. via Chat und / oder asynchron z.B. über Newsgroups usw. erfolgen.

E-Learning basiert vorrangig auf der Internettechnologie Web-Based-Training(WBT) und herkömmlichen Computer-Based-Trainings (CBT s)[42], sowie den folgenden drei fundamentalen Kriterien:

1) E-Learning ist ein vernetztes Lernen, wodurch ein adhoc Aktualisieren, Sichern, Wiederherstellen, Verteilen und Zugreifen von Informationen oder Anweisungen realisierbar wird.

2) E-Learning wird von einem Server mit Hilfe der Internettechnologie an den Enduser geliefert oder mit Hilfe von Datenträgern (CDs) verteilt.

3) E-Learning überschreitet die traditionellen Bildungsparadigmen und definiert den Begriff des Lernens sehr breit[43].

Um die Definition von e-Learning zu konkretisieren wird eine ausgewählte Definition vorgestellt:

Definition „ e-Learning“:

„Unter e-Learning werden alle Aus- und Weiterbildungsaktivitäten verstanden, bei denen die Lernenden einen Computer bzw. ein Computernetzwerk sowie für Lernzwecke konzipierte Anwendungen nutzen, um neue Fähigkeiten zu erlernen und ihr Wissen zu erweitern. Die Lernenden befinden sich zum Lernen nicht mehr im Klassenraum, sondern am Arbeitsplatz, zu Hause oder in speziell eingerichteten Lernzentren. Sowohl WBT als auch CBT können mit verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Kursteilnehmern und Lehrenden über das Internet kombiniert werden. Inzwischen wird der Begriff e-Learning abgrenzend zum Selbststudium mit einer CD ROM fast nur noch für internetbasiertes Lernen verwendet“[44].

Die weiteren Ausführungen zum Begriff e-Learning beziehen sich in der vorliegenden Diplomarbeit auf die oben genannte e-Learning Definition. Im Glossar sind ergänzende Definitionen zum Begriff e-Learning aufgeführt.

Zur praktischen Umsetzung von e-Learning Strategien kommen e-Learning Systeme zum

Einsatz. Diese e-Learning Systeme müssen folgenden Anforderungen genügen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Anforderungen an e-Learning Systeme[46]

In dieser Diplomarbeit wird statt dem Begriff Lernplattfom der synonyme Begriff e-Learning System verwendet, welcher wie folgt definiert wird.

Definition „e-Learning System“:

E-Learning Systeme lassen sich verstehen als eine serverseitig installierte Software, die beliebige Lerninhalte über das Internet vermittelt und die Organisation der dabei notwendigen Lernprozesse unterstützt. Einzelne Elemente können unterschieden werden in die Software für ein Portal, das Management-System für administrative Funktionen, die eigentliche Lernplattform für die Darstellung der Kursunterlagen, Autorenwerkzeuge sowie Werkzeuge oder Instrumente für kooperatives Arbeiten im Netz[47],[48].

Weiterführende Definitionen sind im Glossar untergebracht.
Jedes e-Learning System muß in eine Lernumgebung eingegliedert werden. Eine Lernumgebung wird wie folgt definiert:

Definition „Lernumgebung“

Diese beschreibt umgangssprachlich die räumlichen, zeitlichen, personellen und instrumentellen Merkmale einer konkreten Situation, in die ein e-Learning System eingebettet ist. In diesem Zusammenhang ist damit in der Regel die mit IT-Hilfsmitteln medial gestaltete Lernumgebung gemeint. Sie wird strukturiert durch ein bestimmtes methodisch-didaktisches Design, wird bedingt durch die Leistungsfähigkeit der eingesetzten technischen Mittel und ist unter Umständen verbunden mit bestimmten personalen Dienstleistungen[49].

E-Learning setzt sich zusammen aus den Gebieten Online-Lernen, Präsenz Lernen und Distanz Lernen. Es wird versucht die Vorteile der einzelnen Teile zu vereinen. Damit ist die Unabhängigkeit von Ort und Zeit und die Interaktivität[50] und Kommunikativität gemeint[51]. Die folgende Abbildung 2: Lern-Domänen gibt eine grafische Übersicht dazu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Lern-Domänen[52]

2.3 Ausprägung der e-Learning Formen

Die Ausprägungen im Bereich e-Learning sind sehr vielfältig. Es stellt sich als sehr schwierig heraus eine allgemeingültige Definition für den Begriff e-Learning zu finden. Diese Schwierigkeiten ergeben sich aus der Vielzahl von Möglichkeiten, die im Bereich e-Learning vorzufinden sind. Das folgende morphologische Schema soll die verschiedenen Dimensionen des e-Learning aufzeigen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Morphologisches Schema zu den Dimensionen von e-Learning[53]

Zunächst werden die drei e-Learning Formen e-Delivery, e-Lecturing und e-Coursing vorgestellt und in Abbildung 3: Einstufung der e-Learning Formen hinsichtlich ihres Beitrages zum Lernerfolg und dem Erstellungsaufwand bewertet.

1) E-Delivery:

Unter e-Delivery wird allgemein die Bereitstellung von Dateien (Informationen) innerhalb eines e-Learning Systems verstanden, welche von den Nutzern heruntergeladen werden können. Die Vorteile liegen hier in der einfachen Bereitstellung der Daten, die ohne großen Aufwand erstellt und in das System eingebracht werden können. Dies ist die primitivste Form des e-Learning.

2) E-Lecturing:

Das e-Lecturing verkörpert eine neue Form des e-Learning. Dabei wird eine Vorlesung oder Übung mit Hilfe einer Kamera und der vorliegenden Powerpointshow aufgezeichnet, nachbearbeitet und im e-Learning System zum download bereitgestellt[54]. Jedoch ist eine Nachbearbeitung notwendig. Die Kosten der Erstellung und der Erstellungsaufwand sind niedrig[55]. Die Lernenden können sich die Vorlesungen beliebig oft ansehen. Als kleiner Nachteil wird hier die Notwendigkeit der Installation von Plug-ins auf der Nutzerseite angesehen, da sie manchmal Probleme bereitet. Ein Beispiel ist das kommerzielle Produkt „Lecturnity“ von der Firma „IM-C“. Eine genaue Beschreibung zum Produkt „Lecturnity“ befindet sich im Anhang F.

