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Der Kleine Prinz

Unterrichtsentwurf 2002 24 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsangabe

1 Einführung

2 Zusammenfassung

3 Textinterpretation
3.1 Die Figur des kleinen Prinzen als Ideal der Menschlichkeit
3.2 Die Einsamkeit und Fluchtwelten der Erwachsenen
3.2.1 Der König
3.2.2 Der Eitle
3.2.3 Der Säufer
3.2.4 Der Geschäftsmann
3.2.5 Der Laternenanzünder
3.2.6 Gesamtbetrachtung der Planetenbewohner
3.3 Der kleine Prinz und die Rose

4 Unterrichtsversuch
4.1 Sachanalyse
4.2 Didaktische Überlegungen
4.3 Ziele
4.4 Methodische Überlegungen
4.5 Geplanter Stundenablauf
4.6 Tatsächlicher Stundenablauf

5 Gesamtresümee

1 Einführung

Als ich den „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint – Exupery zum ersten mal las, dachte ich, dass es sich um eine schöne „Geschichte“ handelt, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verständlich wäre. Da ich den Text als eine Vermittlung von grundsätzlicher Moral, Werten, Verantwortung und Lebenswahrheiten verstanden hatte. Ein Text aus denen Fragen entstehen, die man philosophisch diskutieren und durchdenken kann. Aber auch als ein Buch, dass vermag „..ein Stück weit das Vertrauen in die unbedingte Treue der Liebe wiederherzustellen...“[1]. Doch nach intensiverer Auseinandersetzung mit einem weiterführenden Buch („Das Eigentliche ist unsichtbar – Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet“) wurde mir schnell klar, dass der Text doch nicht nur so zu verstehen ist wie ich dachte. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob es wirklich einfach ist den Inhalt mit Schülern aufzuarbeiten. Auch glaube ich nicht, dass ich das Buch nun wirklich verstanden habe. Ich habe zum Beispiel gelesen, dass das Verhältnis zwischen dem kleinen Prinzen die ödipale Beziehung zwischen dem Autor und seiner Mutter symbolisiert. Das diese Beziehung wahrscheinlich eine Liebesbeziehung darstellen soll, konnte auch ich erkennen. Doch wie weit ich in meiner Deutung weiter gehen will, ohne ein „anmaßender Affenbrotbaum“ zu werden, weiß ich nicht. Teilweise kann ich die gelesene Interpretationen verstehen und nachvollziehen, teilweise kann ich sie zwar verstehen aber nicht konsequent glauben. Ich versuche in dieser Arbeit das Buch „Der kleine Prinz“ soweit zu interpretieren, wie es in meinem Masse möglich ist. Zudem habe ich mein Schulpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit dazu genutzt eine Unterrichtsstunde über den „Kleinen Prinzen“ zu gestalten, um auszuprobieren ob das Buch „Der Kleine Prinz“ zur philosophischen Aufarbeitung mit Kindern geeignet ist. Auch dies werde ich in den folgenden Bericht genauer erläutern.

Die Zusammenfassung habe ich etwas länger gestaltet als normal üblich, da ich hoffe, dass diese kurze aber relativ ausführliche Zusammenfassung mir noch einmal im Unterricht oder für die Unterrichtsvorbereitung nützlich sein könnte.

2 Zusammenfassung

Das Buch, der „Der Kleine Prinz“ von Antoine De Saint-Exupery, handelt von einem kleinen Prinzen, der sich fort von seinem kleinen Planeten auf die Reise macht um Freunde zu finden. Er reist unterschiedliche Planeten an um schließlich zur Erde zu gelangen. In der Wüste trifft er auf den Autoren des Buches und erzählt ihm nach und nach die Erfahrungen die er auf seiner Reise machte.

Am Anfang des Buches erzählt der Autor warum er Pilot wurde anstatt Maler zu werden. Es lag daran, dass die Erwachsenen seine Kinderzeichnungen nie verstanden, sie brauchten immer Erklärungen, wie auch bei seinen ersten und vorerst letzten Bildern, die beide eine Schlange darstellten die einen Elefanten gegessen hatte. Der Autor erklärt auch später im Buch immer wieder, dass Erwachsene komisch denken, sie brauchen für alles Zahlen um überzeugt zu sein, finden Sachen nur dann schön wenn sie teuer sind und sie stellen immer die falschen Fragen. Er fühlt sich allein gelassen mit seinen Gedanken, bis er längst im Erwachsenenalter eine Flugzeugpanne mitten in einer einsamen Wüste erleidet. Hier trifft er auf den kleinen Prinzen. Dieser bittet ihn um die Zeichnung eines Schafes. Keins der Schafe die der Autor malt gefällt dem kleinen Prinzen. Entweder sieht es zu krank aus oder zu alt, zu dick zu dünn u.s.w.. Schließlich malt er eine Kiste mit Löchern und behauptet in der Kiste wäre genau das Schaf das der kleine Prinz möchte. Dieser schaut durch die Löcher und ist zufrieden.

Nach und nach verrät der kleine Prinz mehr von sich, obwohl er nie direkte Fragen beantwortet. Er kommt von einem anderen Planeten der kaum größer ist als ein Haus. Der Planet ist so klein, dass der kleine Prinz wenn er traurig ist und seinen Stuhl immer richtig stellt bis zu 43 Sonnenuntergänge pro Tag sehen kann.

Auf diesen kleinen Planeten wachsen gefährliche Affenbrotbäume, die so groß werden können, dass sie den kleinen Planeten sprengen könnten, so muss man die Arbeit auf sich nehmen sie jeden morgen auszureißen. Dem Prinzen fällt die Rose auf seinem Planeten ein und bittet den Piloten einen Maulkorb für das Schaf zu zeichnen, um die Rose vor der Gefahr zu schützen. Er ist verärgert darüber, dass der Pilot die Gefahr für die Rose zunächst nicht ernst nimmt und erklärt, dass er nicht verstände wie man voll Hochmut geschwollen sein könne und behaupten könne er wäre ein ernsthafter Mann, wenn man die Ernsthaftigkeit des Millionen Jahre alten Kampfes zwischen den Dornen der Blumen und den Schafen ebenso wenig erkenne, wie die Wichtigkeit einer Blume die man liebe.

Diese einzige Rose auf seinem Planeten ist als kleiner Spross von dem Prinzen genau beobachtet worden, um zu sehen, ob es sich vielleicht um eine neue Art des gefährlichen Affenbrotbaums handelt. Aber sie hörte bald auf zu wachsen und entfaltete sich nach langer Vorbereitungszeit in ihrer Kammer der Schönheit, der Knospe, als wunderschöne Rose. Sie spricht voller Eitelkeit mit dem kleinen Prinzen und forderte viel von ihm. Er gießt sie, schützt sie Nachts mit einer Glasglocke vor Kälte und Tags mit einem Wandschirm vor Zugluft. Erst als der Kleine Prinz beschließt abzureisen gesteht die Rose ihre Liebe zu ihm und beteuert die Dummheit beider in ihrer Beziehung. Sie sagt ihm, dass er glücklich werden soll und verabschiedet sich.

