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Erklärungsansätze für den jugendlichen Rechtsextremismus

Ausarbeitung 2008 28 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Rechtsextremismus
2.1 Ideologie der Ungleichheit
2.2 Gewaltbereitschaft und -akzeptanz

3. Die momentane Situation in der BRD

4. Erklärungsansätze
4.1 Autoritarismus
4.1.1 Das Konzept des Autoritarismus
4.1.2 Entstehung einer autoritären Persönlichkeit
4.1.3 Erklärungskraft für den jugendlichen Rechtsextremismus
4.2 Deprivationstheorie
4.2.1 Das Konzept der Deprivation und seine Weiterentwicklung
4.2.2 Erklärungskraft für den jugendlichen Rechtsextremismus
4.3 Anomietheorie
4.3.1 Die Anomietheorien von Durkheim und Merton
4.3.2 Erklärungskraft für den jugendlichen Rechtsextremismus
4.4 Das Desintegrations-Verunsicherungs-Theorem
4.4.1 Individualisierungsprozesse
4.4.2 Desintegrationsprozesse und Verunsicherung
4.4.3 Das Identitätskonzept
4.4.4 Zusammenfassung der Theorie und ihre Erklärungskraft für den jugendlichen Rechtsextremismus

5. Empirische Vergleichsstudie der Erklärungsansätze
5.1 Methode
5.2 Ergebnisse
5.2.1 Ausprägung des Rechtsextremismus
5.2.2 Zusammenhang zwischen den theoretischen Konzepten und der Ausprägung des Rechtsextremismus
5.3 Kritik

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mölln, Hoyerswerda, Rostock, Solingen, und seit 2007 auch Mügeln – diese Ortsnamen haben aus dem selben Grund eine traurige Bekanntheit in Deutschland erhalten. Sie stehen für fremdenfeindliche Gewalt in ihrem extremsten Ausmaß und für das Ausbreiten des Rechtsextremismus in der deutschen Gesellschaft. Die Medien stellten meist Jugendliche als Täter dar, die Gründe, warum sie diesen Weg eingeschlagen, scheinen auf der Hand zu liegen: Perspektivlosigkeit, Zukunftsangst, frühe Gewalterfahrung im Alltag, Arbeitslosigkeit, mangelnde Unterstützung aus der Familie. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Hier ist sich die Forschung uneins. Es stehen sich Ansätze gegenüber, die entweder die Persönlichkeit der Täter oder deren Sozialisation für ausschlaggebend halten, andere machen die ökonomische Lage der Familien verantwortlich, wieder andere die politische Kultur. Sicher ist jedoch, dass der neue Rechtsextremismus nicht aus dem “Nichts” entstanden sein kann, sondern in der Gesellschaft tief verwurzelt ist. Das zeigt nicht zuletzt die große Anzahl Schaulustiger und Sympathisanten bei den oben genannten Vorfällen. Insofern halte ich es für sehr wichtig, die jugendlichen Rechtsextremisten nicht zu pathologisieren, sondern sie als Teil der Gesellschaft zu betrachten, in der sie aufgewachsen sind.

Zu Beginn werde ich den Begriff Rechtsextremismus für den restlichen Teil meiner Arbeit definieren und danach anhand des Verfassungsschutzberichtes 2006 die Brisanz des Themas darstellen. Anschließend werde ich verschiedene ausgewählte Erklärungsansätze für den jugendlichen Rechtsextremismus darstellen, wobei mein Schwerpunkt auf dem sozialisationstheoretischen Ansatz von Wilhelm Heitmeyer liegen wird. An dieser Stelle hätte man sicher weitere Theorien aufführen und erläutern können, doch dazu war im Rahmen dieser Arbeit leider der Raum nicht mehr gegeben. Die hier behandelten Konzepte habe ich deswegen ausgewählt, weil sie in einer Fragebogen-Studie von Fuchs (Fuchs 2003) miteinander verglichen werden und ich neben der theoretischen Wirklichkeit des Phänomens Rechtsextremismus unter Jugendlichen auch einen Einblick in die empirische Wirklichkeit geben möchte. Diese Studie bildet den Abschluss meiner Arbeit.

