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Bericht zur Schulpraktischen Übung - Sprachheilpädagogisches Förderzentrum

Hausarbeit 2002 25 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Klasse 3l
2.1. Allgemeine Bemerkungen zur Klasse
2.2. Individuelle Lernvoraussetzungen

2. Ausrichtung am Rahmenplan

3. Eigene Unterrichtsversuch
3.1. Unterrichtsversuch vom 06.05.2002 Lehr- und Lernziele Verlaufsplanung Reflektion
3.2. Unterrichtsversuch vom 28.05.2002 (Doppelstunde) Lehr- und Lernziele Sachanalyse Didaktisch-methodische Analyse Verlaufsplanung Reflektion
3.3. Unterrichtsversuch vom 11.06.2002 Lehr- und Lernziele Verlaufsplanung Reflektion

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang für die gesamte Arbeit (Arbeitsblätter, Verlaufsplanung)

2. Ausrichtung am Rahmenplan

Für die Förderung LRS- Schüler basieren die Richtlinien auf der Grundlage des Rahmenplans für das Fach Deutsch in der Grundschule. Da der Lese- und Rechtschreibprozess viele Tätigkeiten in sich vereint, muss sich die Gestaltung des spezifischen Deutschunterrichts an den individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler orientieren. Zu beachten ist hier das Prinzip kleinster Lernschritte. Der Stoffumfang richtet sich nach den Lernvoraussetzungen der Klasse.

Der Unterricht an der Grundschule soll den Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen und Schlüsselqualifikation wie Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Argumentationsfähigkeit und –bereitschaft, Transfervermögen, Fähigkeit zur Konfliktlösung usw. ausbilden.

„Der Mathematikunterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 hat das grundlegende Ziel, die Schüler mit solchen Inhalten. Denk- und Arbeitsweisen vertraut zu machen und solche Gewohnheiten auszubilden, die eine Basis für die Bewältigung von Alltagsproblemen jüngerer Schüler sowie eine Voraussetzung für ein stärker mathematikorientiertes Tätigsein in der Sekundarstufe sind.“ (aus: Rahmenplan Grundschule. Mathematik. (1996) Kultusministerium des Landes Mecklenburg Vorpommern)

3. Eigene Unterrichtsversuche

3.1. Unterrichtsversuch vom 06.05.2002 Lehr- und Lernziele

Grobziel:

- Festigen von Rechengesetzen und Anwendung dieser zur Entwicklung eigener Rechenstrategien
- Zusammenhänge erkennen zwischen Multiplikation & Division, Addition und Subtraktion

Curriculare Feinziele:

Wissensziele: Die Schüler sollen das schriftliche Multiplizieren von einstelligen mit zweistelligen Zahlen kennen lernen.

Könnensziele: Die Schüler sollen in der Lage sein, den vorgestellten Rechenweg auf neue Aufgaben zu transferieren.

Sonderpädagogische Ziele:

- Förderung der akustischen Wahrnehmung durch Zuhören (alle)
- Förderung der Auge – Hand - Koordination durch verschiedene Schreibübungen (alle, bes. Jan)
- Förderung des Aufgabenverständnis durch Erklärungen ( Mathias, Vanessa) Soziale und Verhaltensziele:
- Steigerung der Lernfreude durch Arbeit in der Gruppe (Paul, Jan, Dennis)
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch Gespräche und Ergebnisdarstellung (Vanessa)

Reflektion

Als Einstieg bietet sich ein Lied sehr gut an. Die Schüler sind begeistert und beginnen den Schultag mir einem lockeren Einstieg.

Die tägliche Übung ist in der Klasse ein Ritual in Mathestunden, deshalb wählte ich einige kurze Aufgaben zur Wiederholung. Jan kam zu spät und löste die Aufgaben separat, während ich das Thema einführte. Die Kinder nahmen meine Art des Unterrichtens gut an und waren von der riesigen Schokoladentafel sehr angetan.

Die Stationsarbeit wurde von den Schülern gut angenommen. Bei Frau Petrosino war dies oft Unterrichtsgegenstand und bot sich auch heute an. Die Gruppenbildung ging auch sehr schnell, wobei ich anfangs befürchtete, dass es zwischen einigen Schülern (Jan, Dennis und Paul) Reibereien zwecks Zusammensetzung der Teams geben könnte.

Die Erklärung der Gruppenarbeit gelang mir gut, denn die Arbeit an den einzelnen Aufgaben ging zügig voran. Positiv fiel mir auf, dass die einzelnen Gruppen untereinander gut miteinander arbeiteten. Besonders bei Mathias und Marcel war zu beobachten, dass sie sich die Aufgaben untereinander gut erklären konnten und so zügig voran kamen.

