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Das Millenniumsprojekt - Die Bekämpfung der globalen Armut

Hausarbeit 2006 26 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Der Weg hin zur Millennium Declaration
Bedeutende UN–Konferenzen nach dem
Ende des kalten Krieges

Millennium Development Goals

Das Problem der weltweiten Armut – Daten und Fakten

Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweiten Armut

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Auf dem Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen im September 2000 in New York haben die Staats- und Regierungschefs der Welt beschlossen, die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben, weltweit bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Nie zuvor haben sich neben Regierungen auch internationale Organisationen, Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft in dieser Form zu einem gemeinsamen Ziel bekannt und so den globalen Kampf gegen die Armut in den Fokus der internationalen Aufgaben gerückt. Die Zahl von über einer Milliarden Menschen, die zur Zeit immer noch direkt von Armut unterstreicht allerdings auch die Dringlichkeit diesbezüglicher Maßnahmen.

Armutsbekämpfung und die Umsetzung der Millennium Development Goals wird von vielen internationalen und nationalen Organisationen, sowie von staatlichen Institutionen, wie zum Beispiel dem BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) behandelt. Die Quellenlage zu diesem Thema ist deshalb ausreichend und umfassend, Es sind zwar leider noch nicht viele wissenschaftliche Publikationen, in Form von wissenschaftlichen Büchern verfügbar, im Internet lässt sich jedoch eine Vielzahl von offiziellen und vor allen Dingen seriösen Publikationen, sowie Daten, Fakten und Domenten finden.

In dieser Hausarbeit werde ich die Maßnahmen zur Armutsbekämpfung in den Kontext des Millenniumsgipfels und den sogenannten Millennium Declaration Goals (Millenniums – Entwicklungsziele) stellen. Dazu werde ich zunächst die historische Entwicklung nach dem Ende der bipolaren Weltordnung, also dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2000, dem Jahr des Millenniumsgipfels, kurz darstellen. Nach einer inhaltlichen Darstellung der Millennium Declaration Goals, werde ich aktuelle Daten und Fakten zur globalen Armut vorstellen. Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen genannt, durch die globale Armut und die damit einhergehende Benachteiligung von Entwicklungsländern wirksam bekämpft werden kann. Am Schluss dieser Hausarbeit ziehe ich ein Fazit zu dem diskutierten und den dargestellten Sachverhalt.

Der Weg hin zur Millennium Declaration

Bedeutende UN – Konferenzen nach dem Ende des kalten Krieges

Am 08. September 2000 wurde von der 55. Generalversammlung der Vereinten Nationen die Millennium Declaration verabschiedet. Die damals 189 anwesenden unabhängigen Staaten waren dabei mehrheitlich von ihren Staats- oder Regierungschefs vertreten, was insofern eine Besonderheit darstellt, da zu keinem anderen Anlass, eine größere Anzahl von Staats- oder Regierungschefs zusammentrafen.[1]. Dieser Umstand, sowie die Tatsache, dass jedes teilnehmende Land eine eigene Stellungnahme zur Millennium Declaration abgab, unterstreicht die Bedeutung dieses Gipfels.

Der Millenniumsgipfel gilt als Höhepunkt einer Entwicklung, die nach dem Ende des kalten Krieges in den 90er Jahren begann. So lässt sich ein Zusammenhang zwischen verschiedenen anderen Beschlüssen herstellen, die in dem zwischen 1990 und dem Jahre 2000 verabschiedet wurden. So wurden in der ersten Hälfte der 1990 Jahre verschiedene Konferenzen im Rahmen der UN veranstaltet, die unterschiedliche Aspekte der globalen sozialen Entwicklung und der Armutsbekämpfung behandelten.

In diesem Zusammenhang ist zunächst der World Summit of Education for All zu nennen, der im Jahre 1990 in Thailand abgehalten wurde. Hier einigte sich die Weltgemeinschaft auf eine Reihe von bildungspolitischen Zielen. Eines davon war, dass alle Kinder auf der Welt bis zum Jahr 2000 die Möglichkeit bekommen sollten, eine schulische Grundausbildung zu absolvieren, bzw. dass es bis zum Jahr 2000 keine Analphabeten mehr geben sollte. Dieses Ziel wurde jedoch nicht erreicht.[2]

Eine für die Entwicklung der späteren Millennium Declaration Goals sehr wichtige Konferenz war der World Summit for Social Development 1995 in Kopenhagen. Dort wurde eine 10 – Punkte Erklärung zur sozialen Entwicklung erarbeitet, der die Grundlage für die späteren Millennium Declaration Goals bilden sollte.[3] So wurde zum Beispiel die sogenannte „20:20 – Initiative“ ins Leben gerufen, in der interessierte Entwicklungs- und Industrieländer sich gegenseitig verpflichten sollten, im Durchschnitt etwa 20 Prozent der öffentlichen Entwicklungshilfe (der Industrieländer) bzw. des Staatshaushaltes (der Entwicklungsländer) für soziale Grunddienste zu verwenden. Außerdem wurde eine Schuldenstrategie entwickelt, die vorsah, dass hochverschuldete Entwicklungsländern durch Schuldenerleichterung geholfen werden sollte und dass ein Schuldenerlass gewährt werden sollte, wenn ein Entwicklungsland öffentliche Gelder für armutsorientierte Programme aufwendet.[4]

Auf dem Weg hin zum Millenniumsprojekt ist der Welternährungsgipfel (World Food Summit) von 1996 in Rom und die dort verabschiedeten Beschlüsse ebenfalls von Bedeutung. Dort versammelten sich 10.000 Teilnehmer, darunter Vertreter von 185 Nationen und anderen einflussreichen Organisationen. Dieser Gipfel zielte vor allen Dingen auf eine Erneuerung der globalen Verpflichtung zur Bekämpfung von Hunger und der damit einhergehenden Armut in der Welt. Am Ende wurde ein sieben Punkte Plan zur Sicherstellung der Welternährung verabschiedet[5], der Folgendes beinhaltete: Nachhaltige Sicherstellung der Welternährung durch das Schaffen der besten Bedingungen für die Beseitigung von Armut, Implementierung diesbezüglicher Politiken zur Sicherstellung von ausreichender und sicherer Versorgung von Nahrungsmitteln, nachhaltige politische Handlungen in Bezug auf die Bekämpfung von Schädlingen, Dürre und Wüstenbildung, ein faires und marktorientiertes Welthandelssystem, gezieltere Vorbereitung und Bekämpfung von Naturkatastrophen, der effektive Einsatz von Investitionen, sowie die Umsetzung, Überwachung und Fortführung der ebene aufgeführten Ziele durch die internationale Gemeinschaft.[6]

