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Die Wirtschaft und Wirtschaftspolitik der Niederlande

Hausarbeit 2004 29 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

1. Die Niederlande
1.1 Allgemeines
1.2 Politische Entwicklung
1.3 Niederlande als Wirtschaftsstandort

2. Wirtschaftspolitik in den Niederlanden
2.1 Das Poldermodell oder Konsenssystem
2.2 Wirtschafts- und Sozialreformen
2.2.1 Das „Abkommen von Wassenaar“
2.2.2 Sicherung der öffentlichen Finanzen
2.2.3 Die niederländische Steuerreform
2.2.4 Die wichtigsten Reformen im Sozialversicherungssystem
2.3 Die niederländische Umweltpolitik

3. Die niederländische Wirtschaft
3.1 Fall und Aufstieg der niederländischen Wirtschaft
3.2 Entwicklung der Wirtschaft von 2000 –
3.3 Die aktuelle Wirtschaftslage
3.4 Der deutsch-niederländische Handel

4. Der niederländische Arbeitsmarkt
4.1 Die Situation auf dem Arbeitsmarkt
4.2 Arbeitsmarktmaßnahmen in den Niederlanden
4.2.1 One Stop Agency
4.2.2 Arbeitsmarktprogramme
4.2.3 Zeit-, und Teilzeitarbeit in den Niederlanden
4.2.3.1 Zeitarbeit
4.2.3.2 Teilzeitarbeit

Fazit

Literaturverzeichnis und Internetquellen

Erklärung (Einzelarbeit)

Abbildungsverzeichnis

Abbildung Nr. 1: Staatsausgaben in der Abschwungphase

Abbildung Nr. 2: Staatsausgaben in der Aufschwungphase

Abbildung Nr. 3: Wachstum BIP zum Vorjahr

Abbildung Nr. 4: Veränderung zum Vorjahr Verbrauch

Abbildung Nr. 5: Entwicklung der Inflationsrate

Abbildung Nr. 6: Wichtige Daten im Überblick

Abbildung Nr. 7: Deutsche Exporte in die Niederlande 1996 – 2001

Abbildung Nr. 8: Deutsche Importe aus den Niederlande 1996 – 2001

Abbildung Nr. 9: Veränderung zum Vorjahr Ausfuhr und Einfuhr

Abbildung Nr. 10: Entwicklung der Arbeitslosenquote

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Der Nachbarstaat von Deutschland ist in den letzten Jahren immer wieder durch seine wirtschaftspolitischen Aspekte ins Interesse der anderen EU-Länder gerückt. Vor allem der Kampf gegen die wirtschaftliche Rezession in den 80er Jahren, aber auch der Rückfall in eine Rezession Ende der 90er Jahre und die Vorgehensweise gegen die Arbeitslosigkeit machen die Niederlande zu einem interessanten Themenbereich. Nach einer allgemeinen Darstellung des Landes und seiner politischen Entwicklung, zeigt meine Hausarbeit die Wirtschaftspolitik in den Niederlanden. Das Poldermodell und seine Bedeutung und die Wirtschafts- und Sozialreformen der 80er Jahre. Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung der Wirtschaft von damals bis heute, wobei auch der Handel mit Deutschland veranschaulicht wird. Zum Abschluss meiner Hausarbeit erfolgt eine Betrachtung des niederländischen Arbeitsmarktes. Hier wird sowohl auf die Situation des Arbeitsmarktes, aber auch auf Maßnahmen und Arbeitsformen eingegangen. Die Hausarbeit wird durch Tabellen und Diagramme erweitert, welche vor allem die Entwicklung der Wirtschaft verdeutlichen sollen.

1. Die Niederlande

1.1 Allgemeines

Die Niederlande, ein Nachbarland von Deutschland, ist mit einer Fläche von gut 41.864 Quadratkilometern eines der kleineren Länder der Welt.[1] Die Einwohnerzahl der Niederlande beträgt ca. 16 Mio. Menschen, damit ist die Niederlande das dichtbevölkertste Land in Europa.[2] Dennoch belegt die Niederlande in den Weltranglisten der Exporteure und Investoren den sechsten Platz. Zu dem Niederländischen Königsreich gehören auch einige Inseln in der Karibik. Die Niederländischen Antillen, Aruba und vier weitere Inseln.[3] Diese Inseln stammen noch aus der Kolonialgeschichte, in welcher die Niederlande eine bedeutende Rolle spielten. Sie sind seit 1954 ein autonomer, gleichberechtigter Teil des Niederländischen Königreichs.[4] Oft werden die Niederlande auch als Holland bezeichnet, was daher kommt, dass die beiden Provinzen an der Westküste, Nord- und Südholland, so heißen. Insgesamt besteht die Niederlande aus 12 Provinzen und 489 Gemeinden.[5] Jede Provinz hat ihre eigene Provinzhauptstadt. Die größte und bekannteste Stadt der Niederlande ist Amsterdam mit ca. 735.000 Einwohnern. Amsterdam ist zugleich die Landeshauptstadt und verfügt über einen der größten Flughäfen Europas. Der Regierungssitz liegt jedoch in Den Haag.

Eine weitere bekannte Stadt in den Niederlanden ist Rotterdam. In dieser Stadt ist der größte Hafen der Welt beheimatet, welcher auch als „Tor Europas“ bezeichnet wird. Beim Rotterdamer Hafen Europoort liegt auch der letzte Teil eines gigantischen Hochwasserschutzprogramms, welches 1997 fertig gestellt wurde und zusammen mit den Deltawerken in Seeland die Niederländer vor Hochwasser schützen soll.[6] Dieser Kampf gegen das Hochwasser ist notwendig, weil weite Teile des niederländischen Landes im Westen dem Meer entnommen wurden und unter dem Meeresspiegel (teilweise bis zu sieben Metern) liegen.[7] Dieser, auch als „Tiefniederlande“ bezeichneter Teil, besteht zum größten Teil aus Poldern (eingedeichte Gebiete), wo der Grundwasserspiegel künstlich geregelt wird. Früher wurde dies mit den landestypischen Windmühlen geregelt. Heutzutage werden die Poldern nicht mehr mit Windmühlen, sonder mit Schöpfwerken trocken gehalten.[8]

Die Niederlande werden auch als Land der Kühe und Blumen beschrieben. Besonders die Blumenfelder in Nord- und Südholland ziehen jährlich zur Blütezeit im April und Mai hunderttausende von Touristen an. Der weltweite Blumenhandel wird mit einem Anteil von 60% von den Niederlanden bestimmt.

Die Niederländer verfügen aber auch über die modernste Kommunikationstechnik, hypermoderne Architektur, viele historische Bauwerke und Denkmäler, Museen und vieles mehr und sind daher nicht nur ein Blumenland.[9]

1.2 Politische Entwicklung

Im Jahre 1848 wurde in den Niederlanden eine generelle Verfassungsreform des Staates durchgeführt.[10] Das Königshaus sollte mit dieser Verfassungsform liberalisiert werden, die parlamentarische Monarchie war geboren. Zunächst gab es aber nur „parlamentarische Strömungen“. Erst im Jahre 1879 bildeten sich die ersten Parteien. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges waren die Niederlande von Deutschland besetzt. Deutsche Truppen überfielen das Nachbarland am 10. Mai 1940. Hitler hatte keine Rücksicht auf Neutralität genommen. Eine Zivilverwaltung wurde eingeführt. Das Königshaus und die Regierung konnten jedoch nach England flüchten, wo in London eine Exilregierung gebildet wurde. 1976 stand die niederländische Monarchie erneut unter Druck. Prinz Bernhard war in einen Korruptionsskandal verwickelt.

