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Astronomie und Kosmologie im Mittelalter

Hausarbeit 2001 29 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung..
2) Die Erde im Mittelalter - Scheibe oder Kugel ?..
3) Die antiken Grundlagen des mittelalterlichen Weltbildes
4) Der Einfluss von Judentum, Christentum und islamischem Kulturkreis...
5) Zur Entwicklung des astronomischen und kosmologischen Erkenntnis- standes im Mittelalter...
6) Einige Bemerkungen zu den Kometen ..
7) Anmerkungen und Zitatverweise
8) Verwendete Informationsquellen

1) Einleitung

"Das Mittelalter verschmolz das Weltbild der griechischen Astronomie mit der aristotelischen Philosophie und der scholastischen Theologie zu einer Einheit, die in Dantes Werk ihren hohen dichterischen Ausdruck fand. Erde und Himmel werden zum Symbol für Diesseits und Jenseits, der Himmel der Sterne zum Gleichnis für den Himmel der seligen Geister, der Kosmos zum Symbol für den Heilsweg des Menschen".

Becker 1) beschreibt hier in wenigen Sätzen, was im europäischen Mittelalter unter Astronomie und Kosmologie verstanden wurde. Er fasst einerseits zusam-men, analysiert andererseits aber, aus welchen wesentlichen Einzelteilen dieses Weltbild aufgebaut war: den Ideen und Erkenntnissen der griechischen Antike, den Vorstellungen der Bibel, d.h. dem jüdisch-christlichen Erbe und dem Ver-such, diese Komponenten zu einem philosophischen Ganzen zu vereinen. Dies mit einem gewissen Anspruch der Glättung von Widersprüchen zwischen den einzelnen Teilen sowie dem Versuch, zumindest im späteren Mittelalter, auch beobachtbare Tatsachen zu ihrem Recht kommen zu lassen. Die Klammer für diese Synthese bildete der Glaube, dass die Welt von Gott zur Darstellung seiner Herrlichkeit und zum Wohle der Menschen geschaffen wurde.

Diese Sichtweise auf das mittelalterliche Weltbild bedingt den Aufbau der vorliegenden Arbeit. So ist Astronomie und Kosmologie im Mittelalter ohne ein Eingehen auf die altgriechischen Vorstellungen sowie auf die Systeme von Aristoteles und Ptolemaios nicht vorstellbar und verständlich. Diese Ideen werden im dritten Abschnitt behandelt. Das Gleiche gilt für wesentliche Grundlagen der biblischen Weltvorstellung, die im vierten Kapitel vorgestellt werden. Nicht weniger wichtig, wenngleich aus anderen Gründen, ist für das vorliegende Thema der Einfluss des islamischen Kulturkreises, der sich zu Beginn des Hochmittelalters entfaltete.

Das fünfte Kapitel bildet das Zentrum unserer Betrachtungen. Hier wird der bereits erwähnte Versuch diskutiert, diese Vorbilder zu einem den eigenen Vor-stellungen entsprechendem Ganzen zu vereinen, um so (vielleicht) eine bessere Vorstellung von der Welt zu erhalten. Dieser Versuch hatte aus heutiger Sicht viel Stillstand, aber auch, zumindest tendenziell, einige Fortschritte aufzuweisen.

Diese chronologische Abfolge wird eingerahmt durch die Betrachtung von zwei Spezialthemen zur mittelalterlichen Astronomie: Im zweiten Abschnitt wird auf die Frage eingegangen, ob sich der mittelalterliche Mensch die Erde als Scheibe oder als Kugel vorstellte. Hierbei ist zu klären, ob dies wirklich ein mittelalterliches Problem war. Im sechsten Kapitel folgen noch einige Anmerkungen zum Bild der Kometen während dieses Zeitabschnittes und es wird die Frage gestellt, ob die damaligen Vorstellungen zu diesem Thema wirklich so falsch waren.

Der Begriff Mittelalter wird relativ weit gefasst, d.h., von ungefähr 600 bis 1500 nach Christus. Innere Zusammenhänge der dargestellten Problematiken sowie der Vorstellungshorizont der damaligen Menschen, soweit er uns heute bekannt ist, bedingen nach Ansicht des Verfassers diese Festlegung. Zeitangaben, die vor der Geburt Christi liegen, werden durch ein nachgestelltes 'n.Chr.' gekennzeichnet. Andere Angaben beziehen sich auf den Bereich nach der Zeitenwende.

2) Die Erde im Mittelalter - Scheibe oder Kugel ?

Welche Vorstellung machte sich, wenn er überhaupt solche Probleme wälzte, der mittelalterliche Mensch von der Form der Erde? Der EHAPA-Verlag versuchte in Heft 2 der Comic-Serie "Eine Lustige Historie - Goofy als Christoph Kolumbus" eine humorvolle Antwort zu geben. 2) Ein Generationenkonflikt besonderer Art soll hier den Leser zum Schmunzeln bewegen: Der jugendliche Christoph (Goofy) Kolumbus gerät mit seinem Vater in Streit über die Frage, welche Form die Erde wirklich besitzt. Während der Sohn den Planeten nach dem Muster eines Luftballons als rund ansieht, vertritt der Vater kompromisslos die Meinung, die Erde sei eine Scheibe. Dabei geht er gar nicht einmal ungeschickt vor: Nachdem die autoritäre Methode und die Hilfe der Statistik ('Frag doch irgendwen auf der Straße') fehlgeschlagen waren, verlegt er sich auf Argumente. So fragt er, wie denn auf einer runden Erde jemand 'im letzten Eck' leben oder in den 'hintersten Winkel der Erde' reisen könnte. Darauf kann der Sohn keine Antwort geben und wird erst einmal nachdenklich.

Er ändert seine Meinung letztlich aber nicht und versucht als erwachsener Mann, seine Theorie durch eine Erdumseglung zu beweisen. Dass er zum Schluss dann doch vom Rand der (flachen) Erde herunterfällt 3) zeugt vom speziellen Dramaturgieverständnis derartiger Bildergeschichten.

War das nun wirklich die Vorstellung des Mittelalters oder ist es nicht vielmehr ein Vorurteil in unseren Köpfen? Der alltägliche Augenschein spricht ja für eine flache Erde und viele einfache Menschen, die sowieso ihre Scholle nicht verlassen durften, werden dies damals auch als Wahrheit angesehen haben.

Dem Gebildeten und jedem anderen, der es wissen wollte, war aber klar, dass die Erde keine Scheibe sein konnte. 4) So war schon den Seeleuten im Altertum geläufig, dass bei einem am Horizont auftauchenden Segelschiff immer zuerst die Mastspitzen zu sehen sind, dann die Masten selbst und erst zum Schluss der Körper des Schiffes. Diese Abfolge ist bei einem exakt flachen Horizont nicht möglich. Bei diesem würde von Anfang an das gesamte Objekt sichtbar sein.

Ein zweiter Hinweis ist von Aristoteles überliefert. 5) So schloss er aus dem kreisförmigen Schatten, der den Mond bei einer Verfinsterung bedeckt, dass die Erde eine Kugel sein muss. Nur eine Kugel wirft in jeder Lage einen Kreisschatten und dass die Erde eine Mondfinsternis hervorruft, war ihm ebenfalls bekannt. So konnte Erathostenes, gestützt auf diese Kugelhypothese, im 3. Jahrhundert v. Chr. versuchen, den Erdumfang zu berechnen. 6) Dies gelang ihm mit erstaunlicher Genauigkeit.

