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Grundlagen der Modernen Portfoliotheorie

Hausarbeit 2003 14 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Portfolio Selection-Modell von Markowitz
2.1. Grundsätzliches
2.2. Das Modell
2.2.1. Die erwartete Rendite
2.2.2. Das Risiko
2.2.3. Risikoreduktion durch Streuen
2.2.4. Der Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite
2.2.5. Unzulässige, zulässige und effiziente Portefeuilles

3. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Mögliche Risikoreduktion durch Streuen

Abb. 2: Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite im Zwei-Anlagen-Fall

Abb. 3: Unzulässige, zulässige und effiziente Portefeuilles

1. Einleitung

Am Ende des letzten Jahrhunderts gelang dem in den USA schon seit vielen Jahren sehr populären Anlageinstrument, der Aktie, endlich auch der Durchbruch in Deutschland. Spektakuläre Börsengänge mit der Unterstützung von bekannten Filmschauspielern, hohe Emissionsgewinne und rasante Kurssteigerungen am Neuen Markt lösten fast euphorieartige Zustände bei den Anlegern aus.

Etwas, was den Wertpapierexperten eigentlich klar war, geriet in Vergessenheit: Die Börse ist keine Einbahnstraße nach oben. Wer bei seinen Anlageentscheidungen alles auf eine Karte gesetzt hatte, ist heute unter Umständen in der misslichen Lage, dass er durch Spekulation einen erheblichen Teil seines Vermögens eingebüßt hat.

Ein Umstand, auf den heute nach diesen Erfahrungen jeder seriöse Anlageberater hin- weist und den sich auch die Fondsanlagegesellschaften zu Nutze machen, ist, dass die Aufteilung des Vermögens auf mehrere Aktienwerte risikoreduzierend wirken kann. Nun liegt es offenbar in der menschlichen Natur, diese empirisch gewonnene Erkenntnis in ein Modell fassen zu wollen, welches bestenfalls auch noch Handlungsempfehlungen geben kann. Bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Harry M. Marko- witz ein Modell zur optimalen Depotzusammenstellung entwickelt, welches sicherlich mit den Anstoß zur Entwicklung der modernen Portfoliotheorie gegeben hat.[1]

2. Das Portfolio Selection-Modell von Markowitz

2.1. Grundsätzliches

Abgehend von der in der traditionellen fundamentalen Aktienanalyse vorherrschenden isolierten Betrachtungsweise einzelner Aktienwerte und der Kombination dieser Aktien zu Portefeuilles auf Grundlage von Fingerspitzengefühl und persönlichen Erfahrungen des Depotverwalters, entwickelte Harry M. Markowitz im Jahr 1952 sein Portfolio Se- lection-Modell zur optimalen Depotzusammenstellung.[2]

Es ging ihm dabei darum, das in der Praxis bei Anlegern vielfach beobachtete Verhalten der Risikominderung durch Diversifikation zu erklären und eine Antwort auf die Frage- stellung zu erhalten, wie ein solches Portefeuille optimal gestaltet werden könne.[3]

Markowitz betrachtet dabei in seinem Modell vorrangig Aktienportefeuilles, da es ihm im Besonderen auf den Zusammenhang von Risiko und Rendite ankommt. Der Anleger investiere, so seine Annahme, in Effekten, da er hiermit eine erhöhte Renditeerwartung verbinde. Den Chancen dieser Anlageform stehen, wie man weiß, gewisse Verlustge- fahren (Risiken) gegenüber, die der Anleger mit in sein Kalkül aufnehmen muss.[4] Wei- terhin wird unterstellt, dass der Anleger ein im vorhinein festgelegtes Budget investie- ren möchte und, dass er zur Erreichung einer guten Rendite bereit ist, Risiken einzuge- hen, grundsätzlich jedoch eher als risikoscheu einzustufen ist.[5]

2.2. Das Modell

Wie bereits vorangehend angedeutet, spielen in den Theorien von Harry M. Markowitz die Größen Risiko und Rendite eine zentrale Rolle. Um diese in ein mathematisches Modell einbetten zu können, ist es zunächst notwendig, Kennzahlen für den möglichen Ertrag und das Risiko von einzelnen Aktien zu berechnen. Darauf aufbauend kann dann ein Vergleich dieser Einzelwerte stattfinden und Maßstäbe für die Beurteilung von Kombinationen verschiedener Anlagemöglichkeiten festgelegt werden.

2.2.1 Die erwartete Rendite

Markowitz geht davon aus, dass es sich bei der erwarteten Rendite bzw. dem erwarteten Ertrag einer Aktie um eine Zufallsgröße handelt, die innerhalb bestimmter Grenzen zu- fällig schwankt. Jedoch ist es möglich, Ertragsvorausschätzungen abzugeben sowie die- sen subjektive Eintrittswahrscheinlichkeiten zuzuordnen.

[...]


[1] Vgl. Hielscher, Udo, Investmentanalyse, 1999, S. 52

[2] Vgl. Hielscher, Udo, Investmentanalyse, 1999, S. 50-51

[3] Vgl. Perridon, Louis / Steiner, Manfred, Finanzwirtschaft der Unternehmung , 1999, S. 252

[4] Vgl. Hielscher, Udo, Investmentanalyse, 1999, S. 54

[5] Vgl. Schmidt, R.H. / Terberger, E., Grundzüge der Investitions- u. Finanzierungstheorie, 1999, S. 325

Details

Seiten
14
Jahr
2003
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107989
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
Schlagworte
Grundlagen Modernen Portfoliotheorie Weiterbildendes Studienangebot Finanzdienstleistungen

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