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Mündliche Prüfung in Amerikanischer Kulturgeschichte

Skript 2002 58 Seiten

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Leseprobe

1606, April: Virginia Company

- Inbegriff für englische Kolonialisierung; ein von James I autorisiertes Kolonialunternehmen, das ursprünglich 2 Gesellschaften umfasste - London Co. In London und Virginia Co. in Plymouth.
- London Co. sollte zwischen dem 34. und 41. Breitengrad siedeln, die Virginia Co. Zwischen dem 38. und 45. BG - das doppelt vergebene Land sollte an den ersten erfolgreichen Kolonialisten übergehen.
- Entsendung erster Kolonialisten 1607, London Co. gründet Jamestown (105 Siedler)
- Virginia Co. ging 1624 bankrott und wurde von der Krone übernommen
- Die Niederlassungsrechte von Plymouth Co gingen 1620 an den Council for New England über

1607, Mai: Jamestown Plantation

- Die erste permanente Niederlassung auf dem Gebiet der heut. US am James River
- Von Christopher Newport 1607 gegründet
- Von Hunger, Krankheit und feindlichen Indianern geplagt, viele Tote
- Weitere Siedler 1610
- Ab 1612 finanzieller Ertrag durch den Anbau von Tabak, dies und der Frieden mit den Indianern sicherte das Überleben
- Jamestown war bis 1698 Hauptstadt Virginias

Ab 1619: Cheasapeake Society

- Maryland und Virginia
- Maryland für Katholiken gegründet, aber es kommen eher Protestanten, Tabak wichtig
- Ab 1620 kommen die ersten Sklaven (heißen erst ab 1700 Sklaven, vorher Diener), schnelle Ausbreitung

1619: House of Burgesses

- erste gewählte Volksvertretung im kolonialen Virginia
- 1619 trat die aus Gouverneur, einem Rat und 22 Burgesses ("freie Bürger") General Assembly zusammen und tagte mehr oder weniger regelmäßig
- das erste koloniale Parlament in Nordamerika!!!
- Gegen Ende des 17 Jahrhundert splitteten sich die Burgesses und das Zweikammersystem entstand

1620, November: Plymouth Plantation

- Schon auf Ihrer Hinfahrt auf der Mayflower, mussten die Männer den Mayflower Compact unterschreiben, mit dem sie sich zur ,,civil body politic" unter James I verpflichteten und gründeten daraufhin die Plymouth Plantation
- Die Anfangs guten Beziehungen zu den Indianern wurden immer schlechter, viele hungerten, starben durch die harten Winter
- Bewohnt wurde Plymouth von englischen Seperatisten, die die episkopale Organisation der anglikanischen Kirche ablehnten und deshalb nach Holland auswanderten, von dort aus stachen sie 1620 in See

1620: Mayflower Compact

- Von 41 Männern an Bord der Mayflower unterschriebener Vertrag, der auf Basis des puritanischen Selbstverantwortungsverständnisses die künftige Regierungsform der Kolonie der Pilgrims festlegte (Civil Body Politics unter James I) und den Ort Plymouth gründete

