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Die Kathedrale ist das Herz der Stadt - Ðakovo

Hausarbeit 2006 11 Seiten

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe

Inhalt:

- Bekanntes Sprichwort.doc

- Zwei Kathedralen - Vorläuferin.doc

- Beginn der Bauarbeiten.doc

- Innerliche Ausstattung.doc

- Kreuz - gründliche Bestimmung.doc

- Motiven aus Altem Testament.doc

- Motiven aus Neuem Testament.doc

- Statuen und Reliefs.doc

- Hauptaltar.doc

- Nebenaltare.doc

- Predigtstuhl.doc

- Bischöfliche Katheder.doc

- Kreuzweg.doc

- Portale.doc

- Grab des Bischofs Strossmayers.doc

- Die Botschaft von der Fassade.doc

- Danksagung

- Literaturquellen

Bekanntes Sprichwort: «Đakovo ist das Herz des Slawoniens!», könnten wir, wenn wir schon über die Kathedrale in Đakovo sprechen, mit Recht erweitern und sagen: «Đakovo ist das Herz des Slawoniens und die Kathedrale ist das Herz der Stadt Đakovo!» Die Kathedrale ist wirklich ein Herz im Herzen! Nach seiner Bedeutung und geografische Lage, nicht nur symbolisch, sondern auch wirklich. Die Stadt - Đakovo und die Kathedrale sind echt zusammengewachsen und noch mehr, Synonymen geworden. Die Kathedrale ist Grundmauer der Stadt, Garant seiner Wurzeln und kontinuierliche Geschichte und der Stadt ist ihrer fruchtbarer Boden, sichere Umgebung, stolze Verehrer und treue Wächter.

Zwei Kathedralen - Vorläuferin

Die Kathedrale in Đakovo gehört zu den Jüngsten in Kroatien: Sie ist gleichzeitig die östlichste, bischöfliche, katholische Domkirche, neben Grenzen zwischen Westen und Osten. Aber, ihre Wurzeln, befinden sich tief in Geschichte und reichen bis zum 13. Jahrhundert. Wegen damals noch, unruhigen und unsicheren Lage in Bosnien, bosnische Bischöfe und bosnisches Kapitel, mussten ihren Sitz: «Berg bei Sarajevo», verlassen: Überquerten das Fluss Sava und bischöfliche Kathedrale (Sitz), übertrugen nach Đakovo und behielten damals noch immer die geistliche Macht über Bosnien.

Der Bischof Ponsa, ein Dominikaner, übersiedelte als Erster für immer nach Đakovo. Er und seine Nachfolger wurden im Jahr 1239. – durch Geschenkurkunde des kroatischen Fürsten Koloman - Herrscher von Đakovo und seine Umgebung. Hier bauten gleich das Bischofsschloss und die erste Kathedrale, die sie Wegen verschiedenen Bedrohungen umzogen mit einer Schutzmauer.

Diese erste gotische Kathedrale zerstörten die Türken, während ihres 150- jährigen Aufenthalts in diesen Gegenden (1537-1687). In diese Zeit dürften Bischöfe nicht mal nach Đakovo vorbeifahren und in der Stadt standen mehrere Moscheen. Nachdem die Türken verjagt wurden, Bischöfe Djuro Patačić und Petar Bakić, am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts, bauen innerhalb des alten Mauers neue, zweite sehr bescheidende Kathedrale und Bischofsschloss. Bosnien bleibt weiter unter Türken aber für kirchlichen Bezirk bekommt ein besonderer, apostolischer Geistlicher (Vertreter des Bischofs) und damit wurde von seinen Bischöfen, die blieben in Djakowo auf kleinem Gebiet, getrennt.

In gleiche Zeit im Nachbarschaft, nach Osten, lag damals sehr berühmtes und armes syrmisches Bistum, mit dem Sitz in Syrmium. Papst Klemens, der vierzehnte, vereinigte im Jahre 1773, unter einem Bischof, syrmisches und bosnisches Bistum mit dem Sitz in Đakovo. So erschaffenes Bistum bekam Nahme bosnisches und syrmisches Bistum oder nur Bistum von Đakovo und Syrmien.

