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Naturerleben von Kindern im Kindergartenalter

Hausarbeit 2003 33 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Geschichte des Naturerlebens
1.1 Umgang des Menschen mit der Natur im Laufe der Geschichte
1.2 Bedeutende Personen in der Geschichte der Pädagogik

2. Umweltpädagogik, Umwelterziehung, Naturschutzbildung und Naturerleben – Was ist das?
2.1 Umweltpädagogik / Umwelterziehung
2.2 Problem- und handlungsorientierte Umwelterziehung
2.3 Naturnahe Erziehung und Bildung
2.4 Ökopädagogik
2.5 Naturerleben

3. Einrichtungen zum Naturerleben, Konzepte und Ziele
3.1 Vorstellung unterschiedlicher Einrichtungen zum Naturerleben
3.1.1 Natur- und Waldkindergärten
3.1.2 Naturschutzbildungszentren
3.1.3 Tierparke
3.1.4 öffentliche Anlagen
3.2 Konzepte zum Naturerleben mit Kindergartenkindern
3.2.1 Auszug aus dem Konzept des Naturkindergartens Eilenriede e.V.
3.2.2 Auszug aus dem Konzept des Waldkindergartens Springe

4. Methoden des Naturerlebens
4.1 Naturerfahrungsspiele
4.2 Freies Spiel
4.3 Projektarbeit
4.4 Rollenspiel

5. Die Bedeutung des Naturerlebens für die Entwicklung von Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter
5.1 Psychologischer Entwicklungsstand von Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter
5.2 Auswirkungen von Naturerleben auf die psychologische Entwicklung von Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter

6. Konsequenzen und Anforderungen an die Soziale Arbeit

Literaturverzeichnis

0. Einleitung

Als Thema meiner Hausarbeit habe ich das „Naturerleben von Kindern im Kindergartenalter“ gewählt.

Mich interessiert diese Thematik im besonderen Maße, da ich beruflich einige Zeit in den Arbeitsfeldern Umweltpädagogik und Naturschutzbildung beschäftigt war. Natürlich liegt mir auch persönlich der Schutz unserer Umwelt sehr am Herzen.

So absolvierte ich meinen Zivildienst im Otter-Zentrum Hankensbüttel.

Ich war dort im Bereich der Tierpflege beschäftigt und habe dadurch täglichen und intensiven Kontakt sowohl zu den Tieren als auch zu den Besuchern gehabt. Während dieser Zeit war ich vor allem für die Pflege und fachgerechte Versorgung der Tiere zuständig. Ein weiterer großer Teil meiner Arbeit bestand aus Besucherführungen durch das Gelände. Hierbei stellte ich den Gästen die marderartigen Tiere des Parks vor.

Auch die Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen menschlichem Verhalten und der Auswirkung auf den Lebensraum der heimischen Tierarten hat in mir das Interesse für weitergehende Naturschutzbildungsarbeit geweckt.

Vor Beginn meines Studiums an der Ev. Fachhochschule in Hannover war ich außerdem ein Jahr lang im Naturkindergarten E. e.V. als Erzieher beschäftigt.

Die tägliche Arbeit mit Kindergartenkindern in der Natur hat mir große Freude bereitet und mich in dem Willen bestärkt, als einen Schwerpunkt meines Studiums die Umweltpädagogik zu wählen. Nach der praktischen Erfahrung in diesem Bereich ergab sich für mich das Interesse für eine wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema.

Ich möchte in meiner vorliegenden Hausarbeit vor allem die Frage bearbeiten und beantworten „In welcher Form wirkt sich Naturerleben auf die Entwicklung von Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter aus?“.