3) E-Coursing:

E-Coursing ist eine innovative Form des e-Learning. Hierbei müssen individuelle Online-Kurs e erstellt werden, die auf die Bedürfnisse der Lernenden angepaßt sind. Es reicht nun nicht mehr aus die Vorlesungsskripte innerhalb des e-Learning Systems zu präsentieren. Die Online-Kurs e müssen leicht verständlich und kompakt sein. E-Coursing besitzt die Fähigkeit e-Delivery und e-Lecturing zu integrieren. Ein Online-Kurs ist über eine Web-Seite erreichbar, welche die Kurskomponenten zur Verfügung stellt[56]. Weitere Anmerkungen zu den Bestandteilen eines Online-Kurs es befinden sich im Anhang A: Online-Kurs (Glossar).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Einstufung der e-Learning Formen[57]

Die Abbildung 3: Einstufung der e-Learning Formen zeigt den Lernerfolg und den Erstellungsaufwand der einzelnen e-Learning Formen.

In der folgenden Tabelle 4: Einordnung der Lernformen nach der Johnson Raum-Zeit-Matrix werden die bestehenden Lernformen nach Ort und Zeit eingeteilt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Einordnung der Lernformen nach der Johnson Raum-Zeit-Matrix[58]

2.4 E-Learning im Distance-Learning Betrieb

Ein Distanc e-Learning System ist eine integrierte Kombination von Technologien, welche erstellt wird zur Unterstützung des interaktiven Lehrens und Lernens unabhängig von Zeit und Ort. Solche Systeme zeichnen sich meistens nur durch eine Technologieform aus. Um die Flexibilität zu erhöhen sollten weitere Technologien zu Hilfe genommen werden.

Der Unterschied zum Blended-Learning besteht darin, daß beim Distance-Learning keinerlei Präsenzveranstaltungen an einem bestimmten Ort z.B. einer Universität durchgeführt werden. Ein Distanc e-Learning System richtet sich somit an Lernende, die aus individuellen Gründen nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen können oder wollen. Dieses Konzept findet Anwendung bei einem Fernstudium oder bei Weiterbildungen von Graduierten und Mitarbeitern eines Unternehmens, die auf Grund ihres zeitlich engen Rahmens oder ihrer großen Entfernung nicht in der Lage sind an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen[59],[60].

2.5 E-Learning im Blended-Learning Betrieb

Unter dem Begriff Blended-Learning wird allgemein eine Kombination aus den klassischen Lernmethoden und dem e-Learning verstanden[61]. Blended-Learning wird oft auch als hybride Lernform bezeichnet. Sie versucht das Präsenzstudium zu ergänzen und die Schwächen des traditionellen Unterrichts zu beseitigen[62],[63],[64],[65]. Diese Lernform wird gegenüber dem Distanc e-Learning von den Studenten bevorzugt. Dies beweist die im Rahmen dieser Diplomarbeit durchgeführter Umfrage zum Thema e-Learning an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg im Zeitraum vom 1. August bis zum 30. November 2002. Hierbei wurde gefragt, ob die Studenten sich eine vollständige Substitution der Universität durch ein e-Learning System vorstellen könnten. 58% aller befragten Studenten bevorzugen das Blended-Learning. Nur 6% aller Befragten antworteten mit „ja“ und 36% aller Befragten beantworteten die Fragen mit „nein“.

Im Folgenden wird eine Definition zum Begriff Blended-Learning aufgezeigt.

Definition: Blended-Learning
Im wörtlichen Sinn "gemischtes Lernen", bezeichnet die Verbindung von Online- und Präsenzelementen in Lernangeboten (in Deutschland auch als „ hybride “ Lernform) bezeichnet. Der Begriff fand ausgehend von den USA weite Verbreitung, nachdem deutlich wurde, daß viele e-Learning Angebote ohne Face-to-Face-Komponenten ineffizient bleiben[66],[67].

Weiterführende Definitionen zum Begriff Blended-Learning befinden sich im Glossar: Blended-Learning..

2.6 Chancen, Risiken und Grenzen von e-Learning

E-Learning bietet große Chancen in der Aus- und Weiterbildung. Aber es ist auch auf die Risiken und Grenzen in diesem Bereich zu verweisen. Der Einstieg in den Bereich e-Learning ist meist mit Problemen und hohen Kosten verbunden. Außerdem fehlt es an der Akzeptanz der Nutzer und Basiskompetenz der Dozenten[68]. Der Erfolg stellt sich meist erst nach einer längeren Anlaufzeit ein[69]. E-Learning muß einfach und billig werden. In der folgenden Tabelle 5: Chancen, Risiken, Grenzen des e-Learning werden übersichtsartig die Chancen, Risiken und Grenzen von e-Learning aufgezeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Chancen, Risiken, Grenzen des e-Learning[70]

Die theoretische Basis für das folgende Kapitel 3 „Ausgewählte Hochschulszenarien“ bilden sowohl der Konstruktivismus und die Interaktivität[71], als auch der makro- und mikrostrukturelle Mehrwert. Da der Umfang dieser theoretischen Erklärungen jedoch den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde, wurde diese theoretische Abhandlung in den Anhang H: „ Konstruktivismus, Interaktivität, Mehrwert e“ gestellt und kann dort zum tieferen Verständnis nachgelesen werden.

3 Ausgewählte Hochschulszenarien

Dieses Kapitel basiert auf einer theoretischen Grundlage, die den mikro- und makrostrukturellen Mehrwert behandelt. Diese Erklärung wäre am Ende des Kapitels 2 „Grundbegriffe und Ausprägungen von e-Learning “ einzuordnen. Da der Umfang dieser theoretischen Abhandlung jedoch den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde, wurde diese in den Anhang H: „ Konstruktivismus, Interaktivität, Mehrwert e“ gestellt und kann dort zum tieferen Verständnis nachgelesen werden. Ebenfalls sind an dieser Stelle theoretische Überlegungen zur Interaktivität und dem Konstruktivismus[72] untergebracht. In den folgenden Ausführungen innerhalb dieses Kapitels wird die praktische Umsetzung des makro- und mikrostrukturellen Mehrwert es im Vordergrund stehen.

