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Globalisierung - Eine Chance für die Entwicklungsländer

Seminararbeit 2002 51 Seiten

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

EINLEITUNG

1 WAS IST GLOBALISIERUNG?
1.1 Begriffsdefinitionen
1.2 Geschichte der Globalisierung
1.3 Grundelemente der Globalisierung
1.4 Globalisierungskonzepte
1.5 Dimensionen der Globalisierung
1.5.1 Ökonomische Globalisierung
1.5.2 Politische Globalisierung
1.5.3 Kulturelle und gesellschaftliche Globalisierung
1.5.4 Ökologische Globalisierung

2 GEWINNER UND VERLIERER DER GLOBALISIERUNG
2.1 Industrieländer
2.2 Schwellenländer
2.3 Entwicklungsländer
2.3.1 Entwicklungsländer-Listen
2.3.2 Definitionen
2.3.2.1 Definition der Vereinten Nationen
2.3.2.2 Definition der Weltbank
2.4 Wachsende weltweite Ungleichheit
2.5 Exkurs: Was ist Armut?
2.6 Lebensbedingungen in den ärmsten Ländern
2.7 Anteil der Entwicklungsländer am Welthandel
2.8 Marginalisierung der Entwicklungsländer
2.8.1 Gründe der Marginalisierung
2.8.2 Notwendige Schritte

3 ENTWICKLUNGSFINANZIERUNG UND ARMUTSBEKÄMPFUNG
3.1 Was ist Entwicklungspolitik?
3.2 7 internationale Entwicklungsziele für das 21. Jh

4 REGIONALKONZEPT SUBSAHARA-AFRIKA
4.1 Problemfelder
4.2 Entwicklungskonzept Subsahara-Afrika
4.3 Zukunftsperspektiven

5 GLOBALISIERUNGSCHANCEN AM BEISPIEL MOSAMBIK
5.1 Demographische Grundlagen
5.2 Politische Situation
5.3 Wirtschaftliche Situation, Industrie und Handel
5.4 Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit
5.5 Bilanz

6 GLOBALISIERUNG ALS CHANCE? – SCHLUSSBETRACHTUNG
6.1 Hauptaufgaben der Entwicklungszusammenarbeit
6.1.1 Vorschlag 1: Nachhaltigkeit
6.1.2 Vorschlag 2: Demokratisierung
6.1.3 Vorschlag 3: Armutsbekämpfung
6.1.4 Vorschlag 4: Entschuldung
6.1.4.1 Kritische Aspekte der Entschuldung
6.2 Forderungen der Entwicklungsländer

7 LETZTE WORTE

VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN, SCHAUBILDER UND TABELLEN

LITERATURVERZEICHNIS

EINLEITUNG

„Eines der besten Bilder des Planeten Erde mit aller seiner Schönheit, das jemals aufgenommen wurde, wurde im Weltraum gemacht. Es zeigt die Erde als einen winzigen, farbigen Ball, umgeben von der Dunkelheit und der Leere des Alls. Es ist ein schönes Bild, man kann es nicht in rassische Segmente aufteilen. Es ist eine Welt, der Platz, an den wir uns zu halten haben, auf dem wir die Widersprüche überwinden müssen, zwischen Liebe und Hass, Armut und Überfluss, Krieg und Frieden, Reich und Arm, Schwarz und Weiß, verschwenderischem Konsum und Hunger. Wir haben die Mittel, um aus dem, was das Bild zeigt, eine schöne, harmonische, nahezu perfekte Welt zu formen, wir brauchen nur den Willen.“

(Olesegun Obasanjo, Präsident Nigerias)[1]

Obasanjo macht deutlich, dass die Welt einer Globalisierung bedarf, die Regeln unterliegt und die bestehenden Ungleichheiten durch friedliche Harmonisierung beseitigt. Aber was ist nun Globalisierung, wie kam es zu dieser Entwicklung, die in aller Munde und doch mit vielen Fragezeichen versehen ist? Der Begriff Globalisierung ist in den letzten Jahren zu einem Schlagwort geworden, das in allen Bereichen des Lebens inflationär verwendet wird.