Beginn der Bauarbeiten

Gleich nach dem die Türken gegangen sind, wurde die zweite Kathedrale gebaut aber nach seiner Konstruktion war sehr schwach und unreparierbar. Auf Beginn die neue Kathedrale zu bauen, vorbereiteten sich schon die Bischöfe Anton Mandić (1806.-1815.), welcher gründete eine «Stiftung für Kathedralenbau», dann sein Nachfolger Emerik Raffay (1816.-1830.), welcher die Bauzeichnungen für neue Kathedrale machen lies aber sie wurden vom wienerischen Bauamt abgewiesen und Bischof Josip Kuković (1834.-1849.), welcher zwar bekam von Regierung die Genehmigung für Ausführungsplan und Kostenanschlag anstatt neue Kathedrale und besaß bedeutende Stiftung, könnte sich aber nicht entscheiden und an die Arbeit machen. Wunsch seinen Vorgänger erfüllte Bischof Josip Juraj Strossmayer (1848.-1905.).

Als Strossmayer mit Bauarbeiten der Kathedrale begann, war er auf dem Höhepunkt von seinen männlichen und intellektuellen Kräften: im 52. Jahr des Lebens und in 16. Jahr des bischöflichen Dienstes. In Großer unternehmen legte er sein verschaffenes Ansehen, Energie und Kenntnisse, vererbte Stiftung sowie bischöfliche und eigene Mittel, ein. Und schufte Werk, welches bewundert jeden Besucher von Đakovo.

Die Bauzeichnungen für Kathedrale bestellte Bischof Strossmayer in Wien, bei sehr bekannten Architekten Karl Rösner. Mit ihm unterschrieb er den Vertrag über Bauarbeiten in Đakovo, am 17. April 1866. Nach dem Plan, Kirche sollte nach 5 Jahren fertig sein, aber die Bauarbeiten wurden verzogen auf 16 Jahren, bis 1882. In Zwischenzeit starb der Architekt Rösner und Bischof angagierte Zweiten Architekt, Friedrich Schmidt, ebenso einen Wiener, welcher gleichzeitig baute Kathedrale in Zagreb. Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Schwierigkeiten; besonders in Beschaffung von Materiallien. Nur die Ziegel wurden in bischöflicher Ziegelfabrik gebacken. Für den Bau verbrauchte man ungefähr 7 Millionen Ziegel, die Steine und alles anderes musste man in ehemaligen Verhältnissen aus Istrien, Österreich, Ungarn, Italien, Frankreich und von anderen Seiten einführen.

Innerliche Ausstattung

Am Tag, 28. April 1870., als die Bauarbeiten schon genügend fortgeschritten waren, Strossmayer machte den Vertrag über die Bemalung der Kathedrale. Für diese Arbeit wurden zwei deutscher Maler ausgewählt, die in Rom lebten, Vater und Sohn, Alexander-Maximilian Seitz und Ludwig Seitz. Nach künstlerischer Richtung gehörten die Maler zu «römischem Nazarener». Vereinbart wurden 36 Freskenbilder und jedes Bild umfasst mehr als 30 m2 der Flächen. Aber es wurden insgesamt 43 Fresken, gemacht. Dieser Arbeit machten die Maler mit zahlreichen Helfern, 12 Jahren lang, nur in wärmeren Monaten. Die Bilder mit lebhaften Farben zeigen biblischen Szenen: im Hauptschiff, befinden sich zehn ausgewählten Szenen aus Altem Testament und im Querschiffen sowie Apsiden, folgen Themen aus Neuem Testament beziehungsweise die Szenen aus dem Leben des Jesus sowie Gestalten den Aposteln und Ereignissen aus dem Leben des Apostel Petrus. Die Bilder sind attraktivsten Einzelheiten der Kathedrale.

Außer Bilder in Kathedrale befinden sich 7 Altare und feierlicher Predigtstuhl auf welchen sind Statuen aus Stein und Reliefs der Heiligen.

Hauptalter ist architektonisches Meisterwerk, gewidmet der Kathedralen Patron heiligem Apostel Petrus. Auswahl der heiligen Erscheinungen auf Nebenaltaren sind mit Geschichten des Bistums, Ideen des Bischofs der Erbauer und allgemeinen Volksandacht, zusammengebunden.

Alle Wandflächen der Kathedrale sind mit gefärbten Ornamenten in sehr unterschiedlicher Form, verschönert. Dass ist das Werk des Dekorationsmalers Josipa Voltonija und seinen Mitarbeiter.