Ziel:

Beschreibung von Anwendungsszenarien der e-Learning Systeme für den universitären Betrieb an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle / Wittenberg.

In den folgenden Unterkapiteln wird in einem ersten Schritt jeweils das konventionelle Szenario charakterisiert und in einem zweiten Schritt der Einsatz und der sich hieraus ergebende Mehrwert eines e-Learning Systems beschrieben. Dabei steht der Mehrwert, den ein e-Learning System zum konventionellen Unterricht im Sinne eines Blended-Learning Konzepts im Vordergrund.

3.1 Szenarien des Blended-Learning für das Studium

Die in diesem Unterkapitel vorliegenden Szenarien lassen sich nach folgenden makrostrukturellen Gegebenheiten einordnen. In der folgenden Abbildung 4: Szenario 1 der "Alma mater virtualis" interagiert (1) niedriger ICT-Einsatz mit (2) einer Zielgruppe, die „on campus“ arbeitet und (3) auf das Anwendungsfeld „Studium“ abstellt. Dieses Szenario beschreibt den an vielen Universitäten vorherrschenden Status Quo, dessen Konsequenz ein geringer „makrostruktureller Mehrwert “ ist[73].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Szenario 1 der "Alma mater virtualis"[74]

Durch den Einsatz eines e-Learning Systems läßt sich der ICT-Einsatz erhöhen und somit automatisch auch der erfolgende Mehrwert.

Durch den im Anhang H: 2)c. „Die Dimensionen des Mehrwert es“ beschriebenen Zusammenhang zwischen dem makrostrukturellen und mikrostrukturellen Mehrwert wird nun eine Verbesserung der Ist-Situationen durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien behandelt. Hierbei sind insbesondere die Dimensionen (1) Distanz, (2) Multimedialität und (3) Interaktivität zu betrachten, wie die folgende Abbildung 5: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien[75]

3.1.1 Grundstudium

Das Grundstudium zeichnet sich allgemein durch eine große Anzahl von Studenten, die in vielen Fällen nicht mehr zu handhaben sind und eine Vielzahl von Vorlesungen, Übungen und Tutor ien, aus. Häufig gibt es räumliche und zeitliche Engpässe, die einen sehr hohen Koordinationsaufwand erfordern. Im Grundstudium sollen die Studenten erste Erfahrungen im Fachgebiet sammeln, sich ein Grundwissen aneignen und ihre Fähigkeit in Form vieler Prüfungen unter Beweis stellen. Aufgrund der hohen Anzahl der Studenten bleibt eine Interaktion zwischen den Studierenden und den Dozenten meist gänzlich aus. Es gibt keine Kommunikationsplattform und keine Wissensbasis für häufig gestellte Fragen und benötigte Dokumente. Die meisten Dozenten stellen jedoch ihre Skripte auf einer Intranetseite zum download bereit, welches der Lernform des e-Delivery entspricht.

3.1.1.1 Vorlesungsszenarien im Grundstudium

Allgemein besitzen Vorlesungen eine geringe Interaktivität, eine niedrige Multimedialität und eine geringe räumliche und zeitliche Distanz, d.h. die Studenten müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort die Vorlesung besuchen. Die Einordnung in das Modell der „Alma mater virtualis“ des mikrostrukturellen Mehrwert es zeigt Abbildung 6: Dimensionen der Vorlesung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Dimensionen der Vorlesung[76]

Die Vorlesungen werden von einem Dozenten vor einer großen Gruppe von Studierenden in Vorlesungssälen abgehalten. Die räumlichen Ressourcen werden bei steigenden Studierendenzahlen immer häufiger überlastet. Der Dozent muß dann mit Hilfe einer mikrofongestützten Anlage die Studierenden unterrichten, damit auch der 300. Student in der 30. Reihe den Vortragenden hören kann. Jedoch ist es nicht gerade selten, daß der Lärmpegel in solchen Sälen die Lautstärke der Sprecheranlage übertönt. Eine Vorlesung kann meist nur einmal besucht werden, da sie nur für ein Auditorium und nur einmal pro Kalenderwoche gegeben wird. Es ist jedoch für die Studierenden schwierig die Folien des Dozenten in ihre Aufzeichnungen vollständig aufzunehmen, dem Vortragenden genau zu zuhören und gleichzeitig Ergänzungen in den Mitschriften vorzunehmen. Weiterhin ist die Interaktion zwischen den Studierenden und dem Dozenten sehr mangelhaft. Die Zeiten vor und nach der Vorlesung reichen zu einer gezielten Problemerörterung meist nicht aus und die Studenten lassen die Frage dann meist fallen. Auch während der Vorlesung besteht hier nicht die Möglichkeit individuelle Fragen zu stellen, da eine große Fülle an Lehrstoff vermittelt werden muß. Die Studenten bekommen die Möglichkeit in der letzten Vorlesung vor der Prüfung Fragen zu stellen. Weiterhin kommt erschwerend hinzu, daß der Dozent jedem Studenten wiederkehrende Fragen redundant beantworten muß. Eine Vorlesung bietet keinerlei Lernkontrolle für die Studierenden. Der Lernende ist somit nicht in der Lage zu prüfen, welchen Wissensstand er besitzt und wo Wissensdefizite bestehen. Zum Abschluß läßt sich die Problematik derart zusammenfassen, daß im Status Quo der Lernende und das Lernen nicht im Mittelpunkt stehen, sondern der Lehrende und die Lehre. Der Student hat sich grundsätzlich den Gegebenheiten der Dozenten anzupassen.

