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Über das Berufsbild der Krankenschwetser/-pfleger - Selbstdarstellung und Fremdbilder

Facharbeit (Schule) 2003 49 Seiten

Pflegewissenschaft, Ernährung, Sport, Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Legende von der Schöpfung der Krankenschwester

Entstehung unsere Projektarbeit

I. Der erste Teil der Arbeit: (Thorsten Kiekert) Schluss mit „Schwesterchen“ ?!
1.Am Anfang war der Glaube
Zur Entwicklung der Krankenpflege und ihrem Berufstand
2. Die heutige Zusammenarbeit - Nebeneinander oder miteinander?
2.1 Der Alltag der Pflege
3. Auf der Suche nach Erklärungen
3.1 Geringes gesellschaftliches Ansehen
3.2 Ignoranz auf Seiten der Ärzte
3.3 Pflegekompetenz
3.4 Aus der Sicht der Ärzte
4. Hat Pflege Zukunft?
5. Die Ausbildung von Pflegefachkräften
5.1 Das neue Krankenpflegegesetz
5.2 Der Umgang mit Auszubildenden
6. Ein Blick in die Zukunft
6.1 Partnerschaftliche Akzeptanz zwischen Ärzten und Pflegepersonal
6.2 Verbesserung der eigenen Pflegekompetenz
6.3 Zukunft der Pflege aktiv gestalten
6.4 Verbesserung im Umgang mit Schülern
7. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis

II. Der zweite Teil der Arbeit: (Désirée Schmidt)
Das Berufsbild der Krankenschwestern/Pfleger – Analyse einer Selbstdarstellung
1. Die Hinführung und Entstehungssituation unserer Untersuchung
2. Die Zielsetzung unserer Untersuchung
3. Das Vorgehen bei der Untersuchung
4. Der Ablauf der Analyse
5. Das Kategoriensystem
6. Das Computer-Programm
7. Die Analyse der ersten Frage
Die Kategorie: Menschen-Helfer-Syndrom
Subkategorie: Kindheitstraum
Subkategorie: Menschenkontakt
Subkategorie: Familiärer Pflegefall
Die Kategorie: Vorkenntnisse
Subkategorie: Familiäre Tradition
Subkategorie: FSJ
Subkategorie: Zivildienst
Subkategorie: Praktikum
Die Kategorie: Interesse an der Pflege & Medizin
Subkategorie: Long life learning und Weiterbildung
Die Kategorie: Konjunkturschwankungssicherer Job
8. Die Analyse der zweiten Frage
Die Kategorie: Keine Veränderung
Die Kategorie: Veränderung ja, aber in welche Richtung
Subkategorie: Lebenswandeländerung
9. Die Analyse der dritten und vierten Frage
Die Kategorie: Entwertung
Subkategorie: Falsches Image
Subkategorie: Nur ein Frauenjob?
Die Kategorie: Bewunderung
Subkategorie: Schlechte Arbeitszeit
Subkategorie: Physische und psychische Anforderungen bzw. Belastungen S. 29-30
Subkategorie: Schlechte Bezahlung
Subkategorie: Personalmangel/-notstand
Die Kategorie: „Handlanger“-Dasein oder eigenständiger Beruf
10. Die Analyse der fünften Frage
Die Kategorie: Gepflegtes Äußeres
11. Die Analyse der sechsten Frage
Die Kategorie: Serien-Nichtseher
Subkategorie: Unrealistisch und Vermittlung falscher Tatsachen
Die Kategorie: Serien-Seher
Subkategorie: „ER“-Fan´s
Subkategorie: Amüsante Unterhaltung
12. Schlussbemerkung

III. Der dritte und vierte Teil der Arbeit: (Antje Götz und Sandra Boh)
Krankenhausserien
1. Einleitung
2. Die Arztserien
Entwicklung der Arztserien
Die Arztserien im Fernsehen
Das Publikum der Arztserien
Ärzte und Pflegepersonal
3. Engel oder arztgeile Kaffeetanten??? - Was bieten uns die Soaps?

Eine kleine Geschichte, die zu unserem Beruf passt.

Leider ist der Verfasser unbekannt.

Als der liebe Gott die Krankenschwester erschuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden.

Da erschien der Engel und sagte: „Herr, Ihr bastelt aber schon lange an dieser Figur!“ Der liebe Gott antwortete: „Hast du die lange Liste spezieller Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll als Mann und als Frau lieferbar sein, wartungsfrei und leicht zu desinfizieren, aber nicht aus Plastik, sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Rücken auf dem sich alles abladen lässt, dabei aber so zierlich, dass sie sich in viel zu kleinen Dienstzimmern wohl fühlen kann. Sie muss fünf Dinge zur gleichen Zeit tun können und soll dabei immer noch eine freie Hand haben.“

Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: „Sechs Hände, das wird kaum gehen!“

„Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen“, sagte der liebe Gott, „aber die drei Paar Augen, die schon das Standardmodell haben soll: ein Paar, das nachts durch alle Wände sehen kann, damit eine Nachtwache zwei Stationen betreuen kann, ein zweites Paar am Hinterkopf, mit dem sie sieht, was man vor ihr verbergen möchte, was sie aber unbedingt wissen muss, und natürlich das eine hier vorn, mit dem sie einen Patienten ansehen kann und ihm andeutet: „Ich verstehe Sie und bin für Sie da“, ohne dass sie ein Wort sprechen muss.“

Der Engel zupfte ihn leicht am Ärmel und sagte: „Geht schlafen Herr und macht morgen weiter.“ – „Ich kann nicht“, sagte der liebe Gott. „Ich habe bereits geschafft, dass sie fast nie krank wird, und wenn, dann heilt sie sich selber; sie kann begreifen, dass zehn Doppelzimmer 40 Patienten bedeuten kann, aber 10 Stellen oft nur fünf Schwestern sind; sie hat Freude an einem Beruf, der alles fordert und schlecht bezahlt wird, sie kann mit Schaukelschichten leben und kommt mit wenigen freien Wochenenden aus.“

Der Engel ging langsam um das Modell der Krankenschwester herum: „Das Material ist zu weich“, seufzte er. „Aber dafür zäh“, entgegnete der liebe Gott. „Du glaubst gar nicht, was das alles aushält!“ – „Kann sie denken?“ – „Nicht nur denken, sondern auch urteilen und Kompromisse schließen“, sagte der liebe Gott.

Schließlich beugt sich de Engel vor und fuhr mit dem Finger über die Wange des Modells. „Da ist ein Leck“, sagte er. „Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht zuviel in das Modell hineinzupacken!“ – „Das ist kein Leck, das ist eine Träne!“ – „Wofür ist die?“ – „Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit“, sagte der liebe Gott versonnen, „die Träne ist das Überlaufventil!“

Verfasser unbekannt

Die Entstehungsgeschichte dieser Projektarbeit:

Wir erhielten im Schulunterricht den Arbeitsauftrag eine Projektarbeit auszuarbeiten. Das Thema konnten wir uns selbst aussuchen. Es sollte natürlich aber schon in den Rahmen unseres Berufsfeldes, also der Krankenpflege, hinein passen.

Nach kurzer Diskussion haben wir uns dann im vierköpfigen Team, für das Thema „Berufsbild der Krankenschwester/-Pfleger“ entschieden, welches über die Berufspolitik und den Stellenwert unseres Berufes berichtet.

Zusätzlich wollten wir aber auch Meinungen von zukünftigen Krankenschwestern/-Pflegern, einarbeiten, die wir im Rahmen eines kleinen Fragebogens befragt und die daraus gewonnen Daten ausgewertet haben.

Der letzte Teil unserer Projektarbeit ergab sich schließlich aus der allgemeinen Beliebtheit bzw. dem Überangebot an Krankenhausserien im Fernsehen, so dass wir diesen Aspekt in unsere Arbeit mit dazu aufnahmen.

Was wir insgesamt mit dieser Arbeit erreichen möchten, ist schlicht und einfach ein etwas selbstkritischen Einblick in die Krankenpflege, basierend auf unsere derzeitigen Kenntnisse als Auszubildende dieses Berufes. Die Selbstkritik sollte dabei durchaus als konstruktive Kritik und nicht als ein „Selbstzerfleischungsakt“ verstanden werden.

Wir stehen hundertprozentig hinter unserer Berufswahl und möchten nicht zuletzt auch anhand dieser Arbeit, in der Öffentlichkeit, für mehr Akzeptanz der Krankenpflege werben, denn ohne diese allgemeine, öffentliche Akzeptanz bleibt , die tägliche Motivation für diesen psychisch und physisch sehr anspruchsvollen Job, auf der Strecke und die Leidtragenden sind die Patienten.

Was nun insgesamt aus unserer Arbeit geworden ist, können Sie auf den folgenden Seiten selbst nachlesen.

Die Verantwortung für die Texte übernehmen die jeweiligen Verfasser!

Désirée Schmidt

Schluss mit „Schwesterchen“

1. Am Anfang war der Glaube

Ärzten und Schwestern werden heutzutage unterschiedliche Aufgaben zugeteilt und zugewiesen. Natürlich ist auch ihre Ausbildung vollkommen anders, da Ärzte studieren und Fachkrankenpflegepersonal eine Ausbildung machen.

Betrachtet man aber den geschichtlichen Hintergrund, der die beiden Berufe zu dem machte, was sie heute sind, so fällt auf, dass beide Berufe ansatzweise einen ähnlichen Ursprung haben. (1)

Analog zur Krankenpflege ist auch die frühe medizinische Tätigkeit an Religion und Glauben gebunden gewesen. So lag beispielsweise die Ausübung der Medizin bei Hochkulturen in den Händen der Priester. Erst 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung passierte es, dass ein Grieche die Vielfalt der ausübenden medizinischen Ansätze zu einer Gemeinschaft zusammen schwor: Der Eid des Hippokrates entstand der seit 1948 vom Weltärztebund angenommen ist. (1)

Eine Aufteilung der Medizin in viele verschiedene Teilgebiete zu Beginn des 19. , vor allem aber im 20. Jahrhundert, sowie die rasanten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Technisierung und zuletzt ihre Organisation in Gremien wie der Ärztekammer, oder der Nordbadischen Kassenvereinigung machen verständlich warum die Medizin heute einen so hohen Ethos hat. (1)

1.1 Zur Entwicklung der Krankenpflege und Ihrem Berufsstand

Die Geschichte der Krankenpflege geht mit weitaus weniger Glorie einher, wie die der Medizin. (1)

Zum einen war Krankenpflege jahrhundertlang ein originärer Aufgabenbereich der Familie, was auch heute noch den Wissenstand einiger verantwortlicher Politiker bildet.

So erwiderte die frisch eingeführte Bundesgesundheitsministerin der CDU, nach gewonnener Wahl 1988 auf die Forderung der Pflegenden nach mehr Personal und Gehalt, dass dann wohl noch mehr Kaffee getrunken werden könne. Eine Äußerung die von der Unwissenheit mancher Politiker zeugt, wenn es um das Aufgabenfeld der heutigen Pflege geht.(1)

Weiter war die Pflege lange Zeit eng mit der Kirche verbunden. In diesen kirchlichen Einrichtungen, waren Nonnen diejenigen, die das Sagen hatten, Ärzte kamen nur zur Visite vorbei, hielten sich sonst von diesen Einrichtungen fern und hatten daher auch keinen Einfluss auf deren Leitung.

Jedoch sollte dies nicht von langer Dauer sein, denn bereits um 1900 nisteten sich Ärzte in der Leitung von Krankenhäusern ein.

Betrachtet man die Reihe von Fähigkeiten und den Schulabschluss den man nicht nur heute, sondern auch damals brauchte um Mediziner zu werden, so waren die Anforderungen an Menschen die in die Krankenpflege wollten recht simpel.

So schrieb 1854 Carl Emil Gedike in seinen „Notwendige Eigenschaften zur Krankenwarte“, in „Paragraph 19: Nicht abschreckendes Äußeres,

zu einem abschreckenden Äußeren des Krankenwärters gehören besonders Verlust der Nase, eingewurzelte Gesichtsausschläge, kreischende, heißere Stimme, widerwärtiger Geruch des Mundes oder der Füße. (1)

Jedoch schritt die Entwicklung heran, in der Pflegekräfte immer mehr von der Leitung entfernt wurden, und immer weiter in eine selbstaufopfernde, gehorsame und untergebene Rolle gesteckt wurden, - bis heute hat sich daran nichts geändert.

2. Die heutige Zusammenarbeit – Nebeneinander oder miteinander?

Stellen wir uns heute eine halbwegs durchschnittliche Station vor: Ein Pflegeteam, ein Stationsarzt, Assistenzärzte, Hilfskräfte, Patienten...

Wie mag wohl unser Stationsalltag der Zukunft aussehen? Überspitzt gesagt vielleicht so: gut und straff durchorganisiert und hierarchisch geordnet, lebt man so miteinander. Ärzte ärgern sich über das Pflegepersonal, das Pflegepersonal ärgert sich über Ärzte, und das tagein und tagaus – H A L T !!!!

Soll das etwa unsere Zukunft sein, sollen wir etwa alle als frustrierte Hilfskräfte und Apostel der Nächstenliebe enden? Ist es nicht an der Zeit das sich die Pflege endlich durchsetzt, zeigt was sie kann, ihre Forderungen klar und deutlich ausspricht?

Aber um das zu erreichen, müssen wir uns mit unserem heutigen Arbeitstag auseinander setzen und unsere Fehler und die der Ärzte analysieren.

2.1 Der Alltag der Pflege

Fragt man nach Worten, die Menschen mit dem Krankenhaus in Verbindung bringen, so fallen Worte wie: Nächstenliebe, Humanität und viele mehr die alle etwas mit Helfen und Nächstenliebe zu tun haben.

