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Der tropische Regenwald

Facharbeit (Schule) 2002 18 Seiten

Biologie - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhalt:

1. Einleitung

2. Arten des Tropischen Regenwaldes
2.1. Zum Begriff „Tropischer Regenwald“
2.2. Immergrüne Tropische Regenwälder
2.3. Laubabwerfende, regengrüne Tropische Regenwälder
2.4. Tropische Berg - bzw. Nebelwälder

3. Klimatische Bedingungen des Tropischen Regenwaldes
3.1. Niederschläge
3.2. Temperatur

4. Der Aufbau des Tropischen Regenwaldes

5. Der Nährstoffkreislauf im Tropischen Regenwald

6. Die Artenvielfalt des Tropischen Regenwaldes
6.1. Die Verteilung der Biomasse im Tropischen Regenwald
6.2. Urwaldpflanzen und ihre Anpassung
6.3. Urwaldtiere und ihre Anpassung

7. Der Boden des Tropischen Regenwaldes

8. Die Zerstörung des Tropischen Regenwaldes
8.1. Zerstörung durch Raubbau
8.2. Zerstörung durch Brandrodung der Siedler
8.3. Zerstörung durch den Anbau von Lebens– und Genussmitteln

9. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Viele sind offenbar der Meinung, der tropische Regenwald ist weit weg und für uns in Europa kein Thema.

Aber soweit entfernt, wie wir glauben, ist er nicht! Überall wo man hinschaut, finden wir Spuren des Regenwaldes in unseren Gebrauchsgegenständen. Wir brauchen nur durch unser Fenster zu blicken. Aus welchem Material bestehen denn die meisten Holzrahmen? Aus Meranti, einem Tropenholz. Aber auch unsere Kiefernschränke im Wohnzimmer stammen nicht aus dem heimischen Stadtwald!

Täglich also nutzen wir die Ressourcen des Regenwaldes, ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen das hat, ohne uns zu fragen, ob wir überhaupt das Recht haben, uns einfach des Regenwaldes zu bemächtigen. Ebenso wissen die wenigsten Deutschen, was alles zu dem Begriff „Regenwald“ gehört.

Die folgende Arbeit soll deshalb einen kleinen Einblick in das vielschichtige System des Tropischen Regenwaldes geben.

In insgesamt sieben Kapiteln werden die natürlichen Gegebenheiten, die Bedeutung des Regenwaldes als Rohstoffquelle aber auch für das Klima unseres Planeten und die Konsequenzen der Zerstörung dieses für alle Menschen der Erde wichtigen Biotops behandelt.

2. Die Arten des Tropischen Regenwaldes

2.1. Zum Begriff „Tropischer Regenwald“

Der Begriff „Tropisch“ stammt von dem griechischen Wort „tropos“ und bedeutet

„Wechsel“, „Wendung“, „Drehung“. Die als Tropen bezeichnete Klimazone wird durch die beiden Wendekreise der Sonne (23,5 ° nördliche und südliche Breite) begrenzt.

Die hier befindliche Vegetation bezeichnet man als Regenwald.

Unter dem Einfluss der Faktoren Boden, Klima und der geografischen Lage, haben sich verschiedene Arten des Tropischen Regenwaldes herausgebildet.

Bekannte und wichtige Regenwälder sind die immergrünen tropischen Tieflandregenwälder, die laubabwerfenden regengrünen tropischen Regenwälder und die Bergregenwälder bzw. Nebelwälder.

Das Vorkommen der einzelnen Waldformationen wird entscheidend von zwei Faktoren bestimmt: den hohen Temperaturen und der Verfügbarkeit von Wasser. Damit kann folgende grobe Einteilung der Vegetationstypen vorgenommen werden:

Abbildung 1: Vegetationstypen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Folgenden werden diese drei Arten näher erklärt.

2.2. Immergrüne, tropische Regenwälder

Die immergrünen, tropischen Regenwälder sind die artenreichsten Wälder der Erde, denn der Reichtum an Tieren und Pflanzen kennt dort kaum Grenzen. Diese Wälder liegen sehr nah am Äquator. An der dortigen Pflanzenwelt lassen sich im Jahreswechsel keine Phasen erkennen, der Wald ist immer grün, daher auch sein Name. Doch immergrün bedeutet nicht, dass die Bäume keine Blätter abwerfen - im Gegenteil: fast alle Bäume werfen Blätter, Äste und Zweige über das Jahr verteilt ab, doch da dieser Abwurf gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt ist, ist es für den normalen Betrachter nicht zu erkennen.

