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Partikeln des Deutschen

Seminararbeit 2003 20 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition
2.1 Merkmale von Partikeln
2.2 Partikeln als Wortklasse
2.2.1 Syntaktische Merkmale und Abgrenzung von anderen Wortklassen
2.2.2 Wesen der Partikeln

3. Klassifizierung der Partikeln im Allgemeinen
3.1 Teilklassen von Partikeln
3.1.1 Gradpartikeln
3.1.2 Fokuspartikeln
3.1.3 Modalpartikeln (oder Abtönungspartikeln)
3.1.3.1 Redepartikel nach Tomaszewski
3.1.4 Gesprächspartikeln
3.1.4.1 Gliederungs- und Rückmeldungssignale
3.1.4.2 Antworten auf Entscheidungsfragen, Grüße, Gebote, u. dgl
3.1.4.3 Ausrufe (Interjektionen)
3.1.5 Negationspartikeln
3.1.6 Steigerungspartikeln

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Seminararbeit im Fach „Grammatik in wissenschaftlichen Texten“ hatte als Ziel meiner Meinung nach, sowohl die wichtigsten Elemente der Analyse und Synt hese eines Textes zu geben, als auch dazu beizutragen, dass man Nominalisierungen im Text verwendet, deren Verwendung Zeichen der Wissenschaftlichkeit ist.

Die hohe Informationsdichte bei gleichzeitiger sparsamer Verwendung sprachlichen Mitteln könnte vo n der Verwendung der einfachsten Wörter; der Partikeln, beeinflusst und geholfen werden, da sie viele Eigenschaften haben, die die Bedeutung eines ganzen Satzes verändern können.

Am Anfang (also Kapitel 2) dieser Seminararbeit steht eine Definition der Partikeln, jede davon von verschiedenen Vertretern der deutschen Grammatik stammen. Hier werden noch auch ihre Eigenschaften genannt, wie sie also in Alltagssituationen verwendet werden, und dann folgt eine Übermittlung von Informationen, die zu ihrer Klassifizierung beiträgt.

In Kapitel 3. werden die Kategorien der Partikeln mit ihren eigenen Eigenschaften genannt, während es auch viele Alltagsbeispiele dazu gibt. Zum Schluss folgt eine kleine Zusammenfassung, und eine Liste der verwendeten Bibliographie.

Griechenland/Korydallos, im Oktober 2002 Argyros Ioannis

2. Definition

Teil jeder Grammatik sind nach Reimann (2000: 166ff) die vielfältigen Aufgaben erfüllenden Partikeln, die vorzugsweise in dem gesprochenen Alltag verwendet werden. Partikeln geben

u. a. den Grad an, dienen der Hervorhebung, drücken die innere Einstellung des Sprechers aus, und spielen eine sehr wichtige Rolle in der Gesprächsführung. [1]

Der Begriff von „Partikel“ lässt sich heute noch in jeder linguististischen Arbeit, in jeder Grammatik und in jedem Wörterbuch speziell definieren. Der Grund dafür ist, dass er sehr uneinheitlich verwendet wird “ (Bußmann, 1990:19), dass es also viele Meinungen über die Frage gibt „was sind denn eigentlich die Partikeln?“, die die Definition von Partikel verwechseln.

Im Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini steht auch, „d ass der Begriff „Partikel“ sehr uneinheitlich verwendet wird“.[2] Dort stellen zwei verschiedene Bedeutungen nebeneinander.

Es gibt zwei Grundbedeutungen von Partikeln anhand ihrer Klassifizierung. Einerseits sind sie eine bestimmte Wortart, die undeklinierbar und nahezu ohne eigene Bedeutung sind, anderseits treffen sie Wörter, wie Präpositionen und Konjunktionen, manchmal auch einschließlich Adverbien.

Unter „Partikel“ trifft man in der linguistischen Literatur vielfältige Bedeutungen. Darunter werden erstens alle unflektierbaren, d.h. weder konjugierbaren noch deklinierbaren noch komparierbaren Wörter verstanden.

Manche Wissenschaftler behaupten, dass in Partikeln auch die Präpositionen, die Adverbien, die Modalwörter, einige Negationswörter gehören. Dieser Art von Klassifizierung basiert besonders auf morphologischen Kriterien, während semantische und syntaktische Kriterien weggelassen werden. Ein solches Verständnis von Partikeln wurde in den traditionellen Grammatiken vielfach angetroffen. Trotzdem findet man diese aber auch noch in der Gegenwart (vgl: Duden (1973): S. 62).