3.2. Unterrichtsversuch vom 28.05.2002 (Doppelstunde) Lehr- und Lernziele

Grobziel:

- Festigen von Rechengesetzen und Anwendung dieser zur Entwicklung eigener Rechenstrategien
- Zusammenhänge erkennen zwischen Multiplikation & Division, Addition und Subtraktion

Curriculare Feinziele:

Wissensziele: Die Schüler sollen das schriftliche Multiplizieren ohne Übertrag kennen lernen..

Könnensziele: Die Schüler sollen in der Lage sein, den vorgestellten Rechenweg auf neue Aufgaben zu transferieren.

Sonderpädagogische Ziele:

- Förderung der akustischen Wahrnehmung durch Zuhören (alle)
- Förderung der Auge – Hand - Koordination durch verschiedene Schreibübungen an der Tafel, im Heft, auf Arbeitsblättern (alle, bes. Jan)
- Förderung des Aufgabenverständnis durch Erklärungen ( Mathias, Vanessa) Soziale und Verhaltensziele:
- Steigerung der Lernfreude durch Arbeit in der Gruppe (Paul, Jan, Dennis)
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch Gespräche und Ergebnisdarstellung (Vanessa)
- Schulung der Konzentration durch aktive Beteiligung am Unterrichtsverlauf ( Paul, Jan)
- Förderung der Teamfähigkeit durch Gruppenarbeit (Werner, Paul, Dennis, Jan)

Sachanalyse

In dieser Klasse lernen Kinder mit Leserechtschreibschwäche (LRS), Dyslalie, Dysgrammatismus und semantischen Störungen, die unterschiedlich ausgeprägt sind.

LRS

Hinsichtlich der Definition herrscht bisher keine Einigkeit. Während die pädagogische Definition mehr die anlagebedingte Lernschwäche bei normaler Intelligenz und hinreichender Sinnesfunktion betont, heißt es bei WIRTH: „ Bei der Leserechtschreibschwäche liegt eine Teilleistungsschwäche im sprachlichen Bereich vor , im Sinne eines Defizits isolierter Funktionen.“ (Wirth Sprachstörungen, Sprechstörungen, Kindliche Hörstörungen, 2000 S.392)

Dyslalie

Nach WIRTH handelt es sich um eine Störung der Artikulation, bei der einzelne Laute oder Lautverbindungen betroffen sein können. Sie werden ersetzt, weggelassen oder falsch gebildet. Bei der Dyslalie unterscheidet man organische und die funktionell bedingte Dyslalie.

Bei der Diagnostik lassen sich folgende Kategorien bestimmen:

- Partielle Dyslalie ( 1-3 Laute und/oder Lautverbindungen)
- Multiple Dyslalie ( 4-8 Laute und/oder Lautverbindungen )
- Universelle Dyslalie (mehr als 8 Laute und/oder Lautverbindungen )

Kinder mit Dyslalie haben oft große Probleme beim Erlernen des Lesens und Schreibens, wobei die Ursache in der phonematischen Differenzierungsschwäche zu suchen ist.

Dysgrammatismus

Nach KNURA handelt es sich beim Dysgrammatismus um die Unfähigkeit , das morphologische und syntaktische Regelsystem der Muttersprache altersgerecht zu erwerben und zu gebrauchen. Kommunikationsstörungen ergeben sich aus der Tatsache, dass dysgrammatische Störungen die Kodierung und Dekodierung der Sprache betreffen können. (KNURA, G. Handbuch der Sonderpädagogik, Bd.7 1994) Die Ätiologie dysgrammatischer Störungen im Rahmen einer Entwicklungsdysphasie lässt sich schwer konkretisieren. Als mögliche Ursachen können anlagebedingte Sprachschwäche, vermindertes Sprachverständnis, Kurzzeitgedächtnis und Hörgedächtnisspanne, beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit, eingeschränkte Differenzierungsfähigkeit im phonematischen, visuellen, kinästhetischen und musikalisch – rhythmischen Bereich genannt werden.

Details

Seiten
25
Jahr
2002
ISBN (Buch)
9783640268078
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107154
Institution / Hochschule
Universität Rostock
Note
1,5
Schlagworte
Bericht Schulpraktischen Sprachheilpädagogisches Förderzentrum Sprachtherapeutischer Unterricht Didaktik Kinder Sprachstörungen

Autor

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Titel: Bericht zur Schulpraktischen Übung - Sprachheilpädagogisches Förderzentrum