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Der südafrikanische Burenkrieg und die englischen Reaktionen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 27 Seiten

Geschichte - Afrika

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I: Einleitung

II. Großbritannien im Zenit seiner Macht.
a) Zur britischen Weltreichslehre im Zeitalter des „New Imperialism“
b) Der Burenkrieg als Katalysator der britischen Außenpolitik

III: Joseph Chamberlain und das Colonial Office 1895-1903.
a) „Constructive Imperialism“, die neokonservative Revolution.
b) „Zollverein“ und „Imperial Preference“ als Wegbereiter der „Imperial Federation“.

IV: Lord Salisbury, Lord Lansdowne und das Foreign Office 1900-1905. Die Bündnisfrage.
a) Japan und die Vereinigten Staaten. Erste außereuropäische Bündnisse und das Ende der „splendid isolation“.
b) Frankreich und die Entente Cordiale. Koloniale Entlastung und europäische Verpflichtung.

V: Schlußfolgerung: Kontinuität oder Wandel der britischen Außenpolitik an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert?

I: Einleitung

Ab den 1890er Jahren begann die konservative Regierung Salisbury (siehe Anlage) mit dem Gedanken zu spielen, sich aus ihrer selbst gewählten „splendid isolation“ langsam und vorsichtig auf die Suche nach Bündnispartnern zu begeben, um die großen Lasten zur Aufrechterhaltung der Global Balance of Power mit gleich gesinnten Verbündeten zu wahren.[1] Durch den Ausbruch und Verlauf des Burenkrieges 1899-1902 - welcher die größte militärische Kraftanstrengung des Empire seit dem Krim-Krieg darstellte -, wurde Großbritannien deutlich seine Isolierung unter den Großmächten vor Augen geführt. Das Empire zeigte angesichts einer größeren Bedrohung erstmals Schwäche. Dieses „awakening“ trieb die Diskussion über die Bündnisfrage zusätzlich an und machte eine Kursänderung der britischen Außenpolitik unumgänglich. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung wurden neue politische Kräfte und Ideen freigesetzt, die jetzt ein vor dem Burenkrieg nicht vorstellbares Momentum erhielten.[2]

Gegenstand dieser Arbeit sind die Auswirkungen des Burenkriegs auf die englische Außenpolitik um die Wende zum 20. Jahrhundert, welche eine Zäsur in der Bündnispolitik des Empires einleitete. Hierbei soll vor allem auf die außenpolitischen Veränderungen eingegangen werden, die nach dem Burenkrieg eintraten und zu diesem Kurswechsel der britischen Außenpolitik beigetragen haben. Zum besseren Verständnis des Themas und des zu untersuchenden Zeitraums (1895-1905) wird der Autor im ersten Kapitel zunächst eine Bestandsaufnahme des Empires an der Schwelle zum 20. Jahrhundert vornehmen. Anschließend werden die maßgeblichen politischen Ideen und Theorien vorgestellt, durch welche sich die regierenden Eliten Englands im Zeitalter des „New Imperialism“ haben leiten lassen. Darauf folgend wird der Autor über die direkten Folgen des Burenkrieges für das britische Imperium zu sprechen kommen. Im zweiten Kapitel wird auf die Person Joseph Chamberlains und die Rolle des Colonial Office eingegangen. Dabei werden die Motive, Ziele und Instrumente seiner Politik des Constructive Imperialism erläutert. Im dritten Kapitel wird der Autor auf die Rolle des Premierministers Lord Salisbury, des Außenministers Lord Lansdowne und des Foreign Office bei der Frage der zukünftigen Bündnisspolitk eingehen. Die schon kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Umorientierung in der Bündnisfrage schlug sich im japanisch-britischen Bündnis (1902) und der Entente Cordiale (1904) nieder, was de facto das Ende der splendid isolation bedeutete. In der Schlußbetrachtung wird dann die Frage nach Kontinuität und Bruch in der britischen Außenpolitik analysiert.

In der weiteren Vorgehensweise werden die einzelnen Kapitel systematisch und nicht chronologisch bearbeitet. Auf die Rolle der anderen politischen Akteure und Institutionen der britischen Außenpolitik (Admiralty, Permanent Under-Secretary, War Office) wird dabei nur insoweit eingegangen, wie es für das Verständnis dieser Arbeit von Nutzem ist. Auf Grund der Breite und Komplexität des Themas erhebt diese Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitergehende Fragen zur Geschichte der Innen- und Wirtschaftspolitik und der Sozialgeschichte können hier nicht behandelt werden, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde und einer selbständigen und ausführlicheren Bearbeitung bedürfte.

Diese Arbeit bedient sich zur Darstellung der britischen Außenpolitik zahlreicher Werke, die sich mit der Darstellung und Analyse der europäischen und der britischen Außenpolitik befassen. Zu erwähnen wären hierbei Henry Kissingers „Die Vernunft der Nationen“ und A.J.P. Taylors „The Struggle for Mastery in Europe“, sowie das Werk von Imanuel Geiss „Der lange Weg in die Katastrophe“, welches eine umfassende analytische Darstellung der Ereignisse und Zusammenhänge enthält. Zu Fragen des Empire s und hinsichtlich der Rolle des Colonial Office waren die Werke von Robert V. Kubicek „The Administration of Imperialism: Joseph Chamberlain at the Colonial Office“ und Wolfgang Mocks „Imperiale Herrschaft und nationales Interesse“ sehr hilfreich. Beide Werke geben einen ausgezeichneten Überblick über die Politik des Kolonialministeriums und die Rolle Joseph Chamberlains und seiner Politik des Constructive Imperialism. Zur Rolle des Foreign Office und der Entscheidungsträger der britischen Außenpolitik war das Standardwerk von Sara S. Steiner „The Foreign Office and Foreign Policy“ von großem Nutzen, da es detailliert den außenpolitischen Prozeß im Außenministerium erläutert. Schlußendlich sind hier einige wichtige Werke zur Geschichte und Theorie des (britischen) Imperialismus zu nennen. Dazu gehört Wolfgang J. Mommsens „Der europäische Imperialismus“, Sönke Neitzels „Weltmacht oder Untergang“ und Gustav Schmidts „Der europäische Imperialismus“, sowie Paul Kennedys „Aufstieg und Fall der großen Mächte“.

II. Großbritannien im Zenit seiner Macht.

An der Wende zum 20. Jahrhundert hatte das britische Imperium eine Ausdehnung erreicht, die etwa ein Viertel der Erdoberfläche umfaßte und mit etwa 400 Mio. Menschen über ein Fünftel der Weltbevölkerung herrschte.[3] Dieses überseeische Reich war ein Konglomerat höchst disparater Teile, die sich vereinfacht drei verschiedenen Kategorien zuordnen lassen. Neben den „ Dominions“, die als weiße Siedlungskolonien eine autonome Selbstregierung besaßen, gab es noch die „ Crown Colonies“, die von direkt entsandten Gouverneuren verwaltet wurden und in der die indigene Bevölkerung keine politischen Mit- oder Selbstbestimmungsrechte besaßen. Dazu kam noch der Komplex des indischen Herrschaftsbereichs, der von einem Vizekönig mit den Aufgaben eines Generalgouverneurs regiert wurde.[4] Zu diesem Kolonialreich gehörte noch ein die Grenzen des politischen Herrschaftsbereichs überschreitendes „informal Empire“, das im Zuge der ökonomischen Globalisierung des Freihandelsimperialismus von der britischen Exportwirtschaft dominiert wurde.[5] Hinzu kam weiterhin ein weltumspannendes Netz von maritimen Stützpunkten an strategisch wichtigen Knotenpunkten wie Gibraltar, Suez, Singapur, und dem Kap der Guten Hoffnung.[6]

Für dieses Weltreich existierte jedoch keine zentrale Verwaltung. Politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen fielen in die Kompetenz des Foreign Office. Strategische Planung und militärischer Schutz des Empire lagen bei der Admiralty und dem War Office. Das India Office war nicht nur für den Subkontinent, sondern auch die angrenzenden Besitzungen zuständig. Die Vielzahl der übrigen direkt britischer Herrschaft unterstellten überseeischen Gebiete wurde durch das Colonial Office verwaltet.[7]

Weitere Indikatoren, die für Großbritanniens Macht sprachen, waren: die Größe der Royal Navy, die nach dem „Two Power Standard“ genauso stark sein mußte wie die der nächsten beiden Flottenmächte zusammen;[8] das weit gespannte Netz von Seestützpunkten und Telegraphenstationen auf den ganzen Welt; die bei weitem größte Handelsmarine und die Dienstleistungen der Stadt London, die Großbritannien zum größten Investor, Bankier, Versicherer und Rohstoffhändler der Weltwirtschaft machte.[9] Auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt, bezeichneten britische Politiker die unangefochtene Stellung Großbritanniens als die der „Pax Britannica“.