1620, um: Puritanism

- Puritaner gründen 1630 Massachussets
- Anfangs polemische Bezeichnung für die Vertreter einer Reformbewegung, die die anglik. Kirche von verbliebenen Elementen des römischen Katholizismus reinigen wollte
- Heißt übersetzte etwa ,,Reinheit", sehr religiös, gründen Harvard College 1636
- Schwierigkeiten mit der Krone und anglik. Amtsträgern veranlassten viele, sich vollständig zu trennen (Separatisten)
- Viele wanderten nach Holland oder weiter nach Nordamerika aus, wo sie auf die Unabhängigkeit von eine zentrale Kirchenoberbehörde bestanden
- Basis des Congregationalism, der beispielgebend für eine auf einem Volkswillen basierenden Zivilregierung war
- Roger Williams, Separatist, kam 1631 nach Massachusetts Bay -> exzentr. Ideen: König von England kein Recht, Land zu vergeben, das den Native Americans bereits gehört, Kirche u. Staat sollten separat sein -> 1635 verbannt, gründet Providence u.a. Städte in der späteren Kolonie Rhode Island: Politik der Toleranz aller Religionen, inkl. Judaism
- Anne Hutchinson auch nach Rhode Island verbannt; bedrohte nicht nur Orthodoxie sondern auch trad. Rolle der Geschlechter
- Puritans werden durch die harte Umgebung auch weltlicher, besonders ihre Kinder
- 1691-92 Salem: Hexen-Hysterie aufgrund des Zerfalls ihrer Werte
- 1663 übergibt Charles II Carolina einigen seiner Unterstützer à North Carolina: Tabak, Pech, Holz; South Carolina: Vieh, ab 1690 Reis (macht sie später reich)
- Middle Colonies betonen den Handel; New Netherland erste multiethnische Gesellschaft, 1664 9000 Menschen in der Hafenstadt New Amsterdam
- Pennsylvania wird von den Quäkern besiedelt (1681), religiöse Toleranz, nett zu Indianern, 1704 spalten sich die Schweden und Holländer ab, gründen Delaware-Kolonie
- Franzosen breiten sich im Inland aus, 1700 komplettes Mississippi-Basin à Louisiana
- Spanien gründet Texas 1691, Probleme mit New Mexico
1660/63: Trade and Navigation Acts
- Um in England wirtschaftlich mehr Nutzen von Nordamerika zu haben, wurden unter Charles II Gesetze erlassen, beginnend mit den Navigation Acts im Jahr 1660
- Händler wurden gezwungen, wertvolle Güter wie Zucker und Tabak ausschließlich nach England oder in engl. Kolonien zu exportieren
- Güter durften nur noch auf englischen Schiffen mit mehrheitlich engl. Besatzung nach Nordamerika importiert werden.
- Durch bereits weit vorangeschrittene Kolonisation verschaffte sich England die Kontrolle eines Gebietes, das sich von Maine bis South Carolina erstreckte
- Charles II (er und James der 2. wollen absolute Monarchen werden) beabsichtigte durch diese Gesetze, seine Anhänger und Unterstützer in England zu entlohnen
- Gegen 1690 kam es zu großen Aufständen der Kolonialisten gegen den König (James II, Glorious Revolution, er war außerdem sehr katholisch) und England - die Kolonialisten machten immer deutlicher, dass sie keine Einflussnahme des Königs mehr wollten.
- 1849 wurden die Acts aufgehoben

17. Jhrd, Beginn: Indentured Servants

- hauptsächlich Engländer, die mit Beginn des 17.Jhd in die nordamerikanischen Kolonien auswanderten. Meist hatten sie nicht das Geld für die Überfahrt und verpflichteten sich somit vertraglich, für meist 4-7 Jahre für den Plantagenbesitzer zu arbeiten, der die Kosten für ihre Überfahrt übernahm.
- Das Arbeitsleben der IS war meist extrem hart und führte oft zu starker Abhängigkeit vom Arbeitgeber. Nach ihrer Zeit beim Plantagenbesitzer wurden sie theoretisch mit etwas Land sowie finanzieller und materieller Grundausstattung entlohnt. In der Praxis sah dies jedoch anders aus.
- Diese Zustände führten zu großen Spannungen unter den Kolonisten, die erst abnahmen, als gegen Ende des 17. Jahrhunderts immer mehr Schwarze als Sklaven die Weißen ,,ersetzten".
- 1718 gründen die Franzosen New Orleans, Hauptstadt Louisianas
- 1733 Georgia als letzte der 13 ersten Kolonien gegründet
- Enlightenment (Aufklärung): Amerikanische Intellektuelle wie Benjamin Franklin betonen Vernunft, Fortschritt, Wissenschaft, gründen Bibliotheken, Universitäten, etc. American Philosophical Society, waren teils Deists, mögen keine religiösen Eiferer
- Great Awakening ab 1739: stieß auf Opposition der Elite, verstärkter Glaube, mehr Richtungen

Royal Colony

- Die 13 ursprünglich britischen Kolonien an der Atlantikküste, welche 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten und sich zu den USA zusammenschlossen (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia)
- Die Ursachen der Revolution waren vordergründig wirtschaftlicher Art, doch waren sie letztlich das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses der Kolonien, die bei aller Affinität zum Mutterland eine eigene Lebensart und die Möglichkeit zu unabhängiger Existenz entwickelt hatten.

