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Konfliktmanagement im Unternehmen

Ursachen - Wirkungen - Lösungsmöglichkeiten

Seminararbeit 2001 21 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Vorstellung der Arbeit
1.2. Definitionen
1.2.1. Konflikt
1.2.2. Konfliktmanagement
1.2.3. Mediation

2. Der Konfliktverlauf

3. Konfliktanalyse
3.1. Konfliktwahrnehmung
3.2. Konfliktarten und Konstellationen
3.2.1. Konflikte nach unterschiedlichen Streitgegenständen
3.2.2. Konflikte nach ihren Erscheinungsformen
3.2.3. Ordnung nach Merkmalen der Konfliktparteien
3.3. Empirische Ursachenforschung

4. Möglichkeiten der Konfliktbewältigung
4.1. Konfliktprophylaxe
4.2. Konfliktverhalten und Konfliktstile
4.3. Phasen der Konfliktbehandlung

5. Bewertung von Konflikten und deren Behandlungsmöglichkeiten
5.1. Die Notwendigkeit von Konflikten
5.2. Die Notwendigkeit der Konfliktbehandlung
5.3. Bewertung der Behandlungsmethoden

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Konfliktkreislauf

Abb. 2: Organisationale Konfliktmatrix

Abb. 3: Konfliktstile

1. Einleitung

1.1. Vorstellung der Arbeit

„Wenn zwei Menschen immer wieder die gleichen Ansichten haben, ist einer von ihnen überflüssig!“ (Winston Churchill)

Wo immer Menschen zusammenarbeiten und sich begegnen entstehen Konflikte.

Sie entstehen, da jeder Mensch seine eigenen Ziele, Bedürfnisse, Erwartungen und Wertvorstellungen hat, die er realisieren bzw. befriedigen möchte. Konflikte gehören somit zum täglichen Leben, ob im privaten oder beruflichen Bereich.

Ihr Verlauf hängt stark davon ab, wie wir mit ihnen umgehen und lernen, sie zu bewältigen.

Gerade in betrieblichen Organisationen führt es durch die beiden, scheinbar schwer zu vereinbarenden Zielsetzungen: hohen Gewinn zu erwirtschaften und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, zu einer Vielzahl von Konflikten.[1]

Hier können durch die Folgeerscheinungen ungelöster Konflikte nicht nur das Betriebsklima und die Arbeitszufriedenheit dauerhaft beeinträchtigt, sondern sogar wichtige Unternehmensziele in Frage gestellt werden.[2] Daher ist es für alle Führungskräfte und Mitarbeiter wichtig, über ein Verständnis und eine Methodik von Konfliktbewältigung zu verfügen.

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein Verständnis für Konflikte und den Umgang mit Konflikten, insbesondere im Unternehmen, zu verschaffen.

Hierzu werden zunächst Definitionen und Grundlagen vorgestellt.

Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Zustands- und Prozessanalyse. Die Zustandsanalyse dient der Beschreibung, Klassifikation und Systematisierung von Auseinandersetzungen, die Prozessanalyse soll den Verlauf und die Wirkungs-mechanismen verdeutlichen. Im daran anschließenden Bewertungsteil wird auf die Notwendigkeit von Konflikten und deren Behandlung eingegangen und die eigene Einschätzung zur Konfliktbehandlung vorgestellt.

1.2. Definitionen

1.2.1. Definition Konflikt

Bei der Recherche nach Konfliktdefinitionen in der Fachliteratur stößt man auf sehr unterschiedliche Umschreibungen. Die Definitionen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Vielfalt der Aspekte, als auch durch ihre Weite und Problemfokussierung. Während die Psychologie den Konflikt als „Auseinandersetzung mit widersprüchlichen oder unvereinbaren Verhaltenstendenzen und Vorstellungen“[3] definiert, erklärt der Duden den Konflikt als „Zusammenstoß“ oder „Zwiespalt“.[4]

Grundsätzlich kann zwischen psychologischen und sozialen Konflikten unterschieden werden, wobei beim ersteren der intraindividuelle Aspekt und bei letzterem der interpersonelle Aspekt betrachtet wird. Sie können auch in Kombination auftreten.

