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Der ethnische Konflikt im Kontext des sozialen Wandels am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien

Seminararbeit 2002 14 Seiten

Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen
2.1 Ethnie
2.2 Minderheiten
2.3 Sozialer Wandel

3. Ansätze
3.1 Der Ansatz L.A. Cosers
3.2 Sozialer Wandel bei Marx

4. Kurze Konfliktdarstellung am Beispiel des ehemaligen Jugos- lawien

5. Grundlagen ethnischer Konflikte
5.1 Ingroup/Outgroup
5.2 Ethnische/nationale Identität
5.3 Gefühl der Überlegenheit
5.4 Geschichtliche Zusammenhänge

6. Gedanken Cosers zum Konflikt und sozialen Wandel in Bezug zum Beispiel des ehemaligen Jugoslawien

7. Ansätze zurüberwindung ethnischer Konflikte

8. Zusammenfassung und Diskussion

1. Einleitung

Ein Konflikt ist „eine soziale Beziehung, die aus einem kommunizierten Wider- spruch besteht. In dieser Definition stecken bereits alle relevanten Faktoren: Der Konflikt besteht als soziale Beziehung aus mehreren Akteuren und einer Struktur sowie einem Inhalt, über den es einen Widerspruch gibt. Dieser Widerspruch wird kommuniziert, wobei mit Kommunikation jegliche Form von Interaktion gemeint sein soll“ (Bendrath, Ralf : Konflikt und Frieden URL: www.userpage.fu-berlin.de/bendrath/kon-frie.doc (Stand: 19.3.2002).

Ich habe diese Definition des Konfliktes an den Anfang dieser Arbeit gestellt, weil in dieser allgemeinen Aussage bereits alle Faktoren enthalten sind, die auch für diese Arbeit von Bedeutung sind. Jedoch möchte ich deutlich machen, dass es hier um eine besondere Art von Konflikt geht, den ethnischen Konflikt.

Ich habe den ethnischen Konflikt zum Thema dieser Arbeit gewählt, weil nach meiner Beobachtung Konflikte zwischen Staaten verschiedener Kulturen gehäuft auftreten, aber auch innerstaatliche Konfliktherde zwischen verschiedenen ethni- schen Gruppen aufbrechen. Deshalb ist das Thema hochaktuell. In der Beobach- tung, dass ethnische Konflikte gehäuft auftreten, wird eine Veränderung deut- lich. Sozialer Wandel findet auf vielen Ebenen statt. In dieser Arbeit geht es um die Beziehung zwischen ethnischen Konflikten und sozialem Wandel an einem konkreten Beispiel. Zu diesem Zweck werde ich zunächst einige zentrale Beg- riffe dieser Arbeit definieren. Danach werde ich den Ansatz L.A. Cosers heran- ziehen, um den ethnischen Konflikt am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien zu analysieren. Das setzt einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Konfliktes voraus. Ich fasse mich dabei so kurz wie möglich und beschränke mich lediglich auf die notwendigen Informationen, die zum Verständnis der dar- an anschliessenden Analyse erforderlich sind. Schliesslich werde ich diskutieren, ob und welche Möglichkeiten es gibt, ethnische Konflikte zu überwinden. Eine Zusammenfassung und Diskussion wird diese Arbeit beenden.

Ich habe versucht, diese Arbeit möglichst transparent zu halten, d.h. ich werde, wo es mir notwendig erscheint, erläutern, warum ich bestimmte Eingrenzungen vorgenommen habe, warum ich bestimmte Aspekte aufgegriffen habe usw.. Die Komplexität des Themas macht eine solche Vorgehensweise erforderlich.

2. Begriffsbestimmungen

Nachfolgend werden zentrale Begriffe dieser Arbeit definiert. Besonderen Wert habe ich auf die Bedeutung des Begriffs Ethnie gelegt, weil dieser Begriff zentral für das Thema dieser Arbeit ist. Deshalb fällt die Begriffsklärung bei Ethnie etwas ausführlicher aus.

2.1 Ethnie

Das Wort Ethnie stammt vom griechischen ethnos ab und kennzeichnet eine „Gruppe von Personen, die der gleichen Kultur angehören ( Meyers Grosses Taschenlexikon, Bd. 6, 1990).