1765: Stamp Act

- 1744 - 1748: King George’s War: Dritter Anglo-Französischer Krieg
- 1754 - 1760: Seven Year’s War: Wieder einer, auch in Amerika, England gewinnt
à beide, um die Kolonien zu erhalten bzw. auszuweiten
- England wollte ab 1763 die Kolonien verstärkt selbst für die Kosten aufkommen lassen, die sie und die Kriege verursachten à Unruhen und schließlich zur Revolution, der Lostrennung der Kolonien vom britischen Mutterland.
- Writs of Assistance: Beamte können Schiffe und Gebäude durchsuchen, Schmuggelwaren einziehen, Missbrauch
- 1764 Sugar Act: Einfuhrzölle auf Zucker und anderes, weil Briten Geld brauchen
- 1765 wurde der Stamp Act vom britischen Parlament beschlossen: Steuer auf alle Urkunden und Druckschriften
- Die Kolonisten organisierten massiven Widerstand, denn ihrer Meinung nach waren die Engländer zu diesem Schritt nicht berechtigt, denn ,,no taxation without representation".
- Sie boykottierten englische Güter und gingen teils gewaltsam gegen britische Steuerbeamte vor. 1766 wurde der Stamp Act aufgehoben, aber: Declaratory Act - Recht auf Besteuerung der Kolonien
- 1767 Townshend Duties, Revenue Act: wieder Steuern auf Importe, davon royal governors bezahlt à Non-Importation Agreement in Boston und bald anderen Städten, 1770 TD werden die Acts wieder zurückgenommen, außer bei Tee à Tee boykottiert, Engländer stationieren mehr Soldaten um royal governors zu schützen à Boston Massacre (sie töten Demonstranten), Lage beruhigt sich aber wieder
- Lord North will royal governors wieder aus Steuern bezahlen à Kolonisten wie Sam Adams gründen Committees of Correspondence in jeder New-England-Stadt (für die Kolonialrechte)
- 1773 Tea Act: British East Indian Tea Company fast pleite, darf deshalb direkt ohne Mittelmänner an die Konsumenten verkaufen, niedrigerer Preis als geschmuggelter Tee, auf dem niedrigpreis-Tee lag wieder eine Steuer à royal governors’ Gehälter à Boston Tea Party à Briten hocherregt à Strafgesetze (Coercive Acts): schließen den Bostoner Hafen, gegen Demokratie à Spannung steigtà Continental Congress

1765, um: Actual vs. Virtual Representation

- Die Kolonisten forderten von den Engländern, dass sie ihre eigenen Abgeordneten ins Parlament absenden konnten, damit ihre Interessen genügend vertreten wurden. Dies wäre dann die Actual Representation. ,,No taxation without representation".
- Die bisherige Art der Represetation war für die Kolonisten lediglich eine Virtual Representation, da sie nicht vertreten waren, und somit nicht ausreichend.
- Dagegen argumentierten die Engländer, dass es sehr wohl eine Actual Representation gebe, denn die Abgeordneten würden schließlich für alle, also auch für die Kolonisten, die Interessen vertreten.
- Diese Meinungsverschiedenheit führte zur Entfremdung und war ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit.

1774: Continental Congress

- Dieser fand 1774 statt und alle Staaten außer Georgia entsandten Vertreter.
- Der Kongress beschloss Maßnahmen zur Verteidigung der Rechte der Kolonisten gegen britische ,,Willkürakte" und wird als Vorform eines amerikanischen Parlaments gesehen.
- Anfangs trat der Kolonialkongress noch nicht für eine Unabhängigkeit von England ein. Dies änderte sich jedoch 1775 mit dem zweiten Kontinentalkongress.
- Als Antwort auf die andauernden Kämpfe mit England, wurde die Aufstellung einer amerikanischen Kontinentalarmee unter George Washington beschlossen.
- Als es zu keiner Einigung kam, besiegelte der Kongress mit der Verabschiedung der von Jefferson entworfenen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 die Loslösung von England.
- Whigs unterstützen die Unabhängigkeit; 20% der Weißen sind aber Loyalisten; Briten: 11 Millionen Einwohner, Amerika: 2.5 Mio, Briten sehr mächtig; George Washington schafft es mit Effizienz und Motivation, gewinnt nach langen Kämpfen den First Civil War, auch weil Frankreich, Spanien und Holland England den Krieg erklären à Peace of Paris 1782 - 83 (mit John Adams, B. Franklin, John Jay) Großbritannien erkennt die Unabhängigkeit an.