Er bereist zunächst einen Planeten auf dem ein König wohnt, der den Prinzen sogleich als seinen Untertanen begrüßt. Er erklärt er würde über alles herrschen, das gesamte Weltall sei sein Königreich, aber weitere Untertanen auf seinen Planeten hatte er nicht. Er wohnte ganz alleine auf dem Planeten. Er meinte er würde keinen Ungehorsam dulden, aber er erteilte aber auch nur solche Befehle deren Ausführungen auch möglich sind. Wenn der König einen Sonnenuntergang befehlen möchte, so wartete er mit dem Befehl bis die Bedingungen dafür günstig sind, also bis die Sonne von selber unterging. Die Autorität beruht vor allem auf Vernunft meinte der König und vernünftig sei es Befehle zu erteilen deren Durchführung auch möglich ist. Der kleine Prinz reiste weiter und stellte fest, dass die großen Leute sehr sonderbar sind.

Auf dem zweiten Planeten seiner Reise wohnte ein Eitler. Dieser freute sich, dass ein Bewunderer kam. Für ihn waren alle Besucher Bewunderer. Doch leider kam selten jemand vorbei. Er hörte gar nicht wenn der Prinz etwas anderes sagte als eine Lobrede und hielt sich für den schönsten, reichsten, intelligentsten Menschen auf den Planteten, dabei war es egal das er gleichzeitig der einzige Bewohner des Planeten war. Der Prinz reiste weiter und stellte fest, dass die großen Menschen sehr verwunderlich sind.

Auf den dritten Planeten wohnte ein Säufer, der dem kleinen Prinzen erklärte, er würde Saufen um zu vergessen und er wolle vergessen weil er sich schämt wegen seines Saufens.

Der kleine Prinz reiste weiter und stellte fest, dass die großen Leute sehr verwunderlich sind.

Auf dem vierten Planten wohnte ein Geschäftsmann, der so beschäftigt war, dass er nicht einmal den Kopf hob als der Prinz kam. Der Geschäftsmann zählte und zählte. Er erklärte, dass er nicht über die Sterne regiere wie ein König sondern sie besitze. Sie gehören ihm weil er als erster darauf gekommen sei. Der Besitzt mache ihn reich. Er könne sich davon weitere Sterne kaufen, wenn jemand welche finde, meint er und bis dahin verwaltet er sie und zählt sie immer wieder, dass erinnerte den Prinzen irgendwie an den Säufer. Der Prinz hatte ihn gefragt was es den Sternen nütze, wenn er sie besitze. Der Geschäftsmann wusste keine Antwort und der kleine Prinz reiste weiter und stellte fest, dass die großen Leute entschieden ganz ungewöhnlich sind.

Der fünfte Planet war von einem Laternenanzünder bewohnt. Der Planet war sehr klein, es passten gerade der Laternenanzünder die Laterne und der kleine Prinz darauf. Der Anzünder löschte und entzündete die Laterne im Minutentakt, den ein Tag war hier lediglich eine Minute lang. Er machte dies, weil er die Weisung dazu hatte. Diese Weisung hatte er bekommen als der Planet sich langsamer drehte und der Tag viel länger dauerte, doch diese Weisung wurde zum Leidwesen des Laternenanzünders nie zurückgenommen. So konnte der Laternenanzünder nie ruhen und ging immer seiner Weisung nach. Dieser Laternenanzünder war der einzige Mann den sich der kleine Prinz bisher als Freund vorstellen konnte, aber der Planet war zu klein für zwei Personen. Dies bedauerte der kleine Prinz vor allem wegen der vielen Sonnenuntergänge.

Der sechste Planet war zehn mal so groß. Hier wohnte ein Geograph der den kleinen Prinzen sogleich als Forscher begrüßte. Der Geograph erklärte ausführlich sein Handwerk, das daraus bestehe niederzuschreiben was Froscher ihm berichten. Er selber als Geograph ist zu wichtig um selber zu forschen, deshalb wisse er auch Nichts über die Geographie des eigenen Planeten, den es fehle an Forschern die ihm berichten. Für den Geographen waren nur Dinge interessant die nicht vergänglich sind. Deswegen war die Rose des kleinen Prinz für ihn nicht von Bedeutung. Zum ersten Mal kam es den kleinen Prinzen in den Sinn, dass seine Rose vergänglich ist und er sie ganz alleine zurückließ.

Nun kam er zum siebten Planeten, zur Erde. Sie war sehr viel größer als alle anderen Planeten. Es gab viel mehr Könige, Laternenanzünder und Geschäftsmänner. Der Prinz landete in der Wüste von Afrika, wo weit und breit kein Menschen zu sehen war. Doch er traf auf eine Schlange und erklärte ihr, dass er hier Schwierigkeiten lösen möchte die er mit einer Blume habe. Die Schlange machte dem kleinen Prinzen deutlich, dass sie über Macht verfüge die ihm helfen könne. Sie erklärt, dass wenn sie jemanden berühre, gebe sie ihm der Erde zurück aus der er hervorgegangen ist. Es tat der Schlange leid, dass der kleine Prinz auf dieser Erde, gelandet sei, da man hier mitten zwischen Menschen einsam sei. Der Prinz verstand, das Angebot der Schlange und ging weiter.

Auf seinen Weg durch die Wüste traf er eine Blume bei der er sich nach Menschen erkundigte. Sie sagte das man nie wisse wo sie zu finden sind, da sie keine Wurzeln haben, dass sei sehr übel für die Menschen.

Dann stieg der kleine Prinz auf einen hohen Berg. Und rief laut Hallo und das Echo antwortete hallo. Wer bist Du, Wer bist DuIch bin allein, ich bin allein... Immer wiederholte das Echo nur das Gesagte. Er vermisste seine Blume den sie sprach immer zuerst.

Nachdem er lange über Sand ging kam er endlich zu einer Straße an der ein blühender Rosengarten wuchs. Der kleine Prinz war unglücklich, weil seine Rose ihm erzählt hatte, sie wäre die einzige ihrer Art. Dabei ist sie nur eine von vielen. Er weinte, weil er feststellte, dass er doch kein so großer Prinz war wie er glaubte.

Da erschien ein Fuchs. Der kleine Prinz wollte mit ihm spielen um sich aufzuheitern, doch der Fuchs meinte, er müsse erst gezähmt werden, was soviel bedeute wie vertraut machen, um für den anderen einzig unter Hunderttausenden zu werden. Weiter erklärt der Fuchs, dass durch Zähmung dem Leben die Gleichheit und Eintönigkeit genommen werde, da vorher unbedeutende Dinge durch Zähmung Bedeutung gewinnen. Das Gold der Weizenfelder werde ihn an die weizenblonden Haare des Prinzen erinnern. Der Fuchs bat den Prinzen ihn zu zähmen, doch der Prinz meint er habe nicht viel Zeit, da er Freunde finden und Dinge kennen lernen muss. Der Fuchs antwortete ihm daraufhin, dass man nur die Dinge wirklich kenne, die man gezähmt hat. Er meint, die Menschen haben keine Freunde mehr, da sie keine Zeit zum zähmen haben und da es keine Kaufläden für Freunde gibt. Wenn der Prinz ihn zähmen wolle, so müsse er sich langsam über einen langen Zeitraum herantasten und er müsste regelmäßige Bräuche einführen.

So machte sich der kleine Prinz mit dem Fuchs vertraut. Kurz vor der Stunde des Abschieds geht er noch einmal zurück zu den Rosen und erkennt, dass diese doch nicht so sind wie seine Rose, dass keiner für diese Rosen sterben würde. Seine Rose sei in sich selbst wichtiger, da er sie gegossen habe, er hat diese eine Rose mit der Glasglocke und dem Wandschirm beschützt. Diese eine Rose sei seine Rose, meinte der kleine Prinz.