Neben den Stärken des Empire gab es natürlich auch Schwächen, die ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts immer mehr das Empire unter Druck setzten. Zum einen war es die industrielle Modernisierung der anderen Mächte und die daraus resultierenden Veränderungen der militärischen Gewichte auf dem Lande und zur See, welche die relative Position des britischen Empire schwächten. Großbritannien war eine etablierte Macht und alles was es brauchte war Frieden. Jede Veränderung des globalen Status quo brachte somit mehr Risken für den Handelsstaat[10] und Empire mit sich als Vorteile.[11] Britische Staatsmänner waren kontinuierlich in einem diplomatischen und strategischen Balanceakt verwickelt, der weltweite Dimensionen annahm.[12]

Die zweite Schwäche war die Erosion britischer industrieller und kommerzieller Vorherrschaft, auf der wiederum die britische militärische und imperiale Stärke letztlich beruhte. An der Jahrhundertwende hatte Großbritannien weniger Wirtschaftswachstum zu verzeichnen als noch zu Mitte des 19. Jahrhunderts.[13] Im Gegensatz dazu konnten die jungen Nationen - das Deutsche Reich und die Vereinigten Staaten (USA) - erstaunliche Wachstumsraten vorweisen.[14] Auch wurden britische Waren wegen zu hoher Preise von ausländischen Märkten gedrängt und durch Zollschranken der Zugang weiter erschwert.[15] Schließlich ging der ungeschützte heimische Markt immer mehr durch ausländische Importe an die Konkurrenz verloren, was ein Zeichen für die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der britischen Industrie war.[16]

a) Zur britischen Weltreichslehre im Zeitalter des „New Imperialism“

In Großbritannien entstand als erstem Land in Europa in Folge der weltpolitischen Umbruchszeit eine eigene Denkschule. Diese erreichte Ende der 1880er Jahre und um 1900 - durch die weltpolitische Entwicklung und die vermeintlichen Schlußfolgerungen daraus - in unterschiedlicher Intensität ihre quantitativen Höhepunkte in der öffentlichen Diskussion.[17] Die Verknüpfung von Sozialdarwinismus und Rassegedanken auf der einen Seite mit Raumgröße, Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftskraft auf der anderen Seite war die Basis, auf der sich die Diskussion um die Weltreichslehre bewegte.[18]

Diese Gedanken spielten vor allem im Bestseller „Greater Britain“ von Sir Charles Dilke (1869) und „The Expansion of England“ von Sir John Seeley (1883)[19] eine entscheidende Rolle.

In Charles Dilkes „Greater Britain“ wurde 1869 die Vorstellung einer Union der englischsprachigen Völker zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für ihn waren die USA und England keine getrennten Staaten, sondern eine angelsächsische Einheit, die dazu bestimmt war, die Geschicke der Welt zu leiten.[20]

Seeleys 1883 veröffentlichtes Buch „The Expansion of Britain“ ist ein Klassiker der imperialistischen Literatur. Seine Thesen enthielten nichts grundlegend Neues, durch den großen publizistischen Erfolg muß sein Einfluß auf die Verbreitung der Weltreichslehre in England allerdings sehr hoch veranschlagt werden.[21] Für Seeley war die Staatsform der Zukunft eine föderative Union. Mit dem Schlagwort „Weltreich oder Untergang“ wollte er die Briten dazu anhalten, dem Beispiel der USA nachzueifern und aus dem Empire einen föderativen Staat zu formen. Dazu seien alle Voraussetzungen gegeben. Das Empire bestehe nicht aus verschiedenen Nationen, die durch Gewalt zusammengehalten wurden. Dasselbe Blut und die gleiche Religion einten es vielmehr zu einer Nation. Im Endeffekt schwebte ihm also eine angelsächsisch dominierte Welt vor.[22]

Ein vom Bewusstsein der Überlegenheit der britischen Rasse getragener Nationalismus verlangte nun, daß die Engländer sich ihrer geschichtlichen Aufgabe des „Empire-Building“ fortan zielbewusst widmen sollten.[23] Die ungeheure Wirkung dieses von einem Rassenstolz beflügelten Imperialismus auf die Zeitgenossen wurde noch durch den Umstand gesteigert, daß sich die Massenpresse zum Sprachrohr desselben machte. Das Ideal eines „Greater Britain“, wie es Seeley und Dilke aufgestellt hatten, wurde wenig später zum Programmpunkt eines neuen Nationalismus, der in erster Linie von Stolz und Begeisterung über der geschichtlichen Leistung der Engländer getragen wurde.[24] Im Laufe von wenigen Jahren sollte es sich zu einem aggressiven Imperialismus gesteigert haben, dem es jetzt nicht nur um die Erhaltung und den weiteren Ausbau des bestehenden Empire ging, sondern um die Ausdehnung der britischen Herrschaft auf immer größere Gebiete des Erdballs. Die bekanntesten Vertreter dieser Denkschule sollten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert an den Schaltstellen der Macht das britische Imperium regieren.[25]

b) Der Burenkrieg als Katalysator der britischen Außenpolitik

Trotz des Sieges der britischen Truppen hatte der Burenkrieg die Schwächen des Empire auf schockierende Weise offen gelegt. Die größte Weltmacht der damaligen Zeit hatte drei Jahre gebraucht, um einen Feind aus etwa 30.000 „Farmern“ zu bezwingen.[26] Großbritannien mußte auf dem Höhepunkt des Krieges 295.000 Soldaten mobilisieren und an die 200.000.000 Pfund für die Kriegskosten aufbringen.[27] Erstmals mußten Truppen aus den autonomen weißen Siedlungskolonien, den Dominien Australien, Kanada, Neuseeland, aber auch aus Indien dem Mutterland zur Niederwerfung der Buren in Südafrika aushelfen.[28] Etwa 22.000 Soldaten mußten ihr Leben lassen, und zweimal so viele wurden verwundet. Liberale kritisierten die fehlende „national efficiency“ in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, also der Gesellschaft und des Regierungssystems.[29] Dagegen verwiesen die Konservativen auf die Konsequenzen des Burenkrieges für die Außenpolitik des Empire (siehe Kapitel II).[30]

International war Großbritannien durch seine brutale Art der Kriegführung und der Errichtung von Konzentrationslagern in harte Kritik geraten. Sogar in der Heimat kam es unter Liberalen und Linken zu einer sentimentalen Kampagne zugunsten der „tapferen Buren“.[31] Außenpolitisch hatten Rußland und Frankreich versucht, mit dem Deutschen Reich eine (diplomatische) Koalition gegen die Briten zu schmieden, die aber an der Weigerung der Deutschen scheiterte.[32] Der Burenkrieg hatte aufs Schärfste die politische aber auch die moralische Isolierung Großbritanniens offenbart.[33]

Die Konsequenzen: Die Armee mußte reformiert und die politischen Entscheidungsprozesse vereinheitlicht werden.[34] Die dringendste Aufgabe für Großbritannien war nun, Bündnispartner zu suchen, um aus der weltpolitischen Isolierung herauszutreten. Der Burenkrieg war jedoch nur der Anlaß für die Kehrtwendung der britischen Außenpolitik. Die Ursachen wurden von innen- und sozialpolitischer Unterentwicklung, wirtschaftlicher Schwäche und sicherheitspolitischen Ängsten überschattet.

III: Joseph Chamberlain und das Colonial Office 1895-1903.

In Großbritannien fand wie in kaum einem anderen Land in Europa die „Weltreichslehre“ Eingang in die höchsten politischen Kreise. Diese Tatsache war vor allem dem einflussreichen Kolonialminister Joseph Chamberlain (siehe Anlage) zu verdanken, der seit seinem Amtsantritt 1895 bis zur konservativen Wahlniederlage in Januar 1906 auf der Grundlage weltreichstheoretischer Überlegungen für den Zusammenschluß des Empire kämpfte.[35] Chamberlain war vom Sozialdarwinismus, dem Glauben an die Überlegenheit der angelsächsischen Rasse sowie den Klassikern des britischen Imperialismus Dilke und Seeley tief beeinflusst.[36] Was die Publizisten an gedanklicher Vorarbeit geleistet hatten, versuchte er praktisch umzusetzen. Dabei dachte er mehr an einen Ordnungsbegriff, die hervorragende Eigenschaft der angelsächsischen Rasse im Bezug auf Good Governance und ihre zivilisatorische Qualifikation, und weniger an ihre „biologische“ Überlegenheit.[37]