Auch Macrobius beschreibt im 5. Jahrhundert n. Chr. in seinem 'Kommentar zum Traum des Scipio' die Erde als rund. 7) Desgleichen vergleicht im frühen Mittelalter der Angelsachse Beda Venerabilis (673 - 735) in seinem Werk 'De temporum ratione' die Erde mit einem Ball. 8)

Römische Kaiser wurden in der Antike häufig mit einem Globus in der Hand dargestellt und Procopius legte in seiner Beschreibung der byzantinischen Reiterstatue des Justinian besonderen Wert auf den dargestellten Reichsapfel: Die Kugel repräsentierte dabei die Welt und das Kreuz darauf die Herrschaft Gottes. Diese Denkweise war auch im gesamten Mittelalter lebendig, wobei der Reichsapfel als wesentliches Herrschaftssymbol galt. Sogar sprachlich lässt sich diese Linie verfolgen: so führte das lateinische 'mundus' (die Welt) sowohl zum französischen 'monde' als auch zum altenglischen 'mound', wobei das Letztere eben Reichsapfel bedeutete. 9)

Ist nun diese 'Welt' aber mit der Erde gleichzusetzen? Es kann zumindest angenommen werden, da kein weltlicher Herrscher so vermessen gewesen sein dürfte, die ganze Welt (auch die nicht sichtbare) mit dieser Ikone zu symbolisie-ren. Auch gibt es einen direkten Hinweis: eine norwegische Holzschnitzerei aus dem 13. Jahrhundert zeigt einen Reichsapfel mit den drei damals bekannten Kontinenten, was zweifelsfrei auf die Erde hinweist. 10)

Generell kann gesagt werden, dass unsere Annahme von der Scheibenvorstel-lung der Erde im Mittelalter als Legende anzusehen ist. Die Literatur führt hierzu mehrere Gründe an, wie die Überbewertung von der Verurteilung der 'heidnischen' Kugelgestalt der Erde durch einige wenige Kirchenväter. Besonders werden in diesem Zusammenhang Lactantius um 320 und Kosmas Indikopleustes im 6. Jh. erwähnt. 11) Ein weiterer Grund könnten die missverständlichen Erdkarten des Mittelalters sein. Sie zeigen nur die drei bekannten Kontinente, die von einem Meer ohne weitere markante Punkte umgeben sind. 12) Der Rand dieser Meere ist dort zugleich auch der Rand der Erde.

Wie sehr selbst neuere Veröffentlichungen das Bild der Vergangenheit beein-flussen können, zeigt das Buch 'Life and Voyages of Christofer Columbus' von Washington Irving. Blacker/Loewe betonen, dass der Verfasser darin besonders die Meinung eines einzigen Mitgliedes der Kommission von 1486, welche die Vorschläge des Kolumbus zu bewerten hatte, hervorhebt. Diese Einzelmeinung ging von der Scheibenform der Erde aus. Es kann nun ihrer Einschätzung nach sehr wohl sein, dass dieses im 19. Jahrhundert viel gelesene und erfolgreiche Werk unser Bild von der Vorstellung des Mittelalters stark geprägt hat. 13)

3) Die antiken Grundlagen des mittelalterlichen Weltbildes

Astronomie und Kosmologie sind im Mittelalter, wie schon in der Einleitung erwähnt, ohne die entsprechenden Lehren des antiken Griechenland nicht zu verstehen. Besondere Bedeutung kommt hierbei Aristoteles von Stageira (384 - 322 v. Chr.) zu. Der zeitliche Ablauf des Weltgeschehens beginnt bei ihm mit einem 'ersten Beweger', der selbst aber unbewegt ist. Mit dieser Auffassung stand er allerdings im Gegensatz zur Auffassung seines Lehrers Platon, für den es 'nichts Neues unter der Sonne' gab. Damit trat zum ersten Mal eine Streitfrage auf, die über zwei Jahrtausende aktuell bleiben sollte und auch im Mittelalter von Bedeutung war: 'Gott oder die Naturgesetze'. 14) Dieses Postulat des 'ersten Bewegers' steht nach Meinung des Verfassers allerdings im Gegensatz zu der Aussage von der 'ewigen Welt', die an anderer Stelle über Aristoteles getroffen wird. 15)

Grundlegend für den räumlichen Aufbau der Welt war für Aristoteles, dass die Erde deren Mittelpunkt bildet und die anderen Himmelskörper sich auf kreisför-migen Bahnen um die ruhend gedachte Erde bewegen. Er begründet dies mit seinem wichtigsten geozentrischen Argument: die Erde ist aus schweren Elementen aufgebaut und Schweres sinkt nach unten, d.h. zum Mittelpunkt. 16) Des-weiteren ist die Welt für ihn in zwei grundlegend getrennte Bereiche geteilt:

a) Die sublunare Ebene (der Bereich von der Erde bis zur Mondbahn), in wel- cher Vergänglichkeit und vollständig geradlinige Bewegungen vorher- rschen.

Die vier empedokleischen Elemente (aus denen die Erde ja besteht) bewe- gen sich auf geraden Bahnen, weil sie im Gegensatz zu den Himmelskör- pern unedle Materie ist. Sternschnuppen, Kometen und Meteore müs- sen nach dieser Auffassung Teile der Erdatmosphäre sein, da sich durch

Ihr Auftreten die Zahl der Himmelskörper nicht verändert.

b) In der zweiten, der supralunaren Ebene (vom Mond bis zur Fixstern- sphäre) existieren ewige Existenz, Harmonie und und kreisförmige

Bewegungen. Die Himmelskörper sind an durchsichtige Sphären geheftet, die selbst aus einer nicht greifbaren Materie, dem Äther, bestehen. (Dieser

Ätherglaube lebte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fort). Aus was der

Äther letztlich bestand war bei Aristoteles aber physikalisch ungeklärt.

Der Unterschied zwischen irdischem und kosmischem Bereich ist in diesem Weltmodell fundamental. Es gibt keine Einheit. Die Anschauung selbst ist wohl eine Synthese älterer Vorstellungen und soll Gegensätze wie ewig und vergänglich, Naturbetrachtung und philosophisches Ideal in einem Modell vereinen. 17)

Die Kreisbewegungen der Himmelskörper waren spätestens seit Platon ein kosmologisches (oder besser philosophisches) Dogma, 18) an dem Zweifel nicht denkbar waren. Es hat sich in der ganzen Antike und das gesamte Mittelalter hindurch bis Kepler unwidersprochen behauptet. Die (Wunsch)vorstellung einer himmlischen Harmonie war stärker als alle Widersprüche, die sich durch die praktische Beobachtung ergaben. Trotz der schon bei den Babyloniern dokumentierten Unstimmigkeiten und den Vorstellungen des Aristarch von Samos (~ 320 - 250 v. Chr.) gab es keinen Weg zu einem heliozentristischen Weltbild.

Auf diesem Harmoniebestreben basiert auch die Definition der klassischen Astronomie: Betrachtungsgegenstand waren die Bewegungen der Himmelskörper und ihre Verteilung im Raum. Über die physikalischen Ursachen wurde kaum weiter nachgedacht und auch nichts Grundlegendes ausgesagt. 19)

Trotzdem führten bestimmte Widersprüche zwischen dem idealen aristotelischen Bild und den Beobachtungsergebnissen bereits in der Antike zu Korrekturen, ohne dass jedoch das Kreisdogma aufzugeben wurde: 20)

a) Um die komplizierten Bewegungen der angenommenen Himmelssphären besser beschreiben zu können entwarf Eudoxos von Knidos (408 - 355 v. Chr.) ein Modell gegenseitig bewegter Sphären. Statt der idealen neun

Sphären benötigt er aber 34.

b) Die zeitweiligen Rückwärtsbewegungen mancher Himmelskörper bewog Apollonius von Perge (~ 262 - 190 v. Chr.) zur Definition und Einführung von sog. Epizykeln, durch welche der Planet nicht nur die Erde, sondern auch einen gedachten Punkt umkreist, welcher selbst wiederum um die Erde rotiert. (Allerdings tritt hier ein physikalisches Problem auf: Der

Himmelskörper kann nun nicht mehr an die starre Sphäre festgeheftet sein, da diese nun eine innere Eigenbewegung besitzt!)

c) Gewisse Abweichungen von der idealen Kreisbewegung um das gedachte Zentrum in der Mitte der Erde führten Hipparch von Nikaia (~ 191 - 125 v. Chr.) zu der Einsicht, dass diese Bewegungen exzentrisch verlaufen müssten. Das wiederum erforderte, dass das Zentrum der Erde nicht das Zentrum der Welt sein konnte, auch wenn sich die Himmelskörper natur lich weiterhin um die Erde drehten. (Ob nach dieser Vorstellung die Erde Selbst um dieses Zentrum rotiert und demzufolge doch eine Eigenbewe- gung aufweist, ging aus der verwendeten Literatur nicht hervor.)