Erhöhung der zeitlichen und räumlichen Distanz

Nun stellt sich die Frage, welchen mikrostrukturellen Mehrwert ein e-Learning System bieten kann. Zunächst soll die Distanz erhöht werden. Dies könnte erfolgen in dem die Studenten die Möglichkeit erhalten von zu Hause die Vorlesung zu verfolgen oder zu einem späteren Zeitpunkt die Vorlesung zu besuchen. Dies ermöglicht die Form des e-Lecturing. Hierbei werden die Powerpointfolien mit dem gesprochenen Text und dem Cursor (Zeigestock) des Referenten aufgezeichnet. Diese werden dann zum Download in einem e-Learning System, sortiert nach Datum und Vorlesungstitel, bereitgestellt. Dadurch würde sowohl eine räumliche als auch zeitliche Distanz geschaffen werden. Die Studenten könnten die Vorlesung von zu Hause oder an einem anderen Ort z.B. dem Computerpool bzw. der Bibliothek in einer „Notebook University[77] “ verfolgen. Dies würde zum einen helfen das Problem der überfüllten Hörsäle besser zu lösen und zum anderen könnten die Studenten flexibler Lernen. Der Student könnte z.B. am Vormittag berufstätig sein und in den Nachmittagstunden oder vielleicht an einem anderen Tag seine Vorlesungen besuchen. Weiterhin könnte ein Student ein Praktikum während der Vorlesungszeit absolvieren, ohne auf seine Vorlesungen verzichten zu müssen. Eine weitere zeitliche Distanz ergibt sich durch die Möglichkeit, daß die Studenten am Ende des Semesters alle Vorlesungen noch einmal zusammenfassend anhören können und auftretende Fragen bzw. Wissenslücken selbständig schließen können ohne den Dozenten in Anspruch zu nehmen. Einer der ersten Anwender des e-Lecturing an der Universität ist Prof. Molitor von der Fakultät für Mathematik und Informatik. Nach seinen Erkenntnissen ist das e-Lecturing eine neue erfolgreiche Form des Lernens. Jedoch ist auch diese Lernform mit Aufwand durch die Erstellung und Nachbearbeitung verbunden. Die Vorlesungsaufzeichnung kann dafür mehrfach verwendet werden. Nach Umsetzung dieses Konzeptes würde das Modell der „Alma mater virtualis“ folgendes Bild des mikrostrukturellen Mehrwert es annehmen (siehe Abbildung 7: Dimension der Vorlesung mit hoher Distanz).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Dimension der Vorlesung mit hoher Distanz[78]

Weiterhin könnten die Dozenten ihre Skripte und Übungsaufgaben in das e-Learning System einstellen. Die Studenten könnten so, innerhalb einer geschlossenen Kommunikationsplattform, an einem Ort alle Dateien gesammelt und sortiert vorfinden. Dies vereinfacht die Suche der Studenten nach den Dateien, da manche Dozenten ihre Skripte auf den internen Serverlaufwerken bereitstellen und manche Dozenten auf der Homepage des jeweiligen Lehrstuhls. Unter diesen Bedingungen wäre auch eine zentrale Pflege und Verwaltung der Dateien möglich.

Erhöhung der Multimedialität

Alle Professoren und Dozenten vertreten die Meinung, daß eine Vorlesung immer nur eine Anregung zum Selbststudium sein kann. Ein e-Learning System könnte hierzu ergänzende Informationen zur Vorlesung beinhalten. Dies wäre z.B. in Form von Internetlinks oder Literaturempfehlungen möglich. Der Aufwand zur Erstellung dürfte bis zu dieser Stufe gering sein. Für manche Studenten ist es jedoch oft schwierig zu erkennen, welche Themen eine hohe Relevanz besitzen und welche weniger relevant sind. An dieser Stelle könnten Online-Kurs e entwickelt werden. Die Erstellung solcher Kurse ist jedoch sehr aufwendig und teuer. Die Kosten für aufwendige multimediale Online-Kurs e liegen hierbei zwischen 7.500€ bis 250.000€[79] bzw. bei 8 studentischen Hilfskräften mit einer Arbeitszeit von 10 SWS über 12 Monate[80]. Diese Online-Kurs e könnten mit Werkzeugen wie z.B. „Authorware“[81], „Toolbook“[82], „Director“[83] oder „Flash“[84] erstellt werden (siehe Anhang K: Autorentools). Eine preiswerte Variante wäre eine leicht verständliche Textform mit wenigen Abbildungen. Jedoch würden stark animierten Online-Kurs e einen hohen multimedialen mikrostrukturellen Mehrwert bieten, da sie die Möglichkeiten der neuen Medien nutzen. Ein bildhaftes Lernen ist meist schneller einprägsam und eindrucksvoller als die traditionelle Textform, wie z.B. den Printmedien. Wichtige Fakten könnten wesentlich besser zum Vorschein gebracht werden und Animationen könnten Zusammenhänge besser darstellen. Das multimediale Lernen bedient beide Gehirnhälften und erhöht maßgeblich die Lerngeschwindigkeit und das Erinnerungsvermögen.

Es wäre ebenfalls möglich bereits bestehende Powerpointshows zu überarbeiten (Kommentare) und diese in ein e-Learning System einzustellen. Außerdem könnten die Animationen den Präsenzunterricht verbessern. Dann würden nicht nur Grafiken und Texte zum Einsatz kommen, sondern auch bewegte Bilder und Töne. Der Aufwand und die Wirkung der einzelnen Gestaltungsmöglichkeiten sind im Anhang I: Umsetzungstechnik aufgeführt.

Das Modell der „Alma mater virtualis“ würde sich nun in folgender Form verändern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Dimension der Vorlesung mit hoher Distanz und hoher Multimedialität[85]

Erhöhung der Interaktivität

Die e-Learning Systeme könnten zusätzlich Übungsaufgaben zur Vorlesung bereithalten. Die Studenten könnten ihr erlerntes Wissen anwenden. Außerdem wäre es denkbar eine Lernerfolgskontrolle mit Hilfe eines e-Learning Systems zu realisieren. Mit dem Einsatz von Multiple-Choice Fragen könnte das erworbene Wissen und das Querwissen getestet werden. Es können Fragenkataloge erstellt werden, die dann beliebig kombinierbar sind. Einmalig erstellte Fragen können für jeden Jahrgang wieder verwendet werden. Der Erstellungsaufwand ist mittelmäßig, dagegen sollte das Feedback der Studenten sehr positiv sein, da an dieser Stelle auch deutlich wird, welche Fakten wichtig sind. Eine automatische Auswertung und eine Übermittlung der Ergebnisse an den Studenten erfolgt durch das System.