Humanität, ein schönes Wort, mit dem sich auch das Krankenhaus in Verbindung bringt, es möchte als eine humane Institution erscheinen. Nur gibt es da ein Problem, es verwirklicht seine Anliegen innerhalb inhumaner Zusammenhänge. Ein System wie das Krankenhaus hat seine eigene Dynamik und diejenigen, die in einem solchen System arbeiten, tragen bewusst und unbewusst dazu bei, diese Dynamik aufrechtzuerhalten. Aber es ist ein krankes und krankmachendes System, dass auf einer zutiefst gestörten Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegepersonal basiert. (5)

Sicherlich kommt nun die Frage, warum dieses System funktioniert, wenn es so gestört ist?

Es funktioniert, weil Tabus vorhanden sind, weil auf Seiten des Pflegepersonals falscher Respekt gegenüber Ärzten herrscht, und weil wir vielleicht selbst zu bequem sind um für unsere Belange einzustehen.

Frust, der sich auf Seiten des Pflegepersonals aufstaut, wird über destruktive Verhaltensweisen bekämpft:

- Anpassung bis zur fast devoten Akzeptanz der Ärzte
- Abgrenzung gegenüber den Ärzten
- Abwertung aller Ärzte
- Verweigerung von Hilfestellung und Assistenz
- Überhören, Vergessen oder Verschlampen von Anordnungen
- Verdeckte Widerstandshandlungen bis hin zum Boykott
- Dienst nach Vorschrift
- Reduzierte Kommunikation (5)

Wenn man mit diesen Problemen ständig, Tag für Tag belastet ist, verliert man irgendwann den Blick für das wesentliche, was in unserem Beruf der Patient ist und immer sein wird.

Dieses Spiel endet genau dann, wenn auf einmal aufgrund dieser Probleme das Wohl des Patienten gefährdet ist, wie es von einem Schüler berichtet wurde:

Einem Patient der unter einer COPD litt, wurde von einem jungen Assistenzarzt eine BGA entnommen. Dieser Arzt hatte auf der Station ein geringes Ansehen, da er überall seinen Abfall liegen ließ, darüber hinaus nach Ansicht des übrigen Personals die Patienten schlecht versorgte. Als der Schüler von der Intensivstation mit dem Ergebnis kam und die pO2-Sättigung nur bei 71% lag, teilte er dies sofort der zuständigen Schwester mit. Er ging davon aus, dass diese gleich den zuständigen Arzt rufen würde. Statt dessen meinte sie nur, wenn der so was abnimmt soll er sich auch um den Befund kümmern, dass der Patient allerdings unter erheblichen Atembeschwerden litt interessierte sie wenig.

3.0 Auf der Suche nach Erklärungen

Warum und woher stammen solche Verhaltensweisen? Es sind genau drei große Säulen, auf denen sich diese Probleme stützen:

- das geringe gesellschaftliche Ansehen
- Ignoranz der eigenen Proffesur auf Seiten der Ärzte
- Fehlende Pflegekompetenz

3.1 Geringes gesellschaftliches Ansehen

Unser geschichtlicher Rückblick hat deutlich gemacht, was unser Berufsbild nachhaltig geprägt hat. Jedoch dürfen wir die Gründe für das geringe gesellschaftliche Ansehen nicht nur in der Vergangenheit suchen.

Die Verantwortung für eine Verbesserung des Ansehens liegt immer bei der jeweiligen Pflegekraft selbst.

Natürlich wird unser Berufsbild auch stark durch Medien beeinflusst, die in den Köpfen der Menschen ein völlig falsches Bild entstehen lassen. Dies beginnt mit den beliebten Arztromanen in denen der gutaussehende Arzt immer die blonde, vollbusige und etwas naive Krankenschwester heiratet. Jedoch ist es nicht immer so, es gibt ohne weiteres fachlich sehr kompetente Ärzte und Schwestern, genauso gibt es aber auch das Gegenteil und das wird nie gezeigt.

Was wäre Deutschland ohne Professor Brinkmann, Schwester Stefanie und St. Angela. Serien, die den Menschen unseren Beruf nahe bringen wollen, vielleicht auch sollen und nicht können.

Würden diese Serien wenigstens ansatzweise etwas Wahres vermitteln oder zeigen, was eigentlich bei unserer Arbeit im Vordergrund steht, nämlich der Patient, wären diese Serien vielleicht noch erträglich. Anstelle dessen wird über Beziehungen berichtet, Liebeleien, Schwestern die in ihrem Job die Selbstverwirklichung suchen, sich über alle Vorschriften hinwegsetzten und anschließend noch gelobt werden. Diese erwähnten Liebeleien gibt es ohne weiteres im Krankenhaus, aber was wirklich unseren Beruf ausmacht, der Mensch gerät ganz in den Hintergrund. Genauso die abstrusen Dienstwege, bei denen eine Schwesternschülerin von einem Chefarzt einfach so gekündigt bekommt und zwei Tage später wieder arbeiten darf. Dies sind nur ein paar der Gründe die zu unserem schlechten Bild in der Öffentlichkeit beitragen.

3.2 Ignoranz auf Seiten der Ärzte

Ein weitaus größerer und traurigerer Faktor, ist die Ignoranz des pflegerischen Handelns auf Seiten der Ärzte. Fragt man Ärzte, was sie sich von Pflegekräften wünschen, so hört man recht häufig, dass sie sich einen Partner an ihrer Seite wünschen. Aber unter einem Partner, versteht man eine gleichberechtigte, selbstständige und unterstützende Kraft – nicht eine billige Hilfskraft.

Das wir als solche gesehen werden ist komisch, sind doch unsere Aufgaben, in ähnlicher Weise niedergeschrieben wie die der Ärzte.

Bundesärztekammer 1988: Aufgabe des Arztes ist es Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern. Der Arzt übt seinen Beruf nach den Geboten der Menschlichkeit aus. ( §1 Abs.2)

Ähnlich der Weltbund der Krankenschwestern und Krankenpflegern ( 1973 ):

Die Krankenschwester hat vier grundlegende Aufgaben: Gesundheit zu fördern, Krankheit zu verhüten, Gesundheit wiederherzustellen, Leiden zu lindern. Zur Pflege gehört die Achtung vor dem Leben, vor der Würde und den Grundrechten des Menschen. ( 4 )

Aus Interviews mit verschiedenen Chefärzten ging hervor, dass heute sehr oft von den heutigen Ärzten, diese Oberschwester von einst, die immer da war und die jungen Ärzte bei der Hand nahm, ihnen alles Nötige beibrachte und auch mal schimpfte, wenn es nötig war, über alles Bescheid wusste und für Ordnung sorgte, vermisst wird.

Da diese Erwartungen auch heute noch an das pflegerische Personal gestellt wird, ist fast anzunehmen, dass Ärzte sich heutzutage nicht mehr für ihren Nachwuchs zuständig fühlen, oder so ausgedrückt, sie nicht mehr „erziehen“ wollen.

Die Einsicht ärztlicher Mitarbeiter, die eigenverursachte Unordnung selbst zu beseitigen, wäre ein erster Schritt einer Besserung in Richtung der beidseits gewünschten Partnerschaft. Von benutzten Instrumenten oder Kanülen, die nach Gebrauch einfach im Bett liegengelassen werden, “bis die Schwestern das wegräumen“, oder vom ungefragten sich bedienen vom Frühstückstisch, wobei anschließend das benutzte Besteck selbstverständlich auch noch liegen bleibt, gibt es ein weites Übungsfeld für viele Mediziner, diesen Zustand zu verbessern. Dass nur Krankenpflegekräfte für Ordnung, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Humanität im Klinikum verantwortlich sein sollen, dürfte zwar nicht sein, entspricht aber weitgehend dem erlebten Klinikbetrieb ( Wegenast 1995, Seite 24). (7)

Einer der Gründe für dieses sich bedienen lassen auf Seiten der Ärzte, dürfte wohl in der Tatsache zu suchen sein, dass Ärzte und Pflegekräfte, Angehörige nicht nur unterschiedlicher Berufe sind, sondern auch unterschiedlicher Kulturen, ihr Denken, Handeln und Fühlen folgt unterschiedlichen Deutungen, Werten und Bindungen. Pflegende haben eine ganz andere Auffassung von ihrer Arbeit, sie wollen Menschen in Krisensituationen beistehen und helfen. Sie möchten Menschen helfen, ihren Zustand zu akzeptieren, möchten als Berater in verschiedenen Lebenssituationen eintreten. Sie sehen bei ihrer Arbeit einen Menschen vor sich. Ärzte können hingegen genauso sozial denken und handeln, jedoch unter einem anderen Deckmantel. Für sie ist es wichtig, dass dieses Organsystem funktioniert und dessen Funktion auch aufrecht erhalten werden kann. Ärzte im stationären Bereich ziehen sich fast immer auf das zurück, was sie als den „ harten Kern „ ihrer klinischen Arbeit ansehen: Notfallbekämpfung und Kontrolle pathogener Prozesse. Den eigentlichen und wahren, harten Kern helfender Berufe wie: Schmerzlinderung, Gefühlsregulierung, Beratung, Lebensorientierung etc. überlassen sie vor allem den Pflegepersonal sowie den Angehörigen der Patienten. (7)

3.3 Pflegekompetenz !?

Pflegekompetenz, ein tolles Wort, in dem viel steckt, viel gutes und viel schlechtes. Was ist eigentlich Pflegekompetenz? Ein Wort das jemand erfand, weil es sich toll und pompös anhört? Nein, es ist ein Wort, dass die Qualität der Pflege, die eine Pflegeperson betreibt beurteilt und bewertet.

Die Pflegekompetenz in Deutschland lässt nach verschiedenen Meinungen bei den meisten Pflegekräften zu wünschen übrig.

Kompetenz bezieht sich nicht nur auf Dinge wie jemand lagert oder wäscht, nein Kompetenz, oder genauer gesagt Pflegekompetenz, bezieht sich auf alles, auch körperliche und seelische Pflege.

An zwei Beispielen soll gezeigt werden, wie dringend es ist, in Deutschland mehr Pflegekompetenz zu fordern und deren Entstehung zu fördern.

Frau Schäfer:

Frau Schäfer ist 30 Jahre alt und ihr wurde die Gebärmutter entfernt, obwohl die Patientin noch einen Kinderwunsch hatte, entschied sie sich für diese OP, da sie unter einem stark blutenden Uterus myomatosus litt.

Am ersten postoperativen Tag wird Frau Schäfer von einer Schülerin des dritten Lehrjahres und einem PA versorgt. Als die Schülerin die Patienten bat zum Betten machen aufzustehen, klagt diese über so heftige Schmerzen, dass der PA die Prüfung abbricht. Die Schülerin bittet die Stationsleitung um ein Schmerzmittel für die Patientin, um Ihre Prüfung fortsetzen zu können. Diese verweigert dass, da die Patientin einen niederen Blutdruck hat, und alle Schmerzmittel kreislaufbelastend wären. Jedoch fragt sie nicht die Ärztin, nach einer Möglichkeit der Schmerztherapie. Am nächsten Tag erzählt die Schülerin, dass die Patientin, dann am Nachmittag zu dieser Mobilisation regelrecht vergewaltigt wurde, ohne Rücksicht auf ihre Schmerzen zu nehmen. ( 6)

Schaut man weiter, zum Beispiel auf internistische Stationen, ist die Inkompetenz mancher Pflegenden erschreckend.

Hier wird ohne Rücksicht auf Verluste gewaschen, eingecremt und mindestens 3x täglich Blutdruck gemessen. Jedoch ist die Krönung, dann die mindestens 2x tägliche Pneumonieprophylaxe, die folgendermaßen aussieht: Herr Maier, es wird jetzt mal kalt – dann wird Herrn Maier schnell etwas Pinimenthol auf den Rücken geknallt, er wird zum durchatmen aufgefordert und fertig. Jegliche weitere Maßnahmen, die zur Prophylaxe oder Therapie bei einer Pneumonie möglich wären, werden vollkommen außer acht gelassen, denn wir dürfen nicht vergessen, wir haben für so was keine Zeit.

Diese beiden Beispiele, zeigen deutlich was vielen Pflegekräften fehlt. Es fehlt ihnen an Empathie, der Kunst des sich in andere hineinversetzten zu können. Gerade Fachpersonal, das weiß, wie operiert wird, usw. sollte doch bestens Bescheid wissen mit was für Schmerzen die Patienten die ersten Tage nach der OP zu rechnen hat. Zum zweiten fehlt es hier an der notwendigen Kompetenz, da die Patientin in Beispiel 1, bestimmt schon bei der Aufnahme einen niederen Blutdruck gehabt hatte, hätte man sich frühzeitig um ein geeignetes Schmerzmittel kümmern sollen und müssen.

Der dritte Punkt, ist die traurige Erkenntnis, dass leider viele Schwestern und Pfleger rein ablauforientiert handeln und pflegen. Traurig ist das deshalb, weil dieses Denken und dieser Pflegestil auf dem Modell der multidimensionalen Patientenorientierung nach WITTNEBEN 1997 die unterste Stufe darstellt.

Diese beiden abschreckenden Beispiele, spiegeln leider den Alltag vieler Kliniken wieder. Wenn man diese Beispiele liest, bekommt man weitere Antworten auf unsere Stellung in der Gesellschaft. Und irgendwo wird auch verständlich warum wir bei Ärzten manchmal eine so schlechte Stellung haben, den vor inkompetentem Personal, haben manchmal selbst Kollegen aus den eigenen Reihen keinen Respekt, wie sollen dies dann erst Ärzte haben??

3.4 Aus der Sicht der Ärzte

Aus ärztlicher Sicht hat sich in letzen Jahren doch einiges geändert und das zum positiven hin.

Noch 1967 bestand Übereinstimmung drin, dass das Verhältnis zwischen Ärzten und Schwestern von Hierarchie geprägt wurde. Früher war es so, dass Schwestern passiv blieben, sie hielten sich mit Äußerungen über die Verordnungen zurück und führten diese einfach nach bestem Gewissen aus.

