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Das Gottesverständnis bei Friedrich Schleiermacher und Karl Barth

von Beatrix Massig (Autor) Heidrun Albrecht (Autor)

Referat (Ausarbeitung) 2004 14 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

Gliederung:

I. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
I.1: Lebenserfahrungen, die seine Theologie beeinflussten
I.2: Schleiermachers Theologie
I.3: Meine eigenen Gedanken

II. Karl Barth
II.1: Lebenserfahrungen, die seine Theologie beeinflussten:
II.2: Barths Theologie
II.3: Meine eigenen Gedanken

III. Gegenüberstellung
III.1: Gemeinsamkeiten
III.2: Unterschiede

IV. Quellenangaben

Vorwort:

„Du sollst dir von Gott kein Bildnis machen.“

Soweit das Bilderverbot im AT, wie es in Exodus 20, 2-4 zum Ausdruck kommt. Dieses Gebot und seine Auslegung haben Christen seit Jahrhunderten beschäftigt. Das Problem liegt darin, dass eine wie auch immer geartete Vorstellung von Gott notwendig für den Glauben an ihn ist.

Oft haben verschiedene Theologen auch ganz unterschiedliche Gottesbilder entwickelt. Exemplarisch haben wir zwei bedeutende evangelische Theologen der Neuzeit herausgegriffen, Friedrich Schleiermacher und Karl Barth, deren unterschiedliche Ansätze wir im Folgenden darlegen möchten. Wir wollen dabei betonen, wie unterschiedlich Gottesauffassungen sein können, aber auch nicht vernachlässigen, dass selbst bei zwei Vertretern so unterschiedlicher Strömungen viele Gemeinsamkeiten vorhanden sind.

I. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768-1834)

I.1: Lebenserfahrungen, die seine Theologie beeinflussten

Die Theologie des bedeutenden protestantischen Theologen des 19. Jahrhunderts, F. D. E. Schleiermacher, kann man nicht losgelöst von der Zeit und den Lebenserfahrungen, die ihn prägten, betrachten. Diese haben in großem Maße in sein Werk hineingespielt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geboren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde Schleiermacher von zwei großen Epochen der europäischen Geistesgeschichte beeinflusst: Dies war erstens die Aufklärung, die die Herrschaft der Vernunft propagierte und deren Einfluss man sich schwer entziehen konnte, vor allem da sie in Deutschland mit Immanuel Kant einen Vertreter hatte, dessen Werke die Philosophie richtiggehend revolutionierten.

Die zweite Epoche, die hier zu nennen ist, ist die Romantik, die Individualität und Gefühl betonte.

1768 in Breslau geboren, wurde Schleiermacher die Religiosität praktisch in die Wiege gelegt: Er entstammt sowohl mütter- als auch väterlicherseits einem evangelischen Pastorengeschlecht; sein Vater war Militärgeistlicher. So ist es nicht verwunderlich, dass ihm Religion als etwas Natürliches, etwas gleichsam zum Menschen Gehöriges erschien.

Seine Schulbildung erhielt er bis zum Alter von 15 Jahren recht unsystematisch; vor allem lernte er Altgriechisch und Latein, was ihn später zu seiner Beschäftigung mit Philosophie führte. Mit 15, eine wichtige Zäsur in seinem Leben, trat er in ein Internat ein, das herrnhutische Pädagogium in Niesky (Ostsachsen, nahe der heutigen Grenze zu Polen). Dort bekam er eine Religionserziehung im Sinne des in dieser Region vorherrschenden, so genannten herrnhutischen Pietismus, in den er sich ganz einleben konnte und der seine Theologie bis ins hohe Alter hinein noch beeinflusste. Pietismus (von lat. pius= fromm) ist eine romantische Ausprägung des protestantischen Glaubens. Diese legt Wert auf eine spezifische Christusfrömmigkeit, auf einen individuellen, auch emotional geprägten Zugang zum Glauben innerhalb der Gemeinschaft. Nach zwei Jahren wechselte er, nun beinahe 17, in ein nahe gelegenes Seminar, in dem er zum Lehrer oder Priester in der herrnhutischen Gemeinde ausgebildet werden sollte. Er fühlte sich aber eingeengt, weil er neuere philosophische Werke nur heimlich lesen durfte und weil seine religiösen Meinungen sich immer stärker von den in der Gemeinde vorherrschenden unterschieden.

1787 begann er deshalb ein richtiges Theologiestudium, in dem er sich vor allem mit Philosophie beschäftigte: Mit den griechischen Denkern der Antike (Schleiermacher war ein Platon-Verehrer und übersetzte auch einige seiner Werke) und natürlich mit dem alles überragenden Immanuel Kant. Nach seinem Abschluss wurde er 1796 Prediger in Berlin. Hier kam er mit der beginnende Epoche der (Früh-) Romantik in Berührung (er war Novalis-Verehrer), deren Ideale kurzzeitig einen recht starken Einfluss auf ihn hatten, welcher sich jedoch im Laufe seines Lebens abschwächte.