Zweitens werden darunter in einem etwas engeren Sinne nicht alle unflektierbaren Wörter verstanden, sondern nur die Negationspartikeln, die Modalwörter, und schließlich die

„modalen“ bzw. „emotional-expressiven“ Partikeln (vgl: Erben (1964): S. 157). Danach gibt es auch die Meinung (Helbig/Buscha (1972): S428ff), dass die Partikeln in einem noch engeren Sinne und nach syntaktischen Kriterien solche Wörter verstanden werden, die eine eigene Wortklasse darstellen, und nichts mit Adverbien, Modalwörter, Konjunktionen und Präpositionen zu tun haben.

Zum Schluss kommt die Auffassung, dass sie als Restgruppe der unflektierbaren Wörter verstanden werden, die sowohl keinen Satzwert (im Unterschied zu den Interjektionen), als auch keinen Satzgliedwert, auch noch keinen Satzgliedteilwert (im Unterschied zu den Präpositionen und Konjunktionen), und schließlich keinen Fügteilcharakter haben (Heidolph, u.a. (1981): S. 490f., 683., 688f).

2.1 Merkmale von Partikeln

Allen Partikeln gemeinsam ist, dass sie der Form unverändert auftreten, und dass sie - im Gegensatz zu den Wörtern der drei Hauptwortarten und deren meisten Adverbien – keine eigentliche (lexikalische) Bedeutung haben, oder jedenfalls bedetungsarm sind und dass sie – anders als Präpositionen und Konjunktionen – keine grammatische Funktion haben. Charakteristisch für alle Partikeln ist, dass sie nicht als Satzglieder auftreten können, weder als notwendige Komplemente, noch als freie Angaben. [3]

2.2 Partikeln als Wortklasse

Die Partikeln stellen im Deutschen eine relativ geschlossene klasse dar, die etwa 40 Wörter umfasst, die weder deklinierbar noch konjugierbar oder komparierbar sind.

2.2.1 Syntaktische Merkmale und Abgrenzung von anderen Wortklassen

Die Partikeln sind erstens keine selbständige Satzglieder, sondern nur Teile von Satzgliedern. Helbig und Buscha (1999: S. 475) unterscheiden sie sowohl von den Adverbien, die Satzglieder sind, als auch von den Modalwörtern, die mehr als Satzglieder sind, weil sie in der

zugrunde liegende Struktur latente Sätze darstellen, und von den Interjektionen sowie anderen Satzäquivalenten.

Zweitens, weil die Partikeln keine Satzglieder sind, sind sie auch nicht allein erststellenfähig: Sie können als einziges Stellungsglied nicht die Position vor dem finiten Verb im deutschen Aussagesatz (Hauptsatz) besetzen, sondern sind immer nur zusammen mit ihrem Bezugswort im Satz verschiebbar:

Ziemlich gut hat er die Prüfung bestanden. (Partikel)

Ziemlich hat er die Prüfung gut bestanden.

Aber: Diesmal hat er die Prüfung gut bestanden. (Adverb)

Vermutlich hat er die Prüfung gut bestanden. (Modalwort)

Partikeln[4] sind gleichzeitig (auf Grund ihrer fehlenden Satzgliedschaft) nicht als selbständige Antworten möglich. Das unterscheidet sie einerseits von den Adverbien, die – da sie Satzglieder sind – als selbständige Antworten auf Ergänzungsfragen (Satzgliedfragen) auftreten, anderseits von den Modalwörtern, die – da sie latente Sätze sind – als selbständige Antworten auf Entscheidungsfragen (Satzfragen) erscheinbar:

Wie gut hat er die Prüfung bestanden?

*Ziemlich!

Wann hat er die Prüfung (gut) bestanden? Diesmal.

Hat er die Prüfung (gut) bestanden? Vermutlich.

Modalwörter antworten auf Satzfragen, Adverbien auf Satzgliedfragen, Partikeln auf überhaupt keine Fragen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl: Duden – Grammatik der deutschen Gegenwartssprache; S. 377ff

[2] Lexikon Sprachwissenschaftlicher Termini (1985): S. 182

[3] Vgl: Duden – Grammatik der deutschen Gegenwartssprache; S. 377

[4] Anmerkungen: (1) Die genannten Merkmale stehen in einem geordneten und hierarchischen Zusammenhang untereinander. (2) Der Komplex dieser Merkmale verbietet nicht nur eine ungeordnete Anwendung von Merkmalen für die Partikeln, sondern zugleich eine Überbetonung von einzelnen Merkmalen.

Details

Seiten
20
Jahr
2003
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108154
Institution / Hochschule
National & Kapodistrian University of Athens
Note
1
Schlagworte
Partikeln Deutschen Grammatik Texten

Autor

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