Lade Inhalt...

Selbstverletzendes Verhalten - Psychische Konfliktbewältigung auf somatischer Ebene

Ein sozialpädagogischer Verstehenszugang

Diplomarbeit 2008 77 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition
2.1 Kategorisierung
2.2 Diagnostische Zuordnung
2.3 Häufigkeit und Altersstruktur
2.4 Abgrenzung zu suizidalem Verhalten

3 Erscheinungsformen
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Akzeptierte Formen von Selbstverletzung
3.2.1 Schönheitsoperationen
3.2.2 Bodybuilding und Extremsportarten
3.2.3 Körperschmuck
3.3 Selbstverletzendes Verhalten als Krankheit
3.3.1 Offene Selbstverletzung
3.3.2 Heimliche Selbstverletzung
3.3.2.1 Die artifizielle Störung
3.3.2.2 Das Münchhausen-Syndrom
3.3.2.3 Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom

4 Begleiterkrankungen und Überschneidungsbereiche
4.1 Persönlichkeitsstörungen
4.2 Dissoziative Störungen
4.3 Affektive und phobische Störungen
4.4 Essstörungen
4.5 Drogen- und Alkoholmissbrauch
4.6 Akne excoriée und Trichotillomanie

5 Entstehung und Psychodynamik von SVV
5.1 Erklärungsansätze für Selbstverletzendes Verhalten
5.1.1 Biologische Erklärungsansätze
5.1.2 Lerntheoretische Erklärungsansätze
5.1.3 Der Psychoanalytische Erklärungsansatz
5.1.3.1 Frühkindliche Erfahrungen
5.1.3.2 Traumatische Einflüsse
5.1.3.3 Sexualisierte Gewalt
5.1.3.4 Sonstige Einflussfaktoren
5.2 Psychodynamik und Funktion der Selbstverletzung
5.2.1 Intrapsychische Funktionen
5.2.1.1 Selbstverletzung als Ausdruck innerer Spannung
5.2.1.2 Selbstverletzung als „Anti-Dissoziativum“
5.2.1.3 Selbstverletzung als Selbstbestrafung
5.2.1.4 Selbstverletzung als Suizidprophylaxe
5.2.1.5 Selbstverletzung zur Selbstwertregulation und Identitätsbildung
5.2.1.6 Selbstverletzung als Sedativum
5.2.1.7 Selbstverletzendes Verhalten als Bewältigungsstrategie
5.2.2 Interpersonelle Funktionen
5.2.3 Störungen des Körpererlebens
5.2.4 Die Bedeutung von Blut und Haut
5.2.5 Charakteristische Persönlichkeitsmerkmale
5.2.6 Bindungsverhalten

6. Zusätzliche Risikofaktoren
6.1 Selbstverletzung und Adoleszenz
6.2 Selbstverletzung und Weiblichkeit

7 Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten
7.1 Grundsätze professioneller sozialer Arbeit
7.1.1 Die Lebensweltorientierung
7.1.2 Empowerment
7.2 Soziale Arbeit und selbstverletzendes Verhalten
7.2.1 Prävention
7.2.2 Beratung und Begleitung von Menschen mit SVV
7.2.3 Die pädagogische Haltung
7.2.4 Handlungsnotwendigkeiten im Zusammenhang mit SVV
7.2.5 Möglichkeiten zur Selbsthilfe

8 Fazit

Literaturverzeichnis

„Schneid mein Leben in Stücke
Das ist mein letzter Ausweg
Ich ersticke, kein Atmen
Kümmer dich nicht darum,

wenn ich meinen Arm blutig schneide
Das ist mein letzter Ausweg“
[1]

1 Einleitung

In Kunst und Literatur wird das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens immer wieder aufgegriffen. Das oben genannte Zitat aus dem Song „Last Resort“ von der Band „Papa Roach“ steht stellvertretend für eine Vielzahl künstlerischer Darstellungen über selbstverletzendes Verhalten und hat mich sehr bewegt. Es verdeutlicht die ausweglose Situation mancher Betroffenen und weist gleichzeitig auf den unterschwelligen Hilferuf hin.

Der Roman "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek, der von einer gestörten Mutter-Tochter-Beziehung handelt und auch selbstverletzendes Verhalten thematisiert, hat mich ebenfalls bei der Wahl meines Diplomthemas beeinflusst.

Auch beruflich und privat bin ich immer wieder Menschen begegnet, die ihren Körper aus verschiedenen Gründen vorsätzlich verletzen. Ich selbst verbinde Schmerzen mit unangenehmen und negativen Erfahrungen, der Gedanke daran stößt mich ab. Es war mir unmöglich, mich in diese Personen hineinzuversetzen und ihre Beweggründe zu verstehen, was ich durch die intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik ändern möchte. Dabei möchte ich neben den pathologischen Formen von selbstverletzendem Verhalten auch auf die gesellschaftlich akzeptierten selbstverletzenden Verhaltensweisen hinweisen, die bei näherer Betrachtung nicht immer störungsfrei sind.