Ptolemaios von Alexandria (83 - 161 oder 87 - 168) verband diese Konstruk-tionen mit dem aristotelischen Idealbild und entwarf darauf aufbauend ein mathematisches Weltmodell, das zur Berechnung der Bewegungen der Himmelskörper geeignet war. Als 'mathematices syntaxeos biblia' veröffentlicht und von den arabischen Gelehrten später als 'Almagest' übersetzt, wurde die Genauigkeit seiner Voraussagen erst durch Kepler übertroffen. 21)

Seine vagen physikalischen Vorstellungen gründeten weiterhin auf Aristoteles. Die mathematischen Gesichtspunkte bezog Ptolemaios jedoch von Platon, und die Exzenter- und Epizykeltheorie wurden von ihm weiter ausgebaut und durch den Begriff des 'punctum aequans', des Ausgleichspunktes, erweitert. 22)

Obwohl sowohl Ptolemaios als auch Aristoteles von den gleichen Grund- gedanken ausgingen, weisen ihre Modelle eine Reihe von Unvereinbarkeiten auf, die bereits in der Antike zu Diskussionen geführt haben. Beispielhaft seien genannt: 23)

a) Die Epizykel und Exzenter sind mit dem aristotelischen Idealbild nicht vereinbar. Nach Aristoteles müssten die Kreisbewegungen 'glatt' um ein feststehendes Zentrum herumführen.

b) Nach den Vorstellungen von Ptolemaios müsste die Fixsternsphäre zu gleich zwei verschiedene Bewegungen ausführen. Das ist für die Sphären des Aristoteles jedoch nicht zugelassen.

Kurz gefasst können die beiden Modelle als Gegensatzpaar in der Form:

Aristoteles = Theorie (Idealvorstellung) vs. Ptolemaios = Praxis (mathematische Berechnungsvorschrift) dargestellt werden.

Schon Ptolemaios räumte aber ein, dass eine Eigenrotation der Erde manche Probleme besser erklären könnte. Die damals gültigen physikalischen Grundlagen, die dagegen sprachen, waren jedoch zu stark. Ptolemaios führte hier unter anderem an: 24)

a) Schweres fällt zum Mittelpunkt (analog Aristoteles).
b) Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde wäre so groß, dass nichts auf ihr Bestand haben könnte.
c) Die Jahreszeiten sind durch eine Eigendrehung der Erde auch nicht erklärbar.
d) Ebenso wenig sind Ungenauigkeiten im Verlauf der Mondbahn dadurch besser zu verstehen.
e) Gegen die Heliozentrizität schließlich spricht die fehlende Parallaxe der

Fixsterne. (Dieses Argument wurde noch im Galilei-Prozess verwendet!)

Für das Festhalten an der Geozentrizität in der Antike ist aber auch eine grund-sätzliche Einstellung nicht zu übersehen: Das antropozentrische Weltbild der Griechen. Dieses manifestiert sich besonders in dem (bis heute) vielfach falsch verstandenen und meistens verkürzt wiedergegeben berühmten Satz des Pro-tagoras vom 'Menschen als dem Maß aller Dinge...". Diese Einstellung lässt das Zentrum der Welt letztendlich nur dort zu, wo dieser Mensch sich befindet. 25)

4) Der Einfluss von Judentum, Christentum und islamischem Kulturkreis

Formale (und auch inhaltliche) Grundlagen des frühmittelalterlichen Weltbildes waren wesentlich durch die Vorstellungen des alttestamentlichen Judentums und den neutestamentlich - christlichen Ergänzungen geprägt. Die Frage nach der Unendlichkeit der Welt in Raum und Zeit war hier kein Problem, über das ernsthaft nachgedacht wurde. Die für den Menschen erkennbare Welt war endlich. So beginnt die Genesis mit den Worten: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde", und auf die Frage nach dem Vorher gab noch Luther die bekannte schlagfertige Antwort: "Da saß Gott in einem Birkenwäldchen und schnitt Ruten für Leute, die unnütze Fragen stellen". 26) Ob die Schöpfung selbst eine 'creatio ex nihilo' 27) war, geht aus dem Wortlaut des alten Testaments nicht hervor und mag Gesprächsstoff für Bibelausleger gewesen sein, hatte auf das Weltbild der Gläubigen jedoch keinen erkennbaren Einfluss.

Ebenso wie einen Anfang hatte die Welt auch ein klar definiertes Ende, wie es die 'Apokalypsis', die Enthüllung oder Offenbarung des Johannes (verf. 81 - 96), beschreibt. Deren Vorstellungen lassen sich gut mit Aristoteles, weniger mit den Lehren von Platon vereinbaren. Unklar bleibt allerdings die Stelle, an der vom 'neuen Himmel und der neuen Erde' die Rede ist. 28) Ebenso wie der Begriff der 'creatio ex nihilo' hat aber auch diese Unklarheit dem Gesamtzusammenhang des Ganzen keinen Abbruch getan. Die Bibel bietet so ein hermetisch abgeschlossenes Weltbild, das einerseits Züge des antiken 'orphischen Mythos' enthält, der dem Frommen den Himmel verheißt und dem Ungläubigen den Tartaros androht, 29) andererseits auch das Jahr 1000 als das Ende der Welt vorauszusagen erlaubte.

Den formalen Aufbau der Welt stellt die biblische Überlieferung relativ einfach dar: Die Erde ist eine flache Scheibe mit übergestülptem Himmelsgewölbe, worin der Einfluss älterer Mythen aus Mesopotamien erkennbar wird. 30) Wie in den meisten antiken Modellen ist auch in der jüdisch-christlichen Vorstellung der Geozentrismus fest verankert. Als Beispiele dafür seien genannt:

- Der biblische Bericht von Josua, der Gott bat, die Sonne (nicht die Erde) anzuhalten, um den Israeliten den Sieg über ihre Feinde zu ermöglichen;
- Die Tatsache, dass Jesus auf die Erde kam um die Menschen zu erlösen;
- Das ausgewählte Volk Gottes befand sich auf der Erde, wodurch in der christlichen Vorstellung Jerusalem das Zentrum der Welt darstellte.