Im Jahre 1996 wurde ebenfalls ein, für das spätere Millenniumsprojekt, wichtiges Dokument verfasst. In diesem Jahr verabschiedete das Development Assistance Comimittee der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Resolution „ Shaping the 21st Century: The Contribution of Development Co – operation “. In ihr wurden die zentralen Ziele der vorangegangen Konferenzen aufgegriffen und eine globale Entwicklungspartnerschaft vorgeschlagen, „durch die die , ambitious but realizable goals ’ bis 2015 erreicht werden könnten. Diese sogenannten International Development Goals sollten von jedem einzelnen Land verfolgt und erreicht werden. Grundlegend seien hierbei ’qualitive factors in the evolution of ,ore stable, safe, participatory and just societies. These include capacity development for effective, democratic and accountable governance, the protection of human rights and respect for the rule of law. We will also continue to address these less easily quantified factors of development progress.’ Im Gegenzug sollten die industrialisierten Länder den Entwicklungsländern breite und effektive Unterstützung beim Verfolgen der International Development Goals in Aussicht stellen: einerseits durch eine Erhöhung ihrer Entwicklungshilfeaufwendungen, andererseits aber auch durch eine verbesserte Koordination ihrer Entwicklungszusammenarbeit untereinander sowie mit der entwicklungspolitischen Ausrichtung und Planung der Entwicklungsländer: ’Effective international support can make a real difference in achieving these goals. This is far from saying that they can be achieved by aid alone. The most important contributions for development, as in the past, will be made by the people and governments of the developing countries themselves. But where this effort is forthcoming it needs and deserves strong support from the industrialised countries. We commit ourselves to do the utmost to help ’ “[7]. Die International Development Goals des OECD/DAC von 1996 lassen sich also folgendermaßen zusammenfassen: Bis zum Jahre 2015 soll die Anzahl der Menschen halbiert werden, die in extremer Einkommensarmut leben. Außerdem sollten bis 2015 folgende weitere Verbesserungen erreicht werden: Die Bildung sollte für jeden Menschen der Welt sichergestellt sein, die Kinder- und Säuglingssterblichkeit sollte um zwei Drittel, sowie die Müttersterblichkeitsrate um drei Viertel verringert werden, allen Menschen sollte ein System der primären Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen, sowie einen Zugang zu Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit verschaffen. In Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und Regeneration sollten nationale Strategien der nachhaltigen Entwicklung in allen Ländern der Erde bis 2005 umgesetzt werden, damit der Verlust von Naturressourcen auf der globalen, und damit universell auf der nationalen Ebene bis 2015 nachhaltig umgekehrt werden. Ein Ziel das bereits 2005 erreicht werden sollte ist, dass nachweisbare Erfolge in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter vollzogen werden sollten[8]

Die zentralen Anliegen der dem Millenniumsgipfel vorangegangenen Konferenzen der Vereinten Nationen waren also die Implementierung von bürgerlichen, politischen, sozialen und kulturellen Menschenrechten. Ganz besonders stand die Beseitigung von extremer Armut, die nachhaltige Hilfe bei der sozialen Integration, die Gleichstellung der Geschlechter, eine ökologisch nachhaltige Ressourcennutzung, sowie eine massive und aktive Hilfe für extrem benachteiligte Länder auf den Agenden der wichtigsten Konferenzen der UN zwischen dem Jahr 1990 und 2000. Konkrete Ansätze waren dabei eine Verbesserung des internationalen Handels- und Finanzsystems, die Errichtung einer marktwirtschaftlichen Ordnung, die Weiterverbreitung von demokratischen Strukturen und damit eine stärkere Beteiligung von Zivilgesellschaften an politischen Entscheidungsprozessen, das Ermöglichen von Zugängen zu verschiedenen sozialen Grunddiensten für alle Menschen, langfristige Sicherung bzw. Verbesserung des Lebensstandards durch eine produktive Beschäftigung, weitere positive Änderungen bei der rechtliche Stellung von Frauen in Staaten und Gesellschaften, sowie eine nachhaltiger Schutz der Umwelt und der weltweiten Ressourcen.[9]

Trotz der Vielzahl von Konferenzen (zwischen dem Jahr 1990 und 2000 fanden insgesamt elf Bedeutende Weltkonferenzen statt, die sich mit den sozialen globalen Problemen auseinander setzten[10] ) und den dabei entwickelten Resolutionen und Beschlüssen, war die Bilanz im Jahre 2000 immer noch verheerend. Zu diesem Zeitpunkt lebten über eine Milliarde Menschen in extremer Armut, d.h. ein Fünftel der Weltbevölkerung musste mit weniger als einem US – Dollar pro Tag seinen Lebensunterhalt bestreiten. Außerdem litten mehr als 700 Millionen Menschen an Unterernährung, über eine Milliarde Menschen hatten keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser und mehr als zwei Milliarden Menschen hatten nicht die Möglichkeit sanitäre Anlagen zu benutzen. Alleine anhand dieser Zahlen lässt sich also leicht erkennen, dass die ehrgeizigen Ziele der neunziger Jahre verfehlt wurden.