Bemerktbar sind auch die große Kirchenorgel, auf dem Sängerchor. Bei einem Feuerbrand im Jahre 1933 verbrannte die erste Orgel ganz. Heutige Orgel machte eine bekannte Orgelbaufirma aus Slowenien von Franz Janecki. Die Orgel haben 73 Registern, drei Manuels und Pedal mit 5.486 Orgelflöten.

Große Fläche unter dem Hauptaltar und Querschiff besitzt Krypta, in welche zwei Eingänge führen:, aus Kathedrale undvon der Straße. Dort ist das Grab des Erbauers, Bischofs Strossmayer und anderen Bischöfen, der Platz ist geeignet für gelegentliche Festlichkeiten, Ausstellungen und Konzerten.

Außenseite der Kathedrale wurde aus einheimischem rotem Fassadenziegel gebaut. Sie ist mit breiten Treppen zugänglich und man kann in seine drei Schiffe durch drei feierliche Portale eintreten. Von Frontalseite aus, zwei Glockentürme verschönern die Kirche und von Hinterseite die Kuppel. Seine rote Silhouette, ist schon von weiten und allen Zufahrten in der Stadt sichtbar.

Errichtung der Kathedrale dauerte von 1866. bis 1882. Kirche wurde feierlich geweicht, neben vielen Gästen aus Kroatien und ganzem Europa, am Sonntag, den 1. Oktober 1882.

Kreuz – gründliche Bestimmung

Umriss der Kathedrale ist im Zeichen des lateinischen Kreuzes. Diese Symbolik auf seine Weise setzt fort und bereichert Verteilung der Bilder: entlang der Kreuzbalken Altes Testament und auf Querbalken, Motiven aus Neuem Testament. Im Mittelpunkt von zwei «Querbalken» ist Hauptaltar (Opfertisch), Symbol des Christen. Hauptaltar übersteigt vergoldete Kuppel, Zeichen des Himmels und Ewigkeit. Christ ist somit die Zentralperson und gründliche sowie geistliche Dimension der Kirche. Er erfühlt Versprechungen aus Altem Testament, durchschneidet und beendet Altes Testament und beginnt Neues Testament. Gesamtes ikonografisches Verzeichnis der Kathedralenbilder ist zu dieser Idee gelenkt.

Motiven aus Altem Testament

Auf beide Seiten des mittleren Kathedralenschiffes, über Arkaden, beginnend von Sängerchor und Kirchenorgel bis zum Hauptaltar, sind zehn großen Wandfresken mit Erscheinungen aus heiligen Schriften - Altem Testament, aufgereiht. Vier Bilder auf nördliche Seite machte Alexander-Maximilian Seitz, der Vater und vier auf südliche Seite, sein Sohn Ludwig Seitz. Römischer Maler Ludovico Ansiglioni malte von jeder Seite je ein Bild aber unterschrieb sie nicht.

Im Programm sind Szenen aus Altem Testament eingeordnet, welche erzählen über kontinuierliche Geschichte der Rettung. Hauptpersonen auf den Bilder sind gleichzeitigVorbilder, Vorfigurationen des Christen, der Retter. Je zwei Bilder, gegenseitig gestellt, umkreißen eines Thema.

Erstes Paar der Bilder erzählt über Adam und Eva im Paradies und von Vertreibung aus Paradiesgarten; zweites über Sintflut und Dankopfer der geretteten Noahfamilie; drittes Paar stellt vor Zuschauer den Urgroßvater Abraham welcher ist bereit, eigener Sohn Izak, zu opfern sowie jungen Joseph, welchen neidischen Bruder verkaufen nach Ägypten; viertes Paar darstellt Auferfindung des kleinen Moses im Nil und Übernahme des Gottes Gesetzes auf Sinai; fünftes, letztes Paar der Bilder, zeichnet das Leben des Jesus Vorahnen Königs David; seiner Salbung und Sieg über der Riese.

Motiven aus Neuem Testament

Ikonografisches Programm aus Neuem Testament in Kathedrale ist gereiht auf den Wänden und Apsiden der Transept (Querschiffes), im Kleruschor sowie in Hauptapside.