Das heutige Staatsoberhaupt in beratender, politischer Funktion, ist Königin Beatrix, welche 1966 den deutschen Claus von Amsberg heiratete. Sie übernahm das Amt im Jahre 1980 von ihrer Mutter Juliana. Die Regierungsführung liegt beim Premierminister Jan Peter Balkenende, welcher vom Monarchen ernannt wird. Das allgemeine Wahlrecht liegt, wie in Deutschland, bei 18 Jahren. Das Parlament, welches aus zwei Kammern besteht, wird alle vier Jahre neu gewählt. Das Volk wählt die politisch bedeutendere Zweite Kammer, in welcher 150 Volksvertreter sitzen. Die erste Kammer besteht aus 75 Vertretern der Provinzparlamente, diese werden alle vier Jahre von den Provinzparlamenten indirekt gewählt. Ein Staatsrat, bestehend aus max. 28 Mitgliedern, hat eine beratende Funktion. Der Monarch ist Präsident dieses Rates und beruft die Mitglieder auf Lebenszeit.[11]

Seit dem Zeitpunkt der Verfassungsreform im Jahre 1848 ist es noch nie einer Partei gelungen, die alleinige, absolute Mehrheit zu bekommen. Im Jahre 2002 wurde im Oktober die Regierung aufgelöst und nach einem Dreivierteljahr der regulären Wahl (Mai 2002) im Januar 2003 neu gewählt. Nach dieser Wahl war die CDA (Christen Democratisch Appel) stärkste Partei.[12]

1.3 Niederlande als Wirtschaftsstandort

Die Niederlande besitzen einen attraktiven Standort für in- und ausländische Unternehmen.[13] Besonders die günstige Lage am Meer ist ein wichtiger Faktor für die niederländische Wirtschaft. Im Meer münden aber auch die drei wichtigsten westeuropäischen Flüsse, Rhein, Maas und Schelde.[14] Diese geografische Lage bietet den Niederlanden einen erheblichen Vorteil zur Belieferung des europäischen Marktes. In „The World Competitiveness Yearbook 2002“ werden die Niederlande im April als viertbester Standort weltweit eingeordnet.[15] Die hochmoderne Infrastruktur für den Gütertransport, den Personenverkehr und die Datenübertragung werden besonders geschätzt. Die günstige zentrale Lage, die gute Ausbildung der Arbeitnehmer, von denen viele mehrere Fremdsprachen beherrschen und die flexiblen Arbeitszeiten runden die guten Eindrücke ab.[16] Die Stärken der niederländischen Wirtschaft liegen in dem rohstoffarmen Land im Handel und in der Distribution/Logistik. Als wichtigste logistische Drehscheibe dient der Rotterdamer Hafen, welcher der größte der Welt ist, und der Flughafen Schiphol in Amsterdam, dieser zählt ebenfalls zu den größten weltweit. Aber nicht nur dies macht die Niederlande zu einem sehr attraktiven Standort. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bieten die Niederlande mit unternehmensfreundlichen Genehmigungsverfahren, günstigen rechtlichen Rahmenbedingungen, kostengünstigen gewerblichen Immobilien und einem Bruttogehaltsniveau, welches noch immer unter dem deutschen liegt, weitere günstige Faktoren an. Den größten Anteil am BIP wird mittlerweile vom Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Die niederländische Industrie und die Landwirtschaft sind nur noch untergeordnet.[17]

2. Wirtschaftspolitik in den Niederlanden

2.1 Das Poldermodell oder Konsenssystem

Wenn man von Poldern spricht, meint man ein eingedeichtes Gebiet. In den Niederlanden gibt es viele dieser Polder. Sie sind die fundamentale Voraussetzung für die niederländische Gesellschaft. Die Polder ist ein Werk, welches allein von Menschenhand geschaffen wurde. Die Basis für das Gelingen eines solchen Projekts ist ein gesellschaftliches Klima, wo das Verständnis für Gemeinwohl im Vordergrund steht. Die Niederlande werden oft als ein Modell bezeichnet, weil hier dieses Verständnis besteht. Einzelinteressen werden zum Nutzten der gemeinschaftlichen Interessen zurückgestellt. Der Gemeinschaftssinn steht im Vordergrund und man hat gelernt, im allgemeinen Interesse, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Der Einzelne muss sich anpassen. In den Niederlanden wird durch diese Einstellung über alles verhandelt. Jeder bekommt seinen Teil und trägt sein Teil bei. Auf diesen Grundsätzen basiert das Poldermodell oder Konsenssystem.[18] Ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit bilden der Staat, Gewerkschaften und Unternehmen. Der Staat vermeidet jede Form von Zwang. Aber auch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehen, durch ein speziell hierfür geschaffenes Gremium, ständig in Kontakt.[19] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Gremium, die „Stichting van de Arbeid“ (Stiftung für Arbeit) zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegründet. In einem speziellen Wirtschaftsrat kommen Kapital und Arbeit, welcher von unabhängigen, von der Regierung ernannten Mitgliedern, ergänzt wird, zusammen. Rat und Stiftung arbeiten Hand in Hand. Durch diese Zusammenarbeit wird der Grundsatz des Poldermodells umgesetzt und versucht, dass die Sozialpartner und die Regierung im ständigen Kontakt bleiben.[20]

Auch wenn das Poldermodell international großen Zuspruch erhält, hat es natürlich Vor-, und Nachteile. Die überwiegenden Vorteile scheinen aber die Nachteile oft zu verschweigen. Als großer Vorteil wird der Wohlstand (Prosperität) des Landes genannt. Dies spricht für das Poldermodell. Aber es erweckt auch aus demokratischer Sicht den Eindruck, dass viele Leute nicht in den Dialog einbezogen werden.[21] Durch das Kompromissdenken wirkt die niederländische Demokratie sehr zäh.[22] Es erinnert ein wenig an die sozialistische Denkweise von Karl Marx und des Kommunismus.