Chamberlain war kein Imperialist der ersten Stunde. Zu Beginn der 1880er Jahre interessierte er sich vor allem für die Innenpolitik.[38] Chamberlains Zerwürfnis mit Gladstone über die „Irish Home Rule“ 1886 und seine Reisen in die Vereinigten Staaten, nach Kanada und Ägypten bestimmten seine endgültige Hinwendung zur Beschäftigung mit dem Empire.[39] Im liberal-konservativen Kabinett Salisbury 1895 bekam Chamberlain auf eigenem Wunsch das Kolonialministerium zugewiesen. Er war für die Öffentlichkeit bis dahin eine wenig bedeutende Person. Er verstand es jedoch, das neue Amt geschickt auszunutzen. Der zweite Burenkrieg (1899-1902) ließ seine Popularität steil ansteigen und er war bald die dominierende Person im Kabinett.[40]

Im Amt ging Chamberlain energisch an die Arbeit. Als großer Administrator modernisierte und reorganisierte er sein Ministerium, um den gewachsenen Aufgaben des Empire und somit des Kolonialministeriums Herr zu werden.[41] Auf sein Beharren hin wurde mehr Personal eingestellt und vor allem mehr Geld für den Ausbau und die Verwaltung der Kolonien beantragt, was ihn oft in Konflikt mit dem Finanzministerium und seinem Kollegen Hicks Beach, dem Chancellor of the Exchequer, brachte.[42] Chamberlain kann als ein Advokat des starken Staates gesehen werden.[43] Die alte Devise „the flag follows the trade“ wurde in ihr Gegenteil verkehrt. So verlangte er von der britischen Regierung mehr Kapital und Kredite für den Schienenbau und die Verbesserung der Häfen in den Kolonien.[44] Er förderte die Entwicklung von Arzneien gegen Tropenkrankheiten.[45] Mehr Staatsgelder und Subventionen wurden für die Kolonien bewilligt, um ihre politische und wirtschaftliche Stabilität zu fördern.[46] Er warb auch intensiv bei der Privatwirtschaft, damit mehr Investitionen in die Kolonien fließen und anschließend neue lukrative Märkte entstehen konnten, die auch Rohmaterialien für die britische Industrie lieferten.[47]

Chamberlain machte sich außerdem für einen imperialen Zollverein mit Präferenzzöllen nach Innen und Schutzzöllen nach Außen stark. Das erklärte Ziel war, das Mutterland und die Kolonien wirtschaftlich enger miteinander zu verflechten. Sein eigentliches Motiv war jedoch, das Empire zusammen zu binden, ganz gleich, wie dies zu erreichen war.[48] Das Empire selbst war jedoch den Interessen Großbritanniens nachgeordnet und in diesem Sinne war Imperialpolitik primär Element einer systematischen nationalen Machtpolitik.[49] Mit seinem Rücktritt 1903 und der Abwahl der konservativen Regierung 1905 gingen auch Curzon, Milner und Lord Cromer (der letztere 1907), die exponierten Vertreter des Constructive Imperialism.[50]

a) „Constructive Imperialism“, die neokonservative Revolution.

Die Ideologie des Constructive Imperialism wurde maßgeblich von der „Tariff Reform“ - Bewegung getragen, die für die Errichtung von Schutz- und Präferenzzöllen eintrat. Dem Staat und der Nation als der Identitätsgrad einer Assoziation oder Dissoziation von Menschen, wurden die zentralen Rollen in ihrer Ideologie eingeräumt.[51] Die Beweggründe dieser Erneuerungsideologie lassen sich in drei Kategorien unterteilen: wirtschaftspolitische, imperialpolitische und sozial- oder in einem übergeordneten Sinne, gesellschaftspolitische.[52] Im Hintergrund ihrer wirtschaftpolitischen Argumente stand die Überzeugung, dass Großbritannien als Wirtschaftsmacht gegenüber seinen europäischen und amerikanischen Rivalen rapide an Bedeutung verliere. Schutzzölle für die britische Industrie und Präferenzzölle mit den Dominien hatten das Ziel, diese Entwicklung aufzuhalten.[53] Langfristig sollten diese Zölle die britischen Produzenten vor fremder Konkurrenz schützen, den größten Teil des britischen Handels allmählich in die sicheren Märkte des Empire und besonders der Dominien umleiten, zum Aufbau neuer Industrien beitragen und damit der britischen Wirtschaft zu einem neuen Aufschwung verhelfen.[54] Das dadurch erschlossene Steueraufkommen sollte die finanziellen Mittel für sozialpolitische Maßnahmen, für die Reduktion der Einkommenssteuer und für eine Stärkung der imperialen Verteidigungskraft (Imperial Defence) bereitstellen.[55] Zusätzlich sollten dadurch nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert, sondern auch neue geschaffen werden.[56] Auch mittels einer staatlich gelenkten Auswanderungspolitik sollten qualifizierte Arbeiter weniger in die USA, sondern verstärkt in das Empire auswandern und so der kontinuierliche Verlust an „man power“ aufgehalten werden.[57] In einer durch imperiale Präferenzzölle geförderten engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit des Empire sahen die „tariff-reformers“ jedoch vorwiegend ein Mittel zum Zweck. Dieser Zweck war der Zusammenschluß des Empire zu einer homogenen politischen und wirtschaftlichen Einheit. Nur ein solcher Schritt konnte ihrer Ansicht nach die drohende Desintegration des Empire verhindern.[58]

Auf gesellschaftspolitischer Ebene hofften die „ tariff-reformers“ mit ihrer Kampagne für ein geeintes und mächtiges Empire die materielle Lage der Bevölkerung zu verbessern und ihr langfristig einen steigenden Lebensstandard zu sichern. Wirtschaftliches Wachstum und damit verbunden wohlfahrtstaatliche Maßnahmen, bildeten ihrer Überzeugung nach die unverzichtbare Grundlage einer stabilen sozialen Ordnung.[59] Ergänzt wurden diese Ansichten von der Forderung nach einer umfassenden Reform des Militärwesens, der Einführung der Wehrpflicht. Sie sollte die Grundlage bilden für eine Dynamisierung der Gesellschaft und eine erhöhte Effizienz ihrer einzelnen Mitglieder.[60] Die Tatsache, daß es sich bei dem allgemeinen Wehrdienst um einen „national service“ handelte, ließ ihm einen entscheidende Rolle im Prozeß der Ausrichtung der Nation auf ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel und der Schaffung des Bewusstseins einer nationalen Identität zukommen und machte Armee und Flotte im eigentlichen Sinne zur „Schule der Nation”.[61] Alle drei Motive hatten eine deutlich machtpolitische Komponente: Wirtschaftliche Prosperität, imperiale Größe und eine starke, in sich geschlossene Nation als Voraussetzung politischer Macht und damit notwendige Bindungen, um die Existenz Großbritanniens in einem Zeitalter wachsender internationaler Rivalitäten sicherstellen zu können. Ihre Konzeption des britischen Empire orientierte sich an dem Ideal des „geschlossenen Handelsstaates“, mit dem sich die Vorstellung wirtschaftlicher Autarkie und politischer Autonomie verband.[62]

Es gab zwei treibende Kräfte hinter dem Constructive Imperialism. Einerseits einflussreiche Interessengruppen aus der britischen Wirtschaft, die Schutzzölle verlangten und andererseits eine Gruppe von konservativen Politiker und Ideologen, die sich aus Macht-, Prestige- und gesellschaftspolitischen Gründen für eine imperialen Zusammenschluß einsetzten, jedoch angesichts der Lage der öffentlichen Meinung glaubten, besonders die ökonomischen Vorteile eines solchen Zusammenschlusses hervorheben zu müßen.[63]

Die „ Tariff-Reform“ - Bewegung war vor allen Dingen ein „movement of dissatisfaction“. Es richtete sich nicht nur an die als überaltert verstandene Wirtschaftspolitik, sondern zugleich gegen die bestehenden Formen politischer Herrschaftsausübung in Großbritannien im Allgemeinen. Verantwortlich dafür wurde auch gemacht das parlamentarische Regierungssystem. Da das Parlament immer mehr zum Austragungsort rein parteipolitischer Kontroversen geworden war, es andererseits aber in der Logik des parlamentarischen Systems zu liegen schien, alle Fragen von nationaler Bedeutung zu ausschließlich parteipolitischen zu reduzieren, hielten Chamberlain und seine Anhänger es für notwendig, die Lösung von Problemen überparteilichen, nationalen Zuschnitts dem Zugriff des Parlaments zu entziehen und sie der Nation als solcher zu überantworten.[64] Die Ideologen des Constructive Imperialism schreckten zwar noch vor der öffentlichen Forderung nach einer Aufgabe des parlamentarischen Systems zurück, ihre Überlegungen zielten jedoch in der Tendenz darauf ab, das parlamentarische System durch ein plebiszitäres System zu ersetzen.[65]

b) „Zollverein“ und „Imperial Preference“ als Wegbereiter der „Imperial Federation“.