Abbildung 1[2]: Gesamtnennungen des Wortes Globalisierung in der FAZ von

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auf der einen Seite bemerken wir den Trend zur Globalisierung der Ökonomien, zur Zivilisierung der Weltpolitik, zur Universalisierung und Säkularisierung von Kultur und Wertesystemen. An die Stelle der Staatenwelt, der Nationalökonomien und der kulturellen Identitäten tritt die Weltgesellschaft, die Weltwirtschaft, die Weltkultur. Auf der anderen Seite ist ein Prozess der Fragmentierung, der Renaissance der Nationalismen, der staatlichen Zersplitterung, der Retribalisierung, der Refundamentalisierung zu erkennen.[3]

Mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Weltreiches wurde unzweifelhaft eine neue Ära der Weltpolitik eingeleitet. Die alte politische Ordnung des Kalten Krieges trat ab und eine neue Ordnung wurde geboren, die der vertrauten Welt des

20. Jahrhunderts nur wenig gleicht. Aus dem Ost-West-Konflikt, dem „Kampf der Ideologien“, ging die westliche Demokratie als alleiniger Sieger hervor und der Kapitalismus trat seinen Siegeszug um die Welt an. Das Schicksal der Menschheit wird im nächsten Jahrtausend von einer neuen Runde von Gewinnern und Verlierern bestimmt. Doch wer wird gewinnen und wer verlieren?

Die Gefühle der Menschen angesichts dieses Prozesses, sind vielfältig und oft widersprüchlich. Bei den einen löst er Aufbruchstimmung aus. Für sie ist Globalisierung eine Befreiung aus engen und überholten Grenzen. Andere urteilen dagegen zurückhaltender oder empfinden gar Angstgefühle. Nur in einer Hinsicht herrscht offenbar Einigkeit: Globalisierung ist nicht etwas, das wieder aufgehalten oder nach Belieben zurückgedreht werden kann. Ihre Begleiterscheinungen können allenfalls eine zeitlang ignoriert werden, entziehen kann sich ihnen auf Dauer keiner.

Mit dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit Globalisierung Chancen für die Entwicklungsländer bietet. Zunächst soll der Begriff Globalisierung mit seinen vielfältigen Dimensionen zum besseren Verständnis erklärt werden. Im folgenden werden die Gewinner und Verlierer in Kategorien unterteilt. Hierbei gilt ein besonderes Augenmerk den Entwicklungsländern, den dortigen Lebensbedingungen sowie Ursachen und Behebung der Marginalisierung. In einem kurzen Exkurs wird der Begriff Armut definiert. Das 3. Kapitel stellt Maßnahmen zur Entwicklungsförderung vor und leitet über zum Regionalkonzept Subsahara-Afrika, welches im 4. Kapitel vorgestellt wird.

Am Beispiel Mosambik sollen die Entwicklungschancen im Rahmen der Globalisierung dargestellt werden, um abschließend in einer kritischen Schlussbetrachtung, die Chancen und Risiken der Globalisierung abzuwägen. Den Schluss der Arbeit bildet eine persönliche Stellungnahme.

Stützen wird sich diese Arbeit zum einen auf das in den alljährlichen Berichten der Weltbank sowie verschiedener UN-Organisationen und der Bundesministerien veröffentlichte Datenmaterial, zum anderen auf die äußerst umfangreiche Fachliteratur zu den Themen Weltgesellschaft, Entwicklung und Globalisierung und aktuelle Informationen aus dem Internet. Eine Darstellung und Diskussion der gesamten Literatur erscheint weder notwendig noch sinnvoll, so dass sich diese Arbeit auf eine überschaubare Auswahl an Titeln beschränkt.

Der Umfang des Themengebietes und die hier formulierten Ansprüche lassen erahnen, dass im Rahmen einer Schriftlichen Prüfungsleistung nicht alle Aspekte erschöpfend behandelt werden können. Dennoch soll der Versuch unternommen werden, die wesentlichen Punkte der Problemanalyse und der Lösungsvorschläge so ausführlich wie möglich darzulegen.

1 WAS IST GLOBALISIERUNG?

„Globalisierung ist nichts Neues, aber die heutige Ära unterscheidet sich deutlich von früheren. Sie lässt Zeit und Raum schrumpfen und Grenzen wegfallen, daher werden Verbindungen zwischen den Menschen enger, intensiver und direkter als je zuvor.” [4]

1.1 Begriffsdefinitionen

Schamp[5]: Ökonomische Globalisierung als ein historischer Prozess, in dem mächtige Akteure eine weltweite Integration von Wirtschaftssektoren und Produktionssystemen bewirken, die zuvor territorial weitgehend getrennt waren. Globalisierung als neue Phase des kapitalistischen Weltsystems.