So einfach, wie der Begriff sich in dieser Definition darstellt, ist die Sache je- doch nicht. Im urspünglichen Sinne bezeichnet ethnos die nicht-griechischen Staaten/Nationen ausserhalb der polis (des griechischen Stadtstaats). Bedeutsam ist es, dass die aus ethnos entstandenen Wörter Ethnie, l’ethnie, ethnic group und ethnics verschiedene Bedeutungen in der jeweiligen Sprache haben. Im Franzö- sischen wird mit dem Begriff l’ethnie der Untersuchungsgegenstand der Anthro- pologie verstanden: Primitive Stämme ausserhalb Frankreichs. Minoritäten (da- zu zählen auch Migranten) in Frankreich werden nicht als l’ethnie bzw. als eth- nisch verstanden (Ethnizität und Migration:

URL:www.univie.ac.at/voelkerkunde/theoretical-anthropology/zuws.html

[Stand: 26.03.2002]). Im Englischen hatte der Begriff ethnic oder ethnic group anfangs rassistische Bedeutung. In den USA werden mit ethnics in der Regel die weissen europäischen Einwanderergruppen bezeichnet. Afrikanische, asiatische und andere Gesellschaften werden als „tribe“ bezeichnet. Der Begriff ethnic group macht also nicht nur eine Unterscheidung zwischen Ihr und Wir in den westlichen Gesellschaften, sondern auch eine zu den nicht-westlichen, „primiti- ven“ Gesellschaften (ebd.). Der Begriff des tribe ist allerdings im Schwinden begriffen, so dass auch zunehmend die zuletzt genannten Kulturen als ethnic groups bezeichnet werden. Bedeutsam finde ich diese internationalen Unter- schiede deshalb, weil es nicht den einheitlichen Begriff der Ethnie zu geben scheint, unter dem alle Nationen das Gleiche verstünden.

2.2 Minderheiten

„ Eine Minderheit ist eine Bevölkerungsgruppe, die sich von der Mehrheit durch bestimmte personale Merkmale (Rasse, Sprache, Religion, Moral, soziale Funktion u.a.) unterscheidet. Der Begriff ist eng verknüpft mit der Diskriminierung solcher Gruppen aufgrund von Vorurteilen“ (Boden:Nationalitäten, Minderheiten und ethnische Konflikte in Europa, 1993).

Man muss unterscheiden zwischen ethnischen Minderheiten und nationalen Minderheiten. Erstere haben kein Mutterland (z.B.: Sinti, Roma und Kurden), im Gegensatz dazu werden als nationale Minderheiten jene bezeichnet, die in einem anderen Staat die staatstragende Mehrheit stellen (z.B.: Deutsche in der Schweiz) (Boden, 1993).

2.3 Sozialer Wandel

Sozialer Wandel ist ein Kernpunkt der soziologischen Forschung. Ich werde im Folgenden in eigentlich unzulässiger Kürze erläutern, was sozialer Wandel ist und welche Positionen zur Erklärung von Veränderungen es gibt. Ich beschränke mich dabei auf Grundtendenzen, soweit sie für das Thema dieser Arbeit relevant sind.

„Sozialer Wandel ist die prozessuale Veränderung der Sozialstruktur einer Ge- sellschaft in ihren grundlegenden Institutionen, Kulturmustern, zugehörigen so- zialen Handlungen und Bewusstseinsinhalten“ (Zapf: Sozialer Wandel, 1998).

Es gibt zwei Positionen zur Erklärung, wie sozialer Wandel zustande kommt. Zum Einen gibt es die Auffassung, dass die Ordnung primär ist und dass es be- sonderer innerer und äusserer Anstösse bedarf, um Veränderungen einzuleiten. Durch äussere und innere Störungen gerät die Ordnung unter Wandlungsdruck. Die andere Position hält den Wandel für primär und natürlich. Dieser Ansicht nach ist Ordnung ein Übergangsphänomen: Permanente Konflikte führen zu permanentem Wandel bis schliesslich im Stadium des Kommunismus dauerhafte Ordnung erreicht wird (URL: www.soziologie-info.de/kolumnen/wandel.htm [Stand: 30.03.2002]).

Stabilität und Wandel werden als komplementäre Elemente gesehen. Es gibt drei Ebenen, auf denen sozialer Wandel sich beschreiben lässt:

- Mikroebene des sozialen Handels
- Intermediäre Ebene der Gruppen und Organisationen
- Makroebene der Gesamtgesellschaft oder des Staates

Was die Steuerbarkeit des sozialen Handelns angeht, so existieren optimistische und skeptische Perspektiven (URL:www.soziologie- info.de/kolumnen/wandel.htm [Stand: 30.03.2002]).

Ich möchte im Folgenden ein paar Ansätze zum sozialen Wandel kurz erläutern und danach untersuchen, ob sich die Ansätze am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien zur Erklärung von ethnischen Konflikten heranziehen lassen.

3 Ansätze

Aus der Fülle des Materials zum sozialen Wandel beziehe ich mich im Folgenden hauptsächlich auf den Ansatz von L.A. Coser. Darin ist aber keine Wertung zu sehen, mir geht es ausschliesslich darum, anhand eines Ansatzes einen konkreten ethnischen Konflikt zu diskutieren.