Grundsätzlich hat die Bibel jedoch weniger Bedeutung für die Frage, wie die Welt aussieht, sondern wie ihr Beginn war und wie ihr Ende sein wird. Das ganze Weltgebäude ist in ihr als ein Spielplatz Gottes dargestellt, in dem sich sein Geschöpf, der Mensch, bewähren muss. Diese Anschauung kommt deutlich in Dantes 'Göttlicher Komödie' zum Ausdruck. 31)

In den Jahrhunderten, in denen Europa noch weitgehend vom Weltbild der Bibel bestimmt war, wurden im arabischen Kulturkreis bereits die Werke der Anti-ke wiederentdeckt. Islamische Gelehrte übersetzten Platon, Aristoteles und Pto-lemaios vom Griechischen ins Arabische und fügten eigene Interpretationen und Beobachtungsergebnisse hinzu. Da der Koran kein so abgeschlossenes und fest gefügtes Weltbild wie die Bibel besitzt, herrschte, zumindest in der Frühzeit der islamischen Expansion, eine größere Freiheit des Forschens und Denkens. 32)

Galt im Christentum die Maxime, dass es nur wichtig ist, Gott und die Seele zu erkennen, so war das Streben nach Wissen im Islam Pflicht der Gläubigen. Aus dieser Haltung heraus soll bereits Harun Al Raschid angeordnet haben, den Almagest zu übersetzen. 33) Grundsätzliche Änderungen nahmen die Über-setzer des islamischen Kulturkreises an den antiken Überlieferungen nicht vor. Da sie aber gute Beobachter waren erkannten sie die Widersprüche zwischen den verschiedenen Modellen und mit der beobachteten Wirklichkeit. 34) So wurde besonders im islamischen Spanien die schon erwähnte Unvereinbarkeit von Aristoteles und Ptolemaios erkannt und diskutiert.

Wichtige Namen von Autoren sind hier: Ibn-Ruschd (Averroes, 1126 -1198) und Al-Battani (vor 858 - 929), die u.a. den Almagest übersetzten, sowie Al-Bitruji (Albetragius, 12. Jh.), der Aristoteles übersetzte und Modifikationen an dessen Modell vornahm. Weitere Leistungen in der islamischen Wissenschaft, die zum Fortschritt in der Astronomie und Kosmologie beitrugen, waren die Einführung der indischen Dezimalzahlen und die Beschreibung der Algebra durch Al-Chwarizmi (Algoritmi, um 780 - 850) sowie die Weiterentwicklung des Astrolabiums. 35) Insgesamt sind 534 Namen von islamischen Astronomen überliefert. 36)

Auch Kritik wurde an den antiken Autoren formuliert, wenn auch in sehr kon-servativer Weise. So u.a. von Ibn-Al-Haythan (Alhazan, 965 - 1040), der auch ein mechanisches Modell der Planetenbewegungen geschaffen haben soll. Desglei-chen wurden andere antike Ideen aufgegriffen und 'neue' Vorstellungen formu-liert. So dachte Al-Biruni (973 - 1048) über die Eigenrotation der Erde, die Mö-glichkeit mehrerer Welten, die universelle Schwereanziehung und über die Sonne als feuriger Kugel nach. 37) Omar Chaijan (1048 - 1138) spekulierte über die Unendlichkeit des Weltalls. Selbst Averroes hoffte eine Alternative zum geozentrischen Weltbild zu finden. Er erreichte jedoch kein zufrieden stellendes Ergebnis und verwies diese Problematik in seinem Vermächtnis an spätere Forschergenerationen. 38)

Alle diese Vorstellungen hatten, soweit aus der verwendeten Literatur ersicht-lich, jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Gedankenwelt des Mittelalters.

5) Zur Entwicklung des astronomischen und kosmologischen Erkenntnisstandes im Mittelalter

Zur Entwicklung der Wissenschaften im europäischen Mittelalter zitiert Fritz Gelhar Karol Simonyi mit den Worten: "Im 11. Jahrhundert hat man in Europa lediglich gelernt, im 12. und 13. Jahrhundert adaptiert und die antiken Erkenntnisse in die eigene Gedankenwelt eingefügt, im 13. und 14. Jahrhundert aber hat man kritisiert und ist über das Überlieferte hinausgegangen." 39) Inwieweit diese Aussage auch auf Astronomie und Kosmologie zutrifft, ist Thema der folgenden Betrachtungen.

Die Astronomie nahm laut Dijksterhuis in den mittelalterlichen Wissenschaften eine Vorrangstellung ein. 40) Als Gründe dafür führt er die Blüte der Sternkunde im Altertum, die Bedeutung von kosmologischen Fragen, die Bedeutung der exakten Zeitberechnung und das Interesse an der Astrologie an. Aber ein Blick in viele (zumindest populärwissenschaftliche) Astronomiebücher der heutigen Zeit bestätigt dieses Urteil nicht unbedingt. Das Altertum und die Wissen-schaftsgeschichte der Neuzeit werden in diesen Werken meist recht ausführlich dargestellt, das Mittelalter aber nur kurz abgehandelt oder verschämt angedeutet. Wie wir sehen werden, liegt das nicht nur an unserer Vorstellung vom 'dunklen' Mittelalter, sondern auch an dem Umstand, dass dieser Geschichtsabschnitt für unser heutiges naturwissenschaftliches Weltbild, trotz mancher Fortschritte, tatsächlich wenig beigetragen hat. Der mittelalterliche Mensch hatte andere Wertvorstellungen und ein ganz anderes Weltverständnis als wir.

Dieses war, wie schon im vorhergehenden Abschnitt dargestellt, wesentlich von der Bibel geprägt (oder von dem, was er über sie wusste). Bis zu Beginn des Hochmittelalters waren die Werke der griechischen Klassiker weitgehend unbekannt, was nach den Wirren der Völkerwanderung nicht weiter verwundert. Auch dürften vereinzelt noch vorchristliche, 'heidnische' Vorstellungen eine Rolle gespielt haben. Selbstverständlich war die räumliche Grundlage dieses Weltbildes, wie von der Bibel vorgegeben, geozentrisch.

Obwohl die Bibel vom geschichtlichen Ablauf des Universums eine feste Vor-stellung hatte, bot sich doch Stoff zu diesbezüglichen Disputen. So tauchten Fragen auf, ob es nur eine oder doch mehrere Welten gibt (was an Al-Biruni erinnert) oder wie es einem zeitlosen Gott gelingt, Werke in der Zeit zu schaffen. Auch gab es Überlegungen zu den sog. 'Ätherwesen', welche, wie die Engel, als Mittelding zwischen Gott und den Menschen angesehen wurden. Damit im Zusammenhang stand dann die Frage: Wenn die Erde bevölkert ist, warum nicht auch der Rest der Welt? Trotz dieser (scheinbar?) kritischen Fragestellungen galt jedoch unwidersprochen die aus dem jüdischen Denken stammende Maxime, dass der Mensch stets von Gott geführt wird. Auch wenn sich in Einzelfällen Widersprüche zwischen den Aussagen der Bibel und dem praktischen Leben ergaben, so galt im Zweifel immer die Autorität der Schrift. 41)

Von der griechischen Kosmologie war im Abendland vor dem 13. Jahrhundert außer Auszügen aus Platons 'Timaios' nicht Direktes bekannt. Indirekt wurde jedoch durch die 'karolingische Renaissance' einiges vermittelt. So die 'Heirat von Merkur und Philologie' von Martianus Capella und der Kommentar zum 'Traum des Scipio' von Macrobius (nach einem Original von Cicero), beide aus dem 5. Jahrhundert. Im letzteren Werk beschreibt der ältere Scipio, wie die Welt von außen aussieht und bestätigt mit seinen Aussagen das aristotelische Weltbild. 42) Es wird angenommen, dass diese Schrift später das Vorbild für Dantes Weltbeschreibung gewesen sein könnte.