1804 wurde er zum Theologieprofessor berufen, zunächst in Halle, ab 1807 dann wieder in Berlin. Sein Hauptwerk erschien aber erst 1821: „Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt“, oder kurz: die „ Glaubenslehre “. Diese Dogmatik ist auch heute noch eine der wichtigsten Schriften der neuzeitlichen Theologie.

Bei der Darstellung von Schleiermachers Theologie werde ich mich im Folgenden auch ausschließlich auf die „Glaubenslehre“ beziehen und frühere, teils stark romantisch geprägte Werke beiseite lassen, da diese entweder aufgrund der romantischen Prägung nur eine zeitweilige Einstellung Schleiermachers widerspiegeln oder aber für sein Gottesbild eine untergeordnete Rolle spielen.

I.2: Schleiermachers Theologie

Der Ansatzpunkt:

Schleiermachers Verdienst ist es vor allem, dass er es geschafft hat, die christlichen Glaubensgrundsätze in ein logisches Schema zu pressen; sie, wie es der Titel seines Werkes sagt, im Zusammenhange darzustellen.

Sein Ansatz ist dabei folgender: Zunächst versucht er, aus den vielen Religionen das herauszudestillieren, das sie alle gemeinsam haben. Dies war für ihn die Frömmigkeit. Frömmigkeit oder auch Gottesbewusstsein definierte er nicht als Wissen oder Handeln sondern als ein Gefühl der schlechthinnigen, d.h. vollkommenen Abhängigkeit. Dieses kann, da es von keiner gegensätzlichen Kraft gestört wird, nicht von der vielschichtigen Welt, in der stets viele verschieden Kräfte am Werke sind, sondern nur von der absoluten und einfachen Unendlichkeit herrühren. Diese bezeichnen wir als Gott. Nur etwas durch nichts Beschränktes und Einheitliches, keinerlei Gegensätze in sich Vereinigendes kann das schlechthinnige Abhängigkeitsgefühle hervorrufen.

Laut Schleiermacher sind alle Menschen „unheilbar religiös “, d.h. in jedem Menschen ist dieses schlechthinnige Abhängigkeitsgefühl, es ist ein Teil des Wesens jedes Menschen. Besitzt ein Mensch dieses Gefühl nicht, ist seine Psyche gestört.

Die besondere Rolle Christi:

Dieses Gefühl allein ist aber noch keine Religiosität: Gott teilt sich uns zwar in diesem Gefühl mit, doch ist diese Botschaft nicht wirklich fassbar . Erst durch Jesus Christus, dessen Gottesbewusstsein vollkommen ist, und seine Offenbarung erkennen wir Gottes Selbstmitteilung und reflektieren darüber; wir erkennen es als Selbstoffenbarung Gottes. Dann entwickelt sich eine enge Beziehung zu Gott, wir begegnen Gott in unserem Inneren. Gott immer näher zu kommen, sich immer mehr mit ihm zu vereinigen, das ist das Ziel des Glaubens.

Christus wird also in Schleiermachers Theologie eine zentrale Rolle zugedacht: Sie ist ganz und gar christozentrisch. Dies ist auch nur konsequent, da für Schleiermacher Christus und die durch ihn bewirkte Erlösung das ist, was das Christentum von anderen Religionen unterscheidet, es erst zum Christentum macht.

Die Entfaltung der göttlichen Eigenschaften:

Könnte man Christus den Mittelpunkt von Schleiermachers Theologie nennen, so ist das religiöse Gefühl, das entwickelte schlechtinnige Abhängigkeitsgefühl, der Ausgangspunkt. Gott selber ist nämlich unbeschreiblich, schließlich ist er, wie schon oben gesagt, unendlich, also vollkommen anders als alles Weltliche; unsere Sprache aber ist von den weltlichen Sinneseindrücken geprägt und somit ungeeignet. Deshalb hält Schleiermacher auch die Vorstellung eines personalen Gottes für falsch, da diese Gott in seiner Unendlichkeit einengen würde. Allerdings lehnt Schleiermacher eine solche Vorstellung nicht grundsätzlich ab: Er hält sie für ungefährlich, solange man sich bewusst ist, dass Gott größer ist als diese Vorstellung, unendlich eben.

Schleiermacher hält jedoch nicht von vorneherein alle Versuche, Gottes Wesen zu erfassen, zum Scheitern verurteilt. Zwar ist die Sprache ungeeignet, um Gottes Wesen auszudrücken, aber unmittelbar in den reinen Gedanken, im religiösen Gefühl, ist die richtige Gottesvorstellung unproblematischer, wenn man sich nämlich bewusst ist, wie sehr die menschliche Vorstellung in dieser Welt verhaftet ist und deshalb damit zusammenhängende Fehler in der Gotteswahrnehmung eliminieren kann.