3.1 L.A. Coser, sozialer Konflikt und sozialer Wandel

Obwohl Coser den sozialen und nicht den ethnischen Konflikt untersucht, werde ich versuchen festzustellen, ob seine Theorie Erklärungsgrundlagen für unser Thema bietet.

Nach Coser sind Konflikte notwendig, um neue Strukturen entstehen zu lassen. Dieser Prozess der Veränderung ist der soziale Wandel. Coser unterscheidet zwischen dem Wandel innerhalb des Systems und dem Wandel des Systems. Er spricht vom Wandel des Systems, wenn alle wesentlichen strukturellen Bezie- hungen, alle grundlegenden Institutionen und das herrschende Wertsystem sich drastisch verändert haben (Coser, : sozialer Konflikt und sozialer Wandel, 1972). Der Wandel des Systems kann das Ergebnis (oder die Gesamtsumme) früherer Veränderungen innerhalb des Systems darstellen (Coser, 1972). Weiterhin schreibt Coser: „...Starre Systeme, die den Konflikt unterdrücken, fördern das Entstehen radikaler Spaltungen und gewaltsamer Konfliktformen. Elastischere Systeme, welche die offene und direkte Austragung des Konflikts in ihrem Inne- ren zulassen und sich der Verschiebung des Kräftegleichgewichts, dessen Aus- druck und Ursache diese Konflikte sind, anpassen, werden viel weniger von exp- losiven Zusammenballungen in ihrer Mitte bedroht“ (Coser, 1972). Nachfol- gend werde ich einen grösseren Abschnitt aus Coser: sozialer Konflikt und sozi- aler Wandel, 1972, zitieren. Dieser Abschnitt erscheint mir wichtig für die an- schliessende Diskussion des realen ethnischen Konfliktes.: „ Jedes soziale Sys- tem beinhaltet eine Verteilung der Macht, des Reichtums und der Statuspositio- nen auf die einzelnen Mitglieder und Untergruppen. Wie bereits bemerkt, ist niemals eine vollständige Übereinstimmung zwischen dem, was einzelne und Gruppen innerhalb des Systems für ihren gerechten Anteil halten, und dem Ver- teilungssystem vorhanden. Der Konflikt entsteht im Zuge der Anstrengungen verschiedener zu kurz gekommener Gruppen und Individuen, ihren Anteil zu vergrössern. Ihre Forderungen stossen auf den Widerstand derjenigen, die sich bereits vorher ´wohlerworbene Rechte‘ an einer bestimmten Form der Vertei- lung von Ehre, Reichtum und Macht gesichert haben. Den Trägern wohlerwor- bener Rechte erscheint ein Angriff auf ihre Position als Angriff auf die soziale Ordnung. (Ich werde diesen Abschnitt weiter unten noch genauer erläutern. Zu diesem Zweck werde ich einzelne Formulierungen noch einmal wiederholen, Anm.d.Verf.) Jedoch führt die blosse Frustration nicht zu einer Erschütterung der Legitimität der Position der wohlerworbenen Rechte und damit noch nicht zum Konflikt wenn gewisse Gruppen innerhalb eines sozialen Systems ihren Anteil an Macht, Reichtum und Prestige mit dem anderer Gruppen vergleichen und die Rechtmässigkeit dieser Verteilung bezweifeln, so führt das ebenfalls zur Unzufriedenheit. Wenn es keine institutionalisierten Möglichkeiten zur Gel- tendmachung einer solchen Unzufriedenheit gibt, können Abweichungen von den Normen des sozialen Systems leicht vorkommen.“ Ich beende dieses Zitat hier, weil ich denke, dass die darin vertretenen Ansichten ausreichen, um später an einem konkreten Beispiel den Konflikt zu diskutieren.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass Coser den Konflikt für not- wendig hält, denn ohne Konflikte findet kein sozialer Wandel statt. Konflikte liefern den Anstoss zur Veränderung. Für Coser entstehen Konflikte dadurch, dass Gruppen sich bei der Verteilung von Macht, Reichtum und Prestige über- gangen oder zu kurz gekommen fühlen und Versuche unternehmen, ihren Anteil zu vergrössern. Dadurch ergibt sich der Widerstand anderer Gruppen. Abwei- chungen von sozialen Normen (Gewalteinsatz) gibt es dann, wenn keine andere Möglichkeit zur Konfliktbereinigung gegeben ist. Das ist natürlich relativ. Es genügt, wenn die sich unterdrückt fühlenden Gruppen keine Möglichkeit sehen.