Joseph Chamberlain war einer der „neokonservativen“ Politiker, der sich vehement für die Implementierung der Ideen des Constructive Imperialism einsetzte .[66] Seine Sorgen galten dem Zusammenhalt des Empire und damit primär dem Überleben Großbritanniens als führende Großmacht unter den Großmächten.[67] Der Burenkrieg hatte schon in militärischer, aber auch politisch-moralischer Hinsicht die Abhängigkeit Großbritanniens von seinen Dominien und (Truppen aus) Indien in einer feindlich gesinnten Welt klar verdeutlicht.[68]

Chamberlain hatte daraus die Lehre gezogen, daß Großbritannien auf sich allein gestellt, der wachsenden Übermacht seiner Feinde und Konkurrenten in Zukunft nicht mehr gewachsen sein würde. Ihm ging es deshalb daraum die Bande zwischen dem Mutterland und den Dominien zu stärken und das lose Gefüge des Empire zu straffen. Er glaubte, daß in der Zukunft nur noch die stärksten Imperien bestehen könnten und die schwachen zwangsläufig untergehen müssten.[69] Sein erklärtes Ziel war, gemäß der Maxime „Union is strength“, die angelsächsischen Nationen, „die Bruderstaaten“ und dabei zu allererst die des Britisch Empire in Form einer Imperial Federation unter einem Dach zusammenzubringen.[70] In einem weiteren Schritt sollten langfristig auch die USA und vielleicht sogar Deutschland mit einbezogen werden. Für Chamberlain war die gemeinsame Organisation der Verteidigung und des Handels ein und dieselbe Seite einer Medaille.[71]

In einer Zeit der wirtschaftlichen Globalisierung, bestand für ihn die Gefahr, daß die von weißen besiedelten Kolonien des Empire, die Dominien, die immer mehr in Richtung einer faktischen Unabhängigkeit tendierten und selbständig mit der Außenwelt wirtschaftliche Beziehungen pflegten, langfristig sich vom Empire trennen könnten.[72] Zwar ging immer noch der größte Teil ihrer Exporte - hauptsächlich Landwirtschaftsprodukte und Rohstoffe- nach Großbritannien und auch die Importe – meistens Industriewaren - kamen noch größtenteils aus Großbritannien,[73] aber der Zuwachs der wirtschaftlichen Verflechtungen mit Drittländern außerhalb des Empire nahm stetig und überproportional zu.[74] Durch einen verstärkten Aufbau der heimischen Industrie wurde auch der Zugang der britischen Industrieerzeugnisse in den Dominien immer mehr erschwert.[75] Zudem wurde die britische Industrie in Europa und dem USA durch Schutzzölle benachteiligt und erlitt hohe Absatzeinbußen.[76] Gleichzeitig wurde sie noch durch die eigene Freihandelspolitik in Großbritannien der ausländischen Konkurrenz ausgesetzt.

Wie die Anhänger der „Tariff Reform- Bewegung und die Ideologen des Constructive Imperialism, so wollte auch Chamberlain durch die Einführung von Schutzzöllen gegenüber Drittländern und Präferenzzöllen innerhalb des Empire die Bande zwischen dem Mutterland und den Dominien stärken.[77] Durch einen verstärkten Binnenhandel innerhalb der Grenzen des Empire sollten die Absatzmärkte für britische Industriewaren und Dienstleistungen, aber auch die Exporte der Kolonien, langfristig gesichert und erweitert werden.[78] Das Empire sollte sich als ein „geschlossener Handelsstaat“ von ausländischen Absatzmärkten unabhängig machen und autark werden, um sich dann besser gegenüber den mächtigen europäischen und amerikanischen Wirtschaftsblöcken zu behaupten.[79] Ein selbst erzeugtes Abhängigkeitsverhältnis würde auch den Zusammenhalt garantieren.

Die Kronkolonien und Indien waren von dieser Politik ausgenommen. Denn im Gegensatz zu den Dominien standen diese ohnehin unter der direkten Verwaltung Großbritanniens („the white man’s burden“). Die faktische ökonomische Bedeutung des „dependent Empire“ war auch gering, da Großbritanniens nur 6,1% (1900) seines Handels mit ihm abwickelte.[80] Außerdem genossen die indigenen, nicht weißen Völker, keine Mit- oder Selbstbestimmungsrechte und konnten somit auch nicht aus dem Empire ausscheiden.[81]

Chamberlain mußte jedoch während seiner Regierungszeit von 1895-1903 und auf den Kolonialkonferenzen von 1897 und 1902 enttäuscht zur Kenntnis nehmen, daß die Verwirklichung seiner Ideen von einem Imperial Zollverein und Imperial Federation weder bei den Regierungen der Dominien noch in der eigenen Regierung auf große Zustimmung stieß.[82] Die Dominien waren einfach nicht bereit, Eingriffe in ihre Selbstbestimmungsrechte zu akzeptieren und waren auch nicht bereit einen, Zusammenschluß welcher Art auch immer, über Steuern und Zölle zu finanzieren.[83] Zugleich war Chamberlain auch nicht bereit, den Dominien gleiche Rechte innerhalb dieses Zusammenschlusses zu gewähren. Der einzige Erfolg, den Chamberlain erreichen konnte, war die Annahme der Politik der „Imperial Preference“ durch die Dominien, also unterschiedliche Präferenzzölle auf den allgemeinen Importzoll für Waren aus dem Mutterland zu gewähren.[84]

Da aber beide Seiten von falschen Annahmen ausgingen, waren Unstimmigkeiten und Fehlschläge vorprogrammiert. Chamberlains primäres Ziel war es, der britischen Industrie Absatzmärkte zu erschließen und dafür hatte er von den Dominien Vorzugszölle verlangt. Diese sollten auch auf den Aufbau von eigener Industrie verzichten und als Nahrungs- und Rohstofflieferanten für das Empire fungieren.[85] Da Agrargüter ohnehin zollfrei eingeführt werden konnten und die Dominien auch hauptsächlich solche Produkte exportierten, sahen sie keine besonderen Vorteile in solch einem System und lehnten ab. Sie verlangten stattdessen reziproke Präferenzzölle seitens Großbritanniens für ihre Produkte, damit sie mit dem Erlös weiterhin ihre Industrie aufbauen konnten.[86] Ihre Forderung nach Präferenzzöllen seitens Großbritanniens wiederum hätte bedeutet, daß Großbritannien Produkten aus Drittländern hätte verzollen müssen, um dann den Dominien Vorzugszölle zu gewähren und somit einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.

Dies stieß aber beim Treasury und dem Board of Trade auf Ablehnung, da solch eine Politik für die Konsumenten und die verarbeitende Industrie kostspielig war und vor allem die Gefahr beinhaltete, in Drittländern Strafzölle auf britische Waren zu provozieren.[87] Ein anderes signifikantes Problem lag darin, daß die Dominien vom britischen Markt mehr abhängig waren als das Mutterland von den Dominien.[88] Die Dominien wickelten etwa zwei Drittel ihres Handels mit dem Mutterland ab, der Exportanteil des Mutterlandes in die Dominien selbst jedoch belief sich auf etwa 20% am Gesamtexport. Außerdem war Großbritannien nicht in der Lage, seinen Nahrungsmittelbedarf ausschließlich aus dem Empire zu decken, und war so mehr auf den Handel mit Drittländern (ca. 75%) angewiesen als mit den Dominien, oder gar dem Empire als ganzes.[89] Das hätte bedeutet, daß wenn Großbritannien keine Absatzeinbußen erleiden wollte, es seine Exporte in die Kolonien hätte verstärken müssen. Diese Summe hätten die Kolonien jedoch nie aufbringen können. Treasury und Board of Trade, die für Freihandel optierten, wussten das und haben mit guten ökonomischen Argumenten erfolgreich gegen Chamberlains Vorhaben angekämpft.[90] Chamberlain hatte aber eines erreicht: In seiner Regierungszeit stiegen die Exporte und Investitionen Großbritanniens in die Dominien, aber auch in den „dependent Empire“.[91]

Die Gründe für das Scheitern des Zollvereins und der Imperial Preference und somit Chamberlains eigentlichem Ziel einer Imperial Federation, lagen bei den konservativen und liberalen Regierungen in Großbritannien selbst, und dabei vor allem bei den Anhängern des Freihandels, die sowohl im Parlament und in der Regierung vertreten waren, wie auch in der Wirtschaft selbst.[92] Daneben war auf Seiten der Dominien die Herausbildung eines eigenständigen Nationalismus einer der wichtigsten Gründe für das Scheitern des Constructive Imperialism.[93] Dieser indigene Nationalismus hatte nicht allein die Funktion einer Integrationsideologie in jungen Staaten mit relativ heterogenen Siedlergruppen wie den Franzosen in Kanada und den Buren in Südafrika, sondern er war zugleich das Ergebnis eines realen ökonomischen Interesses, hinter dem der Versuch stand, die wirtschaftliche Basis des jeweiligen Landes über die Landwirtschaft und den Bergbau hinaus zu verbreitern und die neu entstehenden Industrien vor der britischen und europäischen Konkurrenz zu schützen.