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- Außerdem Social Change: im Norden Hinterfragung und Beendigung von Sklaverei, Frauenrolle überdacht

1781, ratifiziert: Articles of Confederation

- Sie sind die erste Verfassung der Vereinigten Staaten.
- Die Staaten hatten zu Beginn der amerik. Revolution noch die aus 14 Artikeln bestehende Verfassung angenommen. Da es jedoch von vielen Staaten noch Einwände gab, zog sich die Ratifizierung bis März 1781 hin.
- Von nun an hieß der Kongress ,,The United States in Congress Assembled". Er hatte nun das Recht, über
- Krieg und Frieden zu entscheiden
- Offiziere zu ernennen
- von den Staaten Geld und Soldaten zu fordern
- auswärtige Belange wahrzunehmen
- Papiergeld auszugeben
- bei Streitigkeiten zw. den Einzelstaaten einzugreifen.
- 1787 wurde eine neue Verfassung ausgearbeitet, da es besonders in Bezug auf die Kompetenz bei Streitigkeiten zw. den Einzelstaaten zu starken Unstimmigkeiten kam.

1787: Northwest Ordinance

- Sie wurde 1787 vom Kontinentalkongress verabschiedet und legt die Verwaltung des Northwest-Territoriums fest (Gebiet zwischen dem Ohio-Fluss, den Großen Seen und dem Missisippi).
- schrieb die Wahl eines Gouverneurs und einer Zwei-Kammer-Legislative vor.
- Alles unter der Voraussetzung, dass die Bevölkerung 5000 freie männliche Erwachsene erreichte

1787: Philadelphia Convention

- Ist eine Delegiertenversammlung, die 1787 stattfand und die Verfassung der USA schrieb und somit die Verbesserung der ,,Articles of Confederation" erreichen sollte. Vorlage von Madison.
- Statt auf eine Verbesserung, einigte man sich jedoch darauf, sie völlig neu auszuarbeiten.
- Die Convention bestand aus 55 Vertretern aus 12 Staaten.
- Während der ersten Phase Entwicklung der Konturen der künftigen Regierung:
- Gewaltenteilung der Legislative, Judikative und Exekutive, checks and balances
- Umstritten war die Art und Weise der Wahl des Präsidenten. Man einigte sich darauf, diese Aufgabe einem Electoral College zu übertragen.
- Die Verfassung wurde am 17.9.1787 von 39 der 42 anwesenden Deligierten unterzeichnet.

1780er: Federalists/Antifederalists

Anti-Federalist (Henry, Mason, Monroe):

- Vorläufer während der 1780er Jahre der dann in den 1790er Jahren von Jefferson und Madison angeführten Anhänger der Democratic-Republican Party.
- Ihr erklärtes Ziel war es, die Ratifizierung der US-Verfassung zu verhindern, da die letztere angeblich die Exekutive zu stark machte und die Staaten- sowie die Bürgerrechte zu sehr beschränkte.
- Hatten ihre politische Basis hauptsächlich in den ländlichen Binnengebieten. Kritisierten die probritische Außenpolitik der Federalists.

Federalists:

- Befürworter der Ratifizierung der US-Verfassung, „Founding Fathers“, versprachen die Bill Of Rights, Anhänger der Präsidenten Washington / Adams sowie der Fiskalpolitik Hamiltons.
- Wunsch nach einer starken Zentralregierung, staatliche Kreditgewährung und Unterstützung der Wirtschaft sowie nach Neutralität in den Kriegen der Französischen Revolution.
- Während Adams’ Präsidentschaft versuchten sie, die Opposition mit Hilfe der Alien and Sedition Acts zu unterdrücken, wodurch diese jedoch nur gestärkt wurde
- Die Federalist Party spaltete sich hiernach wegen der X-Y-Z-Affäre (diplomatische Kontroverse mit Frankreich wegen probritischer Politik der USA) und dem sich ergebenden Beinahe-Krieg mit Frankreich in die probritischen, kriegsfordernden Hochföderalisten und die engeren Anhänger Adams.
- Diese Uneinigkeit begünstige den Sieg Jeffersons und seiner Partei in den Wahlen 1800.
- Der Tod Washingtons 1799 und Hamiltons 1804 beraubte die Federalist Party dann ihrer tatkräftigsten Führern, und sie zeigte sich in der Folge den gekonnt durchgeführten politischen Manövern der Jeffersonianer immer weniger gewachsen

1789/1791: Bill of Rights

- Sie sind die ersten 10 Verfassungszusätze (First Ten Amendments) und legen die Grundrechte fest. Sie basieren auf der britischen Magna Charta und der von Virginia verabschiedeten Declaration of Rights.