Selbstverletzendes Verhalten ist ein noch relativ unerforschtes Phänomen, das erst seit Ende der 80er Jahre verstärkt auftritt und auch bis heute noch sehr wenig erforscht ist[2]. Noch bis 1980 galt selbstverletzendes Verhalten als Indikator für eine Schizophrenie, bis 1990 sah man selbstverletzendes Verhalten als Beweis für eine Borderline-Störung an und bis zum Jahre 2000 wurde dieses Phänomen mit einem Missbrauch in der Kindheit in Verbindung gebracht. All diese Thesen erwiesen sich nach neueren Forschungsergebnissen als nicht haltbar.[3]

In der hier vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, warum sich Menschen - insbesondere Mädchen und junge Frauen - absichtlich selbst verletzen und sich freiwillig zum Teil tiefe und schwerwiegende Wunden zufügen. Warum liegt der Ursprung dieses Phänomens meist in der Adoleszenz? Welche Faktoren führen zu einer solchen Handlung, die für Außenstehende sehr schmerzhaft und unverständlich erscheint? Was fühlen die Betroffenen dabei und vor allem wie kann aus sozialpädagogischer Sicht damit umgegangen werden? Dabei möchte ich zunächst einen allgemeinen Überblick über Erscheinungsformen, Genese und Psychodynamik liefern, um anschließend die sozialpädagogischen Interventionsmöglichkeiten darzustellen.

Da von dieser Störung überwiegend Frauen betroffen sind, spreche ich in der hier vorliegenden Arbeit von Patientinnen; selbstverletzendes Verhalten werde ich mit SVV abkürzen.

Selbstverletzendes Verhalten stellt auch bei Menschen mit geistiger Behinderung und autistischen Verhaltensweisen ein häufig zu beobachtendes Problem dar. Da sich die theoretischen Ansätze jedoch erheblich von denen nicht geistig behinderter Menschen unterscheiden und eine detaillierte Ausführung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, werde ich diesen eigenen großen Themenkomplex nicht zum Gegenstand meiner Arbeit machen[4]. Hier soll es in erster Linie um Mädchen und junge Frauen gehen, die durch die offene Selbstverletzung der Haut traumatische Kindheitserfahrungen und andere innerpsychische Konflikte verarbeiten.

Den umfangreichen Bereich der Therapie selbstverletzender Verhaltensweisen möchte ich ebenfalls abgrenzen. Therapie stellt kein sozialpädagogisches Handlungsfeld dar und wird aus Gründen des Umfangs in dieser Arbeit nicht behandelt. Für weiterführende Informationen verweise ich auf die umfassende Literatur zum Thema.

2 Begriffsdefinition

Selbstverletzendes Verhalten ist eine Form der Autoaggression und bezeichnet den krankhaften Zwang, sich selbst zu verletzen. Die Betroffenen fügen sich selbst je nach Schweregrad der Erkrankung leichte bis schwere Schnitte und Wunden zu, um sich durch den Schmerz Erleichterung zu verschaffen und psychischen Stress abzubauen.[5] Auch zur Bekämpfung von inneren Spannungszuständen oder Leeregefühlen wird SVV eingesetzt. Viele Patientinnen wollen sich durch die Handlung einfach nur als „lebend“ erfahren, zum Teil nutzen sie SVV um sich selbst zu bestrafen oder sich gegenüber anderen Menschen stark und überlegen zu fühlen. Fast immer stellt die offene Selbstverletzung der Haut einen Versuch dar, mit unlösbaren und schwierigen Lebenssituationen umzugehen.[6]

Die Selbstverletzung kann allerdings auch indirekt durch Dritte ausgeführt werden, wie das beispielsweise bei Schönheitsoperationen der Fall ist, auf die ich später noch eingehen werde.

In der deutschsprachigen Literatur zum Thema „selbstverletzendes Verhalten“ findet man meist die Begriffe „Autoaggression“, „Autodestruktion“, „selbst(be)schädigende Verhaltensweisen“ oder den auch von mir in dieser Arbeit verwendeten Begriff „selbstverletzendes Verhalten“. Ich schließe mich damit Sachsse an, der der Auffassung ist, dass dieser Begriff im Gegensatz zu „selbst(be)schädigendem Verhalten“ rein deskriptiven Charakter besitzt und keine be- oder verurteilenden Nebenbedeutungen assoziiert.[7] Der Begriff der „Autoaggression“ hingegen interpretiert die selbstverletzende Handlung als aggressives und destruktives Vorgehen gegen die eigene Person und beinhaltet somit schon einen Erklärungsversuch, der bei näherer Betrachtung nicht alle Beweggründe zu einer selbstverletzenden Handlung (z. B. Körperwahrnehmung, Stimulation) impliziert.[8]