Anderseits hatte die von einigen Anhängern Chamberlains und diesem selber erhobene Forderung nach einer Zurückstufung der Rohstoff- und Nahrungsmittelproduzenten ebenso wie die Idee einer organischen wirtschaftlichen und politischen Union den Beigeschmack von Kontrolle durch das Mutterland und einer verstärkten Abhängigkeit von diesen. In der Praxis hätte eine solche Politik für die Dominien nicht allein die Aufgabe mühsam erworbener Freiheiten bedeutet, sondern zugleich zu erheblichen innenpolitischen Schwierigkeiten von Seiten solcher Gruppen geführt, deren Loyalität gegenüber dem Empire ohnehin schwer aufrechtzuerhalten war.[94]

IV: Lord Salisbury, Lord Lansdowne und das Foreign Office 1900-1905. Die Bündnisfrage.

Nachdem Salisbury 1895 erneut das Amt des Premier- und Außenministers übernommen hatte, änderte sich sein strategisches Kalkül grundlegend. In zunehmendem Maße war er zu der Überzeugung gelangt, daß die britische Besetzung Ägyptens 1882 und somit die Kontrolle über den Nil und den Suez-Kanal, eine mögliche russische Kontrolle der Dardanellen keine unmittelbare Bedrohung der sicherheitspolitischen Interessen Großbritanniens bedeuten würde.[95] Diese Überzeugung ließ seine alte Politik einer Annährung an den Dreibund obsolet werden. Anderseits machte der Rückzug aus Konstantinopel ein definitives Festsetzen Großbritanniens in Ägypten unverzichtbar, ein Schritt, der den Konflikt mit Frankreich vorprogrammieren mußte.

Im Jahre 1895 wurde Salisbury mit drei weltpolitischen Ereignissen konfrontiert, die seine Politik der „Splendid Isolation“ im Kabinett in die Kritik brachte. Zum einen kam es bei dem Grenzkonflikt zwischen Britisch-Guayana und Venezuela zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Interessensphären der USA (Monroe-Doktrin) und Großbritanniens in der westlichen Hemisphäre.[96] Zum anderen hatte die Niederlage Chinas im chinesisch-japanischen Konflikt das Land verstärkt zum Gegenstand internationaler Interessen werden lassen und bedrohte die traditionelle, von Großbritannien unterstützte „Open Door“ Politik.[97] Im gleichen Jahr hatte die mangelnde Bereitschaft der kontinentaleuropäischen Mächte, angesichts der türkischen Massaker in Armenien zusammen mit Großbritannien in Kleinasien einzugreifen, gezeigt, wie isoliert Großbritannien tatsächlich da stand.[98] Das Bewusstsein der Isolation wurde durch die internationale Reaktion auf den „Jameson Raid“ und die Krügerdepesche 1896 noch verschärft.[99] Das Jahr 1898 brachte noch zusätzlich durch den Fashoda-Konflikt eine dramatische Verschlechterung der englischen Beziehungen zu Frankreich mit sich. In diesem Klima internationaler Spannungen und einer immer manifester werdenden Bedrohung der britischen Interessen in Afrika und Asien, verstärkt durch den Ausbruch und Verlauf des Burenkrieges (1899-1902), wuchs die Kritik und der Druck auf Salisburys isolationistische Politik.[100] Nach einer Kabinettsumbildung 1900 trat Salisbury in seiner Funktion als Außenminister zurück, blieb aber weitere zwei Jahre als Premierminister während Lord Lansdowne (siehe Anlage) das Foreign Offic e übernahm.

a) Japan und die Vereinigten Staaten. Erste außereuropäische Bündnisse und das Ende der „splendid isolation“.

Im Jahre 1901 befand sich Großbritannien im Krieg mit den Buren in Südafrika und hatte seine Flotte hauptsächlich für den Schutz der britischen Inseln und die Sicherung der Route nach Südafrika reserviert. Das Foreign Office und die Admiralty befürchteten einen russischen Angriff in Fernost, dem sie nur wenig entgegen setzen konnten und suchten nach einem Verbündeten, um sich Entlastung zu verschaffen.[101] Die Admiralität hatte schon zuvor bekundet, daß im Zuge der Flottenaufrüstung Frankreichs und Rußlands, aber auch Deutschlands der „two powers standard“ nicht mehr eingehalten werden könnte.[102] Als schließlich die Deutschen 1901 eine Zusammenarbeit mit England gegen Rußland verweigerten, wurde Lansdowne im Foreign Office von dem japanischen Gesandten Hayashi aufgesucht.[103] Die Japaner rechneten mit einem eventuellen Krieg gegen Rußland, irgendwann in naher Zukunft. Da aber ihre Flotte im Falle eines Krieges mit Rußland durch die verbündete französische Marine von der Heimatbasis hätte abgeschnitten werden können, suchten sie sich die Briten als Ansprechpartner und sondierten Bündnisgespräche mit dem Foreign Office.

Im Gegensatz zu den Deutschen waren die Japaner bereit, ein Bündnis mit Großbritannien einzugehen, das auch den casus belli mit einbezog. Lansdowne und das Foreign Office sahen die Gelegenheit für gekommen und stimmten der Verhandlungen zu.[104] Nachdem der Burenkrieg beendet war und mehrmonatigen Verhandlungen, unterzeichneten die Vertragespartner das anglo-japanischen Abkommen am 30. Januar 1902.[105] Beide Vertragsparteien stimmten darin überein, daß sie den Frieden und den Status quo in Ostasien erhalten wollten und vereinbarten die speziellen Interessen des jeweils anderen (China, Korea) anzuerkennen. Der Artikel III des Vertrages besagte, daß wenn einer den Vertragsparteien von einer dritten Macht angegriffen werden sollte, der andere Neutralität wahren sollte. Nur im Falle eines Angriffs zweier Mächte würde der andere Vertragspartner zum Beistand verpflichtet sein.[106] Beide Parteien hofften jedoch, daß es keinen Krieg geben würde und sie mit Rußland auf friedlichem Wege eine Verständigung finden würden.[107] Die Allianz stellte auch keine Gefahr für Rußland dar, sondern erschwerte im höchsten Fall eine weitere russische Expansion.[108] Das Bündnis mit Japan ermöglichte Großbritannien die Sicherheit seiner Besitzungen in China dem Schutz seines Verbündeten anzuvertrauen und damit die eigene Flotte wieder zur Sicherung Großbritanniens in die Heimatgewässer zurück holen zu können. Mit diesem Abkommen bekundete Lansdowne das Ende der „splendid isolation“.[109]

Nach dem Abschluß der anglo-japanischen Allianz wendete sich der Blick der außenpolitischen Elite Großbritanniens auf die andere Seite des Pazifiks. Mit einer Bereinigung des Konflikts über die Blockade Venezuelas durch europäische Seemächte 1902/03, um Schulden einzutreiben,[110] entspannten sich die Beziehungen zwischen England und den USA. England akzeptierte das Heranwachsen der schon damals quantitativ größten Industriemacht USA zu einer fast ebenbürtigen Flottenmacht, ohne sie in seine Mächte-Standardberechnungen einzubeziehen.[111]

Das weltpolitische Zurückstecken in den Außenbezirken seiner globalen Interessensphären signalisierte eine Selbstbegrenzung des mächtigen Britischen Empire.[112] An die Stelle der bisher im Prinzip unbegrenzten Expansion auf dem Globus trat nun der Rückzug aus Amerika,[113] wo England den aufsteigenden USA die Hegemonie überließ – gerade über Lateinamerika -, ältere Positionen (Kanada, Britisch-Westindische Inseln, Britisch Guayana, Falklandinseln) jedoch beibehielt.

b) Frankreich und die Entente Cordiale. Koloniale Entlastung und europäische Verpflichtung.

Die Rivalität zwischen Großbritannien und Frankreich begann mit der Hochphase der Imperialismus und deren Startschuß, der britischen Okkupation Ägyptens im Jahre 1882. Die Franzosen wollten danach nie die Herrschaft Großbritanniens über Ägypten anerkennen und stellten sich England zu jeder sich ihnen bietenden Gelegenheit entgegen. Zudem wollte Großbritannien verhindern, daß Frankreich Marokko erobert und es in sein westafrikanisches Kolonialreich einverleibt. Frankreich hätte so die andere Seite der Meerengen zum Mittelmeer unter Kontrolle gehabt und hätte somit eine eventuelle Gefahr für die britischen Handels- und Kriegsschiffe auf ihrem Weg zum Suezkanal und nach Indien dargestellt.[114] Die gegenseitigen Querelen sollten noch weitere zwanzig Jahre andauern, bis sie durch eine Reihe von Krisen und Konflikten doch noch den Weg in eine gegenseitige Verständigung fanden.