Was wir aber tun können, ist unsere Beziehung zu Gott zu beschreiben. Diese ist für ihn ja das Wichtige am Glauben, sie steht im Mittelpunkt. Sie ist auch das einzige, das wir verlässlich beschreiben können. Gottes Eigenschaften sind also praktisch nur eine Art, das schlechthinnige Abhängigkeitsgefühl auf ihn zu beziehen.[1]

Ausgehend von dem schlechthinnigen Abhängigkeitsgefühl, leitet Schleiermacher jetzt sämtliche Eigenschaften Gottes logisch her. Dabei geht er von dem bereits „erweckten“ Abhängigkeitsgefühl eines Christen aus, auch genannt „frommes Selbstbewusstsein“. Er achtet dabei peinlich genau darauf, immer von Aussagen über den Menschen auf Aussagen über Gott zu schließen. In dieses Schema fügt er die gesamte christliche Dogmatik ein:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Gegensatz „Lust“ und „Unlust“:

Als Beispiel sei genannt, wie Schleiermacher die göttliche Allmacht einführt: Da jeder Mensch sowohl in allem dem Naturzusammenhang als auch – nach dem vollkommenen Abhängigkeitsgefühl – Gott unterworfen ist, müssen die göttliche und die natürliche Ursächlichkeit vom Umfang her gleich sein. Gott setzt also alles in Bewegung, das passiert. Er ist allmächtig.

Mit dieser Aussage, dass nämlich Gott die Ursache all dessen ist, das passiert, steuert Schleiermacher jedoch auf ein großes Problem zu: Theodizee, die Frage nach dem Bösen in der Welt. Diese reduziert er zunächst auf die Frage nach der Sünde. Für ihn ist nämlich allein das Streben des Menschen hin zu einer perfekteren Vereinigung mit Gott von Relevanz.[2] Regungen, die dieses Streben fördern, nennt er Lust, Regungen, die die Entwicklung zu Gott hin stören, nennt er Unlust (= die Sünde). Nur, wie kann es diesen fundamentalen Gegensatz im Wesen des Menschen geben? Gott muss, da er allmächtig ist, sein Urheber sein; er kann aber nicht der Urheber eines Gegensatzes sein, da Gott einfach ist, differenzlos.

Diesen Widerspruch löst Schleiermacher auf, indem er erklärt, dass „Lust“ und „Unlust“ nur für Menschen ein Widerspruch sind. Aus Gottes Sicht sind beide notwendig, da der Mensch ohne Sünde ja nicht erlöst werden könnte. Und wie sollte er nach dem Einssein mit Gott streben, wenn es doch gar nichts gäbe, das ihn daran hinderte? Somit versöhnt die durch Jesus bewirkte Erlösung den Widerspruch.

Die Liebe als göttliche Eigenschaft:

Erst aus jener Erlösung kann Schleiermacher die Liebe als Gottes Eigenschaft herleiten, um dann, wie es im Johannes-Evangelium steht, sagen zu können: „ Gott ist die Liebe“. In der Liebe sind, so Schleiermacher, alle anderen Eigenschaften enthalten. So kann man z.B. sagen: Gott ist die unendliche Liebe, die allmächtige Liebe,...

Dass Gott sich uns mitteilt, dass er sich uns durch das in jedem Menschen vorhandene schlechthinnige Abhängigkeitsgefühl offenbart, ist ein Akt der Liebe.

Schleiermachers Intention mit dieser Dogmatik:

Im Allgemeinen lässt sich über Schleiermachers Theologie sagen, dass eines ihrer Hauptanliegen die „Verträglichkeit “ war. Das heißt, dass Schleiermacher sowohl die inneren Widersprüche des christlichen Glaubens aufheben wollte als auch es der Religion ermöglichen, mit Wissenschaft und Philosophie vereinbar zu sein. Wissenschaft und Religion, so Schleiermacher, müssten sich gegenseitig „leben lassen“; d.h. keine dürfe der anderen ihre Gültigkeit absprechen. Was die Philosophie betrifft, ging Schleiermacher sogar so weit, zu behaupten, dass sie kein Gegensatz zum Glauben sei, sondern mit diesem vereinbar. Um diese Verträglichkeit zu erreichen, muss selbstverständlich auch etwas geopfert werden: An vielen Stellen weicht Schleiermachers Dogmatik ganz gewaltig von der davor gängigen Lehrmeinung ab; einige göttliche Eigenschaften sind in ihrem Gehalt merklich reduziert, da sie sonst nicht in Schleiermachers Schema gepasst hätten. Dem ist auch die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes zum Opfer gefallen, die bei Schleiermacher deutlich stiefmütterlich behandelt wird: Weil sie nicht in sein Schema passt, aber nicht herausgelassen werden kann, wird sie praktisch als Anhang dazugeheftet.