Scharfetter (1991, 1992; zit. nach Sachsse, 2000) definiert SVV als „eine selbstzugefügte und eigenaktive, direkte, unmittelbare und konkrete, funktionell-final motivierte - ob bewußt oder unbewußt - oder eher als Automatismus ablaufende Schädigung und Deformation des eigenen Körpers, welche kulturell nicht sanktioniert und nicht direkt lebensbedrohlich ist.“[9]

Ludwig (2005) versteht unter selbstverletzendem Verhalten „alle Handlungen [...], die (1) am eigenen Körper, (2) durch die eigene Person oder durch eine von ihr dazu autorisierten anderen Person vorgenommen werden[10], (3) die körperliche Schmerzen direkt erzeugen oder auf längere Sicht bewirken, (4) die eine Veränderung des Körpers im Sinne einer Beschädigung zur Folge haben, (5) mit denen bewusst oder unbewusst auf (potentielle) innere Spannungszustände oder Konflikte reagiert wird, die damit abgeschwächt, bewältigt oder verhindert werden sollen und die (6) aus anderen als allein medizinisch-therapeutischen oder juristischen Gründen oder im Rahmen von Folter oder ähnlichen gewalttätigen Misshandlungen vorgenommen werden“[11].

Umgangssprachlich werden für offenes SVV zahlreiche Begriffe verwendet, der bekannteste ist wohl das sogenannte „Ritzen“, das die offene Selbstverletzung der Haut bezeichnet.

In der Literatur finden sich zahlreiche Synonyme für SVV, bisher hat sich jedoch noch kein einheitlicher Begriff durchgesetzt. Geläufige Bezeichnungen für selbstverletzende Verhaltensweisen sind u. a. „Autoaggression“, „Selbst(be)schädigung“, „selbstdestruktives Verhalten“, „Selbstmisshandlung“, „Selbstverstümmelung“, „selbstzerstörerisches Verhalten“, „symbolische Verletzung“, „Para-Artefakt“, „parasuizidale Handlung“, „Selbstmutilation“ und „Automutilation“. In der englischsprachigen Literatur wird meist von „Self-Injurious-Behavior“ oder „Self-Mutilation“ gesprochen.[12]

2.1 Kategorisierung

Verschiedene Autoren haben Versuche unternommen, selbstverletzendes Verhalten zu kategorisieren. Der erste Versuch stammt von Menninger (1938/1989). Er unterteilte SVV in 5 Kategorien:

1. die neurotische Selbstverstümmelung: Aufkratzen der Haut, Ausreißen der Haare, Nägelkauen und Verlangen nach überflüssigen chirurgischen Eingriffen
2. die religiöse Selbstverstümmelung
3. Selbstverstümmelungen bei psychotischen Patienten: Autoennukleation, Verletzung der Ohren, Verstümmelungen von Gliedmaßen und Genitalien
4. Selbstverstümmelungen bei organischen Leiden: absichtliches Brechen von Fingerknochen und Enukleation bei Erkrankungen an Enzephalitis
5. Selbstverstümmelungen in üblichen und konventionellen Formen: Nägelschneiden, Rasieren und Haareschneiden.[13]

Meiner Ansicht nach ist keinesfalls akzeptabel, Rasieren, Haare- und Nägelschneiden als Selbstverstümmelungen zu bezeichnen, da diese Gewohnheiten schon immer fester Bestandteil unserer westlichen Kultur waren und auch nicht mit Schmerzen verbunden sind. Allerdings handelt es sich bei o. a. Kategorisierung um ein erstes Experiment, das Phänomen der Selbstverletzung zu beschreiben und zu systematisieren, was sicherlich mit einigen Schwierigkeiten verbunden war.

Eine umfassende, aber dennoch einfache Kategorisierung stammt von Favazza et. al. (1993). Sie stellt eine deskriptiv ausgerichtete Dreiertypologie dar und ist als eine erste Annäherung an das Phänomen sehr sinnvoll:

Typus 1: schwere Automutilation (Autokastration und Autoenukleation; Prävalenz eher selten, wird meist durch religiöse oder sexuelle Motive erklärt)
Typus 2: stereotype Automutilation (Kopfschlagen, Sich-Kratzen; rhythmisch, starrer Charakter ohne symbolischen Gehalt)
Typus 3: oberflächliche und mittelschwere Automutilation (Schneiden und Ritzen der Haut; tritt episodisch auf und ist nicht lebensbedrohlich, teilweise symbolischer Gehalt feststellbar, ritualisierte Handlung, Mittel zur Spannungskompensation.[14]

2.2 Diagnostische Zuordnung

Selbstverletzendes Verhalten lässt sich - trotz der steigenden Zahl der Betroffenen - diagnostisch nicht klar zuordnen. Nach Durchsicht der gängigen Klassifikationssysteme (ICD-10 und DSM-IV) lässt sich feststellen, dass SVV nicht als eigenständiges Krankheitsbild aufgeführt ist, sondern nur als Krankheitssymptom verschiedener psychischer Störungen aufgelistet ist, unter anderem wird SVV nach dem ICD-10 Kapitel V (F) unter dem Kriterium 4 der Borderline-Persönlichkeitsstörung genannt: „wiederholt Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung“[15]

2.3 Häufigkeit und Altersstruktur

Bezüglich der Häufigkeit des Phänomens können nur grobe Schätzungen unternommen werden, da eine hohe Dunkelziffer vermutet wird. Weiterhin sind bei epidemiologischen Studien die Falldefinition, sowie die -identifikation von Bedeutung, die unter Umständen voneinander abweichen können[16].