Die Ursache für die Verständigungsbereitschaft dieser zwei Rivalen sollte ebenfalls aus dem Wunsch nach Beseitigung der nordafrikanischen Interessenskonflikte herrühren. Der Anlaß zur Beschleunigung der diplomatischen Aktivitäten resultierte jedoch aus der Furcht vor einen russisch-japanischem Krieg in Fernost, der die Bündnispartner[115] Großbritannien und Frankreich mit einbezogen hätte. Großbritannien hatte keine strategischen Interessen in Fernost wegen derer es sich hätte einmischen sollen. Außerdem wären die Kosten nach dem gerade beendeten Burenkrieg immens gewesen. Zudem hoffte London auf die mäßigende Stimme Paris’ auf St. Petersburg. Und sollte der Ernstfall eintreten, würde Frankreich durch seine Neutralität Großbritannien von jeder Verpflichtung freisprechen.[116] Durch ein Abkommen mit Frankreich hätte Großbritannien auch seine maritime Präsenz im Mittelmeer abbauen können, um dann die Schiffe zum Schutze der Insel zu nutzen. Die Franzosen wiederum suchten die Verständigung mit Großbritannien, um endlich die Marokkofrage zu lösen und sich gegenüber Deutschland einen weiteren Verbündeten zu suchen. Ein Krieg auf Seiten Rußlands gegen Großbritannien hätte diese Vorhaben um Jahre zurück geworfen.[117]

Die anglo-französischen Beziehungen verbesserten sich, als der englische König Edward VII. im Mai 1903 Paris besuchte und im Gegenzug wiederum der französische Präsident Loubet im Juli London einen Besuch abstattete.[118] Dies machte ein Treffen zwischen Lansdowne und dem französischen Außenminister Delcassé möglich. Die Verhandlungen zogen sich über neun Monate lang. Abgesehen von kleineren Streitpunkten wie in Siam und die Fischereirechte in Neufundland, ging es bei den Verhandlungen um die Anerkennung der britischen Herrschaft in Ägypten durch die Franzosen und im Gegenzug die britische Anerkennung der französischen Ansprüche auf Marokko.[119]

Der Ausbruch des russisch-japanischen Krieges beschleunigten die Verhandlungen, die am 8. April 1904 in die so genannte Entente Cordiale mündete. Es war eine umfassende, aber doch keine endgültiges Abkommen der kolonialen Differenzen zwischen Großbritannien und Frankreich. In diesem Abkommen gab Frankreich seinen Druck auf, Englands Rückzug aus Ägypten zu verlangen und gab seine Unterstützung für finanzielle Reformen in Ägypten. Als Gegenleistung erkannte Großbritannien an, das Frankreich die Ordnung und Stabilität in Marokko gewährleistete und dem Sultan bei der Reform seiner Administration und der Wirtschaft des Landes assistierte. Letztlich sollte die „open door policy“ in Ägypten und Marokko für alle Beteiligten für 30 Jahre gewährleistet bleiben.

Die Entente minderte die Wahrscheinlichkeit eines Krieges zwischen Großbritannien und Frankreich in Fernost. Die langjährigen Streitigkeiten und Rivalitäten um Nordafrika fanden ihr vorläufiges Ende und ebneten den Weg für eine kommende europäische Zusammenarbeit der ehemaligen Kontrahenten. Beide Seiten hatten sich im Abkommen auch die gegenseitige diplomatische Unterstützung bei Fragen im Bezug auf Ägypten und Marokko zugesagt, was sich ein Jahr später in der ersten Marokko-Krise bewähren sollte.

V: Schlußfolgerung: Kontinuität oder Wandel der britischen Außenpolitik an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert?

Zur Wende des 20. Jahrhunderts stand Großbritannien im Zenit seiner Macht. Trotz aufkommender Konkurrenten wie den Wirtschafts- und Militärmächten Japan, Deutschland und die USA, war Großbritannien immer noch die führende Weltmacht. Das Empire war in seinen Expansionsbestrebungen saturiert und wollte nur noch den Status quo erhalten, um die erreichte Vorherrschaft zu bewahren und zu konsolidieren. Alles was Großbritannien dazu brauchte, war Frieden. Mit dem sich ausbreitenden europäischen Hochimperialismus der ab den 1880er Jahren immer mehr an Fahrt gewann, geriet dieser Friede jedoch ins Wanken. Der wachsende territoriale Expansionsdrang und die militärische Aufrüstung der rivalisierenden Mächte mußten zwangsläufig die Stabilität und Integrität des Empire negativ beeinflussen. Dies wurde durch die Struktur des Empires noch verstärkt, denn seine Kolonien waren über alle Kontinente verstreut und lagen oftmals weit vom Mutterland entfernt.

Um diesen Machtverfall und die damit einhergehende zunehmende Gefährdung zu kompensieren, beschritt die politische Führung in London generell zwei Wege. Der erste stützte sich auf eine Initiative des Kolonialministers Joseph Chamberlain, die auf seinen Ideen des Constructive Imperialism basierte . Diese sah vor, daß der Staat durch direkte Eingriffe die ökonomischen Probleme des Empire lösen sollte. Der dadurch hervorgerufene Zugewinn an wirtschaftlicher Stärke sollte mittels sozialer Programme die Effizienz des Landes und der Bevölkerung steigern, um sie fit für die Auseinandersetzung mit den anderen Imperien zu machen. Dies sollte mit einer Neuordnung des Empire einhergehen. Das Empire sollte zukünftig in Form einer Föderation zusammengehalten werden, wobei die Dominien und Kolonien durch ihre wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit primär das Überleben Großbritanniens mitsichern sollten. Dies waren von konservativer Seite revolutionäre Ideen in einem Land, daß durch den Freihandel („laissez faire “) erst so stark geworden war und dessen Vorteile stets predigte.

Die zweite Initiative kam aus dem Foreign Office. Bereits unter der dritten Regierung Salisbury (1895—1902) hatte der Premierminister, der in Personalunion auch das Amt des Außenministers ausübte, die Überdehnung (Imperial Overstretch) des britischen Imperiums erkannt. Salisbury beschritt daraufhin einen Weg der vorsichtigen Annäherung an die anderen Großmächte, um einen globalen modus vivendi zu finden, der das Bestehen des Empire sichern und seine Rivalen zufrieden stellen würde. Erst durch den Burenkrieg mit seinen finanziellen-, militärischen-, aber auch diplomatischen Konsequenzen für das Empire wurde der außenpolitischen Elite Großbritanniens erstmals die Dringlichkeit der Lage, richtig bewußt. Schon während des Verlaufs des Krieges hatte das Foreign Office begonnnen Verhandlungen mit nahezu allen anderen Mächten über regionale und globale Sicherheitsfragen und Interessenssphären zu führen. Das erste fruchtbare Ergebnis dieser Verhandlungen war die anglo-japanische Allianz von 1902, welche auf indirektem Wege auch das Zustandekommen der Entente Cordiale mit Frankreich (1904) ermöglichte.

Später gelang es sogar, mit Hilfe des neuen französischen Partners zu einer Verständigung mit dem Erzrivalen Rußland (1907) zu kommen. Diese Ententen (Quadruple Entente), die anfänglich dem Ausgleich kolonialer Interessenkonflikte mit Frankreich und Rußland dienen sollten, wurden in den kommenden Jahren durch weitere Abkommen und regelmäßige Gespräche zwischen Admiralitäts- und Stabschefs weiter vertieft. Diese Entwicklung, die durch die Auswirkungen des Burenkriegs angestoßen wurde, stellt – auch im Bezug auf die Rolle Chamberlains und des Empire – die eigentliche diplomatische Revolution für Großbritanniens Außenpolitik dar. Erstmals hatte Großbritannien aus seinem Sicherheitsdilemma heraus die Politik des „non-alignment“ aufgegeben und sich einem kontinentalen Militärblock angeschlossen. Damit hatte die politische Elite des Empires eine neue Ära in der internationalen Politik eingeläutet, welche die Geschicke des Kontinents und den Verlauf des 20. Jahrhunderts entscheidend prägen sollte.

Deutschland auf der anderen Seite hatte es immer wieder geschafft, durch verbale Attacken und unbedachte Handlungen sich selbst gegenüber den Entente-Mächten auszumanövrieren. Dieses Säbelrasseln führte im Endeffekt aber nur zu einer Distanzierung und Entfremdung von England. Obwohl von englischer Seite auch weiterhin Verhandlungen angeboten und Vorschläge unterbreitet wurden, drückte Deutschland mit seiner Flottenrüstung genau an den wunden Punkt Großbritanniens, das sich in seinen vitalsten, wenn nicht gar existenziellen Interessen berührt sah.