Millennium Development Goals

Im September kam es dann 2000 zu dem sogenannten Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen (UN Millennium Summit) in New York. Die dort anwesenden Vertreter der damals 189 Mitgliedsländer verabschiedeten im Rahmen der 55. Generalvollversammlung die sogenannte Millenniumserklärung (Millenniums Declaration). In ihr wurden grundsätzliche, jedoch verpflichtende Zielsetzungen für die Mitgliedsländer zur Bekämpfung der weltweiten Armut festgelegt. So wurde von allen, also sowohl von den wirtschaftlich schwachen, als auch den wirtschaftlich starken Mitgliedsländern verlangt, mit der größtmöglichen Anstrengung Armut zu bekämpfen, sowie die Achtung der Menschenwürde, Gleichberechtigung der Geschlechter, demokratische Strukturen, ökologische Nachhaltigkeit und den Weltfrieden voranzutreiben und zu verwirklichen.[11] Die Millennium Declaration besteht aus acht Kapiteln, in denen die eben genannten Ziele definiert werden. Neben der einleitenden Präambel, einem Kapitel, dass sich mit der „Deckung der besonderen Bedürfnisse Afrikas“[12] beschäftigt, einem Kapitel zum „Schutz der Schwächeren“, dass auf soziale Gruppen gezielt ist, die großen Benachteiligungen und Risiken ausgesetzt sind[13], sowie einem Kapitel, in dem eine Reform der Vereinten Nationen angekündigt wird[14], werden folgende vier programmatische Handlungsfelder festgelegt: „Frieden, Sicherheit, und Abrüstung“, „Entwicklung und Armutsbekämpfung“, „Schutz der gemeinsamen Umwelt“ und „Menschenrechte, Demokratie und good governance“.

Für die Umsetzung dieser Erklärung erstellte eine Arbeitsgruppe, die sich aus verschiedenen Arbeitsgruppen zusammensetzte (Vertreter des Sekretariats der Vereinten Nationen, der Weltbank, der OECD und des IWF) acht Ziele (18 Zielvorgaben und 40 Indikatoren), welche die sogenannten „ Millennium Development Goals“ (MDG) darstellen. Sie wurden 2001 von der 56. Generalvollversammlung der UN angenommen[15] und auf dem International Conference on Financing for Development 2002 in Mexiko, sowie auf dem World Summit on Sustainable Development in Südafrika bestätigt und um zwei Unterziele, sowie mehrere Indikatoren erweitert.

Die Millennium Development Goals, die bis zum Jahre 2015 eine massive Beseitigung von weltweiten sozialen Missständen vorsehen, sehen zusammengefasst wie folgt aus: Das erste Ziel zielt auf die Beseitigung von extremer Armut und Hunger. Die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US – Dollar am Tag leben müssen und der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden, soll bis zum Jahr 2015 um die Hälfte reduziert werden. Der Ausgangswert für dieses Kriterium ist das Jahr 1990. Das hier implizierte Ziel der Armutsbekämpfung wird im weiteren Verlauf der Hausarbeit noch weiter erläutert und diskutiert.

Das zweite Ziel ist auf die Grundschulbildung von Kindern gerichtet. Bis zum Jahre 2015 soll sichergestellt werden, dass alle Jungen und Mädchen weltweit die Primarschulbildung komplett abschließen können.

Die Gleichstellung der Geschlechter und das Förden eines größeren Einflusses von Frauen ist das dritte Ziel der Millennium Declaration Goals. Hier soll in der Grund- und Mittelschulausbildung bis zum Jahre 2005 und auf allen anderen Ausbildungsstufen bis spätestens 2015 jegliche unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.

Das vierte Ziel sieht vor, dass die Kindersterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren, von dem Ausgangswert des Jahres 1990, bis 2015 um zwei Drittel gesenkt wird.

Ziel Nummer Fünf ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Müttern. Bis zum Jahre 2015, erneut ausgehend von den Daten des Jahres 1990, soll die Müttersterblichkeit um drei Viertel gesenkt werden.

Die Bekämpfung von Aids, Malaria und anderen Krankheiten ist das sechste Millennium Declaration Goal. Dabei soll das HIV – Virus bis zum Jahr 2015 in seiner Ausbreitung gestoppt werden und die Zahl derjenigen Menschen, die an diesem tödlichen Virus erkranken langsam zur Umkehr gebracht werden. Auch der Ausbruch und die Ausbreitung von Malaria, sowie von anderen schweren Krankheiten, soll bis zum Jahre 2015 unterbunden bzw. allmählich zur Umkehr gebracht werden.

Der Vorsatz, eine nachhaltige Umwelt zu gewährleisten, ist das siebte Ziel. Hierbei sollen die Grundsätze der nachhaltigen ökologischen Entwicklung in der nationalen Politik der einzelnen Staaten übernommen werden und dem Verlust von wichtigen Umweltressourcen Einhalt geboten werden. Außerdem soll die Zahl der Menschen, die im Jahre 1990 keinen bzw. nur einen ungenügenden Zugang zu Trinkwasser hatten, bis zum Jahr 2015 halbiert werden. Bis zum Jahre 2020 soll in diesem Zusammenhang auch mindesten 100 Millionen Slumbewohnern eine Verbesserung ihrer Lebensbedingung ermöglicht werden.

Das letzte und ausführlichste Millennium Declaration Goal ist die Schaffung einer globalen Partnerschaft im Dienste der Entwicklung. In dem Sinne dieses Zieles soll ein offenes Handels- und Finanzsystem weiter ausgebaut werden, welches auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und in keiner Weise diskriminierend ist. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich die Verpflichtung zu guter Staatsführung genannt, die der Beseitigung der jeweiligen nationalen und internationalen Armut dienen soll. Durch zoll- und quotenfreien Marktzugang für alle Exporte, die verstärkte Schuldenerleichterung, die Streichung aller bilateralen öffentlichen Schulden, sowie einer großzügigeren Entwicklungshilfe bei wirklicher Anstrengung zur Bekämpfung der Armut, soll auf die Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten und hochverschuldeten armen Länder eingegangen werden. Entwicklungsländern soll weiterhin durch die Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze für junge Menschen[16], die Bereitstellung von lebenswichtigen Medikamenten zu erschwinglichen Preisen in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie und durch die Förderung der Verfügbarkeit neuer Technologien in Kooperation mit dem Privatsektor geholfen werden.[17]