Einleitend gebe ich im ersten Kapitel einen geschichtlichen Überblick. Zum einen um zu klären, in welchem Maße sich die Menschen in der Vergangenheit mit der Natur und deren Schutz beschäftigt haben. Und zum anderen möchte ich so verdeutlichen, welche geschichtlichen Hintergründe die heutige sozialpädagogische Arbeit mit Kindern in und an der Natur beeinflusst haben. Hierzu stelle ich einige der bedeutenden Pädagogen der Geschichte vor. Deren pädagogischen Ansätze beeinflussen die heutige Arbeit noch immer.

Im folgenden zweiten Kapitel werde ich die gängigen Begriffe, die mit der Thematik meiner Hausarbeit zusammenhängen, klären. Nicht alle Autoren verwenden die Begrifflichkeiten im gleichen Zusammenhang. Klare und einheitliche Definitionen gibt es nicht für alle der verwendeten Vokabeln. Ich möchte einige der gängigen Definitionen vorstellen und mich auf bestimmte, für meine Arbeit stimmigen Umschreibungen festlegen.

Das dritte Kapitel stellt einige Einrichtungen zum Naturerleben mit Kindern vor. Es handelt sich hierbei um regionale und überregionale Einrichtungen. Des Weiteren kommen deren Konzepte, Arbeitsweise und Ziele im Zusammenhang mit Naturerleben zur Sprache. Durch meine eigenen Erfahrungen in einzelnen Arbeitsfeldern ist es mir möglich, an dieser Stelle einen praktischen Einblick in den Bereich Naturerleben zu geben. Photographien sollen das Gesamtbild abrunden und die wissenschaftliche Arbeit etwas auflockern.

Einzelne Methoden die zum Teil auch in den aufgeführten Einrichtungen zum Tragen kommen stelle ich anschließend im vierten Kapitel vor. Auf diesem Wege nähere ich mich immer weiter der Kernfrage meiner Arbeit. Die verschiedensten Arten des Naturerlebens werden an dieser Stelle präsentiert. Sie zeigen zum Teil schon die Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder auf. Auch hier möchte ich durch Abbildungen den Text auflockern und die Methoden noch anschaulicher machen.

Konkret auf die Bedeutung des Naturerlebens für die Entwicklung von Kindern gehe ich dann im fünften Kapitel ein. Es geht sowohl um die psychologische als auch um die soziale Entwicklung von Kindern im Kindergartenalter. Unter Einbeziehung der Konzepte, Ziele und Methoden aus den vorangegangenen Kapiteln komme ich hier zum Ende meiner Hausarbeit.

Abschließend ergeben sich in Kapitel sechs die Konsequenzen und Anforderungen an die Soziale Arbeit.

1. Geschichte des Naturerlebens

Ich gebe nun einen kurzen Einblick in die Geschichte des Naturerlebens. Er soll helfen, dem heutigen Verständnis von der Bedeutung der Natur und des Naturerlebens nahe zu kommen.

Bereits in der Antike beginnt der Mensch die Natur übermäßig für seine Zwecke zu nutzen. Das mystische Weltbild der frühen Menschheit, das von Beschwörung und Opfergaben geprägt war, verblasst und weicht langsam der Behauptung gegenüber den Naturgewalten. Schon jetzt kann nicht mehr von einem Prinzip der Nachhaltigkeit gesprochen werden. (vgl. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 10 ff)

1.1 Umgang des Menschen mit der Natur im Laufe der Geschichte

Durch Platon wurde uns ein fast 2500 Jahre alter Dialog zu diesem Thema überliefert. Es handelt sich hierbei um ein Gespräch zwischen dem jungen Phaidros und Sokrates. Entgegen den von Platon sonst überlieferten Texten findet dieses Gespräch vor den Toren der Stadt Athen statt. Phaidros wurde durch seinen Arzt angeraten, Spaziergänge in der freien Natur zu unternehmen, um die Gesundheit zu fördern. Die beiden Gesprächspartner wollen sich zudem über die Liebe und die Schönheit austauschen. Um die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen führt Phaidros Sokrates an einen lieblichen Ort. Sie begeben sich auf einen Hain in die Natur hinaus.