Auch wurde das Verhältnis von dem gesellschaftlich anerkannten Mann-Frau-Verhältnis geprägt. Bereits bei der Ausbildung brachte man den Schülerinnen dieses Rollenspiel bei und legte sehr viel Wert auf die Einhaltung dieser ungeschriebenen Gesetzte. 35 Jahre später zeigen sich doch deutliche Veränderungen:

- In der Öffentlichkeit ist die allgemeinen Hochachtungen vor Ärzten gesunken, man hat erkannt dass sie auch „nur“ Menschen sind mit ganz natürlichen Stärken und Schwächen.
- Ärzte sind in zunehmendem Maße Frauen, 50% der Studierenden im ersten Semester sind Frauen.
- Insgesamt ist die Zahl der Ärzte immer größer geworden, während die Zahl der Schwestern rückläufig ist. Daher kann man davon ausgehen, dass die pflegerische Arbeit mehr geächtet wird als die ärztliche.
- Rahmenbedingungen der Pflegenden werden mehr beachtet, ihre Autonomie spiegelt sich auch darin wieder, das sie meist Teil der Krankenhausleitung sind.

Es bleibt zu hoffen, dass sich im laufe der Zeit noch mehr ändern wird, und vor allem eher in unserem alltäglichen miteinander.

4.0 Hat Pflege Zukunft?

Mit Sicherheit liegen die Gründe für die momentane schwere Situation der Pflegenden nicht nur bei den Pflegenden selbst. Die Kassenbeiträge steigen, die Patienten werden immer mehr und älter, so dass der Anspruch an das Personal immer größer wird. Aber dennoch, trotz der ganzen Einsparungen und Veränderungen hat die Pflege eine Zukunft, wenn wir beginnen folgendes zu berücksichtigen:

- Wenn sie den Patienten endlich als Kunden sieht, und damit als König weil sie selbst Widerstände aushalten und dann auch Pflege gestalten kann.
- Krankenpflege hat Zukunft, wenn sie ihrem ureigenen Auftrag gemäß Krisenbewältigung und Lebensstruktur/-perspektiven berücksichtigt
- Krankenpflege hat Zukunft, wenn Pflegepersonen hinter jedem Patienten einen Menschen mit eigener Lebensperspektive sehen und daraufhin handeln, weil Patienten in Krisensituationen Menschen neben sich brauchen – neben dem Skalpell, der Medikation – und dafür brauchen wir hoch qualifizierte Pflegende. ( 10 )

5.0 Die Ausbildung von Pflegefachkräften

Jedoch fragt man sich woher nun dieses hoch qualifizierte Personal kommen soll. Jedoch sind unsere Herrn Politiker schon daran ein neues KrPflG zu entwerfen, nach dem das alte von 1985 erhebliche Mängel aufweist.

Das seit 1985 geltende Krankenpflegegesetz (KrPflG) bestimmt in § 5 Abs. 4a und b, dass die praktische Ausbildung „... in der Krankenpflege durch Krankenschwestern oder Krankenpfleger gewährleistet...“ wird. Durch diese Vorgabe wird der Stellenwert der praktischen Ausbildung stark vernachlässigt, da nicht, wie im Berufsbildungsgesetz verankert, Angehörige der jeweiligen Berufsgruppe nur durch Zusatzqualifikationen ( Meister) ausbilden dürfen. Dahingegen soll jede examinierte Pflegekraft für die praktische Ausbildung der Schüler verantwortlich sein, überdies werden die Auszubildenden auf die Stellenpläne der Kliniken angerechnet ( derzeit 7:1 ) nach § 17 Krankenhausfinanzierungsgesetz ( KHG). (6)

In der Praxis allerdings ist die Anleitung recht mager. Die Schüler sollen sich möglichst schnell in den Stationsalltag einfügen, das heißt, sie werden so eingesetzt, dass im Alltag maximaler Nutzen zugunsten eines reibungslosen Ablaufes entsteht. Das Erreichen der Ausbildungsziele, wie in § 4 KrPflG festgeschrieben, ist weder gewünscht noch realisierbar. Entwicklungsmöglichkeiten der Pflegenden werden dadurch praktisch ausgehebelt.

Die Pflege vermittelt Routine, die Auszubildenden passen sich dieser Routine an. Der Lohn ist dann ein Beurteilungssatz wie : „...war uns eine große Hilfe...“. ( 6 )

5.1 Das neue Krankenpflegegesetz

So plant man ein neues KrPflG, dass 2004 in Kraft treten soll, in dem aber immer noch eine Anrechnung der Auszubildenden auf dem Stellenplan steht. Diese Anrechnung soll durch Änderung des § 17a des KHG von 7:1 auf 9,5:1 erhöht werden.

Dagegen fordert jedoch der DBfK eine Herausnahme jeglicher Anrechnung auf dem Stellenplan.

Im § 4 Abs. 2 des Entwurfes zur Neuordnung der Pflegeberufe wird festgeschrieben, dass die Gesamtverantwortung der Ausbildung bei der Schule liegt, jedoch nicht ohne zu ergänzen „(...) die Praxisanleitung ist durch die (...) Einrichtungen sicherzustellen“.

Was zu begrüßen ist, dass ist der Entwurf einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung ( KrPflAPrV) in der für Praxisanleiter in § 2 Abs. 2 ausdrücklich eine berufspädagogische Zusatzqualifikation gefordert wird. (6)

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich vielleicht wirklich etwas mit dem in Kraft treten des neues Gesetzes bewegt werden kann.

5.2 Der Umgang mit Auszubildenden

Wenn ein neuer Schüler auf eine Station kommt, so wird er erst über den Stationsablauf informiert, man erwartet ein schnelles einarbeiten und mitschwimmen im Strom. Des weiteren erwartet man auf vielen Stationen Unterwürfigkeit, Ausführung jeglicher Aufgaben, könnte man deren Notwendigkeit noch so in Frage stellen.

Erfüllt er all diese Dinge, übt nie Kritik, und macht was man ihm sagt, dann kann der Schüler mit einer guten Beurteilung rechnen. Fällt Ihnen etwas auf? Genau, was ist mit Anleitungen? Was ist mit der Kontrolle der durchgeführten Pflege? Was ist mit Praxisanleitungen? Was passiert wenn Schüler Kritik üben?

Sicher gibt es Tage an denen auf Stationen wenig Zeit ist, gerade in Zeiten der Personalknappheit ist dies bestimmt keine Seltenheit. Jedoch darf es nicht sein, dass die wenige Zeit immer als Ausrede missbraucht wird.

Schaut man sich Schüler des ersten Lehrjahres an, so fällt auf dass diese doch sehr darauf bedacht sind, nach Schule zu arbeiten und mit ihren Möglichkeiten versuchen dass theoretisch erlernte in die Praxis umzusetzen. Nur wenn Schüler nach der Schule arbeiten, dann geschieht es oft, dass die Schüler daran gehindert werden nach Schule zu arbeiten, da angeblich keine Zeit dafür ist. Mit Sicherheit entwickelt jeder Mensch im Laufe seines Arbeitlebens eigene Strategien, um seine Aufgaben zu lösen. Des weiteren werden solche Strategien bestimmt auch nicht immer haargenau dem entsprechen was man irgendwann einmal gelernt hat. Jedoch darf es nicht sein, dass man beginnt so zu arbeiten wie es am bequemsten ist und am wenigsten Zeit erfordert, und dem gelernten gänzlich widerspricht, schon gar nicht wenn man junge Menschen in der Ausbildung begleiten möchte.

Auch gibt es manchmal Bemerkungen zu hören, die besagen das manche Stationen keine Zeit hätten nach Schule zu arbeiten. Ein fataler Fehler, der Auszubildende in einen Zwiespalt führt, da sie einerseits schulisch korrekt arbeiten möchten andererseits wollen sie auch keinen Ärger mit Ihrer Station haben. Jedoch wird hier von examiniertem Personal im Keim erstickt was eigentlich reifen sollte: eine hochqualifizierte Pflegeperson die weiß warum sie was wann tut, die Kompetenzen aufweisen kann und in der Lage ist patientenorientiert zu pflegen. Dagegen wird in 90% der Fälle eine Pflegekraft reifen, die sich schön dem Ablauf anpasst und morgens routinemäßig weckt und abends routinemäßig in die Nacht entlässt.

Was auch nicht immer oft begrüßt wird auf Stationen, dass sind kritische und kritikübende Schüler. Dies ist doch eigentlich sehr verwunderlich, oder nicht? Liest man doch oft in einem Beurteilungsbogen, dass der Schüler an seiner Ausbildung kein Interesse zeige. Jedoch wenn Schüler dann Interesse zeigen, hinterfragen usw. dann wird ihnen auch hier ein Strich durch die Rechnung gezogen. Liegt das nicht daran, dass ein Großteil der Pflegekräfte erhebliche Wissensdefizite aufweist? Kann es sein, dass viele Angst haben dem Schüler sagen zu müssen, dass sie im Moment auf seine Frage keine Antwort wissen?

Würde man diese Fragen stellen, würde bestimmt die Antwort kommen, dass man sich von dem, was man in drei Jahren gelernt hat nicht alles merken kann. Stimmt, ohne Zweifel kann man sich nicht alles merken. Man sollte aber doch verlangen können, dass eine Pflegekraft die mehrere Jahre in ein und dem selben Bereich tätig ist, sich in ihrem Bereich hervorragend auskennt.

Leider gibt es nur wenig Pflegekräfte, die mit Kritik eines Schülers umgehen können und falls sie auf eine Frage keine Antwort wissen, gemeinsam mit dem Schüler in Büchern nachliest. Die Pflicht zu lernen und sich fortzubilden endet nicht mit Bestehen des schriftlichen, mündlichen und praktischen Examens.

Es bleibt zu hoffen dass es immer mehr Pflegekräfte gibt, die gerne ausbilden und sich nicht davor scheuen, einmal sagen zu müssen, sie wissen dies oder jenes nicht. Die dann auch bereit sind in Büchern oder Zeitschriften nach zu schauen, um ihr Defizit auszubessern.

6. Ein Blick in die Zukunft

Zukunft – ein verheißungsvolles Wort das voller Überraschungen steckt. Welche Überraschungen und Veränderungen es für die Pflege mitbringt, bleibt abzuwarten. Aber vielleicht können wir doch etwas schon einmal selbst tun, um die Pflege zu verbessern und ihr Ansehen zu stärken:

- Partnerschaftliche Akzeptanz zwischen Ärzten und Pflegepersonal
- Verbesserung der eigenen Pflegekompetenz
- Zukunft der Pflege aktiv mitgestalten
- Verbesserung des Umgangs mit Schülern

6.1 Partnerschaftliche Akzeptanz zwischen Ärzten und Pflegepersonal

Wie die Beziehungen von heute aussehen, haben wir eben erfahren. Aber wie könnten die Beziehungen von morgen aussehen? Was müssen Ärzte und Pflegepersonal ändern, damit endlich eine partnerschaftsähnliche Beziehung zustande kommt?

Um dies zu erreichen müsste folgendes geschehen:

- Pflegende, Ärzte und andere therapeutische Berufsgruppen einer Station müssten lernen sich als gemeinsame menschliche Arbeitsgruppe, als therapeutische Gemeinschaft verstehen und damit nicht gegeneinander sondern miteinander für die Patienten arbeiten
- Wir müssen die eigenen Hierarchien schrittweise aufheben
- Wir müssen lernen, eine offene und ehrliche Kommunikation und Akzeptanz untereinander zu praktizieren
- Den eigenen Kompetenzbereich ausbauen und sichtbar zumachen, durch Pflegeplanungen und stichhaltige Dokumentationen
- Wir sollten lernen die ärztliche Proffesur zu respektieren, was nicht heißt, alles zu akzeptieren
- Mediziner müssten lernen, Pflegewissenschaft als eigenständiges Forschungsgebiet zu sehen und nicht als Konkurrenzunternehmen zur Medizin, da diese neben der Medizin wesentlich zur Gesundheitsförderung beitragen kann.
- Gemeinsame Dienstbesprechungen, damit Pflegekräfte sagen können was sie zu medizinischen Überlegungen beitragen können
- Bildung einer Ethikkommission oder Qualitätssicherungsgruppe, die aus Ärzten und Pflegepersonal bestehen.
- Veranstaltung gemeinsamer Fortbildungen (5)

Mit Sicherheit sind dies eine ganze Menge an Ideen und bestimmt wird der eine oder andere beim Versuch diese umzusetzen auf einen harten Felsen stoßen. Man darf eine Veränderung nur schrittweise durchführen, da niemand viele Tote und Verletzten wie bei einer Revolution möchte. Jedoch ist es an der Zeit schrittweise diese Veränderungen durchzusetzen.

6.2 Verbesserung der eigenen Pflegekompetenz

Wie die beiden oben aufgelisteten Beispiele zeigten, mangelt es in Deutschland ganz erheblich an Pflegekompetenz. Eine Möglichkeit diese Kompetenz zu erwerben, ist natürlich die Ausbildung. Aber was können Menschen tun, deren Ausbildung schon länger zurückliegt und die dennoch etwas an sich und ihrem Arbeitsstill ändern möchten?

Ein mit Sicherheit schwieriger Zug ist es seine pflegerische Sichtweise zu ändern und langsam, Stück für Stück, sich zu einer Patientenorientierten Pflege empor zu schaufeln.

Den nur wer sein Handeln stets überprüft und bei seinen pflegerischen Verrichtungen nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgeht hat die Chance kompetent zu erscheinen. Denn leider ist es im Krakenhaus nicht wie am Fließband, wo jede Konserve gleich aussieht sondern es handelt sich im Krankenhaus um einzelne Persönlichkeiten, die sich nicht alle verallgemeinern lassen, denn alle haben das Recht auf eine Pflege die ihren Bedürfnissen entspricht.

