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Grundlagen und Methoden der psychoanalytischen Sozialarbeit

Hausarbeit 2006 13 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Arbeit
1.1 Definition von Sozialer Arbeit
1.2 Theorie der Sozialen Arbeit
1.3 Methoden der Sozialen Arbeit
1.4 Professionelle Soziale Arbeit in der Praxis

2. Was ist Psychoanalyse?

3. Psychoanalytische Sozialarbeit
3.1.Ernst Federn –Psychoanalytischer Sozialarbeiter
3.1.2 Ernst Federn über die Verbindung von Psychoanalyse und Sozialarbeit
3.2 Wo wird psychoanalytische Sozialarbeit eingesetzt?
3.2.1 Nebenbemerkung: Was ist Psychotherapie?
3.3 Psychoanalytischer Sozialarbeiter
3.3.1 Definition Supervision

4. Drei Dimensionen der psychoanalytischen Theorie für Soziale Arbeit

5. Ein Praxisbeispiel der Psychoanalytische Sozialarbeit an Hand von Kinder und Jugendlichen mit psychotischen Störungen in Rottenburg
5.2 Die Mitarbeiter/ Bezugspersonen
5.3 Die Beziehung
5.4 Die Schule in der Einrichtung in Rottenburg

6. Zitat

7. Literaturverzeichnis

Psychoanalytische Sozialarbeit

1. Soziale Arbeit

1.1 Definition von Sozialer Arbeit:

„Soziale Arbeit als Beruf fördert den sozialen Wandel und die Lösung von Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen, und sie befähigt die Menschen, in freier Entscheidung ihr Leben besser zu gestalten. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse über menschliches Verhalten und soziale Systeme greift soziale Arbeit dort ein, wo Menschen mit ihrer Umwelt in Interaktion treten. Grundlagen der Sozialen Arbeit sind die Prinzipien der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit“ (vgl. www.sozialarbeit.at)

1.2 Theorie der Sozialen Arbeit:

Wissen aus dem Gebiet der Forschung und Praxis ist ein systemisches Wissen und bildet die Grundlage einer professionellen Sozialen Arbeit. Das Erkennen und Deuten der Beziehungen der Menschen miteinander und mit deren Umwelt ist ein wesentlicher Teil. Die Wissenschaften über die menschliche Entwicklung und die Soziologie sind die Basis für professionelle Soziale Arbeit um Situationen verstehen zu können und um weiters Veränderungen zum Beispiel kultureller, individueller Art zu erleichtern.

1.3 Methoden der Sozialen Arbeit:

„Methoden der Sozialen Arbeit thematisieren jene Aspekte im Rahmen sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Konzepte, die auf eine planvolle, nachvollziehbare und damit kontrollierbare Gestaltung von Hilfsprozessen abzielen und die dahingehend zu reflektieren und zu überprüfen sind, inwieweit sie dem Gegenstand, den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Interventionszielen, , den Erfordernissen des Arbeitsfeldes, der Institutionen sowie den beteiligten Personen gerecht werden“ (vgl. Galuske,M. (1999) Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Juventa Verlag: München. S.25)

Zu Beachten ist im Hinblick auf eine adäquate Methodenreflexion, dass aus dieser Definition sechs Perspektiven hervorgehen.

1) ihre Personenorientierung

Wird die Methode der jeweiligen betroffenen Person gerecht?

2) ihre Sachorientierung

Wie wird die Methode den Problemen gerecht?

Welche Probleme sollen überhaupt mit diesen Methoden erreicht/bearbeitet werden?

3) ihre Zielorientierung

Welche Ziele sollen mit der Methode erreicht werden?

4) ihre Arbeitsfeld – und Institutionsorientierung

Ist die Methode sinnvoll innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen anzuwenden?

5) ihre Planungsorientierung

Erlaubt die Methode die gezieltere Planbarkeit von Hilfsprozessen?

6) ihre Überprüfbarkeit

Lassen sich am Ende Aussagen darüber treffen, ob und wie die Methode gewirkt hat?

1.4 Professionelle Soziale Arbeit in der Praxis:

Die Praxis kann auf eine große Anzahl an verschiedenen Techniken und Methoden wie auch auf verschiedenen Möglichkeiten zu Handeln (von Menschen bis hin zu Umwelt) zurückgreifen.

Die Soziale Arbeit zeigt Grenzen, Ungleichheit und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und versucht auf Gefahren und Probleme verschiedenster Natur eine Antwort zu geben.

Professionelle Soziale Arbeit versucht vorzubeugen, zu intervenieren. Die Spannweite reicht von personenbezogenen psychosozialen Prozessen bis zur Anteilnahme an der sozialen Gesetzgebung, Planung und Entwicklung.

Je nach Region, kulturellen, religiösen, historischen oder sozialwirtschaftlichen Bedingungen verlagert sich der Schwerpunkt der professionellen Sozialen Arbeit.

2. Was ist Psychoanalyse?

Die Psychoanalyse ist eine umfassende Sicht des Menschen und seiner Gesellschaft. Diese Sicht ist durch historische Ereignisse geprägt.

Die Psychoanalyse wird als ein Prozess des Lernens angesehen, der Mensch nimmt nach einer Phase der Unterbrechung seinen Wachstumsprozess wieder auf. Die Unterbrechung findet auf Grund des Aufkommens einer Neurose statt. Die Wiederaufnahme des Wachstumsprozesses bedeutet, dass der Patient nun wieder bereit ist sich mit einem emotionalen Prozess aus der Vergangenheit gegenwärtig (unter „besseren“ Umständen) auseinander zusetzen.

3. Psychoanalytische Sozialarbeit

3.1 Ernst Federn –Psychoanalytischer Sozialarbeiter:

Ernst Federn wurde am 26. August 1914 geboren. Er ist der Sohn von Paul und Wilma Federn, einer jüdischen Familie.

Sein Vater war Psychiater und Psychoanalytiker und ein enger Mitarbeiter von Sigmund Freud.

Paul Federn kam 1903 zum Kreis Freuds und wurde 20 Jahre später als dessen Stellvertreter, geschäftsführender Obmann der Psychoanalytischen Vereinigung bis diese 1938 aufgelöst wurde. Ernst Federn wurde somit schon sehr früh mit dem Thema Psychoanalyse indirekt konfrontiert.

Er machte nach seiner Zeit in Konzentrationslagern im Jahr 1951 an der Columbia Universität in New York das Magister Diplom.

In der Zeit in denen er in Konzentrationslagern gefangen war, wurde ihm sein bis dahin vermitteltes psychoanalytisches Wissen von Nutzen, er durchschaute und analysierte den Mechanismus und die Psychopathologie des Systems der Nationalsozialisten. Ernst Federn half vielen Mitgefangenen in den Lagern durch Aufklärung und Zuspruch.

Details

Seiten
13
Jahr
2006
Dateigröße
354 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v112274
Institution / Hochschule
University of Sheffield
Schlagworte
Grundlagen Methoden Sozialarbeit

Autor

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Titel: Grundlagen und Methoden der psychoanalytischen Sozialarbeit