- Unter der Führung von Madison stimmte der Kongress 1789 den Sätzen zu und durch die Ratifizierung der BOR durch Virginia als zehnten Staat, wurde der Prozess abgeschlossen.

- Sie umfassen:

1. Religions- und Meinungsfreiheit
2. Recht auf Waffenbesitz
3. Beschränkung der Einquartierung
4. Schutz vor willkürlicher Hausdurchsuchung oder Verhaftung
5. Schutz vor Zwang zur Selbstbezichtigung
6. Recht auf ordentliches Gerichtsverfahren
7. Recht auf Verhandlung vor einem Geschworenengericht
8. Schutz vor grausamen oder ungewöhnlichen Strafen
9. Rechte jenseits der Verfassung
10. Limitiertheit der Bundesrechte

1789-95: Hamiltionian System

- 1789 1. President George Washington, Congress versammelt sich in 1. Hauptstadt New York, 1. Kabinett.
- Hamilton als erster ,,Finanzminister" widmete sich um 1790 am Vorbild des britischen Systems der Staatverschuldung. Auf seinen Vorschlag schuf der Kongress 1791 die Bank of the United States (teils privat und teils staatlich). Ihre wichtigste Funktion war die Kreditvergabe und die Ausgabe von Banknoten. Sein Finanz- und Währungssystem stellte die Kreditwürdigkeit bei den Europäern wieder her und führte zu genügend Kapital, um den wirtschaftlichen Fortschritt zu garantieren

- Vermont, Kentucky, Tennessee 1796 neue Staaten (wg. Bedrohung durch Engländer, Spaniern, Indianer)
- 1789 French Revolution: Radikalismus; Westen/Süden: pro-french; Northern-Federalist: pro-british (trade). Republicans (Jefferson): pro-french. Washington ist Federalist.
- 1796 first election / partisan contenst: Jefferson against Adams (Federalist)àSedition Acts

1798: Alien and Sedition Acts

- 4 Gesetze, um den inneren Feind matt zu setzen. 1798 verabschiedet.

1. Alien Enemies Act: Spionage oder Sabotage sollte vorgesorgt werden
2. Alien Friends Act : Einwanderer, die der Präsident für gefährlich hielt, konnten ohne Beweis wieder abgeschoben werden.
3. Naturalization: Um das Wählen für Iren zu erschweren, musste man nun 14 statt 5 Jahre in einem Staat gelebt haben, um das Wahlrecht zu bekommen.
4. Sedition Acts: Es wird untersagt, etwas zu sagen, schreiben oder drucken, was den Präsidenten wütend machen könnte.

Internal improvements

Verbesserung des Transportwesens in den USA ... Bund wollte jedoch nicht dafür zahlen, Länder ebenfalls nicht, Streit entflammte

Jeffersonian Republicans, Era of Good Feelings

- Partei Jeffersons im späten 18. und frühen 19. Jhd.
- Aus örtlichen Klubs der Anti-Federalists entstanden, nahm sie um 1791 die Form einer politischen Partei an.
- Sie verstand sich als den Idealen der Französischen Revolution verpflichtet.
- 1800 gewann sie mit Jefferson gegen Adams (Verhandlungen mit Frankreich, keine Kriegsangst) die Präsidentschaftswahlen und stellte dann alle Präsidenten bis 1825.
- Nach der Abspaltung der National-Republicans 1824 und der Wahl Jacksons zum Präsidenten ab 1829 wiederum an der Macht, wurde sie allmählich unter dem Namen Democratic Party bekannt.
- Jefferson stellte sich auf die Seite des Volks und denunzierte Privatansprüche als eigennützig. Er war überzeugter Anhänger der Aufklärung und betonte die natürlichen Rechte des Individuums, die er am besten in einer agrarisch orientierten, dezentralisierten Gesellschaft gewahrt sah. Machte Federalist-Maßnahmen rückgängig.