3.2 Sozialer Wandel bei Marx

Zur Erklärung des sozialen Wandels greift Coser auf einen Text von Marx zu- rück. Ich zitiere die Stelle, die für das Thema dieser Arbeit von Bedeutung ist: „ ( Marx behauptet), dass das negative Element, die Opposition, der Verände- rung Gestalt gibt, wenn der Konflikt zwischen den Untergruppen eines Systems sich so verschärft, dass dieses System bei der Erreichung eines bestimmten Punktes zusammenbricht. „ Marx richtet weiterhin sein Augenmerk auf den so- zialen Wandel, da er sowieso unvermeidlich ist, und warnt davor, in starren Strukturen und Traditionen zu verharren:...“ Vielmehr sollte die Aufmerksam- keit auf das gerichtet werden, was der vorgeformten Normenstruktur ausweicht und widerstrebt, sowie auf diejenigen Elemente, die zu neuen, alternativen For- men weisen und aus der bestehenden Struktur hinausstreben. Was vom Stand- punkt der institutionalisierten Formen als Krankheit betrachtet wird, kann in Wirklichkeit die Geburt einer neuen künftigen Form sein „(Coser, 1972).

Folgender Abschnitt erscheint mir für das Thema dieser Arbeit wichtig zu sein:“...Ökonomische Bedingungen haben zunächst die Masse der Bevölkerung in Arbeiter verwandelt. Die Herrschaft des Kapitals brachte für diese Masse eine gemeinsame Situation und ein gemeinsames Interesse. Gegenüber dem Kapital war diese Masse daher bereits eine Klasse, nicht aber für sich selbst. Im Kampf schliesst sich die Masse zusammen und bildet eine eigene Klasse“ (Marx: The Poverty of Philosophy, 1910). In diesem Abschnitt drückt Marx aus, dass das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe von einer objektiven Konfliktsituation erzeugt wird. Durch das Bewusstwerden dieses Konfliktes und seine Anstren- gung schafft sich die Gruppe ihre Identität (Coser, 1972).

4 Konfliktdarstellung am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien

Als Vielvölkerstaat beinhaltet neben der ehemaligen Sowjetunion das ehemalige Jugoslawien das bei weitem grösste Konfliktpotential in Europa (Singer: Nationalitätenkonflikte, 1995).

Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, wenn ich detailliert auf sämtliche Aspekte und auf alle ethnischen Gruppen im ehemaligen Jugoslawien einginge. Deshalb werde ich verstärkt den Konflikt zwischen Serben und den anderen ethnischen Gruppen ( Kroaten, Kosovo-Albaner, Slowenen, Makedonier, Montenegriner und sonstigen) betrachten.

Die Serben stellen die grösste ethnische Gruppierung im ehemaligen Jugosla- wien dar. Die Rivalität zwischen den einzelnen Ethnien hat geschichtliche Ursa- chen. Ereignisse, die zum Teil Jahrhunderte zurück liegen, nähren noch heute die Feindseligkeit und es wird auf allen Seiten daran festgehalten. Speziell die Ser- ben hegen einen festverankerten Führungsanspruch, welcher zum Teil noch auf dem Krieg gegen die Türken beruht (1389). Ebenfalls aus verschiedenen Kon- flikten heraus bildeten sie ein starkes Nationalbewusstsein aus. Vor allem die Kroaten, die zweitgrösste ethnische Gruppe im Land, rebellierten gegen den ser- bischen Führungsanspruch.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Versuch unternommen, ein Land Jugos- lawien zu schaffen, in dem alle Ethnien gleichberechtigt waren. Diese Idee war aber in der Praxis nicht durchführbar. Die Serben waren in der Regierung stark vertreten, was wieder Feindseligkeiten schuf. Bei allen Wirren, die Anfang der 1990er Jahre im ehemaligen Jugoslawien zu Unruhe und Unabhängigkeit der einzelnen Teilrepubliken führten, wurde deutlich, dass die Serben versuchten, den Vielvölkerstaat unter serbischer Führung wiederherzustellen. Sie versuchten, andere ethnische Gruppen zu vertreiben oder gar zu vernichten (Singer, 1995).

Wichtig erscheint es mir an dieser Stelle, darauf hinzuweisen, dass keineswegs die Serben allein für alle Gewalteinsätze verantwortlich sind. Auch andere Gruppen, vor allem die Kroaten, haben z.B. die serbische Minderheit in Kroatien bekämpft (Jäggi: Nationalismus und ethnische Minderheiten, 1993). Aber in dieser Arbeit beschränke ich mich auf einen Aspekt des vielschichtigen Kon- flikts.

Der soziale Wandel äussert sich in diesem Beispiel meiner Meinung nach darin, dass es früher für die Serben möglich war, die anderen Gruppen zu unterdrücken, ohne mit offener Gegenwehr rechnen zu müssen. Diese Situation hat sich grundlegend gewandelt. Nun haben andere Gruppen wie Kroaten und Slowenen, ihre Unabhängigkeit erkämpft und sind nicht mehr bereit, sich von einer anderen Gruppe fremdbestimmen zu lassen.