Im September 2005 fand dann, wie geplant der sogenannte Millennium+5 Gipfel bzw. World Summit statt. Fünf Jahre nach der Verabschiedung der Millennium Declaration sollte bei diesem Treffen, das auch High – level Plenary Meeting genannt wird, eine erste Bilanz über die Implementierung der oben dargestellten Ziele gezogen werden. Trotz deutlicher Meinungsunterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten im Vorfeld und während der Konferenz, konnte man sich auf ein Abschlussdokument verständigen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fasst das Ergebnis dieses Gipfel folgendermaßen zusammen: „Das 0,7%-Ziel[18] zur Steigerung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit wurde ebenso verankert wie eine weitere Entschuldung armer Entwicklungsländer. Mit der Neugründung einer Kommission zur Friedenskonsolidierung (Peace-Building-Commission) soll Ländern der Übergang von Krieg, Bürgerkrieg bzw. gewaltsamen Konflikten zu Frieden, Stabilität und Sicherheit erleichtert werden. Die Reform des UN-Sicherheitsrates wird als notwendig und dringlich beschrieben. In anderen Bereichen ist es jedoch nicht zu Fortschritten gekommen: Es fehlt ein Bekenntnis zu Abrüstung, zumal atomarer Abrüstung und zu globalen Klimazielen. Auch die Bildung eines Menschenrechtsrates mit wirklichen Möglichkeiten, Menschenrechtsverletzungen zu verhindern bzw. zu verurteilen, ist nicht gelungen.“[19]

Ein zentraler Erfolg dieses Gipfels war jedoch neben der Bekräftigung der Millennium Development Goals der Beschluss, dass alle Entwicklungsländer bis 2006 dazu verpflichtet sind, nationale Umsetzungsstrategien der Millenniumsziele zu erarbeiten. „Er impliziert, dass die MDG’s nicht nur global, sondern auch national gelten, i.e. bis 2015 auch von jedem einzelnen Land erreicht werden sollen.“[20]

Das Problem der weltweiten Armut – Daten und Fakten

Das zentrale Anliegen der Millennium Declaration Goals ist es, wie bereits oben beschrieben, die weltweite Armut zu bekämpfen. Dieses Ziel soll auf verschiedene Art und Weise erreicht werden, da Armut ein sehr vielschichtiges Problem darstellt. Eine Definition dieses Begriffes ist sehr schwierig, da Armut aus vielen Ursachen entstehen kann. Sie kann beispielsweise durch Dürreperioden, die die Ernte vernichten, Löhne, die so niedrig sind, dass Menschen von ihnen kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können oder durch Regierungen, die in ihrem Handeln nicht die Interessen der Armen berücksichtigen, hervorgerufen werden. Auch eine hohe Verschuldung eines Staates, Korruption, Kriege, Epidemien, Naturkatastrophen oder ein mangelhaftes Schulsystem können zu einer Verarmung von breiten Schichten der Weltbevölkerung führen. Es ist also durchaus komplex, Armut zu definieren, auch aus dem Grund, da Hunger, Krankheiten und wirtschaftliche Benachteiligungen schwer messbar sind. Um den Komplex der Armut messbar und vergleichbar zu machen, hat die Weltbank die sogenannte „Ein – Dollar – Definition“ eingeführt, die als allgemein anerkannt gilt. Demnach leben all die Menschen in extremer bzw. absoluter Armut, die weniger als einen US – Dollar pro Tag zum Leben zur Verfügung haben. Diese Definition basiert also auf den finanziellen Möglichkeiten von Menschen. Eine andere Möglichkeit Armut zu erfassen, die auch andere Lebensumstände berücksichtigt und ebenso mit einer greifbaren, vergleichbaren Zahl erfasst, ist der Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index, HDI), der von dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) errechnet wird. Er beschreibt den Entwicklungsstand eines Landes anhand einer Skala, die von 0 bis 1 normiert ist. In den HDI eingehende Indikatoren sind unter anderem die Lebenserwartung bei der Geburt, die Alphabetisierungsrate, das Bildungsniveau und die reale Kaufkraft pro Kopf. Die Bundesrepublik Deutschland liegt hier mit einem Wert von 0,925 auf dem 19. von 177 Plätzen, während das Entwicklungsland Burkina Faso zum Beispiel mit einem HDI – Wert von 0,302 auf dem 175. Platz liegt.[21]

Das Ausmaß der aktuellen weltweiten Armut wird durch einen kurzen Blick auf die Fakten deutlich: Zurzeit müssen mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als einem US – Dollar pro Tag leben und 2,7 Milliarden haben weniger als zwei US – Dollar pro Tag zur Verfügung[22]. Jährlich sterben ca. sechs Millionen Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren und durchaus heilbaren Krankheiten, wie Malaria, Durchfall und Lungenentzündung. Mehr als Fünfzig Prozent der in Afrika lebenden Menschen leiden an Krankheiten, wie Cholera oder Säuglingsdurchfall, die durch unsauberes Wasser übertragen werden[23]. Im Jahre 2005 starben ca. 3,1 Millionen Menschen an Aids, ca. 570.000 davon waren Kinder unter 15. Jahren.[24] Mehr als 2,6 Milliarden Menschen, also ca. vierzig Prozent der Weltbevölkerung fehlt es an grundlegenden sanitären Einrichtungen und mehr als eine Milliarde Menschen beziehen ihr Trinkwasser immer noch aus unsauberen Quellen. Fünf Millionen Menschen, die meisten davon Kinder, sterben jedes Jahr an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen werden.[25] Weltweit erhalten insgesamt 114 Millionen Kinder keine Grundausbildung[26]. Frauen sind in diesem Zusammenhang besonders betroffen, da sie mit 584 Millionen den größten Anteil unter den Analphabeten ausmachen[27]. Mit 70 Prozent der in Armut lebenden Menschen auf der Welt sind Frauen insgesamt die am meisten benachteiligten Menschen.[28] Aber auch Kinder sind von Armut besonders betroffen: Unter den mehr als 800 Millionen Menschen, die täglich an extremen Hunger leiden, sind ca. 300 Millionen Kinder. Von ihnen leiden mehr als 90 Prozent an langfristiger Mangelernährung.[29] Die gravierende Nahrungsmittelknappheit wird unterstrichen durch die Tatsache, dass infolge der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit und der Bodendegeneration die Nahrungsmittelproduktion in den letzten 25 Jahren um 23 Prozent gesunken ist, obwohl die Weltbevölkerung in dem gleichen Zeitraum drastisch anwuchs. Besonders gravierend ist die Situation in Afrika. Mehr als 40 Prozent der dort lebenden Menschen sind nicht in der Lage, sich täglich mit Nahrungsmitteln zu versorgen.[30]