6.3 Zukunft der Pflege aktiv mitgestalten

Wer die Zukunft der Pflege aktiv mitgestalten will, dem bleibt nichts anderes übrig als sich zu organisieren, dass bedeutet der Eintritt in einen Berufsverband und/oder eine Gewerkschaft. Bei diesem Punkt wird sehr oft geäußert, dass man als einziger ja doch nichts ändern könne – ein Trugschluss.

Schaut man zum Beispiel in die Politik, so sind es doch auch hier die kleinen Parteien die den großen Volksparteien einen Wahlsieg bescheren. Denn je mehr Pflegekräfte sich organisieren, desto mehr Gehör finden wir bei den Institutionen die wir erreichen wollen. Derzeit sind etwa 10% der in Deutschland arbeitenden Pflegekräfte in einem Berufsverband organisiert. Auch muss die Bereitschaft zur Weiterbildung bestehen und der Mut, dass neu erlernte im Arbeitsalltag in die Praxis umzusetzen.

6.4 Verbesserung im Umgang mit Schülern

Wir haben eben erfahren wie der derzeitige Umgang mit Schülern auf den meisten Stationen aussieht.

An meinem ersten Lehrkrankenhaus, gab es am ersten Tag der Ausbildung eine Ansprache der Pflegedienstleitung an uns Auszubildenden. Sie sagte: „ Wir wollen und werden aus Ihnen Pflegekräfte machen die sich überall sehen lassen können. Wissen Sie auch warum wir das tun? Weil Sie unsere Zukunft sind.“ Diesen Satz werde ich nie vergessen, Sie sind unsere Zukunft. Genau das ist es was wir lernen müssen zu begreifen, dass Schüler bei unserer täglichen Arbeit kein Klotz, oder gar eine Belastung sind, sondern unsere Zukunft darstellen. Denn wenn wir sie dazu anleiten über ihr tun und handeln nachzudenken, dann haben wir vielleicht das erreicht was so viele wollen, emanzipierte Pflegekräfte mit großartigen Kompetenzen.

Falls wir Schüler aber weiterhin als billige Hilfskräfte angesehen werden, denen man ungeliebte Aufgaben aufs Auge drücken kann, so wird sich nichts ändern, man wird in 40 Jahren noch über das selbe diskutieren wie heute.

7. Zusammenfassung

Was auf den letzten Seiten zu lesen war, war mit Sicherheit eine ganze Menge an Information - einiges wird vertraut geklungen haben und anderes weniger. Manches werden Sie anders sehen, manches auch nicht.

Wie auch immer, es wurde auf jeden Fall deutlich das bei der derzeitigen Pflegesituation dringend Handlungsbedarf besteht – und dieses Handeln muss von jedem kommen, man kann nicht das Schicksal von rund 1,1 Millionen Pflegekräften in Deutschland auf die Schultern von 150000 Pflegekräften legen die sich organisiert haben.

Wenn durch diese Zeilen vielleicht nur fünf zu einem anderen Denken bewegen wurde und von diesen fünf zwei in einen Berufsverband eintreten und aktiv an der Pflege mitarbeiten, haben diese Zeilen ihr Ziel erreicht.

Literaturverzeichnis

( 1 ) Die Schwester, Der Pfleger, 31 Jahrg. 6/92 Seite 511 – 521

( 5 ) Pflege Aktuell 11/96, Seite 730 – 733

( 6 ) Pflegezeitschrift 09/02 Seite 616 - 621

( 7 ) www.Pflege-net.com/revue/belastungundkonflikt.htmlwww.pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt-htmlwww.Pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt.htmlwww.Pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt.html

( 10 ) Die Schwester, Der Pfleger 07/02 Seite 598 – 601

( 4 ) Pflege 2001 Verlag H.Huber, Seite 207 – 213 www.Pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt.htmlwww.Pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt.htmlwww.Pflegenet.com/revue/beitraege/belastungundkonflikt.html

Das Berufsbild der Krankenschwester/ Pfleger Analyse einer Selbstdarstellung

1. Die Hinführung und Entstehungssituation unserer Untersuchung:

Um von den zukünftigen Krankenschwestern/-Pflegern eine Meinung, über das Berufsbild der Krankenschwester zu bekommen, haben wir im Rahmen eines kleinen anonymen Fragebogens, die auszubildenden Krankenpflegeschüler/innen des Unterkurs 2002/05, sowie den Mittelkurs 2001/04 der Krankenpflegeschule Baden-Baden befragt.

Im Unterkurs 2002/05 befinden sich 26 Schüler/innen, die im Kreiskrankenhaus Rastatt, Bühl bzw. in der Stadtklinik Baden-Baden angestellt sind. Von diesen 26 Schüler/innen beteiligten sich 21.

Der Mittelkurs besteht aus 25 Schüler/innen, die ebenfalls - wie schon bzgl. des Unterkurses erwähnt - in unterschiedlichen Krankenhäusern angestellt sind, jedoch alle Schüler/innen gemeinsam eine Klasse der Krankenpflegeschule der Stadtklinik Baden-Baden besuchen. Aus dem Mittelkurs bekamen wir leider nur 18 ausgefüllte Fragebögen zurück.[1]

Das bedeutet, dass von insgesamt 51 befragten Krankenpflegeschülerinnen/-er lediglich 39 ausgefüllte Fragebögen zur Auswertung uns wieder erreichten.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei den Auszubildenden, welche die Zeit gefunden hatten, unseren kleinen anonymen Fragebogen auszufüllen, recht herzlich bedanken, denn ohne sie wäre diese Untersuchung nicht zustande gekommen, die ein wesentlicher Bestandteil unserer wissenschaftlichen Arbeit über das Berufsbild der Krankenschwester/ Pfleger darstellt. Nochmals, vielen Dank!

2. Die Zielsetzung dieser Untersuchung:

Durch diese Untersuchung soll analysiert werden, welche Auffassung die Schüler/innen selbst über das Berufsbild der Krankenschwestern/ Pflegern haben. Wichtig ist hier auch die Frage, wie sie den Beruf der Krankenschwester/Pfleger bewerten und welche Emotionen diesbezüglich bei ihnen hervorgerufen werden. Welche persönlichen Hoffnungen und Ängste sie durch diesen Beruf erfahren und wie sie ihre Einflussmöglichkeiten einschätzen.

Als weiteren Aspekt wollten wir auch auf die Fremdbilder über diesen Beruf, die sich z.B. im Familien- u. Bekanntenkreis offenbaren, eingehen. Kommt es durch diese Fremdbilder im sozialen Umfeld zu einer Beeinflussung der Auszubildenden, oder haben etwa Medien nicht zuletzt durch die Vielzahl der Krankenhausserien im TV, die Möglichkeit Einfluss zu nehmen?

3. Das Vorgehen bei der Untersuchung:

Es wurden sechs Fragen erarbeitet, welche die auszubildenden Krankenpflegeschüler/innen bearbeiten sollten. Die Befragung sollte anonym durchgeführt werden. Der Antwortspielraum der Befragten sollte möglichst groß sein, weshalb die Schüler/innen in Form von Statements völlig frei antworten konnten. Bei vorgegebenen Antworten[2] bestünde die Gefahr, dass die Antworten einem standardisierten Antwortverhalten entsprechen würden, die dem Vorverständnis uns Fragestellender entsprechen würden.

4. Der Ablauf der Analyse:

Die Auswertung der erhaltenen Antworttexte wurde in einer induktiven Verfahrensweise unter Mithilfe des Computerprogramms „Maxqda“ vorgenommen. Die wissenschaftliche Verfahrensweise entspricht der klassischen qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Die Stärke der qualitativen Inhaltsanalyse gegenüber anderen Interpretationsverfahren besteht darin, dass die Analyse in einzelne Interpretationsschritte zerlegt wird, die vorher festgelegt werden. So wird sie für andere nachvollziehbar und intersubjektiv überprüfbar.

Es gibt drei Grundformen qualitativer Inhaltsanalyse:

a) Die Zusammenfassung: Ziel ist es, das Material so zu reduzieren, dass der wesentliche Inhalt erhalten bleibt. Durch Abstraktion soll ein überschaubares Korpus geschaffen werden, das immer noch ein Abbild des Grundmaterials ist.
b) Die Explikation: Hier werden zu einzelnen fraglichen Textstellen zusätzliches Material herangetragen, welches das Verständnis erweitert, das die Textstelle erläutert und erklärt.
c) Die Strukturierung: Diese wohl zentralste inhaltsanalytische Technik hat zum Ziel, eine bestimmte Struktur aus dem Material herauszufiltern. „Das können formale Aspekte, inhaltliche Aspekte oder bestimmte Typen sein.“[3] Diese Struktur wird nun in Form eines Kategoriensystems herangetragen. Alle Textbestandteile, die durch diese Kategorien angesprochen werden, werden aus dem Material systematisch extrahiert.

5. Das Kategoriensystem:

Im Zentrum steht die Entwicklung eines eigenen Kategoriensystems. Es „soll versucht werden, die Ziele der Analyse in Kategorien zu konkretisieren. Das Kategoriensystem stellt das zentrale Instrument der Analyse dar. Auch sie ermöglichen das Nachvollziehen der Analyse für andere, die Intersubjektivität des Vorgehens“[4]

Das Hauptaugenmerk ist hier auf der Kategorienkonstruktion und Kategorienbegründung.

Es gibt zwei Vorgehensweisen bei der Definition von Kategorien.

Eine deduktive Kategoriendefinition bestimmt das Auswertungsinstrument durch theoretische Überlegungen. Aus Voruntersuchungen aus dem bisherigen Forschungsstand, aus neu entwickelten Theorien oder Theoriekonzepten werden die Kategorien in einem Operationalisierungsprozess auf das Material hin entwickelt.

Eine induktive Kategoriendefinition hingegen leitet Kategorien direkt aus dem Material in einem Verallgemeinerungsprozess ab, ohne sich auf vorab formulierte Theoriekonzepte zu beziehen.

Induktives Vorgehen hat eine große Bedeutung innerhalb qualitativer Ansätze. Es strebt nach einer möglichst naturalistischen, gegenstandsnahen Abbildung des Materials ohne Verzerrungen des Forschers.[5]

In dieser Arbeit ist das Kategoriensystem induktiv erarbeitet worden.[6]

Bei der reinen inhaltlichen Analyse wurde für jede Antwortreihe des einzelnen Fragen eins bis sechs ein eigenständiges Kategoriensystem, sowie eines für den gesamten Texte, erstellt.

6. Das Computer-Programm:

Beim Erstellen des Kategoriensystems und der Zuordnung der Texte zu den einzelnen Kategorien hilft das Computer-Programm MAXQDA 2001. Dazu wurden alle Antworten der jeweiligen Fragen eins bis sechs ins Programm eingegeben.

Das Programm erleichtert in übersichtlicher Weise, Textpassagen den erstellten Kategorien zuzuordnen. Auf unterschiedlichster Art und Weise lassen sich die gewonnen Daten bearbeiten.

7. Die Analyse der ersten Frage:

Frage 1: Welche Beweggründe hattet Ihr für diese Ausbildung?

Bei dieser Frage interessierte uns die auslösende Beweggründe, welche die einzelnen Krankenpflegeschüler letztendlich dazu bewogen haben, sich für die Ausbildung zur examinierten Krankenschwester/ Pfleger zu bewerben bzw. die Ausbildung zu beginnen.

Für eine übersichtliche intensive Analyse der gegebenen Antworten, wurde ein Kategorie- bzw. Codesystem mit induktivem Charakter angefertigt, dabei wurden den Texten entnommene Bemerkungen Kategorien zugeordnet.

Folgende Kategorien ergaben sich dabei:

- Menschen-Helfer-Syndrom
- Kindheitstraum
- Menschenkontakt
- Familiärer Pflegefall
- Vorkenntnisse
- Familiäre Tradition
- FSJ
- Zivildienst
- Praktikum
- Interesse an der Pflege & Medizin
- Long life learning und Weiterbildung
- Konjunktursicherer Job

7.1 Die Kategorie: Menschen-Helfer-Syndrom

Dieses „Samariter“[7] -Dasein ließ sich in etwa ausgewogenem Maße bei den Antworten beider Kurse wiederfinden.

„ Es ist ein schönes Gefühl Menschen zu helfen. Ich möchte Gutes tun.“[8]

„In diesem Beruf bin ich mit `Herz und Seele` dabei. Ich sehe diesen Beruf als meine Lebensaufgabe“[9]

Ein erfreuliches Ergebnis zumal ein Hauptbestandteil der Pflege ist, anderen pflegebedürftige Menschen zu helfen, die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen zu erhalten bzw. wieder herzustellen oder sie trotz Einschränkungen zu neuen Lebensqualitäten zu befähigen.[10]

Ebenso der ICN(International Council of Nursing):

„Der Weltbund der Krankenschwestern und Krankenpfleger (ICN) legt vier grundlegende Aufgaben für die in Pflegeberufen Tätigen fest: nämlich Gesundheit zu fördern, Krankheit zu verhüten, Gesundheit wiederherzustellen und Leiden zu lindern. Zur Pflege gehört die Achtung vor dem Leben, vor der Würde und den Grundrechten des Menschen. Sie wird ohne Rücksicht auf die Nationalität, die Rasse, den Glauben, die Hautfarbe, das Alter, das Geschlecht, die politische Einstellung oder den sozialen Rang ausgeübt. Die Pflegenden üben ihre berufliche Tätigkeit zum Wohle des einzelnen, der Familie und der Gemeinschaft aus...“[11]

Ein Unterkurs- und ein Mittelkursschüler schreiben in diesem Zusammenhang auch von einer „sozialen Ader“[12], die sie an sich bemerkt haben.

Aber trotz dieses spürbaren Enthusiasmus eines Schülers:

„ Ich habe mir die Pflege Kranker zur Lebensaufgabe gemacht“,[13]

sollte man als Pflegekraft, auch wenn man sich noch in der Ausbildung befindet, wissen oder sich bewusst machen, welche Gefahren diese „Nächstenliebe und selbstloses Tun“ bewirken kann. Eine Aufopferung und Selbstaufgabe ist die Folge, was neudeutsch als „Burnout“ bekannt, ein aktuelles und brisantes Thema darstellt.