Die Bedeutung der „Glaubenslehre“:

Schleiermachers Verdienst, aufgrund dessen er der Vater der modernen protestantischen Theologie genannt wird, ist, dass er durch die Begründung im Gefühl der Theologie Selbstständigkeit gegenüber Philosophie und Wissenschaft verliehen hat. Dank seiner teils radikalen Anpassung an die Vernunft musste sich die Theologie auch nicht mehr verschreien lassen, voller Widersprüche und Unlogik zu stecken. Die Verbindung von neuzeitlichem Denken und Religion war nun kein Widerspruch mehr.

Frömmigkeit und Denken, Glaube und Vernunft, Theologie und Philosophie bildeten für Schleiermacher eine Einheit.

I.3: Meine eigenen Gedanken

Bevor ich dieses Referat ausarbeitete, hatte ich den Namen Schleiermacher noch nie gehört, obwohl ich für mich in Anspruch nehme, mich durchaus für Religion zu interessieren. Seine Theologie war für mich praktisch ein Sprung ins kalte Wasser, der jedoch mit einer angenehmen Überraschung endete.

Besonders beeindruckt bin ich von Schleiermachers Ansatz, da er für mich nachvollziehbar und logisch ist . Dass er, von diesem Ansatz ausgehend, es wirklich schafft, den christlichen Glauben logisch zu gliedern, hätte ich für fast unmöglich gehalten. Vernunft und Glaube hielt ich immer für schlecht vereinbar. Insofern hat mir die Schleiermacher-Lektüre sicherlich den Horizont ein bisschen erweitert.

Ich finde es ein bisschen bedauerlich, dass Schleiermacher der breiten Masse weitgehend unbekannt ist. Andererseits ist dies verständlich, da seine Theologie intellektuell recht anspruchsvoll ist und, zum Beispiel bei Gottes Eigenschaften, wenig Greifbares bietet. Sie wirkt oft recht abgehoben und spricht, obwohl sie von einem Gefühl ausgeht, den Verstand an. Die meisten Christen wollen jedoch, so zumindest meine Einschätzung, eher eine Religion des Gefühls als des Verstandes. Als Glaube für alle ist die schleiermachersche Theologie kaum geeignet.

Nach all diesem Lob für Schleiermacher möchte ich aber nun meine Kritik nicht verheimlichen: Meine Begeisterung für die Rationalität seines theologischen Entwurfes wurde nach näherer Anschauung etwas relativiert. Oft überzeugten mich Schleiermachers logische Schlüsse nicht, oder ich bemerkte, dass er Widersprüche in seiner Theologie mehr schlecht als recht zudeckte. So steht er zum Beispiel vor dem Problem, dass nach seiner Herleitung der göttlichen Allmacht (s.o.) diese nur auf tatsächliche Geschehnisse in unserer Welt beziehbar ist – andere können schließlich nicht aus dem menschlichen Selbstbewusstsein hergeleitet werden. Diese Beschränkung der Allmacht von dem, was möglich ist, auf das, was wirklich ist, weswegen man sie dann ja nicht mehr Allmacht nennen könnte, löst Schleiermacher allein dadurch auf, dass er behauptet, die Begriffe „möglich“ und „wirklich“ könne man im Zusammenhang mit Gott nicht verwenden, da es rein weltliche Begriffe seien. Dies halte ich doch für eine recht dürftige Begründung.

Insgesamt gesehen finde ich jedoch, dass Schleiermachers Theologie gerade in unserer heutigen Zeit aktuell ist. Heute, wo man ja von den Menschen verlangt, alles kritisch zu hinterfragen und sich nicht mit einfachen Wahrheiten abspeisen zu lassen, ist ein Glaube, der sich der Vernunft überhaupt nicht rechtfertigen muss, ein Widerspruch.

Vernunft und Glaube zu vereinbaren, bleibt immer noch ein Problem, auf das es keine endgültige Antwort gibt. Schleiermacher hat hierzu aber sicher einen wertvollen Beitrag geleistet, mit dem man sich auseinandersetzen sollte.

II. Karl Barth (1886-1968)

II.1: Lebenserfahrungen, die seine Theologie beeinflussten

„Jede rechte Theologie ist Lebensarbeit“ – dieser Ausspruch, mit dem Christofer Frey die Entwicklung der Theologie Karl Barths beschreibt, ist sicherlich zutreffend. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen war dieser wohl bedeutendste Theologe des 20. Jahrhunderts immer dazu bereit, intellektuell selbstverständliche Standpunkte seiner Zeit neu zu hinterfragen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich seine theologischen Ansichten während seines Lebens durchaus auch änderten, immer beeinflusst seinen prägenden Erfahrungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geboren 1886 in Basel kam Karl Barth kam schon in seinen ersten Lebensjahren mit Theologie in Kontakt, da sowohl seine Mutter als Pastorentochter als auch sein Vater, der als Professor der Theologie für Kirchengeschichte tätig war, sehr religiös waren. Aufgrund der patriarchalischen Familienstruktur dominierte in seiner Erziehung die eher konservative protestantische Theologie des Vaters, die ihn auch in späteren Jahren noch sehr beeinflusste.