1801: Judicial Review (Marbury versus Madison)

- In der Constitution fehlten Befugniszuweisungen für die Gerichte, außerdem war der Machtbereich des Supreme Courts nicht eindeutig.
- Deshalb ernannte Präsident Adams nach dem Judiciary Act von 1801 an seinem letzten Amtstag Marbury als Richter, der Act kreierte 15 neue Richterposten, die Adams in letzter Minute durch überstürzte Ernennungen gefüllt hatte; außerdem Richter d. SC v. 6 auf 5 reduziert -> Reduktion hätte Jefferson an SC Ernennung gehindert, bis 2 Posten freigeworden wären
- Der Staatssekretär Madison von Adams Nachfolger Jefferson klagte gegen die Ernennungen und 1803 wurde das Gesetz als verfassungswidrig vom Supreme Court abgelehnt.
- Großer Schritt: zum ersten mal wurde ein Gesetz vom Kongress für verfassungswidrig erklärt.
- judicial review, Macht d. Courts, d. Verfassungskonformität d. Legislative zu beurteilen; Constitution = supreme law; Supreme Court = Pflicht, Gesetz zu schützen

1803: Louisiana Purchase

- 1803 bot Napoleon den Amerikanern das Louisiana-Territorium für 15 Mio. Dollar an, da er Geld für den Krieg gegen England brauchte.
- Durch dieses Kauf verdoppelte sich die Größe der Vereinigten Staaten und die geostrategische Position wurde immens verbessert
- Jefferson kaufte das Territorium und der Senat hatte erst nachträglich die Möglichkeit, den Entschluss zu sanktionieren.

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- 1804: Jefferson (Anti-Fed. / Republican) gewinnt

- Aaron Burr (pro-british/seperatist), Jefferson’s Vizepräsident, bringt Unruhe in der R. Partei auf, Jefferson wird auch von den Quids attackiert: denken, dass Jefferson die republikanische Einfachheit bloßstellt
- Amerikanische Segler werden von den Briten in die British Royal Navy gezwungen (Krieg g. F.) à Embargo Act: ökonomischer Druck um Neutralität zu unterstreichen, schadet aber eher der US-Wirtschaft
- Trotzdem gewinnt 1808 Madison (Anti-Fed. / Republican) gegen die Federalist Party, Bürger denken, die Briten beleidigen Amerikaner und vermuten, dass sie von Kanada aus angreifen wollen, 1812 erklärt Madison ihnen den Krieg. England siegt mehrmals zu Land und Wasser, kommen aber nicht voran à 1814 Vertrag (prewar-status-quo).
- 1812 gewinnt Madison (Anti-Fed. / Republican) äußerst knapp (Norden v.a. Federalists, De Witt Clinton). Federalists beschließen die Hartford Convention, wollen New England stärken und regen sich über die milit. Verluste auf. Aber durch die Rückkehr des Friedens gewinnt Monroe (Rep.) 1816, noch leichter 1820.
- Jetzt beginnt die Era of Good Feelings à neuer Nationalgeist, politische Übereinkunft, sie wird jedoch durch die Sklavenfrage bald enden.

1820: Missouri Compromise

- Der MC wurde 1820 vom Kongress beschlossen, um die Diskussion über Sklaverei im Gebiet der Louisiana Purchase zu beenden. Der Compromise sollte das Gleichgewicht zwischen den freien und den Sklavenstaaten erhalten.
- Um eine Krise zu verhindern, wurde die Sklaverei nördlich von Missouri verboten. Südlich durften weiterhin Sklaven gehalten werden. Durch Missouri als neuem Staat hätte es 12 Staaten mit und 11 ohne gegeben. Deshalb wurde zusätzlich Maine als freier Staat angenommen.
- Freien Schwarzen durfte der Zutritt in ,,versklavte Staaten" nicht verwehrt bleiben. Dies wurde 1821 durchgesetzt.
- Folge: Zuerst wurde die Nord-Süd-Spannung zwar besänftigt, aber 1854 wurde der MC durch den Kansas-Nebraska-Act außer Kraft gesetzt. Trotzdem wurde erstmals vom Kongress bestimmt, dass Sklaven kein Eigentum waren und durchgesetzt, dass Sklaverei verboten werden konnte

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- Monroe hat Erfolge: erhält Florida von Spanien, gutes Verhältnis zu den Briten
- 1821 neue Staaten im Westen: Vermont, Kentucky, Tennessee, Ohio, Louisiana, India, Mississippi, Alabama, Maine, Missouri

1823: Monroe Doctrine

- Ansprache von Präsident Monroe vor dem Kongress 1823:

1. Amerika wird sich nicht in europäische Kriege einmischen, es sei denn amerikanische Interessen sind betroffen.
2. Der amerikanische Kontinent kann nicht mehr von europäischen Mächten kolonisiert werden.
3. Jeder zukünftige Versuch wird als Gefahr für Frieden und die Sicherheit des Landes angesehen.