„Sokrates: Bei der Here! dies ist ein schöner Aufenthalt. Denn die Platane selbst ist prächtig belaubt und hoch und des Gesträuches Höhe und Umschattung gar schön, und so steht es in voller Blüte, dass es den Ort mit Wohlgeruchs ganz erfüllt. Und unter der Platane fließt die lieblichste Quelle des kühlsten Wassers, wenn man seinen Füßen trauen darf. Auch scheint hier nach den Statuen und Figuren ein Heiligtum einiger Nymphen und des Acheloos zu sein. Und wenn du das suchst, auch die Luft weht hier willkommen und süß und säuselt sommerlich und lieblich in den Chor der Zikaden. Unter allem am herrlichsten aber ist das Gras am sanften Abhang in solcher Fülle, dass man hingestreckt das Haupt gemächlich kann ruhen lassen. Kurz, du hast vortrefflich den Führer gemacht, lieber Phaidros.(...)“ (PLATON: Phaidros 230b-d zit. n. DE HAAN 1991)

Ich habe dieses Zitat ausgewählt weil Sokrates hier sehr treffend und zugleich poetisch die Eindrücke seiner Naturwahrnehmung schildert. Die besonders sinnliche Beschreibung der Natur wird ihm allerdings erst durch die eigene Distanz zur selbigen ermöglicht.

(vgl. DE HAAN 1991, 84 ff)

Die Entmythisierung der Natur wird endgültig eingeleitet, als Erzbischof Bonifatius (672-754) die Donar-Eiche fällen lässt und damit ein deutliches Zeichen für die Freiheit des Menschen im Umgang mit der Natur setzt. Die Unterwerfung der Natur durch den Menschen nimmt ihren Anfang. Als Argument für den ausbeuterischen Umgang des Menschen mit der Natur kann die viel zitierte Aussage im Alten Testament herangeführt werden:

„Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (1. Mose, 1, 28 ff.)

Die christliche Tradition räumt dem Menschen eine Sonderstellung ein und berechtigt ihn, die natürliche Umwelt für sich zu nutzen. Aus der Mönchstradition des Mittelalters entwickelt sich das bekannte Leitbild „Ora et labora“ (bete und arbeite). In diesem Verständnis bedeutet Arbeit nicht nur die Kultivierung der Natur, sondern auch die Fortführung der göttlichen Schöpfung. Die Freiheit der Christen im Umgang mit der Natur bleibt eingebunden in die Verantwortung ihr gegenüber als Gottesschöpfung. Der Rohstoffverbrauch ist trotzdem enorm und wird weiter ansteigen. Als durchaus vertretbar wird es angesehen, sich die harte Arbeit durch den Einsatz der „mechanischen Künste“ zu erleichtern. Diese Künste nennen wir heute Technik und durch deren Entwicklung bildet sich das Verständnis von Wissenschaft heraus.

Die Neuzeit ist also weniger von einer christlichen denn von einer wissenschaftlichen Tradition geprägt. Der Mensch sieht sich endgültig als Herrscher über die Natur und gestaltet sie seinen Vorstellungen entsprechend zum Teil komplett um. (vgl. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 10 ff)

Anhand dieses kurzen Überblicks möchte ich die Entwicklung des Naturverständnisses der Menschen darstellen. Wo in der Vergangenheit Ehrfurcht und Respekt im Umgang mit der Natur vorherrschten, steht heute der rein wirtschaftliche Aspekt an erster Stelle. Auch aufgrund dieser Entwicklung bildete sich eine Gegenbewegung. Durch diese wurden Themen wie ich sie in den folgenden Kapiteln beschreibe, für viele Menschen interessant.

1.2 Bedeutende Personen in der Geschichte der Pädagogik

Im Folgenden werden kurz einige bedeutende Vertreter der Sozialpädagogik vorgestellt. Ihr Verständnis von Erziehung und dem Einfluss der Natur auf diese hat den Entwicklungsprozess der Umweltpädagogik bis heute entscheidend mit beeinflusst.