Die Millennium Declaration Goals sollen helfen, diese Probleme in den Griff zu Bekommen, bzw. diese Probleme zu beseitigen, denn „die Millenniums-Entwicklungsziele sind die am breitesten unterstützten, umfassendsten und konkretesten Vorgaben zur Verringerung der Armut, die die Welt je aufgestellt hat; ihnen kommt daher mannigfaltige Bedeutung zu. Für das internationale politische System bilden sie den Dreh- und Angelpunkt der Entwicklungspolitik. Für die mehr als eine Milliarde Menschen, die in extremer Armut leben, bedeuten sie Mittel für ein produktives Leben. Für jeden Menschen auf der Erde sind sie die Voraussetzung des Strebens nach einer sichereren und friedlicheren Welt.“[31]

Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweiten Armut

Für das Erreichen der Millennium Declaration Goals und vor allen Dingen für das Ziel, die Zahl der in absoluter Armut lebenden Menschen bis zum Jahr 2015 zu halbieren, ist es von größter Wichtigkeit, dass die politischen Akteure der Weltgemeinschaft größtmögliche Anstrengungen diesbezüglich unternehmen. Dazu ist eine Erhöhung der finanziellen Ressourcen unumgänglich. Ein diesbezügliches, Kriterium ist das Erreichen des 0,7 Prozent Faktors. Laut diesem sollen die reichen Industrienationen 0,7 Prozent ihres jeweiligen Bruttosozialprodukts für öffentliche Entwicklungshilfe aufwenden. Dieser Zielwert wurde bereits 1970 von den damaligen Mitgliedsländern der Vereinten Nationen in einer Resolution verabschiedet. Dort heißt es: „In Anerkennung der besonderen Wichtigkeit der Rolle, die nur von der öffentli­chen Entwicklungshilfe wahrgenommen werden kann, soll ein erheblicher Teil der Kapitaltransfers in die Entwicklungsländer in Form öffentlicher Entwicklungshilfe erfolgen. Jedes wirtschaftlich fortgeschrittene Land wird seine öffentliche Entwick­lungshilfe an die Entwicklungsländer schrittweise erhöhen und alle Anstrengungen unternehmen, um bis zur Mitte der Dekade einen Mindestnettobetrag von 0,7 Pro­zent seines Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen zu erreichen.”[32] Diese Vorgabe wurde bekanntlich nicht erreicht. Im Jahre 2002 betrug die durchschnittliche öffentliche Entwicklungshilfe der Geberländer 0,23 Prozent.[33] In selben Jahr fand im mexikanischen Monterrey die Konferenz Financing for Development statt. In Bezug auf das 0,7 – Ziel erklärten die Teilnehmenden Länder in der Abschlusserklärung: „Wir erkennen die Anstrengungen aller Geber an, deren ODA – Beiträge (Anm.: ODA - official development assistance) die Ziele überschreite, erreichen oder sich aufwärts auf sie zu bewegen, und unterstreichen die Bedeutung einer Selbstverpflichtung zur Prüfung der Mittel und Zeitpläne für die Erreichung der Zielwerte und Ziele.“[34] In diesem Zusammenhang kündigte die EU durch ihren damaligen Präsidenten der Kommission an, ihre durchschnittliche Entwicklungshilfe – Quote bis zum Jahre 2006 von 0,33 Prozent auf 0,39 Prozent zu erhöhen, wobei jedes einzelne Mitgliedsland eine Quote von mindesten 0,33 Prozent des jeweiligen Bruttosozialprodukt erreichen sollte. In absoluten Zahlen bedeutet dies eine Steigerung der öffentlichen Entwicklungshilfe von 7 Milliarden US – Dollar. Laut dem Sachsbericht von 2005 haben jedoch bisher lediglich fünf Länder das 0,7 Prozent – Ziel erreicht bzw. überschritten. Diese Länder sind Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden. Außerdem haben sich Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, Spanien und das Vereinigte Königreich dazu verpflichtet, konkrete Zeitpläne aufzustellen, um das Ziel bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Dadurch besitzen jetzt mehr als die Hälfte der Mitglieder des OECD – Ausschusses für Entwicklungshilfe über einen Zeitplan zur Verwirklichung des 0,7 Prozent – Ziels. Laut dem Sachs – Report kommt dem Zusammentreffen der Millennium Declaration Goals und des 0,7 Prozent – Ziels große Bedeutung zu. Zur Erreichung Ereichung des ersten Millenniumsziels, die Halbierung der Armut, wären zwar „erheblich mehr als ein Prozent des Bruttosozialprodukts der Geber erforderlich“, allerdings „heute, nach zweieinhalb Jahren anhaltenden Wirtschaftswachstums, sind die Ziele absolut finanzierbar. Neue Versprechen sind nicht notwendig – nur die konsequente Erfüllung bereits gegebener Zusagen.“[35]

Es werden im Rahmen der Verwirklichung der Millenniumsziele und der darin implizierten Armutsbekämpfung allerdings, wie bereits oben erwähnt, nicht nur Anforderungen an die Industrienationen gestellt: Ein diesbezüglicher Schwerpunkt der Millennium Declaration Goals ist hier, dass die Regierungen der Entwicklungsländer in ihren Ländern stabile politische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse herstellen. Sogenanntes „good governance“ und „ownership“ sollen demnach zu den Maximen ihres politischen Handelns werden. Staatliches Handeln in den Entwicklungsländern soll sich stets vorrangig der Bekämpfung der Armut unterordnen. In diesem Sinne sind nicht eine disziplinierte Haushalts- und Geldpolitik, sowie transparente, nicht diskriminierende wirtschaftliche Rahmenbedingungen erforderlich, sondern auch gesellschaftliche Strukturen, die es ermöglichen, dass die produktiven Kräfte der jeweiligen Gesellschaften vollkommen und ungehindert zur Entfaltung kommen. In der Konferenz von Monterrey des Jahres 2002 war dies ein wichtiger Punkt in der Diskussion um die Entwicklungsfinanzierung. „Auf eine einfache Botschaft gebracht lautet die Botschaft von Monterrey: Ohne Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschaftreformen und stabilitätsorientierte Makropolitiken lassen sich die fundamentalen Finanznöte der Entwicklungsländer nicht beheben.“[36]