Auf die psychischen und physischen Belastungen, die dieses Burnout auslösen können, werde ich in einer späteren Kategorie, bei Frage 3 bzw. 4, ausführlicher eingehen.

7.1.1Subkategorie: Kindheitstraum

Nicht zu verachten sind bei diesem Menschen-Helfer-Syndrom schon der frühe Berufswunsch zur Krankenschwester. Interessanterweise kommt diese Nennung des Kindheitstraums doppelt so oft im Unterkurs vor als beim Mittelkurs.

Allerdings ist die Schlussfolgerung, dass durch das evtl. niedrigere Durchschnittsalter der Unterkursschüler, die Zeitspanne vom Kindergartenalter bis zur jetzigen Zeit kürzer ist und dadurch der Bezug zum Kindheitstraum noch besser im Gedächtnis erhalten ist, unzulässig. In beiden Kursen wird ein doch recht breites Altersspektrum wiedergespiegelt, so dass das Durchschnittsalter nicht so stark ins Gewicht fällt.

„ Es war schon immer von klein auf an mein Wunsch, mich um kranke Menschen zu kümmern, ihnen helfen und beistehen zu wollen.“[14]

„Ich wollte schon seit dem Kindergarten immer Krankenschwester werden“[15]

7.1.2 Subkategorie: Menschenkontakt

Ein weiterer Bestandteil der unseren Berufsstand der Krankenpflege auszeichnet ist der stetige Kontakt mit Menschen.

„Ich wollte schon immer einen Beruf machen, bei dem ich mit Menschen zusammen arbeite und ihnen auch helfen kann“[16]

So steht an jedem Arbeitsalltag, die direkte Zusammenarbeit mit den Menschen, die pflegebedürftig sind, an erster Stelle.

„Grundlage jeglichen pflegerischen Handelns ist die partnerschaftliche Beziehung zwischen Klient und Pflegenden“[17]

Der Menschenkontakt bezieht sich aber nicht nur auf den Kontakt zwischen Patienten und Pflegekraft, sondern auch auf die „Zusammenarbeit und Kommunikation im multidiziplinären Teams unter Berücksichtigung der unterschiedlichen professionellen Zuständigkeiten.“[18]

7.1.3 Subkategorie: Familiärer Pflegefall

Selbst ein Pflegefall in dem sozialen Umfeld kann einer der Beweggründe sein, sich für die Ausbildung zu Krankenschwester/ Pfleger zu entscheiden.

„ Meine Mama lag 5 Jahre im Krankenhaus, da habe ich sehr viel mitbekommen, weil ich sehr oft bei ihr war. Ich denke, dass hat schon ein bisschen dazu beigetragen“[19]

„Meine Tante hat MS und bei Besuchen erkannte ich die Wichtigkeit des Berufes und machte ein Praktikum“[20]

7.2 Kategorie: Vorkenntnisse

Als weitere Entscheidungshilfe können auch gewisse Vorkenntnisse über einen Beruf von Vorteil sein. Diese Vorkenntnisse können dabei differenzierter Art sein: z.B. durch ein Familienmitglied, das in der Pflege oder Medizin arbeitet oder auch durch Erfahrungen, die selbst von den zukünftigen Krankenpflegeschüler/-innen gemacht werden können z.B. durch einen Pflegefall in der Familie oder auch im Rahmen eines vorherigen FSJ, Zivildienstes bzw. Praktikums.

7.2.1 Subkategorie: Familiäre Tradition

Diese Vorkenntnisse können, wie bereits erwähnt, ebenso durch den Familien- oder Verwandtenkreis bedingt sein. Wenn z.B. Familienmitglieder bereits den Berufsweg der Krankenpflege oder evtl. der Medizin eingeschlagen haben und von ihren Erfahrungen berichten.

„Meine Tante, die Stationsleitung einer Station ist, hat mir viel erzählt“[21]

7.2.2 Subkategorie: FSJ

Das Freiwillige Soziale Jahr findet immer mehr Akzeptanz, gerade auch bei den Schulabgängern. Dieser Zeitraum kann als Orientierungsphase gewertet werden. Je nach dem, an welcher Arbeitsstelle es geleistet wird, hat es sogar einen pflegepraktikumsnahen Bezug.

„Durch das FSJ habe ich gemerkt, dass mir der Beruf der Krankenschwester liegt und Spaß macht“[22]

7.2.3 Subkategorie: Zivildienst

Ähnlich dem FSJ kann der Zeitraum des Zivildienstes zur Orientierung genutzt werden.

„ Durch den Zivildienst habe ich meine soziale Ader entdeckt“[23]

7.2.4 Subkategorie: Praktikum

Meines Erachtens nach, als eine der besten Entscheidungshilfen für die zukünftigen Krankenpflegeschüler/innen bietet sich das Praktikum an.

So ergaben auch über ein Drittel der beantworteten Fragen, dass ein oder sogar mehrere Praktikas von den Krankenpflegeschülern/innen im Vorfeld absolviert wurde, welches bei den meisten sogar „Spaß“ gemacht hat.

Durch das Praktikum bekommen die Schüler/innen Einblicke in die evtl. zukünftigen Tätigkeitsfelder. Sie lernen den Stationsalltag in allen erfreulichen und unerfreulichen Phasen kennen und müssen sich mit diesen auseinandersetzen.

Für viele ist es wie mit dem Aperitif vor dem Essen, ein „Appetitanreger“ für die Pflege.

„ Ich habe nun schon so viele Praktikas absolviert und nach jedem hat es mir mehr Spaß gemacht.“[24]

„ Da ich vorher ein Praktikum gemacht hatte, war ich in meiner Entscheidung, die Ausbildung zu machen sicher“[25]

Diesbezüglich steht auch unter den Ausbildungsvoraussetzungen über praktische Tätigkeiten in den „Blätter zur Berufskunde: Krankenschwester/ Krankenpfleger“, dass von der Bundesanstalt für Arbeit herausgegebenen wird:

„Ein Nachweis von berufspraktischen Tätigkeiten vor der Ausbildung ist nicht gefordert. Gleichwohl ist ein pflegerisches Praktikum, das Einblick in den angestrebten Beruf ermöglicht, zur Überprüfung des Berufswunsches durchaus empfehlenswert.“[26]

7.3 Kategorie: Interesse an der Pflege & Medizin

Ein grundsätzliches Interesse bezüglich der Pflege und der Medizin sollte bei jedem Berufseinsteiger bestehen.

Auch wenn heute davon ausgegangen werden kann, dass eine Berufsentscheidung nicht mehr für das ganze Leben gültig sein muss, werden mit der Entscheidung doch Grundlagen für den weiteren Lebensweg festgelegt. Das bedeutet, dass man nicht nur die zukünftigen Berufsausaussichten und Prognosen eines Berufes in seine Überlegungen bezüglich der Berufswahl miteinbeziehen sollte, sondern auch persönliche Neigungen, Interessen und Fähigkeiten berücksichtigt werden müssen. Denn letztendlich entscheiden die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Anlagen über den Ausbildungs- und Berufserfolg.[27]

„Ich habe Interesse an der Pflege/Medizin und überhaupt an der Arbeit im Krankenhaus“[28]

7.3.1 Subkategorie: Long life learning und Weiterbildung

Wie für die meisten anderen Berufen auch, gilt für die Pflege: Lebenslanges Lernen.

Die Flexibilität und Mobilität, sowie auch die Bereitschaft zur Weiterbildung ist von großer Bedeutung für den beruflichen Erfolg. Des weiteren stellt es auch eine gewisse Herausforderung dar, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und althergebrachte Praktiken und Methoden kritisch zu überdenken und offen, aber ggf. nicht kritiklos zu sein, für das Neue.

„Ich möchte mich noch einmal verändern und das Wissen erweitern“[29]

„Ich möchte mir anatomisches, physiologisches Hintergrundwissen über den Krankheitsverlauf, die Auswirkung auf die Psyche und pflegerisches Wissen aneignen.“[30]

Auf die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten des Krankenpflegeberufs werde ich explizit in einer späteren Kategorie eingehen.

7.4 Kategorie: Konjukturschwankungssicherer Job:

„Durch die demographische Entwicklung (absolute Zunahmen der Zahl älterer Menschen, Zunahme des relativen Anteils älterer Menschen, Zunahme der Zahl hochbetagter Menschen), die Zunahme chronifizierter Krankheiten und Multimorbilität bei älteren Menschen, steigende Ansprüche an eine menschen- und altersgerechte Versorgung im Alter (Enthospitalisierung) bei gleichzeitigem Rückgang der familiären Pflegekapazitäten führen zu steigenden Inanspruchnahme professioneller pflegerischer Dienstleistungen.“

Was nur eine Folge zulässt, dass „grundsätzlich (...) ein Bedarf an qualifizierten Pflegekräften vorhanden“[31] ist.

Doch es ergeben sich aus diesen Tatsachen noch weitere Aspekte, denn die Verschiebungen in der Alterspyramide, „führen nicht nur zu immer mehr älteren Menschen, sie bringen auch immer weniger junge Berufseinsteiger mit sich. Es werden voraussichtlich immer weniger Bewerberinnen und Bewerber für die Pflege zur Verfügung stehen.“[32]

So beschreibt auch ein Unterkursschüler diese `rosigen Aussichten`:

„ Es ist meiner Meinung nach ein sicherer Arbeitsplatz bis zum Rentenalter“[33]

8. Die Analyse der zweiten Frage:

Frage 2: Glaubt Ihr, dass Euch der Beruf/ die Ausbildung bereits verändert hat oder wird?

Bei dieser Frage sollten sich die befragten Schüler über die möglichen Folgen einer dreijährigen Ausbildung sowie dem späteren Berufleben, Gedanken machen.

So erkannte z.B. ein Unterkursschüler:

„Ich glaube schon, dass er mich verändert, weil jeder Beruf den Menschen verändert, nur eben auf seine eigene Art und Weise“[34]

Zur besseren Analyse wurde wieder ein Codesystem angefertigt. Folgende Kategorien ergaben sich dabei:

- Keine Veränderung
- Veränderung ja, aber in welche Richtung?
- Lebenswandeländerung
- Gesteigertes Verantwortungsvermögen
- Menschenkenntnis
- Abhärtung
- Humor

8.1 Die Kategorie: Keine Veränderung

Recht wenige der Befragten meinen, dass sie die Ausbildung bzw. der Beruf nicht verändern wird.[35] Interessanterweise wurde diese Aussage vermehrt im Unterkurs gegeben. Ob diese Einschätzung aus mangelnder Erfahrung heraus gegeben wurde, lässt sich jedoch nicht eindeutig nachweisen. Eindeutig ist nur, dass sich die Unterkursschüler erst seit Anfang Oktober 2002 in der Ausbildung befinden und die Befragung bereits Ende Oktober erfolgte, was eine Ausbildungsdauer in den theoretischen Grundlagen von ca. einem Monat bedeutet. Sicherlich kein Zeitraum um sich fundierte Gedanken über evtl. mögliche ausbildungsbedingte Veränderungen im zukünftigen Leben zu machen.

8.2 Die Kategorie: Veränderung ja, aber in welche Richtung?

Dagegen ist für einen großen Anteil der befragten Auszubildenden sicher, dass eine Veränderung in ihrem Leben, durch die Ausbildung bzw. später durch die Ausübung des Berufes, stattfindet.

8.2.1 Subkategorie: Lebenswandeländerung

In wie weit diese Veränderungen aber in der Lebensauffassung, im Lebensinhalt oder im Grundsatz präsent und sich manifestieren werden, sind sich viele Auszubildende jedoch noch unsicher.

Einige Tendenzen lassen sich aber herausfiltern.

a) Gesteigertes Verantwortungsvermögen:

„(...) man wird vorsichtiger. Ich weiß jetzt was passieren kann, wenn ich dies und das mache.“[36]

„(...) man wird selbstständiger ist auf sich allein gestellt und lernt für die eigene Zukunft. Man wird erwachsener und muss Verantwortung übernehmen.“[37]

Diese befragten Krankenpflegeschüler/innen weisen zum einen auf die eigene Verantwortung hin, die jeder Mensch für sich selbst hat. Dieses eigene Verantwortungsverhalten kann durch das theoretisches Wissen der Ausbildung gesteigert werden.

Zum anderen werden die Krankenpflegeschüler/innen im Rahmen ihrer Ausbildung oft Situationen ausgesetzt, die evtl. einen Entwicklungsprozess im Verantwortungsverhalten in Gang setzten können. So dass sie, wie im oben angegebenen Zitat aufgeführt ist, reifer werden können.

b) Menschenkenntnis:

„Ich hoffe, dass mich die Ausbildung verändert, denn ich möchte Menschen auf ihre eigene Art und Weise kennenlernen.“[38]

c) Abhärtung:

Diese Menschenkenntnis kann aber auch eine gewisse Abhärtung mit sich bringen.

„Durch die lange Zeit davor schon in der Pflege, hat sich meine Ansicht über manche Kranke, die sich trotz der Aufklärung ihren Körper zerstören, verändert. Ich habe mit solchen Menschen kein Mitleid mehr.“[39]

Eine andere Abhärtung kann, durch den Umgang und den Erfahrung begründet, auch zum Verlust oder zumindest zu einem Absinken der Grenze des Angewidert sein führen.

„(...) auf jeden Fall bin ich nicht mehr so empfindlich gegenüber Krankheiten und ähnliches.“[40]

d) Humor:

Die Abhärtung kann sich auch über den Humor äußern, wie es ein befragter Krankenpflegeschüler des Mittelkurses zur Antwort gibt.