Das wissenschaftliche Interesse an astronomischen Fragen beschränkte sich im frühen Mittelalter weitgehend darauf, den Kalender in Ordnung zu halten und insbesondere das Osterfest korrekt zu bestimmen. 43) So nahm sich besonders Beda Venerabilis der diesbezüglichen Problematik des julianischen Kalenders an. Beda stellte auch fest, dass zwischen Mondphasen und Sonnenjahr ein gewisser Zusammenhang besteht und desgleichen war ihm bekannt, dass die Gezeiten des Meeres durch den Mond beeinflusst werden. 44) Auswirkungen dieser frühen Erkenntnisse sind im weiteren Diskussionsverlauf des Mittelalters allerdings kaum zu erkennen. Physikalisch-wissenschaftliche Fragestellungen, und das gilt in unterschiedlichem Ausmaß für das gesamte Mittelalter, waren sehr eng an die Theologie geknüpft, was beiden Wissensbereichen nicht förderlich war. Wissenschaft war nach wie vor eher kontemplative Betrachtung als experimentelle Befragung der Natur. 45)

Ein deutlicher Fortschritt ist erst mit Beginn des Hochmittelalters festzustellen, als die Werke der Antike wiederentdeckt wurden. So erfolgten zwischen 1160 und 1204 die lateinischen Übersetzungen von Almagest und De Caelo sowie Teilen der Meteorologie und der Metaphysik aus arabischen Quellen. 46)

Der Almagest verdankte seine Übersetzung im Jahre 1174 Gerard von Cremona, der zur besseren Verständlichkeit des Werkes für seine Zeitgenossen eine vereinfachte Bearbeitung mit dem Titel 'Theoretica Planetorum' hinzufügte. Vor-erst waren jedoch nur die praktischen Ergebnisse der ptolemaischen Lehren von Interesse, wie die, den neuen geographischen Gegebenheiten und der christlichen Chronologie angepassten, Planetentafeln. Diese Tafeln waren, laut Dijksterhuis, vorher bereits der 'Schule von Chartres' bekannt, die auch über das ptolemaiische Werk über das Astrolabium verfügte. 47) In dieser Klosterschule soll auch schon, beeinflusst durch Platon, versucht worden sein, das Universum durch natürliche Ursachen zu erklären. 48) Etwas später übernahm dann Alfons X. von Kastilien (1225 - 1284) von islamischen Autoren die nach ihm benannten Tafeln der Planetenbewegungen. 49)

An der Theorie des ptolemaischen Weltbildes herrschte zuerst kein besonderes Interesse und seine diesbezüglichen Aussagen wurden ohne weitere Reflexionen hingenommen. 50) Diese Einstellung führte im Lauf der Zeit allerdings zu Problemen bei der praktischen Anwendung seiner Regeln, da diese nun nicht mehr in der gewünschten Genauigkeit mit der Beobachtung übereinstimmten. Wegen der unbezweifelten Autorität von Ptolemaios erfolgten jedoch kein Überdenken, sondern nur praktische Erweiterungen des Modells. Dies wiederum hatten zur Folge, dass statt des ursprünglich einem Epizykels bei der Bahn eines Himmelskörpers nun deren 80 nötig waren, was die Berechnungen erheblich erschwerte. 51) Erst Kopernikus reduzierte mit seiner Theorie diese Zahl dann wieder deutlich.

Nachdem Anfang des 13. Jahrhunderts dann 'De Caelo' von Aristoteles und die Werke des Albetragius von Averroes bzw. Michael Scotus ins Lateinische übersetzt worden waren, hielt auch in Europa die Diskussion zur Unvereinbarkeit von Aristoteles und Ptolemaios ihren Einzug. 52) So stellte der Dominikaner Thomas von Aquin (1224/25 - 1274) in seinem Kommentar zu 'De Caelo' Überlegungen zum Unterschied zwischen der physikalischen und mathematischen Auffassung der verschiedenen Weltmodelle an: 53)

a) Die physikalische (aristotelische) Sicht leitet demnach aus naturwissen- schaftlichen Prinzipien deduktiv die Struktur des Himmels her und ver sucht damit die Weltstruktur zu begreifen. (Das bedeutet jedoch, dass das zu erzielende Ergebnis gedanklich bereits vorgegeben wird; eine Einstel- lung, die eng mit dem Primat der Theologie verbunden ist und eher an die 'kontemplative Betrachtung' der Natur erinnert).

b) Die mathematische (ptolemaische) Sicht hingegen führt durch Vergleich von kinematischen Hypothesen mit der Beobachtung zu einer Beschrei- bung der Weltstruktur. (Diese Auffassung kommt dem modernen Ver ständnis von Wissenschaft schon eher nahe).

Als persönliche Meinung übernahm Thomas von Aquin jedoch die aristotelische Position, das Dogma von der Gleichförmigkeit und Kreisförmigkeit der Himmelsbewegungen und damit auch die Vorstellung, dass der Schöpfer nur ein harmonisches Universum geschaffen haben konnte.

Eher offen ließen ihre Entscheidung andere Scholastiker, wie der Franziskaner Roger Bacon (um 1214 - 1294). Aus empiristischer Sicht, auch ein Zug der Scholastik, stimmt die Lehre des Ptolemaios für ihn mit der Beobachtung überein, nicht jedoch die aristotelische Naturwissenschaft mit ihren zwingend vorgegeben konzentrischen Sphären. 54) Auf einen praktischen Nenner gebracht, lautete die Problematik: Wie passt das aristotelische Idealbild der 'reinen' Kreise und Kugelsphären mit den Exzentern und Epizykeln des Ptolemaios zusammen. 55) Die Antwort war schließlich die Gleiche wie in der Antike und bei den islamischen Gelehrten: beide Systeme lassen sich nicht vereinbaren.

Dietrich von Freiberg und Roger Bacon formulierten diesen Zwiespalt anhand der Folgerungen, die sich für das reale Himmelsgeschehen daraus ergeben. So müssten nach Aristoteles die Abstände der Himmelskörper voneinander immer gleich bleiben, während sie bei Ptolemaios veränderlich sind. Wie Thomas von Aquin, 0bekennt sich letztlich aber auch Bacon zu Aristoteles. Er sieht die Un-stimmigkeiten als scheinbar an und vergleicht sie mit anderen logischen Para-doxa, wie dem des Zenon von Archill und der Schildkröte. 56)

Andere, wie Bernhard von Verdun, verwarfen jedoch die ideal-konzentrischen Sphären und nahmen das Modell von Ptolemaios als richtig an. Leider tat er dies eher in Form einer Glaubensäußerung ohne wirkliche Begründung. 57)

Aber auch vorsichtige Kritik an der antiken Naturphilosophie selbst wurde langsam laut. So führte die Problematik der 'ewigen' gegenüber der 'endlichen' Welt in der Bibel zu der Frage, ob Aristoteles überhaupt mit der Schrift vereinbar sei. 58) Zugleich wurde die Frage aufgeworfen, ob man Aristoteles und seinen Lehren oder der Erkenntnis durch die eigenen Sinne glauben soll. 59)

Desgleichen wurde die Glaubwürdigkeit des Almagest einer (noch konser-vativen) kritischen Analyse unterzogen. 1383 führte Heinrich von Langenstein eine Reihe von Einwänden gegen Ptolemaios auf. Er erkannte u.a., dass die scheinbaren Größenunterschiede von Mond und Planeten nicht so ausgeprägt zu beobachten waren, wie sie es nach den Vorgaben im Almagest zu sein hätten. 60) Zu einer Entscheidung oder gar einer Lösung führten diese Diskussionen, soweit erkennbar, im Mittelalter jedoch nicht. Das Bekenntnis zu einer der beiden Lehrgebäude war eher von persönlichen Einstellungen geprägt.

