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Süskind, Patrick - Das Parfum

Referat / Aufsatz (Schule) 2003 7 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Das Parfum - Patrick Süskind

Dominik Hämmerl

Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ wird im Allgemeinen der Epoche der Postmoderne zugeordnet. Wenn überhaupt, so kann dieser – momentan noch andauernde – Abschnitt in der Literaturgeschichte als teilweise epigonal bezeichnet werden. Ansatzpunkt für Literaturkritiker bietet zudem der angebliche Hang der Schriftsteller hin zum Trivialen. So hat man auch Patrick Süskind nach der Veröffentlichung des „Parfum“ vorgeworfen, sich beim Schreiben seines Werkes vornehmlich darauf konzentriert zu haben, eine möglichst große Lesergemeinde anzusprechen und daher auf einem eher trivialen Niveau zu schreiben, um einen kommerziellen Erfolg zu gewährleisten. Dass dieser Erfolg eingetreten ist, ist freilich unbestritten. Das Buch wurde in 33 Sprachen übersetzt und erreichte eine Auflage von über acht Millionen Exemplaren. Trotzdem muss man – nach eingehender Lektüre des Romans – dem Vorwurf der Trivialität widersprechen. Patrick Süskind hat den Lesern des „Parfum“ durchaus eine vielfältige Zahl an Interpretationsmöglichkeiten offen gelassen, was nicht zuletzt ebenfalls ein Merkmal der literarischen Postmoderne ist.

So will ich im Folgenden erörtern, welche Hinweise sich im Roman „Das Parfum“ finden, dass es sich dabei einerseits um eine ironisch-kritische Abrechnung mit dem Zeitalter der Aufklärung handelt und dieser andererseits auch eine Allegorie auf faschistischen Massenwahn und Massenmanipulation darstellt.

Zuerst soll dabei das Zeitalter der Aufklärung Thema der Erörterung sein. Zweifellos stellt diese Epoche einen ungemein wichtigen Abschnitt für die Entwicklung der Menschheit dar. Immanuel Kant definierte sie als Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit; die Menschen fanden endlich den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen und nicht mehr uneingeschränkt auf die Lehre vor allem der Kirche zu vertrauen. Sapere aude!, forderte deshalb Kant in seinem Aufsatz „Was ist Aufklärung?“, den er im Jahr 1784 verfasste. Die aufklärerische Strömung gipfelte letztlich in der Französischen Revolution, infolge derer die erste europäische - im Großen und Ganzen demokratische - Verfassung in Kraft trat. Zwar bewirkte die Aufklärung eine Beschleunigung der menschlichen Entwicklung und brachte letztlich auch die Industrialisierung in Schwung – doch der Grundsatz der Aufklärer, alles mit der eigenen ratio – dem Verstand – erklären zu wollen, brachte nicht selten eine unbedingte Wissenschaftsgläubigkeit mit sich. Dass Patrick Süskind in seinem Roman „Das Parfum“, dessen Schauplatz er ins Frankreich des 18. Jahrhunderts (vgl. S.5) verlegt hat, diesen Willen, alle Probleme rationell zu lösen, parodieren will, zeigt sich sehr gut an der Person des Marquis de la Taillade-Espinasse. Bei der Beschreibung des angesehenen Bürgers und „Mitglied des Parlaments in Toulouse“ (S.177) lässt Süskind zunächst keinen Zweifel an dessen Rolle als „Vertreter der fortschrittlichen aufklärerischen Ideologie“ (Frizen und Spancken, S.88) Als Beweis, dass sich der Marquis ausführlich den „Wissenschaften“ (S.178) widmet, führt der Autor an, dass de la Taillade-Espinasse ein „bedeutendes Werk über dynamische Nationalökonomie“ (S.178) geschrieben hat, in dem er seinen aufgeklärten Geist bewiesen hat. So schlägt er in seinem Werk eine progressive Einkommenssteuer vor, die durch eine höhere Steuerbelastung der ärmsten Bevölkerung eine stärkere Entfaltung der wirtschaftlichen Aktivitäten derer erzwingen solle. (vgl. S.178) Dieser Gedankengang dient durchaus als Beleg für eine dem Zeitalter der Aufklärung entsprechende und intelligente Denkweise. Im Folgenden zeichnet Süskind jedoch ein sich immer mehr ins negative verkehrendes Bild des Marquis. Mit der Beschreibung der „skurrilen Züchtungsversuche“ (Frizen und Spancken, S.89), die de la Taillade Espinasse durchführt, um etwa eine „Euterblume“ (S.178), ein „animalo-vegetabiles Kreuzungsprodukt zur Milchgewinnung“ (S.178), zu kreieren, und dazu Stiersamen mit verschiedenen Grassorten kreuzt, zieht er dessen Bemühungen um die Wissenschaft und seinen Empirismus ins Lächerliche. (Frizen und Spancken, S.89)