„...man bekommt einen makaberen Humor“[41]

9. Die Analyse der dritten Frage und vierten Frage:

Frage 3: Welche Auffassung über das Berufsbild habt Ihr aus Eurem Bekannten- u. Familienkreis erfahren?

Frage 4: Was ist Eure eigene Meinung über das heutige Berufsbild der Krankenschwester/ Pfleger?

Bei der dritten Frage wollten wir uns mit den unterschiedlichen Meinungen aus dem privat sozialen Umfeld auseinander setzten, die auf den Auszubildenden tagtäglich einwirken. Gleichzeitig wollten wir in der vierten Frage herausfinden, in wie weit, diese von außen einströmende Meinungen mit den persönlichen Auffassungen der befragten Krankenpflegeschüler/innen im Konsens stehen, oder ob sie in keiner Art und Weise kongruent sind.

Beide Antwortenkataloge wurden wieder in ein gemeinsames Kategoriensystem umgesetzt.

- Entwertung
- Falsches Image
- Nur ein Frauenjob ?
- Bewunderung
- Schlechte Arbeitszeit
- Physische & psychische Anforderungen bzw. Belastungen
- Schlechte Bezahlung
- Pflegepersonalmangel/-notstand
- Stichwort: Alterspyramide oder „ein Job, der immer gebraucht wird“
- Handlangerdasein oder eigenständiger Beruf?

9.1 Kategorie: Entwertung

Wenn das Berufsbild der Krankenpflege in der Öffentlichkeit oder von Laien umschrieben werden soll, gehen die Antworten oft in eine bestimmte Richtung:

„ Die meisten meinten, dass sie auch den ´Arsch abputzen und Kaffe trinken` könnten.“[42]

In diesem Zitat einer Mittelkursschülerin wird deutlich, dass sich viele über das breitgefächerte Anforderungs- und Tätigkeitsspektrum einer Krankenschwester/Pfleger nicht bewusst sind. Die Tätigkeiten werden in der Öffentlichkeit regelrecht entwertet und auf ein paar aussagekräftige Schlagwörter reduziert.

Zwei Zitatbegriffe sind zur Veranschaulichung aufgeführt.

„Urinkellner.“[43]

„Arschputzer.“[44]

Ich denke diesbezüglich, bedarf es keiner zusätzlichen Erklärung.

9.1.1 Subkategorie: Falsches Image

Diese Art der Polemik, wie sie bei den Zitaten praktiziert wurde, basiert, wie so oft bei der Polemik, auf Unwissenheit.

„Der Beruf wird eigentlich nur negativ beschrieben. Jeder bemitleidet mich darüber, mehr oder weniger. Keiner weiß, was wir in diesen drei Jahren, trotzdem alles an Theorie lernen müssen.“[45]

„(...) oftmals gibt es in der Öffentlichkeit noch das Bild der Krankenschwester, die einen Minirock anhat, die Bluse geöffnet ist und sie ein Verhältnis mit dem Stationsarzt hat. Aber das wird sich mit der Zeit noch ändern.“[46]

Die Unwissenheit wird unter anderem nur noch bestärkt durch die Vielzahl der Krankenhausserien, die fast täglich über die Fernsehsender ausgestrahlt werden.

Allerdings möchte ich auf den Aspekt der Krankenhausserien später noch ausführlicher eingehen.

Das falsche Image wird auch im Internet, in einer nicht zu vernachlässigender Weise gepflegt, wie dies eine Mittelkursschülerin bei ihrer Antwort bemerkte.

„ Nicht mal im Internet wird der Berufsstand der Krankenschwestern respektiert. Wenn man beispielsweise bei einer Suchmaschine das Stichwort ´Krankenschwester` eingibt, muss man sich bei den Ergebnissen erst durch eine Unmenge von versteckten Pornoseiten durchkämpfen, bis man mal was vernünftiges hat.“[47]

Eine erschreckend, traurige Erkenntnis!

9.1.2 Subkategorie: Nur ein Frauenjob?

„Meine Bekannten denken, dass es ein reiner Frauenjob sei!“[48]

Mergner (1992, Seite 198), der im Buch von Lorenz A. zitiert wird, bemerkt diesbezüglich:

„Pflege ist Frauenarbeit und besondere Frauenarbeit zugleich und das nicht nur aufgrund genetischer Prädisposition oder dergleichen, sondern aufgrund gesellschaftlicher Bestimmungen.“[49]

Dagegen wird im gleichen Buch von Lorenz A. erwähnt:

„Die Krankenpflege ist kein Frauenberuf, weil sie frauenfeindlich ist [...] und weil sie Familie und Beruf nicht vereinbar macht.“[50]

9.2 Kategorie: Bewunderung

Zum Glück gibt es aber auch positivere Bewertungen.

„Er gilt als ein Beruf von dem viele behaupten, dass sie ihn auf keinem Fall machen könnten!“[51]

„Fast jeder hat gesagt, dass er meine Entscheidung bewundert (...)“[52]

„Sie schätzen diese Arbeit (...)“[53]

Wie in den gerade erwähnten Zitaten, hat der Krankenpflege-Beruf bei einigen Menschen in der Öffentlichkeit immer noch einen beachtlichen Stellenwert. So fallen bei den Antworten unter anderem häufig Worte wie „Respekt“ oder „zu schätzen und zu würdigen wissen“.

Diese Bewunderung wird durch einige weitere Aspekte noch bestärkt.

9.2.1 Subkategorie: Schlechte Arbeitszeit

Sehr häufig werden die Schichtarbeit, der Wochenend- und Feiertagsdienst angesprochen.

Die Schichtarbeit ist meistens in 3 Schichten eingeteilt und beinhaltet den Früh-, Spät sowie den Nachtdienst. Diese wechselnden Dienstzeiten oder auch die sogenannten Schaukeldienste stellen eine enorme körperliche Anforderung bzw. Belastung an die Pflegekräfte. Auf diese möchte ich in der folgenden Subkategorie kurz eingehen.

9.2.2 Subkategorie: Physische & psychische Anforderungen bzw. Belastungen

Ein, in den Berufskunde-Blättern der Krankenschwester/ Krankenpfleger angegebener Punkt, bei den Vorrausetzungen/ Zulassungsbeschränkungen für den Beruf ist die „seelische und körperliche Belastbarkeit“[54].

In der Berufsbild Broschüre des DBfK, wird ebenfalls bei den Ausbildungsvoraussetzungen die „physische und psychische Gesundheit“[55] angegeben.

Ein Mittelkursschüler antwortet auf diese Frage folgendermaßen:

„Sie meinten es sei ein schwieriger, meist kein leichter Beruf. Man hört öfters, dass sie das nicht könnten.“[56]

Ein Unterkursschüler antwortet:

„ Sie denken, dass der Beruf sehr stressig und anstrengend ist und es mir mit der Zeit bestimmt an die Nerven geht.“[57]

Fast schon wie eine Belehrung oder düstere Zukunftsprognosen klingt dieses Zitat:

„Meine Mutter meinte, dass ich es bleiben lassen soll, da ich sonst meinen Rücken kaputt mache.“[58]

Kann die Pflege dabei noch als ein Traumberuf gelten?

Vielleicht schon, da sich die Auszubildenden durchaus bewusst sind, was von ihnen alles gefordert wird und welchen Risiken sie sich bei der Ausführung des Berufes aussetzen.

„Es ist ein schwerer Beruf, in dem man viel Leid ertragen muss, aber wenn ich das nicht ertragen könnte, hätte ich wohl den Beruf verfehlt.“[59]

„Es wird sehr viel verlangt (Wissen, körperliche und psychische Stärke).“[60]

„Es wird viel verlangt und ist ab und zu ganz schön hart.“[61]

„Der Beruf ist hart, es muss einem liegen. Man sollte die gesundheitlichen Beschwerden bedenken (Kreuz).“[62]

9.2.3 Subkategorie: Schlechte Bezahlung

Ein gewisser Idealismus gehört allerdings schon dazu, sich für diesen Beruf zu entscheiden, nicht zuletzt durch die Problematik der schlechten Bezahlung, die sehr wohl auch in der Öffentlichkeit bekannt ist.

„Sie denken, dass es ein Knochenjob sei, bei dem man zu wenig Geld bekommt, für das was man leisten muss.“[63]

„Sie denken, dass es viel Arbeit sei bei der man aber wenig verdient.“[64]

Die Schüler selbst, sind sich der schlechten Entlohnung durchaus bewusst.

„Ich finde, dass für diese Arbeit zu wenig gezahlt wird.“[65]

9.2.4 Subkategorie: Personalmangel/-notstand

„(...) es ist ein Beruf, der immer gebraucht werden wird, jetzt sogar verstärkt aufgrund unserer demographischen Entwicklung in Deutschland. Es gibt immer mehr alte Menschen, die durch den medizinischen Fortschritt immer älter werden und von immer wenigeren Menschen versorgt werden können. Unter den derzeitigen Voraussetzungen, meiner Meinung nach eine Milchmädchen-Rechnung, die nicht aufgehen wird.“[66]

„Wichtige Arbeitskraft, da es immer mehr ältere, pflegebedürftige Menschen gibt.“[67]

„Viele sagen, da gibt es zu wenig, vor allem in den nächsten 10-20 Jahren.“[68]

In dem Situationspapier von ADS und DBfK über die Berufliche Pflege in Deutschland heißt es:

„Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Sie liegen einerseits in den demographischen Veränderungen (steigender Pflegebedarf bei einem Rückgang von Berufseinsteigern), andererseits in einer Reihe von politischen und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen (Herumdoktern an Symptomen statt Bekämpfung der Ursachen). So führte die Budgetdeckelung der Krankenhäuser und gleichzeitige Aufhebung der Pflegepersonalregelung dazu, dass die Neuschaffung von Planstellen im ärztlichen Bereich mit dem Abbau von Pflegestellen und Ausbildungsplätzen in den Pflegeschulen einherging. Dies macht die einseitige Medizinorientierung des Gesundheitswesens deutlich.“[69]

Den Mangel von Pflegepersonal bemerkt man jetzt schon auf einigen Stationen. Auch eine befragte Mittelkursschülerin erwähnt diesen Aspekt:

„Ich denke, dass wir oft durch Personalmangel überlastet sind.“[70]

In dem gerade zitierten Situationspapier, wird dieser Punkt wie folgt etwas näher ausgeführt:

„Zu enge Stellenpläne bei stetig steigender Arbeitsintensität (...) führen zu Zeitdruck, hohen Ausfallzahlen“[71] und letztendlich zum Burnout-Syndrom.

„Die größte Herausforderung für die Pflege im 21. Jahrhundert wird aber sein, den eigen Nachwuchs zu sichern. Die demographischen Entwicklungen führen nicht nur zu immer mehr älteren Menschen, sie bringen auch immer weniger junge Berufseinsteiger mit sich. Es werden also voraussichtlich immer weniger Bewerberinnen und Bewerber für die Pflege zur Verfügung stehen. Langfristig bedeutet dies, dass sich pflegerische Versorgungsstrukturen herausbilden müssen, die sich deutlich von dem Bild der letzten 20 Jahre unterscheiden. Es wird mehr und bessere Pflege gebraucht, aber auch stärker differenzierte Pflege.“[72]

Dennoch sollte man als Auszubildender nicht allzu negativ in die Zukunft schauen, auch wenn sich ein Mangel an Fachkräften abzeichnet, denn gleichzeitig werden bei einer möglichen Umstrukturierung des Gesundheitswesens auch evtl. neue Wege ermöglicht:

„Sie finden es gut, dass ich diesen Beruf erlernen will, denn man hat darin Zukunft und Aufstiegschancen.“[73]

„Berufliche Fortbildung zielt auf die Aktualisierung und Vertiefung des Fachwissens sowie auf die Förderung der Handlungs- und Sozialkompetenz. Die berufliche Weiterbildung dient dem Erwerb zusätzlichen Wissens und Könnens und führt zu einem qualifizierten Abschluss.“[74]

Zusätzlich besteht natürlich noch die Möglichkeit durch ein Studium in einem der möglichen Pflegestudiengänge, einem akademischer Grad zuerlangen bzw. sogar zu promovieren oder habilitieren.

9.3 Kategorie: „Handlanger“-Dasein oder eigenständiger Beruf?

Einige Krankenpflegeschüler/innen bemängelten in ihren Antworten, die leider noch oft unter den Medizinern verbreitete These: Pflege ist die Assistenz der Medizin.

„Manchmal hat man leider das Gefühl nur ein Handlanger von manchen Ärzten und Patienten zu sein, d.h., dass man nur den Hintern abputzen darf. Ich denke es ist an der Zeit, der Krankenschwester mehr Aufgaben zu geben z.B. Blutabnahme. Man sollte sie auf eine Stufe mit den Ärzten stellen.“[75]

„Wir sind ein eigener Stand, der mit Therapeuten und Ärzten usw. ein Team für die Genesung und Prävention bildet.“[76]

„Ich denke wir sind wichtiger oder zumindest gleichgestellt gegenüber den Ärzten.“[77]

Historisch gesehen kommt es zweifellos, nicht zuletzt durch die Geschlechterrollen bedingte Tradition, zu einer hierarchischen Unterordnung: `Pflege als Assistenz der Medizin`.

Erst seit den 60ern wird dieses Problem, unter dem Stichwort „Professionalisierung“ zum Thema wissenschaftlicher und berufspolitischer Betrachtung.[78]

Für die Krankenpflege bedeutet dies, dass unter anderem durch die Weiterentwicklung und die fortschreitende Etablierung der Pflegestudiengänge (Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft), der Weg zu einem eigenständigen Beruf langsam geebnet wird. Jede/r einzelne Krankenschwester/Pfleger kann jedoch einen Teil dazu beitragen. So kann man sich stets weiterbilden, um professionelle Arbeit zu leisten und/oder auch in einen Berufsverband, durch den gemeinsame Interessen, zum Beispiel auch in internationalen Verbänden vertreten werden, eintreten.