Wenn auch das gesamte Mittelalter wenig zum modernen Verständnis des Weltzusammenhangs beigetragen hat oder, wie es Dijksterhuis programmatisch formuliert, in dieser Zeit in der Astronomie keine neuen Wege beschritten wurden, 61) so gelang es zumindest im späteren Verlauf, die überkommenen Grenzziehungen etwas aufzulockern. So sind durch die Anwendung des Impetusbegriffs auf die Himmelskörper durch die 'Pariser Terministen' Anzeichen für eine alternative Denkrichtung zu erkennen. Es war dies ein erstes zaghaftes Tasten weg vom geozentrischen Weltbild, weil dadurch die Himmelsbewegungen keinen ständigen Beweger mehr voraussetzten. 62) Auch die Engel büßten ihre diesbezügliche Rolle ein. Einmal angestoßen läuft das Universum nach dieser Hypothese wie ein Uhrwerk ab, und zumindest die Denkmöglichkeit eines mechanistischen Weltbildes erscheint hier zum ersten Mal.

Auch die Möglichkeit, dass sich statt des Himmelsgewölbes die Erde bewegen könnte, beginnt man vorsichtig zu diskutieren. Nicole Oresme (1323 - 1382) stellte in seinem 'Buch über den Himmel und die Erde' fest, dass es unmöglich sei, die Unbeweglichkeit der Erde zu beweisen, weder durch Beobachtung noch durch logische Argumente. 63) Als Beispiel führte er an, dass die Besatzungen von zwei Schiffen, die sich auf dem Meer begegnen, ohne weitere Anhaltspunkte nichts über ihren jeweiligen Bewegungszustand aussagen können. (Hier wird, wohl ebenfalls zum ersten Mal, das Problem des absoluten Bezugspunktes angesprochen). Zur Frage der 'zu schnellen' Rotation der Erde mit ihren dramatischen Folgen bemerkte er einfach, dass sich eben die Lufthülle mit der gleichen Geschwindigkeit mitbewegt. (Ein, wohl von ihm noch nicht ganz verstandener, Vorgriff auf die tatsächlichen Gegebenheiten). Ein Gegenargument zu dieser Hypothese war naturgegeben die Frage nach der Kraft, der 'virtus', welche die Bewegung der Erde bewirken sollte. Das war für Oresme jedoch nur eine Scheinfrage. Für ihn war es, scholastisch gedacht, einfach eine Eigenschaft der Erde sich so zu verhalten, ebenso wie es eine Eigenschaft des Eisens ist, sich zu einem Magneten hinzubewegen. 64)

Auch die Theologie lieferte ihm Argumente, die für eine Eigenbewegung der Erde sprechen könnten. So löste er das 'Josua-Problem' einfach dadurch, indem er behauptete, dass es für Gott logischer sei die kleine Erde anzuhalten, als den unvergleichlich größeren Himmel. Die Bibel folge eben nur dem allgemeinen Sprache-Brauch von Auf- und Untergang der Sonne. 65) Weiterhin bemühte er die Logik auch um die Bewegung der Erde im Gesamtzusammenhang des Kosmos zu begründen. Die ganze Welt sei eben so einfach aufgebaut, dass es nur logisch erscheint eine Bewegung der einzelnen Himmelkörper, einschließlich der Erde, vor einem feststehenden Firmament in eine Richtung anzunehmen, als dass sich die inneren Sphären in die eine Richtung bewegen, die äußere Sphäre in die andere Richtung und die Erde dabei stillsteht. 66) (Trotz aller Unzulänglichkeiten war mit diesem Gedankengang ebenfalls ein Schritt weg vom geozentrischen Weltbild getan, weil damit das Dogma von der Unbeweglichkeit der Erde zumindest in Frage gestellt wurde).

Zu dieser Zeit befand sich Oresme schon nicht mehr ganz allein mit derartigen Gedankengängen. Buridan (1296 - 1358) aus der 'Pariser Nominalistenschule' formulierte ähnliche Vorstellungen. So kritisierte der den festen Glauben an Aristoteles mit Fragen wie: 67)

- Befindet sich die Erde wirklich genau in der Mitte der Welt ?
- Stellt ihr Zentrum den Mittelpunkt der Welt dar?
- Ist die Erde wirklich unbeweglich ?
- Da sich Teile der Erde verschieben können, soll das für die Erde als Ganzes nicht gelten?
- Können die mechanischen Auffassungen von Aristoteles richtig sein, wenn sich die kinematischen Bewegungen der Himmelkörper auch als Bewegung der Erde erklären lassen?

Darüber hinaus sind Äußerungen von Albert von Sachsen (1325 - 1390) und Franziskus von Meyronnes bekannt. Gab der eine die Meinung eines seiner Lehrer wieder, der, wie Oresme, die Unbeweglichkeit der Erde für nicht beweisbar hielt, so kolportierte der andere 1322, dass "ein gewisser Doktor gesagt habe, dass es ein befriedigenderes Weltbild ergäbe, wenn sich die Erde bewege und der Himmel stillsteht". 68)

All diese Meinungen und Kritikansätze waren bei entsprechender Sichtweise anhand der ptolemaischen Lehren zu rechtfertigen. Hatte doch dieser selber doch schon sinngemäß von einem 'befriedigenderen Weltbild' bei sich bewegender Erde gesprochen. Für mathematisch vorgehende Astronomen war diese Annahme zur Vereinfachung der Rechnungen durchaus hinnehmbar. Nicht jedoch für diejenigen, die der philosophischen und theologischen Sichtweise anhingen. 69) So konnte letztendlich auch Oresme nicht über seinen Schatten springen: "Jedermann hält dafür, und ich selbst denke es, dass die Himmel sich bewegen und nicht die Erde, denn Gott <hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt> (Ps. 93,1), mögen andere auch das Gegenteil behaupten", zitieren ihn Blacker/Loewe. 70) Die biblische Vorstellung von einer Welt, die für den Menschen geschaffen wurde, (und die damit dem griechischen Anthropozentrismus gleichzusetzen ist) war doch noch zu tief verwurzelt. 71)

Aber nicht nur die Frage der Unbeweglichkeit der Erde bereitete den mittelalterlichen Denkern Schwierigkeiten. Zwar war es ernsthaft unwidersprochen, dass das Universum endlich, geschlossen, geozentrisch und kugelsphärisch aufgebaut war, durch die christliche Vorstellung noch um den Feuerhimmel, das Emporium, und die Sphären der Engel erweitert, doch widerspruchsfrei ließ sich dieses Bild nicht halten. So musste, wenn sich der 'erste Beweger' (oder Gott) hinter der Fixsternsphäre befindet, die Bewegungsaktivität aller Körper von diese Sphäre zur Erde hin abnehmen. Eine Fernwirkung von Kräften galt ja, trotz Impetustheorie, als noch nicht vorstellbar. Diesem Idealbild widersprachen aber nicht zu leugnende Beobachtungen. So bewegen sich die inneren Planeten schneller als die äußeren. Auch sind Merkur und Venus einmal als Morgen- und ein anders Mal als Abendstern zu sehen. Daniel von Morley zog daraus den Schluss, dass sich zumindest diese beiden Planeten um die Sonne bewegen müssten. Diese Ansicht, auch in Verbindung mit der zeitgenössischen Vorstellung, dass die Sonne das Kraftzentrum der Welt und das göttliche Gestirn sei, kommt dem bereits in der Antike diskutierten semiheliozentristischen Weltbild zumindest nahe. 72) Obwohl sich auch durch diese Gedankengänge eine klare Unvereinbarkeit mit dem reinen Geozen-trismus offenbarte, war zumindest das Hochmittelalter noch nicht in der Lage, diese wirklich anzunehmen und aufzuarbeiten.