In seinem Standardwerk zur Diagnose und Behandlung von Konflikten bietet der Organisations-Psychologe Friedrich Glasl eine kommentierte Auswahl wissenschaftlicher Definitionen von sozialen Konflikten an. In seiner eigenen Definition vom sozialen Konflikt, die er als Synthese von Thomas, Prein und Rüttinger ansieht, stellt er fest, dass ein Konflikt auf Unvereinbarkeiten, sei es im Denken, Vorstellen, Wahrnehmen, Fühlen oder Wollen, beruht, die wenigstens von einer Seite so empfunden werden müssen. Zu dieser Unvereinbarkeit muss aber noch ein entsprechendes Interaktionshandeln der einen Seite hinzutreten, das von der anderen Seite als eine Beeinträchtigung der eigenen Ziele, Interessen, Gefühle oder Vorstellungen empfunden wird.[5]

Glasl sieht in diesem Begriff ein ähnliches Phänomen wie mit dem Begriff „Macht“: er wird auf alle möglichen Situationen ausgeweitet und emotionell überladen, was eine Mythologisierung und Phantombildung bewirkt.[6]

1.2.2. Definition Konfliktmanagement

Nach dem Versuch den Begriff Konflikt näher zu definieren, gilt es das Managen (Duden: „leiten, unternehmen, ins Werk setzen“[7]) von Konflikten zu beschreiben.

Konfliktmanagement bedeutet, die Probleme und Reibereien, die im zwischen-menschlichen Bereich immer entstehen, zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu beseitigen.[8]

Damit Konflikte nicht zum Ärgernis werden, müssen sie rechtzeitig erkannt, richtig analysiert und konstruktiv bearbeitet werden. Diese systematische Vorgehensweise wird unter dem Begriff Konfliktmanagement zusammengefaßt. Konfliktmanagement kann auch als Oberbegriff für verschiedene Möglichkeiten Konflikte zu lösen betrachtet werden.

1.2.3. Definition Mediation

Der Begriff Mediation kommt aus der englischen Sprache und bedeutet direkt übersetzt „Vermittlung“.

Die Mediation ist eine moderne, nicht-öffentliche und kooperative Konflikt-lösungsmethode, bei der eine neutrale dritte Person, die als Mediator bezeichnet wird, die Parteien bei der Beilegung eines Streits unterstützt.

Der wesentliche Unterschied zum gerichtlichen Verfahren besteht darin, dass die Parteien aktiv und eigenverantwortlich an einer Lösung ihres Konflikts mitwirken, um einen Konsens zu entwickeln. Über die Fortführung und den Ausgang des Mediationsverfahrens entscheiden allein die Parteien.[9]

Wirtschaftsmediation ist Mediation bei Streitigkeiten im Wirtschaftsverkehr. Diese können aus Konflikten zwischen Unternehmen, Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Privatpersonen als Kunden, aber auch Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Gesellschafterkonflikte bestehen.

Konkrete Anwendungsbereiche sind: Errichtung von Großanlagen, Vertriebsverträge, Wettbewerbsstreitigkeiten, Entwicklungsgemeinschaften usw..

2. Der Konfliktverlauf

Konflikte können sehr unterschiedliche Verläufe nehmen: sie können lange oder kurz andauern, sie können sachlich oder aggressiv ausgetragen werden, sie können offen ausgesprochen oder indirekt angegangen werden. Trotz dieser Vielfalt lassen sich Vorgänge beschreiben, die man in allen Konflikten wiederfinden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Konfliktkreislauf

Quelle: Beck, Reinhilde: Konfliktmanagement, S.114. Vom Verfasser erweitert.

Neben diesem Konfliktkreislauf hat Glasl ein Modell erarbeitet, in dem er die Entwicklung eines Konflikts anhand sogenannter neun Eskalationsstufen beschreibt.[10] Hierbei sind Rückfälle oder Überspringen in andere Phasen möglich.

3. Konfliktanalyse

Bevor man Konzepte entwickeln kann, um Konflikte zu verhindern oder gar zu beseitigen, ist eine gründliche Analyse erforderlich, um eine richtige Einordnung und Klassifizierung von Konflikten und ihren Ursachen vornehmen zu können. Hierbei ist es wichtig, den Konflikt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

[...]


[1] Vgl. Gamber, Paul: Konflikte und Aggressionen im Betrieb, S.7

[2] Vgl. Gamber, Paul: Konflikte und Aggressionen im Betrieb, S.7

[3] Tewes, Uwe: Psychologie-Lexikon, S.209

[4] VEB Bibliographisches Institut Leipzig: Der Große Duden, S.260

[5] Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, S.14f

[6] Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, S.12

[7] VEB Bibliographisches Institut: Der Große Duden, S.298

[8] Vgl. Brommer, Ulrike: Konfliktmanagement statt Unternehmenskrise, S.9

[9] Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement e.V.(Hrsg.):

Konflikt als Chance, S.27

[10] Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, S.218

Details

Seiten
21
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638106993
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1116
Institution / Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz) – .
Note
1,5
Schlagworte
Konflikt Konflikte Konfliktmanagement Konfliktlösung Konfliktbewältigung Mediation

Autor

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