Als er zurück zu dem Fuchs ging um sich zu verabschieden hatte der kleine Prinz verstanden, dass die Traurigkeit die ein Abschied von einem Freund mit sich bringt, die Freundschaft trotzdem nicht unwichtig werden lässt.

Zum Abschied verriet der Fuchs ihm noch das Geheimnis, dass man nur mit dem Herzen gut sieht, da das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist. Weiter sagte er, dass die Zeit die der kleine Prinz für seine Rose verloren habe, diese Rose so wichtig mache und dass er nicht vergessen soll, dass man für das verantwortlich ist was man sich vertraut gemacht hat.

Der kleine Prinz wanderte weiter und traf auf einen Weichensteller der die Reisenden nach tausender Paketen sortierte. Und die Züge fuhren donnernd und schnell hin und her. Der kleine Prinz erinnert sich an Kinder, diese wissen wohin sie wollen. Sie wenden ihre Zeit für eine Puppe aus Stofffetzen auf und deshalb wird ihnen ihre Puppe wertvoll.

Dann kam der kleine Prinz zu einem Händler, der ihm Pillen verkaufen wollte durch die er das Bedürfnis zu trinken verlieren würde. Dadurch könne man viel Zeit sparen. 53 Minuten die Woche. Der Prinz sagt, dass wenn er 53Minuten die Woche über hätte, er erst mal gemütlich zu einem Brunnen laufen würde.

Hier hört der kleine Prinz auf von seiner Reise zu erzählen, weil der Pilot sich in der Wüste aufmachen muss um nach Wasser zu suchen. Er will nicht verdursten. Bei ihrer gemeinsamen Suche erzählt der Prinz wie schön die Sterne seien, weil sie ihn an seine Rose erinnern und wie schön die Wüste sei, wenn sie irgendwo einen Brunnen berge. Das was die Schönheit der Dinge ausmacht ist immer unsichtbar.

Und tatsächlich mitten in der Wüste finden sie einen Brunnen. Der kleine Prinz zieht an der Seilwinde den Kübel hoch, doch der Autor nimmt es ihm aus Angst es sei dem Prinzen zu schwer ab und hebt den Kübel an den Mund des Prinzen. Dieser trinkt mit geschlossenen Augen, den es ist wie ein Geschenk für seine Seele. Die Menschen auf der Erde haben ganze Rosenbüsche und trotzdem sind sie nicht glücklich sagt der kleine Prinz, dabei braucht man nur eine Rose oder ein bisschen Wasser. Aber die Augen sind blind. Man muss mit dem Herzen suchen.

Nachdem auch der Pilot gut getrunken hatte, erklärte der Prinz, dass sein Sturz auf die Erde nun schon ein Jahr her sei. Und der Autor ahnt, das der keine Prinz irgendetwas vor hat von dem er nichts weiß, es war ist Zufall, dass er den Prinzen hier mitten in der Wüste traf, wo doch genau hier der kleine Prinz vor einem Jahr auf die Wüste gefallen war. Der kleine Prinz sagt, der Pilot soll zu seinem Flugzeug zurückkehren um es zu reparieren und morgen Abend hierher zurückkehren.

Am nächsten Abend kehrt der Pilot zurück, und der kleine Prinz sitzt auf einer Mauer nahe dem Brunnen. Er unterhält sich mit einer Schlange und fragt ob sie gutes Gift habe und ob sie sicher sei, dass sie ihn nicht lange leiden lässt. Die Schlange macht einen Satz und beißt den Prinzen. Der Pilot rennt los, doch er kommt erst in dem Moment an, in dem der Prinz von der Mauer direkt in seine Arme fällt. Der Prinz sagt, dass auch er genau wie der Pilot nach Hause zurückkehren wird mit seinem Schaf, dass er ihm gemalt habe. Er meint weiter, dass der Pilot in der Nacht zu den Sternen schauen wird und sein Stern wird für Dich alle Sterne sein und sie werden alle deine Freunde sein. Wenn er sich getröstet habe, werde er froh sein ihn gekannt zu haben. Er wirst Lust haben mit ihm zu lachen und er werde sein Fenster öffnen und sagen, ja die Sterne die bringen mich immer zum lachen. Der Prinz erklärt weiter, dass er ihn nicht verlassen werde, aber es werde so aussehen als stürbe er. Der Pilot brauche es sich nicht ansehen. Doch der Autor begleitet ihn. Der Prinz sagt er müsse seinen Leib hier lassen, er wäre zu schwer für eine so lange Reise, man solle nicht traurig sein um alte Hüllen. Es wird wunderbar sein und lustig sagte der kleine Prinz. Doch dann schwieg er und weinte. Er schrie nicht und fiel sachte wie ein Blatt.

Sechs Jahre nach der Begegnung muss der Autor manchmal lachen wenn er die Sterne sieht, weil er sich vorstellt wie der Prinz glücklich auf seinen Planeten lebt. Er ist sich sicher, dass er dort angekommen ist. Doch manchmal muss er auch weinen, weil er sich vorstellt das irgendetwas schief gegangen sein könnte, da er vergaß einen Lederriemen für das Schaf zu zeichnen.

3 Textinterpretation

Gleich zu Anfang dieser Interpretation möchte ich mich für meine Unsicherheit in der Deutung entschuldigen. Ich habe bis auf ein Buch (Das Eigentliche ist unsichtbar)[2] kaum Textauslegungen bzw. Interpretationen gefunden. Auch im Internet fand ich nur Deutungsansätze, die ich selten für konsequent richtig empfand und meistens Hausarbeiten von Schülern waren, deshalb habe ich das Internet nicht weiter für diese Hausarbeit zur Hilfe genommen. Auch werde ich in dieser Interpretation nicht das ganze Buch detailliert deuten, sondern nur grundsätzliches. Ich bitte dies auf Grund der Masse zu Entschuldigen.

3.1 Die Figur des kleinen Prinz als Ideal der Menschlichkeit

Sicherlich ist die Figur des kleinen Prinzen nicht ausschließlich als Portrait des Autoren, der sich durch die Erschaffung dieser Figur der Nachwelt hinterlassen wollte, zu verstehen. Noch kann man seine Erzählung als eine halluzinierende Erfahrung in der Wüste sehen. Der kleine Prinz ist wahrscheinlich eine durchdachte Traum- oder Idealgestalt der Menschlichkeit, die der Autor sich selber für sein Leben und auch für das Leben der Menschen allgemein gewünscht hätte.