2.2 Wirtschafts- und Sozialreformen

2.2.1 Das „Abkommen von Wassenaar“

Aufgrund einer wirtschaftlichen Krise Anfang der 80er Jahre, auf welche im Punk 3.1 noch näher eingegangen wird, geriet die Regierung und Wirtschaft unter Druck. Im November 1982 trafen sich der damalige Gewerkschaftsführer und spätere Regierungschef Wim Kok mit dem Arbeitgeberpräsident Chris van Veen in einem Vorort von Den Haag. Hier sollten die Sanierungsmaßnahmen für die Wirtschaft unter dem „Abkommen von Wassenaar“ beschlossen werden, um eine Eindämmung der Wirtschaftskrise zu erreichen.[23] [24] »Wie beim Bau eines Polders müssen alle zusammenarbeiten und gemeinsam Opfer bringen, um die Flut der Massenarbeitslosigkeit zurückzudrängen und die niederländische Gesellschaft wieder in eine blühende, beschauliche Landschaft zu verwandeln«. So oder ähnlich stand es in den Erklärungen der Regierung, der Gewerkschaften und Konzernvorstände, als die Tarifparteien Ende 1982 den »Vertrag von Wassenaar« unterzeichneten, die Geburtsurkunde des »Polder-Modells«.[25] Die Gewerkschaften erklärten sich bereit, ihre Forderung nach Lohnsteigerungen gegenüber den Arbeitgebern zu begrenzen. Durch diese Maßnahme sollte eine Steigerung der Arbeitskosten vermieden werden. Die Arbeitgeber versprachen im Gegenzug eine Arbeitszeitverkürzung.[26] [27] Die beiden Maßnahmen waren wichtige Faktoren für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Steigende Löhne würden die Arbeitskosten erhöhen, was zu einer Preissteigerung geführt hätte. Durch den Verzicht auf Lohnsteigerung sollte diesem Effekt entgegengewirkt werden. Die Arbeitszeitverkürzung sollte es möglich machen, das vorhandene Beschäftigungsvolumen auf viele Arbeitnehmer auszudehnen.[28] Als weitere Maßnahme wurde eine einschneidende Strukturreform von dem Kabinett Lubbers durchgeführt. Dies brachte dem Premierminister durch die Internationale Presse den Titel „Ruud Shock“ ein. Die neue Wirtschaftspolitik bestand nun aus drei Elementen:

1. Sicherung der öffentlichen Finanzen
2. Steuer- und Abgabensenkung
3. Beschäftigungsförderung[29]

2.2.2 Sicherung der öffentlichen Finanzen

Der erste Schritt zur Sicherung der öffentlichen Finanzen bestand darin, den Staatshaushalt zu entlasten. Zahlreiche Sozialleistungen wurden von 80% auf 70% des letzten Lohnes reduziert. Die Beamtenbezüge wurden um 3% gekürzt. Für einen Zeitraum von 10 Jahren wurden alle Sozialleistungen, der Mindestlohn und Gehälter im öffentlichen Dienst auf der nominalen Höhe eingefroren. Durch diese Schritte konnten die Staatsausgaben um 10% Punkte, bezogen auf das BIP, von 1983 – 1996 auf das europäische Durchschnittsniveau gesenkt werden. Eine weitere Zurückname der Ausgaben konnte eine Reduzierung des öffentlichen Defizits, aber auch der Steuern und Sozialversicherungsprämien erreichen. Hier muss aber berücksichtig werden, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas auf 5% des BIP zurückgingen, weshalb das öffentliche Defizit erst 1996 die 3% Marke erreichte.[30]

2.2.3 Die niederländische Steuerreform

Durch die Steuererleichterungen sollten zunächst die kleinen und mittelständigen Unternehmen begünstigt werden, was der Wirtschaft zu Gute kommen sollte. Es wurden fast jährlich Abgabenerleichterungen durchgeführt. Besonders die Nettorendite sollte verbessert werden und eine Stärkung der Eigenkapitalquote für die Unternehmen erzielt werden. Im Großen und Ganzen ging es darum, die Bürger und Unternehmen durch Abgabeerleichterungen zu unterstützen, wobei die Sanierung der Staatsfinanzen nicht in Gefahr gebracht werden sollte. Eine schwierige Aufgabe zur Erreichung der Ziele für die Niederländische Regierung der 80er Jahre, welche aber durch behutsames Vorgehen gemeistert wurde. Mitte der 80er Jahre wurde die Körperschaftssteuer um 6% Punkte von 48% auf 42% gesenkt. Im Jahre 1989 wurde die Körperschaftssteuer ein weiteres mal um 7% Punkte von 42% auf 35% gesenkt. Eine Gewerbesteuer gibt es nicht in den Niederlanden. Eine Verbesserung der fiskalen Infrastruktur sollte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Niederlande stärken. Im Jahre 1990 wurde eine Steuerreform durchgeführt. Diese sollte zu einer Vereinfachung und einer deutlichen Entlastung der Wirtschaft führen. Es wurden drei Stufen, welche über einen Steuerfreibetrag, der in der Höhe abhängig von 5 unterschiedlichen Tarifgruppen ist, hinausgehen, für die Einkommenssteuer eingeführt. Die Sozialversicherungsprämien waren bereits in der ersten Stufe integriert. Neben der Einkommenssteuerreform wurde ebenfalls die Mehrwertsteuer, aufgrund eines bestehenden europäischen Kontexts, um 2,5% Punkte von 20% auf 17,5% gesenkt. Am Anfang des Jahres 1997 trat ein Gesetz in Kraft, welches Maßnahmen beinhaltete, die zur Stärkung des Investitionsklimas und der Steuerbemessungsgrundlage dienen sollten. Dieses Gesetz trug den Namen „Gesetz zur Änderung des Körperschaftssteuergesetzes 1969 zur Verhinderung der Aushöhlung der Steuerbemessungsgrundlage und zur Stärkung der fiskalen Infrastruktur“.[31]

2.2.4 Die wichtigsten Reformen im Sozialversicherungssystem

In den Niederlanden hat jeder ein Anrecht auf Sozialleistung. Ob nun durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter die Rente. Dies soll durch ein umfassendes soziales Sicherungssystem gewährleistet werden. Der Einzelne soll aber nur dann Ansprüche stellen dürfen, wenn er auch bedürftig ist. Dies ist die oberste Richtlinie des Systems. Die Höhe einer Leistung wird in einigen Fällen auch nach strengen Kriterien, z. B. Höhe des Einkommens, oder Anzahl der gearbeiteten Jahre eines Berechtigten, berechnet. Es kann aber auch vorkommen, dass alle Anspruchsberechtigten nur einen gesetzlichen Mindestsatz bekommen. Im Falle von Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit wird den Arbeitgebern das finanzielle Risiko mehr und mehr zugeteilt.

In den nachfolgenden Punkten sollen die wichtigsten Änderungen des sozialen Sicherungssystems veranschaulicht und die Kriterien erörtert werden.