Sozialer Wandel findet immer statt. Die Wandlung von einem Staat namens Ju- goslawien zu mehren unabhängigen Staaten verschiedener Namen ist Ausdruck eines Wandels, der weitere Möglichkeiten zur Strukturveränderung in sich trägt. Dabei ist es nicht immer eindeutig, welche Richtung der Wandel anzeigt. Ich zitiere:“ Man kann lediglich eine Veränderung in der Organisation der sozialen Beziehungen feststellen; aber eine solche Veränderung kann aus der einen Per- spektive als Wiederherstellung des Gleichgewichts, aus einer anderen Perspekti- ve jedoch als Herausbildung eines neuen Systems betrachtet werden“ (Coser, 1972).

5 Grundlagen ethnischer Konflikte

Im Folgenden möchte ich einige der Bestimmungsfaktoren, aufgrund derer eth- nische Konflikte entstehen können, darstellen und kurz erläutern. Diese Zusam- menstellung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, jedoch kann der folgende Abschnitt erhellend zum Verständnis des Konfliktpotentials zwischen ethnischen Gruppen beitragen. Ich werde bei jedem Punkt den Bezug zum o.g. Beispiel herstellen.

5.1 Ingroup/Outgroup

„Die gegenseitige Abgrenzung ethnischer Gruppen ist in erster Linie ein sozio- logisches Phänomen: Wir - und Ihr - Gruppe (Ingroup/Outgroup). Menschen, die Gemeinsamkeiten haben oder empfinden, schliessen sich zusammen und grenzen sich nach aussen ab. „ Wenn eine Gruppe sich diskriminiert fühlt, von einer anderen Gruppe übervorteilt, schlecht behandelt oder unterdrückt, dann ist das Selbstwertgefühl in Gefahr und muss geschützt werden. Ein solcher Schutz ist es, eine andere Gruppe für die schlechte Lage verantwortlich zu machen“ (Boden, 1993). Auf das Beispiel des ehemaligen Jugoslawien bezogen heisst das, zwischen Serben und anderen ethnischen Gruppen des Landes herrschen starke Ingroup/Outgroup-Gefühle.

5.2 Ethnische/nationale Identität

„Massgebliches Element für die Bestimmung von Ethnien/Minderheiten sollte die Identifikation des Individuums sein, nicht eine generelle Definition, die ent- weder Merkmale abzählt und den Menschen zuordnet oder keines der Merkmale zulässt, sondern die Existenz von Unterschieden leugnet. „Eine Gruppe sollte sich also zu ihrem Anderssein als Andere, besonders ihrem Anderssein gegen- über einer Mehrheit bekennen dürfen und entsprechenden Schutz geniessen, da es andernfalls zu Konflikten kommen kann“ (Boden, 1993). Bezogen auf das Beispiel des ehemaligen Jugoslawien heisst das, es gibt keine jugoslawische Identität, sondern eine serbische, kroatische, slowenische usw.. Es gibt also viele ethnische Nationalitäten. Nach Boden sollten sie sich zu ihrer Identität bekennen dürfen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen. Die Serben haben andere ethni- sche Gruppen allerdings konsequent bekämpft, und die zahlenmässig unterlege- nen anderen Gruppen genossen keinen entsprechenden Schutz.

5.3 Gefühl der Überlegenheit

„...besteht auch die Gefahr, dass eine Gruppe sich in Zahl oder wirtschaftlicher oder politischer Bedeutung überlegen fühlt und darum eine Unterdrückung der anderen Gruppe zum eigenen Vorteil für selbstverständlich hält“ (Boden, 1993). Auch dieser Punkt passt sehr gut auf das Beispiel der Serben. Für Serben ist es selbstverständlich, dass sie die Führungsrolle im Land übernehmen, selbst wenn das bedeutet, dass sie andere Gruppen unterdrücken oder sogar bekämpfen müs- sen.

An diesem Beispiel wird deutlich, wie die stärkere Gruppe ihre Macht nutzt, der unterlegenen, schwächeren Gruppe ihre Normen und Werte aufzuzwingen und somit den Konflikt scheinbar zu bereinigen.

5.4 Geschichtliche Zusammenhänge

„Die Erfahrungen der Geschichte bedingen die Beziehungen zwischen den heute lebenden ethnischen Gruppen. Aus der Geschichte heraus werden meist auch die Ansprüche auf Selbständigkeit von Gruppen beziehungsweise auf die Zugehö- rigkeit von Territorien einer anderen Gruppe begründet“ (Boden, 1993). Dieses Zitat ist für das o.g. Beispiel ebenfalls von grosser Bedeutung. Wie bereits ge- schildert, haben die Serben aus geschichtlichen Zusammenhängen heraus ihr überaus starkes Selbstverständnis gebildet. Über die Jahrhunderte hinweg haben sich geschichtliche Ereignisse sogar zu Traumata verdichtet.