Alle im Kapitel 5 „Ergebnisse der Evaluierung von e-Learning Systemen im Open-Source Bereich“ vorgestellten e-Learning Systeme bieten ein Diskussionsforum. Innerhalb dieses Diskussionsforum s können Fragen gestellt werden für die vor oder nach der Vorlesung keine Zeit mehr war oder die einem Studenten vielleicht unangenehm ist, weil die Antwort sich als zu trivial darstellt. Die Fragen und Antworten könnten nach Vorlesungen und darin nach Kapiteln sortiert werden. Auf diese Weise würde eine Wissensdatenbank bzw. FAQ-Datenbank[86] entstehen. Häufig gestellte Fragen müßten auf diese Weise nur einmal beantwortet werden. Ein weiterer Vorteil besteht in der zunehmenden zeitlichen Distanz. Sowohl die Studenten als auch die Dozenten könnten zu einer beliebigen Zeit von einem beliebigen Ort aus ihre Fragen und Antworten einstellen. Der Nachteil an dieser Art der Kommunikation liegt in der Erstellungszeit. Das gesprochene Wort benötigt immer weniger Zeit als das geschriebene Wort. Dafür ist das geschriebene Wort meist beständiger. An dieser Stelle wird darauf verwiesen, daß bei einer großen Zahl von Studenten die Menge der Fragen einen sehr großen Umfang annehmen kann und dem entsprechend auch der Personalbedarf steigt.

Für eine synchrone Diskussion bieten e-Learning Systeme einen Chat. Innerhalb der Systeme wird permanent angezeigt, ob sich Personen innerhalb des Chat s befinden. Damit wäre es möglich mit Studenten die sich an unterschiedlichen Orten befinden eine rege Diskussion zu einem Thema zu führen.

Jedes e-Learning System bietet die Möglichkeit aktuelle News auf einer Startseite zu präsentieren. So können wichtige Termine oder Terminänderungen bei regelmäßiger Nutzung an die Studenten weitergegeben werden. Manche e-Learning Systeme stellen einen Kalender zur Verfügung in dem Aufgaben und Termine für die gesamte Gruppe vergeben werden . Einige e-Learning Systeme stellen einen Newsticker zur Verfügung mit dem die Studenten über Neuigkeiten, innerhalb der ausgewählten Lehrgebiete, unterrichtet werden können.

Weiterhin ermöglichen e-Learning Systeme eine automatische Stundenplanerstellung. Hierbei werden die ausgewählten Vorlesungen, Übungen und Seminare in einen Terminkalender eingetragen. In dem Modell der „Alma mater virtualis“ würde eine Umsetzung der oben genannten Ansätze zu folgendem Modell führen (siehe Abbildung 9: Dimension der Vorlesung mit hoher Multimedialität, hoher Interaktivität und hoher Distanz).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Dimension der Vorlesung mit hoher Multimedialität, hoher Interaktivität und hoher Distanz[87]

Die e-Learning Systeme bieten eine Kommunikationsplattform, die an einem Ort mehrere kommunikative Mittel vereint und somit zu einem sehr wertvollen Werkzeug zur Unterstützung der Gruppenarbeit wird.

Es wäre sehr wünschenswert auf Grund der sehr hohen Studentenzahlen, wenn innerhalb des Grundstudiums auch Prüfungen über e-Learning Systeme erfolgen könnten. Da die Mediziner ihre Staatsexamen mit Hilfe von Multiple-Choice Fragen bewältigen, sollte dies auch an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät für Prüfungen im Grundstudium möglich sein. Hier gibt es Bedenken, die zum einen die Sicherheit und Belastbarkeit der Systeme ansprechen und zum anderen die juristischen Grundlagen für diese Form der Klausur.

3.1.1.2 Übungsszenarien / Tutorienszenarien im Grundstudium

Übungen und Tutor ien zeichnen sich durch einen höheren Grad an Interaktionen gegenüber den Vorlesungen aus. Die Übungen werden meist von Professoren oder von Mitarbeitern eines Lehrstuhls gehalten. Tutor ien hingegen werden von Studenten des Hauptstudiums durchgeführt. Auch hier tritt häufig ein kommunikatives Problem auf. Es können meist nicht alle Fragen innerhalb einer Übung oder eines Tutor iums gestellt werden. Oft treten auch die Fragen zu einem Zeitpunkt außerhalb der Veranstaltung auf. Dies ist meist dann der Fall, wenn die Studenten die Übungsaufgaben selbst lösen. Es gibt keine Plattform, um Dokumente oder Zwischenergebnisse abzulegen oder zu veröffentlichen. Auch die Gruppenarbeit wird nicht gefördert, da die Übungen und Tutor ien meist einen Referenten haben, der die Leitung übernimmt.

Welche mikrostrukturellen Mehrwert e kann an dieser Stelle ein e-Learning System bieten? Aufgrund der Chat s und Diskussionsforen kann jede Frage innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden. Diese Fragen und Antworten können thematisch geordnet und in einer FAQ Liste veröffentlicht werden. Mit der Zeit sollte dann die in Anspruchnahme der Übungsleiter und Tutor en sinken, insofern es sich um wiederkehrende Fragen handelt.

Weiterhin können zusätzliche Übungsaufgaben, Lösungen und Zwischenergebnisse in Dateiform veröffentlicht werden. Jeder Teilnehmer des e-Learning Systems könnte Dokumente hoch- und herunterladen.

3.1.2 Hauptstudium

3.1.2.1 Vorlesungsszenarien im Hauptstudium

Prinzipiell unterscheiden sich die Vorlesungen im Hauptstudium nicht wesentlich von denen im Grundstudium. Ein unterschied liegt in der Anzahl der Teilnehmer. Gibt es im Grundstudium manchmal bis zu 300 Teilnehmer, so sind es im Hauptstudium meist nicht mehr als 50 Studenten. Das Ziel der Vorlesung im Hauptstudium ist eine Vertiefung, Erweiterung und Spezialisierung des Wissens aus dem Grundstudium. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle auf das obige 3.1.1.1 Vorlesungsszenarien im Grundstudium verwiesen.

3.1.2.2 Übungsszenarien im Hauptstudium

Auch die Übungen im Hauptstudium unterscheiden sich meist nur in den Teilnehmerzahlen. Darum sei an dieser Stelle auf das 3.1.1.2 Übungsszenarien / Tutorienszenarien im Grundstudium verwiesen.