2. Definition Rechtsextremismus

In Bezug auf die Begrifflichkeiten zum Thema Rechtsextremismus gibt es eine “heillose Sprach- und Begriffsverwirrung” (Neureiter 1996, S. 7), nicht nur im Alltag, sondern auch in der Wissenschaft. Die Termini Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus werden weitgehend synonym verwendet, “selbst in offiziellen Mitteilungen werden die Begriffe uneinheitlich gebraucht.” (Merten & Otto 1993, S. 17) Allen Definitionen gemein ist aber die Tatsache, dass sich der Rechtsextremismus gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der BRD richtet, vor allem gegen den Pluralismus und die damit verbundene Gleichberechtigung aller Bürger sowie die Demokratie als Staatsform.

Ich möchte mich im Folgenden an der Definition von Wilhelm Heitmeyer orientieren. Zum einen, weil seine Theorie zur Erklärung rechtsextremistischer Orientierungsmuster der Schwerpunkt meiner Arbeit ist, zum anderen, weil sie sehr einleuchtend und übersichtlich ist. Heitmeyer unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Bereichen, die zusammenfließen müssen, damit von rechtsextremistischen Orientierungen gesprochen werden kann. Das ist zum einen die Ideologie der Ungleichheit, zum anderen die Gewaltbereitschaft und -akzeptanz.

2.1 Ideologie der Ungleichheit

Zur Ideologie der Ungleichheit gehören die nationalistische Überhöhung, die die eigene Nation als Elite erscheinen lässt, und eine rassistische Sichtweise, bei der die eigene Kultur und Moralvorstellungen als überlegen und andere Kulturen als minderwertig angesehen werden. Außerdem beinhaltet sie ein totalitäres Normverständnis. Das heißt, es wird die Ausgrenzung von Nicht-Mitgliedern der Eigengruppe gefordert, die sowohl biologisch andere Merkmale aufweisen, als auch andere kulturelle und moralische Werte vertreten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Betonung des Rechts des Stärkeren, um durch sozialdarwinistische Auslese im Konkurrenzkampf mit anderen Völkern ein gesundes Volk zu schaffen. Darin enthalten ist auch die Idee der Eugenik, also die Unterscheidung zwischen lebenswertem und unwertem Leben sowie der Glaube an natürliche Hierarchien, wie sie auch im Tierreich vorhanden sind. (vgl. Heitmeyer 1992a, S. 16; sowie Wenzel 2001, S. 193)

Die Ideologie der Ungleichheit ist in unserer Gesellschaft nach Heitmeyer weit verbreitet. Um dies zu verdeutlichen, entwickelte er die Kristallationsthese, in der er davon ausgeht, “dass die in manchen Orientierungsmustern von Jugendlichen aufscheinenden Affinitäten oder Zustimmungen gegenüber rechtsextremistischen Ideologemen als Kristallisationen von Gesellschaftsbildern aufzufassen sind, die in zentralen politischen und sozialen Bereichen der Gesellschaft entstehen und nicht an ihren 'Rändern'.” (Heitmeyer 1992a, S. 10)

2.2 Gewaltbereitschaft und -akzeptanz

Zur Gewaltperspektive gehören neben der Ablehnung von rationalen Diskursen und demokratischen Regelungsformen von politischen und sozialen Konflikten auch das Vorhandensein von gültigen Feinbildern und eine Bündelung der Aktivitäten in diese Richtung. Darüber hinaus werden autoritäre und militaristische Umgangsformen gepflegt, und personelle Gewalt als normale Aktionsform zur Regelung von Konflikten angesehen, da das tägliche Leben für Rechtsextremisten unweigerlich mit den alltäglichen Kampf ums Dasein verknüpft ist.