Herpertz und Saß konstatierten nach eigenen Untersuchungen an einer Patientengruppe selbstverletzende Verhaltensweisen bei 0,6 - 0,7 % der Allgemeinbevölkerung, das entspricht 2 % der 15 - 35 Jährigen mit einem Frauenanteil von ca. 67 %.

Favazza beobachtete das Phänomen in einer großen amerikanischen Untersuchung bei 0,75 % der Allgemeinbevölkerung, die Patienten waren zwischen 20 und 30 Jahren alt, 83 % waren weiblich.

Koch erfasste 0,24 % der Bevölkerung, fast ausschließlich Frauen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren und nach Sachsse betrifft die Störung 1 % der Allgemeinbevölkerung, davon sind ca. 83 % weiblich[17].

Abgesehen von geringen Abweichungen konzentriert sich der Kern der betroffenen Patienten auf junge Frauen im Alter von 16 - 30 Jahren. Sachsse begründet den hohen Frauenanteil darin, dass diese häufiger sexuell missbraucht werden. Er geht von einer allgemein steigenden Tendenz aus.[18]

2.4 Abgrenzung zu suizidalem Verhalten

Es muss berücksichtigt werden, dass die Selbstverletzung in der Regel keine suizidalen Absichten verfolgt, dennoch besteht in Einzelfällen die Gefahr einer tödlichen Verletzung.[19] Sachsse beobachtete allerdings auch bei fast allen Patientinnen immer wieder Suizidversuche[20]. Dabei muss unterschieden werden, ob die Handlung darauf abzielt, sich das Leben zu nehmen, parasuizidal intendiert ist oder nur eine vorübergehende Narkotisierung bewirken soll.[21]

Nach Hänsli[22] ist selbstverletzendes Verhalten im Vergleich zu suizidalem Verhalten „im Verletzungsgrad deutlich weniger lebensbedrohlich“, „eher von repetitivem, chronischem Charakter“, „in der Wahl der Methoden eher vielfältig“ und dient „vorwiegend der Linderung einer unerträglichen Spannung“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich SVV und Suizid zwar voneinander abgrenzen lassen, dennoch besteht ein bedeutender Zusammenhang, da Patientinnen mit SVV immer wieder auch suizidale Handlungen begehen. Dabei finden die Suizidversuche jedoch immer in Zeiten ohne selbstverletzende Verhaltensweisen statt.[23]

3 Erscheinungsformen

Die Definition nach Ludwig im vorherigen Kapitel fasst meiner Ansicht nach alle wesentlichen Merkmale von SVV zusammen und verdeutlicht das weit reichende Ausmaß des Phänomens.

Selbstverletzung wird jedoch nicht immer als Krankheit verstanden, es finden sich zahlreiche Ausprägungen, die zum Teil krankhafte Züge aufweisen, aber dennoch von der Gesellschaft nicht als pathologisch angesehen werden. Die einzelnen Formen von SVV werde ich nachfolgend näher erläutern. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Einteilung in krankhaftes und nicht krankhaftes SVV stark kulturell geprägt ist und unter Umständen voneinander abweichen kann.

3.1 Geschichtlicher Hintergrund

Das Phänomen der Selbstverletzung zieht sich durch die Geschichte seitdem die Menschheit existiert. Rituale verschiedener Stämme und Religionen, die der Buße, der Sühne und der Befreiung der Seele dienen, beinhalten häufig selbstverletzende Verhaltensweisen. In rituellen Tänzen, Initiationsriten und verschiedenen anderen religiösen Ritualen der unterschiedlichsten Kulturen sind selbstverletzende Verhaltensweisen zum Teil auch heute noch fester Bestandteil der Zeremonie.

Auch im Christentum wurde Selbstverletzung lange Zeit praktiziert; durch Askese, Selbstkasteiung und Selbstgeißelung sollten höhere Formen des Daseins und mehr Nähe zu Gott erlangt werden.[24]

In vielen Kulturen wurde die Beschädigung und Verletzung des Körpers eingesetzt, um bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen. Im alten Ägypten und auch in anderen alten Kulturen wurden durch schmerzhafte Bandagen eine besondere Kopfform herbeigeführt, in China schränkte man durch extremes bandagieren und brechen der Knochen das Wachstum der weiblichen Füße ein, die sogenannten „Lotus-Füße“ galten dort als Merkmal besonderer Schönheit.