6 Gedanken Cosers zum Konflikt und sozialen Wandel in Bezug zum ehemaligen Jugoslawien

Nach Coser handelt es sich bei dem ehemaligen Jugoslawien um einen Wandel des Systems, denn die strukturellen Beziehungen, alle grundlegenden Institutionen und das herrschende Wertsystem sind im Begriff, sich zu verändern.

Der Konflikt zwischen den Untergruppen des Systems hat sich so verschärft, dass dieses System bei der Erreichung eines bestimmten Punktes zusammen- gebrochen ist. Auch dieser Punkt trifft auf das ehemalige Jugoslawien zu. Was Coser über die Verteilungsstruktur schreibt, lässt sich ebenfalls gut auf die Situa- tion im ehemaligen Jugoslawien übertragen. Er schreibt, dass es niemals eine vollständige Übereinstimmung zwischen dem, was einzelne und Gruppen inner- halb des Systems für ihren gerechten Anteil halten, und dem Verteilungssystem gibt. Der Konflikt entsteht im Zuge der Anstrengungen verschiedener zu kurz gekommener Gruppen, eine gerechtere Verteilung herbeizuführen. Sie stossen dabei auf den Widerstand derer, die sich bereits wohlerworbene Rechte gesichert haben und diese nun in Gefahr sehen (Coser, 1972). Die Verteilungsstruktur im ehemaligen Jugoslawien war sehr auf die Rechte der Serben ausgerichtet, sie hatten die meisten Sitze in der Regierung, den grössten Landbesitz usw. Andere Gruppen fühlten sich benachteiligt und rebellierten gegen die Verhältnisse. Der unnachgiebigen Haltung Serbiens ist es zu verdanken, dass die Konflikte so es- kaliert sind, dass bestehende Werte und Normen, wie z.B. Gewaltvermeidung, ausser Kraft gesetzt wurden. Hier ist es nun wichtig, zu unterschei- den“...zwischen denjenigen Abweichungen von den Normen einer Gesellschaft, die das System als Solches nicht in Frage stellen, und denjenigen, die zur Bil- dung neuer Wertsysteme beitragen“ (Coser, 1972). Sozialer Wandel vollzieht sich demnach mit Normabweichungen, die zur Bildung neuer Wertsysteme bei- tragen. Coser schreibt:“... Jeder Wandel, welche Ursache ihn auch immer her- vorgebracht hat, führt zu Spannung und Konflikt“(Coser, 1972). Hier kommt es nun darauf an, ob das bestehende System flexibel ist, so dass es sich Konfliktsi- tuationen anpassen kann, oder ob es sich um ein starres System handelt, welches Konflikte unterdrückt, so dass sie sich gewaltsam Bahn brechen müssen.

Erstrebenswert sollte es aber meiner Meinung nach sein, wenn Konflikte schon nicht vermieden werden können, ihren Schaden (Todesopfer, Verwüstungen) so weit wie möglich zu begrenzen. Doch die Gründe, warum ab einem bestimmten Punkt die Normabweichung der Gewalt nicht mehr zum Stillstand zu bringen ist, sollen in dieser Arbeit nicht untersucht werden.

7 Ansätze zurÜberwindung ethnischer Konflikte

Unabdingbar für die Begrenzung von ethnischen Konflikten ist ein klar geregel- ter Minderheitenschutz. Ein solcher gesetzlich verankerter Schutz basiert auf Einhaltung der Menschenrechte. Dazu zählen Freiheits-und Gleicheitsrechte sowie staatsbürgerliche und soziale Rechte (Singer, 1995). Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, aber gerade in totalitären Staaten, in denen eine starke Gruppe andere unterdrückt (wie am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien aufge- zeigt), ist eine solche demokratische Grundhaltung nicht selbstverständlich. Wünschenswert wäre deshalb (aus demokratischer Sicht), dass die gesetzgeben- den und ausführenden Institutionen gerade auch solcher Länder einen Wandel ihrer Einstellungen und starren Denkmuster durchmachen. Ich zitiere hierzu noch einmal Singer:“ Der Staat kann versuchen, die Existenz von Minderheiten zu leugnen oder zu unterdrücken. Er kann Segregation fördern oder verordnen, d.h. auf die Isolierung einer bestimmten Minderheit von anderen Bevölkerungs- gruppen hinarbeiten. Die Alternative hierzu ist eine Politik, die auf die Integrati- on von Minderheiten setzt. Das bedeutet, dass die Minderheit Teil der Gesell- schaft ist und die gleichen Rechte innehat wie die Mehrheit. Integration kann durch Assimilation, also um den Preis der Angleichung der Minderheit stattfin- den. Dies geschieht häufig unter Zwang. Dagegen erlaubt Integration durch Ak- kulturation die Beibehaltung der eigenen Identität und baut auf Dialog, Toleranz sowie Annäherung zwischen den ethnischen Gruppen. Dieser Weg der Integrati- on ist am vielversprechendsten, um Minderheitenprobleme dauerhaft und fried- lich zu lösen“ (Singer, 1995).