Interessant ist vor allem der Beweggrund für den Marquis, sich in immer absurdere wissenschaftliche Versuche zu stürzen. Nach Angaben Süskinds hat ihm der „Erfolg“ (S.178) auf dem Gebiet der Wissenschaft Mut gemacht, seinen wilden Forschungsdrang weiter auszuleben. Damit ironisiert Süskind eindeutig den vor allem zum Ende der Aufklärung manchmal lächerlichen Drang, auf alle Erscheinungen in Natur und Umwelt der Menschen eine rationale Antwort finden zu wollen. Anhand der Begegnungen des Marquis mit Grenouille kann der Leser schon bald die Scheinheiligkeit der unbedingten Wissenschaftsgläubigkeit aufdecken. Grund für das Aufeinandertreffen des aufgeklärten de la Taillade Espinasse und des im krassen Gegensatz dazu stehenden Grenouille ist eine neue wissenschaftliche Theorie des Marquis. Er glaubt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Erdnähe und der Vitalkraft des Menschen gibt. (vgl. S.178f.) Nur eine gewisse Entfernung könne die Existenz von Leben garantieren und das Auftauchen Grenouilles, der zuvor sieben Jahre in einer Erdhöhle verbracht hat und dementsprechend wüst aussieht, liefert dem Marquis mit seiner Erscheinung das beste Versuchsobjekt, um diese These in aufgeklärter empirischer Art und Weise zu veranschaulichen. So will er aus Grenouille, der „Mischung aus einem Menschen und einem Bären“ (S.177) wieder einen gesellschaftsfähigen Menschen machen.

Doch genau dieser Vorgang der – angeblichen – Umwandlung Jean Baptiste Grenouilles birgt eine Parodie der Vorgehensweise „aufgeklärter“ Menschen. Denn die Umänderung Grenouilles vom Tier zum Menschen erfolgt in Wahrheit nur äußerlich, im Inneren bleibt Grenouille derselbe. Der Marquis verpasst dem Parfumeurgesellen Grenouille lediglich eine „Menschenmaske“ (Frizen und Spancken, S.89). Mit kosmetischen Mitteln wieder zum ansehnlichen Individuum geworden, wird Grenouille beim „pseudowissenschaftlichen Vortrag“ (Frizen und Spancken, S.89f.) des Marquis dem hochstehenden Publikum als vom letale fluidum geheilt vorgestellt – geheilt durch eine „Ventilationstherapie“ (S.182). Das Publikum bemerkt indes nicht, dass es einem „Scharlatan“ (Frizen und Spancken, S.88) aufsitzt, der nur scheinbar nach den Prinzipien der Aufklärung handelt. Einzig Grenouille entlarvt den Marquis als Lügner, denn er spürt am eigenen Körper, dass nicht der „Ventilationshokuspokus“ (S.185) einen normalen Menschen aus ihm gemacht hat, sondern nur die paar Kleider und der Haarschnitt. (vgl. S.186)