Exupery nannte sein Menschlichkeitsideal „Der Kleine Prinz“. Ein Königskind also. Sehr viele Märchen erzählen von Königskindern, die in die Welt kommen und alles mit anderen Augen sehen. So ist es auch beim kleinen Prinzen, der ganz in kindlicher Unvoreingenommenheit, im Vertrauen, Treue und Angstfreiheit sich auf eine Reise begibt. Er kennt keine sozialen Unterschiede. Er urteilt nach seinen kindlichen und ehrlichen Kriterien ohne zu verurteilen. „ Die großen Leute sind entschieden ganz ungewöhnlich, sagte er und machte sich auf die Reise.“ [3] Zusammenfassend kann man sagen: „ ...der kleine Prinz(...) verkörpert idealtypisch die sehnsuchtsvollen Ideale eines nie gelebten Lebens; er ist die bloße Gegenchiffre zu der unmenschlichen Welt der Erwachsenen.“ [4]

Doch kann man diesen kleinen Prinzen nicht nur als Traumgestalt entdecken. Vielleicht erkennt sich der Autor sich selber als Kind in diesem kleinen Prinzen wieder. Vielleicht lässt diese Gestalt ein Rückschluss auf die Gedankenwelt des jungen Exupery zu. Am Anfang des Buches gesteht der Autor dem Leser ein, dass er selbst einmal Kind war, das genau wie der kleine Prinz die Erwachsenen nicht verstand. Er malte seine Phantasien (die Schlange die den Elefanten frisst[5] ) mit dem freien kindlichem Auge, das von den Erwachsenen nicht nachvollziehbar war. Er fühlte sich gezwungen seine Visionen aufzugeben und statt Maler wurde er Pilot, er verließ wahrscheinlich nicht nur dadurch seine Kindlichkeit. Man kann den kleinen Prinzen also auch als „...-gestalt verdrängter Möglichkeiten und ersticktem Lebens..“ [6] sehen. Die Erwachsenen waren außer Stande mit dem „Herzen zu sehen“ und erkennen nur einen immer wieder gemalten Hut, selbst nachdem er sein Bild erklärt tun sie es einfach als kindliche Phantasie ab und versuchen ihn in die „Realität“ einzuweisen.

Was sollte sein Bild bedeuten? Vielleicht stellte er sich selber als kleinen zwar wohlbehüteten aber eingesperrten Elefanten vor, eingesperrt mit seinen Gedanken in der unnachgiebigen Erwachsenenwelt oder vielleicht im Elternhaus welches die Weite seine Gedanken unterdrückt?

Wenn man davon ausgeht, dass der kleine Prinz die kindliche Gedankenwelt des Autoren wiederspiegelt, und man weiter davon ausgeht, dass dieses kindliche Gedankengut immer im Namen der Erwachsenenvernunft weichen musste, so muss man beim lesen des Buches nicht nur erkennen, dass der Autor diese kindliche Weltenansicht fast verloren hat, sondern auch, dass er sie sich zurückersehnt. Doch er resigniert, da er weiß, dass er mit der kindlichen Sichtweise in der Erwachsenenwelt nicht überleben kann, da die Erwachsenen immer nur vernünftig und ernsthaft sind. Dies wird gerade am Ende des Buches deutlich. Der kleine Prinz , sein Idealbild verlässt seine Welt, er „stirbt“, man wünscht beim lesen dieser Textstelle, „...er möge wohlbehütet glücklich sein in seiner kleinen Sternenwelt, und man vergisst beinahe, dass er im Werk Exupery für diese Welt auf ungewisse Zeit gestorben ist; man wünscht Exupery, er selber hätte der Gestalt des kleinen Prinzen in seinem Leben Wirklichkeit verleihen können.“ [7] Doch es bleibt der Verlust am Ende, die Wehmut und die freudige Erinnerung des Autoren, als auch der ihm angsterfüllende Gedanke: „ Was hat sich auf seinem Planeten wohl ereignet? Vielleicht hat das Schaf die Blume gefressen...“ [8] Der Autor kann nicht zu seinen kindlichen Idealen zurückfinden, er weiß nicht, ob es dieses Menschlichkeitsideal jemals wieder auf die Erde zurückkommt und ob es überhaupt noch existiert. Doch seine Erinnerungen an seine erdachte Idealgestalt oder an seine Kindheit, bringt ihm manchmal zum lachen und er manchmal zum weinen. „ Die Welt hat sich nicht verändert, seit der kleine Prinz sie betrat; aber es ist möglich, sie mit anderen Augen zu sehen, und vieles was uns jetzt ernst dünkt, erscheint dann lächerlich, vieles Lächerliche ernst, manches Große wirkt niedrig, manches Unscheinbare groß, und vieles lässt sich wiederentdecken an verleugneter Menschlichkeit – darunter am meisten das Träumen und das Lieben.“ [9]

3.2 Die Einsamkeit und Fluchtwelten der Erwachsenen

Nach dem der kleine Prinz seinen kleinen Planeten verließ, bereiste er auf seine Reise mehrere Planeten auf denen er allein lebende Erwachsene traf. Einen König, einen Eitlen, einen Säufer, einen Geschäftsmann, einen Laternenanzünder und einen Geographen. Alle diese Menschen haben gemeinsam, dass sie alleine und einsam sind. Alle haben sich unterschiedliche Scheinwelten erschaffen, um ihrer Einsamkeit zu entfliehen oder um sie zu ignorieren. Sie alle haben Angst sich selbst zu erkennen. Entweder verloren sie die Objektivität, ignorierten ihre Gefühle oder wiedersprechen sich selber ohne es zu merken.

3.2.1 Der König

Der König behauptet die Allmacht zu habe, doch seine Befehle seinen vernünftig und er fordere von seinen angeblichen Untergebenen nur das was sie auch ausführen könnten. Doch „Sein Umgang mit den Menschen beschränkt sich allein auf die Frage, wozu er sie im Rahmen seiner fiktiven Machtinteressen gebrauchen und einsetzen kann, und es zeigt sich dabei sogleich, dass die Prinzipien seiner praktischen Vernunft vollkommen abstrakt und menschenfremd sind.“ [10] So befiehlt er dem kleinen Prinzen über eine Ratte zu richten und sie zu Tode zu verurteilen, doch dies ist dem kleinen Prinzen wesensfremd und so ist der Befehl unvernünftig. Der König wiederspricht sich selber. Der Monarch scheint hier Dialogunfähig, da er sich seine Welt einfach zurechtlegt. Selbst als der kleine Prinz in verlassen will, ernennt der König ihn noch schnell zum Botschafter, damit er sich einreden kann, er wäre in seinem Auftrage gegangen und nicht aus freien Willen. Und so übergeht der kleine Prinz den König auf seinen Planeten, er versucht weder ihm zu helfen noch ihn zu verändern. Dies wäre wahrscheinlich auch nicht möglich, denn wie wollte man die Monarchen der Welt, die von ihren zum Teil irrealen Ideologien oder Weltvorstellungen getrieben sind ohne Kritik zu dulden. Wahrscheinlich würden auch sie, gezwungen durch ihr auf Herrschaft gegründetes Selbstbewusstsein, alles irgendwie in ihre Scheinwelt einbauen und nicht als Kritik verstehen sondern höchstens als Angriff auf ihre Macht den es abzuwehren gilt. Dabei ist jeder Monarch, ebenso wie der König aus dem Buch, eigentlich ohnmächtig gegenüber dem was wirklich auf der Welt passiert und vor allem gedacht wird. Eine wirkliche Allmacht hat keiner.

3.2.2 Der Eitle

Auf dem zweiten Planeten wird der kleine Prinz mit dem egozentrischen Verlangen nach Anerkennung und Bewunderung konfrontiert. Doch durch sein übertriebenes Verlangen danach bekommt er Ablehnung, schließlich reist der Prinz auch von hier fort. Der Eitle glaubt, das ihn als Menschen vor allem sein aussehen ausmacht, andere nimmt er nur als Bewunderer wahr und nicht als Menschen für die man sich näher interessieren könnte. Doch dem kleinen Prinzen wird das schnell langweilig und so ist das wirklich, das äußere ist eben doch nur eine Hülle und nur die Hülle ist schnell langweilig. „ Sorgt euch nicht um das, was ihr anziehen werdet, wie ihr euch kleidet – um all das kümmern sich die Menschen, die Gott nicht wirklich kennen“ sagte Jesus einmal in der Bergpredigt (Mt 6,31f).