Diese Baueinheit ist für 6 Stufen höher als Mitten und Nebenschiffe undbildet kathedralisches Heiligtum, in welche erhöhte Mitte, auf Hauptalter, man Liturgie feiert.

Eine Freskenreihe befolgt chronologisch das Leben und Werk des Jesus, von Ankündigung bis Verherrlichung. Zyklus hat drei Gruppen von je fünf großen Kompositionen.

Im südlichen Schenkel befinden sich die Bilder der Jesuskindheit und seinem Geheimleben (Verkündigung des Herrn und Marias Besuch Elisabeth, Jesusgeburt, Geschenk dreier Könige, Zwölfjähriges Jesus im Tempel, Jesus Taufe).

Im Kleruschor sind Erscheinungen aus Jesus öffentliche Arbeit (Jesus Rede auf dem Berg, Jesus im Lazarus Haus, Jesus heilt Kranken, Jesus treibt Geschäftsleute aus dem Tempel, Eingang in Himmel und Krönung der Mutter Gottes).

Im nördlichen Schenkel des Querschiffes sind großen Abschlussereignissen aus dem Jesusleben (Letztes Abendessen, Jesus im Getsemani Garten, Beweinung des Jesus, Frauen vor leerem Grab des Jesus, Jesus Verherrlichung).

Im diesem gründlichen biblischen Faden, sind vor allem auf Bilder am Spitzen von drei Apsiden, noch besonderen, Strossmayers geschichtlichen Reminiszenzen auf das Leben der Kirche in diesen Gebieten, gewebt: einige heiligen Gestallten, Vertreter von manchen kroatischen Gegenden, Selbstbildnissen der Maler und ihren Familien, unbekannte Personen aus dem Volk und Bischof – Donator Strossmayer. . Unten Fresken der südlichen und nördlichen Apsiden sind Porträts des ersten Jesus Auserwählten, Nachfolger und unmittelbaren Mitarbeiter der Apostel, angeordnet: in jeder Apside je fünf (ohne Petrus und Judas). In beiden Schenkeln des Querschiffes, unter großen Fresken welche zeigen Jesus Leben, im halb gerundeter Feldern (Lünetten) sind je drei Szenen aus dem Leben des Kathedralenpatrons – Apostel Petrus.

Statuen und Reliefs

In zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Kathedrale gebaut wurde, Skulpturkunst in Europa war vernachlässigt. Im Ausdruck ist statisch, zu wenig inwendig und originell. In solchen Umständen, Strossmayer, sucht Fachleute, welche sich mit Innenausstattung der Kathedrale, beteiligen werden, fährt an Quellen damalige künstlerische Produktion, in österreichische, italienische und deutsche Städte, zuletzt nach Rom und verbindet sich mit Künstlern.

Aus geschichtlichen Gründen entscheidet sich für romanischen Baustil, welcher Ernsthaftigkeit mit Dekorationen der gotischen Charakterfestigkeit, veredelt. Dass ist besonders sichtbar in Schnitzereien und in altarischer Architektur. Bildhauerisches Teil der innerlichen Ausstattung wurde in letzten 5 Jahren gemacht, von 1877. bis zum Jahr 1882.

In Bezug auf Wandbilder und Dekorationen, Altaren mit dazugehörigen Skulpturen, sind räumlich im zweiten Plan. Aber in ganze Erlebnisse der Innenausstattung alles wirkt eigenartig und übereinstimmend, wie bei klarer Konzeption, konsequent durchgeführt bis Einzelheiten.

Hauptaltar

Ist architektonisch besonders vorgehoben, 15 Meter hoher, vierseitiger Baldachin (Thronhimmel) des Hauptaltars tragen vier geschnitzten Säulen aus Marmor. Jede Seite des Baldachins ist verschönert mit geschnitzten, vergoldeten Ornamenten und ausdruckvoller Steinmedaillon, einem von vier westlichen Kirchenvätern: hl. Grgur der Große, hl. Ambrosia, hl. Augustin und Jeronimus.

Über großen Baldachin ist kleinerer Gewölbe unter dem ist die Statue der Kathedralenpatron hl. Petrus der Apostel. Alles zuschließt großes Kreuz, umgeben mit Steinstatuen der vieren Engeln.