Den Abgesang auf die blinde Wissenschaftsgläubigkeit zu dieser Zeit bildet der Abgang des Marquis de la Taillade-Espinasse. Nackt und „laute Juchzer ausstoßend“ (S.207) begibt sich der greise Mann auf den höchsten Berg der Pyrenäen und bleibt dort für immer verschollen. Süskind verbildlicht damit die übertriebene Überzeugung des Menschen von seiner ratio – die bei de la Taillade-Espinasse bis in den Tod hinein währt. Die Ideen der Aufklärung, von denen der Marquis zeit seines Lebens bis in den Tod hinein fest überzeugt war, verabschieden sich mit dem fanatischen Wissenschaftler. (vgl. Frizen und Spancken, S.90)

Neben dem als Scharlatan entlarvten Marquis sticht eine weitere von den Gedanken der Aufklärung beseelte Romanfigur heraus. Es ist Antoine Richis, der Vater der zuletzt von Grenouille ermordeten Laure. Vom Autor wird Richis als „vitale, einflussreiche und geschäftlich erfolgreiche Persönlichkeit“ (Frizen und Spancken, S.90) dargestellt. Fast scheint er im Roman in die Rolle des „Detektiv[es]“ zu schlüpfen und um in einer solchen Funktion fungieren zu können, ist es fast unerlässlich, dass er mit aufgeklärter Logik vorgeht.

Tatsächlich kommt der „aufgeklärt denkende“ (S.259) Mann mit seiner rationellen Denkweise dem Plan des Mädchenmörders Grenouille sehr nahe. Mit feine[m] analytischen Verstand ermittelt er, dass nur seine Tochter der „Schlussstein“ (S.259) im Mordgebäude Grenouilles sein kann. Was sich der Reichweite der Aufklärung allerdings entzieht, ist die Tatsache, dass der geniale Parfumeur Grenouille in ganz anderen „Kategorien“ (S.259) denkt und somit sämtliche Regeln aufgeklärten Denkens mühelos außer Kraft setzt. Gegen seine geruchliche Genialität gibt es kein rationelles Mittel.

So macht das scheinbare Bewusstsein Richis’, durch seinen aufgeklärten Gedankengang dem Mörder „haushoch überlegen“ (S.260) zu sein, diesem einen Strich durch die Rechnung. Süskind will zeigen, dass man mit uneingeschränkter Wissenschaftsgläubigkeit keineswegs sein Ziel erreichen kann. Richis scheitert letztendlich mit dem Rettungsversuch seiner Tochter, weil er zu sehr auf seine eigene Logik und seinen Verstand baut.

Zuletzt ist auch der Romanheld Grenouille dem Autor Mittel um kritisch mit der Aufklärung und ihren Ideen abzurechnen. Grenouille selbst hat durch seine genialen geruchlichen Fähigkeiten die Möglichkeit, alle Regeln, Ideen und Erkenntnisse der Aufklärung außer Kraft zu setzen. Alle aufgeklärten Personen, denen Grenouille auf seinem Lebensweg begegnet, müssen letztlich bekennen, dass sie mit ihrer Rationalität an Grenouille gescheitert sind. Der verärgerte Marquis kann sich nicht erklären, wie der Parfumeur aus Montpellier entkommen konnte und lässt verbreiten, dass dieser die Stadt mit seinem Einverständnis verlassen habe. (vgl. S.206)

Auch der vom Parfum betörte Antoine Richis gibt jegliches logische Denken auf und mutiert vom „rächende[n] Engel“ (S.308) zum „erschütterte[n], kläglich schluchzende[n] (S.308) Richis, der – Umkehrung jeglicher Rationalität – den „Sohn“ (S.308) um Vergebung bittet. So kann man sagen, dass die Person Grenouille im Grunde ein unaufgeklärter, weil „infantil“ (Frizen und Spancken S.64) gebliebener Mensch ist, der nur durch seine Genialität alle Rationalität zu überwinden imstande ist

Neben dem Interpretationsansatz, dass das „Parfum“ das Zeitalter der Aufklärung ironisieren wolle, gibt es eine zweite Behauptung Reiner Poppes, der in Süskinds Roman eine Allegorie auf faschistischen Massenwahn und faschistische Massenmanipulation zu entdecken glaubt. Tatsächlich finden sich im Verlauf des Buches einige Hinweise darauf, dass Grenouille durchaus Ähnlichkeiten mit absolutistischen Diktatoren nicht nur jüngerer Vergangenheit aufweist. Durch den Einsatz des Parfums ist es für ihn ein leichtes, die Menschen zu manipulieren und somit für seine Zwecke zu missbrauchen.