3.1.2.3 Seminarszenarien im Hauptstudium

Die Seminarteilnahme ist nur für die Studenten im Hauptstudium relevant. Das Seminar beginnt meist mit einer Ausschreibung der Themen, welche an einem Aushang veröffentlicht werden. Die Studenten wählen meist zwei Themen, von denen ihnen eines zugewiesen wird. In manchen Fächern muß eine Eingangs- oder Abschlußklausur geschrieben werden. Anschließend fertigen die Studenten ihre Arbeiten an und halten ihre Präsentationen vor der Seminargruppe mit einer anschließenden Diskussionsrunde.

Welchen mikrostrukturellen Mehrwert bieten an dieser Stelle die e-Learning Systeme. Zunächst einmal können sie als Plattform für die Themenvergabe und als Kommunikationsplattform dienen. Innerhalb der Diskussionsforen können zu bestimmten Themen Diskussionen durchgeführt werden. Im Chat könnten Live-Diskussionsrunden durchgeführt werden, bei denen möglicherweise Experten oder Gäste außerhalb der Universität eingeladen werden. An dieser Stelle bestehen eine Erhöhung der Interaktivität und der Distanz. Die Studenten können sich während der Bearbeitungszeit, die bei einigen Lehrstühlen in der Vorlesungsfreienzeit stattfindet, problemlos mit ihrem Betreuer in Verbindung setzen. Ein e-Learning System würde maßgeblich die Gruppenarbeit fördern. An dieser Stelle würde sich die räumliche und zeitliche Distanz erhöhen, was wiederum einem mikrostrukturellen Mehrwert entsprechen würde. Die einzelnen Teilnehmer könnten Zwischenergebnisse hoch- und herunterladen und sich gegenseitig, mit Hilfe eines internen Nachrichtensystem s, Mails zusenden. Es wäre ebenfalls denkbar, daß gesammelte Informationen und Internetlinks innerhalb des e-Learning Systems veröffentlicht werden. Außerdem könnte jeder Student seine Seminararbeit und seine Präsentation den anderen Studenten zur Verfügung stellen, damit diese sich schon vor dem Seminar mit dem Thema beschäftigen können. Diese Art der Seminarführung wurde mit großem Erfolg am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik unter Leitung von Prof. J. Picht mit dem kommerziellen e-Learning System „Campus Virtuell“ im Sommersemester 2002 durchgeführt. Die genannten Punkte entsprächen einer Erhöhung der Interaktivität der Teilnehmer untereinander und zum Lehrstuhl.

3.2 Szenarien des Distance-Learning für die Weiterbildung

Die in diesem Unterkapitel vorliegenden Szenarien lassen sich nach folgenden makrostrukturellen Gegebenheiten einordnen. In der folgenden Abbildung 10: Szenario der Weiterbildung der "Alma mater virtualis" interagiert (1) hoher ICT-Einsatz mit (2) einer Zielgruppe, die „off campus“ arbeitet und (3) auf das Anwendungsfeld „Weiterbildung“ abstellt. Dieses Szenario beschreibt den Prozeß der Weiterbildung, dessen Konsequenz ein hoher „makrostruktureller Mehrwert “ ist[88].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Szenario der Weiterbildung der "Alma mater virtualis"[89]

Das Modell der Weiterbildung geht davon aus, daß die Universität ihre Inhalte den Graduierten und der berufstätigen Bevölkerung anbieten möchte. Die einzelnen Lehrstühle sind Spezialisten auf ihren Fachgebieten und können auf Grund ihrer laufenden Forschung Trends und Entwicklungen vorhersehen. Damit ist die Grundlage für Weiterbildungskurse gelegt. Die neuen Wissensfakten müssen in Form von Online-Kurs en gestaltet und dann in ein e-Learning System überführt werden, damit die Teilnehmer die Möglichkeit haben, den kollaborativen Mehrwert zu nutzen. Darunter fallen zum einen der Kontakt zum Tutor, die Diskussionsmöglichkeiten mit anderen Teilnehmern und weitere Features des jeweiligen Systems. Die Hochschule benötigt ein Geschäftsmodell[90], um ihre Inhalte gewinnbringend zu verkaufen, welches hier jedoch nicht weiter beschrieben wird.

Durch den Einsatz eines e-Learning Systems läßt sich dieser hohe ICT-Einsatz verwirklichen und somit automatisch auch der erfolgende Mehrwert. Die Universität muß keinerlei Unterrichtsräume bereitstellen, um die Weiterbildungskurse durchzuführen. Dadurch werden Raum-, Betriebs- und Personalkosten eingespart.

Durch den in Anhang H 2)c. „Die Dimensionen des Mehrwert es“ beschriebenen Zusammenhang zwischen dem makrostrukturellen und mikrostrukturellen Mehrwert wird nun eine Beschreibung der Situationen durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien erfolgen. Hierbei sind insbesondere die Dimensionen (1) Distanz, (2) Multimedialität und (3) Interaktivität zu betrachten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Mehrwert-Dimensionen neuer Medien[91]

3.2.1 Weiterbildungskurse

Weiterbildungskurse sind meist für Postgraduierte und berufstätige Personen. Sie können ihr Wissen mit Hilfe von Weiterbildungskursen auf den neuesten Stand bringen[92]. Auf diesem Wege kann die Universität ihr Wissen verkaufen. Die Lehrstühle könnten ihre finanzielle Lage verbessern. Allerdings hätte eine solche Lernform auch einen hohen Preis, denn es müßten für die Teilnehmer, die sich in großer Entfernung zur Universität befinden spezielle Online-Kurs e aufgebaut werden. Die Kurse müßten qualitativ sehr hochwertig sein, eine gute mediendidaktische Umsetzung enthalten und die neuen Möglichkeiten der modernen Medien ausschöpfen. Online-Kurs e könnten mit Werkzeugen wie z.B. „Authorware[93] “, „Toolbook[94] “, „Director[95] “ oder „Flash[96] “ erstellt werden (siehe Anhang K: Autorentools). Die Teilnehmer wären in der Lage das Diskussionsforum als Grundlage für Diskussionen und Anfragen zu verwenden. Ebenfalls könnten Online-Diskussionen in einem Chat erfolgen und somit die Interaktivität zwischen den Teilnehmern gefördert werden.