Auffallend ist eine Gemeinsamkeit zwischen der in einigen Kulturen auch heute noch praktizierten rituellen Selbstverletzung und der krankhaften Form von SVV. Die rituelle Selbstverletzung wird meist als Übergang zu neuen Lebensphasen praktiziert, beispielsweise zu Initiationsriten. Krankhaftes SVV beginnt ebenfalls häufig in der Adoleszenz, die eine erhebliche Lebensveränderung für die Heranwachsenden darstellt und meist mit großen psychischen Belastungen und Konflikten einhergeht.

Der Psychiatrie ist selbstverletzendes Verhalten seit über 100 Jahren geläufig, erstmalig wurde von schweren Selbstverstümmelungen in Zusammenhang mit einer schizophrenen Erkrankung berichtet. Doch erst seit den 70er Jahren werden verstärkt selbstverletzende Verhaltensweisen, insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen, beobachtet.[25]

3.2 Akzeptierte Formen von Selbstverletzung

Wenn man sich mit den geltenden Schönheitsidealen in unserem Kulturkreis befasst, stößt man auf viele Verhaltensweisen, die gesellschaftlich völlig akzeptiert werden. Man denke dabei z. B. an extremes Diäthalten, schmerzhafte Haarentfernung und viele andere Eingriffe zur Veränderung des Körpers. Doch auch unabhängig vom kosmetischen Aspekt finden sich in unserer Gesellschaft zahlreiche selbstschädigende Verhaltensweisen, wie z. B. übertriebener Alkoholgenuss, Zigarettenkonsum oder riskante Sportarten[26]. Die Grenzen zu krankhaftem selbstverletzendem Verhalten sind dabei nicht klar erkennbar, dennoch steckt bei übertriebener Anwendung oft ein psychischer Konflikt dahinter, der durch entsprechende selbstschädigende Verhaltensweisen kompensiert wird.[27] Eine Gleichsetzung der Begriffe „Selbstverletzung“ und „Krankheit“ ist keinesfalls ausreichend, was bei näherer Betrachtung deutlich wird.[28]

In der heutigen Zeit gehören viele selbstverletzende Verhaltensweisen in zahlreichen Lebensbereichen längst zum Alltag und werden nicht / nicht mehr als pathologisch angesehen. Wir alle sind schon einmal selbst damit in Berührung gekommen oder kennen zumindest jemanden, der damit zu tun hat, daher gilt SVV in einigen leichteren Ausprägungen als völlig „normal“.

3.2.1 Schönheitsoperationen

Das Schönheitsideal der westlichen Kulturen verlangt nach einem immer perfekteren und makelloseren Körper, der sich allen Alterungsprozessen widersetzt. Die stetig zunehmende Zahl von Schönheitsoperationen beweist, dass sich viele Frauen und auch immer mehr Männer stark unter Druck gesetzt fühlen, diesem Ideal zu entsprechen und sich nicht davor scheuen, ihren Körper schmerzhaften und risikoreichen Operationen zu unterziehen. Dabei werden häufig sehr geringe und unwesentliche Mängel korrigiert, was immer häufiger als übertriebener Schönheitswahn angeprangert wird und das hohe Risiko in den Augen vieler Kritiker nicht rechtfertigt.

Das Gebiet der plastischen Chirurgie wird als indirekte Selbstverletzung bezeichnet, da zwar der eigene Körper willentlich verletzt wird, aber die Handlung von einer anderen Person ausgeführt wird.

3.2.2 Bodybuilding und Extremsportarten

Auch Sport kann unter Umständen unter die selbstverletzenden Verhaltensweisen fallen. Ein Beispiel hierfür ist eine extreme
Form des Bodybuildings, bei der der Körper über seine Grenzen belastet wird und die Gesundheit unter Umständen schwer geschädigt werden kann. Sport wird hier als Arbeit verstanden, die ein ideales Körperbild zum Ziel hat. „Der Körper ist zugleich Werkzeug, Rohmaterial und Endprodukt der Arbeit.“[29] Es werden viele Stunden pro Woche trainiert, spezielle Eiweißdiäten, ein ganz bestimmter Trainingsrhythmus und die richtige innere Einstellung sorgen für den Erfolg. Häufig werden zusätzlich bestimmte Medikamente (Anabolika, Hormone) eingenommen, um den Muskelaufbau voranzutreiben. Das Training bedeutet volle Körperkontrolle, Schmerz wird überwunden, Bedürfnisse des Körpers werden ignoriert. Es finden sich bei dieser Sportart viele Parallelen zu krankhaften selbstverletzenden Verhaltensweisen. Ein bestimmtes Schönheitsideal steht im Vordergrund, der Körper wird stark instrumentalisiert, insbesondere bei Frauen werden Störungen des Körperbildes und der weiblichen Identität vermutet. Weiblichkeit wird völlig abtrainiert, der Körper wird einem männlichen immer ähnlicher, die Menstruation kann unter Umständen ausbleiben. Auch kann der Sport soziale Beziehungen ersetzen, für viele Bodybuilder stellt er einen Lebensinhalt dar und bedeutet häufig eine Art Flucht vor der äußeren Welt in einen inneren Schutzpanzer.[30]