I. Am 1. August 1993 wurde mit dem Gesetz zur Senkung der Inanspruchnahme von Arbeitsunfähigkeitsregelungen der Begriff „passende Arbeit“ im Allgemeinen Arbeitsunfähigkeitsgesetz (AAW) und im Gesetz für die Arbeitunfähigkeitsversicherung (WAO) verschärft. Des weiteren wurde die Höhe einer Leistung vom Alter des Berechtigten abhängig gemacht.
II. Mit dem 1. Januar 1994 trat ein Gesetz in Kraft, welches den Arbeitgeber dazu verpflichtete, 70% des Lohnes, für die ersten sechs Wochen im Krankheitsfall, an den Arbeitnehmer zu zahlen. Bei kleineren Unternehmen gilt dies aber nur für zwei Wochen.
III. 1996 wurden die Arbeitgeber dazu verpflichtet, im Krankheitsfall 70% des Lohnes für maximal 52 Wochen zu zahlen. Das Krankengeldversicherungsgesetz wurde privatisiert. Diese Privatisierung sollte ein Anreiz für die Unternehmen sein, einen niedrigen Krankenstand zu haben, da sich die Höhe der Versicherungsprämie nach diesem Stand richtete.
IV. Im Februar 1994 wurde eine Leistungsniveauänderung der Renten eingeführt. Vor dieser Änderung hatte jeder Partner ab dem 65. Lebensjahr ein Anrecht auf eine individuelle Rente in Höhe von 50% des gesetzlichen Mindestlohns. Erreichte ein Partner dieses Alter, betrug seine Rente 70% des Mindestlohns, welche auf 50% reduziert wurde. Dem jüngeren Partner wurde ein Zuschlag in Höhe von 30% des Mindestlohns gewährt, welcher auf 50% erhöht wurde. Dieser Zuschlag war vom Einkommen des jüngeren Partners abhängig.
V. Am 1. Januar 1995 trat das neue Gesetz zur Organisation der Sozialversicherung in Kraft. Eine der wichtigsten Änderung war die Abschaffung des gemeinschaftlichen medizinischen Dienstes. Die Aufgabe des medizinischen Dienstes war die medizinische und psychische Betreuung arbeitsunfähiger Personen. Er spielte auch bei der Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit eine wichtige Rolle.
VI. Beim Arbeitslosengesetz wurde die Bezugsperiode am 1. März 1995 verschärft. Innerhalb des Gesetzes wird in Basisleistung und ergänzende Leistung unterschieden. Beide zusammen machen 70% des früheren Lohns aus. Die Basisleistung, welche 6 Monate dauert und eine eventuelle Zusatzleistung enthält, bekommt man nur, wenn der Arbeitnehmer mindesten 26 von 52 Wochen in einer festen Anstellung steht. Um die Zusatzleistung zu erhalten, muss der Arbeitnehmer wenigstens 4 der 5 vorangegangenen Kalenderjahre 52 Tage oder länger Lohn bekommen haben. Hat der Arbeitslose nur die 26-Wochen-Forderung erfüllt, besteht für ihn nur Anspruch auf die Zahlung von 70% des Mindestlohns für die Dauer von 6 Monaten.
VII. Am 1. Januar 1996 wurde u. a. das Kindergeldgesetz so verändert, dass nur noch für das erste Kind jährlich Kindergeld angepasst wurde. Die Stufenfolge für weitere Kinder wurde abgeschafft.

Jedem Niederländer, der seinen Wohnsitz im Lande hat und seinen Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren kann, steht ein Mindesteinkommen zu. Es wird dabei davon ausgegangen, dass jeder versucht, seinen Lebensunterhalt selber zu finanzieren. Diese Pflicht gilt auch für den Partner eines Arbeitslosen. Die medizinische und soziale Situation des Betroffenen wird berücksichtigt. Hat jemand ein oder mehrere Kinder unter 5 Jahren, oder ist schon 57 ½ Jahre alt, so besteht keine Bewerbungspflicht mehr. Sind die Kinder über 5 Jahre wird geprüft, ob ein Anspruch besteht.[32]

2.3 Die niederländische Umweltpolitik

Die Niederlande sind ein kleines, dichtbesiedeltes Land. Durch das Wachsen der Wirtschaft gerät vor allem die Umwelt in dem kleinen Land unter Druck. Um eventuellen negativen Auswirkungen entgegen zu treten, versucht die niederländische Regierung mehr Finanzmittel für Umweltschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Die Schwerpunkte dafür liegen besonders auf dem Klimawandel, Versauerung der Umwelt, Schadstoffe, Bodenverschmutzung, Abfallverwertung, Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und Grundwasser-verschmutzung. 1998 wurde ein nationaler Umweltpolitikplan entwickelt. Dieser rückte vor allem die Bereiche Klima, Gülle und Überdüngung, Verschmutzung durch Verkehr und Lärmbelästigung, in den Vordergrund. Im Jahre 2001 wurde der vierte nationale Umweltpolitikplan vorgelegt. Mit diesem Dokument wird eine Strategie dargelegt, welche sieben große Umweltprobleme bis 2030 lösen soll. Zu den Problemen gehören u.a. zu starke Ausnutzung natürlicher Ressourcen, Gefahren für die Gesundheit und Schädigung des Lebensumfelds.[33] [34] Als zusätzliches fiskales Instrument zur Vermeidung von umweltschädlichen Aktivitäten wurde eine sogenannte „Regulierende Energiesteuer“ für Kleinverbraucher von Energie, wie z. B. Privatpersonen und Unternehmen, eingeführt. Dadurch sollte eine Reduzierung des Energieverbrauchs erreicht werden. Die Steuer wird zur Schonung von Unternehmen, bei denen die Energiekosten einen großen Teil der Produktionskosten ausmachen, bis zu einem Höchstsatz erhoben.[35]

3. Die niederländische Wirtschaft

3.1 Fall und Aufstieg der niederländischen Wirtschaft

In den vergangenen 30 Jahren lässt sich die Geschichte der niederländischen Wirtschaft in zwei größere Abschnitte unterteilen. Der erste Abschnitt spiegelt einen Fall der Wirtschaft in den Jahren 1970 – 1983 wieder. In den 70er Jahren traten in den Niederlanden immer mehr wirtschaftliche und strukturelle Probleme auf, welche aber durch ein großes Erdgasvorkommen aufgefangen werden konnten. Diese Erdgasvorkommen sorgten in der Zahlungsbilanz für einen Überschuß und stärkten den Gulden. Die Einnahmen aus dem Erdgasverkauf stiegen von 1970, wo sie nur ein halbes Prozent des BIP ausmachten, bis 1983 auf 6%. Als die arabischen Staaten 1973 die Exporte von Erdöl drosselten und den Niederlanden ein Embargo auflegten, weil diese eine israelfreundliche Haltung im israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieg demonstrierte,[36] stiegen die Ölpreise enorm an. Dies führte ebenfalls zu steigenden Erdgaspreisen. Die Regierung nutzte die zusätzlichen Einnahmen, welche auch als „windfall profits“ (überraschender Gewinn) bezeichnet wurden, für zusätzliche Sozialausgaben. Zum selben Zeitpunkt stiegen aber auch die Steuern auf Arbeit und Kapital, sowie die Staatsverschuldung auf ein Rekordniveau. Zwischen 1970 – 1983 stieg auch das Haushaltsdefizit von fast null auf gut 6%. Die „windfall profits“ durch den Verkauf von Erdgas aus dem großen Erdgasvorkommen hatten zu einer wahren Ausgaben-Orgie verführt. Dieses Problem wurde als „niederländische Krankheit“ bezeichnet und fand ihren Höhepunkt in der Rezession Anfang der 80er Jahre. Steigende Lohnnebenkosten ließen die Gewinne der Unternehmen in dieser Zeit auf fast null sinken und gefährdeten so Ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Beschäftigung sank zwischen 1981 und 1983 um -5.7% stärker als in anderen Industrieländern.[37] Die Arbeitslosigkeit stieg um fast 10.000 Menschen pro Monat und schien bis 1984 unaufhaltsam. In diesem Jahr erreichte sie ihren Spitzenwert von fast 800.000 arbeitslosen Menschen.[38] Durch diese Situation waren die Arbeitsplatzzuwächse aus den 70er Jahren zunichte gemacht worden. Das Dramatische an dieser Situation aber war es, dass der Beschäftigungsabbau ausschließlich zu Lasten der freien Wirtschaft ging. In dem öffentlichen Sektor stieg die Beschäftigung sogar zwischen den Jahren 1970 bis 1983 um ca. 30% an.