Eigentlich wollte er so die Einmischung Europas in amerikanische Angelegenheiten verhindern. Bis 1850 wenig beachtet, später wurde dann als Grundorientierung in der amerik. Außenpolitik festgelegt.

1820er: Second Party System

- 1824 existierte nur noch die Republican Party, Mitte der 1820er hatten sich die Republicans durch starke Spannungen (Industrialisierung, West-Expansion, Baumwollanbau) gespalten.
- Es gab nun die Democratic-Republican-Party (später Democrats/Jefferson), die sich für die Rechte der Einzelstaaten stark machte, und die National-Republican Party (später Whigs), die sich für die nationale Unterstützung in der Wirtschaft aussprach.
- Folge: Ämter wurden nun durch Wahlen besetzt und lokal und national wurden die Parteien organisiert und somit für Wähler greifbar.

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- Wahlen werden demokratischer gestaltet
- 1824: 4 Präsidentschaftskandidaten, querelen nach der Wahl, Jackson die meisten Stimmen aber nicht die Mehrheit à Adams (NR) gewinnt durch Einfluss von Henry Clay, dieser wird Secretary of Stateà Jackson-Wähler vermuten Korruption
- Jackson ist ein Kriegsheld und gewinnt 1828 (Democrat) gegen Adams

1830er: Jacksonian Democracy

- Jackson war der erste Präsident, der nicht aus der Elite hervorkam und passte perfekt in die Zeit der Reformbewegungen in den 1830ern.
- Er hatte großes Misstrauen gegen Monopole und Privilegien.
- Er glaubte, dass Freiheit eingeschränkt würde, wenn sich die Regierung in die Wirtschaft einmischt (internal improvements).
- Gegen die (Second) Bank of the United States als Monopol begann er einen Kampf, denkt dass sie die Reichen noch reicher macht, er hasst auch Papiergeld.
- Er nutzte das Prinzip ,,rotation office"/spoils system(Beamte konnten wieder entlassen werden), um zu vermeiden, dass eine elitäre Bürokratie entstand. Zwar sicherte er den Einzelstaaten Rechte zu, aber er war Verfechter der Idee, dass Amerika eine Nation sei.

1833: Indian Removal Act

- Bei der Besiedelung Richtung Westen, stießen die Siedler immer wieder auf Indianer, denen sie durch Verträge ihr Land wegnahmen. Diese Verhandlungen waren meist jedoch zäh und langwierig.
- Durch die Wahl von Präsident Andrew Jackson hatten die Siedler jedoch jemanden auf ihrer Seite. 1830 erließ er den Indian Removal Act, der Jackson die Macht gab, Landesansprüche gegen Indianer mit Gewalt umzusetzen und die Indianer zu vertreiben.
- Dies geschah ab 1838 auch durch die Armee. Jackson ignoriert sogar die Entscheidung des Supreme Court, der für die Interessen der Indianer entscheidet.
- Das bekannteste Ereignis in diesem Zusammenhang war der ,,trail of tears". 15000 Indianer wurden gewaltsam im eisigen Winter meilenweit nach Oklahoma umgesiedelt. 4000 Indianer starben. Dieser Akt war der erste von vielen traurigen Vertreibungen bis alle Indianer ihr Leben in Reservaten fristeten

1828: Nullification

- Der Süden ist gegen Jackson’s Tariff of Abominations (Greuel): Manufakteure aus dem Norden werden vor Auslandskonkurrenz geschützt, aber der Süden muss höhere Preise zahlen
- Jackson’s Vizepräsident Calhoun schrieb 1828 anonym im ,,South Carolina Exposition and Protest", dass ein Gesetz, das die Constitution verletzt, von den Bundesstaaten angezweifelt und innerhalb der eigenen Gesetze außer Kraft gesetzt werden könnte.
- Offiziell wurde dies auf den Erlass von Schutzzölle bezogen, wobei im Hintergrund sicherlich die Angst der Südstaatler steckte, dass auch die Sklaverei abgeschafft werden könnte.

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Details

Seiten
58
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783640089581
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110798
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
Schlagworte
Mündliche Prüfung Amerikanischer Kulturgeschichte

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Titel: Mündliche Prüfung in Amerikanischer Kulturgeschichte