Die Gewaltakzeptanz ist nicht so weit verbreitet wie die Ideologie der Ungleichheit, sie nimmt aber auf Grund gesellschaftlicher Umwälzungen immer stärker zu.

3. Die momentane Situation in der BRD

Im Folgenden möchte ich anhand des Verfassungsschutzbericht 2006 kurz die momentane Situation des Rechtsextremismus in der BRD schildern. Dabei muss beachtet werden, dass die dem Verfassungs-schutzbericht zugrunde liegende Definition des Rechtsextremismus von der Heitmeyers (vgl. Abschnitt 2) abweicht. Während bei Heitmeyer die Gewaltperspektive bzw. Gewaltakzeptanz eines der zwei Grundelemente von rechtsextremistischen Orientierungsmustern ist (vgl. Heitmeyer 1992), verzichtet die Definition des Verfassungsschutzes auf diese Komponente und bezieht sich lediglich auf Menschen, die ein autoritäres Staatsverständnis haben, fremdenfeindliche Züge aufweisen und antipluralistisch eingestellt sind (vgl. Verfassungsschutzbericht 2006, S. 356). Die Gewaltakzeptanz wird explizit nur rechtsextremistischen Skinheads zugeschrieben, die hingegen meist über kein gefestigtes rechtsextremistisches Weltbild verfügen.

Im Jahr 2006 gab es in der BRD insgesamt 17.597 politisch rechts motivierte Straftaten, die zur Anzeige gekommen sind, 2005 waren es noch 15.361. Bei der überwiegenden Mehrheit dieser Straftaten handelt es sich um sogenannte Propagandadelikte, die rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten scheinen mit 1.047 erfassten nicht so stark ins Gewicht zu fallen, aber auch diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent angestiegen. Die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten ist hingegen mit 10.400 geich geblieben, die aller Rechtsextremisten mit 38.600 sogar leicht zurückgegangen. Es bleibt allerdings die Frage, wie genau diese Daten sind, da eine exakte Erhebung vor allem der nicht organisierten Rechtsextremisten kaum möglich ist und sicherlich ein weit größerer Teil der Bevölkerung rechtsextremistische Einstellungen aufweist. Der Großteil der gewaltbereiten Rechtsextremisten findet sich nach wie vor in Ostdeutschland, wo zwar nur ein Fünftel der Gesamtbevölkerung, jedoch ca. die Hälfte der gewaltbereiten Rechtsextremisten lebt. Die Zahl der Mitglieder der NPD, der bedeutendsten rechten Partei Deutschlands, ist 2006 erneut rasant angestiegen, von 6.000 Mitgliedern im Jahr 2005 auf 7.000. Besonders interessant ist auch der Anteil der Jungwähler, der bei den Landtagswahlen 2006 in Mecklenburg-Vorpommern bei 17 Prozent lag. Damit war die NPD in dieser Wähler-gruppe die drittstärkste Partei nach der SPD und der CDU.

All diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Rechtsextremismusforschung dringend vorangetrieben werden muss, da nur eine Kenntnis der Ursachen auch Möglichkeiten zur Prävention und Intervention eröffnet.

4. Erklärungsansätze

Die Auswahl der hier behandelten Erklärungsansätze mag auf den ersten Blick willkürlich erscheinen, da ich aber auch vergleichende empirische Ergebnisse mit in meine Arbeit einbeziehen möchte, habe ich mich auf die Konzepte Autoritarismus, Deprivation, Anomie und die Desintegrations-Verunsicherungs-Theorie beschränkt, weil diese in der Studie von Fuchs (Fuchs 2003, siehe Abschnitt 5) miteinander verglichen werden.