Grenouille stellt sich folgerichtig auch in den Mittelpunkt seines ganzen Denkens. Er ist der „Große Grenouille“ (S.305), dem zu Ehren das Volk Orgien feiern muss (vgl. S.305). Zudem ist er sich sehr wohl bewusst, dass die Menschen unter dem Einfluss seines Parfums ihm willige Sklaven sind und ein „Wink“ (S.305) genügen würde, statt ihrem Gott, ihn, Grenouille, anzubeten. (vgl. S.305)

Bestes Beispiel für Massenhypnose ist in der realen Geschichte freilich die Propaganda der Nazi-Diktatur zwischen 1933 und 1945. Guido Knopp schildert in seinem Buch „Hitler – Eine Bilanz“ etwa eine Rede Adolf Hitlers, bei der die Menschen zu Marionetten werden, die mechanisch ihren Arm zum Gruß recken. Selbst skeptische Zuschauer können sich kaum dem Bann entziehen, der das Publikum ergreift. (vgl. Poppe S.49)

Parallelen zu Auftritten solcher Art finden sich auch im „Parfum“ wieder. Als der „Führer“ Grenouille in Grasse hingerichtet werden soll, verwandelt er die Menge mithilfe seines Duftes wie Hitler seine Zuschauer zu Marionetten, die „vor lauter Ergebenheit“ (S.301) vor Grenouille auf die Knie sinken und nichts dagegen tun können (vgl. S.300). War es bei Adolf Hitler eine „hypnotische Fähigkeit, die Fähigkeit einer konzentrierten Willenskraft“ (Poppe, S.49), größte Menschenansammlungen in „knetbare Masse“ (Poppe S.49) zu verwandeln, so ist das Geheimnis von Grenouilles’ Erfolg sein „Parfum“ (S.305).

Parallelen lassen sich auch am Ausgang des „Bacchanal[s]“ (S.303) feststellen. Wie die ältere Generation in Deutschland, die selbst vom NS-Regime manipuliert wurde und heute behauptet, dass sie von nichts gewusst hätte, obwohl doch sehr viele von ihnen Hitler frenetisch zugejubelt hatten; so leben die Grasser Bürger nach dem Bacchanal wie in „Watte“ (S.313). Auch sie wollen die Geschehnisse verdrängen und verlieren darüber kein Wort. (S.312)

Der Massenwahn seitens der Bevölkerung zeigt sich ebenfalls am besten im Grasser Bacchanal. Hier spielt der soziale Stand der einzelnen Personen keine Rolle mehr, sind sie doch durch den „Große[n] Grenouille“ (S. 305) und seinen Duft manipuliert worden, sodass sie die Realität nicht mehr erkennen; es kopulieren Greis mit Jungfrau, Taglöhner mit Advokatengattin, Lehrbub mit Nonne. (vgl. S.303) Sämtliche moralischen Tabus brechen weg, und das verzückte Volk meint in Grenouille je nachdem den „Heiland [oder einen] Märchenprinz“ (S.303) zu erkennen.

Auch die Mittel, die Grenouille verwendet um die Menschen zu blenden, weisen Ähnlichkeiten mit der Vorgehensweise totalitärer Systeme auf. Ihre Botschaft ist im Grunde inhaltslos und nur darauf bedacht, willenlose Begeisterung für den „Führer“ zu erzeugen; es ist die „Verpackung“, welche die Menge überzeugt, im Falle von Grenouille das „unwiderstehlich[e]“ (S.305) Parfum. So offenbaren sich in der tranceartigen Verehrung für Grenouille „die Entrationalisierung, (...) die Aufhebungen gesellschaftlicher Schranken; die suggestiven, aber inhaltsleeren Mittel der Propaganda (...) – und über allem der Geniekult“ (Frizen und Spancken, S.74).