- Johann Amos Comenius (1592-1670)

Comenius wird oft als der bedeutendste Pädagoge des siebzehnten Jahrhunderts beschrieben. Er selbst betont in seinen „Sämtlichen didaktischen Werken“ aus dem Jahre 1657 alles was er für junge Menschen verfasst hat, habe er nicht als Pädagoge sondern als Theologe geschrieben. (vgl. MÄRZ 2000, 284 f)

Für Comenius soll die Natur nicht nur Inhalt einer Lehre sein, sondern auch als Vorbild für die Erziehung dienen. Der „Weg“ der Erziehung ist bei ihm an den „Gang der äußeren Natur“ angelehnt und beiden ist ein bestimmtes „Werdensziel“ vorgegeben. (vgl. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 79 ff)

- Jean-Jaques Rousseau (1712-1778)

Rousseau wird auch als „Entdecker des Kindes“ bezeichnet. Wohl niemand vor ihm vermochte es sich so tief in die Seele von Kindern einzufühlen und die Kindheit so treffend und in schönen Worten zu beschreiben. Im Widerspruch dazu steht die Einweisung seiner fünf eigenen Kinder in ein Findelhaus.

Rousseau schrieb mit „Émile“ den ersten pädagogischen Bestseller. Die Natur gilt für ihn neben den Dingen und den Menschen als eine der drei Kräfte der Erziehung. Die Erziehung durch den Menschen geschieht umso erfolgreicher, je mehr sie sich den ersten beiden Kräften unterzuordnen und anzupassen versteht. Die Natur als solches steht für ihn also klar im Mittelpunkt einer gelungenen Erziehung. (vgl. MÄRZ 2000, 326 ff)

- Johann Heinrich Pestalozzi (1747-1827)

Pestalozzi gilt als einer der berühmtesten Schweizer überhaupt und wird von manchen gar als „größter Erzieher der Neuzeit“ bezeichnet. Von ihm stammt die viel zitierte Elementarmethode der ausgewogenen Förderung von Kopf, Herz und Hand. Ziel dieser Methode ist ein ganzheitlich gebildeter Mensch. Ihm sollen sowohl ein ausreichendes Wissen, ein geläutertes Wollen als auch ein zur Lebensmeisterung erforderliches Können vermittelt werden. (vgl. MÄRZ 2000, 431 ff)

- Friedrich Fröbel (1782-1852)

Fröbel ist Begründer der Kinder gärten. Er hat konkrete Anweisungen für das Anlegen und Bearbeiten seiner „Gärten für Kinder“ gegeben. Für ihn entwickeln sich Mensch und Natur nach dem gleich „sphärischen Gesetz“ und somit kann der Mensch durch das Arbeiten in der Natur sein eigenes Wesen wie in einem Spiegel erkennen. (vgl. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 80 f)

Von Fröbel stammt auch der berühmte Vergleich des Erziehers mit einem Gärtner. Die Familie selbst soll zum Kindergarten werden und „wie in einem Garten unter Gottes Schutz und unter der Sorgfalt erfahrener einsichtiger Gärtner im Einklange mit der Natur die Gewächse gepflegt werden, so sollen hier die edelsten Gewächse, Menschen, Kinder als Keime und Glieder der Menschheit in Übereinstimmung mit sich, mit Gott und Natur erzogen und zu einer solchen Erziehung soll der Weg allgemein gezeigt und gebahnt werden.“ (vgl. MÄRZ 2000, 474 f)

Jeder der hier genannten Vertreter der Pädagogik hat bis heute Einfluss auf die Sozialpädagogische Arbeit. Sie begründeten mit ihren Erkenntnissen die heutige Sicht der Kindesentwicklung mit. So wären auch z.B. Wald- und Naturkindergarten in dieser Form heute nicht denkbar, hätte Friedrich Fröbel nicht die „Gärten für Kinder“ erdacht. Auch Pestalozzis Ziel der ganzheitlichen Erziehung, mit Kopf, Herz und Hand, findet sich noch heute in vielen pädagogischen Konzepten wieder (vgl. Kapitel 3.2).