3.2.2 Workshops

Ein Workshop ähnelt in seinem Charakter einem Seminar oder einer Übung. Hier sind ein hohes Maß an Kommunikation zwischen den Partnern untereinander und der Austausch von Dokumenten notwendig. In der Vorbereitungsphase könnte ein e-Learning System als Kommunikationsplattform dienen und den Austausch von Dateien unterstützen. Außerdem könnte innerhalb des Terminplanes die Agenda für den Workshop festgehalten werden. Der Workshop könnte in einem Chat oder mit Hilfe einer Audio- oder Videokonferenz erfolgen. Sollte der Workshop als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden, so könnte eine Bereitstellung der organisatorischen Daten z.B. Treffpunkte, Unterbringung usw. durch das e-Learning System als Kommunikationsplattform erfolgen. Nach Beendigung des Workshops

würden die Ergebnisse zusammengefaßt und im System bereitgestellt.

Ergänzend wird an dieser Stelle auf Tabelle 18: Anforderungen und ihre Abdeckung durch die Lernumgebungen im Anhang I verwiesen. Diese Tabelle zeigt genauere Realisierungsmöglichkeiten der in diesem Kapitel beschriebenen Anwendungsszenarien durch die zur Verfügung stehenden e-Learning_Systeme

[...]


[1] Klett, Michael: Zum Wandel der Informations- und Kommunikationsstrukturen durch die neuen Medien und zu den Chancen des E-Learning. In: Scheffer, Ute / Hesse, Friedrich W. (Hrsg.): E-Learning - Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. 1. Auflage, Stuttgart: Klett-Cotta 2002, S. 11f.

[2] Palmer, Christoph-E: E-Learning – die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. In: Scheffer, Ute / Hesse, Friedrich W. (Hrsg.): E-Learning - Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. Stuttgart: Klett-Cotta 2002. S.13 f.

[3] Buch, Tanja / Cordes, Stefan, Maaß, Peter / Rieger, Matthias: ILSO: ein E-Learning-Projekt in der Soziologie. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S. 449f..

[4] Bentlage, Ulrike / Glotz, Peter / Hamm, Ingrid / Hummel, Johannes (Hrsg.): E-Learning – Märkte, Geschäftsmodelle, Perspektiven. 1. Auflage, Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 2002, S.7ff.

[5] Feuerhelm, Dirk / Bonn, Matthias / Abeck, Sebastian: Die Werkzeugarchitektur zur Unterstützung von Autoren und Dozenten in der internet-basierten Aus- und Weiterbildung. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S.291.

[6] Palmer, Christoph-E.: E-Learning – die Revolution…, a.a.O., S. 12f.

[7] Ebenda S. 13f.

[8] Lang, Norbert: Lernen in der Informationsgesellschaft. In: Scheffer, Ute / Hesse, Friedrich W. (Hrsg.): E-Learning - Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. 1. Auflage, Stuttgart: Klett-Cotta 2002, S. 24 f.

[9] Klett, Michael: Zum Wandel…, a.a.O., S.11 ff.

[10] Pfretzschner, Romy / Hoppe, Thomas: Netzbasiertes Lernen und Arbeiten in virtuellen Gemeinschaften. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S. 218f..

[11] Schade, Gabriele: Digitale Lernsysteme ZEdu&Train. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S. 479f..

[12] Klett, Michael: Zum Wandel…, a.a.O., S.12.

[13] http://www.bmbf.de BMBF & BMWI, 2002 Stand: 10.10.2002

[14] „E-Learning und Wissensmanagement in den deutschen Großunternehmen“, http://unicmind.com AG, Stand: 30.05.2001

[15] Scheffer, Ute: E-Learning – Einführung. In: Scheffer, Ute / Hesse, Friedrich W. (Hrsg.): E-Learning - Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. 1. Auflage, Stuttgart: Klett-Cotta 2002, S. 15f.

[16] Quelle: Erstellt vom Verfasser.

[17] Berbalk / Weidner, Holger: Lehre und Studium an der Universität Hamburg . http://www.uni-hamburg.de/pdfs/studber.pdf: Stand:10.10.2002

[18] Müller-Bölling, D.: Lehren und Lernen im Cyberspace. Vortrag Learntec 31.01.2001. Quelle:

http://www.studieren-im-netz.de Stand: 30.10.2002

[19] „Breiter Einsatz von Neuen Medien in der Hochschule“ Strategiepapier; Beschluss der BLK vom 17. Juni 2002 http://www.blk-bonn.de/neue_medien_hochschule.htm Stand: 29.10.2002

[20] Encarnação, José / Guddat, Hannes / Schnaider, Michael: Die Hochschule auf dem Weg ins E-Learning-Zeitalter In: Bentlage, Ulrike / Glotz, Peter / Hamm, Ingrid / Hummel, Johannes (Hrsg.): E-Learning – Märkte, Geschäftsmodelle, Perspektiven. 1. Auflage, Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 2002, S.23 ff.

[21] Siehe Anhang A: Glossar „ Nachhaltigkeit

[22] „Breiter Einsatz von Neuen Medien in der Hochschule“ Strategiepapier; Beschluss der BLK vom 17. Juni 2002 http://www.blk-bonn.de/neue_medien_hochschule.htm Stand: 27.10.2002.

[23] Expertenkreis „Hochschulentwicklung durch neue Medien“: Encarnaçao ./ Leidhold / Reuter.: Szenario: Die Universität im Jahre 2005. Informatik-Spektrum, 23, 4, (2000), S.264-270.

[24] Globalisierung des Bildungsmarktes durch Neue Medien - Auswirkungen auf die Hochschulen. Dokumentation des Bildungspolitischen Gesprächs der BLK. Bonn 2000.

[25] „Projekt von virtuellen Studiengängen“http://www.winfoline.de Stand: 16.09.2002.

[26] Pfretzschner, Romy / Hoppe, Thomas: Netzbasiertes Lernen…a.a.O. S.219f..

[27] Nach: Picht, Jochen: Neue Medien in der Hochschule, Vortrag vom 20.08.2002, S. 4.

[28] Siehe Anhang A: Glossar „ e-Learningt

[29] Bentlage / Glotz / Hamm / Hummel: E-Learning Märkte…,a.a.O., S. 170ff.

[30] Ebenda, S. 171ff.

[31] Baltes, Beate: Online-Lernen. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S. 1.