Während des Konfirmandenunterrichts beschloss Barth bereits Theologie zu studieren, um, wie er später selbst formulierte, zu einem ihm „[…] dunkel vorschwebenden sachlichen Verstehens des Glaubensbekenntnisses zu gelangen.“

Diesen Beschluss setzte er auch in die Tat um und studierte in Bern, Berlin, Tübingen und Marburg bei liberalen Theologen. Dabei beschäftigte er sich u.a. mit Immanuel Kant, dessen ,,Kritik der praktischen Vernunft“ ihn nachhaltig beeindruckte, und der Theologie Schleiermachers, mit der er sich in späteren Jahren maßgeblich beschäftigte.

Von dieser liberalen Theologie wandte sich Barth jedoch abrupt ab als 1914 u.a. der Name seines väterlichen Lehrers in Marburg, Wilhelm Herrmann, unter dem Manifest einiger deutscher Theologen erschien, die die Kriegspolitik Wilhelms II befürworten.

Nach seinem Vikariat und Examen übernahm Barth von 1911-1921 eine Pfarrstelle in Aargau. In dieser Zeit setzte er sich grundlegend mit seinem Glauben auseinander. Mit seiner 1919 erschienenen berühmten Auslegung des Römerbriefs prägte er den Begriff der dialektischen Theologie und übernahm in der Folge auch Professuren in Göttingen (1921), Münster (1925) und Bonn (1930). 1932 begann das Erscheinen seines Haupt- und Lebenswerkes »Kirchliche Dogmatik«, in der Barth die Offenbarung Gottes durch Christus in den Mittelpunkt der protestantischen Religionslehre stellt.

Bald darauf erlebte Barth die Machtübernahme durch den Nationalsozialismus und den Beginn des Kirchenkampfes. Als er 1935 den uneingeschränkten Eid auf Hitler verweigerte, verlor er seinen Lehrstuhl und all seine Veröffentlichungen wurden verboten. Doch auch nach seiner Flucht nach Basel hielt er von dort aus engen Kontakt zur bekennenden Kirche um Dietrich Bonhoeffer und kämpfte weiterhin gegen den Terror des nationalsozialistischen Regimes an. Für viele seiner Zeitgenossen überraschend war seine Haltung nach Kriegsende, als Barth gegen den Hass auf die Deutschen eintrat und für eine christliche Solidarität mit den besiegten Deutschen warb.

Barths Theologie kann in 3 Phasen gegliedert werden.

Seine vorkritische oder liberale Phase bis zum 1. WK war hauptsächlich von seinem Studium beeinflusst, in dem er von liberalen Theologen wie etwa Adolf Harnack, Adolf Schlatter oder Wilhelm Herrmann unterrichtet wurde.

Bezeichnend für diese Zeit ist der Ausspruch „Gott ist bei uns“ (Betonung der Kondeszendenz Gottes).

In der kritischen Phase ab dem 1. WK distanzierte er sich von vielen liberalen Theologen, u.a. auch seinem Lehrer Herrmann, die die Kriegspolitik Kaiser Wilhelms П. befürworteten und sozusagen „das Kriegsgeschehen mit einer religiösen Aura vergoldeten“

Seine Haltung könnte man fast schon als radikal betrachten, er beschrieb etwa Gott als „den ganz Anderen“ (Betonung der Transzendenz und Unverfügbarkeit Gottes).

Diese radikale Sichtweise relativierte er in seiner nachkritischen Phase ab 1932. Christus, der Mensch gewordene Gott und somit derjenige, der die Distanz zu Gott überwindet, rückt in die Mitte seines Glaubens, denn durch ihn dürfen die Menschen Gott erfahren: „Gottes hohe Freiheit ist in Jesus Christus seine Freiheit zur Liebe“.

Im folgenden werde ich mich vorwiegend mit der Theologie der letzten beiden Phasen Barths beschäftigen wie sie in seinen umfassenden Abhandlungen „Römerbrief“ und „Kirchliche Dogmatik“ zum Ausdruck kommen, da auch Barth selbst die liberale Theologie der vorkritischen Phase später sehr kritisch betrachtete und sein Hauptaugenmerk auf deren Widerlegung richtete.

II.2: Barths Theologie

Ansatzpunkt:

Barths Theologie markiert den totalen Neuanfang theologischen Denkens während und nach 2 Weltkriegen. Seine Theologie war also weniger eine Lehre als vielmehr einen Aufschrei, eine kompromisslose Ehrlichkeit gegenüber allem Gewohntem und Verschlissenen, eine offene Kritik. Im Gegensatz zu der liberalen Theologie, die Barth als „diplomatische Leisetreterei“ bezeichnet, möchte er das Ärgernis, den Stachel des Christentums, nicht vermeiden.