Ein weiteres Beispiel sind Extremsportarten, wie beispielsweise Base-Jumping (Fallschirmspringen von festen Objekten), Apnoetauchen (Tauchen ohne Ausrüstung) oder gefährliche alpine Expeditionen[31]. Extremsport bedeutet für die Sportler eine besondere Herausforderung, die eigenen psychischen und physischen Grenzen werden ausprobiert, was immer mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist. Dabei wird durch die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen ein Rauschzustand herbeigeführt, was zu Überschätzung und Missachtung von Warnsignalen führen kann und häufig auch süchtig macht. Dieses Spiel mit der Gefahr beinhaltet meist eine unbewusste selbstzerstörerische Tendenz, die Sportler begeben sich absichtlich in riskante Situationen und überlassen ihr Leben dem Schicksal.[32]

3.2.3 Körperschmuck

Körperschmuck dient zur Verschönerung des Körpers und wird von der Gesellschaft immer mehr akzeptiert, dennoch sind leichte bis schwere Verletzungen nötig, um ein bestimmtes Schönheitsideal zu erreichen. Die relativ verbreiteten Formen wie Ohrlochstechen, Piercing und Tätowierungen sehe ich nicht als krankhaft an. Doch auch hier entwickeln sich seit einigen Jahren extreme Formen des Körperschmucks, die schwerwiegende Verletzungen erfordern und schlimme Gefahren - von leichten Infektionen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie z. B. HIV oder Hepatitis - mit sich bringen können. Beispiele hierfür sind das sogenannte „Cutting“ oder „Scarification“, bei dem mit einem Skalpell Ziernarben in die Haut geritzt werden, die nach mehrmaliger Entfernung des Schorfs lebenslang sichtbar bleiben. Diese Form des Körperschmucks ist seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kulturen verbreitet und diente dort meist als Initiations- oder Kriegssymbol.[33] „Branding“ bezeichnet ein Brandzeichen, das ursprünglich zur Kennzeichnung von Herdentieren üblich war. Es wird durch stark erhitztes Metall erzeugt und bringt ebenfalls dauerhafte Narben mit sich. Beim „Implanting“ wird mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs ein Schmuckstück unter der Haut positioniert, die Umrisse sind anschließend von außen sichtbar. Das sogenannte „Tongue Splitting“ (Zungenspaltung) wird ebenfalls durch einen chirurgischen Eingriff durchgeführt. Das Zungenende wird dabei in zwei Teile gespalten und ähnelt nach der Abheilungsphase der Zunge einer Schlange, beide Teile können dann unabhängig voneinander bewegt werden.[34]

All diese Verhaltensweisen haben ihren Ursprung in der Jugendkultur, dienen hauptsächlich zur Provokation und sollen Protest gegen die breite Masse und Abgrenzung von der übrigen Bevölkerung signalisieren.[35]

3.3 Selbstverletzendes Verhalten als Krankheit

Neben den gesellschaftlich akzeptierten Formen von Selbstverletzung, die nicht sofort als solche erkennbar sind, aber dennoch pathologische Züge aufweisen können, lassen sich die allgemein als krankhaft eingestuften selbstverletzenden Verhaltensweisen in zwei Untergruppen unterteilen, die offene und die heimliche Selbstverletzung.

3.3.1 Offene Selbstverletzung

Bei der offenen Selbstverletzung, die ich zum Hauptgegenstand dieser Arbeit machen werde, steht das wiederholte Zufügen von Schnitten und Wunden am eigenen Körper ohne eine suizidale Absicht im Vordergrund[36]. Das geschieht meist durch Gegenstände, wie Messer, Rasierklingen oder Glasscherben, aber auch mit Hilfe von Körperteilen, wie Fingernägel, Zähne und Hände[37]. Es wurden auch Verbrennungen durch Zigaretten o. ä., sowie Manipulationen von Wunden oder großflächige Kratzspuren beobachtet. Dabei können alle Körperregionen (der Kopf - Haare, Augen, Ohren, Nase, Mund - und die Gliedmaßen - Arme, Beine, Hände, Füße, Finger, Zehen) betroffen sein[38], meistens wird jedoch die Haut an Armen, Beinen, Bauch, oder Brust verletzt. Wesentlich seltener sind das Schlucken von unverdaulichen Stoffen wie z. B. Putzmittel, das Zufügen von Verätzungen oder Verbrühungen, Kopfschlagen oder Beißen.[39] Eckhardt (1994) beobachtete außerdem das Einbringen von Nadeln in die Haut, die Verschmutzung von Wunden und seltener das Herbeiführen von Knochenbrüchen.[40] Einige Betroffene verletzen sich hauptsächlich an der Brust und den Genitalien, was auf ein erheblich gestörtes Verhältnis zur Weiblichkeit hindeutet[41].