Eine solche Integration verlangt auf beiden Seiten den Abbau von Feindbildern und Vorurteilen. Für den Beobachter ist es oft schwierig, zu erkennen, wieweit die Umformung eines sozialen Systems bereits vonstatten gegangen ist. „...Man muss jedoch bedenken, dass Umformungen sozialer Systeme nicht immer durch die plötzliche und gleichzeitige Veränderung aller grundlegender Institutionen bewirkt werden. Institutionen können sich allmählich durch gegenseitige Anpas- sung verändern, so dass der Beobachter erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit erkennen kann, dass das neue soziale System eine grundlegende Transformation seiner strukturellen Beziehungen erlebt hat“ (Coser, 1972).

Ich zitiere noch einmal Coser, weil der folgende Abschnitt ausdrückt, wie er den Ablauf des sozialen Wandels sieht: „...Wenn innerhalb der Struktur ständig neue zum Ausbruch drängende Spannungen erzeugt werden, kann zwar die Abreagie- rung mit Hilfe von spannungslösenden Mechanismen das System erhalten, aber nur mit dem Risiko ständig fortschreitender Anhäufung von Spannungen. Eine solche Anhäufung führt leicht zum Ausbruch eines zerstörenden, unrealistischen Konflikts. Wenn Unzufriedenheiten nicht unterdrückt oder abgelenkt werden, sondern sich ohne weiteres gegen wohlerworbene Rechte richten und damit zur Bildung neuer Gruppierungen innerhalb der Gesellschaft führen können, entsteht wahrscheinlich eine echte Umwertung Eine hochintegrierte Gesellschaft wird den Gruppenkonflikt dulden und sogar begrüssen; nur eine schwach integ- rierte muss ihn fürchten“ (Coser, 1972). Nach Coser liegen also Lösungsmög- lichkeiten in der Integrationsfähigkeit einer Gesellschaft.

Häufig drängt es Minderheiten zur Bildung eines eigenen Staates. Das ist jedoch eine kurzsichtige und nur scheinbare Lösung. Wie wir am Beispiel des ehemali- gen Jugoslawien gesehen haben, sind die neu entstandenen Staaten keineswegs ethnisch homogen. Die Gefahr ist gross, dass sich das gleiche Geschehen nur auf kleinerem Raum wiederholt. Lösungsmöglichkeiten liegen in lokaler Selbstver- waltung, kultureller Autonomie und föderalem Staatsaufbau (Singer, 1995).

8 Zusammenfassung und Diskussion

Ich habe versucht aufzuzeigen, wie es zu ethnischen Konflikten kommen kann. Ingroup/Outgroup-Gefühle, nationale Identität, ein grundsätzliches Gefühl der Überlegenheit einer Gruppe über die anderen und geschichtliche Zusammenhän- ge sind Bestimmungsfaktoren, aufgrund derer ethnische Konflikte entstehen können. Mit Hilfe der Konflikttheorie L.A. Cosers habe ich versucht zu erklären, welche Prozesse im ehemaligen Jugoslawien vollzogen wurden. Dabei habe ich festgestellt, dass sich der Ansatz Cosers sehr gut auf das Beispiel des ehemaligen Jugoslawien anwenden lässt. Starre Systeme, die den Konflikt unterdrücken, statt ihn auszudrücken, ungleiche oder als ungleich empfundene Verteilung von Macht, Status und Prestige, Normabweichungen, um eine Veränderung herbei- zuführen, das sind die Grundgedanken, welche im ehemaligen Jugoslawien in geradezu exemplarischer Weise anzutreffen sind. Solange es eine starke ethni- sche Gruppe gibt, die andere Gruppen unterdrückt und am starren System fest- hält, wird es kaum Möglichkeiten zur Konfliktvermeidung geben. Marx warnt ausdrücklich davor, an starren Systemen festzuhalten, weil dieses Beharren kei- ne Veränderung geschehen lässt. Für Marx sind alle Konflikte notwendige Schritte auf dem Weg zur Ordnung, welche erst im Kommunismus ihre Manifes- tation erfährt.

Bei den Abweichungen von sozialen Normen erscheint es mir an dieser Stelle sinnvoll, noch einmal zu wiederholen, dass Coser unterscheidet zwischen Norm- abweichungen, welche das System als Solches nicht in Frage stellen, und Norm- abweichungen, welche zur Bildung neuer Wertsysteme beitragen. Am Beispiel des ehemaligen Jugoslawien betrachtet, ist beides anzutreffen. Die Serben möchten das System erhalten mit den Normabweichungen der Gewaltanwen- dung, die anderen Gruppen möchten mit den gleichen Mitteln ein neues System bilden. So ist beides im gleichen Konflikt zu finden, je nach Sichtweise.