Großbritannien hatte über die Jahrhunderte eine Politik der „Balance of Power“ in Europa betrieben. Je nach Lage der Gefahr wurden dabei ad hoc Bündnisse eingegangen, die sich nach dem Krieg wieder auflösten, denn für Großbritannien war es lebenswichtig, das Gleichgewicht der Kräfte auf dem Kontinent zu bewahren. Für die außenpolitische Elite Großbritanniens waren gerade die napoleonischen Eroberungszüge und die Kontinentalsperre eine ermahnende historische Erfahrung gewesen. Der Fall zeigte exemplarisch, welche Folgen es für Großbritannien haben würde, falls eine einzige Macht die Hegemonie auf dem europäischen Kontinent erneut erringen sollte. Angesichts dieser Haltung können die britischen Diplomaten und Staatesmänner als Vertreter einer „Realpolitik“ angesehen werden. Das nationale Interesse war der maßgebliche Orientierungspunkt bei der Gestaltung der britischen Außenpolitik. Die palmerstonsche Devise, wonach Großbritannien keine ewigen Freunde habe, sondern nur ewige Interessen, kann auch für die Zeit nach dem Burenkrieg und vielleicht sogar bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in England als leitend angesehen werden. Trotz den Ententen mit Frankreich und Rußland war Großbritannien weiterhin bemüht, mit Deutschland eine Verständigung zu erreichen. In diesem Sinne kann der Kriegseinritt 1914 auch nicht als primäre Konsequenz aus den Ententen angesehen werden. Für die englischen Pragmatiker bedeuteten neue Zeiten und neue Gefahren auch immer neue Politiken. Trotz der vielen offensichtlichen Brüche in der englischen Außenpolitik ist gerade dieser Pragmatismus der Engländer als die wahre Kontinuität zu betrachten, denn die Konsequenzen des Burenkriegs machten einen Wandel in der Außenpolitik des Empires schlichtweg notwendig.

Quellen und Literaturverzeichnis:

Quellen :

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[...]


[1] Siehe, Geiss, Imanuel: Der lange Weg in die Katastrophe. Die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges 1815-1914, München 1990. S. 219-227. Kissinger, Henry A.: Die Vernunft der Nationen. Über das Wesen der Außenpolitik, New York 1996. S. 196.

[2] Siehe, Mock, Wolfgang: Imperiale Herrschaft und nationales Interesse. „Constructive Imperialism“ oder Freihandel in Großbritannien vor dem Ersten Weltkrieg, Stuttgart 1982. S. 367-383.

[3] Vgl. Wende, Peter: Großbritannien 1500-2000, München 2001. S. 101.

[4] Wende, a.a.O. S. 103-106.

[5] Ebd. S. 102.

[6] Ebd. S. 101. Kennedy, Paul: Aufstieg und Fall der großen Mächte. Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500-2000, New York 1987. S. 352.

[7] Ebd. S. 106.

[8] Vgl. James, a.a.O. S. 213.

[9] Vgl. Kennedy, a.a.O. S. 344.

[10] Der Begriff des „ Handelsstaat“ ist entnommen dem gleichnamigen Titel des Buches von Rosecrane, Richard: Der neue Handelsstaat. Herausforderung für Politik und Wirtschaft, Frankfurt am Main 1987.

[11] Vgl. Kennedy, a.a.O. S. 346. Vgl. Neitzel, Sönke: Weltmacht oder Untergang. Die Weltreichslehre im Zeitalter des Imperialismus, Paderborn/München/Wien/Zürich 2000. S. 213.

[12] Vgl. Kennedy, a.a.O. S. 346.

[13] Siehe Außenhandels- und Wirtschaftsstatistiken in, Mock, a.a.O. S. 33-36.

[14] Ebd. S. 348. James, a.a.O. S. 202.

[15] Vgl. James, a.a.O. S. 201. Mock, a.a.O. S. 26-27.

[16] Ebd. S. 348-350.

[17] Vgl. Neitzel, a.a.O. S. 210. Der britische Imperialismus vor 1914 hat vielerlei Gestalten angenommen und ebenso viele Deutungen erfahren. Die erste Epoche des „informal Empire“, welche nach den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen 1780 und bis 1880 andauerte nahm zwei verschiedene Formen an: die der formellen Annexion und die der informellen, zumeist wirtschaftlichen Durchdringung. Die zweite Phase der Entwicklung zu einem verstärkt auf formale Herrschaft abzielenden Imperialismus fand mit der britischen Okkupation Ägyptens 1882 ihren deutlichsten Ausdruck. Diese Phase des Hochimperialismus wird auch als die des New Imperialism bezeichnet. Vgl. Mock, a.a.O. S. 13-14.

[18] Ebd. S. 215.

[19] Siehe, James, a.a.O. S. 204f.

[20] Vgl. Neitez, a.a.O. S. 211. Ein anderer Klassiker war Cecil Rhodes. 1877 sprach er von einer Vision der Vereinigung der angelsächsischen Rasse und ihrer Ausdehnung über den gesamten amerikanischen Kontinent, über Afrika und die pazifische Inselwelt. Für Rhodes blieb dieser Gedanke bis zu seinem Tode 1902 bestehen.

[21] Vgl. Neitzel, a.a.O. S. 216.

[22] Vgl. Neitzel, a.a.O. S. 217. James, a.a.O. S. 205.

[23] Ebd. S. 13.

[24] Mommsen, Wolfgang J.: Der europäische Imperialismus. Aufsätze und Abhandlungen, Göttinggen 1979. S. 12-13. S. 13.

[25] Vgl. Mock, a.a.O. S. 15. Gemeint sind Lord Rosebery 1892-1895 und Lord Salisbury als Premierminister 1895-1902, Joseph Chamberlain als Kolonialminister 1898-1903, George Nathaniel Curzon als Vizekönig von Indien 1899-1905, Alfred Milner als Hoher Kommissar für Südafrika 1897-1905, Cecil Rhodes als Premierminister der Kap Kolonie und Lord Cromer, der Generalkonsul von Ägypten 1883-1907. Ebd. S. 74.

[26] Vgl. Porter, Bernard: The Lion’s Share. A Short History of British Imperialism 1850-1970, London/New York 1975.

[27] Vgl. James, Lawrence: The Rise and Fall of the British Empire, New York 1994. S. 264.

[28] Vgl. Geiss, a.a.O. S. 220.

[29] Vgl. Mock, a.a.O. S. 74f-75 Von 11.000 Kriegsfreiwilligen wurden nur 2000 für tauglich erklärt.

[30] Vgl. Ebd. S. 75.

[31] Vgl. Geiss, a.a.O. S. 220.

[32] Vgl. Palmer, Alan: Glanz und Niedergang der Diplomatie. Die Geheimpolitik der europäischen Kanzleien vom Wiener Kongreß bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, Düsseldorf 1986. S. 331.

[33] Vgl. Geiss, a.a.O. S. 220.

[34] Bereits 1897 hatte Spencer Wilkinson, der Mitbegründer der Navy League, die politische Entscheidungsfindung in diesem in heterogene Partialinteressen gespaltenes System kritisiert, „the extreme autonomy of each of the great departments which destroys the unity of the nation’s policy. The Foreign Office deals with the Far East as though there was no Africa, the India Office with India as though India were on the Planet Mars; the War Office and the Admiralty each behave as though the other was non-existent and as though neither of them were the obedient servants of a consistent Foreign Policy“. Siehe, Mock, a.a.O. S. 182.

[35] Neitzel, a.a.O. S. 255.

[36] Ebd. S. 255.

[37] Vgl. Mock, a.a.O. S. 379. „I believe that the British race is the greatest governing race that the world has ever seen. I say this not as an empty noast, but as proved and evidence by the success which we have had in administering the vast dominiond which are connected with this small islands“. Zitat von Chamberlain in, Neitzel, a.a.O. S. 13

[38] Vgl. Kubicek, Robert V.: The Administration of Imperialism: Joseph Chamberlain at the Colonial Office, Durham 1969. S. 5-9.

[39] Vgl. Kubicek, a.a.O. S. 9-12 und 54-55.

[40] Vgl. Kubicek, a.a.O. S. 12. „Joe was the one who made the weather”. Zitat von Churchill in, Neitzel, a.a.O. S. 257.

[41] Ebd. S. 13-42.

[42] Kubicek, a.a.O. S. 68-91. Mock, a.a.O. S. 56. Die Kosten stiegen 1895/6 bis 1899-1900 von 217.572 Pfund auf 890.267 Pfund. Vgl. Mock, a.a.O. S. 56.

[43] Vgl. Porter, a.a.O. S. 189.

[44] Kubicek, a.a.O. S. 69.

[45] Ebd. S. 141-153. Porter, a.a.O. S.191.

[46] Vgl. Porter, a.a.O. S. 190f.

[47] Vgl. Kubicek, a.a.O. S. 117-140. Porter, a.a.O. S. 191-192.

