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Der Einfluss der chinesischen Kultur und der Religionen auf das Verhalten der Chinesen

Hausarbeit 2006 26 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

2. Das Land China
2.1. Kurzer Rückblick in die Geschichte
2.2. China heute

3. Religionen und Weltanschauungen Chinas
3.1. Konfuzianismus
3.2. Taoismus
3.3. Buddhismus

4. Fazit

Literaturverzeichnis und Quellen

Eidesstattliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: China-Karte

Abbildung 2: Konfuzius, traditionelle Darstellung

Abbildung 3: Laotse

Abbildung 4: Yin-Yang-Symbol

Abbildung 5: Yin und Yang

1. Einführung

China gehörte schon vor langer Zeit zu den Ländern, die die westliche Welt stets fasziniert haben, aber von ihr nie richtig verstanden wurden. Es ist ein Land, das sich in den letzten Jahrzehnten aus einem Entwicklungsland in eins mit hohem Technologiestandard und rasantem wirtschaftlichen Wachstum entwickelt hat.

Vor der Kulisse des gewaltigen wirtschaftlichen Fortschritts erscheint China dem Westen aber auch als ein Land, das mit ihrem strengen hierarchischen System und ihren Gebräuchen noch fest an Dingen festhält, die für die westlichen Länder nicht mehr „zeitgemäß“ erscheinen. Vieles im Verhalten der chinesischen Menschen scheint verwirrend und unverständlich zu sein.

Diese Arbeit soll ein Versuch sein, das Verhalten der Chinesen zu erklären. Es soll untersucht werden, welchen Einfluss vor allem die chinesische Kultur und ihre Religionen auf das Verhalten der Chinesen von Heute ausüben.

Im ersten Abschnitt der Arbeit wird kurz auf die geschichtliche Entwicklung Chinas bis zum heutigen Tag eingegangen. Vor allem wird dabei der mythische Aspekt der kulturellen und religiösen Anfänge erörtert, da dem Mythos ein besonderer Stellenwert in China eingeräumt wird. Anschließend werden die Religionen und kulturellen Entwicklungen so genau wie es der Umfang der Arbeit erlaubt dargestellt. Denn um ihren (Kultur, Religionen) Einfluss auf die Chinesen zu untersuchen, kann auf eine umfassendere Darstellung nicht verzichtet werden.

Dennoch erhebt diese Arbeit aus zeitlichen Gründen und dem festgelegten Umfang keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist nicht möglich in dieser kurzen Zeit eine der ältesten Kulturen vollständig kennen zulernen und sie in der Art und Weise wiederzugeben, die ihr würdig wäre.

2. Das Land China

2.1. Kurzer Rückblick in die Geschichte

Der chinesische Begriff für China Zh ō ngguó bedeutet “Reich der Mitte“. Der Name selbst zeigt schon, wie stark das kulturelle Selbstbewusstsein der Chinesen war und ist. China kann auf eine über 5000 Jahre alte Kultur zurückblicken, die zu den ältesten Hochkulturen der Welt gehört.[1]

Die Kultur Chinas geht - laut Mythos - auf die drei Urkaiser Fu-Xi, Shen-Nong und den Gelben Kaiser Huang-Di zurück. „Die Einführung von Ehe und Familie, die Unterweisung des Volkes in Jagd und Fischfang, die Domestizierung von Tieren, die Anfangsgründe der Mathematik, die Herstellung von Musikinstrumenten...“[2] sind dem Urkaiser Fu-Xi zu verdanken. Shen-Nong erfand den Pflug, richtete Märkte ein, Entdeckte die Heilpflanzen und Huand-Di ist die Erfindung des Karren und des Bootes, die Erbauung von Wohnhäusern aus Holz, die Einführung der Regelungen für religiö- se Zeremonien, die Schaffung eines Kalenders sowie die Erfindung der chinesischen Schrift zu verdanken.[3]

Die später folgenden mythischen Herrscher, vor allem Yao, Shun und Yu zeichneten sich durch hohe moralische Werte, menschliche Tugenden, Weisheit und Aufopferung für das Wohl des Staates aus. Unter ihrer Herrschaft entwickelten sich das für China typische Beamtentum und die offiziellen Zeremonien. Darüber hinaus wurden Tänze und Musik „zur Kultivierung der Persönlichkeit“ eingeführt.[4]

Kaiser Yu soll ebenfalls vor ca. 4000 Jahren die erste Dynastie gegründet haben, die den Namen seines Lehens Xia erhielt. Die Xia-Dynastie wurde von der Shang- Dynastie (1570-1066 v. Chr.) und der Zhou-Dynastie (1045 - 221 v. Chr.) abgelöst: zusammen gehören diese drei Dynastien zu den frühen Dynastien.