3.2.3 Der Säufer

Der Säufer auf dem nächsten Planeten sucht nicht einmal mehr die menschliche Beziehung. Er trinkt, er hängt seine Aufmerksamkeit an einen toten Gegenstand, als besäße er Macht das verlorene Leben zurückzugeben. Er verachtet sich selber dafür und trinkt eben, weil er sich verachtet, um sich vor den Anblick der anderen Menschen und vor allem vor der eigenen Erbärmlichkeit zu schützen. Er trinkt sich seine Einsamkeit weg, ganz im Selbstgenuss des Rausches. Und möchte auch in seiner Einsamkeit bleiben um sich nicht sich selber mit Lebensfragen in Frage stellen zu müssen.

3.2.4 Der Geschäftsmann

Auch der Geschäftsmann auf dem nächsten Planeten ist ein Süchtiger. Er ist süchtig nach Sternen (Geld). Seine Habgier fordert seine ganze Aufmerksamkeit, so dass er keine Zeit findet seine eigene Einsamkeit und die Sinnlosigkeit seiner Arbeit zu erkennen (schließlich haben die Sterne gar nichts davon, dass er sie besitzt). Er verzichtet auf den privaten Genuss, so könnte er sich zum Beispiel seine Sterne mal länger anschauen, nur um noch mehr Sterne besitzen zu können. Genau wie der typische Geschäftsmann auf Erden, der sein komplettes Privatleben vergisst. Geld ist ein universales Tauschmittel, so dass man schnell glauben kann, dass man mit Geld alles kaufen und besitzen kann. Doch was ist mit Freunden, Liebe oder das Lächeln eines Babys? Doch das merkwürdige ist ja, dass viele Geschäftmänner, gar nicht erst auf die Idee kämen so etwas zu kaufen. Ihnen ist nur der Gedanke wichtig, dass sie ihre Wünsche erfüllen, also erkaufen, könnten. Erfüllen tun sie die Wünsche meist nicht, denn das wäre ja Geldverschwendung.

3.2.5 Der Laternenanzünder

Ein weiteres Beispiel für ein hypnotisches Nachjagen von Zielen bietet der Laternenanzünder, nur mit dem Unterschied, dass er sogar aus Treue und Pflicht eine irreale Welt bildet. Er geht seinem ihm selber verhassten Dienst nach obwohl seine Arbeitsanweisungen hoffnungslos veraltet und unvernünftig sind. Nie hält er inne und denkt nach. „Ein solcher Diensthabender wird immer atemlos dem immer rascheren lauf der Erde hinterher keuchen.“ [11]

Zum ersten Mal macht der Kleine Prinz gegenüber einen Erwachsenen einen Veränderungsvorschlag in dem er sagt, dass der Laternenanzünder doch einfach einmal privat der Sonne nachgehen soll um sich auszuruhen. Doch der Anzünder sehnt sich nur nach Schlaf und tut so den Vorschlag ab. Er sehnt sich nach Ruhe und Schlaf und hasst seinen Beruf. Doch hinter all seiner Beschäftigung, seines blanken Gehorsams, verbirgt sich doch nur ein Faulpelz, der so Ruhesüchtig ist, dass sich nicht die Zeit zum Infragestellen nimmt. Er will halt „nichts als seine Ruhe haben.“ Würde beginnen sich selber in seine Arbeit einzubringen, sie neu zu durchdenken, so wäre auch sie wahrscheinlich bald mehr als eine Plage, vielleicht eine Erfüllung.

3.2.6 Gesamtbetrachtung der Planetenbewohner

Insgesamt stellt Exupery die Erwachsenen immer als Menschen dar, die Einsam sind und sich in illusionären Welten flüchten um sich nicht der eigenen Einsamkeit stellen zu müssen. Es ist schwer, die zum Teil von anderen „Erwachsenen“ anerzogenen Werte abzustreifen und sich auf Wesentliches zu konzentrieren.

Was fehlt mir wirklich in meinem Leben? Wonach sehne ich mich wirklich und wodurch verdränge ich meine Sehnsucht? Was ist wirklich wichtig? Wie werde ich glücklich und bekomme ein erfülltes Leben? Ist der einfache Weg den ich oft gehe wirklich der für mich richtige? Wie komme ich aus meinen selbst erzeugten Kreisläufen raus die mich hemmen meine Wünsche zu erfüllen? Bin ich für jemanden etwas besonderes? All das sind Fragen, die sich die Planetenbewohner nicht gestellt haben. Sie Fragten nicht und sie hinterfragten nicht aus Angst antworten zu finden die vielleicht verletzen aus Angst zu erkennen wer sie wirklich sind und das ihnen das nicht genügt. Sich selber und sein eigenes Verhalten in Frage zu stellen ist oft unumgänglich und macht sicherlich auch viel Angst, doch zeigt uns der kleine Prinz, dass man nur sich selber finden kann, wenn man sich selber erkennt. Dabei kann kein anderer helfen. Und so half auch der kleine Prinz nicht. Der Weg zum Glück liegt bei einem selber.

3.3 Der kleine Prinz und die Rose

Ich selber bin beim lesen des Buches davon ausgegangen, dass die Rose symbolisch für die erste große Liebe, sowohl von der Rose als auch von dem kleinen Prinzen, steht. Begründet sah ich das zum einen darin, dass die Rose immer nach Bewunderung hascht und in welcher Eitelkeit sie gegenüber dem kleinen Prinzen an den Tag legt. Auch das der kleine Prinz sich so sehr um sie bemüht und auch die Dialoge zwischen ihnen immer wie ein leicht erotisches „Geplänkel“ wirken. Auch die Sehnsucht des kleinen Prinzen auf seiner Reise nach der Rose und das zärtliche Liebesgeständnis bei der Verabschiedung der beiden voneinander, festigte in mir den Gedanken, dass es sich eigentlich nur um ein Symbol für die erste große Liebe handeln kann. Auch heute kann ich von diesem Interpretationsansatz nicht ganz weichen. Wahrscheinlich, weil es mir irgendwie nicht behagt, die zunächst nahezu rührende Beziehung zwischen Rose und Prinz als einen ödipalen Komplex des Autoren zu verstehen, der laut dem (schon mehrfach zitierten) Buch : Das Eigentliche ist unsichtbar – Der kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet – mit der Rose seine Mutter symbolisiert. Doch muss ich nach intensiverer Betrachtung und auch nach unter Rücksichtnahme der Biographie von Exupery erkennen, dass diese Theorie durchaus schlüssig ist. Zur Unterstützung dieser zunächst fast anstößig rührenden Theorie möchte ich zunächst einen Brief von Exupery an seine Mutter aus dem oben genannten Buch zitieren:

(1926) Exupery ist 26 Jahre alt.