In seiner gesamten Theologie stellt Barth Gott in den Mittelpunkt des Glaubens und wendet sich damit z.B. gegen den Neuprotestantismus, in dem eher das fromme Ich das Zentrum des Glaubens bildet. Seine Norm ist zunächst nicht der Mensch, sondern Gott; er möchte nicht Anthropologie betreiben sondern Theologie, also „Reden von Gott“.

Distanz Gottes:

Barth bricht mit einer Theologie, die Gott verweltlicht hatte und stellt sich somit konsequent gegen eine Vermischung von Gott und Welt. Stattdessen betont er Gottes Transzendenz und die unüberbrückbare Distanz zwischen Gott und dem Menschen; er spricht von Gott als dem ganz Anderen, der nie mit unseren Vorstellungen von ihm identisch ist, als dem Fremden, dem Unbegreiflichen, dem Unendlichen. Der Mensch, der „Endliche“, ist niemals aufnahmefähig für das Unendliche und es wird ihm somit nie gelingen, Gott zu erfassen. Vielmehr kommt Gott zu den Menschen, nicht umgekehrt der Mensch zu Gott. Diese absolute Distanz beschreibt Barth als eine „Todeslinie zwischen hier und dort“, wie eine tiefe Gletscherspalte, die der Mensch nie überwinden kann. Aber dennoch kann der Mensch eine Beziehung zu Gott aufbauen, denn Gott hat sich uns offenbart in dreifacher Gestalt:

1. Gott, der seinem Wesen nach den Menschen Verhüllte enthüllt sich selbst und
2. ist in seinem Sein zu anderen hin für uns in Christus offenbar und
3. wird in uns durch den heiligen Geist lebendig.

Die besondere Rolle Christi:

Die Betonung liegt bei Bath auf Jesus Christus, denn Gott „hat zu uns gesprochen durch den Sohn“ (Hebräer 1), in ihm redet Gott den Menschen an. Gott, der Verborgene und Unanschaubare, durchbricht hier die Distanz zu den Menschen und ermöglicht uns, ihm näher zu kommen. Laut Barth heißt Glaube an Christus „Gott in seiner ganzen Unanschaulichkeit und Verborgenheit Gott zu nennen.“

Mit Christus als einzigem Mittler zwischen Gott und Mensch weist Barth ihm eine wesentliche Rolle zu, weswegen man Christozentrik als einen der wichtigsten Punkte seiner Theologie anführen kann.

In Jesus Christus hat Gott einen Bund mit den Menschen geschlossen, durch ihn offenbart er uns seine Gnade.

Der ungekündigte Bund:

Dieser Bund der freien Gnade besteht seit allen Zeiten und wird von Gott nie gekündigt, auch wenn der Mensch ihn bricht. Gott nimmt sich durch Christus den Menschen, oder wie Barth formuliert, der verlorenen Sache des Menschen an. Er stellt sich fast schon als Partner auf eine Stufe mit den Menschen und sucht unsere Nähe, der „ganz Andere“ will der Unsere werden. In dieser seiner Kondeszendenz geht Gott auch das Risiko ein, abgelehnt zu werden. Doch seine Liebe, die er uns mit dieser Nähe entgegenbringt, zielt nicht etwa auf Gott selbst ab, auf die Vergrößerung seiner Ehre, sondern auf den Menschen. Er schenkt seine Ehre dem Menschen, dessen Schande er im Tausch auf sich nimmt.

Die Erwählungslehre:

Doch diese Nähe zum Menschen dürfen wir nicht als selbstverständlich voraussetzen. Der Mensch darf nie vergessen, dass Gott nicht sein Besitz ist, über den er verfügen kann. Nur Gott kann zu uns kommen, nur er kann uns erwählen. Auf dieser Allmacht Gottes gründet auch Barths Erwählungslehre.

Gott kann sich für den Menschen entscheiden und er wählt den Menschen, den er liebt, aus, denn wahllose Liebe wäre keine wahre Liebe. Auch hier hat der Mensch keine Möglichkeit die Entscheidung Gottes zu beeinflussen, Gott liebt allein aus Gnade (sola gratia), ohne Verdienst oder Anspruch des Menschen. Diese Wahl Gottes ist –so überraschend es auch klingen mag- für Barth ebenfalls unabhängig vom Glauben, wobei sich Barth gegen den verbreiteten Lehrsatz wendet, Gott liebe allein aus Glauben (sola fide).

Doch wir müssen uns immer bewusst sein, dass wir uns dieser Erwählung nicht sicher sein können, wir können nur Gottes Entscheidung abwarten: „Der Mensch steht in jedem Augenblick unter dem göttlichen entweder- oder“ (Barth), also jeder Mensch kann in jedem Augenblick erwählt oder verworfen werden.

Gottes Eigenschaften:

Die Tatsache, dass sich Gott frei zu einem Menschen entscheiden kann, ist in den Grundeigenschaften Gottes begründet.