4.1 Autoritarismus

4.1.1 Das Konzept des Autoritarismus

Der Begriff des Autoritarismus bzw. der Autoritären Persönlichkeit geht ursprünglich auf Erich Fromm zurück, wurde aber vor allem von Theodor Adorno (Adorno et al., 1950) geprägt und bezeichnet eine Reihe von Persönlichkeitseigenschaften und Charaktermerkmalen, die faschistische Einstellungen begünstigen können. Im Rahmen einer Studie an der University of Berkeley, in den Jahren 1945/46, in der die psychologischen Auslöser antisemitischer Vorurteile überprüft werden sollten, entstand kurz nach dem zweiten Weltkrieg die Theorie der Autoritären Persönlichkeit. Sie sucht eine persönlichkeitspsychologische Erklärung, wie sich der Faschismus so weit ausbreiten konnte und was begünstigende Faktoren sein könnten. Als Erhebungsinstrument der zugrunde liegenden Persönlichkeitsstruktur wurde die sogenannte F-Skala entwickelt, die aus neun Subskalen entsteht. Diese Subskalen erfassen jeweils eine Kategorie der autoritären Denkmuster und bilden zusammen genommen ein kohärentes System von gesellschaftlichen, politischen und wirtschaft-lichen Einstellungen:

- Conventionalism – Festhalten an Hergebrachtem
- Authoritarian Submission – Autoritätshörigkeit/-unterwürfigkeit
- Authoritarian Aggression – Tendenz, Verstöße gegen hergebrachte Werte ahnden zu wollen
- Anti-Intraception – Ablehnung des Subjektiven, Imaginativen und Schöngeistigen
- Superstition and Stereotype – Aberglaube, Klischee, Katego-risierung und Schicksalsdeterminismus
- Power and Toughness – Identifikation mit Machthabern, Über-betonung der gesellschaftlich befürworteten Eigenschaften des Ego
- Destructiveness and Cynicism – Allgemeine Feindseligkeit, Ernie-drigung anderer Menschen
- Projectivity – Veranlagung, an die Existenz des Bösen in der Welt zu glauben und unbewusste emotionale Impulse nach außen zu projizieren
- Sex – Übertriebener Bezug auf sexuelle Geschehnisse

4.1.2 Entstehung einer autoritären Persönlichkeit

Wie andere Persönlichkeitsstrukturen auch, entsteht die autoritäre Charakterstruktur aus spezifischen Verarbeitungsmustern prägender emotionaler Erlebnisse in Kindheit und Jugendalter. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Struktur und der Umgang innerhalb der Familie zu. Förderlich für die Ausprägung einer autoritären Persönlichkeit sind eine hierarchische Eltern-Kind-Beziehung mit klaren Rollen-verteilungen, in der das Kind früh die Unterdrückung von Impulsen, die nicht im Sinne der Autoritätspersonen, also der Eltern, liegen, lernt, und so eine ängstliche Unterwürfigkeit ausbildet. Die Beziehung kann auch als ausbeuterisch charakterisiert werden, da die Eltern sich selbst erhöhen indem sie das Kind unterdrücken und ihm so einen Teil seiner Entfaltungsmöglichkeiten nehmen. Häufig sprachen die Studenten der Studie, die hoch auf der F-Skala scorten, auch von einer strengen aber distanzierten Vaterfigur (vgl. Adorno et al., 1950, S. 385).

Christel Hopf band bei den Erklärungsansätzen die Attachment-Theorie nach Mary Ainsworth mit ein und entwickelte die These, dass “ins-besondere gewaltförmige Erziehungspraktiken [...] zu einer nicht sicheren Bindung der Kinder an die Bezugsperson führen und dass sich dies – bei dauerhafter Gewaltbelastung [...] - zu einer problematischen kognitiven Repräsentation von Bindungserfahrungen verfestigt.” (Fuchs, 2003, S. 656f)