Giddens[6]: „Definieren lässt sich der Begriff (...) im Sinne einer Intensivierung weltweiter sozialer Beziehungen, durch die entfernte Orte in solcher Weise miteinander verbunden werden, dass Ereignisse am einen Ort durch Vorgänge geprägt werden, die sich an einem viele Kilometer entfernten Ort abspielen, und umgekehrt“.

Krätke[7]: Prozess der weiträumigen Ausdehnung und Verknüpfung von Aktivitä- ten, der in einer wachsenden, regionale und nationale Grenzen überschreitenden Bewegung von Gütern, Kapital und Menschen zum Ausdruck kommt.

Fischer[8]: Der Begriff der Globalisierung fokussiert in sich verschiedene, mehr oder weniger voneinander unabhängig verlaufende Entwicklungstrends von Wirtschaft und Gesellschaft, national wie international. Der Begriff bezieht sich vordergründig auf die wachsende Unabhängigkeit der internationalen Märkte und großer internationaler Industrieund Dienstleistungsunternehmen allen voran der internationale Finanzund Kapitalmarkt.

1.2 Geschichte der Globalisierung

Bei der Globalisierung handelt es sich offenkundig um einen Prozess, der bereits im 16. Jahrhundert begann, als die europäischen Seefahrer große Teile der außereuropäischen Welt für sich entdeckten und der internationale Warenhandel einen enormen Aufschwung erfuhr. In geschichtlicher Sicht stellt die Globalisierung kein neues Phänomen dar. Schon Karl Marx und Friedrich Engels beschrieben vor 150 Jahren im Kommunistischen Manifest diesen Tatbestand: „Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. (...) An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander.“[9]

Bei einer Konferenz im amerikanischen Bretton Woods vereinbarten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Vereinigten Staaten, ihre westlichen Verbündeten und einige andere Staaten eine neue Weltfinanzordnung, die u. a. dazu beitragen sollte, Wirtschaftskrisen wie jene von 1929 zu verhindern und weltweit wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank wurden erstmals Finanzinstitutionen geschaffen, die international wirksame währungsund finanzpolitische Regelungen treffen konnten, die für alle Mitgliedsstaaten verbindlich waren und sind.

Der wirtschaftliche Verflechtungsprozess erhielt Anfang der 70er Jahre eine besondere Dynamik, als nach dem sogenannten „Ölpreisschock” die Führer der sechs größten Industrienationen beschlossen, ihre nationalen Wirtschaftsund Währungspolitiken aufeinander abzustimmen. Wenig später begannen die Regierungen der USA und Großbritanniens in Zusammenarbeit mit transnationalen Konzernen, die Deregulierung der Weltwirtschaft voranzutreiben.

Die ökonomische Internationalisierung wurde durch die Zollverhandlungen des GATT[10], die Abschaffung des Systems fester Wechselkurse und den europäischen Integrationsprozess sowie das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA)[11] politisch auf den Weg gebracht. Erleichtert wurden die weltwirtschaftlichen Verflechtungen außerdem durch die ungehinderte Zirkulation von Kapital, die Abschaffung von Zollschranken und behördlichen Regelungen.

1.3 Grundelemente der Globalisierung

Die rasch fortschreitende Globalisierung auf technischem, ökonomischem und ökologischem Gebiet führt dazu, dass einzelne Wertesysteme der verschiedenen Kulturen miteinander kollidieren. Erleichtert und vereinfacht worden sind die weltwirtschaftlichen Verflechtungen durch Prozesse der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung.

Schaubild 1[12]

Liberalisierung ist die Befreiung transnationaler Waren-, Dienstleistungsund Finanztransaktionen von Beschränkungen wie Zöllen oder Kontingentierungen.

Deregulierung bezeichnet den Abbau von staatlichen Auflagen und Vorschriften, um die Entscheidungsund Einflussmöglichkeiten der Unternehmer zu erhöhen und die des Staates zu beschränken.

Privatisierung meint die Verringerung des Anteils des öffentlichen Sektors an der direkten oder indirekten Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen.