Damit das Bemühen der Entwicklungsländer jedoch erfolgreich sein kann, sind andere, externe Reformen ebenso vonnöten. Diese Reformen werden ebenfalls in dem achten Millennium Declaration Goal genannt. Dort heißt es, dass global ein offenes Handels- und Finanzsystem weiter ausgebaut werden, dass auf festen Regeln beruht, vorhersehbar und in nicht diskriminierende Natur ist.[37] Außerdem soll durch den zoll- und quotenfreien Marktzugang für alle Exporte, die wirtschaftlichen Ausgangsmöglichkeiten für Entwicklungsländer weiter verbessert werden. Dies gilt sowohl für landwirtschaftliche, als auch für nichtlandwirtschaftliche Produkte und Waren. Im Agrarhandel liegt die höchste Priorität auf dem verbesserten Marktzugang. Hier ist der Abbau von spezifischen Abgaben auf die Exporte von Niedrigeinkommensländern, wie zum Beispiel auf Baumwolle, langfristig gesehen besonders wichtig. Kurzfristig ist es jedoch mindestens ebenso dringlich und wichtig, dass sie Industrienationen ihrer Verpflichtung zur Abschaffung von Exportsubventionen nachkommen.[38] Bei den nichtlandwirtschaftlichen Waren, liegt eines der größten Probleme darin, dass die Exporte in die entwickelten, reichen Industrienationen Zöllen unterliegen, die in der Regel vier Mal höher sind als auf Exporte zwischen den entwickelten Ländern. Der sogenannte Sachs – Report, der im Jahre 2005 unter Leitung des US-Ökonomen Jeffrey Sachs zur Vorbereitung des UN – Gipfels im September 2005 erschien und in dem Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Entwicklungs- und Schwellenländern vorgestellt werden, schlägt deshalb vor, dass die entwickelten Länder, jegliche Zölle auf nichtlandwirtschaftliche Produkte bis zum Jahre 2015 auf Null runterfahren sollen. Die Entwicklungsländer sollten dem Bericht zur Folge einen sogenannten Nullzoll bis zum Jahre 2025 anstreben.[39] Eine ausgewogene und differenzierte Behandlung muss allerdings bei Entwicklungsländern angewendet werden, deren Volkswirtschaften nur bis zu einem gewissen Grad in der Lage sind, sich den neu ergebenen Handelschancen zu nutzen. Deshalb ist es wichtig, dass eine Förderung von Flexibilität, genügend Zeit und Hilfe bei der Anpassung an die neuen Handelschancen gewährleistet wird. Dabei sollte der Schwerpunkt auf längere Fristen zur eben genannten Anpassung und zur Verbesserung von Technologien gelegt werden.[40]

Neben diesen Reformen des weltweiten Handelssystems und der damit einhergehenden Handelsöffnung, sind Investitionen in die betroffenen Länder ebenfalls äußerst wichtig. Diese sollten vor allen Dingen gezielt in die landwirtschaftliche Produktivität, in die Infrastruktur, also in Straßen, Telekommunikationstechnologien, Häfen und in den Energie – Sektor, sowie in arbeitsintensive Exporte gesteckt werden. Allerdings darf die Förderung der Exportwettbewerbsfähigkeit nach dem Sachs – Report nicht „auf eine Weise verfolgt werden, die Diskriminierung oder Zwangspraktiken auf dem Arbeitsmarkt begünstigt oder die natürliche Umwelt schädigt, beispielsweise durch nicht nachhaltige Forstwirtschaft oder Fischerei.“[41]

Mindestens ebenso bedeutsam für die Bekämpfung der Armut ist die, in dem achten Millennium Declaration Goal genannte Schuldenerleichterung bzw. der Schuldenerlass für hochverschuldete Entwicklungsländer. Eine der Hauptgründe für das Nichtaufbringen von finanziellen Mitteln für die Armutsbekämpfung ist nämlich die immer noch dramatische Verschuldung der meisten Entwicklungsländer. Die noch ausstehen Schulden der ärmsten Länder stieg nach Informationen der Weltbank seit 1980 um 430 Prozent auf 523 Mrd. US – Dollar im Jahre 2002 an[42]. Aus der Rückzahlung von den Schuldenzinsen ergeben sich verschiedene Konsequenzen für die ärmsten Länder der Welt: Zunächst gelten hochverschuldete Länder auf dem internationalen Kapitalmarkt als kreditunwürdig. Dies hat zur Folge, dass diesen Länder zu wenig Geld zur Armutsbekämpfung zur Verfügung steht und dass durch die permanente Schuldenrückzahlung wirtschaftliches Wachstum gebremst wird. Eine Entschuldung dieser Länder würde grundsätzliche Mittel freisetzen, die in Bildungs-, Gesundheits- und Sozialausgaben fließen können. In Uganda konnte beispielsweise durch Entschuldung eine freie Grundschulausbildung finanziert werden und in Mosambik trugen Entschuldungsmaßnahmen dazu bei, dass flächendeckende Impfprogramme für Kinder durchgeführt wurden.[43] Entschuldungsmaßnahmen können also ein wirksames Mittel in Bezug auf die Reduzierung von Armut sein. Der Sachs – Report stellt in diesem Zusammenhang fest: „Die ,Schuldentragfähigkeit’ sollte neu definiert werden als, die mit der Errei­chung der Millenniums-Entwicklungsziele vereinbare Höhe der Verschul­dung’, damit das Jahr 2015 ohne einen neuen Schuldenüberhang erreicht werden kann. Bei vielen hochverschuldeten armen Ländern wird dies einen 100-prozentigen Schuldenerlass bedeuten. Für viele hochverschuldete Länder mit mittlerem Einkommen wird dazu eine umfangreichere Entschuldung not­wendig sein, als bisher angeboten wurde. Bei einigen armen Ländern, die nicht in die Liste der hochverschuldeten armen Länder (HIPCs) aufgenommen wur­den, wie zum Beispiel Nigeria, setzt die Erreichung der Ziele einen umfangrei­chen Schuldenerlass voraus.“[44]