Auch diese Komposition hat ihre Botschaft: Altar (Christ) ist Grund auf welcher Gläubigergemeinschaft, Evangelisten und ihren Vertretern (Kirchenvätern) erbauen (Kirche) und Sie führen zu Rettung (nach Kreuz) in Ewigkeit (Engeln). Anfänger des Altars ist Karl Rösner, und er wurde vollendet, neben vielen Strossmayers Bemerkungen, von Architekten Friedrich Schmidt. Sternmedaillon und Statuen machte Vatroslav Donegani.

Nebenaltare

Es gibt insgesamt sechs neben oder Seitenaltare. Entfalteten und Reicher sind in Apsiden des Querschiffes (Transepten) sowie zwei Einfacheren im Kapelen, mit welchen enden Seitenschiffe.

In nördliche Apside ist Altar des heiligen Ilyas, des Propheten, Verteidiger vom bosnischen Teil des Bistums. Die Models der drei Statuen gab Georg Feuerstein, welcher damals im Rom tätig war aber die Statuen machte wienerlicher Bildhauer Joseph Philipp. Monumentale Statue des Ilyas Propheten besitzt der mittlere Raum des Retabels. Die Ilyas Statue übersteigt nach ausdruckvoller Stärke und Größe, den gestellten, architektonischen Rahmen. Links und Rechts vom heiligen Ilya sind Statuen des heiligen Irdenes und heiligen Paulus. Ebenso dynamisch, aber Kleineren maßen und seitlich geschoben.

Die Statuen für den Altar in südliche Apside machte Vatroslav Donegani. In mittlere Altarnische ist heiliger Dimitris, syrmischer Diakon und Märtyrer, der Patron von syrmischen Teil des Bistums. Gezeigt nach «solunischer Tradition», als Soldat in römisches Offiziersgewand, mit dem Zeichen des Märtyrertums: Palmenzweig in Hand. Links und Rechts von ihm, in kleinerem Raum sind heiliger Juras, Märtyrer und heiliger Johann Kapistran, Franziskaner, verdienstvoll im Kampf gegen Türken in Syrmien und Slawonien. Beide Altare sind architektonisch identisch und nach dem Lage symmetrisch. Obwohl Feuersteins Statuen mehr dynamisch sind als die von Donegani, der Altar des heiligen Dimitris mit seiner Zurückhaltung, ist besser innerlich eingeschlossen zwischen Apsidenraum.

Zweites Paar der Altare im Querschiff steht neben westlicher Mauer, Links und Rechts vom Hauptaltar. Sie projektieren Architekt, Friedrich Schmidt und Statuen für sie machte Vatroslav Donegani. Architektonische und dekorativ sind miteinander sehr nahe. Auch hier sind Retabeln dreiteilig und Baldachin unter dreieckigen Giebeln, welcher übersteigt die Statuen, niedriger. Von Rechte Seite aus ist Altar des Mutter Gottes. In mittleren Raum ist Gottesmutter mit Kronen auf dem Kopf, kleinem Jesus in Linke und mit Apfel in rechte Hand. Neben Sie in Raum von rechts und links sind, kleinere Statuen des Engels: ein mit Zither, zweite mit Tambur. Der Paar vom diesem Altar, auflinken, südliche Seite ist Altar des hl. Johanns, verlobter des barmherzigen Jungfrau Maria. Seine Statue mit zwölfjährigem Jesus, ist im mittleren Raum des Retabels und neben ihn sind in seitlichen Nischen, die Statuen der hl. Katarina, Jungfrau und Märtyrerin sowie hl. Cecilia, ebenso Jungfrau und Märtyrerin. Das dritte Paar den Altaren befindet sich in zwei Kapellen, mit welchen Querschiffe enden. Zeichnungen für sie machte auch Friedrich Schmidt und die Statuen Vatroslav Donegani. In Retabeln sind niedrige Nischen, überdeckt mit dreieckigen Giebeln, dreiblättrig geöffnet, gehoben durch Halbsäulen. Dekorationen sind hier auch gotisch. Im rechten Altar ist Statue des hl. Johannes Nepomuk und im Linken sind slawische Apostel und europäische Mitbeschützer, heilige Bruder Cyril und Metodie. Hier ist auch die Berührung mit der Geschichte des Bistums, weil hl. Metodie syrmischer Erzbischof und Metropolit war und auf diese Weise, sind Bischöfe aus Đakovo seiner Nachfolger.