Im Jahre 221 vor Chr. begann die Epoche des chinesischen Kaiserreichs in der sich Zeiten politischer Stabilität und Kriegszeiten mit Zerwürfnissen zwischen den Dynastien abwechselten.[5] Nach ca. 2000 Jahren, im Jahr 1911 wurde die Ära des Kaiserreichs durch Aufstand der Revolutionäre beendet; ein Jahr darauf wurde die Republik China ausgerufen.[6]

Die Republik China sollte aber nicht lange fortbestehen: es kam zu vielen Aufständen und Kämpfen zwischen Nationalisten und Kommunisten, einige Provinzen erklärten ihre Unabhängigkeit. Japan nutzte diese Unstabilität aus und eroberte die Manschurei im Nordosten und später auch andere Gebiete Chinas. Der Krieg mit Japan endete 1945, aber nicht der Kampf zwischen den Nationalisten und den Kommunisten. Er sollte noch bis 1949 andauern bis schließlich die Nationalisten nach Taiwan flohen wo bis heute die Republik China fortbesteht; China wurde zur Volksrepublik China erklärt.[7]

2.2. China heute

Der heutige offizielle Name Chinas lautet: Volksrepublik China. Seit der Gründung 1949 wird sie von der Kommunistischen Partei regiert. Die Volksrepublik erstreckt sich auf eine Fläche von ca. 9,6 Millionen km², gliedert sich in 22 Provinzen und 5 Autonome Gebiete (Guangxi, Innere Mongolei, Ningxia, Xinjiang und Tibet) und ist mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: China-Karte, Quelle:http://www.chinapage.com/map/map.html 2006-05-26)

3. Religionen und Weltanschauungen Chinas

Die Religionen Chinas, die bis ins 20 Jahrhundert nebeneinander existierten, sich zeitweise gegenseitig bekämpften um sich wieder zu arrangieren, ja sich sogar zu ergänzen, standen nach dem Zweiten Weltkrieg einem unerbittlichen Feind gegen- über: der Kommunistischen Partei Chinas. Sie begann „Tempel zu zerstören“ und „zwang buddhistische und taoistische Mönche und Nonnen ins weltliche Leben zurückzukehren“.[9]

Die Kulturrevolution, die im Mai 1966 unter der Regierung Maos begann, sollte aber noch als ein größeres Unheil über der Kultur Chinas ausbrechen. Neben dem Sturz der Parteimachthaber, die sich für den Kapitalismus entschieden hatten, sollten die „vier Relikten der alten Gesellschaft“ bekämpft werden. Diese vier Relikten - „altes Denken, alte Kultur, alte Sitten und alte Gewohnheiten“ - waren die Mitteln der Ausbeuterklasse mit denen sie die einfachen Bürger unterdrückt hatte – die galt es abzuschaffen.[10]

Zahlreiche Menschenopfer, zerstörte Tempel und Kulturschätze, ermordete oder psychisch gebrochene Lehrer und Professoren waren das Ergebnis der Kulturrevolution. Die Kulturrevolution soll China um Jahrzehnte in ihrer Entwicklung zurückgeworfen haben.[11]

Seit 1978 wird die religiöse Freiheit in China von der Verfassung gesichert. Dennoch unterliegt sie oft der Verfolgung der Kommunistischen Regierung, die den Atheismus anpreist.[12]

Die meisten Chinesen sind im heutigen China Atheisten, nicht zuletzt der jetzigen Regierung zu verdanken. Dennoch: „Wenn man einen Chinesen fragt, welches die Hauptreligionen Chinas sei bzw. welche Religionen den größten Einfluss auf die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft ausgeübt haben, wird er mit größter Wahrscheinlichkeit antworten: Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus“.[13]

[...]


[1] Vermeer, Manuel: China.de, Wiesbaden: Gabler, 2002, S. 15.

[2] Goepper, Roger : Das alte China: Geschichte und Kultur des Reiches der Mitte, München: C. Bertelsmann Verlag GmbH, 1998, S. 47.

[3] Vgl. Goepper, Roger : Das alte China: S. 48.

[4] Vgl. Wikipedia: Geschichte Chinas, http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Chinas (2006-05-25).

[5] Vgl. Wikipedia: Geschichte Chinas, http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Chinas (2006-05-25).

[6] Vgl. Wikipedia: Geschichte Chinas, http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Chinas (2006-05-25).

[7] Vgl. Wikipedia: Geschichte Chinas, http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Chinas (2006-05-25).

[8] Vgl .Wikipedia : http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China (2006-05-25)

[9] Der sechste Kommentar über die Kommunistische Partei Chinas: http://www.chinaintern.de/article.php?article_file=1114463576.txt&printview=1 (2006-06-04)

[10] Absatz und Zitate: Vgl. Seitz, Konrad: China, eine W eltmacht kehrt zurück, Berlin: Siedler Verlag, 2000 S. 188.

[11] Vgl. Chen Hanne: Kulturschock China, 6., aktualisierte Auflage, Bielefeld: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH: 2004, S. 52-58

[12] Vgl . China9.de : China-Lexikon; http://www.china9.de/lexikon/religion.php (2006-04-06).

[13] Ladstätter, Otto, Linhart, Sepp: China und Japan: d. Kulturen Ostasiens, Wien-Heidelberg: Ueberreuter, 1983, S. 42.

Details

Seiten
26
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640162468
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v114875
Institution / Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Hagen
Note
1,7
Schlagworte
Einfluss Kultur Religionen Verhalten Chinesen Interkulturelles Management

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