Du bist das Allerliebste auf der Welt...Du bist sehr weit fort von mir. Und ich denke an Deine Einsamkeit...Wenn ich erst heimkomme, kann ich ein Sohn für Dich sein, wie es mein Traum ist, und Dich zum Diner einladen, und Dir so viele kleine Freuden machen; denn als Du nach Toulouse kamst, empfand ich solche Trauer und solche Scham, weil ich nichts für Dich tun konnte, dass ich ganz bekümmert und mürrisch wurde und nicht zärtlich sein konnte. – Aber Du kannst Dir sagen, meine kleine Mama, dass Du mein Leben mit freundlichen Dingen bevölkert hast, wie das niemand anders fertig gebracht hätte. Und das Du die erfrischendste meiner Erinnerungen bist, die am meisten in mir wachruft. Und der geringste Gegenstand, der Dir gehört, wärmt mich innerlich: Dein Schal, Deine Handschuhe – Sie behüten mein Herz.“ [12]

(1944) Exupery ist 44 Jahre alt.

„ Und doch hoffe ich so sehr, dass Du mich in einigen Monaten vor Deinem Kaminfeuer in die Arme schließen kannst, meine kleine Mama, meine alte Mama, meine zärtliche Mama; ich hoffe, ich kann Dir dann alles sagen, was ich denke, alles mit Dir bereden, wobei ich Dir so wenig wie möglich wiederspreche..., Dir zuhören, wenn Du zu mir sprichst, die Du immer recht hast in allen Dingen des Lebens...Meine kleine Mama, ich hab Dich lieb.“[13]

Das diese Briefe sehr seltsam für eine Mutter-Sohn-Beziehung anmuten, ist wohl sehr deutlich. Ob sie nun tatsächlich eine erotische Abhängigkeit zur Mutter zeigen, mag ich nicht vollends bejahen, doch sicherlich zeigt sich hier wie vollkommen gebunden Exupery zeit seines Lebens an seine Mutter war. Das er sich auch weit im Erwachsenenalter nicht von ihr lösen konnte und sie als Wichtigstes im Leben sieht. Und dies spiegelt tatsächlich das Verhalten des kleinen Prinzen in Bezug auf seine Rose. Auch den kleinen Prinzen lässt die Rose einfach nicht los. Er ist ständig geplagt von Sehnsucht, Ängsten und Schuldgefühlen gegenüber der Rose.

Besonders deutlich wurde mir das im zweiten Brief in dem Exupery beteuert seiner Mutter nicht wiedersprechen zu wollen. Genau wie die Rose scheint auch seine Mutter scheint von ständiger Eitelkeit getrieben keinen Wiederspruch zu dulden.

Auch das der kleine Prinz unbedingt ein Schäfchen für seinen Planeten gezeichnet haben wollte, bekommt durch diese sicht der Dinge Sinn. So muss der kleine Prinz doch selber in das Bild des „dummes Schäfchens“ schlüpfen, um an der Seite der Rose leben zu können. Und er geht noch weiter, und lässt sich einen Maulkorb zeichnen um die Gefahr zu bannen, dass er die Rose frisst. Doch bringt nicht erst das Mitbringen des Schafes, welches durchaus Blumen frisst, die wirkliche Gefahr für die Rose? Bzw. ist nicht gerade erst das ständige in-kauf-nehmen von Schikanen und sinnlosen Machtspielerein die Gefahr für die Beziehung zwischen Mutter und Sohn und vor allem kann es nicht sein das Exupery durch das ständige „ducken“ nicht irgendwann explodiert und als Schaf seinen Maulkorb verliert und dadurch die Rose „vernichtet“?

Auch die Verteidigung des kleinen Prinzen für seine Rose gegenüber dem Piloten, scheint in das Schema zu passen, so würde wahrscheinlich jedes Kind entrüstet sein, wenn man behaupten würde die Mutter täte etwas aus reiner Bosheit. Wie der Pilot die Dornen der Rose begründete. Ein solcher Gedanke würde nicht nur das kindhafte Ideal der all wissenden und immer guten Mutter zerstören, sondern er würde sich auch vor der Mutter schämen müssen, würde er sie nicht verteidigen, er hätte Angst nicht mehr das „Goldkind“ oder „der kleine Prinz“ der Mutter zu sein. Zudem „muss“ der kleine Prinz an seiner Rose festhalten ebenso wie der Autor an seine Mutter, da sie zu seinem Lebensinhalt geworden ist und ohne den Glauben an die „Richtigkeit“ ihrer seine Welt zusammenbräche.

Auch der Gedanke, dass der kleine Prinz ja ein Kind (ein Kind einer Königen) symbolisieren soll und keinen Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, unterstützt die Annahme, dass es sich bei der Rose um die Mutter handeln könnte. Den wenn man bedenkt, dass der kleine Prinz, ein Kind, „wenn auch noch so verschlüsselt, von dem Menschen spricht den er als einzigen über alles liebt; dieser Mensch kann nur seine Mutter sein.“[14]

Insgesamt schließt sich die Geschichte schlüssig zusammen, wenn man davon ausgeht, das die Rose die Mutter darstellt. Man könnte hier noch weitere Vergleiche aus dem Leben Exuperys zum kleinen Prinzen nennen, die sicherlich auch sehr schlüssig sind und sich gut in das Gesamtbild fügen, doch ich denke, dass sich der Gedanke der Rose als Mutter schon weitgehend gehärtet hat.

Doch immer noch, bin ich mir in dieser Deutung, dass die Rose nicht die erste große Liebe (die den Menschen angeblich auch ein Leben lang als intensive Erinnerung begleitet) sein soll nicht vollkommen sicher. Denn dann müsste man davon ausgehen, dass der Autor nicht nur seine Abhängigkeit, sondern auch die Gründe seiner Abhängigkeit, vollends durchschaut hat. Man müsste dann davon ausgehen, das der Autor seine Mutter erkannt hat wie sie ist, nämlich eben nicht ein Ideal an Güte und Allwissenheit. Wenn der Autor dies selbsterkennende Wissen hat, warum ist er dann trotzdem zeit seines Lebens in diesem Spiel gefangen und kann sich nicht befreien. Denn das er im wirklichen Leben diese Abhängigkeit hat steht für die Psychologen scheinbar außer Frage. Doch ob man sein Werk deswegen wirklich so biographisch, so voller Selbsterkenntnis verstehen kann, glaub ich nicht. Den eine solche Selbsterkenntnis hätte sicherlich auch aus der Abhängigkeit von seiner Mutter geführt, aber dazu ist es ja angeblich nie gekommen.

Ich weiß auch nicht ob diese Fragestellung in der es in dem Buch – Das Eigentliche ist unsichtbar – wirklich wichtig ist im dem Kontext, dass das Seminar Philosophieren mit Kindern heißt. Kindern und auch dem kleinen Prinzen wäre es sicherlich egal was für eine Beziehung der Autor zu seiner Mutter hatte und ob sich diese im Buch wiederspiegelt. Viel wichtiger wäre es ihnen bestimmt zu Verstehen warum Erwachsene so anders denken als Kinder und wieso in dieser Welt zuwenig geträumt wird und sowenig geliebt, warum einen bestimmte Menschen für einen Menschen etwas Besonderes darstellen und andere nicht. Deshalb habe ich mich entschlossen mein Praktikum in der Schule dazu zu nutzen welche Fragen Kindern wirklich wichtig sind und wie sie diese Fragen für sich beantworten, wenn sie Textstellen vom kleinen Prinzen hören.

4 Unterrichtsversuch

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da meine Mentorin eine Woche lang krank war, wurde mir eine Vertretungsstunde in ihrer Klasse zugeteilt. Mir wurde kein Thema vorgegeben, so konnte ich diese Stunde nutzen mit den Kinder Textstellen aus dem Buch Der Kleine Prinz zu erarbeiten. Leider hatte ich nur diese eine Stunde Zeit, so das eine intensive Auseinandersetzung mit dem Text nur schwer möglich war.