Auch die im Rahmen die in den Millenniums Declaration Goals eingeforderte Einbindung der Zivilgesellschaft kann Helfen, Armut wirksam zu bekämpfen. So können zivile Organisationen den Druck der Öffentlichkeit auf die gesellschaftlichen Eliten im Allgemeinen und den Politkern im Speziellen verstärken, damit die Versprechen, in Bezug auf die Bekämpfung der Armut, eingehalten werden. Den Zivilgesellschaften in Entwicklungsländern kommt somit eine „Überwachungsfunktion“ zu, in dem sie Fortschritte ihres Staates, zum Beispiel bei Investitionsprogrammen oder bei der Transparenz und dem Management von öffentlichen Haushalten kritisch begleiten.[45] Auf der internationalen Ebene können Organisationen der Zivilgesellschaft den Druck auf die Regierung der Industrienationen aufrechterhalten, sowie weiter erhöhen, ihre politischen Zusagen einzuhalten.[46] Ein gutes Beispiel dafür sind die regelmäßigen Proteste von Organisationen wie der ATTAC am Rade von G – 8 Gipfeln. Neben diese politischen Möglichkeiten, die im ersten Millennium Declaration Goal festgeschriebene Verpflichtung, die weltweite Armut bis zum Jahre 2015 zu halbieren, können organisierte Zivilgesellschaften auch direkt und vor Ort helfen, in dem sie konkrete Dienstleistungen erbringen, um den ärmsten Ländern der Welt zu helfen. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Arbeit der zivilen Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ zu nennen.

Neben dem zivilen ist auch der private Sektor bei der Bekämpfung der Armut gefordert. Da staatlich Institutionen vielfach überfordert sind, die vereinbarten internationalen Entwicklungsziele zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft vonnöten.[47] Der Staat muss in dieser Partnerschaft die entsprechenden Rahmenbedingungen, also zum Beispiel eine intakte Infrastruktur, zur Verfügung stellen. Dies ist nicht nur für ausländische Investoren und Unternehmen, sondern auch bzw. gerade für den jeweiligen inländischen Privatsektor von großer Wichtigkeit. Dem inländischen Privatsektor kommt in Bezug auf die Erreichung der Millennium Declaration Goals eine bedeutende Rolle zu, da er durch Investitionen zur Produktivitätssteigerung der jeweiligen Volkswirtschaft und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen helfen kann, den Lebensstandart der Bevölkerung zu heben und dadurch die Armut wirksam bekämpfen werden kann. „Der Privatsektor sollte die Ziele darüber hinaus unterstützen, indem er Initiativen für Transparenz und gute Unternehmensführung fördert, indem er für die Ziele eintritt und indem er bei wirtschaftspolitischen Diskussio­nen auf verantwortungsvolle Weise mit der Regierung interagiert.“[48]

Fazit

Das ehrgeizige Ziel des Millennium – Projekts der Vereinten Nationen ist, gerade durch die eben genannten konkreten Forderungen und Verpflichtungen, sowohl für die entwickelten Industrienationen, als auch für die Entwicklungsländer, eine enorme Chance weltweite Armut zu bekämpfen und das Leid von Milliarden Menschen zu lindern. Die definierten Ergebnisse in den einzelnen Handlungsfeldern Entwicklung und Armutsbekämpfung sind dabei interdependent zu den anderen erklärten Millenniums – Entwicklungszielen. Armut kann nur ernsthaft und wirkungsvoll bekämpft werden, werden, wenn die verabredeten Maßnahmen in allen anderen Gebieten, wie zum Beispiel Frieden, Sicherheit, Menschenrechten, Demokratie und ökologischer Nachhaltigkeit eingehalten werden. Außerdem können die Millennium Declaration Goals nur ein Zwischenschritt in Bezug auf die Beseitigung von weltweiter Armut sein, denn selbst wenn die Ziele bis zum Jahr 2015 erreicht würden, was durchaus ein riesiger Erfolg für die Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft wäre, wäre das Problem noch lange nicht komplett beseitigt. In diesem Zusammenhang sei auch angemerkt, dass das Ziel, den Anteil der Menschen, die mit weniger als einem US – Dollar pro Tag auskommen müssen und den Anteil der Menschen die Hunger leiden bis zum Jahre 2015 zu halbieren, sich auf die Zahlen des Jahres 1990 beziehen. In diesem Jahr lebten schätzungsweise 5,2 Milliarden Menschen auf der Erde[49]. Vergleicht man diese Zahl mit der heutigen Weltbevölkerung, ca. 6,6 Milliarden Menschen[50], so wird deutlich, dass die eingegangene Herausforderung durchaus realisierbar ist. Die bisherigen Ergebnisse scheinen dies zu bestätigen: So verringerte sich der Anteil der Bevölkerung in Entwicklungsländern, die mit weniger als einem US – Dollar pro Tag leben müssen, von 27,9 Prozent im Jahre 1990 auf 21,3 Prozent im Jahre 2001.[51] Schaut man sich die einzelnen Regionen, in denen extreme Armut herrscht jedoch genauer an, so wird deutlich, dass sich nur schwer eine einheitliche Antwort auf das Problem des Rückgangs der Armut finden lässt. Der große Rückgang der extremen Armut in Ostasien um 16,5 Prozent zwischen 1990 und 2001[52] ist vor allen Dingen auf den enormen wirtschaftlichen Aufschwung Chinas zurückzuführen. Betrachtet man hingegen die Statistik für die Sub – Sahara Region Afrikas, so wird deutlich, dass der Kampf gegen die extreme Armut noch lange nicht gewonnen ist. Dort stieg der Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als einem US – Dollar am Tag leben müssen von 44,6 Prozent im Jahre 1990 auf 46,4 im Jahre 2001.[53] Deshalb ist es dringend notwendig, dass die Millennium Declaration Goals weiter ernsthaft verfolgt werden und den entsprechenden Maßnahmen weiter nachgegangen wird. Die wirtschaftlich schwachen Länder, wie zum Beispiel die der Sub – Sahara Region in Afrika, müssen alle nur möglichen Anstrengungen unternehmen, damit die Ziele mit dem größtmöglichen Eigenanteil zu erreichen. „Die reichen Länder müssen sich fragen, ob es ihnen, wie heute vielfach der Fall, wichtiger ist, den armen Ländern ihre eigene Verantwortung vorzuhalten, als selbst ihre Zusagen zu erfüllen.(…) Wenn wir jetzt nicht investieren, wird der Weg bis zum nächsten Millenniums-Gipfel im Jahr 3000 ein sehr langer sein.“[54]