[32] Siehe Anhang A: Glossar „ Open-Source

[33] Kretschmar, Falk: „Konzepte und Strategien für die Einführung einer e-Learning -Lösung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“, Martin-Luther Universität Halle/Wittenberg: o.V., 2002.

[34] Siehe Anhang A: Glossar „ Distance-Learning

[35] Siehe Anhang A: Glossar „ Blended-Learning

[36] Siehe Glossar: CBT

[37] Siehe Glossar: WBT

[38] Siehe Glossar: Online-Kurs

[39] Siehe Glossar: e-Learning System

[40] Magnus, Stephan: E-Learning – Die Zukunft des digitalen Lernens im Betrieb. Wiesbaden: o.V. 2001. S. 17f., S. 41f..

[41] Neue Medien in der Lehre. E-Learning Planung und Information, http://www.elearning.uni-hd.de Stand: 26.09.2002

[42] http://www.open-eis.com/dok/eis_uebersicht_2001-12-18[1].pdf Stand:23.08.2002 S.7.

[43] Rosenberg, Marc J.: E-Learning. Strategies for Delivering Knowledge in the Digital Age. 2001, S. 28f.

[44] http://home.t-online.de/home/310008091086-0001/glossar.htm Stand: 05.06.2002

[45] Schade, Gabriele: Digitale Lernsysteme ZEdu&Train… S. 480f..

[46] Quelle: Erstellt vom Verfasser

[47] Quelle: http://www.gmd.de/PT-NMB/Bereich_Hochschulen/Lernplattformen.htm Stand: 15.07.2002

[48] Langkau, Thomas / Rudolph, Carsten / Wehling, Jürgen / Haupt, Wolfgang: Multimediales Lernen…a.a.O., S.282.

[49] Quelle: http://www.global-learning.de/ Glossar "Fachausdrücke des Telelernen und relevante Internetbegriffe"

[50] Siehe Glossar: Interaktivität

[51] Lang, Norbert: Lernen in der…, a.a.O., S.35.

[52] Ebenda, S.35.

[53] Erstellt vom Verfasser

[54] Feuerhelm, Dirk / Bonn, Matthias / Abeck, Sebastian: Die Werkzeugarchitektur…,a.a.O., S. 290.

[55] Ebenda, S.231.

[56] Baltes, Beate: Online-Lernen…a.a.O., S. 2.

[57] Erstellt vom Verfasser

[58] Quelle: http://www.ivg.at/elearning/index.htm

[59] http://lbo.bildung.hessen.de/

[60] Chute, Alan G.: The McGraw-Hill Handbook of Distanc e Learning, McGraw-Hill Verlag, New York 1999. S.2ff..

[61] http://www.icelearning.com/blended-icelearning.pdf Stand: 13.09.2002

[62] http://212.227.205.64/forums/GLOSSAR.HTM#Lernen Stand: 21.07.2002

[63] http://www.mentergy.com/blended/what.html Stand:18.10.2002

[64] http://www.virtualart.de/virtualart/faqs/start_buttom_frame_elearning.htm Stand:23.06.2002

[65] http://www.hms.ka.bw.schule.de/ Stand: 18.10.2002

[66] http://www.virtualart.de/virtualart/faqs/start_buttom_frame_elearning.htm Stand:23.06.2002

[67] http://www.global-learning.de/ Stand: 19.10.2002

[68] o.A.: E-Learning muss einfach und Billig sein. Computerwoche 48 / 2002 S.15

[69] Dauer, Tanja: E-Learning führt nicht automatisch zum Erfolg. Computer Zeitung Nr. 45, 4. November 2002 S. 20

[70] Erstellt vom Verfasser

[71] Langkau, Thomas / Rudolph, Carsten / Wehling, Jürgen / Haupt, Wolfgang: Multimediales Lernen im Fach Technologie und Didaktik der Technik. In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S. 277.

[72] Siehe Glossar: Konstruktivismus

[73] Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter Lehre, Struktur, Dimensionen, Analysen In: Jantke, Klaus P. (Hrsg.): Von e-Learning bis e-Payment: Das Internet als sicherer Marktplatz . 1. Auflage, Berlin: Akademische Verlagsgesellschaft Aka GmbH, S.12.

[74] Ebenda, S.12.

[75] Ebenda, S.14

[76] Erstellt vom Verfasser Nach: Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter…a.a.O., S.14.

[77] http://ls4-www.cs.uni-dortmund.de/~Lindemann/projects/notebook.html Stand: 01.12.2002

[78] Erstellt vom Verfasser Nach: Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter…a.a.O., S.14.

[79] Abdicht, Lothar / Dubiel Gerald: Der Lehrer auf dem Bildschirm In: Scheffer, Ute / Hesse, Friedrich W.: E-Learning – Die Revolutions des Lernens gewinnbringend einsetzen. Stuttgart: Klett-Cotta Verlag 2002. S.141ff.

[80] Hammer, Norbert: Design of Design: Die Gestaltung von Mediendesign Lerneinheiten im virtuellen Studiengang Medieninformatik. In: Zeitschrift: Softwaretechnik Trends. Band 22 Heft 3, August 2002. S.38 f..

[81] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[82] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[83] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[84] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[85] Erstellt vom Verfasser Nach: Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter…a.a.O., S.14.

[86] siehe Anhang A: Glossar

[87] Erstellt vom Verfasser Nach: Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter…a.a.O., S.14.

[88] Ebenda S.12.

[89] Ebenda S.12.

[90] Kretschmar, Falk: „Konzepte und Strategien...“a.a.O.

[91] Erstellt vom Verfasser Nach: Igel / Daugs: Mehrwert potentiale internet-basierter…a.a.O., S.14.

[92] Feuerhelm, Dirk / Bonn, Matthias / Abeck, Sebastian: Die Werkzeugarchitektur…,a.a.O., S. 290.

[93] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[94] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[95] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

[96] http://www.macromdia.com Stand: 19.09.2002

Details

Seiten
204
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638176729
ISBN (Buch)
9783638698290
Dateigröße
3.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v11539
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik insbesondere Informationsmanagement
Note
1,3
Schlagworte
Evaluierung e-Learning Systeme e-Learning Open Source makrostruktureller/mikrostruktureller Mehrwert

Autor

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Titel: Evaluierung eines e-Learning Systems im Opensource Bereich