Bei der Klasse handelte es sich um eine Kleinlernklasse die mir schon seit ein paar Wochen bekannt war und in der ich auch schon Biologie unterrichtet hatte. Das Besondere an dieser Klasse ist, dass es sich um eine Orientierungsstufenklasse handelt die Hauptschulorientiert arbeitet. Das heißt in ihr sind nur sehr lernschwache Schüler denen die Sonderschule „droht“. Es wurden nur Schüler in die Klasse aufgenommen die ein gutes Sozialverhalten haben und das spiegelte sich auch in der auffällig guten Klassengemeinschaft und in der guten mündlichen Mitarbeit wieder. Die Klasse hat absichtlich nur eine geringe Schülerzahl (14 Schüler) damit die Lehrerin sich besser um die individuellen Probleme der Kinder kümmern kann.

4.1 Sachanalyse

Ich habe in dieser Sachanalyse darauf verzichtet den zu behandelten Textabschnitt darauf zu deuten was die Rose genau symbolisiert und wie das Leben des Autors in Verbindung steht zum Text. Ich denke, dass dies auch für die Schüler keine Bedeutung hat. Welche individuellen Faktoren und Hintergründe zur Entstehung des Textes geführt haben ist wahrscheinlich ehr psychologisch interessant aber nicht philosophisch. Viel wichtiger ist es mir das die Kinder überlegen und eigene Fragestellungen aus dem Text im Bezug auf ihr eigenes Leben aber auch im Bezug auf Alltagsweisheiten. Dennoch möchte ich mich vorweg auch selber mit dieser speziellen Textstelle auseinandersetzen um besser mit den Kindern Fragen und mögliche Antworten ermitteln zu können.

Abschnitt XIX - XXI

Die Wüste steht meiner Meinung nach symbolisch für die Schwere des Weges zur Selbstfindung. Man empfindet einen starken Durst, eventuell einen Durst nach Antworten, und droht nach einiger Zeit zu verdursten. Ebenso steht die Wüste für die Einsamkeit, weit und breit ist niemand zu sehen der einem helfen kann, der einem dem Weg aus der Einsamkeit zeigt. Besonders deutlich wird das in der Textstelle XIX. Auf seinem Weg durch die Wüste steigt der kleine Prinz auf einen Berg, in der Hoffnung mit einem mal gleich alle Menschen auf einmal sehen zu können, doch er sah nur andere spitzte Felsen. Er ruft laut und bekommt nur Echos zur Antwort. Er bittet um Freundschaft und ruft das er allein sei, doch immer werden seine Worte nur wiederholt. So könnte es wahrscheinlich vielen die sich Einsam fühlen – man möchte gleich ganz viele Freunde haben und nimmt auch schwere Wege in kauf (Berg steigen) um den Wunsch zu erfüllen. Doch allein durch die bitte nach Freundschaft findet man noch keinen Freund, sondern nur einen Wiederhall der Bitte anstatt wirkliche Freundschaft. Man kann nicht einfach um Freundschaft bitten oder plötzlich ganz viele echte Freunde haben ohne viel Zeit dafür aufzuwenden.

Dann am Rande der Wüste trifft der kleine Prinz auf einen Rosengarten mit unzähligen Rosen und er muss erkennen, dass seine Rose also seine empfundene Liebe, doch nicht so Einzigartig ist. Nun plötzlich ist sie Vergleichbar mit anderen Rosen und somit auch anzweifelbar. Die Welt des kleinen Prinzen (des Autoren) stürzt ein, da das einzige an das er zuvor absolut geglaubt hat, nämlich die Einzigartigkeit seiner Rose, muss nun mit dieser Erkenntnis, dass es so viele Rosen gibt in Frage gestellt werden. Er stellt nun alles in Frage, seine Weltanschauung ist zusammengestürzt. So stellt er sogar sich selber in dem wer er tatsächlich ist in Frage „...Sie und meine drei Vulkane, die mir bis ans Knie reichen und von denen einer vielleicht für immer erloschen ist, das macht aus mir keinen sehr großen Prinzen... Und er warf sich ins Gras und weinte“.

So erschüttert der kleine Prinz nun auch ist, so musste er scheinbar diese Erkenntnis machen, um einen Weg aus der Wüste - der Einsamkeit zu finden. Er brauchte die Erkenntnis, dass die Rose zumindest äußerlich nicht einzigartig ist. Doch was sie wirklich Einzigartig macht und ob sie das überhaupt ist, weiß er noch nicht.

In diesem Teil der Geschichte, trifft nun der kleine Prinz auf einen Fuchs. In vielen Märchen (wie z.B. „Der goldene Vogel von den Gebrüder Grimm) begegnet die Hauptfigur auf der Suche nach der wahren Wirklichkeit ein Tier, dass ihm redet und ihm den richtigen Weg weist. So ist es auch hier, der kleine Prinz ist verzweifelt und wünscht sich nun noch viel mehr Freunde, deshalb möchte er sich auch zunächst keine Zeit nehmen für den Fuchs, doch der Fuchs erklärt ihm, dass man Freunde nicht einfach finden kann und auch nicht kaufen, muss Geduld haben und sich sehr langsam einander annähern am besten mit einer gewissen Regelmäßigkeit, damit man sich aufeinander freuen kann. Man braucht dann auch ein Ritual, dies gibt der Freundschaft etwas besonderes. So spricht der Fuchs nahezu unverschlüsselt aus wie man zu Freunden wird, wie man einander wichtig wird. Auch der Abschied voneinander macht die Freundschaft nicht unnütz. Auch wenn Abschied traurig ist so hat man eine wunderschöne Erinnerung gewonnen, die das Leben im nachhinein Lebenswert und schön erscheinen lässt und an die man gerne zurückdenkt. Freundschaften geben dem Leben etwas Besonderes. Für den Fuchs wurde hierdurch zum Beispiel der sonst uninteressante Weizen etwas Schönes, da er ihn an die blonden Haare des kleinen Prinzen erinnert.

4.2 Didaktische Überlegungen

Ich denke, dass es für Kinder sehr wichtig ist, für sie alltägliches mal in Frage zu stellen. Die Welt mal aus einer anderen Sicht zu sehen und zu schauen ob sie von da vielleicht ganz anders aussieht – eben zu philosophieren.

Das Buch „Der Kleine Prinz“ eignet sich sehr gut für die Schule, da Fragen und Erkenntnisse bildhaft verdeutlicht werden und so die Kinder sich das im inneren Auge vorstellen können. Auch viele Thematiken die im Buch behandelt werden, sind die Kinder wichtig. Warum denken Erwachsene so anders und warum sind ihnen andere Sachen wichtiger als uns Kindern? Denken Kinder nicht richtig? Was macht das Leben zu einem ausgefülltem Leben?