Zunächst einmal stellt Barth klar, dass der Mensch eigentlich nicht in der Lage ist, Gott zu beschreiben, denn jede Festlegung auf eine Eigenschaft würde Gottes Wesen einengen, ihn auf unsere unzulängliche Vorstellung von ihm reduzieren.

Deshalb verzichtet Barth auf eine umfassende Wesensbeschreibung Gottes, sondern bemüht sich um das Aufsuchen solcher Prädikate, die geeignet sind, Mannigfaltigkeit und Einheit von Gottes Offenbarung gleichzeitig zum Ausdruck zu bringen.

Laut Barth vereint Gott zwei wesentliche Eigenschaften. Dies ist zum einen die Liebe, in der Gott frei ist, und die Freiheit, in der Gott liebt.

Alle weiteren Eigenschaften verweisen auf diese beiden Grundeigenschaften und betonen nur die Unterschiedlichkeit Gottes. Dabei ist jeder Eigenschaft, die die göttliche Liebe betrifft, auch eine Eigenschaft die göttliche Freiheit betreffend zugeordnet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Obwohl Barth die Liebe Gottes als eine alle Eigenschaften übersteigende Qualität ansieht, so ist sie doch untrennbar mit der Freiheit verbunden. Denn Gott ist dieser Liebende auch ohne uns, in der Freiheit des Herrn, der seine Liebe aus sich selber hat. Hier betont Barth wieder die Unabhängigkeit Gottes vom Menschen: Gottes Liebe ist nicht auf die Menschen angewiesen, wohl aber wir auf sie. Deshalb dürfen wir Gottes Liebe auch als ein Geschenk erfahren, das er uns bedingungslos hingibt, weder bedingt durch Gegenliebe noch durch sonstige Liebenswürdigkeit des Geliebten.

Gottes Freiheit lässt sich außerdem in dem Maße erkennen, in dem er die Nähe zu den Menschen sucht. Obwohl Gott ist allem Anderen gegenüber transzendent ist und wir ihn nie erfassen können, besitzt er andererseits die Freiheit zur Immanenz, also zu der Freiheit, in der Gott allem Seienden innerlich gegenwärtig ist.

Gott ist also von der Welt her gesehen völlig ungebunden, er kann sich aber selbst in bestimmter Weise an die Welt binden.

Gott und das Böse:

Auch das Theodizee- Problem, die Rechtfertigung Gottes hinsichtlich des von ihm in der Welt zugelassenen Übels, löst Barth mit seiner Auffassung von Gottes absoluter Freiheit.

Obwohl Gott die Allmacht besitzt und es ihm ein leichtes wäre, das Böse zu verhindern, handelt Gott nicht. Offensichtlich ist also auch das Böse Gegenstand des göttlichen Wissens, Gott will also die Sünde nicht unmöglich machen, sondern er zieht sie als reale Möglichkeit in Betracht. „Gottes Wille geschehe“ – doch das wäre kein freier Wille, der nur wirken, der nicht auch nicht wirken könnte.

Wissenschaft und Glaube:

Barth zieht eine klare Trennung zwischen Wissenschaft und Glauben. Für ihn ist Glaube ein Sprung ins Irrationale, es ist mehr als der Verstand begreifen kann. Somit verachtet Barth die wissenschaftliche Theologie. Der Glaube kann und soll sich nicht vor der Vernunft rechtfertigen. Bei dem Versuch, den Glauben an Gott in ein logisches Schema zu passen, würde man Gott in jedem Fall reduzieren und einengen, was Barths Auffassung der Unbegreifbarkeit und Ungreifbarkeit Gottes völlig widersprechen würde.

Deshalb lässt Barth das Geheimnis des Glaubens nicht rational auflösen, sondern nur anbeten. Wenn es bei Barth etwas zu begreifen gibt, dann nur es die Unbegreiflichkeit.

II.3: Meine eigenen Gedanken

Nachdem ich mich schon längere Zeit mit Religion beschäftige und bereits vor 2 Jahren im Zusammenhang mit der Lektüre „Sansibar oder der letzte Grund“ ein Kurzreferat über Karl Barth gehalten habe, war die Beschäftigung mit seiner Theologie kein absolut neues Gebiet für mich.

Nach wie vor beeindruckt bin ich von seiner konsequenten Trennung von Gott und Welt. Als einziger Theologe seiner Zeit schaffte er es, mit dieser radikal neuen Anschauung eine Diskussion über die Verbindlichkeit der bestehenden theologischen Lehrsätze anzustoßen. Auch heute kann man häufig entdecken, dass Gottes Liebe und Unterstützung als eine alltägliche Selbstverständlichkeit hingenommen wird, der man sich in der Not eben bedient. Dies verurteilt Barth ganz klar als den Versuch des Menschen, über Gott zu verfügen und ihn für seine Zwecke auszunutzen. Außerdem stellt Barth endlich wieder Gott in das Zentrum christlichen Glaubens, von wo er in den Theologien des 19. Jahrhunderts oft vom Menschen oder anderen vergänglichen Größen verdrängt wurde. Er macht klar, dass Gott in seiner Allmacht und Herrlichkeit als absolute Größe über allem steht, was wir Menschen erfassen können.