[48] Vgl. Neitzel, a.a.O. S. 257. “I am a fiscal reformer mainly because I believe that upon the maintenance of the great Empire we have inherited depends the greatness of our country. In saying that I don’t wish to underestimate the economic side of the question ... only I say it is secondary, it is not vital.” Zitat von Chamberlain in, Mock, a.a.O. S. 186.

[49] Ebd. S. 186.

[50] Vgl. Porter, a.a.O. S. 192.

[51] Vgl. Mock, a.a.O. S. 168.

[52] Vgl. Mock, a.a.O. S. 367.

[53] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 63.

[54] Vgl. Mock, a.a.O. S. 176.

[55] Ebd. S. 176.

[56] Ebd. S. 180.

[57] Ebd. S. 177.

[58] Ebd. S. 367.

[59] Vgl. Mock, a.a.O. S. 180-181 und 372.

[60] Ebd. S. 179 und 377-379.

[61] „It will infuse a spirit of discipline and organisation into the masses, while it will at the same time be democratic, bringing every class together to the same common work and inspiring the standard and prolonging the period of the national education. It will give healthy physical training to the mass of our people at the time when such training is most needed, and thus, by conducing to health and longer life, increase our sum-total of man-power“. Zitat nach Amery in, Mock, a.a.O. S. 183.

[62] Vgl. Mock, a.a.O. S. 374. “The Empire might be self-sustaining; it is so wide, its products are so various; its climates so different, that there is absolutely nothing which is necessary to our existence, hardly anything which is desirable as a luxury which can not be produced of the Empire itself”. Zitat nach Chamberlain in, Neitzel, a.a.O. S. 259.

[63] Das ökonomische Argument war von großer Bedeutung, da ein Imperialismus um des imperialen Ideals willen seit dem Burenkrieg für weite Kreise der Gesellschaft wenn nicht fragwürdig, so doch nur schwer akzeptierbar geworden war. Vgl. Mock, a.a.O. S. 370.

[64] Ebd. S. 375-376. Chamberlain und die tariff reformers suchten den Kontakt zu den potentiellen Wählern bewusst an der Parteiführung – und damit auch an der Regierung – vorbei. Sie rechtfertigten diese Strategie damit, daß die Konservative Partei jeden Kontakt zum Volk verloren habe, über keinerlei konstruktive politische Vorschläge zur Lösung der aktuellen politischen Probleme verfüge und für ihren begrenzten parteipolitischen Interessen die nationalen Probleme vernachlässige. Vgl. Mock, a.a.O. S. 184-185.

[65] Ebd. S. 184-185 und 187. So fanden sich in den politischen Ideen des Constructive Imperialism, seinen nahezu totalitären, antidemokratisch-plebiszitären Elementen, seinen geopolitischen und korporatistischen Konzeptionen, wesentliche Elemente einer vorfaschistischen Ideologie. Vgl. Mock, a.a.O. S. 381.

[66] Vgl. Mock, a.a.O. S. 63.

[67] Vgl. Neitzel, a.a.O. S. 233-249 und 258.

[68] Vgl. Mock, a.a.O. S. 74-75.

[69] „It seems to me that the tendency of the time is to throw all powers into the hands of greater Empire, and the minor kingdoms – those which are non-progressive – seem to be destined to fall into the secondary and subordiance place. But, if Greater Britain remains united, no Empire can ever surpass it in area, in population, in wealth, or in the diversity of its resources.“ Zitat nach Chamberlain in, Neitzel, a.a.O. S. 258.

[70] “A combination of that kind would be a guarantee for the peace and the civilisation of the world”, Zitat nach Chamberlain in, Neitzel, a.a.O. S. 251.

[71] Vgl. Mock, a.a.O. S. 58.

[72] Vgl. Mock, a.a.O. S. 326-327.

[73] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 65.

[74] Vgl. Mock, a.a.O. S. 65 und 327-350.

[75] Vgl. Mock, a.a.O. S. 351.

[76] Ebd. S. 26-27.

[77] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 63.

[78] Mock, a.a.O. S. 62.

[79] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 62. Mock, a.a.O. S. 374.

[80] VGl. Mock, a.a.O. S. 64-65.

[81] Vgl. Mock, a.a.O. S. 64.

[82] Vgl. Mock, a.a.O. S. 60-63.

[83] Ebd. S. 351. Kubicek, a.a.O. S. 158.

[84] Mock, a.a.O. S. 62-63.

[85] Ebd. 351.

[86] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 63. Mock, a.a.O. S. 351.

[87] Vgl. Kubicek, a.a.O. S. 159-161.

[88] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 65.

[89] Vgl. Schmidt, a.a.O. S. 162-163. Mock, a.a.O. S. 352.

[90] “It is one of the ironies of the Conservative period that Britain was unwilling to use its financial powers to win the battle for imperial influence”. Zitat in, Steiner, Sara S.: The Foreign Office and Foreign Policy, 1898-1914, Cambridge 1969. S. 52.

[91] Vgl. Mommsen, a.a.O. S. 44. Mock, a.a.O. S. 275.

[92] Vgl. Mock, a.a.O. S. 351.

[93] Ebd. S. 351.

[94] Ebd. S. 351-352.

[95] Vgl. Taylor, A. J. P.: The Struggle for Mastery in Europe 1848-1918, Oxford 1954. S. 359.

[96] Vgl. Kennedy, A. L., a.a.O. S. 70-78.

[97] Vgl. Porter, a.a.O. S. 153-157.

[98] Vgl. Seton-Watson, R. W.: Britain in Europe 1789-1914. A Survey of Foreign Policy, Canbridge 1945. S. 573-575.

[99] Vgl. Sontag, Raymond James: Europen Diplomatic History 1871-1932, London/New York 1933. S. 73-74. Seton-Watson, a.a.O. S. 575-578.

[100] Vgl. Steiner, a.a.O. S. 27-28.

[101] Vgl. Geiss, a.a.O. S. 223. Siehe auch Dokumente zu den britischen Positionen in, Lowe, C. J.: The Reluctant Imperialists. British Foreign Policy 1878-1902. Volume II: The Documents, Cambridge 1967. S. 129-136.

[102] Vgl. Kennedy, A. L., a.a.O. S. 101.

[103] Sie hatten schon fünf Jahre zuvor im chinesisch-japanischen Krieg beabsichtigt die koreanische Halbinsel für sich einzuverleiben, mußten aber nach der demütigenden diplomatischen Niederlage gegenüber den anderen imperialistischen Mächte, allen voran Rußland und Frankreich, ihre territorialen Kriegserwerbungen wieder räumen.Vgl. Taylor, a.a.O. S. 356-357. Siehe, White, John Albert: Transition to Global Rivalry. Alliance Diplomacy and the Quadruple Entente, 1895-1907, Cambridge 1995. S. 15.

[104] Siehe, White, a.a.O. S. 13-15.

[105] Vgl. Seton-Watson, a.a.O. S. 37-38.

[106] Vgl. Kennedy, A. L., a.a.O. S. 101.

[107] Vgl. Taylor, a.a.O. S. 401. White, a.a.O. S. 15.

[108] Ebd. S. 401. Der Vertrag wurde für fünf Jahre geschlossen und nach nur zwei Jahren trat das Unerwartete ein. Japan besiegte Rußland im Krieg von 1904/5. Schon während des russisch-japanischen Krieges wurde an einer Modifizierung der ersteren Fassung gearbeitet. Auf japanischen Anlaß hin hieß es jetzt, daß der Beistandpflicht auch für den Fall des Angriffs einer einzigen Macht vorliege. Der Vertrag verpflichtete dagegen auch die Japaner, zum Schutze Indiens Großbritannien Beistand zu leisten. Vgl. Kennedy, A. L., a.a.O. S. 103-105. Lowe, C. J./Dockrill, M. L.: The Mirage of Power. British Foreign Policy 1902-1914, Volume One, London/Boston 1972. S. 10-11.

[109] Vgl. Mock, a.a.O. S. 25.

[110] Vgl. Lowe./Dockrill, S. 3.

[111] Vgl. Geiss, a.a.O. S. 222.

[112] Ebd. S. 223.

[113] Vgl. Lowe, a.a.O. S. 99-101.

[114] Vgl. White, a.a.O. S. 27.

[115] Vgl. Taylor, a.a.O. S. 412. Lowe/Dockrill, a.a.O. S. 417.

[116] Vgl. Lowe/Dockrill, a.a.O. S. 5.

[117] Ebd. S. 5.

[118] Vgl. Taylor, a.a.O. S. 413.

[119] Vgl. Taylor, a.a.O. S. 414-415. Lowe/Dockrill, a.a.O. S. 8-9.

Details

Seiten
27
Jahr
2005
ISBN (Buch)
9783640116461
Dateigröße
512 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110019
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
2
Schlagworte
Burenkrieg Reaktionen Globalisierung Staatenwelt Weltpolitik Wende Jahrhundert

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Titel: Der südafrikanische Burenkrieg und die englischen Reaktionen