Da ich von einigen Kindern weiß, dass sie im Alltag (außerhalb der Schule) Schwierigkeiten haben Freunde zu finden und weil ich auch in dieser Klasse erlebt habe, wie ein Kind einem anderen oft Geld für Brötchen oder anderes, habe ich mich dazu entschlossen mit den Kindern die Textabschnitte XIX – XXI. Insgesamt sind halten die Kinder innerhalb der Klasse zusammen, wahrscheinlich auch weil viele dieser Kinder in ihrem Wohnort nicht viele Freunde haben, weil sie aus schwierigen Familien kommen oder weil die anderen sie für dumm halten, wie mir ein Schüler erzählte. So denke ich, ist es wichtig, dass sie sich mit Beziehungsfragen auseinander setzen. Ist es wirklich wichtig ist möglichst viele Freunde zu haben? Warum sind manche Menschen etwas Besonderes für mich und wie findet man Freunde? Wenn man sich trennen muss (wie unserer Klasse bald) und man ist Traurig und wieder alleine, wäre es dann nicht besser gewesen erst gar keine Freunde gehabt zu haben?

4.3 Ziele

Die Schüler sollen ...

-erkennen, dass man Alltagsweisheiten problematisieren kann und sollte.
-überdenken was Freundschaft wirklich ausmacht.
-reflektieren, ob nicht ihre Klassenfreundschaft etwas ganz besonderes ist.
-erkennen, dass mit Freundschaft auch Verantwortung verbunden ist.

4.4 Methodische Überlegungen

Ich habe mir überlegt, dass ich mit den Schülern einen Stuhlkreis bilde, um sie aus ihrer normalen Lernposition zu holen und um ihnen zu ermöglichen sich im Gespräch gegenseitig anzuschauen.

Einleitend werde ich kurz erklären was in der Unterrichtsstunde „durchgenommen“ wird, damit sich die Schüler orientieren können und die ungewöhnliche Situation des Stuhlkreises verstehen. Die von mir ausgewählten Textabschnitte werde ich nach ein paar in die „Geschichte“ einleitenden Worte selber vorlesen, da fast alle Schüler sehr leseschwach sind und sie sich sonst mehr auf das lesen an sich als auf den Inhalt konzentrieren würden. Danach wird ein gelenktes Gespräch, wenn möglich sogar eine Diskussion innerhalb der Klasse stattfinden. Hierbei sollen die Schüler möglichst selbstständig zu Antworten und neuen Fragen kommen.

4.5 Geplanter Stundenablauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.6 Tatsächlicher Stundenablauf

Die Stunde verlief besser als ich dachte. Ich hatte zunächst Ängste, ob die Schüler erst gar nicht lange über das Thema Freundschaft reden wollen weil sie meinen genug Alltagswissen zu haben oder dass sie sich schwer darin tun Fragen zu entwickeln. Doch sie diskutierten sogar über einige Fragen, wie zum Beispiel ob es nicht doch manchmal besser sei, viele Freunde zu haben auch wenn die Beziehungen dann nicht so intensiv sind. Sie haben den Text gut verstanden. Einige empfanden es als „gemein“, dass der Prinz nicht bei dem Fuchs bleibt sondern zur Rose geht, der Fuchs wäre doch jetzt auch sein Freund. Auch bestärkte sie die Erkenntnis, dass es zum einen mir als Lehrer aufgefallen sei, dass sie sich alle gut verstehen zum anderen wurde vielen auch erst im Gespräch klar wie wichtig das eigentlich ist.

Natürlich lief die Unterrichtsstunde nicht komplett reibungslos ab. Ein Schüler viel absichtlich von Stuhl und bewegte sich nur langsam wieder in die sitzende Position, aber das kannte ich und die Schüler schon aus anderen Unterrichtsstunden von ihm, so dass er dadurch nur wenig Aufmerksamkeit auf sich zog. Zudem neigten die Kinder immer dazu erzählen zu wollen wie sie mal auf ungewöhnliche Art Freunde gefunden haben. Aber nachdem sie gemerkt hatten, dass (heute) solche „Storys“ nicht erzählt werden sollen, sondern das es um allgemeine Problematiken geht, hörten sie auf zu berichten und konzentrierten sich auf das Thema. Die Stunde hat mir sehr viel Spaß gemacht, gerade weil Kinder ganz anderes mit solchen Themen umgehen und weil die Klasse, besser als ich dachte, den Text verstand und ganz selbstverständlich damit und mit der eventuellen Bedeutung arbeitete.

Ein paar Tage später zeigten mir drei Kinder das sie die Bilder ausgemalt haben.

5 Gesamtresümee

Am Ende dieser Arbeit meine ich immer noch nicht den Text wirklich verstanden zu haben, aber inzwischen glaube ich auch, dass es zumindest aus philosophischer Sicht gar nicht wichtig ist in wie weit der Lebensweg des Autor das Buch beeinflusst hat und was er uns damit genau sagen will. Dies wäre wahrscheinlich ehr aus psychologischer oder Literarischer Sicht interessant. Doch diese Sichtweise bringt mir selber und wahrscheinlich auch den Kindern nichts, da sie das scheinbare Wissen über das eigene Leben und Annahmen allgemein nicht in Frage stellt.

Dennoch bin ich nicht enttäuscht dem Gedankenfehler, dass die Autorenbiographie doch sehr relevant sei, unterlaufen zu sein, da es mir eine ganz andere Sicht auf das Buch bot, eine Sichtweise auf die ich selber wahrscheinlich nie gekommen wäre. Doch neue wichtige Fragen tauchten in mir nicht auf als ich las, dass der Text auf einen ödipalen Komplex des Autoren beruht. Höchstens Fragen, ob das wirklich im Text schlüssig nachvollziehbar ist und das ist es und diese Frage tauchte deswegen in mir auf, weil diese Sichtweise auf das Buch mich enttäuschte. Es nahm für mich den Buch das Schöne, da es das Aufkommen von philosophischen Fragen in mir zerstörte. Doch ich denke, dass man auch beide Sichtweisen akzeptieren kann. Man kann zum einen der Schlüssigkeit der psychologischen Analyse folgen und dennoch den Text aus philosophischer Sicht für die eigene Auseinandersetzung betrachten.

Ich bin auch sehr froh darüber, dass mein Allgemeines Schulpraktikum mir Raum dafür bot das Buch „Der Kleine Prinz“ mal im Unterricht auszuprobieren. Auch der Versuch an sich, mit Kindern zu philosophieren entpuppte sich als durchaus sehr reizvoll sowohl für mich in der Lehrerposition als auch für die Kinder, denen auch in der Schule hierdurch Raum geboten werden kann freier zu denken.

Quellennachweis:

- Antoine De Saint-Exupery: Der kleine Prinz. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag 1998
- Cate, Curtis: Antoine de Saint Exupery, Sein Leben und seine Zeit. Düsseldorf: Econ Verlag GmbH.1970. S.97 – Antoines Mutter-S.169 Selbstportrait
- Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984.

[...]


[1] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984, S.5

[2] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984

[3] Antoine De Saint-Exupery: Der kleine Prinz. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag 1998. S.50

[4] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.18

[5] Antoine De Saint-Exupery: Der kleine Prinz. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag 1998. S.8

[6] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.64

[7] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.5

[8] Antoine De Saint-Exupery: Der kleine Prinz. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag 1998. S.91

[9] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.15

[10] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.21

[11] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984.S.29

[12] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984.S79

[13] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984.S.80

[14] Drewermann, Eugen und Neuhaus, Ingritt: Das Eigentliche ist unsichtbar, Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet. Freiburg: Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1984. S.68

Details

Seiten
24
Jahr
2002
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108468
Institution / Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
gab Erfolg
Schlagworte
Kleine Prinz Seminar Philosophieren Kindern Thema Der kleine Prinz

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Titel: Der Kleine Prinz