Doch indem Barth radikal Stellung bezieht gegen die „Gefälligkeitstheologie“, wie er sie nennt, und selbst eine kämpferische, engagierte und auch enragierte Theologie vertritt, läuft er oft Gefahr, in das andere Extrem zu wechseln. So würde ich seine Theologie in manchen Punkten als fast schon „menschenfeindliche“ Theologie betrachten, in der der Menschen klein gemacht wird um Gott zu vergrößern. Der menschliche Wille, seine Selbständigkeit, ja sogar das ganze menschliche Wesen hat keine Bedeutung gegenüber Gott, wie auch in folgendem Zitat Barths zum Ausdruck kommt: „Der Mensch ist kein Nichts, sondern ein Etwas, aber ein Etwas am Rande des Nichts.“ Diese Theologie würde jedoch die Kondeszendenz Gottes, also seinen Abstieg in die Welt, in dem er sich klein macht um den Menschen groß zu machen, rückgängig machen wollen. Doch Barth bezieht keine Stellung zu diesem Widerspruch und erwähnt die Kondeszendenz Gottes während seiner kritischen und nachkritischen Phase nur in Zusammenhang mit dem ungekündigten Bund zwischen Gott und Mensch.

Obwohl Barth außerdem immer beabsichtigte, keine dogmatischen Lehrsätze zu verfassen, konnte ich in seinen Schriften doch oft genug autoritäre oder kritikimmune Thesen vorfinden. Meiner Meinung nach ist auch allem aus diesem Grund die Theologie Barths nicht mehr 1:1 auf unsere heutige offene Gesellschaft übertragbar, da wir üblicherweise in testbaren und hinterfragbaren Hypothesen denken. Ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass auch heutzutage noch eine klare Trennung zwischen Vernunft und Glauben gezogen werden kann.

III. Gegenüberstellung von Schleiermacher und Barth

III.1: Gemeinsamkeiten

- Christozentrik (vgl. Joh 1,14)
- große Übereinstimmung bei allgemeinen Eigenschaften Gottes
- auf ihre Art sind beide Dogmatiken rationale Entwürfe
- gegen personale Gottesbilder (Gott ist unbeschreiblich)

III.2: Unterschiede

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

IV. Quellenangaben

Zu Friedrich Schleiermacher:

Fischer, Hermann: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher. C.H. Beck, 2001

Thielmann, Georg: Gottesverständnis bei Schleiermacher

http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/9961.html

www.island-of-freedom.com/SCHLEIER.htm

http://plato.stanford.edu/entries/schleiermacher/

Bild: http://www.phil.upenn.edu/~cubowman/fichte/g3.html

Zu Karl Barth:

http://www.klawi.de/barth.htm

http://gfis.dataway.ch/kirche/predigt/barth.html

http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/thr/14505.html

http://home.online.no/~boethius/teologi/barth1-4.htm

http://www.bibelwelt.de/Vortrag/Schweitzer/schweitzer.html

http://www.bautz.de/bbkl/b/barth_k.shtml

http://www.mat.univie.ac.at/~neum/contrib/religion.html

Bilder: www.rcurtis.com/ kung/ orig.html

www.zuv.unibas.ch/ uni_nova/083/ 06a_piscalar/ home.shtml

Horst G. Pöhlman: Gottes Denker. Erstauflage erschienen 1984 im Rowohlt Verlag

Zu beiden Theologen:

Schumacher, Mark: Friedrich Schleiermacher & Karl Barth , www.geocities.com/Athens/Oracle/6275/barth.html

Osthövener, Claus-Dieter: Die Lehre von Gottes Eigenschaften bei Friedrich Schleiermacher und Karl Barth. De Gruyter, 1996

Allgemein:

MacGrath, Alister:

Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung. C.H. Beck, 1997

[...]


[1] Dass sich daraus eine recht individuelle Prägung des Glaubens ergibt, ist für Schleiermacher erst einmal notwendig: Der Mensch ist nun mal ein Individuum. Andererseits lösen sich für ihn die Probleme durch seine Konzeption der Individualität:: „Jeder Mensch, hat all das, was die anderen haben, nur anders.“ Deshalb existiert, egal, wie individuell der Glauben scheinen mag, doch ein verbindendes Element, eine Basis.

[2] Das Böse in der Welt, die Übel, sind für ihn nur „Reizmittel zur Entfaltung des Geistes“

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14
Jahr
2004
Dateigröße
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Sprache
Deutsch
Katalognummer
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1+
Schlagworte
Gottesverständnis Friedrich Schleiermacher Karl Barth

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