Staatsausgaben in der Abschwungphase:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 1

Quelle: Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 2.

Der zweite Abschnitt zeigt einen Aufstieg der niederländischen Wirtschaft an. In diesem Zeitraum wurden die großen Reformen, welche im „Abkommen von Wassenaar“ beschlossen wurden, eingeführt und durchgesetzt. Dies führte zu einer Erholung der angespannten Wirtschaftslage. Die Staatsausgaben konnten zurückgeschraubt werden und die Situation auf dem Arbeitsmarkt beruhigte sich.

Staatsausgaben in der Aufschwungphase:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 2

Quelle: Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 2.

3.2 Entwicklung der Wirtschaft von 2000 – 2002

In den letzten Jahren befand sich die niederländische Wirtschaft in der Phase einer Hochkonjunktur. Seit neuestem ist aber auch hier eine Abkühlungsphase deutlich zu spüren. Im Jahr 2000 erzielte die Niederlande zum vierten Mal in Folge ein Wirtschaftswachstum von ca. 4%. Das Bruttoinlandsprodukt konnte um 3.9% gesteigert werden und lag damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 3,3%. Wichtigster Bestandteil der Wirtschaft im Jahr 2000 war der Export. Die Ausfuhr stieg real um 9,1%. Im Dienstleistungssektor gab es ein Wachstum von 5,1%. Hier waren die Spitzenreiter vor allem die Telekommunikation und der Finanzsektor. Die positiven Entwicklungen wirkten sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. So fiel die registrierte Arbeitslosigkeit im Jahre 2000 um 15% niedriger aus als im Jahre 1999. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,6%. Negativ entwickelte sich die Inflationsrate. Dies lag vor allem an erheblich höheren Erdölpreisen, was dazu führte, dass die Erzeugerpreise stiegen. Aber auch eine gestiegene Mehrwertsteuer auf 19% wirkte sich negativ aus und durch die BSE und MKS Krise in der Landwirtschaft stiegen die Lebensmittelpreise. Die Arbeitskosten waren ebenfalls nach kräftigen Lohnsteigerungen stärker gestiegen als die Produktivität. Diese Kostensteigerung versuchten nun die Unternehmen an den Endverbraucher weiterzugeben.[39] Im Jahre 2001 war die Abkühlung nun richtig zu spüren. Die längste Wachstumsphase der niederländischen Wirtschaft seit den 70er Jahren war beendet. Nach dem das BIP in den letzten 4 Jahren stetig um fast 4% pro Jahr gewachsen war, erreichte es im Jahr 2001 nur noch ein Wachstum von 1,1%. Besonders durch einen großen Rückgang in der Ausfuhr, wo man im Jahr 2000 noch 9,1% erreichte und 2001 nur noch 0,9%, wurde eine Stagnation der Wirtschaft herbeigeführt. Aber auch andere Bereiche waren rückläufig. Die Nachfrage der privaten Haushalte fiel gegenüber dem Jahr 2000 ebenfalls kleiner aus und konnte mit 1,3% nur eine geringe Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzeugen. Auch die Produktion im Jahre 2001 war rückläufig. Hatte sie im Jahr 2000 noch um 4,7% zugenommen, sank sie im Durchschnitt 2001 um 1%. Die stärksten Rückgänge gab es in der Metall-, und elektrotechnischen Industrie. Die chemische Industrie konnte sich aber deutlich erholen. Die Investitionen der Unternehmen (Ausrüstungsinvestitionen) sanken gar um -1,1% gegenüber dem Vorjahr, was am Rückgang bei Maschinen, Computern, Frachtautos und Flugzeugen lag. Der Dienstleistungssektor stagnierte im Frühjahr 2002 und war deutlich schwächer als im Vorjahr. Aber trotz aller negativen Auswirkungen kam es noch nicht zu einem vergleichbaren Rückgang an Arbeitsplätzen. Dadurch, dass aber weniger produziert wurde, gab es einen Einbruch in der Arbeitsproduktivität um 1%. Dies war der größte Rückgang seit Kriegsende 1945 und betraf nahezu alle Branchen.[40] Im Jahr 2002 setzte sich die Stagnation, welche 2001 begonnen hatte, fort. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nur noch um 0,2%. So gering war das Wirtschaftswachstum zuletzt in den Zeiten der Rezession um 1982. Die Exporte sanken um 3% und die Importe sogar um 6%. Der private Konsum stieg nur noch um 0,9%. Aufgrund einer hohen Inflationsrate stieg die Kaufkraft nur wenig. Auch die Investitionen waren wie 2001 rückläufig. Dies lag vor allem an verschlechterten Absatzchancen und Finanzierungskonditionen. Die Arbeitskosten (Lohnstückkosten um mehr als 5%) stiegen, und die Nachfrage ging zurück, was sich negativ auf die Gewinne der Unternehmen auswirkte und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter gefährdete. Auf dem Arbeitsmarkt waren erstmals seit 1994 wieder mehr Arbeitslose zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote lag, bezogen auf die Erwerbsfähigen, bei durchschnittlich 4,1%. Die niederländische Wirtschaft wurde zudem von der weltweiten Börsenkrise nicht verschont. Die Abhängigkeit vom US-Dollar verstärkte diesen negativen Effekt.[41]

Die folgenden Diagramme verdeutlichen die Entwicklung der niederländischen Wirtschaft von 1996 – 2002.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 3

Quelle: eigene Darstellung. Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000 + 2002, a. a. O., Daten aus Tabellen Seite 1. unten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 4

Quelle: eigene Darstellung. Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000 + 2002, a. a. O., Daten aus Tabellen Seite 1. unten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 5

Quelle: eigene Darstellung. Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000 + 2002, a. a. O., Daten aus Tabellen Seite 1. unten.

3.3 Die aktuelle Wirtschaftslage

Die niederländische Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Wie schon die Entwicklungen von 1996 – 2002 verdeutlicht haben. Die gesamtwirtschaftlichen Leistungen schrumpften im zweiten Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahr um 0,5%. In den ersten drei Monaten schrumpften sie um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.[42] Auch die Arbeitslosigkeit leidet weiter. Im ersten Quartal 2003 waren 5,1% oder 377.000 der arbeitsfähigen Bevölkerung ohne Arbeit. Das sind 95.000 mehr als im Vorjahr. Das Haushaltsdefizit wird wohl, trotzt drastischer Haushaltseinschnitte, auf 2,4% steigen. Im Jahre 2002 befand sich das Defizit bei 1,1%. Es werden auch weitere negative Impulse vom privaten Konsum und vom Außenbeitrag erwartet.[43]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1) Prognosen 2) Wachstumsbeiträge 3) in %; ILO-Def. 4) in % des nom. BIP

Abbildung Nr. 6

Quelle: Deka Immobilien Investment, Länderanalyse Niederlande, Download vom 15.11.2003 unter Internetadresse: www.deka-immobilien.de/de/download/analyse/Niederlande.pdf, Seite 1., Stand der Information: 16.09.2003.