4.1.3 Erklärungskraft für den jugendlichen Rechtsextremismus

Da die wegweisende Studie Adornos bereits vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs und des Holocausts entstand, liegt eine enge Verbindung zur Erklärung rechtsextremistischer Einstellungen bei Jugendlichen nahe. So schreibt Adorno, dass “die moralische Entrüstung, die zuerst in der Haltung der eigenen Eltern gegenüber der eigenen Person erfahren wurde, gegen schwächere Außengruppen gerichtet wird” (Adorno, 1950, S. 385, Übersetzung L.D.) und erklärt so die Entstehung der Ideologie der Ungleichheit (siehe Abschnitt 1.1). Außerdem wird besonders in Krisensituationen auf Klischées und stereotypische Denkweisen, die von den Eltern übernommen wurden, zurückgegriffen. Die aufgrund der Abneigung der Eltern eher oberflächliche Identifikation mit ihnen spiegelt sich außerdem in der Haltung gegenüber anderen Autoritäten, denen der Jugendliche später im Leben begegnet, und den mit ihnen verbundenen Institutionen wider. So identifizieren sich die Jugendlichen zwar überdurchschnittlich stark mit Autoritäten, bringen aber auch eine gewisse Zerstörungswut gegenüber diesen mit. Diese Ambivalenz kann ausgenutzt werden, indem die Jugendlichen einerseits stark an die Autorität einer Führungsperson gebunden werden, ihre Zerstörungswut andererseits auf andere Autoritäten gelenkt wird. Adorno geht sogar so weit, dass er annimmt, dass die erstgenannte Autorität die Funktion des Über-Ichs oder gar des Ichs ersetzen kann (vgl. Adorno, 1950, S. 386).

4.2 Deprivationstheorie

4.2.1 Das Konzept der Deprivation und seine Weiterentwicklung

Ein weiterer Erklärungsansatz für den jugendlichen Rechtsextremismus ist die relative, also wahrgenommene Deprivation. Diese „entsteht aus einer wahrgenommenen Diskrepanz zwischen dem, was man hat, und dem, wozu man sich berechtigt fühlt.“ (Stroebe, 2003, S. 569) Runciman unterscheidet zwischen egoistischer und brüderlicher relativer Deprivation (Runciman, 1966). Bei der egoistischen relativen Deprivation vergleicht sich ein Mitglied einer sozialen Gruppe mit einem anderen Mitglied der selben Gruppe, das sozial besser gestellt ist, und fühlt sich dadurch benachteiligt, während die brüderliche relative Deprivation aus einem Vergleich der eigenen Gruppe mit einer anderen Gruppe resultiert. Nur in diesem Fall kann die wahrgenommene Deprivation zu einem Motor sozialer Unruhen werden und die Motivation für das Herbeiführen eines sozialen Wandels verstärken, da ansonsten zu wenig Personen betroffen sind. Auch der Vergleich des eigenen Zustandes heute mit dem in der Vergangenheit kann dies auslösen.

Silbereisen und Walper (1987) verknüpfen das Konzept der relativen Deprivation mit dem der Transgressionsbereitschaft von Jugendlichen, also der Bereitschaft, soziale Normen zu übertreten. Anhand einer Studie mit 101 Jugendlichen und deren Eltern stellten sie Zusammenhänge zwischen der ökonomischen Deprivation einer Familie, der Familienintegration, des Selbstwertgefühls der Jugendlichen und letztlich ihrer Transgressionsbereitschaft heraus. Zusätzlich brachten sie noch die Bildung der Eltern „als Indikator für sowohl die sozioökonomischen Lebensumstände als auch die Problemlöse-Fähigkeiten“ (Silbereisen & Walper, 1987) mit ein. Die Ergebnisse zeigten, dass das Selbstwertgefühl der Jugendlichen die bedeutendste Mediatorvariable zwischen der sozioökonomischen Lage der Familie und der Transgressionsbereitschaft ist. (vgl. Abb. 1)

Details

Seiten
28
Jahr
2008
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v114518
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Erziehungswissenschaft und Psychologie
Note
1,4
Schlagworte
Erklärungsansätze Rechtsextremismus

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