Aber nicht nur eher philosophisch-theologische und theoretische Betrachtun-gen zur Astronomie und Kosmologie prägten diese Jahrhunderte. Auch die praktische Ausübung der Astronomie spielte eine gewisse Rolle, wenn auch auf Grund des relativ niedrigen mathematischen und instrumentellen Niveaus nur begrenzte Ergebnisse erzielt werden konnten. So war, wie bereits im Frühmittelalter, die Erstellung von Tabellen zur Berechnung des Osterfestes weiterhin sehr wichtig. Auch Tabellen zur Berechnung von Breiten- und Längengraden waren jetzt nötig. Unter anderem wohl, um den sich langsam erweiternden wirtschaftlichen Beziehungen zum Orient Rechnung zu tragen. Wurde zur Breitenbestimmung das Astrolabium zu Hilfe genommen, um die Höhe der Himmelskörper zu bestimmen, so erfolgte die geographische Längenmessung durch exakte Mondbeobachtungen an verschiedenen Orten zur jeweils gleichen Zeit. Das Fehlen von exakt gehenden Uhren ließ auch hierbei nur eine eingeschränkte Genauigkeit zu. 73)

Als weitere astronomische Messinstrumente dienten der Quadrant und der Jakobsstab für die Winkelhöhenmessung sowie die Armillarsphäre für die Berechnung der Planetenstellungen. 74) Ab dem 13. Jahrhundert sind dann Konstruktionen von Planetarien und astronomischen Uhren bekannt, die Anfangs jedoch nur als technische Spielereien angesehen wurden. 75) Im 14. Jahrhundert erfolgte dann die Erstellung eines Sternenkataloges, um die Positionen von 43 Sternen, die seit Ptolemaios unverändert übernommen worden waren, zu korrigieren.76)

Von großer Bedeutung (nicht nur im Mittelalter) war auch die Sterndeutung, die Astrologie, auf die im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht näher eingegangen werden soll. Erwähnenswert ist jedoch, dass die astronomischen Beobachtungsdaten grundlegend für die Analyse- und Deutungstätigkeit der Astrologen waren. Die hieraus abgeleitete Gleichsetzung von Astronomie als 'natürlicher Astrologie' führte im Lauf der Zeit zu einer merklichen Popularisierung von astronomischen Fragestellungen im mittelalterlichen Europa. 77)

Gegen Ende dieses Zeitraums traten dann Gelehrte wie Nicolaus von Cues (1401 - 1464) und Regiomontanus (1436 - 1476) auf, die als Mittler zwischen dem Mittelalter, der Renaissance und der Neuzeit angesehen werden können. Nicolaus, gebürtig aus Cusel an der Mosel, war Kardinal sowie Stellvertreter und Freund des Papstes. Seine Lehren gehen zum Teil deutlich über den allgemeinen Konsens der damaligen Vorstellungen hinaus. Er behauptete u.a., dass:

- das Universum (in moderner Ausdrucksweise) unendlich, homogen und isotrop sei,
- das Universum Ähnlichkeit mit Gott haben müsste,
- kein Zentrum und keine Peripherie das Weltall begrenzen, da jeder Punkt gleich weit von Gott entfernt sein müsse,
- die Mathematik ein wichtiges Hilfsmittel sei, sich der Unendlichkeit Gottes zu nähern,
- das Experiment für die Erkenntnissgewinnung wichtig sei sowie
- jeder Himmelskörper einen eigenen 'göttlichen Impetus' besitze und daher keine Engel zu deren Bewegung nötig seien. 78)

Natürlich vertrat auch er die Kugelgestalt der Erde. 79)

Regiomontanus aus Königsberg in Franken, mit bürgerlichem Namen hieß er Johann Müller, gründete nach einem umfangreichen Studium in Nürnberg eine Sternwarte und eine Druckerei, so die gerade erfundene Buchdruckerkunst in den Dienst der Sternkunde stellend. Gelang es ihm mit seinem Observatorium u.a. die Planetenörten genauer zu beobachten und zu bestimmen, so konnte er mittels der Druckwerkstatt die Ergebnisse zeitnah als Kalender für die täglichen Ephemeriden von Sonne, Mond und Sternen herausgeben. Durch eine Reihe weiterer Schriften trug er wesentlich zur Verbreitung der Wissenschaft von den Sternen bei. 80) 1461 wies er dann darauf hin, dass sich die Bewegungen der Planeten irgendwie nach der Sonne zu richten scheinen; über ein undeutliches Vorgefühl zu einem heliozentrischen Weltbild kam aber auch er nicht hinaus. 81)

Endgültig durchbrochen wurde diese 'Denkblockade' erst mit dem Beginn des Zeitalters der großen Entdeckungen. Die kopernikanische Variante eines helio-zentrischen Weltbildes wurde vor dem Hintergrund der vielen neuen Erkennt-nisse nicht mehr nur als ein weiteres mathematisches Modell angesehen. Es be-gann jetzt eine ernsthafte Diskussion über das wahre Zentrum der Welt. Obwohl nicht nur die Widerstände seitens der Kirche erheblich waren, war jetzt doch das Dogma von den homozentrischen Sphären und der Zentralstellung der Erde endgültig in Frage gestellt. Dieser grundlegende Paradigmenwechsel in der wissenschaftlichen Diskussion befähigte Kepler dann, nicht primär die Überlieferungen und den Glauben, sondern exakte Beobachtungsergebnisse seinen Arbeiten zugrundezulegen, und damit den Weg für die Astronomie der Neuzeit zu ebnen.

6) Einige Bemerkungen zu den Kometen

Zur Vorstellung über die wahre Natur der Kometen trug das Mittelalter eben-falls kaum etwas bei, was über die antiken Lehren hinausging. So herrschte im gesamten Zeitraum die aristotelische Meinung vor, dass diese Erscheinungen Teile der Atmosphäre seien und damit der sublunaren Ebene angehören. 82)

Der schon mehrfach erwähnte Beda Venerabilis, der auch zu diesem Thema alternative Denkmöglichkeiten wies, wurde entweder nicht beachtet oder schien in Vergessenheit geraten zu sein. So hielt er in seinem Buch 'De rerum natura' Kometen für Sterne mit Haaren, die Übles verkünden. Entsprach die negative Vorbedeutung ihres Erscheinens auch der allgemeinen Vorstellung, so steht er mit dem Begriff 'Stern' jedoch im Gegensatz zu Aristoteles, weil er den Kometen damit einen Platz in den supralunaren Sphären zuwies. 83) Damit war aber eine gewisse Problematik verbunden: Besitzen die Kometen eine eigene Sphäre oder bewegen sie sich zwischen den Sphären der anderen Himmelskörper? Beides war nach Aristoteles nicht möglich. In diesem Widerspruch könnte zumindest ein Grund liegen, weshalb die Ideen von Beda keine weitere Beachtung fanden.

Wegen ihres unvorhergesehenen Auftretens und auffälligen Erscheinungs-bildes erregten diese Himmelserscheinungen jedoch immer wieder große Aufmerksamkeit. Sie wurden deshalb mehrfach auf mittelalterlichen Bildern dargestellt. So auf dem berühmten 'Teppich von Bayeux', der zwischen 1070 und 1080 hergestellt wurde. (Sollte hier ein Zusammenhang mit der Eroberung Englands durch die Normannen hergestellt werden?) Auch auf dem Fresko 'Die Anbetung der heiligen drei Könige' von Giotto Bondone (1276 - 1337) ist ein Komet, der wahrscheinlich den Halley'schen darstellt, abgebildet. Hier allerdings als Stern von Bethlehem, was in diesem Falle eher eine positive Vorbedeutung signalisiert. 84)

Im Hochmittelalter schrieben u.a auch Thomas von Aquin und Roger Bacon über Kometen. So soll Bacon gemeint haben, der Komet von 1264 (der Jahres-angabe zufolge kommt der Komet von Halley diesmal nicht in Betracht) sei unter dem "Einfluss des Mars entstanden und habe eine Zunahme der Gelbsucht verursacht, was zu mancherlei Kriegen führte". 85)

Wir teilen diese Meinung heute nicht mehr. Da wir aber als sicher ansehen dürfen, dass es sich bei so manchen der mittelalterlichen Haarsterne stets um ein und den selben Halley'schen Kometen handelte, fallen doch bestimmte Tatsachen auf, nachdem dieser Komet im 20. Jahrhundert zweimal zu beobachten war. Das vorletzte Mal geschah dies im Jahre 1910. Etwa vier Jahre später, im August 1914, begann der erste Weltkrieg mit seinem blutigen Verlauf und den für die Menschheitsgeschichte einschneidenden Veränderungen. Im Frühjahr 1986 erschien dann der Komet zum bisher letzten Mal. Die Ereignisse, die etwa dreieinhalb Jahre später ihren Anfang nahmen, hatten zwar keine so blutigen Folgen; durch den Zusammenbruch des scheinbar so fest gefügten kommunistischen Herrschaftsgebildes begann aber auch hier in mancher Beziehung eine neue Epoche. Wenn wir dazu aus mittelalterlichen Quellen entnehmen, dass das Erscheinen von Kometen in vielen Fällen auch mit zunehmender Teuerung verbunden war, so können die Völker Osteuropas dieser Erkenntnis wohl kaum widersprechen.