Als eine Maßnahme, um der Rezession entgegenzuwirken, haben die niederländische Regierung, die Arbeitgeber und Gewerkschaften, ein Einfrieren der Löhne für die kommenden zwei Jahre vereinbart. Diese Vereinbarung geht über das „Abkommen von Wassenaar“ hinaus. Damals wurden nämlich maßvolle Lohnsteigerungen bestimmt. Um die Gewerkschaften zu überzeugen, wurden geplante Einschnitte ins soziale Sicherungssystem abgemildert. Durch dieses Vorgehen ist das so genannte Poldermodell wiederholt für tot erklärt worden. Doch diese konzentrierten Aktionen sollen wie eine Neuauflage von 1982 wirken und die niederländische Wirtschaft wieder fit machen.[44] Des weiteren soll das Sparprogramm der Regierung weiter ausgeweitet werden. In 2004 werden gut elf Milliarden Euro an Sozialausgaben dem Rotstift zum Opfer fallen. Auch das Haushaltsdefizit sollte bis 2007 auf 0,75% gesenkt werden. Weil dies nicht zu erreichten scheint, will die Regierung die Steuer auf Tabakprodukte und Alkohol erhöhen und die Gehälter der öffentlichen Dienste sowie die Leistungen der Sozialversicherungen, wie oben schon erwähnt, für zwei Jahre einfrieren. Eine weitere Milliarde Euro soll bei den Arbeitslosenversicherungen gespart werden.[45]

3.4 Der deutsch-niederländische Handel

Für die Niederlande ist Deutschland seit Jahren mit Abstand der größte Handelspartner. Dies liegt mit Sicherheit an der Nähe und Größe des deutschen Marktes. Umgekehrt nimmt auf der Rangliste der wichtigsten Ausfuhrländer Deutschlands im Jahre 2002 die Niederlande, nach Frankreich, den USA, Großbritannien und Italien, den fünften Platz ein. Die niederländischen Ausfuhren nach Deutschland belaufen sich auf rund 25% und damit auf ein Viertel der niederländischen Gesamtausfuhr. Damit zählt das Deutsch-Niederländische Handelsvolumen zu einem der größten weltweit. Aber auch hier lässt sich in den letzten Jahren insgesamt ein leichter Rückgang verzeichnen. Importierte die Niederlande noch während der 90er Jahre ca. 26% aller Güter aus Deutschland, so waren es 2002 nur noch 20%. Dies bedeutet gegenüber 2001 ein Rückgang von 1%. Die Güterausfuhr nach Deutschland sank 2002 um 7% im Vergleich zu 2002.

Deutsche Exporte in die Niederlande 1996 - 2001

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* vorläufige Zahlen

Abbildung Nr. 7

Quelle: Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Der deutsch-niederländische Handel 2001, Download vom 16.11.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Handel/Handel2001/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 30.11.2002

Deutsche Importe aus den Niederlande 1996 - 2001

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* vorläufige Zahlen

Abbildung Nr. 8

Quelle: Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Der deutsch-niederländischen Handel, a. a. O., Seite 1.

Im Jahr 2002 war der deutsch-niederländische Außenhandel rückläufig. Er belief sich auf rund 97,3 Mrd. €. Das waren ca. 5 Mrd. € weniger als 2001. Die Ausfuhren beliefen sich auf 57,4 Mrd. €, die Einfuhren betrugen 39,9 Mrd. €. Aus Deutschland beziehen die Niederlande vor allem Maschinen, Fahrzeuge, elektrotechnische und chemische Erzeugnisse, Textil und Bekleidung, Metallwaren, feinmechanische und optische Erzeugnisse, Energieträger und Holz. Die wichtigsten Importgüter der Deutschen vom niederländischen Markt sind Energieträger, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse, Maschinen, Fahrzeugteile, Pflanzen sowie tierische und pflanzliche Lebensmittel.[46] [47] [48]

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der gesamten Ein-, und Ausfuhr der Niederlande von 1996 – 2002.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 9

Quelle: eigene Darstellung. Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000 + 2002, a. a. O., Daten aus Tabellen Seite 1.

4.Der niederländische Arbeitsmarkt

4.1 Die Situation auf dem Arbeitsmarkt

Die niederländische Arbeitsmarktpolitik, welche das Prinzip einer geleiteten Marktpolitik wider spiegelt, gerät mehr und mehr unter Druck. Mit der geleiteten Marktpolitik wurde eine sozialorientierte Wirtschaftspolitik betrieben. Der Staat förderte den Dienstleistungssektor, begrenzte aber im Gegensatz die Steigerung der Löhne und Preise, wie im „Abkommen von Wassenaar“ beschlossen. Diese Politik, die Zusammenarbeit von Arbeitgeberverbänden, den Gewerkschaften und der Regierung im Konsens, wie im Poldermodell beschrieben, war in den 80er und 90er Jahren sehr erfolgreich. Die Arbeitslosigkeit konnte von Raten in Höhe von ca. 9½% auf Werte unter 3% gesenkt werden. Ein Tiefstand der Arbeitslosenquote mit 2,2% im April 2001 stellte den Höhepunkt der Reformpolitik dar. In der zweiten Hälfte 2001 geriet die Politik aber unter Druck, als die Gewerkschaften neue Lohnforderungen stellten und überzogene Lohnabschlüsse vereinbart wurden. Aber auch die negative Entwicklung der Weltwirtschaft und die damit verbundene, schwache konjunkturelle Entwicklung der niederländischen Wirtschaft, ließ die Arbeitslosenquote kräftig steigen. So stieg sie von Februar 2002 von 2,4% bis Juni 2003 auf 4,2% an. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit hat stark zugenommen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Für das Jahr 2003 wird mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 4,3% gerechnet. Diese würde im Vergleich zu 2002 (2,8%) deutlich höher ausfallen. 2004 wird sogar mit einer Arbeitslosenquote von 5,2% gerechnet, damit lägen die Niederlande aber immer noch auf einer Spitzenposition im Vergleich zu anderen Euro- Ländern.[49] [50] In Abbildung Nr. 10 wird die Entwicklung der Arbeitslosenquote von 1996 bis 2002 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Nr. 10

Quelle: eigene Darstellung. Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000 + 2002, a. a. O., Daten aus Tabellen Seite 1.