10. Die Analyse der fünften Frage:

Frage 5: Glaubt Ihr, dass das äußere Erscheinungsbild bei der Ausführung des Berufes wichtig ist?

Bei dieser Frage wollten wir unter anderem in Erfahrung bringen, in wie weit das äußere Erscheinungsbild einen Einfluss auf die Arbeit bzw. sogar auf das Berufsverständnis der Auszubildenden hat.

Zur genaueren Analyse wurde wieder ein Kategoriensystem erstellt, in das die Antworten der befragten Krankenpflegeschüler/innen eingeordnet wurden.

- Gepflegtes Äußeres
- Piercings, Tatoos, Schmuck etc. erlaubt oder nicht vertretbar
- Umgang
- Hygiene
- Kompetenz
- Vertrauensperson

10.1 Kategorie: Gepflegtes Äußeres

In etwa 75% der beantworteten Fragen der Krankenpflegeschüler/innen konnte man diesen Aspekt, des „gepflegten Äußeres“, feststellen.

„Es ist wichtig, das man sauber und gepflegt zum Dienst erscheint.“[79]

„Ein gepflegter Eindruck ist wichtig.“[80]

„Man sollte nicht ungepflegt, wie ein Penner rumlaufen“[81]

Uneinig diesbezüglich waren sie sich nur bei der Frage, ob Tatoos, Piercings, eine extreme Haarfarbe oder etwa lange Fingernägel sich mit dem „gepflegten Äußeren“ in Verbindung bringen lassen, oder ob sich das nicht in Einklang bringen läßt.

Die `Tolarenteren´ unter den Befragten argumentierten wie folgt:

„Man sollte auf jeden Fall gepflegt aussehen; ich finde es aber nicht so schlimm, ob man Piercings etc. hat oder nicht. Es kommt auf den Umgang mit den Patienten an.“[82]

„ Hauptsache man ist und sieht gepflegt aus. Ich glaube, dass es dann egal ist, ob man rote Haare hat oder gepierct ist.“[83]

„Etwas Hygiene sollte schon sein. Ein gepflegtes Äußeres gehört, denke ich schon dazu, was aber nicht heißt, dass Piercings oder eine bestimmte Harrfarbe, etwas über ein gepflegtes Äußeres aussagen; man sollte ja schließlich nicht übertreiben.“[84]

„Ein gepflegtes Äußeres ist von Vorteil, aber wichtiger ist das Benehmen bzw. der Umgang mit den Menschen.“[85]

Die eher `konservativ` Gesinnten argumentierten dagegen. Schon sehr konkrete Vorstellungen hat folgende Schülerin:

„...Man sollte gepflegt aussehen. Ich finde z.B. lange Fingernägel und überschminkte Augen unpassend, die Haare sollten auch wenn sie lang sind zusammengebunden sein.“[86]

„Pflegepersonal sollte auf jeden Fall gepflegt aussehen. Ich denke, dass sich eine alte Frau von 80 Jahren nicht unbedingt von einer total gepiercten oder/und tätowierten Pflegekraft pflegen lassen wollte.“[87]

„ Ich denke viele sichtbare Piercings und Tatoos passen nicht, weil man nicht so kompetent rüber kommt, was natürlich nicht heißt, dass wenn einer so was hat, nicht auch kompetent sein kann.“[88]

Hierbei stellt sich wohl auch die Frage nach altbekannten Vorurteilsmustern, die in unseren heutigen Gesellschaft sicherlich neu bedacht werden müssten !

Darf jedoch ein Ohrring mit einem Nasenpiercing auf eine Stufe gestellt werden?

Generell müssen sich die Auszubildenden nach den Hygieneordnern der jeweiligen Stationen richten, auf denen sie gerade tätig sind. So dass z.B. das Tragen von Piercings auf der Intensivstation oder im Säuglingszimmer, aus hygienischen Aspekten, untersagt werden kann.

Abgesehen von der Piercing- bzw. Tätowierungsfrage halten einige Auszubildende das „gepflegte Äußere“ als Ausgangspunkt für ein konstruktives Arbeitsmilieu.

„Man sollte sich schon auf eine saubere, gepflegte Erscheinung achten, um eine vertrauensvolle Basis zwischen den Pflegenden und den Patienten zu ermöglichen.“[89]

Das äußere Erscheinungsbild ist „sehr wichtig, denn daran messen einem die Patienten und Angehörige; es ist somit ein Grad der Vertrauenswürdigkeit beim ersten Eindruck“[90]

11. Die Analyse der sechsten Frage:

Frage 6: Was haltet Ihr von Krankenhausserien?

Bei dieser letzten Frage, die wir den Krankenpflegeschüler/innen stellten, wollten wir erfahren, welchen Stellenwert Krankenhausserien einnehmen, erreichen sie einen dokumentationsähnlichen Status, oder haben sie eher einen, mehr oder weniger, reinen unterhaltsamen Charakter.

Um die Analyse zu erleichtern wurden auch bei dieser Frage wieder die Antworten in ein Kategoriensystem eingeordnet.

- Serien-Nichtseher
- Unrealistisch und Vermittlung falscher Tatsachen
- „Sr. Stefanie“
- Serien-Seher
- „ER“-Fan´s
- Lehrreich
- Amüsante Unterhaltung

11.1 Die Kategorie: Serien-Nichtseher

„Ich halte nicht viel von Krankenhausserien und schaue mir sie auch nicht an.“[91]

So oder so ähnlich argumentierten noch einige andere Auszubildende, interessanterweise mehr Unterkurs- als im Vergleich dazu die Mittelkursschüler/innen.

11.1.1 Subkategorie: Unrealistisch und Vermittlung falscher Tatsachen

„Die meisten zeigen einen übertrieben, hektischen Betriebsablauf. So viel Action, wie in einigen Serien, gibt es nicht jeden Tag. Sie wirken überzogen.“[92]

„In vielen Serien wird der Alltag der Schwester ganz anders dargestellt; so sieht es nicht in Wirklichkeit aus.“[93]

„Nichts könnte mich mehr aufregen, weil der Beruf ein falsches Image vom ´Kaffee trinken´ und dem ´mit den Ärzten herumbumsen´ bekommt.“[94]

„Ich finde sie lächerlich und total unrealistisch. Das ist doch nur billige Geldmacherei, die überhaupt nichts mehr mit der Realität zu tun hat.“[95]

Unter diesen Umständen hat auch mittlerweile Sr. Stefanie, aus der Sat1 Serie „Auf alle Fälle Stefanie“, einen Status der Berühmtheit bei den Auszubildenden erlangt.

Gitta Düperthal fasst den Inhalt der Arzt- und Krankenhausserien in ihrem Artikel wie folgt kurz zusammen:

„Erstens: Es geht hauptsächlich um weibliche Körper und ihre Ästhetik (...) Zweitens: Um die (Aus)-Nutzbarkeit von Frauen als Lustobjekt (...) Drittens: um Sex (...) Viertens: Um eine diffuse Dynamik. Frauen sind in Arztserien immer und ewig engagiert. Selbstverständlich nicht etwa für ein politische Ziel, wissenschaftliche Forschung oder gar eine kulturelle Vorliebe. So etwas kommt in keiner Serie vor. Es menschelt.“[96]

11.2 Die Kategorie: Serien-Seher

Dennoch gaben etwa ein Drittel der befragten Krankenpflegeschüler/innen an, dass sie solche Serien anschauen.

11.2.1 Subkategorie: „ER“-Fan´s

Als deutlich hervortretender Favorit wurde die Pro7 Serie „Emergency Room- die Notaufnahme“ („ER“ abgekürzt) häufig bei den Antworten genannt.

„Außer Emergency Room finde ich sie eher fürchterlich (z.B. Sr. Stefanie).“[97]

„Solange sie realistisch sind, wie ER, finde ich sie gut.“[98]

„Vor allem ER ist sehr lehrreich und auch interessant.“[99]

„Ich liebe Emergency Room, weil es so realitätsnah ist. Es ist die einzig gute Krankenhausserie“[100]

11.2.2 Subkategorie: Amüsante Unterhaltung

Jedoch gibt es auch Auszubildende, die nicht nur die amerikanischen Serien („ER“ oder „Chicago Hope“) anschauen. Sie machen sich eher ein Spass daraus.

„Ich finde sie super, denn man kann sich so gut darüber amüsieren. Ich guck eigentlich alle gern.“[101]

„Ich finde sie total lustig, wenn man weiß, wie es wirklich zugeht. Ich lache mich immer tot, wenn ich sehe, was die alles falsch machen oder wie z.B. Sr. Stefanie im OP, dann im Aufwachraum arbeitet und plötzlich wieder auf Station arbeitet oder doch im Rettungswagen dabei ist...“[102]

12. Schlussbemerkung:

Insgesamt zeigt sich in den gesammelten Antworten, dass die Mehrheit der befragten Schüler sich bereits sehr intensiv mit ihrem zukünftigen Beruf der Krankenschwester/ Pfleger auseinandergesetzt haben. Sie sind kritische Beobachter des Berufsbildes, seiner äußeren Wirkung auf Mitmenschen und der weiteren Zukunftsprognosen.

Es ist eindeutig die Aktualität dieser Thematik, weshalb die Bearbeitung sehr spannend für uns war.

KRANKENHAUSSERIEN

Was sind jetzt nun eigentlich die bereits erwähnten Krankenhausserien und welches Publikum möchten sie erreichen?

1 Einleitung:

1967 zeigte das deutsche Fernsehen die erste deutsche Produktion "LANDARZT DR. BROCK". Immer mehr Serien bauten auf die Merkmale Arzt, Krankenhaus, Familie und Heimat wie zum Beispiel "SCHWARZWALDKLINIK" Mitte der 80-iger Jahre. Die Sparte schwankt seit seinen Anfängen inhaltlich zwischen einer tendenziell realistischen Darstellung medizinischer und sozialer Probleme auf der einen Seite und Heile-Welt-Darstellungen und auf der anderen idyllisierende Tendenzen.

So stellt die "SCHWARZWALDKLINIK" mit Prof. Dr. Brinkmann ein Paradebeispiel für die Glorifizierung des Arztes zum "Halbgott in Weiß" dar.

Neuere Arztserien wie zum Beispiel "ALPHATEAM-DIE LEBENSRETTER IM OP" zeigen zunehmend Ärzte als Mitglieder eines Teams. In den Serien wird aber eines total vergessen, und zwar, dass es für die Ärzte und das Pflegepersonal auch noch ein Privatleben gibt!

2 Die Arztserien

Im weitesten Sinne kann der Begriff der Serie alles erfassen, was sich „als wöchentliche Wiederkehr eines bestimmten Programmmusters bei wechselnden Themen bezeichnen lässt".

Arztserien weisen in der Regel diese Handlungsschwerpunkte auf: Im Vordergrund steht der Arbeitsalltag einer Praxis oder eines Krankenhauses, die Krankheiten der Patienten und Konflikte des Personals, deren Heilung und Lösung. Private Probleme der Patienten sowie des Pflegepersonals spielen dabei keine Rolle!

2.1 Entwicklung der Arztserien

Die Entwicklung der Fernsehserie allgemein geht in den USA ebenso wie in Deutschland unmittelbar auf die frühen Serien im Hörfunk zurück. Deren Vorläufer sind die Comic-Streifen, der Zeitungsfortsetzungsroman, die frühe Serienliteratur ebenso wie das Unterhaltungstheater und die Kinoserie. Vor allem die Kinofilme und -serien, die sogenannte "Heftchenliteratur" und Serien im Hörfunk, haben auch die Arzt- und Krankenhausserie geprägt.

2.2 Die Arztserien im Fernsehen

Die Geschichte der Arztserie im deutschen Fernsehen beginnt in den 60-iger Jahren. Damals waren es aber amerikanische Produktionen. Die erste deutsche Eigenproduktion „LANDARZT DR BROCK“ strahlte das deutschen Fernsehen im Jahr 1967 aus. Diese stand weniger unter dem Einfluss der amerikanischen Arztserie, als mehr unter dem der deutschen Familienserie, der Arztfilme im Kino und der Arztromane am Kiosk.

Die "SCHWARZWALDKLINIK" ging mit der Kombination von Arzt, Krankenhaus, Familie und Heimat am 22. Oktober 1985 auf Sendung, stieß aber bei den Kritikern auf starke Ablehnung!

" Dumme Dialoge, plumpe Lebensweisheiten, bis hin zum Klischee typisierte Personen, simple Handlungsstränge, eine Friede-Freude-unser-Doktor-wirds-schon-richten-Ideologie. Hinzu kommen die Bilderidyllen aus dem Schwarzwald, die eindeutig alles noch einmal verklärende Musik, das Schauspielerensemble, in dem jeder das spielt, was er schon immer spielt." (Leder 1985)

In der Gunst der Zuschauer stand die SCHWARZWALDKLINIK dagegen ganz oben!

2.3 Das Publikum der Arztserien

40 % aller Fernsehzuschauer sehen nach einer Befragung der Progarmmzeitschrift "TV Movie" oft Arztserien. Die aktuellen Ergebnisse des ARD-ZDF-Trends, einer Befragung von rund 4000 Personen Ende 1999 bestätigt das rege Interesse. Demnach sind Arzt- und Krankenhausserien für 36% der Westdeutschen und sogar 42% der Ostdeutschen "wichtig" oder "besonders wichtig". Es schauen außerdem doppelt soviel Frauen Arzt- und Krankenhausserien an, als Männer! Auch in der Altersgruppe gibt es Unterschiede! Beispiele:

"FÜR ALLE FÄLLE STEFANIE" + "ALPHATEA => alle über 40 Jahre

"IN ALLER FREUNDSCHAFT " => ab 65 Jahre

"STADTKLINIK, CHICAGO HOPE, DR BRUCKNER" => 40-49 Jahre

"EMERGENCY ROOM" => 20-29 Jahre

Plakativ auf einen Nenner gebracht bedeutet das:

DAS GEMEINE KRANKENHAUSSERIENPUBLIKUM IST WEIBLICH, ÜBER 40 JAHRE ALT, AUS DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN UND BEVORZUGT DIE SAT1-SERIEN FÜR ALLE FÄLLE STEFANIE und ALPHATEAM.