Die höchsten Bäume dort sind bis zu 50m hoch und pro Hektar gibt es ca. 100 bis 150 Pflanzenarten, von denen ca. 70 bis 90 Bäume sind.

2.3. Laubabwerfende, regengrüne, tropische Regenwälder

Da der Anteil von immergrünen Baumarten hier wesentlich geringer ist, als im immergrünen, tropischen Regenwald, ist es eine gewisse Zeit lang sehr kahl. Die Bäume werfen, meist zu Beginn einer trockeneren Jahreszeit, ihr Laub ab, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.

Die höchsten Bäume in diesen Wäldern sind bis zu 30 bis 40 m hoch und pro Hektar gibt es ca. 60 bis 90 Pflanzenarten, von denen ca. 30 bis 60 Bäume sind.

2.4. Tropische Berg– bzw. Nebelwälder

Mit zunehmender Höhe verändern sich die Eigenschaften der immergrünen tropi- schen Wälder. Man gelangt in die Region der Berg– bzw. Nebelwälder und besonders viele Moose treten hervor.

In diesen Wäldern kommt es zur Bildung von Epiphyten, das sind Pflanzen, die auf anderen wachsen, um sich so mit Nährstoffen zu versorgen (Parasiten). Die Bäume werden dünner, die Blätter kleiner und das Laub zäher.

In diesen Wäldern sind die höchsten Bäume nur ca. 10 bis 25 m hoch, dagegen findet man allerdings pro Hektar ca. 200 bis 900 Pflanzenarten, von denen aber nur ca. 15 bis 70 Bäume sind.

Abbildung 2: Einst nahm der tropische Regenwald in Äquatornähe sehr große Flächen ein. Heute ist er bereits stark zurückgedrängt worden.

3. Klimatische Bedingungen des Tropischen Regenwaldes

3.1. Niederschläge

Die Niederschläge sind das wichtigste im Tropischen Regenwald. In äquatorialen Gebieten regnet es jeden Tag, das ist pro Jahr ca. fünfmal soviel, wie bei uns. In den Saisonregenwäldern gibt es zwischendurch auch trockene Monate.

Warum sind die Niederschlagsmengen am Äquator so hoch?

Die starke Sonneneinstrahlung führt zur Erwärmung der feuchten Luftmassen. Diese steigen auf, kühlen ab und geben dabei die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Niederschlägen wieder ab.

Die abgekühlten und jetzt trockenen Luftmassen fließen beiderseits des Äquators in Richtung der Wendekreise. Dort sinken sie ab und es bilden sich trockene Wüstengebiete.

Im bodennahen Bereich der Wendekreise werden die Luftmassen von Passatwinden erfasst, über den Ozeanen wieder mit Feuchtigkeit beladen und zurück in Äquatornähe transportiert; der Kreislauf kann dann von neuem beginnen.

Dieses System funktioniert nur dort, wo zu beiden Seiten des Äquators annähernd gleich große Landmassen vorhanden sind: in Südamerika und Afrika.

Südostasien

Im indomalaiischen Raum - der südostasiatischen Inselwelt - ist es anders: Die asiatischen Tropen (im kontinentalen Raum) werden nicht von Passatwinden, sondern vom Windsystem des Monsuns mit Niederschlägen versorgt.

Auf die sintflutartigen Monsun-Niederschläge im "Sommerhalbjahr" folgt im "Winterhalbjahr" eine ausgedehnte Trockenzeit. Folge: Derart schwankende Niederschlagsverhältnisse verhindern das entstehen tropischer Regenwälder - es entsteht der sogenannte "Dschungel".

Regenmengen

Vom Äquator weg nehmen die Niederschläge allmählich ab. Meeresströmungen, Passatwinde und Gebirgszüge im Tropengürtel sorgen dafür, dass die lokalen Regenmengen in den Tropen viel größeren Schwankungen unterworfen sind, als die dort vorherrschenden Temperaturen (vgl. Abb. 3, auf Seite 8).

Im tropischen Tiefland fallen in der Regel hohe Niederschlagsmengen; dort ist die Vegetation eng an die abgehenden Niederschläge gebunden.

Details

Seiten
18
Jahr
2002
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107092
Institution / Hochschule
Real Centro Universitario Maria Cristina
Note
14 Punkte
Schlagworte
Regenwald

Autor

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Titel: Der tropische Regenwald