Predigtstuhl

Predigtstuhl ist neben Nordpylon untergebracht, am nächsten des Hauptaltars. Seiner Korpus ist sechskantig, getragen von sechs Marmorsäulen. Predigtstuhl projektierte der Mitarbeiter vom Friedrich Schmidt, Hermann Bollé. Mit Statuen sowie Reliefs wurde von Vatroslav Donegani ausgestattet. Auf den Predigtstuhl steigt man mit gekrümmten Treppen hinauf. Vier Flächenräumen bedecken Steinreliefs: Verkündigung des Herrn, Marias Verlobung, Vorstellung des Jesus im Tempel und Jesus auf dem Kreuz. Neben Reliefs, auf sechs Ecken sind die Statuen des bekannten christlichen Glaubensboten und Prediger gestellt : hl. Johann Zlatousti, hl. Bernardino Sijenski, hl. Alfons Liguori, hl. Anton Padovanski, hl. Ignacio Loyolski, hl. Tomas Akvinski. Der Architektur des Predigtstuhles ist verschiedener als Architektur des Altars. Der Predigtstuhl ist romanisch konzeptualisiert, während die Statuen und Basreliefs mit klassischem Renaissancemalersausdruck, inspiriert sind. Die Statuen sind sehr aufmerksam gemacht und Basreliefs kompositorisch klar und sauber, ohne unnötige Details.

Bischöfliche Katheder

Ganz am ende der Hauptapside befindet sich bischöfliche Katheder (Stuhl, Sitz) sowie kanonische und klerikal Bänke. Gemacht nach Zeichnungen des Friedrichs Schmidt, vom Eichenholz, mit geschnitzten Verschönerungen am Rand. Im giebeligen Teil des Bischofsthrones, nach Strossmayers Wunsch – wurde ein Holzrelief – welches zeigt Gottesmutter mit dem Kind Jesus im Schoße, eingelegt. Dass ist das Kunstwerk aus dem 14. Jahrhundert und wurde vom Bischof im Rom erworben.

Kreuzweg

Eine reihe von 14 großen Steinreliefs, welche Erscheinungen aus dem Jesusleiden zeigen, wurden im Jahre 1968. in Kathedrale aufgestellt. Anlas für das neue Werk war Feier nach hundert Jahren vom Baubeginn der Kathedrale (1866.) und erfolgreich beendeter Wiederaufbau nach dem Krieg und Erdbeben. Reliefs machte akademischer Bildhauer Lujo Lozica. Sieben Reliefs, befinden sich auf der Südlichen und sieben auf der nördlichen Seitenwand. Alle bildhauerischen Arbeiten aus der Zeit der Kathedralenbau bilden einheitliche künstlerische Gesamtheit, so damit sich Kreuzweg nach dem Stil und Gedanke von übriger Plastik in Kathedrale trennt.

Portale

Auf der kathedralischen romanischen Fassade, in Lünetten drei Portales, gemacht aus weißem Stein, sind tiefe Reliefs eingebaut. Über mittleren Eingang ist Jesus Auferstehung, welche nach dem Modell von Tomas Vodićka machte slowenische Bildhauer Alois Gangl. Über dieses Relief in Giebeln ist Doneganievs Steinmedaillon Jesus der Gesetzgeber. Der mittlere Punkt der Fassade ist Rosette – stilisierte Fensteraus Stein und Glas in Form der bunten offenen Blume, mit einem Durchmesser von 7 M. In Mittelpunkt der Blume ist ei Symbol aus Glas – «Gottes Auge».

In Lünetten von zwei kleineren Portalen sind Reliefs: Veronikas Tuch und Einlegung des Jesus ins Grab; gemeißelt von Tomas Vodićka. Auf drei Nebeneingängen in Kathedrale befinden sich auch Reliefs: über den Eingang in Sakristei ist Guter Hirt von Vodićka, über Eingängen in südliche bzw. nördliche Kapelle, sind Früharbeiten des Johanns Rendić: Jesus fällt unter dem Kreuz und Pilatus wäscht sich die Hände.