Doch nicht nur Güter und Dienstleistungen werden ohne Überwindung großer Hürden in aller Welt verund gekauft, auch das Geld ist von nahezu allen staatlichen Fesseln und Grenzen befreit. Es findet sich überall dort ein, wo es entweder als Investition in ein Unternehmen oder auf den Finanzmärkten anderer Staaten eine gute Rendite verspricht.[13]

Die Kehrseite der Globalisierung ist, dass sie sich in bestimmten Regionen konzentriert – eine Globalisierung der Globalisierung bleibt vorerst eine Illusion. Die Auslandsinvestitionen strömen meist von Industrieländern in Industrieländer. Die starke Konzentration der Außenhandelsbeziehungen auf europäische Nachbarländer sowie die USA und Japan zeigt, dass trotz des wachsenden Umfangs internationaler Handelsströme von einer echten Globalisierung (noch) keine Rede sein kann.

1.4 Globalisierungskonzepte

Schaubild 2[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Dimensionen der Globalisierung

In der öffentlichen Diskussion wird Globalisierung als vorwiegend ökonomischer Prozess verstanden. Vorrangig werden mit dem Begriff Inhalte verknüpft wie:

- steigende Direktinvestitionen;
- Verlagerung von Produktionskapazitäten über nationale Grenzen hinweg;
- steigende Bedeutung der Finanzmärkte und transnationaler Unternehmen;
- schnelleres Wachstum des Welthandels als der Weltproduktion.

Diese Sicht der Dinge übersieht allerdings andere Dimensionen dieser Entwicklungen[15], die im weiteren dargestellt werden sollen.

1.5.1 Ökonomische Globalisierung

In der weitgehend sich liberalisierenden Welt ist ein Warenverkehr um den ganzen Globus, in dessen Folge der weltumspannende Handel immer mehr zusammenwächst, entstanden. Der Abbau von Regulierungen im Wirtschaftsund Finanzbereich hat große Kapitalströme in Bewegung gesetzt.[16] Diese Weltwirtschaft ist jedoch noch nicht als global zu bezeichnen: Lediglich 20 % der Güter und Dienstleistungen werden international gehandelt. Zudem sind gerade 30 % der Weltbevölkerung in die Weltwirtschaft integriert. [17]

Weiterhin ist eine Globalisierung an der verstärkten Abkopplung der Finanzmärkte von der realwirtschaftlichen Entwicklung festzustellen, wobei es zu verstärkten kurzfristigen Kapitalanlagen der rein spekulativen Art kommt. Die zentralen Akteure der ökonomischen Globalisierung sind dabei die transnationalen Konzerne. Diese sogenannten „Global Players“ gelten als die Motoren der Globalisierung und wickeln etwa drei Viertel des Welthandels ab.[18]

Abbildung 2[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

durchschnittlicher täglicher Devisenumsatz in Mrd. US$

Der wirtschaftliche Aspekt bleibt die „driving force“ der Globalisierung. Das Zeitalter des „organisierten Kapitalismus“ ist vorbei. Die Technologieentwicklung besonders auf dem Gebiet der Informationsund Medientechnik wirkt als Katalysator der Globalisierung. Aus Angst, den weltweiten Anschluss zu verpassen, geben die Nationalstaaten immer mehr Kontrolle zugunsten kapitalfreundlicher Anpassung ab.

Das marktwirtschaftliche System hat sich mittlerweile weltweit durchgesetzt und es wird zunehmend wichtiger, was in anderen Teilen der Welt passiert. Die Expansion des Welthandels mit Gütern und Dienstleistungen schreitet durch die immer stärkere räumliche Vernetzung und zeitliche Verdichtung der Entwicklungen mit enormem Tempo voran.

1.5.2 Politische Globalisierung

Infolge der ökonomischen Globalisierung bricht die Wirtschaft aus dem territorialen Rahmen aus, ohne dass entsprechende Institutionen ihr Zügel anlegen könnten.[20] Feststellbar ist in diesem Zusammenhang eine Verringerung nationalstaatlicher Souveränität. Zurückzuführen ist diese „Denationalisierung“[21] laut Reinhard Rode vor allem auf die steigende Bedeutung internationaler politischer Kooperationsformen wie die Vereinten Nationen oder die Welthandelsorganisation genannt.[22]

Infolge der Globalisierung schließen sich Staaten zusammen, um gemeinsam nach außen eine stärkere Stellung einzunehmen, als sie als Einzelstaaten besitzen würden.[23] Dies kann als Antwort der Nationalstaaten auf die Globalisierung gesehen werden, mit der sie einen Teil der Souveränität wiedergewinnen wollen, den sie dem Markt durch ihre Deregulationspolitik abgegeben haben.