Literaturverzeichnis

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[...]


[1] Vgl. Loewe, Markus, Die Millennium Development Goals: Hintergrund, Bedeutung und Bewertung aus Sicht der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Discussion Paper Nr. 12/2005, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn, 2005, S. 1

[2] Vgl. Baaden, Andreas, Bildung für Alle bis 2015?, 2002 online unter: http://www.unesco-heute.de/802/802baaden.htm

[3] Vgl. Loewe, Markus, a.a.O., S3

[4] Vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/weltsozialgipfel_kopenhagen_1995_557.htm

[5] Vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/welternaehrungsgipfel_rom_1996_558.htm

[6] Vgl. http://www.fao.org/documents/show_cdr.asp?url_file=/docrep/003/w3613e/w3613e00.htm

[7] Loewe, Markus, a.a.O., S. 6

[8] Vgl. Loewe, Markus, a.a.O., S.6; Vgl. OECD/DAC 1996, S.2

[9] Vgl. Gsänger, Hans 1996: UN – Weltkonferenzen 1990 – 1996: Globale Lösungsansätze und lokale Umsetzung. In: Entwicklung und Zusammenarbeit: Band 37, Heft 12, S. 324f.

[10] Vgl. Loewe, Markus, a.a.O., S.4

[11] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/ar55002-mill-erkl.pdf

[12] siehe Kapitel 7 der Millenniums – Erklärung

[13] siehe Kapitel 6 der Millenniums - Erklärung

[14] siehe Kapitel 8 der Millenniums - Erklärung

[15] http://www.un.org/Depts/german/gs_sonst/roadmap01.pdf

[16] Anm.: gemeint sind hier junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24, siehe Millennium Declaration Goals, Ziel 8, Unterziel 16, Indikator 45.

[17] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/gs_sonst/roadmap01.pdf; http://www.runic-europe.org/german/mdg/index.html; Markus Loewe, a.a.O., S. 7 – 10

[18] Anm.: mit dem 0,7 Prozent Ziel ist das Aufwenden von 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukt eines Landes für öffentliche Entwicklungshilfe gemeint.

[19] http://www.bmz.de/de/themen/MDG/Konferenz/index.html

[20] Loewe, Markus, a.a.O., S. 13

[21] Vgl. http://hdr.undp.org/statistics/data/

[22] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[23] Vgl http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[24] Vgl. http://www.unaids.org/epi/2005/doc/EPIupdate2005_pdf_en/epi-update2005_en.pdf

[25] Vgl http://unesdoc.unesco.org/images/0014/001444/144409E.pdf

[26] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[27] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[28] Vgl. http://www.bmz.de/de/themen/armut/hintergrund/index.html

[29] Vgl. http://www.fao.org/documents/show_cdr.asp?url_file=/DOCREP/003/W3613E/W3613E00.HTM; Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[30] Vgl. http://www.un.org/Depts/german/millennium/mp-povertyfacts-g-new.pdf

[31] Sachs, Jeffrey D., In die Zukunft investieren – Ein praktischer Plan zur Erreichung der Millenniums – Entwicklungsziele; Bericht an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, New York, 2005, S. 4

[32] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.75

[33] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.75

[34] http://www.die-gdi.de/die_homepage.nsf/FSdsuc?OpenFrameset

[35] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.75

[36] Radke, Detlev, Die Konferenz Financing for Development - der Konsens von Monterrey, Analysen und Stellungnahmen Nr. 3/2002, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn, 2002, online unter: http://www.die-gdi.de/die_homepage.nsf/FSdsuc?OpenFrameset

[37] Vgl. Loewe, Markus, a.a.O., S. 9-10

[38] Vgl. Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 59

[39] Vgl. Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.59

[40] Vgl. Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.60

[41] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S.60

[42] Daten nach dem Bericht der Weltbank 2004, siehe auch http://web.worldbank.org/WBSITE/EXTERNAL/DATASTATISTICS/0,,menuPK:232599~pagePK:64133170~piPK:64133498~theSitePK:239419,00.html

[43] Vgl. http://www.oneworld.at/AGEZ/Positionspapier%20Entschuldung%20AGEZ%20KOO.pdf

[44] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 79

[45] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 22

[46] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 22

[47] Radke, Detlev, a.a.O.

[48] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 22f.

[49] Vgl. http://www.ibiblio.org/lunarbin/worldpop

[50] Vgl. http://www.ibiblio.org/lunarbin/worldpop

[51] Vgl. http://unstats.un.org/unsd/mi/goals_2005/goal_1.pdf ; Table 1

[52] Vgl. http://unstats.un.org/unsd/mi/goals_2005/goal_1.pdf; Table 1

[53] Vgl. http://unstats.un.org/unsd/mi/goals_2005/goal_1.pdf; Table 1

[54] Sachs, Jeffrey D., a.a.O., S. 81

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Seiten
26
Jahr
2006
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110208
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Schlagworte
Millenniumsprojekt Bekämpfung Armut Reform Vereinten Nationen Global Governanance

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Titel: Das Millenniumsprojekt - Die Bekämpfung der globalen Armut