2.4 Ärzte und Pflegepersonal

Die Fernsehärzte symbolisieren Macht, Autorität und Wissen und stehen den Patienten stets zur Verfügung. Sie sind meist jung oder mittleren Alters, weiß und männlich, während die Krankenschwestern meist jung, weiß und weiblich sind. Beide sind dabei von bewundernswerter Attraktivität und Persönlichkeit. Ärzte üben zudem meist eine starke Machtposition über das restliche medizinische Personal aus. Die wenigen weiblichen Ärzte werden emotionaler und weniger professionell als ihre männlichen Kollegen dargestellt. Die Ärzte werden in der Regel als gerechter, gesellschaftsfähiger und warmherziger als die meisten anderen Charaktere gezeigt, und sind dabei intelligenter, vernünftiger und gerechter als die Krankenschwestern. Fernsehkrankenschwestern sind generell weiblich (99%), weiß, unter 35 Jahre alt, alleinlebend und kinderlos, im Gegensatz zu den Fachärzten, die vergleichsweise älter, häufiger Väter und größtenteils männlich sind (95%).

Die statistischen Merkmale des Krankenhauspersonals sind:

1) Geschlecht, Alter, sozialer Status und Familienstand,
2) die berufsbezogenen Attribute Berufsstand, Position, fachliche Qualifikation, Selbstsicherheit und Verfügbarkeit sowie
3) das äußere Erscheinungsbild.

Quellen

-" Die heile Welt des Fernsehens" - Eine Studie zur Kultivierung durch Krankenhausserien geschrieben von Constanze Rossmann, Band 22, 2002, Verlag Reinhard Fischer

-" Die Schwester, der Pfleger"

3. Engel oder arztgeile Kaffeetanten??? Was bieten uns die Soaps?

Mit "Praxis Bülowbogen", der "Schwarzwaldklinik" und dem "Emergency Room" fing es an. Dann folgten "OP ruft Dr. Bruckner" und "Für alle Fälle Stefanie". Wer kennt sie nicht, die wohl berühmtesten Krankenhaus- und Arztsoaps die fast täglich über unseren Bildschirm laufen. Gebannt saßen innerhalb von 3 Jahren 5 Millionen Fernsehzuschauer vor dem flimmerndem Etwas in ihren Wohnzimmern, wobei sie zugleich weinen, ekeln und fürchten, sobald Schwester Stefanie und Dr. Bruckner sich um das Wohl ihrer Patienten kümmern. Doch was macht die Welt der Weißkittel zwischen Krimi, heißer Liebe und geballter Action für die Zuschauer so interessant? Und was sagen Profis von dieser etwas anderen Art der Behandlung und Pflege?

Die Soaps vermitteln ein völlig unrealistisches Bild vom Krankenhausalltag und stehen bei einem Aufenthalt den Tatsachen falsch gegenüber. Oftmals sind die Patienten verwirrt, wenn man sie bittet etwas Geduld aufzubringen oder man ihnen sogar Wünsche abschlagen muss. Patienten fangen an sich zu beschweren und erschweren dem Personal die Arbeit. Es gibt sogar Patienten die das Pflegepersonal bitten ihnen persönliche Dinge von zuhause zu bringen oder mal schnell zum Kiosk zu laufen um die neuste Brigitte zu holen. Dies ist aber aus Zeitgründen gar nicht möglich!

Probleme des Personals werden wesentlich weniger in den Serien aufgegriffen. Beispiel dafür wären der schleichende Personalabbau, zunehmende Arbeitsbelastungen und verwaltungstechnische Arbeiten (Aufnahme, Entlassung, Konzile, OP- Vorbereitung, Eingruppierungen usw.). Besonders die Arbeitsbelastung und die daraus folgenden Gesundheitsschäden werden im Fernsehen nicht gezeigt, oder hat man "Schwester Stefanie" schon einmal mit Kreuzschmerzen gesehen?

Genauso faszinierend ist das Sr. Stefanie in allen Bereichen im Krankenhaus tätig ist: Sie ist fürsorgliche Schwester auf Station, assistiert den Ärzten im OP- Saal, ist auf den Intensiv- Stationen tätig und erledigt so ganz neben bei noch Einkäufe für Patienten und versöhnt die eigene oder fremde Familien.

Eine ganz andere Art von Krankenhaussoap ist das „Alphateam- Die Lebensretter im OP“. Hier stehen nicht die Traumschwestern mit den vorwiegend persönlichen Problemen im Vordergrund, sondern die medizinische Versorgung von Unfall-, Notpatienten in einer Notaufnahme. Die Serie ist mit viel Witz und Charme gestaltet und erfreut sich hoher Einschaltquoten. Fest angestellte Ärzte und Schwestern versuchen im Drehbuch Fehler in der Behandlung und Pflege zu korrigieren. Trotz einiger Fehler kommt diese Soap der Realität etwas näher, was nicht heißen soll das sie den genauen Ablauf in einer Notaufnahme zeigen kann ( Die Serie wurde übrigens nach der amerikanischen Serie, „Emergency room“, gestaltet).

Profis finden weder "Schwester Stefanie" noch das "Alphateam" oder sonst irgendeine Krankenhaussoap für gut, im Gegenteil. Bei vielen gibt es sogar regelrechte Aggressionen gegenüber diesen Soaps. Hier einige aussagekräftige Zitate:

Erwin Leiter (61), Krankenpfleger

"In solche Kliniken würde ich sofort gehen. Alle sind geschniegelt und gebügelt, immer sind links und rechts helfende Hände da. Nein, im Ernst: Die Serien sind völlig daneben, das ist reine Effekthascherei. Die spielen damit, dass in der Medizin im Allgemeinen und in der Chirugie im besonderen ja alles immer ein bisschen geheimnisvoll ist. Bei uns geht es Qualifizierter zu, ruhig, gezielt und gekonnt. In der Ruhe liegt die Kraft."

Christa Steinlein (48), Krankenpflegehelferin

"Die Serien sind schrecklich. Der dargestellte Alltag ist ein einziger Stress. Ein Drama reiht sich an das andere, die Inhalte sind banal und alles endet mit einem Happyend. Natürlich gibt es solche Tage, aber sie sind doch eher selten."

Elke Kraus (39), Krankenschwester

"Die Wirklichkeit ist ganz anders. Wir können uns hier schier zerreißen, haben kaum eine Pause und dort im Fernsehen wird heile Welt gespielt. Dort gibt es keinen Personalmangel, lauter nette hübsche junge Leute. Da sind immer gleich vier oder fünf Personen um einen Patienten herum."

Der Alltag in einem Krankenhaus wäre für den Laien äußerst erschreckend, wenn man ihn im Fernsehen zeigen würde. Die Patienten in den Serien sind fast alle mobil, jung und vom Geist her klar. Es werden beispielsweise nie stark verwirrte oder desorientierte Patienten gezeigt die man von Kopf bis Fuß waschen muss. Doch diese Art von Patienten machen auf manchen Stationen die Hälfte aus.

Man sollte sich deshalb von diesen Serien nicht täuschen lassen, sonst kommt bei einem Krankenhausaufenthalt die große Ernüchterung.

Quellenverzeichnis:

Pflegezeitschrift Heilberufe

www. Klinikum-nuernberg.de

www.eulenspiegel.de

[...]


[1] Aufgrund dem uns leider sehr straff gesetzten zeitlichen Rahmens, haben wird die Befragung des Oberkurses nicht durchführen können.

[2] Einem multiple-choice Verfahren

[3] Mayring, P. (1999): Einführung in die qualitative Sozialforschung. Eine Anleitung zu qualitativem Denken. 4. Auflage, Weinheim. Seite 94.

[4] Mayring, P. (2000): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 7. Auflage, Weinheim. Seite 43.

[5] Mayring, P. (2000): Seite 74/75.

[6] Natürlich sind wir uns bewusst, dass es keine hundertprozentige induktive Kategorien sein können, da das eigene Vorwissen in der Findung der Kategorien immer bestimmend eingreift.

[7] Antwort eines Unterkurschülers bzgl. Frage 4

[8] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1.

[9] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 1.

[10] Stöcker,G. (1999): Bundesanstalt für Arbeit, Blätter zur Berufkunde, Krankenschwester/ Krankenpfleger; 4. Auflage, Bertelsmann Verlag, Seite 5.

[11] Stöcker, G. (1999): Seite 4.

[12] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1: „Ich habe eine ´soziale Ader´ in mir“;

Antwort eines Mittelkurschülers bzgl. Frage 1: „Durch den Zivildienst habe ich meine ´soziale Ader´ entdeckt.“

[13] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 1.

[14] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1.

[15] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1.

[16] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 1

[17] Bundeskonferenz der Pflegeorganisationen (ADS u. DBfK) (2001): Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe – Bildungskonzept; 3. überarbeitete Auflage, Göttingen/Eschborn; Seite 9.

[18] siehe Fußnote 15

[19] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 1

[20] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 1

[21] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 1.

[22] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1

[23] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 1

[24] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1

[25] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1

[26] Stöcker, G. (1999): Bundesanstalt für Arbeit, Blätter zur Berufskunde, Krankenschwester/Krankenpfleger; 4. Auflage, Bertelsmann Verlag, Seite 11

[27] Bund-Länder-Kommision für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK), Bundesanstalt für Arbeit (1999): Studien- und Berufswahl; 29. Auflage; BW Bildung und Wissen Verlag Nürnberg; Seite 16-18

[28] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 1.

[29] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 1.

[30] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 1.

[31] Stöcker,G. (1999): Bundesanstalt für Arbeit, Blätter zur Berufkunde, Krankenschwester/ Krankenpfleger; 4. Auflage, Bertelsmann Verlag, Seite 29.

[32] DBfK (2002): Weichen stellen für die Zukunft, Aktionsprogramm 2010; Bundesverband; Berlin; Seite 3.

[33] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 1.

[34] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 2.

[35] Antworten bzgl. Frage 2.

[36] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 2.

[37] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 2.

[38] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 2.

[39] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 2.

[40] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 2.

[41] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 2.

[42] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 3.

[43] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 3.

[44] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 3.

[45] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 3.

[46] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 3.

[47] Antwort einer Mittelkurschülerin bzgl. Frage 3.

[48] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 3

[49] Lorenz, Alfred L. (2000): Abgrenzen oder zusammen arbeiten ? – Krankenpflege und die ärztliche Profession; Mabuse-Verlag; Seite 38.

[50] Lorenz, Alfred L. (2000): Abgrenzen oder zusammen arbeiten ? – Krankenpflege und die ärztliche Profession; Mabuse-Verlag; Seite 38.

[51] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 3.

[52] Antwort eine Unterkursschülers bzgl. Frage 3.

[53] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 3.

[54] Stöcker,G. (1999): Bundesanstalt für Arbeit, Blätter zur Berufkunde, Krankenschwester/ Krankenpfleger; 4. Auflage, Bertelsmann Verlag, Seite 12.

[55] DBfk Bundesverband (1998): Berufsbild der Krankenschwester/ Krankenpfleger, 6. Auflage, Frankfurt, Seite 4.

[56] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 3.

[57] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 3.

[58] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 3.

[59] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[60] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[61] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[62] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 4.

[63] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 3.

[64] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 3.

[65] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 4.

[66] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Antwort 4.

[67] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[68] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 3.

[69] Bundeskonferenz der Pflegeorganisationen in Kooperation von ADS und DBfK auf Bundesebene (2002): Brennpunkt Pflege, Zur Situation der beruflichen Pflege in Deutschland im Jahre 2002, Göttingen; Seite 5

[70] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[71] Bundeskonferenz der Pflegeorganisationen in Kooperation von ADS und DBfK auf Bundesebene (2002): Brennpunkt Pflege, Zur Situation der beruflichen Pflege in Deutschland im Jahre 2002, Göttingen; Seite 6.

[72] DBfK (2002): Weichen stellen für die Zukunft, Aktionsprogramm 2010; Bundesverband; Berlin; Seite 3 f.

[73] Antwort eines Unterkurschülers bzgl. Frage 3.

[74] Bundeskonferenz der Pflegeorganisationen (ADS u. DBfK) (2001): Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe – Bildungskonzept; 3. überarbeitete Auflage, Göttingen/Eschborn; Seite 5.

[75] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 4.

[76] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 4.

[77] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 4.

[78] Lorenz, Alfred L. (2000): Abgrenzen oder zusammen arbeiten ? – Krankenpflege und die ärztliche Profession; Mabuse-Verlag; Seite 26 ff.

[79] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 5.

[80] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 5.

[81] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 5.

[82] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[83] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[84] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[85] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 5.

[86] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[87] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[88] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 5.

[89] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 5.

[90] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 5.

[91] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 6.

[92] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 6.

[93] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 6.

[94] Antwort eines Mittelkursschülers bzgl. Frage 6.

[95] Antwort eines Unterkursschülers bzgl. Frage 6.

[96] Düperthal, Gitta (2000): Liebe und Triebe in der Notaufnahme/ Arzt und Krankenhausserien im Fernsehen; www.mabuse-verlag.de/zeitschrift/archiv/jg24/mab117e.htm

[97] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 6.

[98] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 6

[99] Antwort einer Unterkursschülerin bzgl. Frage 6.

[100] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 6.

[101] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 6.

[102] Antwort einer Mittelkursschülerin bzgl. Frage 6.

Details

Seiten
49
Jahr
2003
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108104
Note
Schlagworte
Berufsbild Krankenschwetser/-pfleger Selbstdarstellung Fremdbilder

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Titel: Über das Berufsbild der Krankenschwetser/-pfleger  - Selbstdarstellung und Fremdbilder