1.5.3 Kulturelle und gesellschaftliche Globalisierung

Auf ökonomischem Gebiet lässt sich der Globalisierungsprozess genau beobachten und anhand von Indikatoren quantifizieren. Die Bedeutung der Globalisierung für die Kultur ist dagegen weder exakt zu belegen noch unumstritten.

Schlagwort einer kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung innerhalb der Globalisierung ist die „McDonaldisierung“ der Welt. Damit ist die Verbreitung und Verbilligung moderner Massenkommunikationsmittel, gestiegene Mobilität und die weltweite Anziehungskraft des westlichen Wohlstandsmodells gemeint.[24] Vielfältige Kommunikationsund Reisemöglichkeiten, das Internet und die englische Sprache sind einige Stichworte, die auf intensivere Kommunikation verweisen. Die weltweite Ausbreitung von westlich geprägten Technologien, Waren und Dienstleistungen zieht bestimmte Standards und Wertvorstellungen nach sich.[25]

Es ist offensichtlich, dass diese Entwicklung die unterschiedlichen Kulturen beeinflusst und mitunter bis in alltägliche Gewohnheiten hinein verändert. Vermittelt durch das Fernsehen, Filme sowie durch Musik wird ein Lebensstil geprägt, dessen Bedeutung weit über sein Ursprungsland hinausreicht.

[...]


[1] Tetzlaff, Rainer 2000: S. 257

[2] Enquete-Kommission 2001: S. 3

[3] Menzel, Ulrich 1998: S. 46

[4] UNDP 1999: S. 203

[5] Schamp, E.W. 1996: S. 205 - 219

[6] CD-ROM „Global lernen“ 2001

[7] Krätke, S. 1995: S. 207-221

[8] Fischer, Joschka 1998: S. 33

[9] Woyke, Wichard 2000: S. 112

[10] Anm.: Allgemeines Zollund Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade): Auf der Handelskonferenz in Genf am 30. Oktober 1947 abgeschlossener Vertrag, der von 23 Staaten unterzeichnet wurde. Kernpunkt der Vereinbarung war die Bildung eines internationalen Forums, das sich der Ausweitung des multilateralen Handels widmete und sich um Schlichtung und Beilegung internationaler Handelsstreitigkeiten bemühte. vgl. Microsoft Encarta Professional 2002

[11] Anm.: North American Free Trade Agreement: Wirtschaftsabkommen zum stufenweisen Abbau von Zöllen und anderen Schranken zugunsten des Freihandels, zum Abbau von Investitionshürden und zum Schutz des geistigen Eigentums. Das NAFTA-Abkommen wurde von Kanada, Mexiko und den USA am 17. Dezember 1992 unterzeichnet und trat am 1. Januar 1994 in Kraft. vgl. Microsoft Encarta Professional 2002

[12] http://www.venro.org/fr_global.html vom 22.07.2002

[13] CD-ROM „Global Lernen“ 2001

[14] http://www.kulturgeo.uni-freiburg.de/mitarb/dittrich/globali.html vom 07.06.2002

[15] Steger, Ulrich: 1999: S. 155

[16] Pinzani, Alessandro 2000: S. 31 - 38

[17] Woyke, Wichard 2000: S. 115

[18] Hengsbach, Friedhelm 1999: S. 12

[19] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2002: S. 44

[20] Beck, Ulrich/Willms, Johannes 2000

[21] Rode, Reinhard in: Kaiser, Karl/Schwarz, Hans-Peter 2000: S. 255 – 264

[22] Rode, Reinhard in: Kaiser, Karl/Schwarz, Hans-Peter 2000: S. 255 – 264

[23] Link, Werner 1998: S. 100

[24] Woyke, Wichard 2000: S. 118

[25] Brand, Ulrich 2000: S. 76f.

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Seiten
51
Jahr
2002
Dateigröße
731 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107143
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
noch nicht
Schlagworte
Globalisierung Eine Chance Entwicklungsländer Demokratie Deutschland

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