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Vorstellung von Hermann Hesse anhand zweier Werke

Referat (Ausarbeitung) 2003 9 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie
2.1. „Unterm Rad“ - Kindheit und Jugend
2.2. Schweizer Werdejahre

3. Buchrezensionen
3.1. Demian
3.2. Narziss und Goldmund

4. Die Wirkung seiner Werke

5. Literatur, Bilder und Websites
5.1 Literatur
5.2 Bilder

1. Einleitung

Die Motive des Autors Hermann Hesse in seinen Werken spiegeln stets die Motive seines Lebens wider. Inspiriert wurde er durch eigene Erfahrungen und Erkenntnisse, die er in seinen Werken verarbeitet hat. Durch das Einbringen seiner Zweifel, Erschütterungen und Hoffnungen werden seine Werke dem Leser in lebensnaher Form nahegebracht.

Hermann Hesse sah in sich selbst einen Wanderer und versuchte mit Hilfe dieser bildlichen Darstellung sein eigenes Dasein zu verstehen und zu deuten. Seine Bücher sind geprägt von Veränderungen, denn er wollte sich nicht bewahren, da er wusste, dass lediglich ein sich Wandelnder zu sich selbst finden kann.

In meinem Deutschreferat versuche ich das sich ständig wandelnde Leben Hermann Hesses zu beleuchten und möchte anhand zweier Buchbeispiele Parallelen zu seinem Leben ziehen.

2. Biographie

2.1. „Unterm Rad“ - Kindheit und Jugend

Aufbruch und Beharrung, Weltoffenheit und heimatliche Geborgenheit sind die bestimmenden Pole, die das Leben Hermann Hesses, geboren am 2. Juli 1877 in Calw, und seine Werke entscheidend prägen. Seine Eltern, Johannes und Marie Hesse, geborene Gundert, sind Anhänger des Pietismus, einer protestantischen Glaubensrichtung. Hesses Vater und Großvater sind beide zeitweise als Missionare in Indien tätig. Seine Kindheit verbringt er abwechselnd in der Schweiz und in Deutschland. Die strenge Atmosphäre seines Elternhauses bringt ihn dazu in die Welt aufzubrechen, vor der seine Eltern in bewahren wollen.

Nachdem er 1891 sein Landesexamen in Stuttgart absolviert hatte, wird er als Stipendiat in das evangelische Klosterseminar Maulbronn aufgenommen, wo seine geistliche Laufbahn beginnen soll. Doch ist die Laufbahn eines Geistlichen nicht der Weg, den Hesse beschreiten will. Sein erster Eindruck ist zwar positiv, doch schon bald leidet er an der strengen Erziehung und läuft in Folge dessen als 15jähriger davon. Die Antwort seiner Eltern auf diese Krise ist ebenso hilflos wie wenig verständnisvoll. Sie übergeben das widerspenstige Kind in die Obhut eines befreundeten Theologen, der sich durch seine Gebetsheilungen einen Namen gemacht hatte. Doch nach dem Selbstmordversuch Hesses weiß auch er nicht weiter und sein Zögling wird in eine Pflege- und Heilanstalt gebracht. 1893 verlässt Hesse das Cannstatter Gymnasium, welches er auf eignen Wunsch besucht hat, kurz nachdem er das einjährige Examen bestanden hat. Da seine Eltern eine solide Ausbildung verlangen, beginnt er 1894 eine Ausbildung als Mechaniker in einer Turmuhrenfabrik seiner Heimatstadt Calw. Obwohl er diese Lehre nicht abschließt, stellt ihm sein Lehrmeister ein Zeugnis aus. 1895 beginnt er mit seiner zweiten Lehrer als Buchhändler in Tübingen. In dieser Zeit gelingt es Hesse seiner Krise Herr zu werden und er lässt die böse Zeit des Zornes und Hasses und der Selbstmordgedanken hinter sich.

Aus erinnernder Distanz schrieb er 1906 seinen Roman „Unterm Rad“, in dem er die Geschehnisse seiner Kindheit und Jugend verarbeitete.

2.2. Schweizer Werdejahre

Als Hermann Hesse 1899 nach Basel kommt, sind gerade die „Romantischen Lieder“ und „Eine Stunde hinter Mitternacht“ erschienen. Hier schreibt er auch den „Hermann Lauscher“ zu Ende. Die Grundstimmung dieses lyrischen Werks ist romantisch und schwermütig, eine Stimmung, die auch in den folgenden Jahren die Grundstimmung seine Lyrik bildet.

In die Basler Zeit fällt auch die Niederschrift des „Peter Camenzind“, der seinen Autor sofort bekannt macht. Dieser Roman erscheint in Berlin bei Samuel Fischer, der Hesse nach dem Erscheinen des „Hermann Lauscher“ dazu bewogen hatte, sein nächstes Werk bei ihm zu veröffentlichen. Der 26 jährige Hermann Hesse kann nun den Beruf als Buchhändler an den Nagel hängen und als freier Schriftsteller leben.

1904, im Erscheinungsjahr des „Peter Camenzind“, heiratet er in Basel Maria Bernoulli und zieht zusammen mit ihr nach Gaienhofen. Aufgrund des Todes seines Vaters im Jahre 1916 und der fortschreitenden Schizophrenie seiner Frau erleidet Hermann Hesse einen schweren Nervenzusammenbruch und begibt sich in therapeutische Behandlung. Nachdem er diese Krise überstanden hat, legt er sich 1917 ein Pseudonym zu und schreibt als Emil Sinclair, da ihm nahegelegt wird seine zeitkritische Publizistik zu unterlassen. 1919 lässt sich Hesse von Maria scheiden und heiratet 1924 Ruth Wenger, die Tochter einer schweizerischen Schriftstellerin. Doch auch diese Ehe hält nicht lange und er schließt 1931 die Ehe mit der österreichischen Kunstkritikerin, mit der er schon seit 1927 zusammen lebt.

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Details

Seiten
9
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640893522
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v114095
Note
1,25
Schlagworte
Vorstellung Hermann Hesse Werke

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Titel: Vorstellung von Hermann Hesse anhand zweier Werke