Für die Betroffenen ist es sehr wichtig, einen geeigneten Gegenstand griffbereit zu haben. Daher werden die benötigten Hilfsmittel meist immer mitgeführt oder an leicht zugänglicher Stelle aufbewahrt.

„Ich fühle mich unwohl wenn es (das Messer) nicht da ist. Wenn ich es suchen muss, bin ich angespannt.[...] Es gibt mir eine Form von Sicherheit, wenn es nur da ist.“[42]

In bestimmten Situationen, wie z. B. in einer geschlossenen Einrichtung, erweisen sich die Patientinnen oft als sehr erfindungsreich und kreativ, um entsprechende Gegenstände zu beschaffen.[43]

Das Ausmaß der Verletzungen, sowie Häufigkeit, Dauer, Regelmäßigkeit und der Situationsbezug können stark voneinander abweichen. Daher wird die offene Selbstverletzung in eine leichte und eine schwere Form unterteilt. Bei der leichten Form kommt es zu oberflächlichen Hautverletzungen, die meist keiner ärztlichen Behandlung bedürfen und auch langfristig keine deutlichen Narben hinterlassen. Die schwere Form hingegen ist durch massive Verletzungen des Gewebes mit zum Teil erheblichen Folgen gekennzeichnet. Die Wunden müssen häufig chirurgisch versorgt werden, meist bleiben schlimme Narben zurück und es besteht bei unzureichender Versorgung der Wunden eine hohe Infektionsgefahr.[44]

Beide Formen lassen sich nicht eindeutig voneinander abgrenzen, Sachsse (2002) sieht die Schwere der Selbstverletzung in Zusammenhang mit der Schwere der Störung.[45]

Extreme Formen von SVV sind die Zerstörung des Auges, die Verstümmelung der Genitalien oder anderer Körperteile und der Autokannibalismus.[46]

Der Begriff „offene Selbstverletzung“ geht daraus hervor, dass den Betroffenen ihr selbstschädigendes Verhalten bewusst ist, sie verdrängen die Handlung nicht. Die Verletzungshandlung steht - im Gegensatz zur heimlichen Selbstverletzung - im Mittelpunkt, es werden keine weiteren (unbewussten) Absichten verfolgt. Allerdings sind veränderte Bewusstseinszustände während der Selbstverletzung keine Seltenheit. Ein weiteres Merkmal der offenen Selbstverletzung ist, dass die Verletzungen nicht verheimlicht oder verborgen werden. Die Handlung selbst wird zwar nicht in Gegenwart von anderen Personen ausgeführt, die Verletzungen werden jedoch meist nicht versteckt, teilweise besteht sogar der Wunsch durch die Wunden Aufmerksamkeit zu erregen. Die offene Selbstverletzung kann „als präverbaler Hilfsappell“[47] interpretiert werden (vgl. Kapitel 5.2.2). Durch sie werden innerpsychische Konflikte verarbeitet, die anders nicht zum Ausdruck gebracht werden können.[48]

3.3.2 Heimliche Selbstverletzung

Neben der offenen Selbstverletzung gibt es noch eine seltenere und weniger bekannte Form, die heimliche Selbstverletzung. Beide Formen können bei der gleichen Patientin auftreten, psychodynamisch gesehen liegen beiden Störungsbildern die gleichen dissoziativen Prozesse zugrunde.[49]

Charakteristisch für die heimliche Selbstverletzung ist das Vortäuschen oder künstliche Verursachen von körperlichen und/oder psychischen Symptomen. Ziel ist es, die Aufnahme in ein Krankenhaus zu erreichen und ärztlich behandelt zu werden. Die Formen der heimlichen Selbstverletzung gliedern sich in:

- die artifizielle Störung
- das Münchhausen-Syndrom und
- das Münchhausen-by-proxy-Syndrom.[50]

Die Krankheitssymptome werden bewusst ausgedacht und herbeigeführt, die eigentliche Handlung kann dabei jedoch nicht kontrolliert werden. Die Betroffenen sind davon überzeugt, wirklich erkrankt zu sein, die Selbstbeschädigung wird verleugnet.[51] Oft verfügen die Patienten über ein ausgeprägtes medizinisches Fachwissen, ein Drittel von ihnen stammt aus medizinischen Berufen[52]. Aufgrund der überzeugenden Darstellung der Krankheitssymptome gelingt es den meisten Ärzten nicht, dieses Verhalten zu durchschauen. Das zieht dann häufig jahrelange Behandlung nach sich, was mit erheblichen Beschädigungen des Körpers - verursacht durch unnötige Untersuchungen und Operationen - einhergeht. In Einzelfällen kann das sogar zum Tode der Patientinnen führen.[53] Diese Verhaltensweisen haben nichts mit dem Verhalten von Simulanten zu tun.[54]