2. Umweltpädagogik, Umwelterziehung, Naturschutzbildung und Naturerleben – Was ist das?

Als erstes sollen einige Begriffe, welche einem bei der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Naturerleben begegnen, näher betrachtet und unterschieden werden. Für den Begriff „Umweltbildung“ gibt es zur Zeit keine klare Definition. Er gilt als eine Art Vereinigung verschiedener anderer Begrifflichkeiten. Einige werde ich im folgenden Kapitel näher erläutern.

Im Lexikon werden Umweltpädagogik und Umwelterziehung gleichgesetzt und wie folgt beschrieben:

2.1 Umweltpädagogik / Umwelterziehung

„Umweltpädagogik (Umwelterziehung) - in der Schulpädagogik laut Beschluss der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland seit 1980 grundlegendes Unterrichtsprinzip für alle Fächer - zielt darauf, Verständnis und Einsicht in ökologische Strukturen zu wecken und zu fördern, und so zu verantwortlichem Handeln gegenüber der natürlichen Umwelt zu erziehen. Neben der Umweltpädagogik gibt es als radikalere, kritisch-emanzipatorische Variante die sogenannte Ökopädagogik.“

(STIMMER 2000, 767)

Neben der Kultusministerkonferenz zur Umwelterziehung 1980 gab es 3 Jahre zuvor eine weitere bedeutende Konferenz in der der Begriff Umwelterziehung maßgeblich definiert wurde. In der Empfehlung Nr. 1 der Weltkonferenz zur Umwelterziehung in Tiflis/UdSSR 1977 heißt es:

„Eines der grundlegenden Ziele der Umwelterziehung ist es, den einzelnen und den Gemeinschaften die Komplexität ihrer natürlichen und gebauten Umwelt zum Verständnis zu bringen, die auf dem Zusammenwirken der biologischen, physikalischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Faktoren beruht. Sie soll ihnen die Möglichkeit erschließen, Kenntnisse, Werthaltungen, Einstellungen und praktische Fähigkeiten zu erwerben, um verantwortungsbewusst und effektiv am rechtzeitigen Erkennen und Lösen von Umweltproblemen und der Gestaltung der Umweltqualität mitwirken zu können.“ (Empfehlung Nr. 1 der Weltkonferenz zur Umwelterziehung in Tiflis/UdSSR 1977 zit. n. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 81)

Die Möglichkeit zur Umsetzung dieser beiden Empfehlungen und die Chancen der Lösung von Umweltproblemen durch die Umwelterziehung wurden daraufhin heftig diskutiert. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass jegliche Erziehung gesellschaftliche Veränderungen nur sehr begrenzt leisten kann. Die bestehenden Probleme beruhen in wesentlich höherem Maße auf wirtschaftlichen und politischen Interessen. Sie können also nicht durch die Umwelterziehung allein gelöst werden. Allerdings gibt die Umwelterziehung Möglichkeiten zur Thematisierung der Probleme und sucht nach Alternativen. Kritik dieser Art hat in den achtziger Jahren die didaktische Diskussion um die Umwelterziehung und somit auch um deren Definition maßgeblich geprägt. (vgl. BOLSCHO u. SEYBOLD 2000, 82 ff)

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Details

Seiten
33
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640884810
ISBN (Buch)
9783640884995
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v113412
Institution / Hochschule
Hochschule Hannover
Note
2,0
Schlagworte
Naturerleben Kindern Kindergartenalter Umweltpädagogik Arbeit

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Titel: Naturerleben von Kindern im Kindergartenalter