Jener Geniekult drückt sich vor allem in der blinden Anbetung einer einzigen Person aus. Die Volksmenge von Grasse erkennt Grenouille als ein „vergöttert[es]“ (S.304) Wesen an, das über allem steht und selbst herrlicher ist als der weihrauchstinkende Gott, der in den Kirchen haust. (vgl. S.304)

Auch der Literaturkritiker Reich-Ranicki erkennt in der Bacchanalszene „eine grandiose Darstellung eines Massenwahns“ und überträgt diese Allegorie auf die „kaum zu begreifende Wirkung eines widerlichen und verabscheuungswürdigen Verbrechers auf ein zivilisiertes Volk inmitten Europas.“ (Frizen und Spancken, S.14)

Abgesehen von all diesen deutlich erkennbaren Allegorien auf den Wahn, den eine manipulierte Masse entwickelt, hat sich der Autor Patrick Süskind selbst in einem Interview mit einer New Yorker Zeitung dazu bekannt, die bildhafte Darstellung des Massenwahns ganz bewusst verwendet zu haben (vgl. Frizen und Spancken S.14).

Doch auch ohne die Kenntnis, dass es die tatsächlich die Absicht des Schriftstellers war, dem Leser einen Interpretationsansatz zu diesem Thema zu bieten, wird es meiner Meinung nach sehr deutlich, welche Parallelen sich vor allem zwischen Grenouille und einem totalitären Herrscher auftun, die sich beide als absolut zentrale Figuren in einem System sehen und mit zweifelhaften Hilfsmittel die Menschenmassen für sich begeistern, um die eigenen Ziele verwirklichen zu können. Auch die Menschenmenge in Grasse, die sich von Grenouille so leicht blenden lässt, kann man mit einigen Abstrichen auf die Realität übertragen. So ist für mich „Das Parfum“ keineswegs überinterpretiert, wenn Kritiker von einer Allegorie auf faschistischen Massenwahn und die Manipulation von Menschenmassen sprechen.

Auch der Ansatz, dass Süskind die Aufklärung ironisieren wollte, kann für mich durchaus glaubhaft aus dem Buch „herausgelesen“ werden. Schon allein die Tatsache, dass die Handlung sich am Vorabend der Französischen Revolution mitten in der Zeit der Aufklärung spielt, lässt auf eine dahingehende Interpretationsmöglichkeit schließen. Sehr überzeugend sind schließlich die Personen, die an der Aufklärung scheitern beziehungsweise die Aufklärung außer Kraft setzen, dargestellt. Diese Komponenten lassen eine Parodie des Zeitalters der Aufklärung meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich erscheinen.

Obwohl die Kritiker über das „Parfum“ sehr geteilter Meinung waren, so haben sich doch viele Literaten auch näher mit dem Buch beschäftigt und haben neben den zwei hier erörterten Interpretationsmöglichkeiten viele weitere Ansätze gefunden. So sieht die Wissenschaftlerin Judith Ryan den Roman unter anderem auch als eine Einladung an den Leser, „so viele Anspielungen wie möglich aufzuspüren und im intertextuellen Verweisspiel tätig zu werden“ (vgl. Frizen und Spancken, S.15).

Allerdings – und das ist wohl für den großen kommerziellen Erfolg des Buches hauptverantwortlich – kann „Das Parfum“ auch als reine Unterhaltungslektüre gelesen werden, sodass Süskinds Werk auch ohne genauen Blick auf etwaige Hintergedanken des Autors vom Leser als spannend und unterhaltsam empfunden wird.

Details

Seiten
7
Jahr
2003
Dateigröße
340 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108247
Note
1
Schlagworte
Süskind Patrick Parfum Deutsche Hausaufgabe Klasse

Autor

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Titel: Süskind, Patrick - Das Parfum