4.2 Arbeitsmarktmaßnahmen in den Niederlanden

4.2.1 One Stop Agency

Seit dem 01. Januar 2002 ist eine neue Organisationsstruktur der niederländischen Arbeit- und Sozialverwaltung in Kraft getreten. 130 neue, als One-Stop-Shops (Ein-Schalter-Struktur) fungierende Einrichtungen, wurden errichtet. Diese Einrichtungen, welche Zentren für Arbeit und Einkommen (CWI) heißen, sollen dazu dienen, dass sich ein Arbeitssuchender melden kann, um Sozialhilfe und/oder Arbeitslosenunterstützung zu beantragen. Am CWI – Standort soll ebenfalls das neue Durchführungsinstitut für Arbeitnehmer- Sozialversicherungen (UWV) vertreten sein. Zu den Aufgaben der CWI und UWV zählt, dass zwischen den Arbeitgebern und Arbeitsuchenden vermittelt wird. Eine weitere Aufgabe ist die korrekte, effiziente und faire Leistungsfestsetzung und mögliche spätere Auszahlungen von Arbeitslosenunterstützungen oder Sozialhilfe. Die CWI sind im ganzen Land verteilt, damit eine flächendeckende und möglichst effektive Arbeit gewährleistet wird. Dennoch wird jeder Kunde immer vom selben CWI-Mitarbeiter beraten. Das Dienstleistungspaket der CWI ist standardisiert, damit lokale Unterschiede vermieden werden. Außerdem sind CWI und UWV unabhängig und werden nicht vom Staat verwaltet.[51]

4.2.2 Arbeitsmarktprogramme

In den Niederlanden gibt es mehrere Programme, mit welchen die Ziele Mobilisierung von Arbeitslosen, Förderung von Selbstständigen, Schulungen, Reintegration, Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit, Schaffung von Arbeitsplätzen usw., erreicht werden sollen. Diese Programme richten sich sowohl auf den Arbeitslosen oder auf den Leistungsempfänger selbst, aber auch auf potentielle Arbeitgeber und Arbeitnehmer. So wird z. B. versucht, mit einer Beitragsregelung zur branchenspezifischen Schulung von Arbeitslosen, schwer vermittelbare Arbeitslose aus ihrem Dilemma zu helfen. Die Schulung soll in Zusammenarbeit zwischen den Zentren für Arbeit und Einkommen (CWI) und einzelnen Branchen stattfinden. Dies ist eine von vielen Programmen, welche in den Niederlanden durchgeführt werden. Das Beschreiben der einzelnen Programme würde aber den Rahmen dieser Hausarbeit übersteigen.[52]

4.2.3 Zeit-, und Teilzeitarbeit in den Niederlanden

4.2.3.1 Zeitarbeit

Am 01.Januar des Jahres 1999 trat ein neues Gesetz in Kraft, welches die Sicherheit der Beschäftigung und des Einkommens der Arbeitnehmer herstellt und eine Gleichgewichtung zu der Flexibilität der Unternehmen erzeugen soll. Das Gesetz galt vor allem für Abrufkräfte, Aushilfskräfte, Null-Stundenkräfte, Telearbeiter und Zeitarbeitnehmer. Es macht aber zugleich aus den Zeitarbeitsfirmen die Arbeitgeber. Der Schwerpunkt des Gesetzes ist es, die Arbeitnehmer nach einer bestimmten Zeit in einem Zeitarbeitsverhältnis fest anzustellen. Des weiteren soll die Rechtslage der Arbeitnehmer gestärkt werden. Ein Zeitarbeitsvertrag würde nun zu einem normalen Arbeitsvertrag. Dies gilt aber nicht für die ersten 26 Wochen. In dieser Zeit kann der Zeitarbeitsvertrag nicht in eine Festanstellung umgewandelt werden, sondern von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden. Nach der Frist läuft der Vertrag bis zu einem mit der Zeitarbeitsfirma vereinbarten Termin. Eine Kündigung ist dann nur noch im beidseitigen Einverständnis schriftlich möglich. Dies hat den Vorteil, dass die Zeitarbeitsfirma auch bei Arbeitsmangel zur Lohnfortzahlung bis Ende des Vertrags verpflichtet ist. Es sei denn, es ist im Tarifvertrag anders geregelt. Außerdem hat der Arbeitnehmer nach 6 Monaten Anspruch auf eine Rente und auf Ausbildungs-/Schulungszuschüsse. Der Vorteil für den Arbeitgeber ist, dass er den Zeitvertrag mehrmals verlängern kann und erst nach 4 Zeitarbeitsverträgen oder 3 Jahren in eine Festanstellung umändern muss.[53]

4.2.3.2 Teilzeitarbeit

In den Niederlanden hat jeder das Recht auf Teilzeitarbeit. Die Teilzeitarbeit ist gesetzlich geschützt und darf gegenüber einer Vollbeschäftigung nicht benachteiligt sein. Ein Teilzeitarbeiter hat die selben Rechte und Pflichten wie ein Arbeiter im festen Arbeitsverhältnis. Damit die Gesetze eingehalten werden, gibt es eine Gleichstellungskommission, welche einzelne Sachverhalte überprüft. Dies soll die Gesell-schaft flexibler machen und Arbeitslosigkeit abbauen.[54]

Fazit

In den Niederlanden ist auch nicht alles Gold was glänzt. Hat es die Regierung in den 80er Jahren noch mit Hilfe ihre konsequenten Wirtschaftspolitik der Reformen geschafft, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, ist sie in den letzten Jahren wieder in eine Rezession zurückgefallen. Dabei wird das Poldermodell immer kritischer betrachtet. Was vor einigen Jahren noch als „Holländisches Wunder“ gefeiert wurde und europaweite Anerkennung genossen hat, ist heute nicht mehr in aller Munde. Besonders für Deutschland käme das Poldermodell wohl nicht in Betracht, da unterschiedliche Mentalitäten und die Größe des Landes schon die Ansätze des Poldermodells unmöglich erscheinen lässt. Aber es ist zu beachten, dass es die Niederlande geschafft haben, aus einer tiefen Rezession heraus zu kommen und eine sehr gute wirtschaftliche Situation geschaffen haben. So ist z. B. die Arbeitslosenquote noch immer eine der niedrigsten in Europa und im Export steht das kleine Land ebenfalls in der Tabelle mit ganz oben. Das Poldermodell wird nie ein fertiges Projekt sein und immer wieder neu verfeinert werden müssen. In der Zukunft wird die Niederlande wohl weiterhin eine wirtschaftlich, und vor allem im Handel mit Deutschland, wichtige Rolle spielen.

Literaturverzeichnis und Internetquellen

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Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Zeitarbeit in den Niederlanden, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Zeitarbeit/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 17.10.2002.

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o. V., Das Land, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbzua.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ408539, Seite 1.

o. V., Die Niederlande, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.dnhk.org/downlad/nl_info/allgemein.pdf, Seite 1., Stand der Information: 28.08.2003.

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o. V., Wirtschaft, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbuza.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ408550, Seite 2.

o. V., Zahlen und Fakten über die Niederlande, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbuza.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ455708, Seite 1.

Victor J., Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit in den Niederlanden, Download vom 19.11.2003 unter Indernetadresse: www.wsws.org/de/2003/sep2003/holl-s19.shtml#top, Seite 1., Stand der Information: 19.10.2003.

Erklärung (Einzelarbeit)

Ich versichere an Eides Statt, die von mir vorgelegte Arbeit selbständig verfasst zu haben. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten oder nicht veröffentlichten Arbeiten anderer entnommen sind, habe ich als entnommen kenntlich gemacht. Sämtliche Quellen und Hilfsmittel, die ich für die Arbeit benutzt habe, sind angegeben. Die Arbeit hat mit gleichem Inhalt bzw. in wesentlichen Teilen noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] o. V., Das Land, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbzua.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ408539, Seite 1.