Ich habe gezeigt, dass es für die Begrenzung ethnischer Konflikte unabdingbar ist, einen geregelten Minderheitenschutz einzuführen. In totalitären Staaten ist das oft eine grosse Schwierigkeit, weil die Fronten so verhärtet sind, und die stärkere Gruppe andere nicht gelten lässt. Hier ist ein Wandel der Einstellungen und starren Denkmuster erforderlich. Integration ethnischer Gruppen darf nicht als existentielle Bedrohung wahrgenommen werden. Lösungsansätze sind also in wirklicher Integration, kultureller Autonomie, lokaler Selbstverwaltung und fö- deralem Staatsaufbau zu sehen.

Die Bildung eigener Staaten ist zwar aus Sicht der staatsbildenden Gruppe ver- ständlich, aber nur ein kurzfristiger Lösungsversuch. Die Situation stellt sich so dar, dass keiner der fünf autonomen Staaten, die aus dem ehemaligen Jugosla- wien entstanden sind, ethnisch homogen ist. Das heisst, jeder dieser Staaten birgt weiteres Konfliktpotential in sich. Mit anderen Worten, in jedem dieser Staaten gibt es eine stärkere Gruppe, welche den Führungsanspruch besitzt, und kleinere ethnische Gruppen, welche sich unterordnen. Die Zukunft wird zeigen, inwie- weit sich die Gruppen miteinander arrangieren und ob ein Gleichgewicht in der Verteilungsstruktur stattfinden wird.

Abschliessend möchte ich feststellen, dass meiner Meinung nach der soziale Wandel, welcher sich im ehemaligen Jugoslawien vollzieht, noch längst nicht abgeschlossen ist. Solange jedoch nicht eine grundsätzliche Veränderung in den Einstellungen der Menschen sich vollzieht, scheint eine wirkliche Umwertung nur sehr schwer erreichbar. Darin liegt auch m.E. ein langfristig wirksamer An- satz zur wirklichen Integration ethnischer Gruppen. Einstellungsänderungen vollziehen sich jedoch sehr langsam. Für Beobachter des Konflikts (vor allem mit demokratischer Sichtweise) ist es deshalb oft auch schwer nachzuvollziehen, weshalb keine der Konfliktparteien von ihrer Position abweicht.

Wichtig erscheint es mir noch, zu erklären, dass sich diese Arbeit auf ein totalitäres Regime bezieht, was zu der Annahme führen könnte, in demokratischen Gesellschaften gebe es keine ethnischen Konflikte. Das ist natürlich nicht so, ich meine, in Demokratien vollziehen sich Prozesse teilweise versteckter.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, trotz der unzulässigen Kürze dieser Arbeit zu erhellen, wie es zu ethnischen Konflikten kommen kann und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, das der soziale Wandel eine Richtung ein- schlägt, welche zu mehr Menschlichkeit und einem friedlichen Miteinander führt.

Literaturliste

Bendrath, Ralf: Konflikt und Frieden, URL: www.userpage.fu- berlin.de/bendrath/kon-frie.doc (Stand: 19.3.2002)

Boden, Martina: Nationalitäten, Minderheiten und ethnische Konflikte in Euro- pa, 1993

Brogan, Patrick: Die Unruhe der Welt, 1990

Coser, Lewis A.: Sozialer Konflikt und sozialer Wandel, 1972

Ethnizität und Migration, URL: www.univie.ac.at/voelkerkunde/theoretical- anthropology/zuws.html (Stand: 26.3.2002)

Singer, Heyne Sachbuch 19/4073: Stichwort Nationalitätenkonflikte, 1995

Jäggi, Christian: Nationalismus und ethnische Minderheiten, 1993

Krummenacher, Heinz: Internationale Normen und Krisen, 1985 Marx, Karl:

The Poverty of Philosophy, 1910

Meyers Grosses Taschenlexikon, Bd. 1 - 24, 1990

Scholl-Latour, Peter: Eine Welt in Auflösung, 1993

URL: www.soziologie-info.de/kolumnen/wandel.htm (Stand: 30.03.2002)

Widerspruch, Heft 30, Ethnische Politik, Krieg und Völkermord, 1995

Zapf: Sozialer Wandel. In: Bernhard Schäfers: Grundbegriffe der Soziologie, 1998 (S. 427 - 432)

Details

Seiten
14
Jahr
2002
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107192
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
Der Kommen
Schlagworte
Konflikt Kontext Wandels Beispiel Jugoslawien

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