3.3.2.1 Die artifizielle Störung

Von der artifiziellen Störung sind überwiegend Frauen betroffen. Kennzeichnend ist eine ausgeprägte Selbstwertproblematik, die nicht direkt zum Ausdruck gebracht werden kann. Demzufolge versuchen die Patientinnen über fingierte Krankheiten Aufmerksamkeit zu erhalten und Bestätigung von ihren Mitmenschen „zur eigenen narzisstischen Aufwertung“[55] zu bekommen. Dabei fügen sie sich zum Teil erhebliche Verletzungen zu, indem z. B. Scherben o. ä. verschluckt werden, um innere Blutungen zu erzeugen. Die Störung kann alle Körperorgane betreffen und reicht von der Einnahme von Giftstoffen über die Injektion von verschmutzten Flüssigkeiten bis hin zum Abbinden von Armen oder Beinen. Auch psychische Krankheitssymptome werden vorgetäuscht oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten herbeigeführt. Werden die Betroffenen mit der Diagnose konfrontiert, reagieren sie zutiefst gekränkt, was oftmals zum Abbruch der Behandlung führt.[56]

[...]


[1] Songtext Papa Roach - Last Resort

[2] Sachsse 2002, S. 7

[3] Vortrag Sachsse 2006

[4] vgl. Rohmann, Elbing 2005, S. 17

[5] vgl. Psychrembel, Klinisches Wörterbuch 2007, S. 1758

[6] vgl. Hänsli 1996, S. 11

[7] vgl. Sachsse 2002, S. 36

[8] vgl. Rohmann, Hartmann 1992 in Hänsli 1996, S. 17

[9] Sachsse in Kernberg 2000, S. 345

[10] (1) und (2) treffen nicht auf das Münchhausen-by-proxy-Syndrom zu, da bei dieser Erkrankung nicht der eigene Körper, sondern der des Kindes verletzt wird.

[11] Ludwig 2005, S. 58

[12] vgl. Ackermann 2007, S. 17

[13] vgl. Menninger 1938, 1989 in Hänsli 1996, S. 22

[14] Favazza 1993 in Hänsli 1996, S. 26f

[15] Internationale Klassifikation psychischer Störungen 2006, S. 154

[16] vgl. Hänsli 1996, S. 27f

[17] Ackermann 2007, S. 28, Tabelle 1

[18] Sachsse 2002, S. 37f

[19] vgl. Siebert 2007, S. 32

[20] vgl. Sachsse 2002, S. 36

[21] vgl. Sachsse 2002, S. 37

[22] vgl. Hänsli 1996, S. 44f

[23] vgl. Hänsli 1996, S. 45f

[24] vgl. Eckhardt 1994, S. 14ff

[25] Resch 2001, http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=28492

[26] Siebert 2007, S. 11

[27] Eckhard 1994, S. 40

[28] Siebert 2007, S. 12

[29] Honer 1985 in Eckhardt 1994, S. 33

[30] vgl. Eckhardt 1994, S. 32ff

[31] http://www.paradisi.de/Fitness_und_Sport/Extremsport/

[32] vgl. Eckhardt 1994, S. 38f

[33] http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Fokus/Koerperschmuck/Scarification/ Ziernarben_Scarification_als_Koerperschmuck.php

[34] Siebert 2007, S. 9f

[35] Siebert 2007, S. 10

[36] vgl. Eckhardt 1994, S. 42

[37] vgl. Hänsli 1996, S. 22, Sachsse 2002, S. 35

[38] vgl. Hänsli 1996, S. 21, Sachsse 2002, S. 35

[39] vgl. Sachsse 2002, S. 35

[40] vgl. Eckhardt 1994, S. 43

[41] vgl. Ludwig 2005, S. 44

[42] Erfahrungsbericht von Daniela in Dark Angel 2004, S. 44

[43] Ludwig 2005, S. 45

[44] vgl. Eckhardt 1994, S. 42f

[45] vgl. Sachsse 2002, S. 35

[46] vgl. Hänsli 1996, S. 22

[47] Ludwig 2005, S. 44

[48] vgl. Ludwig 2005, S. 43

[49] vgl. Sachsse 2002, S. 36

[50] vgl. Feldmann 2006, S. 21

[51] vgl. Ludwig 2005, S. 49

[52] vgl. Eckhardt 1994, S. 46

[53] vgl. Ludwig 2005, S. 49

[54] vgl. Eckhardt 2994, S. 45

[55] Ludwig 2005, S. 50

[56] vgl. Ludwig 2005, S. 49f

Details

Seiten
77
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640142996
ISBN (Buch)
9783640143504
Dateigröße
714 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v114022
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Schlagworte
Selbstverletzendes Verhalten Psychische Konfliktbewältigung Ebene

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Selbstverletzendes Verhalten - Psychische Konfliktbewältigung auf somatischer Ebene