Grab des Bischofs Strossmayers

Die Botschaft von der Fassade

Auf dreieckigen Giebel der Fassade, zwischen zwei Glockentürmen mit der Kuppel im Hintergrund ist ein Schlussakkord des malerischen Programms der Kathedrale. Man kann auch mit Recht sagen, das gerade hier dass theologische Zusammenfassung des ganzen ikonografischen Programms ist. Dieses kunstmalerische Programm ist auf Keramikplättchen aus gebackener Tonerde gemalt vom italienischen Maler namens Adriano Ferraresi aus Rom nach Zeichnungen von Ludwig Seitz. Der Inhalt des Giebels ist in zwei flächen geteilt. Der erste Flächenraum: Auf der Basis des dreieckigen Giebels ist ein Triforium. In seinem Zentrum, etwas größerem Flächenraum befindet sich der Jesus auf dem Kreuz. Neben Kreuz ist von linker und rechter Seite, je ein Engel, welche sich in tiefe Meditation, kniend auf einem Knie, verbeugen vor Gekreuzigtem. Jeder hält ein Kerzenständer mit gezündeten Kerzen. Unter dem Kreuz ist menschliche Schädel (Totenkopf) und über dem Kreuz die Sonne und Mond. In christliche Ikonografie ein Schädel unter dem Kreuz erinnert auf eine Legende, dass Jesus gekreuzt wurde auf dieselbe Stelle, wo der erste Mensch Adam begraben ist, in Wirklichkeit ist dass nur eine Illustration der Botschaft, dass jeder Mensch die Erlösung durch Jesuskreuz erreichen kann. Sonne und Mond zeigen sich oft in Szenen der Kreuzigung und bezeichnen die Traurigkeit der allen erschaffenen Welt (Natur und Himmel) wegen dem Tod des Erlösers. Im linken Feld des Triforiums steht Maria, ganz blass im Gesicht und mit traurigen Gewand, bekreuzigten Finger und ausgestreckten Armen, erhobenem Blick nach ihrem Sohn welcher ausatmet auf dem Kreuz. Der Maler, Ludwig Seitz hat hier gezeigt mit sehr wenig Ausdrucksmittel, das große Drama der bitteren mütterlichen Erlebnisse. Das Bild ist ziemlich beschädigt und mit dem Blick kaum erreichbar. Im rechten Feld ist Patron der Kathedrale, der Apostel heiliger Petrus, mit seinem regelmäßigen Attribut – dem Schlüssel. Sonst, in traditionelle Ikonografie, nach zuverlässiger Aussage des Evangeliums, auf diese Stelle, zeichnet man immer den Apostel Johann. Hier ist ungewöhnlich aber bedeutungsvoll, Petrus. Das zweite Feld: Neben schiefen Seiten des Giebels, erheben sich treppenartig acht «blinde Fenster» und neunten ist selbst an der Spitze. In acht Feldern sind weibliche Gestalten; jeder hebt ein Band mit kaligrafisch geschriebenem lateinischem Text, einem von acht Seligkeiten des Jesus, geschrieben im fünften Abschnitt des Evangeliums nach Matthias. Auf der höchsten neunten Treppe ist ein Bild des «himmlischen Jerusalems», Gottes Stadt im Paradies. Die Komposition ist eine Meldung. Der Mittelpunkt des christlichen Lebens ist Jesusmühe, Tod und Auferstehung (Jesus auf dem Kreuz). Diese rettende Tat umfasst der ganzen Welt, welcher Jesus an seine Kirche (Maria) sowie irdischer Regent (Petrus) anvertraut hatte, um ihn zu fortsetzen. Sie sind die Verteiler der rettenden Barmherzigkeit. Jeder Gläubiger erhebt sich soweit und damit verwirklicht die Gnade des Jesus. Somit erreicht das Lebensziel, kommt auf Höhepunkt – in himmlischer Jerusalem. Gerade hier ist gleichzeitig auch ikonografischer Höhepunkt der Kirche (Gebäude) und tatsächliches geistliches Ziel des christlichen Lebens.

Danksagung

Zum Schluss möchte ich mich herzlich bedanken bei Hochwürden Anton Jarm für seine Schreibarbeit und alle unbedingt nötige Informationen, die er mir zu Verfügung stellte.

Literaturquellen

Handschriften und Aufzeichnungen von Anton Jarm.

Details

Seiten
11
Jahr
2006
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110280
Note
Schlagworte
Kathedrale Herz Stadt

Autor

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Titel: Die  Kathedrale ist das Herz der Stadt - Ðakovo