Die neuzeitliche Wissenschaft lehrt uns, dass für derartige Beziehungen in ihren Theorien kein Platz ist. Nachdenklich können diese aufeinander folgenden Zufälle aber doch stimmen.

7) Anmerkungen und Zitatverweise

8) Verwendete Informationsquellen

[...]

a) Sachbücher

Becker, Friedrich: Astronomie unserer Zeit, Stuttgart, 1959

Blacker, Carmen/Loewe, Michael: Weltformeln der Frühzeit, Die Kosmologien

der alten Kulturvölker (1975), Düsseldorf/Köln, 1977

Brandt, John C., Chapman, Robert D.: Die Erforschung der Kometen,

Rendezvous im Weltraum, Frankfurt a. M. - Leipzig, 1997

Crombie, Allistair C.: Von Augustinus bis Galilei, Die Emanzipation der Natur-

wissenschaft, Münschen, 1977

Dijksterhuis, Jan E.: Die Mechanisierung des Weltbildes, Berlin-Göttingen-

Heidelberg, 1956

Döbler, Hansferdinand: Döblers Kultur- und Sittengeschichte der Welt, Schrift-

Buch- Wissenschaft, München, 1974

Gelhar, Fritz: Wie der Mensch seinen Kosmos schuf, Eine kleine Kultur-

Geschichte der Astronomie, Berlin, 1996

Haber, Heinz: Lebendiges Weltall, Hamburg, 1959

Held, Klaus: Treffpunkt Platon, Stuttgart, 1990

Hermann, Joachim: Astronomie, eine moderne Sternkunde, Gütersloh, 1960

Lause, Fritz: Bis zum Ende des Weltalls, Stuttgart, 1938

Littrow, Jos. Joh. von/Stumpff, Karl: Die Wunder des Himmels, Das astronomi- sche Weltbild unserer Zeit, Bonn, 111969 Rosenberg, Bernhard-Maria: Nicolaus Copernicus, Domherr-Arzt-Astronom, Göt- tingen-Frankfurt-Zürich, 1973

b) Comics

N.N.: Goofy als Christoph Kolumbus, Eine lustige Historie, Stuttgart, 1977

c) Vorträge

Prof. Eberhard Knobloch, Vorlesungen im Rahmen der Reihe 'Wissenschafts- und Technikgeschichte II' an der TU Berlin im WS 2000/2001

Prof. Horst-Heino von Borszeskowski, Vorlesungen im Rahmen der Reihe 'Ge- schichte der Physik' an der TU Berlin im WS 2000/2001

[...]


1 vgl. Becker, Astronomie unserer Zeit, S. 4

2 vgl. N.N., Goofy als Christoph Columbus, besonders S. 11 ff.

3 vgl. ebd., S.46

4 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 231

5 vgl. Haber, Lebendiges Weltall, S. 13

6 vgl. ebd., S. 53 ff.

7 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 228 ff.

8 vgl. ebd., S. 231

9 vgl. ebd., S. 231

10 vgl. Gelhar, Wie der Mensch seinen Kosmsos schuf, S. 70

11 vgl. Littrow/Stumpff, Die Wunder des Himmels, S. 101

12 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 68 f.

13 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S.232

14 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 43 f.

15 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S.205

16 vgl. ebd., S. 232

17 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S.43

18 vgl. ebd., S. 45

19 Knobloch, 6.11.2000

20 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 46 ff. und 49 ff.

21 vgl. Hermann, Astronomie, S. 30 und Gelhar, Wie der Mensch..., S. 52

22 vgl. Crombie, Von Augustinus bis Galilei, S. 79 ff., sowie Knobloch, 4.12.2000

23 vgl. ebd., S. 83

24 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 213 f.

25 vgl. ebd., S. 218 und Held, Treffpunkt Platon, S. 119

26 vgl. Hermann, Astronomie, S. 34

27 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 73 f.

28 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 53 f.

29 vgl. ebd., S. 56

30 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 70 ff.

31 vgl. Hermann, Astronomie, S. 36

32 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 62

33 vgl. ebd., S. 62

34 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung des Weltbildes, S. 236 f.

35 vgl. ebd., S. 237 und Crombie, Von Augustinus..., S. 45

36 vgl. Döbler, Döblers Kultur- und Sittengeschichte der Welt, S. 125

37 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 63

38 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 238

39 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 60

40 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 235

41 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 233 ff.

42 vgl. ebd., S. 226 ff.

43 vgl. Hermann, Astronomie, S. 36

44 vgl. Crombie, Von Augustinus..., S. 21 ff.

45 von Borszeskowski, 16.11 2000

46 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 237

47 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 238

48 vgl. Crombie, Von Augustinus..., S. 28

49 vgl. Hermann, Astronomie, S. 31 f.

50 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 238

51 vgl. Hermann, Astronomie, S. 37

52 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 239

53 vgl. ebd., S. 240

54 vgl. ebd., S. 241

55 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 67

56 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 242

57 vgl. ebd., S. 243

58 vgl. ebd. S. 239 und Crombie, Von Augustinus..., S. 53

59 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 241

60 vgl. ebd., S. 243

61 vgl. ebd., S. 243

62 vgl. ebd., S. 244

63 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 65 und Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 244

64 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 244

65 vgl. ebd., S. 244

66 vgl. ebd., S. 245

67 vgl. ebd., S. 246 und Gelhar, Wie der Mensch..., S. 65

68 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 246 f.

69 vgl. ebd., S. 246

70 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit..., S. 238

71 vgl. ebd., S. 239

72 vgl. Gelhar, Wie der Mensch..., S. 67 f.

73 vgl. Crombie, Von Augustinus..., S. 87

74 vgl. ebd., S. 91 ff.

75 vgl. ebd., S. 93

76 vgl. ebd., S. 94

77 vgl. Blacker/Loewe, Weltformeln der Frühzeit, S. 240

78 von Borszeskowski, 16.11 2000

79 vgl. Rosenberg, Nicolaus Copernicus, S. 58

80 vgl. Hermann, Astronomie, S. 37

81 vgl. Dijksterhuis, Die Mechanisierung..., S. 305 f.

82 vgl. Döbler, Döblers Kultur- und Sittengeschichte der Welt, S. 98

83 vgl. Brandt/Chapman, Die Erforschung der Kometen, S. 25

84 vgl. ebd., S. 26

85 vgl. Döbler, Döblers Kultur- und Sittengeschichte der Welt, S. 98

Details

Seiten
29
Jahr
2001
ISBN (Buch)
9783640119134
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110893
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin – Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte
Note
Schlagworte
Astronomie Kosmologie Mittelalter

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Titel: Astronomie und Kosmologie im Mittelalter