[2] o. V., Die Niederlande, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.dnhk.org/downlad/nl_info/allgemein.pdf, Seite 1., Stand der Information: 28.08.2003.

[3] Vgl. o. V., Das Land, a. a. O., Seite 1.

[4] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 1.

[5] o. V., Zahlen und Fakten über die Niederlande, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbuza.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ455708, Seite 1.

[6] Vgl. o. V., Das Land, a. a. O., Seite 1

[7] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 1.

[8] Vgl. o. V., Das Land, a. a. O., Seite 1

[9] Vgl. o. V., Das Land, a. a. O., Seite 1

[10] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 3.

[11] o. V., Niederlande Aktuelles, Download vom 07.11.2003 unter Internetadresse www.erdkunde-online.de/1191.htm, Seite 2. + 9., Stand der Information: 24.09.2002.

[12] Vgl. o. V., Die Niederlande a. a. O., Seite 3.

[13] o. V., Wirtschaft, Download vom 16.10.2003 unter Internetadresse www.minbuza.nl/default.asp?CMS_ITEM=MBZ408550, Seite 2.

[14] Vgl. o. V., Das Land, a. a. O., Seite 1.

[15] Vgl. o. V. Die Niederlande, a. a. O., Seite 2.

[16] Vgl. o. V. Wirtschaft, a. a. O., Seite 2.

[17] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 2.

[18] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Der Begriff Poldermodell, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Reformen/Poldermodell/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 15 Juli 2002.

[19] Vgl. o. V., Wirtschaft, a. a. O., Seite 1.

[20] Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Der Begriff Poldermodell, a. a. O., Seite 1.

[21] Nelissen, N., Politisch/Strategische Steuerung in den Niederlanden, Download vom 06.11.2003 unter Internetadresse: www.kun.nl/gap/papers/gapwp8.pdf, Seite 3., Stand der Information: 23.10.2001, Erscheinungsort: Bremen.

[22] Vgl. Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Der Begriff Poldermodell, a. a. O., Seite 1.

[23] Bernhardt, C., Ehlert, G., Jahnke, N., Das Poldermodell - Arbeitsmarkt- und Sozialreformen in den Niederlanden, Download vom 08.11.2003 unter Internetadresse: www.ge-soft.de/guido/dokument/geschichte/niederlande/niederlande.pdf, Seite 4., Stand der Information: 27.02.2002, Erscheinungsort: Potsdam.

[24] Vgl. Kobusch 2001, a. a. O., Seite 3.

[25] Hennig D., Weber W., Das „niederländische Modell, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.wsws.org/de/1998/mai1998/germ-m1.shtml#top, Seite 1., Stand der Information: 01.05.1998.

[26] Vgl., Bernhardt, C., Ehlert, G., Jahnke, N., Das Poldermodell - Arbeitsmarkt- und Sozialreformen in den Niederlanden, a. a. O., Seite 4.

[27] Vgl. Kobusch 2001, Seite 3.

[28] Vgl. Bernhardt, C., Ehlert, G., Jahnke, N., Das Poldermodell – Arbeitsmarkt- und Sozialreformen in den Niederlanden, a. a. O., Seite 4.

[29] Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschat/Wirtschaft/Reformen/Wirtschaftsreformen/start_html/viewHTML, Seite 2., Stand der Information: 15.07.2002, Erscheinungsort: Bonn.

[30] Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 2.

[31] Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 2. + 3.

[32] Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 5. - 7.

[33] Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Umwelt und Energie, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschat/erergieumwelt/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 15.07.2002.

[34] Ministerium für Wohnungswesen, Raumordnung und Umwelt, Eine Welt und ein Wille – Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit, Download vom 11.11.2003 unter Internetadresse: www2.minvrom.nl/Docs/internationaal/NMP4wwwduits.pdf.

[35] Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 3.

[36] o. V., Ölkrise, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.dhm.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/NeueHerausforderungen/Weltwirtschaftskrise/oelkrise.html, Seite 1.

[37] Vgl. Königlich Niederländische Vertretungen in Deutschland, Wirtschafts- und Sozialreformen, a. a. O., Seite 1.

[38] Vgl. Bernhardt, C., Ehlert, G., Jahnke, N., Das Poldermodell – Arbeitsmarkt- und Sozialreformen in den Niederlanden, a. a. O., Seite 4.

[39] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2000, Download vom 15.11.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft_2000/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 30.11.2002.

[40] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2001, Download vom 15.11.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft_2001/start_html/viewHTML, Seite 1. + 2., Stand der Information: 30.11.2002.

[41] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Die niederländische Wirtschaft 2002, Download vom 15.11.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft/Wirtschaft_2002/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 30.11.2002.

[42] Jörg, H., Niederlande: In der Rezession, Download vom 15.11.2003 unter Internetadresse: www.dresdner-bank.de/meta/kontakt/01_economic_research/04_kleinere_industriestaaten_1/ldk_nl_niederlande.pdf, Seite 1., Stand der Information: September 2003.

[43] Auswärtiges Amt, Niederlande Wirtschaft, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=12&land_id=123, Seite 1., Stand der Information: 07.10.2003.

[44] Die Welt, Nullrunde in den Niederlanden, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.welt.de/data/2003/10/16/183182.html?prx=1, Seite 1.,Stand der Information: 16.10.2003.

[45] Victor J., Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit in den Niederlanden, Download vom 19.11.2003 unter Indernetadresse: www.wsws.org/de/2003/sep2003/holl-s19.shtml#top, Seite 1., Stand der Information: 19.10.2003.

[46] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 3.

[47] Vgl. Auswärtiges Amt, Niederlande Wirtschaft, a. a. O., Seite 1.

[48] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Der deutsch-niederländische Handel 2002, Download vom 16.11.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Handel/Handel2002/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 30.11.2002.

[49] Vgl. Deka Immobilien Investment, Länderanalyse Niederlande, a. a. O., Seite 2.

[50] Vgl. o. V., Die Niederlande, a. a. O., Seite 2. + 3.

[51] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, One-Stop-Shop für Arbeitsuchende, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Arbeitsverwaltung/Ein-Schalter/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 21.08.2003.

[52] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Arbeitsmarktprogramme in den Niederlanden, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Arbeitsmarktprogramme/start_html/viewHTML, Seite 1. - 8., Stand der Information: 21.08.2003.

[53] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Zeitarbeit in den Niederlanden, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Zeitarbeit/start_html/viewHTML, Seite 1., Stand der Information: 17.10.2002.

[54] Königlich Niederländischen Vertretungen in Deutschland, Zeitarbeit in den Niederlanden, Download vom 30.10.2003 unter Internetadresse: www.niederlandeweb.de/de/content/community/Wirtschaft/Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Teilzeit/start_html/viewHTML, Seite 1. + 2., Stand der Information: 15.07.2002.

Details

Seiten
29
Jahr
2004
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108391
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Note
Schlagworte
Wirtschaft Wirtschaftspolitik Niederlande

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Titel: Die Wirtschaft und Wirtschaftspolitik der Niederlande